Mit ‘Flughafen’ getaggte Beiträge

Vor gefühlter unendlicher Zeit hatte ich genau an dieser Stelle über meinen Ärger mit meiner „geliebten“ Airline Air Berlin berichtet. Wie die Auseinandersetzung weiter ging, ist hier zu lesen. Nun sind seitdem fast acht Monate vergangen und ich bin seitdem bereits wieder mit dieser meiner „geliebten“ Airline, die leider als einzige Fluggesellschaft von Köln/Bonn Hunde transportiert, geflogen. Mittlerweile habe ich auch festgestellt, dass kurzzeitige Flugverlegungen bei Air Berlin leider nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel sind.

Damals kam mir die Verlegung meines Fluges nach Teneriffa, den ich extra am späten Morgen gebucht hatte und den ich dann mitten in der Nacht antreten durfte, sehr ungelegen. Es gab Schwierigkeiten mit der nächtlichen Anfahrt und erhöhte Mietwagenkosten. Da dies persönlich bereits für mich der zweite Fall mit viel Ärger und Air Berlin war, entschloss ich mich, mich zu beschweren. Ich scheiterte – wie ihr nachlesen konntet – an den Tücken des raffinierten Online Beschwerdesystems von Air Berlin.

Viel Wasser lief den Rhein herunter und mein gesamter Ärger ist wohl längst auf dem Atlantik angekommen. Bis ich heute einen Brief aus dem Briefkasten zog. Air Berlin antwortete doch tatsächlich schriftlich nach fast acht Monaten persönlich durch Frau Krups (Name geändert). Diese teilte mir mit, dass Ihr der Vorfall im November 2011  sehr leid tue. NUN wolle man sich mit meiner Beschwerde befassen. Wow…. ich war beeindruckt. Aufgeregt las ich weiter. Würde Air Berlin mir nun einen Freiflug in die Karibik oder zu Vallartina nach Mexiko sponsern? Frau Krups forderte mich jedoch stattdessen leider nur schriftlich auf, sämtliche Quittungen und Belege aus dem November 2011 einzureichen, damit sie meinen Schaden prüfen könne.

Ja, damit hatte ich nun gar nicht mehr gerechnet. Die gesamten Belege sind leider zwischenzeitlich restlos im Müll gelandert und schlummern seit Monaten im Altpapiercontainer. Hat Air Berlin auch damit gerechnet und sich deshalb so lange Zeit gelassen? Ganz schön clever diese Airline :-). So muss die Karibik noch ein wenig auf Leonie warten.

Mit einer immer noch eingegipsten und leicht faulig riechenden linken Hand hätte die Karibik ohnehin keinen Spaß gemacht. Da fahre ich doch lieber demnächst nach Hamburg zum Lehrgang.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Abend.

 

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Einige Tage haben es einfach in sich. Und vor diesen Tagen bleibt man auch nicht verschont, wenn man in einem wunderschönen Urlaub auf Teneriffa ist. Das habe ich am eigenen Leib am letzten Sonntag erfahren.

Alles fing bereits am Samstagabend an. Ich wollte gerne mit meinem Mann skypen und meine Mails beantworten und saß am Notebook. Die Internetverbindung war so schwach und schlecht, dass keine Kommunikation mehr möglich war. Also packte ich das Notebook zusammen und schlich im Dunklen quer durch das ganze Haus auf die Terrasse des Hauses, auf der der Empfang am Besten sein soll. Dabei stolperte ich auf der Treppe und konnte noch gerade so mein Notebook vor dem Herunterfallen bewahren. Das aufgeschlagene Knie war eine kleine unangenehme Nebenerscheinung.

Auf der Terrasse erhielt ich vom Notebook die Meldung, dass keine Drahtlosverbindungen erkannt würden. Da mein IPad eindeutig das WLAN des Hauses anzeigte, wusste ich, dass die Störung nicht am WLAN des Hauses liegen konnte. Irgendetwas musste mit meinem Notebook nicht in Ordnung sein. Ich fuhr es hoch und runter, arbeitete mich Punkt für Punkt durch die Systemsteuerung und war am Ende auch nicht schlauer. Ohne Internetverbindung fiel ich am Ende müde ins Bett.

