Mit ‘Gebirgspässe’ getaggte Beiträge

Hier im Norden auf Teneriffa, wo ich nun bereits über eine Woche wohne, ist das Wetter – wie ich mir habe sagen lassen – in den Wintermonaten ab Anfang November häufig grau und regnerisch. Das dem so ist, habe ich ja auch bereits nach kurzer Zeit mitbekommen. Es ist nicht richtig kalt. Die Temperaturen liegen so zwischen 15 und 20 Grad tagsüber. Vom Atlantik ziehen die dunklen schweren Passatregenwolken ab November heran und bleiben an der Westküste vor dem Teide hängen. Daher regnet es hier in der Zeit bis Ende Februar wohl viel und häufig. Der Süden Teneriffas bleibt hingegen von dem Regen weitgehend verschont.

Aus diesem Grund ist es im Süden der Insel auch landschaftlich karger. Im Norden hingegen findet man üppige Vegetation. Riesige Kiefernwälder an den Hängen des Teide, Weinhänge und große Bananenplantagen prägen das Bild. Dazwischen blüht es an Büschen und Hecken und die Straßen sind gesäumt mit hohen Palmen. Auch im Süden sind Palmen zu finden. Die Landschaft wirkt hingegen eher karg und an den felsigen Hängen zum Teide ist nicht viel grün zu sehen. Bei meinem Ausritt fielen mir die langen Nadeln an den Kieferbäumen auf, die um einiges länger sind, als die Nadeln der Kiefern in den deutschen Wäldern.

 

 

 

 

 

 

 

Mir wurde erklärt, dass durch die langen Nadeln, sich die Feuchtigkeit länger an den Kiefernadeln hält und dadurch der Boden gleichmäßig feucht gehalten wird.

Will man vom Süden in den Norden oder umgekehrt, gibt es die Möglichkeit im Norden die Insel auf der Autobahn überqueren. Von Südwest nach Südost und umgekehrt geht es nur über das Gebirge. Da ich nicht für jede Fahrt in den Süden die ganze Insel umrunden möchte, bleibt mir nur der Weg über die Berge mit den vielen Serpentinen, die sich an einer Seite hoch und auf der anderen wieder herunterschrauben. Erst fand ich es sehr gewöhnungsbedürftig und fuhr sehr vorsichtig. Mittlerweile habe ich mich an die Kurverei gewöhnt bin ich bereits eine geübte Kurvenfahrerin :-). Ab und zu träume ich auch von den vielen Kurven. Mein Hund sitzt hinten in der Transportbox und wird bei den Kurvenfahrten von links nach rechts bewegt. Er nimmt es anscheinend sehr gelassen und träumt dabei von Tennisbällen oder hakenschlagenden Hasen!? Landschaftlich finde ich es sehr reizvoll über die Gebirgspässe zu fahren und am Horizont den Atlantik liegen zu sehen.

Im Süden angekommen genieße ich einen Blick auf  La Gomera, das gar nicht weit  gegenüber von Teneriffa liegt. Dort war ich einmal vor über zwanzig Jahren. Wahrscheinlich hat sich dort auch einiges verändert. Um das beurteilen zu können, müsste ich ein bisschen näher heran.

Bei meinen Fahrten am Nachmittag, die mich zurück in den Norden führten, verließ ich häufig den Süden bei 26 Grad. Viele Leute lagen am Strand und im Wagen war es ziemlich heiß. Alle paar Meter fiel die Temperatur laut Anzeige im Wagen um ein Grad. Oben auf dem Pass hatte ich noch gerade 12 Grad. Zumeist ist oben alles in Wolken und Nebel und häufig regnet es. Nach Icod geht es zum Schluss wieder viele kleine Serpentinen hinunter. Und mit dem aufklarenden Nebel steigen auch ein wenig die Temperaturen. Und dann bin ich wieder im Grünen.

Euch wünsche ich in Nord und Süd und West und Ost einen wunderschönen Tag.

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