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Lasko denkt - Strand, Meer und Berge - wir kommen wieder

Lasko denkt – Strand, Meer und Berge – wir kommen wieder

Gestern – Leonie hat sich von allen (wie Sie sagte) lieben Menschen auf der Insel verabschiedet. Ich habe mich von allen lieben Menschen und von allen Hunden verabschiedet. Ich unterscheide nicht nach lieb oder nicht lieb, ich habe einen deftigen Gruß für alle vierbeinigen Inselbewohner an der Wandzeitung hinterlassen.Leonie fällt es schwer ihre Insel zu verlassen. Ich bin da leidenschaftsloser. Solange ich in Bonn Futter, Auslauf und meinen Schönheitsschlaf bekomme, kann ich auch in Bonn leben. Mit Regen und Nässe habe ich auch kein Problem – obwohl ich mich mittlerweile auch recht gut an die Sonne gewöhnt habe. Leonie wird der Wetterwechsel da etwas schwerer Fallen. Sie ist halt nicht so flexibel wie ich 🙂

Heute – zum Abschied noch einmal ein paar Teneriffa Fotos:

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Morgen – wir werden fliegen – über die Insel – über den Teide – über das Meer.  Wir werden Teneriffa für einige Zeit adios sagen. Was wird uns zu Hause erwarten? Neue Abenteuer?

Lasko schwimmt

Lasko schwimmt

Gestern – Leonie hatte vielleicht doch ein klein wenig schlechtes Gewissen, dass sie mich hatte vorgestern solange allein zu Hause sitzen lassen. Jedenfalls nahm sie mich gestern nicht nur auf einen sehr langen Spaziergang mit, sondern ging zu meiner Überraschung sogar mit mir ans Wasser. Das ist für mich immer ein ganz besonderes Highlight. Ich habe Euch ja schon oft erzählt, dass es wirklich nicht einfach ist, hier auf Teneriffa einen Platz zu finden, an dem Hunde am Wasser erlaubt sind.

Gestern kamen wir an einer kleinen felsigen Buch vorbei, die normalerweise wegen starker Strömungen und hohem Wellengang für Zwei- und Vierbeiner abgesperrt ist. Allerdings ist das Meer hier seit einigen Tagen um die Insel herum sehr ruhig und das Tor, das in die ansonsten abgesperrte Bucht führte, war geöffnet. So gingen wir eine kleine Treppe hinunter und mussten dann noch über ganz viele große Steine klettern. Für mich natürlich kein Hindernis. Leonie tat sich da in ihren Flip Flops schon ein bisschen schwerer. „Doch, was tue ich nicht alles für einen zufriedenen Seehund“, schmunzelte sie.

Ich war außer mir vor Freude. Ich hüpfte und sprang und lief im Kreis. Endlich konnte ich wieder einmal schwimmen und das genoss ich in vollen Schwimmzügen. Nur habe ich nicht verstanden, warum Leonie da auf den Felsen hockte und nicht mir mir schwimmen kam. Wahrscheinlich ist sie Wasser scheu :-).

Heute – ich schwimme nicht mehr. Auch nicht in Gedanken. Ich denke heute nämlich überhaupt nicht. Heute ist Denkpause. Leonie sagt, dass sie schon denken möchte, aber in ihren Gedanken schwimmt. Das verstehe, wer kann – ich kann es nicht. Wahrscheinlich war sie gestern zu faul zu schwimmen und schwimmt  heute lieber trocken. Und denken tut sie dennoch nicht (?). Wie immer: Zweibeiner sind halt ein bisschen komplizierter.

Solange Leonie schwimmt und ich nicht, und ich nicht denke, aber Leonie es versucht (könnt Ihr noch folgen?), zeige ich Euch meine Schwimmbilder vom gestrigen Tag (Wiederholung in Kurzform: Kamera kaputt – schlechte Qualität – Reparatur bald beabsichtigt – stop).