Am Sonntag morgen setzte ich meine erfolglosen Versuche nach meinem Morgenlauf mit dem Hund fort. Auf dem IPad setzte ich Hilferufe in alle Welt (u.a. nach Hause zu meinen Männern und zum Blog) ab. Auch ein netter junger Mann, der hier im Haus wohnt, versuchte sich erfolglos eine halbe Stunde am Notebook. Mittlerweile kannte ich die gesamte Systemsteuerung in und auswendig, aber fand nicht den fehlenden Haken, um die Drahtlosverbindung zu aktivieren. Mein Sohn sandte mir eine Anleitung zur Aktivierung, aber die Verbindung blieb tot. So ließ ich Notebook und Internet und begab mich in den Süden.

Dort machte ich vor den Felsen von Los Gigantes eines schöne Wanderung und fuhr dann nach Playa San Juan, um auch den Hund auf seine Kosten kommen zu lassen. Ich ging an einen einsamen Steinstrand und der Hund konnte schwimmen. Er wollte gar nicht wieder aus dem Wasser und schwamm über eine Stunde. Als er dann endlich heraus kam, hatte er wohl so viel Salzwasser getrunken, dass es ihm in großen Schwällen vorne und hinten heraus kam. Als ich noch schnell in einem Cafe einen Kaffee trank, bevor ich meine Freundin vom Flughafen abholen wollte, passierte „es“ unglücklicherweise auch dort. Das war mir recht unangenehm und ich bot an, sauber zu machen. Man entließ mich mit leicht genervten Blicken. Ich machte mich  zum Flughafen auf.

Wegen einem Stau(!), den ich auf der Insel wirklich nicht erwartet hätte, kam ich gerade noch fast in letzter Minute an, um meine Freundin abzuholen. Ich fand nach langer Kurverei und Sucherei endlich einen Parkplatz. Dann sprintete ich zur Ankunft des Flughafens. Da ich unglücklicherweise vor dem Abflug geparkt hatte, musste ich lange sprinten. Dann las ich auf der Anzeigetafel, dass der Flieger über eine Stunde Verspätung hatte. Aber auch diese Stunde ging herum und nichts Schreckliches passierte.

Irgendwann hatte ich glücklicherweise meine Freundin gefunden und wollte sie zum Auto dirigieren. Leider hatte ich in der Hektik vergessen, wo ich geparkt hatte. Eine geschlagene halbe Stunde suchte ich zwischen den vielen Wagen bis ich  Wagen und Hund wieder hatte. Ich fuhr rückwärts aus der Parklücke, damit wir den Wagen beladen konnten. Während wir hinter dem Wagen standen und einluden, setzte ein sehr alter Herr seinen Wagen rückwärts aus dem Parkplatz ohne nach hinten zu schauen. Wir schrien noch: „Halt, halt“. Er fuhr weiter und hielt erst, als  er meinen Wagen touchiert hatte. Es war nichts Schlimmes passiert, aber ein paar Kratzer hatte mein Wagen abbekommen. Die Situation musste geklärt werden. Dem älteren deutschen Ehepaar war das von ihnen verursachte Malheur völlig egal. Sie entschuldigten sich nicht einmal und wollten weg fahren. Ich forderte zumindest ihre Adressen. Es folgte eine weitere Stunde mit Diskussionen, in denen das ältere Ehepaar meinte, dass sie schon ewig auf der Insel leben würden und sie jeder kenne und überhaupt….. Es kam noch ein Herr von der Autovermietung hinzu und obwohl nur kleine Kratzer am Wagen waren, weitete sich die Diskussion aus und mittlerweile standen 20 Leute um uns herum. Langsam war ich in Schweiß gebadet.

