Mit ‘Freunde’ getaggte Beiträge

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – wir hatten einen richtigen Glückstag. Nicht, dass Ihr denkt, dass Leonie endlich in der spanischen Lotterie gewonnen hätte. Nein, die Nieten zieren weiter unsere Wand und sehen dort – als viele kleine bunte Bilder aneinandergereiht – gar nicht so schlecht aus.

Unser Glückstag bestand darin, dass wir völlig unerwartet einige sehr nette Menschen- und Hundebegegnungen hatten.

Zuerst trafen wir morgens einen Mann, der einen Malamut spazieren führte. Der Malamut war so groß, dass es eher aussah, als wenn der Hund den Mann spazieren führte. Leonie sagte: „Lasko, das scheint ein recht praktischer Hund zu sein. Auf dem könnte ich sogar spazieren reiten“. Nee, was soll denn so ein Unsinn Leonie. Das war doch hoffentlich nur ein Witz. Reiten auf Hunden – das mögen wir nämlich gar nicht. Und damit macht Mensch auch keine Witze. Und ein Malamut hin und her. Ich hoffe, dass Du weißt, was Du an einem Lasko Labrador hast.

Der Malamut hatte wohl beschlossen, uns näher kennen zu lernen und zog den Mann, der gar nicht anders konnte,  in unsere Richtung hinter sich her. Und während ich im Windschatten des großen Tieres durch intensives Schnüffeln Kontakt aufnahm, konnte Leonie sich auf Spanisch mit dem netten Mann unterhalten. Leonie erfuhr, dass der Mann hier mit Frau und drei Kindern lebt. Und ich erfuhr, dass Antonio (so heißt mein neuer Kumpel) täglich einen Eimer voll Futter frisst. Wau – kann ich dazu nur sagen.

Am Nachmittag kam ein alter Mann, der in unserer neuen Nachbarschaft seit dem Tod seiner Frau alleine lebt, uns in der Wohnung besuchen. Er war früher auf einem eigenen Boot als Fischer zur See gefahren. Und er kocht sehr gerne und gut. Am allerbesten kann er Fische und Meeresfrüchte jeder Art zubereiten. Als er gestern überraschend an der Tür klingelte, hielt er ein Glas mit eingelegten Calamaren und einen Teller mit frisch zubereitetem Heringen mit Butterkartoffeln in der Hand. Er meinte, dass Leonie immer so nett zu ihm gewesen sei und wollte ihr den lecker zubereiteten Fisch schenken.

Leonie wusste gar nicht was sie sagen sollte und war fast ein wenig beschämt. Sie bedankte sich tausendfach. „So ein tolles Fischessen. Womit habe ich das denn verdient?“ murmelte sie vor sich her. Sie schien sehr glücklich über das unerwartete Geschenk. Ich hätte mich da ja nicht so geziert. Ein großer Happs von mir und der Fisch wäre aus dem Blickfeld gewesen. Aber leider, leider…Leonie passte zu gut auf.

Heute – wir hatten schon wieder Glück. Gestern habe ich über Wörter geschrieben. Eine liebe Freundin schickte uns eine Mail, dass ich wohl Worte meinen würden. „Worte könne wehtun, Wörter hingegen nicht, das sind nur grammatische Gebilde, in Worten drücken sich jedoch Gedanken aus.“ Ja klar, manchmal sind Leonie und ich einfach blöd. Gut, dass gute Freunde aufpassen und uns auch mal sagen, was wir falsch machen. Glück haben wir deswegen, weil wir so gute Freunde haben und weil wir wieder etwas dazu gelernt haben. Den „Fehler“ im Blog habe ich dann aber doch schnell verbessert :-).

Morgen – ich hoffe, dass wir immer gute liebe Menschen und Tiere um uns herum haben werden. Ich wünsche mir, dass wir vielen Menschen und Tiere ein wenig Freude machen können. Und natürlich für Euch und uns: immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel 🙂

Lasko wandert und denkt

Lasko wandert und denkt

Gestern – wir waren sehr müde von dem „malerischen“ Tag und der langen Nacht davor, in der wir kaum geschlafen hatten und stattdessen auf dem Flughafen herum hockten, auf dem wir wieder einen Zweibeiner abgeliefert hatten. Deshalb fielen wir gestern Abend sehr früh und sehr müde ins Bett. Ich konnte nicht einmal mehr denken und war sofort eingeschlafen.

Mitten in der Nacht hörte ich etwas ums Haus schleichen. Mit lautem Gebell weckte ich Leonie und wir sahen vor der Haustür nach. Da waren tatsächlich fünf wilde Katzen am Werk, die sich über den Hausmüll hermachten. Gut, dass ich Leonie aufgeweckt und gewarnt hatte. Leonie schien das etwas anders zu sehen. „Lasko – es freut mich ja, dass Du so ein guter Wachhund bist. Aber wegen jeder Katze vor dem Haus musst Du mich nun wirklich nicht aus dem Bett bellen“, nörgelte sie. „Dann eben nicht“, dachte ich ein wenig beleidigt. „Mal sehen, was Du machst, wenn plötzlich ein Bär oder ein großer Tiger vor der Tür steht und ich Dich nicht wecke“. Doch dann kuschelten wir uns beide wieder friedlich auf unsere jeweiligen Decken und den Rest der Nacht hörte ich nichts mehr. Falls ein Wolf vor der Tür gestanden haben sollte, hat der unheimlich  Glück gehabt :-).