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Lasko schwimmt

Lasko schwimmt

Morgen – hoffentlich hat Leonie aufgehört zu schwimmen und kann wieder denken. Und ich werde nicht schwimmen und wieder für Euch denken. Alles klar?

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Lasko denkt.......

Lasko denkt…….

Gestern – wir haben es vor lauter Umzugvorbereitungen immer noch nicht geschafft nachzuschauen, ob wir in der Lotterie gewonnen haben. So bleibt ein wenig Spannung und Hoffnung. Ach, wäre es schön ein Knochen Millionär zu sein:-).

Heute – wir sind mit einem blauen Auto Probe gefahren. Ich durfte zuerst in das neue Auto hinein springen. Hinten war viel Platz für mich – jedenfalls nachdem Leonie die hinteren Sitze umgklappt hatte. Als ich es mir gerade bequem auf meiner Decke gemacht hatte und Leonie alles in den Wagen eingeräumt hatte, zeigte der Verkäufer Leonie einige Details zum Wagen. Dann kam der große Moment und Leonie dreht den Zündschlüssel. Ja, und das war es auch schon. Der Wagen machte leise „zapp, zapp“. Gerade noch diese Laute und dann war Ruhe. Ich fand das nicht schlimm. Ich hätte in Ruhe weiterdösen können.

Aber Leonie und der Verkäufer schienen beide nicht so amüsiert zu sein. Nach einigen Diskussionen stiegen wir wieder aus dem Wagen aus und machten uns auf den Fußweg zurück. Der Verkäufer machte sich auf den Weg zu seinem Nachbarn, um mit ihm gemeinsam eine neue Batterie für den Wagen zu kaufen.

So kam ich dann heute nicht zu einer Probefahrt, aber dafür  noch zu einer Wanderung am Meer. Ich kann Euch sagen, das war richtig spannend. Hier landen zurzeit riesige Wellen an. Viele Strände sind gesperrt und das Wasser spritzt bis hoch auf die Promenade. Mir macht es eine Hundefreude durch den Sprühregen auf der Promenade zu wandeln. Ich verstehe gar nicht, warum die Menschen so lange Gesichter ziehen. Der schöne Sprühregen und die hohen Wellen sind sicher bald wieder vorbei.

Morgen – hoffentlich hat der Wagenbesitzer morgen in dem Wagen eine neue Batterie eingebaut. Dann werden wir endlich eine Probefahrt machen können. Wenn alles klappt, können wir den Wagen bereits für unseren Umzug nutzen. Bis dahin kann Leonie noch ein wenig Spanisch üben, da sie auch mit der Telefongesellschaft sprechen und einen Router für die neue Wohnung besorgen muss. Ob sie das hinbekommt?

 

Hund denkt

Hund denkt


Gestern
– wir hatten viel im Ort zu tun. Jedenfalls meinte Leonie, dass sie viel im Ort zu tun hätte. Sie schleppte mich von einem Geschäft zum nächsten. Und danach von einer Verwaltung zur nächsten Verwaltung. „Ich brauche soooo viele Papiere“, sagte sie. Zum Glück brauche ich keine Papiere. Denn wenn ich Leonie so beobachte, scheint es recht schwer zu sein, die richtigen Papiere zu bekommen. Um die richtigen Papiere zu bekommen, muss Leonie lange Anträge ausfüllen und mit diesen Antragspapieren wieder andere Papiere einreichen. Nee ehrlich, ich blicke da nicht mehr durch. Gut, dass ich nicht einmal Papier zum Abwischen des hinteren Teils von mir benötige :-).