Als wir endlich mit Gepäck und Hund Richtung Gebirge fuhren, war es dunkel geworden. Nun konnte ich zum ersten Mal Fahrt auf schmalen Gebirgsstraßen bei Dunkelheit üben. Das konnte mich an jenem Tag aber auch nicht mehr weiter beunruhigen. Dass wir dabei noch vergeblich nach einem kleinen Restaurant, wo wir ein wenig hätten essen können, suchten, sei nur am Rande erwähnt. Erst in Icod fanden wir eine kleine Taverne, die noch auf hatte. Ich hatte den Hund mit, obwohl Hunde normalerweise nicht mit in Restaurants in Spanien dürfen. Nett fragte ich, ob er ausnahmsweise mit rein dürfe. Der gute Mann winkte uns freundlicherweise herein, was wir dankbar annahmen. Hundi hob das Bein, ehe ich einschreiten konnte, und pisste vor die Tür.?????!!!!!!!

Mein Hund hatte sich während der Fahrt ruhig verhalten. Zu Hause angekommen, trank er drei Schüsseln mit Wasser in Windeseile hinunter und schlang sein Trockenfutter hinterher. Im Ergebnis war eine halbe Stunde später mein gesamter Balkon mit Hundeauswerfungen bedeckt, so dass ich erst einmal Nachts die Terrasse putzen konnte. Unterbrochen wurde ich von Anrufen von zu Hause, die mich ständig fragten, ob ich jetzt nicht endlich das Internet wieder hinbekommen hätte. NEIN – das hatte ich nicht – wann denn bitte auch? Meine Freundin wollte mich entlasten und nahm den Hund mit in ihr Zimmer. Das Ergebnis war, dass ich eine halbe Stunde später auch ihre Terrasse putzen konnte. Die restliche Nacht verbrachte ich mit dem Hund in den dunklen Weinbergen auf Gassigängen, in denen das restliche Salzwasser verarbeitet wurde.

Die gute Nachricht. Spät am Abend erhielt ich aus München einen entscheidenden Hinweis. Als ich mit dem Notebook in der Samstagnacht durch die Dunkelheit im Hause gegangen war, muss ich aus versehen auf eine Tastenkombination gekommen sein, die das WLAN ausgestellt hat. Mit einer Tastenkombination ließ sich das Problem beheben und ich bin wieder online.

Am Ende wird alles Gut und wenn……

Euch wünsche ich einen schönen geschmeidigen Tag.

Nun sitze ich im Badezimmer und schreibe meine Eindrücke von meinem ersten Tag in Teneriffa auf. Warum im Bad? Dazu später. Ich erzähle einfach der Reihe nach. Mittwoch in der Nacht verabschiedete mich mein Mann am Köln Bonner Flughafen. Wir waren beide ein wenig aufgeregt, denn das war immerhin ein Abschied für vier Wochen. Nur der Hund war nicht aufgeregt. Er war einfach nur müde und wunderte sich anscheinend, wieso wir ihn mitten in der Nacht zum Flughafen transportierten. Da er abends nichts gefressen hatte, nahm er gerne die Scheibe Wurst mit einer kleinen Beruhigungstablette und döste innerhalb kürzester Zeit ein. Die Angestellten am Flughafen, die ihn in Empfang nahmen und zum Flieger bringen sollten, waren alle sehr nett zu mir. Sie beruhigten mich, denn wahrscheinlich sah man mir meine Aufregung wegen dem Hund an.

Die restliche Nacht verging für mich sehr schnell, da ich in den folgenden Stunden immer wieder vor Müdigkeit im Flieger eindöste, auch wenn ich nicht richtig schlafen konnte. Der Service von Air Berlin tat das seinige dazu. Denn immer dann, wenn ich gerade die Augen geschlossen hatte, um einen kleinen Schlafversuch zu starten, ging das Licht wieder an oder es wurde eine Durchsage gemacht. Wenn dann wieder Ruhe war und ich die Augen gerade geschlossen hatte, wurde mir freundlicherweise ein Glas Wasser angeboten. Das trank ich dann bei aufkommenden Turbulenzen über Frankreich aus. Neben den Turbulenzen wurden weitere Getränke gereicht. Danach folgte wieder ein Schlafversuch. Nun wurden die Getränkebecher wieder eingesammelt. Vielleicht könnte danach ja Schlafruhe einkehren? Nein, weit gefehlt. Es wurden Zigaretten und zollfreie Waren offeriert. Wieso soll ich nachts um 4.30 Uhr Parfum kaufen? Etwas Richtiges zu essen gab es nicht, jedoch ein Brötchen, mit dem ich morgens um 4.45 Uhr auch nicht so wirklich etwas anfangen konnte. Ich steckte es als eiserne Reserve ein, denn man kann ja nie wissen :-).