Heute– wir waren frisch und munter und sind endlich wieder wandern gegangen. Gestartet sind wir zu Fuß von unserer Wohnung aus. Ziel war der  Gipfel des Guama. Das ist ein kleiner Berg im Tenogebirge. Auf dieser Wanderung sind wir ca. 1000 Höhenmeter hochgestiegen. Da wurde es uns doch ein wenig warm. Ich hechelte und war froh, dass es unterwegs Wasser aus dem  Hahn an der Bananenplantage gab. Oben auf dem Gipfel haben wir eine kleine Rast gemacht Herunter sind wir über den Gipfel des Cruz de Misioneros und über Tamaimo gegangen. Ein sehr steiniger und steiler Weg. Aber mir macht so etwas überhaupt nichts aus. Ich klettere mittlerweile fast wie eine Bergziege. Na ja -fast.

Einige Wege erinnern mich daran, dass wir auf ihnen mit lieben Freunden gegangen sind. Ich erkenne die Wege wieder und halte jedes Mal wieder nach den Menschen Ausschau. Leonie sagt dann immer, dass die Zweibeiner doch schon längst wieder zurück in München, Berlin, Wien und Bremen seien. Ich bin mir da nicht so sicher. Ich schaue lieber noch mal hinter den Büschen nach, ob sich da nicht doch ein Freund versteckt hat. Leonie lacht dann über mich. Aber woher will sie wissen, dass hier nicht doch der eine oder andere gute Bekannte des Weges lang kommt? Einige von den Zweibeinern sind hier so oft mit mir gegangen, dass ich sogar ziemlich sicher bin, dass die hier noch in der Nähe sind. „Vielleicht ein Stückchen ihrer Gedanken oder ein Teil ihrer Seele,“ meinte Leonie heute zu mir und schaute nachdenklich über den weiten Bergrücken.

„Was ist das nun schon wieder, Leonie? Das verstehe ich nicht. Seele?“, wollte ich sagen. Doch dann ließ ich es, damit nicht noch weitere unnötigen Diskussionen aufkämen. Ehrlich gesagt, hatte ich genug gewandert, hatte keinen Freund gesehen und bekam langsam einen Riesen Hundehunger. Doch statt zügig mit mir nach Hause zu gehen, musste Leonie noch Steine sammeln und einen riesigen Wiesenblumenstrauss pflücken, der jetzt bei uns zu Hause auf der Terrasse steht.

Die Bilder des heutigen Tages:

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Morgen – noch habe ich keine Pläne und lass den Montag ganz entspannt auf mich zukommen.

Danke

Veröffentlicht: 9. Juni 2012 in Leonies Leben 2012
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Über mir ziehen die Wolken am Himmel dahin und zaubern einen raschen Wechsel von Licht und Schatten. Es scheint, als ob sich das Wetter nicht richtig zwischen Hochsommer und Aprilwetter entscheiden kann.

Fussballfans fiebern dem ersten Spiel der deutschen Mannschaft entgegen. Und ich habe heute morgen eine Mail mit einem wunderschönem Gedicht von Paulo Coelho erhalten. Das Gedicht „Ich danke Euch allen“ möchte ich hier gerne an Euch alle weitergeben.

Ich danke Euch allen!

Ich danke allen,

die meine Träume belächelt haben;

sie haben meine Fantasie beflügelt.

Ich danke allen,

die mich in ihr Schema pressen wollten;

sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen,

die mich belogen haben;

sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.

Ich danke allen,

die nicht an mich geglaubt haben;

sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.

Ich danke allen,

die mich abgeschrieben haben;

sie haben meinen Mut geweckt.

Ich danke allen,

die mich verlassen haben,

sie haben mir Raum gegeben für neues.

Ich danke allen,

die mich verraten und missbraucht haben,

sie haben mich wachsam werden lassen.

Ich danke allen,

die mich verletzt haben;

sie haben mich gelehrt im Schmerz zu wachsen.

Ich danke allen,

die meinen Frieden gestört haben,

sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Vor allem aber,

danke ich all jenen, die mich lieben,- so wie ich bin;

sie geben mir die Kraft zum Leben!

Paulo Coelho

Auch ich  danke Euch allen von ganzem Herzen,- ob ihr nun zu „den einen oder den anderen“ gehört,- und ich wünsche Euch (mit einem sich langsam auflösendem Verband der linken Hand) ein wunderschönes Wochenende!!

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