Heute – wir waren auf dem Montaña Roja. Das ist ein kleiner roter Felsen im Süden der Insel, von dem man einen tollen Ausblick hat. Aber es war sehr heiß und staubig da oben. Das Gute ist, dass dieser Felsen unmittelbar am Meer liegt. Und als wir von dem Felsen herunter gestiegen waren standen  wir am Strand. Wunderbar – ein einsamer Strand. Doch was war das? Ich war schon da. Ich dachte, ich träume oder ich habe zu viel gewandert. Mitten am Strand tobte mein Ebenbild herum. Da konnte Leonie nicht anders. Obwohl es auch an diesem Strand verboten ist, leinte sie mich ab. Wie der Blitz war ich bei meinem Ebenbild, der bei genauerer Betrachtung ein Jahr älter (das konnte ich riechen)  und ein paar Kilo schwerer war. Aber er hatte die gleichen Hobbies wie ich. Baden, Stöcke aus dem Wasser holen, rennen. Wir rockten den Strand. Danke Leonie, dass Du das Risiko, eine Multa zu kassieren, eingegangen bist. Ein wunderbares Stranderlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde.

Morgen – wir wollen das Auto sauber machen. Drei Millionen Labbihaare müssen von den Sitzpolstern entfernt werden. Wer will uns helfen?

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – Ich war den ganzen Tag allein in der Wohnung, da Leonie mit ihrem Spanischkurz nach Puerto de la Cruz in den Botanischen Garten gefahren ist. Und wie üblich hier auf Teneriffa – natürlich sind Hunde im Bus und im Botanischen Garten verboten. Ich finde das richtig gemein. Ich wäre so gerne Bus gefahren und noch lieber durch den Botanischen Garten getrollt. Da soll es sogar einen kleinen See geben. Wie gerne wäre ich da hinein gesprungen. So musste ich ohne Botanik und ohne See ganz viele Stunden allein zu Hause bleiben. Zum Glück hatte Leonie die Terrassentür aufgelassen. So konnte ich an die Luft auf die Terrasse gehen und durch das Geländer nach Leonie Ausschau halten.

Leonie hatte mir erklärt, dass sie um 16.00 Uhr wieder da sein wollte. Allerdings wurde es dann tatsächlich 19.00 Uhr, da der Bus, der die Gruppe zurück bringen sollte, einfach nicht kam. Leonie war sehr besorgt und musste ständig an mich denken. Und sie erzählte mir später, dass sie alle möglichen Leute gefragt hätte, wann denn der Bus nun endlich käme. Aber es nützte nichts. Sie musste sich in Geduld üben und meine Blase, die mich schon ein wenig drückte, auch.

Als Leonie sich der Wohnung näherte, erwartete sie das „Schlimmste“, wie sie mir später sagte. Denkt sie denn ich randaliere noch wie ein kleiner Welpe? Nee, als sie den Schlüssel in die Tür steckte und die Tür aufschloss, lag ich friedlich auf dem Sofa. Ich habe mich aber dann doch mächtig gefreut, dass sie wieder aufgetaucht war. Ich lief schwanzwedelnd auf sie zu und wäre am liebsten an hier hoch gesprungen. Habe mich gerade noch rechtzeitig daran erinnert, dass ich das ja nicht tun soll. Ich freute mich sehr  über Leonies Erscheinen, denn auch als Hund kann man ja nie wissen, was so alles passieren kann.

Wir freuten uns Beide riesig und ich war auch nicht mehr sauer, dass ich nicht in den Botansichen Garten mit durfte, denn als Ausgleich machten wir am Abend einen besonders langen Spaziergang am Meer.

Heute – als wir  früh morgens aus dem Haus zu unserer morgendlichen Laufrunde aufbrachen, saß ein Mann mit Koffer auf der Bank vor unserem Haus. Als wir nach einer Stunde zurück kamen, saß der Mann immer noch dort. Mir war der Mann noch nie aufgefallen, aber Leonie meinte, dass derselbe Mann gestern schon dort gesessen hätte, als sie in den Botanischen Garten fuhr und auch als sie zurück kam. Heute morgen musste sie ihn deshalb wohl ansprechen. Sie fragte, ob mit ihm alles in Ordnung sei oder ob er irgendwie Hilfe benötigte.