Als ich müde aus dem Flieger stieg, galt meine erste Sorge dem Hund und mit meinen Anfänger Spanischkenntnissen fragte ich mich zu ihm durch. Nach meiner ersten spanischen Frage des Tages landete ich irgendwo im Kellergeschoss des Flughafens, wo ich ganz allein herum irrte. Niemand war dort, den ich mit weiteren spanischen Fragen hätte belästigen können. Der Keller war richtig, denn hier stand das spanische Schild für Sperrgepäck. Schließlich sah ich meine Transportbox in der Ecke auf einem Transportband stehen. Hundi freute sich riesig als er mich sah und wollte gleich auf mich los. Leider dürfen Hunde im Flughafen nicht frei laufen und er schien auch noch ein wenig schwach auf den Beinen zu sein. So schaffte ich einen Koffertrolley heran und wuchtete die über 30 Kilogramm schwere Transportkiste mit dem Hund auf die Karre. Das war gar nicht so einfach, da die Kiste oben auf dem Transportband stand und ich sie dort herunter bekommen musste, ohne dass dem Hund etwas passierte. Das bekam ich nach einigen Versuchen tatsächlich hin und Hundi rutschte mit Kiste auf den Trolley. Nun musste ich noch den Weg aus dem Keller hinaus finden. Das war dann aber  wegen der Beschilderung kein Problem.

Doch das nächste Problem ließ nicht lange auf sich warten. Ich war aus dem Ankunftsbereich nun heraus gegangen. Das war auch richtig so. Nur war der Umstand, dass mein Gepäck noch drinnen im Ankunftsbereich stand, ein weiteres kleines Hindernis, das es zu überwinden galt. Zeit für die zweite  Spanischfrage des Tages. Höflich und hilfreich wie die Spanier anscheinend sind, fand ich den Weg zurück in den Ankunftsbereich. Auch wenn das über den Hintereingang der Zollverwaltung hinten durch die Brust ins Auge geschah. Ich war wieder zurück im Ankunftsbereich. Dort wuchtete ich meinen Koffer auf einen zweiten Koffertrolley. Mit 20 kg und 200 gr hatte Air Berlin mich reisen lassen. Ein bisschen Service ist wohl doch noch verblieben. Zwei Koffertrolleys konnte ich jedoch beim besten Willen nicht schieben. Also wuchtete ich meinen Koffer hoch hinauf auf die Transportbox, die ohnehin nicht sehr stabil auf dem Koffertrolley stand und bedrohlich hin und her schwankte. Um die Angelegenheit noch ein bisschen beschwerlicher zu machen,  band ich mir meine Umhängetasche mit 15 Kilogramm Technik (Notebook, Kamera sowie Zubehör) um den Hals und suchte nach der Autovermietung.

Zeit ein wenig Spanisch am Morgen zu üben. Bereits die dritte Spansichfrage, die ich einigermaßen dahin stotterte. Dann erfuhr ich von der Dame bei der Autovermietung, dass es ein oder auch mehrere kleine Probleme gäbe. Na prima, auf die hatte ich an diesen ersten schönen Morgen gerade gewartet. Da ich eher angekommen war, musste ich einen Tag extra zahlen. Das hatte ich mir schon so gedacht. Dann stellte sich noch heraus, dass der gemietete Wagen zu klein für die Transportbox war, so dass ich noch ein wenig zusätzlich in die Tasche greifen durfte. Als Letztes erzählte mir die gute Dame, dass ich einen sehr guten Versicherungsschutz gewählt hätte. Jedoch müsse ich wissen, dass da weder Reifen, noch Auspuff, noch Kupplung, noch……Ja, was war denn eigentlich versichert an diesem Gefährt? Kurz und gut – ich stockte die aktive Geldmenge der Autovermietung auf und ließ insgesamt zusätzlich 200 € dort. Nicht ärrrrrgern – abhaken. Als ich dann mit meinem riesigen Gefährt vor mir in Richtung Parkplatz schob (hätte ich gezogen, hätte man meinen können, dass ich auf Teneriffa eine Pyramide errichten wolle) und die Palmen vor dem Flughafen in der milden Morgensonne sah, hakte ich den ganzen Ärger ab. Ich lud den Wagen voll und der Urlaub konnte losgehen.

mein Gefährt, das mich nun vier Wochen über die Insel transportieren soll

Die Fahrt aus dem kargen Süden über die schmalen Straßen hoch in den Norden fand ich landschaftlich sehr schön. Dann kam ich in Icod de los Vinos, das nun vier Wochen meine neue Heimat sein soll, an. Jetzt ging die Suche nach meiner Unterkunft los. Spanischfragen vier, fünf und sechs des Tages folgten Schlag auf Schlag. Denn in Icod gibt es hunderte von verwinkelten Gassen, die sich an den Berghängen entlang schlängeln. Aber nach einigem Suchen fand ich auf einer besonders steilen Straßen am Berghang meine neue Unterkunft. Ein freundlicher junger Mann zeigte mir mein Zimmer und ich genoss den Blick vom Balkon auf den Atlantik – einfach fantastisch.

Ich packte aus und stellte dann sehr schnell fest, dass es kein WLAN gab. Schnell lief ich herunter an die Rezeption, wo der freundliche junge Mann mir noch vor einer halben Stunde das Passwort für das WLAN gegeben hatte. Eine Spanischfrage hatte ich an diesem Tag noch frei. Auf meine Frage, die er anscheinend sogar verstanden hatte, erklärte er mir freudestrahlend, dass das Haus über WLAN verfügen würde, leider nur nicht in allen Zimmern. Und das Meine gehöre wohl zu denen ohne WLAN. Da ich mir das Vorhandensein eines WLANs  im Vorfeld hatte schriftlich bestätigen lassen, war ich nicht bereit, in diesem Punkt irgendwelche Kompromisse einzugehen. Nun übte ich nicht weiter spanische Fragen, sondern verlegte mich auf fordernde Bitten. Im Ergebnis durfte ich alle ausgepackten Sachen wieder einpacken und mir drei verschiedene Zimmer ansehen, die allesamt wunderschön waren. Leider verfügte keines über WLAN. Im vierten Zimmer hatte meine Suche Erfolg. Ein Hauch von WLAN war in der Ecke des Badezimmers aufzuspüren. Ich nahm das Zimmer, da es ohnehin kein anderes freies Zimmer mehr gab. Daher sitze ich nun am Waschbecken mit abgedeckten Wasserhahn und bin wieder „online“. Diesen „Arbeitsplatz“ kann ich allerdings nur bis Freitag behalten, da dann dieses Zimmer anderweitig vermietet ist. Was dann aus mir und dem WLAN im Zimmer wird, weiß ich noch nicht. Ich werde berichten.


Nach der schlaflosen Nacht und dem ersten spanischen Tag war ich so müde, dass ich am Nachmittag erst einmal eine Runde schlief, bevor ich mit meinem Hund zu einem ersten ausgiebigen Spaziergang in die Weinberge von Icod aufbrach.

Terrasse mit Palme

Hund ist wieder auf den Beinen

erster Blick auf den Teide in Wolken

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Ich grüße alle Leser aus Teneriffa und werde sobald ich einen weiteren Hauch von WLAN finden sollte, weiter berichten.

Auch wenn ich nun bereits fast weit über zwei Jahre nicht mehr dort war, gehört Thailand immer noch zu meinen absoluten Traumzielen und ich hoffe, dass ich irgendwann auch einmal wieder dorthin reisen kann. So lange schaue ich mir immer wieder gerne meine alten Bilder an. Gestern bin ich beim Stöbern auf einen alten Text gestoßen, den ich irgendwann einmal über Thailand verfasst habe.