Er antwortete nur: „wieso?“. Leonie sagte ihm, dass er ja schließlich nun schon fast zwei Tage auf der Bank gesessen habe und sie sich gedacht hätte, dass vielleicht etwas nicht stimmen würde. Der Mann blickte uns an, als wenn er Leonies Sorgen gar nicht verstehen könnte und sagte nur:“Das ist nett, dass sie fragen. Aber es ist alles in Ordnung. Ich sitze hier gerne auf der Bank, denn ich habe viel Zeit.“ Mehr sagte er nicht. Wir liefen weiter und Leonie schien darüber nachzudenken, was einen Menschen bewegen kann, zwei Tage auf einer Bank zu sitzen. Auch ich dachte darüber nach. Mir als Hund könnte das jedenfalls nicht passieren. Nicht einmal zwei Tage auf dem Sofa :-).

Morgen – wir werden schauen, ob der fremde Mann immer noch auf der Bank vor unserem Haus sitzt.

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – nach dem Behördenstress gestern wollte Leonie abends ausgehen. „Ich muss einfach mal raus und etwas anderes sehen“, sagte sie. Toll, toll, toll – ich machte Freudensprünge. Ein extra Spaziergang und vielleicht geht sie ja essen. Da dachte ich leider falsch. Leonie meint, dass sie in letzter Zeit viel zu viel mit ihrem Besuch gegessen hat. Nun versucht sie anscheinend weniger zu essen. Aber muss man denn unseren Lieblingsspanier einsparen? Schade, dass sie mir nicht die Entscheidung überlässt, was wir essen. Ich würde schon dafür sorgen, dass der Kühlschrank immer gut gefüllt ist und die richtigen Restaurants besucht werden :-).

Leonie wollte gestern einfach nur mal am Meer entlang gehen und auf die großen Wellen schauen. Leise und ganz vorsichtig schlichen wir uns aus der Tür, damit es nicht wieder zusätzlichen Stress mit Number 18 gibt. Gaaanz leise. Da entdeckte ich vor der Tür ein tolles Spielzeug – eine Plastikflasche. „Spaß pur“, kann ich Euch sagen. Ich biss hinein. Schleuderte die erlegte Flasche durch die Gegend. Fing sie wieder ein und biss sie tot. Zugegebener Maßen  kann so ein Tötungsakt nicht ganz lautlos geschehen. Und wie es kommen musste, Number 18 Mann steckte den Kopf aus der Tür, um zu sehen was da auf dem Flur für ein Lärm ist. Leonie riss mich an der Leine und rannte mit mir was das Zeug hielt. Number 18 nahm die Verfolgung auf. Aber wenn Leonie eines kann – dann ist es rennen. Natürlich hatte Number 18 weder eine Chance gegen Leonie und über mich brauchen wir wohl nicht reden. Nur blöde, dass er meine Beute, die tote Flasche behalten hat.

Heute – wir haben einen Probefahrt in einem kleinen blauen alten Auto gemacht. Der Mann, dem das Auto noch gehört, legte die Rücksitze extra für mich um. Und siehe da, der Wagen bot einen konfortablen hinteren Hundeeinstieg, genügend Platz für mich und wenn es sein muss – auch noch für meine Transportbox. Das Probe liegen fiel zu meiner vollsten Zufriedenheit aus und so stand einem Kauf dieses kleinen Transportgefährts nichts mehr im Weg. Technische Details interessieren mich weniger und Leonie hat davon überhaupt keine Ahnung. Aber das sage ich ihr besser nicht. Da hier die Ummeldung eines Autos, erforderliche Fahrprüfungen u. ä. wieder eine ganze Zeit dauern werden, können wir leider diesen blauen fahrbaren Hundekäfig erste Ende des Monats bekommen.