Maenam2

Thailand

Sobald ein in Thailand mit dem Flugzeug ankommender Reisender den neuen Großflughafen der Hauptstadt Bangkok verlassen hat, ist er umgeben von betriebsamen Menschengewühl, Schnellstraßen und dem Motorenlärm einer Großstadt. Wenn nicht die drückende Hitze wie eine Glocke über der Hauptstadt des Königreiches läge, könnte er sich auch in einer Stadt an der Ostküste der USA wähnen. Viele Touristen, die Thailand vor ihrer Anreise nur aus den bunten Reiseprospekten kennen und meinen nun in das Land der immer lächelnden Menschen und hübschen Thailänderinnen zu kommen, könnten auf den ersten Blick enttäuscht werden. Denn die Faszination dieses Landes mit den unendlich langen Sandstränden, den vielen bekannten historischen Baudenkmäler und dem gewaltigen  Dschungel ist auf den ersten Blick in dem quirligen Treiben vor dem Hauptterminal des Flughafens schwer auszumachen.

Longtailboote

Dennoch ist Thailand immer wieder eine Reise wert. Es bedarf nur ein wenig räumlichen und zeitlichen Abstand zum Alltag und das sich Einlassen auf die andere Mentalität und Kultur. Dann wird jeder sein Traumziel in diesem Land entdecken. Denn dieser kleine Staat in Südostasien hat in der Tat weitaus mehr zu bieten als nur gutes Wetter, freundliche Urlaubsressorts und gesundes thailändisches Essen.

Fried RiceSquid

Das von König Bhumibol regierte Königreich hat fast 66 Millionen Einwohner, die zumeist Buddhisten sind, und gehört damit zu den zwanzig bevölkerungsreichsten Staaten auf der Erde. Auch die Flora und Fauna des Landes kann sich in seiner Artenvielfalt sehen lassen. Die natürliche Vegetation Thailands besteht aus Wald. Daneben findet der Ruhe suchende Reisende auch heute noch Gebiete mit ruhigen langen Sandstränden, unwegsame Bergregionen sowie tropische Regenwälder. Auch trifft man heute in Thailand noch auf zahlreiche Großsäugetiere, wie den asiatischen Elefanten, den Tiger und den Leoparden, die in anderen Regionen der Erde längst ausgestorben sind.

Arbeitselefant

Kultur interessierte Besucher Thailands finden eine Kultur vor, die sowohl durch den Buddhismus und den Hinduismus als auch durch indische, kambodschanische und chinesische Einflüsse geprägt ist. Überall im Land sind historische Baudenkmäler zu besichtigen. Die  Parks der Ruinenstadt von Sukhothai gehören zusammen mit drei anderen Baudenkmälern sogar zum UNESCO-Welterbe.

Wat Khunaram

Wer weder zu den Natur- noch zu den großen Kulturliebhabern gehört, dem verbleit einfach der Genuss des quirligen asiatischen Lebens. Insbesondere spiegelt dies sich auf den vielfältigen Märkten und den belebten Einkaufsstraßen überall im Land wieder. In Bangkok lohnt sich zum Beispiel ein Ausflug in die Khaosanroad, die durch die Rucksacktouristen in den achtziger Jahren bekannt geworden ist und auch heute noch eine Vielzahl von Kneipen, Restaurants, Straßenhändlern und alternativen Einkaufsshops bietet.

Werbetafeln

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und da ich keine Gelegenheit habe, in der nächsten Zeit nach Thailand zu reisen, mache ich mir heute zumindest ein leckeres Thaiessen mit Reis und Shrimps.

Als ich letzten Freitag von Bonn nach München fuhr, hatte ich wunderschönes Fahrtwetter, weitestgehend keinen Stau und konnte während der ca. 550 Kilometer langen Fahrt meinen Gedanken nach hängen. Als erste größere Stadt erreichte ich Frankfurt. In Frankfurt hat meine Schwester mit ihrer Familie eine Weile gelebt und ich habe sie häufig dort besucht und einiges von der Stadt sehen können. Frankfurt ist in meiner Erinnerung eine sehr große Stadt, die viele unterschiedliche Viertel hat. Ich erinnere mich an hübsche alte Gassen, an den Zoo, den Palmengarten, an das gigantisch aussehende Bankenviertel und schöne Spazierwege am Main. Frankfurt ist einfach vielfältig. Frankfurt bedeutet aber für mich noch etwas ganz besonderes: nämlich abfliegen. Die großen Langstreckenflüge, die ich unternommen habe, hatten fast alle hier ihren Anfang. Frankfurt ist daher so etwas für mich, wie das Tor zur Welt. Mit leuchtenden Augen fuhr ich am Flughafen vorbei und schaute den minütlich starten und landenden Flugzeugen zu, die über der Autobahn dahin schwebten. Auch an meine neue Freundin und Seelenverwandte, die hier in der Nähe von Frankfurt lebt, dachte ich und sendete ihr in Gedanken einen lieben Gruß.