Morgen – Ich werde auf dem Sofa von unserem neuen Zuhause träumen. Hoffentlich gibt es dort ein großes Sofa, auf das ich meinen müden Hundekörper betten kann. Und hoffentlich gibt es auch einen großen Kühlschrank und immer genügend Wasser. Und dann werde ich noch davon träumen, mit Leonie in dem blauen Gefährt in die Berge zu fahren, von ganzen langen Bergtouren und unendlich vielen Picknicks. Ach, bin ich müde….

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – Wir haben tatsächlich mit unserem Besuch diesen merkwürdigen heißen Stein ausprobiert. Ich frage mich allerdings manchmal, warum die Zweibeiner das Leben so kompliziert gestalten. Erst kaufen sie einen recht teuren heißen  Stein, obwohl doch Steine hier auf der Insel in Mengen herumliegen. Dann bezahlen sie Elektrizität für den Stein, um das Futter darauf aufzuheizen. Es ist auf der Insel hier nicht warm genug? Ich könnte wirklich gerne auf den Stein und die Elektrizität verzichten. Schmeckt rohes Fleisch etwa nicht lecker?

Und so ein heißer Stein hat noch einen Nachteil. Ich musste auf ein bisschen Futter  warten, warten und noch einmal warten. Endlich schien alles nach Leonies Vorstellungen auf dem heißen Stein geraten zu sein. Und dann hat Leonie mit ihrem Besuch geredet, Rotwein getrunken und ganz langsam Leckerbissen für Leckerbissen verspeisst. Also ich arbeite da weitaus effektiver. Solange muss ich mich nicht mit so ein paar spärrlichen Happen herumschlagen. Als ich dann endlich doch noch etwas von den Resten abbekam, habe ich Ihnen das dann auch gleich mal gezeigt, wir richtig zügig gefressen wird. Dafür lass ich mir mit der Veradauung Zeit :-).

Heute – Durch die ganze Warterei auf die paar Leckerbissen am gestrigen Abend, bin ich heute immer noch müde. Da sich die „heiße Stein Prozedur“ über Stunden hinzog und ich natürlich nicht riskieren wollte, irgendetwas zu verpassen, habe ich den ganzen Abend kein Auge zumachen können. Nun kann ich kaum noch einen klaren Gedanken fassen – so müde bin ich. Ach, ist das schön hier auf meiner Sonnenliege :-).

Morgen – An Morgen mag ich noch gar nicht denken. Unser Besuch fährt weg. Mein Lieblingskumpel fliegt auch wieder mit Herrchen zurück nach Hamburg. Ach, das wird uns morgen wirklich ein bisschen einsam hier vorkommen. Hoffentlich nimmt mich Leonie wenigstens mit zum Flughafen. Da kann man nämlich in der Nähe wunderbar am Strand spazieren gehen. Vielleicht bläst so ein kleiner Strandspaziergang unsere trüben Gedanken ein wenig hinweg.

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – Leonie hat mit unserem Besuch eine Schiffsfahrt zu den Pilot Walen gemacht. Und da es auf dem Schiff immer so eng und voller Menschen ist, hat sie es vorgezogen, mich zu Hause zu lassen. Erst war  ich ein wenig beleidigt. Doch dann habe ich erfahren, dass ich  mit dem Nachbarn mit wandern darf. Unser Nachbar nimmt mich gerne auch mal allein mit in die Berge. Schade, dass Leonie nicht dabei war, aber wir haben auch ohne sie einige Berge und Barrancos unsicher gemacht.