Dann fuhr ich weiter Richtung Würzburg. Hier in der Nähe haben meine Schwiegereltern gelebt, die leider vor einigen Jahren verstorben sind. Meine Schwiegermutter, mit der ich mich immer sehr gut verstanden habe, vermisse ich noch jetzt. Da wir in Rostock weit weg von ihr wohnten, konnte ich nicht häufig im Frankenland sein. Wenn wir aber Ferien hatten, waren wir zweimal im Jahr für eine Woche im Taubertal zu Gast. Hier konnte ich einige Tag zwischen Arbeit und Familienalltag Luft holen und sogar ab und zu richtig ausschlafen. Ich fühlte mich geborgen und ein kleines Stück weit getragen. Doch der Tod schlug ziemlich schnell und überraschend zu und heute gehören all die schönen Erinnerungen an diese kurzen glücklichen Momente längst der Vergangenheit an.

Auf Würzburg kann man von der Autobahn herunter blicken. Ich sah die Residenz in der Sonne dort über der Stadt liegen. An diese Stadt habe ich sogar noch ältere Erinnerungen. Eine Klassenfahrt führte uns in den 70ger Jahren in die Rhön, von wo aus unsere Klasse einen Ausflug nach Würzburg unternahm. Dabei schauten wir uns die Stadt mit der Residenz an. Die wenigen Fotos, die ich noch von der Reise habe, sind heute bereits vergilbt. Wie lange ist das her.

Weiter ging es nach einer kurzen Rast Richtung Nürnberg. Die Stadt Nürnberg kann man von der Autobahn aus nicht sehen. In meiner Jugendzeit war ich hier einige Male zu Besuch. Meine allerbeste Kindheitsfreundin aus der Nachbarschaft zog hierher, da ihr Vater beruflich nach Nürnberg ging. Da sie wirklich meine allerbeste Freundin war, besuchten wir uns weiterhin. Sie kam in den Schulferien eine Woche zu uns und ich durfte nach Nürnberg. So lernte ich die wunderschöne Altstadt mit der Burg und dem Dürerhaus kennen. Der Kontakt zu meiner Freundin hielt noch bis zur Studienzeit, riß aber irgendwann aus mir nicht mehr bekannten Gründen ab. Gerne würde ich heute meine Freundin wieder treffen. Im Internet ist sie leider nicht auffindbar. Alles läßt sich eben doch nicht ergoogeln und so werde ich weiter suchen. Während ich an Nürnberg vorbei fahre, stelle ich mir vor, dass wir uns eines Tages – vielleicht durch Zufall – wiedersehen werden.

Ab Nürnberg ging es gerade Südrichtung auf München zu. Ich fuhr durch die Holledau und bewunderte die riesigen Hopfenanbaugebiete. Hier hatte sich zum Glück – jedenfalls auf den flüchtigen Blick – nichts verändert. Der Verkehr wurde dichter und dichter. München scheint immer noch den Verkehr und die Menschen aus allen Richtungen anzuziehen. Ich sah die großen Geschäftshäuser, fuhr am äußeren Ring vorbei, um dann über die Ausfahrt Schwabing und den mittleren Ring mein Ziel im Olympiapark anzusteuern. Unter dem riesigen BMW Gebäude war ich fast angekommen und die Vergangenheit blieb hinter mir auf der Strecke. Nun war ich mitten in der quirligen Bayernmetropole – im hier und jetzt.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und gute Erinnerungen.