Leonie wollte mit einem großen Piratenschiff in See stechen. Wie ich später erfuhr, hatte das Schiff jedoch seinen Fahrplan geändert und Leonie musste mit dem Besuch auf ein anderes Boot ausweichen. Sie hatten viel Spaß und sahen Felsen, hohe Wellen und Wale. Doch leider wusste der Nachbar nicht, dass Leonie nun nicht auf der „Flipper Uno“, sondern auf dem „Flipper Dos“ unterwegs war. Er wollte Leonie vom Schiff abholen und machte mit mir einen extra großen Umweg. Wir warteten am Kai. Doch als „Flipper Uno“ einlief, waren weder Leonie noch ihr Besuch an Bord. Alle waren längst zu Hause. Das konnten der Nachbar und ich ja nicht wissen. Ich nahm es gelassen, aber der Nachbar wurde richtig wütend. Als er mich zurückbrachte und Leonie ihn freundlich fragte, ob er eine schöne Tour gehabt habe, schrie er Leonie an. Lautstark beschwerte er sich, dass sie nicht an Bord des „Flipper Uno“ war. Leonie, die anscheinend gar nicht wusste, was eigentlich los war und mit solch einer Wutwelle nicht gerechnet hatte, war völlig irritiert. Sie war den ganzen Abend neben der Kappe. Sie dachte wohl darüber nach, wie sie den Nachbarn wieder beruhigen könnte. Dabei hatte sie doch gar nichts gemacht.

Ich selber sagte dazu lieber nichts und verzog mich auf mein Sofa. Zu viel Menschenstress und dicke Luft sind überhaupt nichts für mich.

Heute – Wir waren noch einmal in der neuen Wohnung und Leonie hat Maße genommen. Sie braucht einen Schreibtisch. Der fehlt in der Wohnung. Ansonsten ist hier irgendwie – nicht nur draußen – immer noch recht dicke Luft. Damit will ich meine feine Hundenase allerdings  lieber nicht belasten. Hoffentlich vergisst Leonie vor Ärger nicht noch, mich anständig zu füttern :-).

Morgen – Vielleicht fahren wir in die große Stadt, um uns nach einem Schreibtisch umzusehen. Darauf freu ich mich riesig, denn in der Stadt gibt es zwar auch dicke Luft, aber auch ganz tolle Gerüche.

Gestern – Wir haben zurzeit Besuch und gehen daher noch mehr spazieren. Schließlich soll der Besuch doch möglichst viel von der Insel sehen. Ich liebe Besuch  :-). Gestern sind wir zunächst immer parallel zum Meer gelaufen. Dort haben wir unheimlich hohe Wellen gesehen, die gegen die Felsen klatschten. Ich wäre so gerne ins Wasser gegangen. Aber Leonie ließ mich nicht. Sie meinte, dass ich das hier nicht darf. An den meisten Stränden seien Hunde in Spanien verboten, hat sie mir erklärt. Dennoch findet sie immer wieder Möglichkeiten, dass ich doch noch ins Wasser komme. Wir gehen zum Beispiel morgens so früh an den Strand, dass wirklich  noch kein anderer Mensch da ist. Oder ab und zu fahren wir in eine so einsame Gegend, dass niemand nach Hunden am Strand fragt.

PROHIBIDO ANIMALES

PROHIBIDO ANIMALES

Überhaupt scheint Spanien nicht gerade das Hunde freundlichste Land zu sein. Die Verbotsschilder, die Number 18 bei uns im Hause haben anbringen lassen, kann man hier fast überall sehen. Dennoch gibt es auch viele Hunde freundliche spanische Menschen. Einer von diesen netten Menschen ist Oskar, der Wirt vom San Francisco. Das ist mein absoluter Lieblingsspanier. Da darf ich sogar ins Restaurant hinein, obwohl das eigentlich in Spanien verboten ist. Und wenn er mal gerade wirklich keinen Knochen für mich hat, sucht er im Kühlschrank nach Käse oder Wurst.

Lasko denkt.....

Lasko denkt…..

Heute – morgens habe ich beim Spazieren gehen meinen Lieblingshundefeind getroffen. Nicht, dass wir wirklich Feinde wären, aber wenn wir uns sehen, müssen wir beide einfach ein wenig den Hundemacho rauskehren. Sein Besitzer ist Italiener und ein älterer Mann, der Brutus kaum halten kann, wenn der mal richtig loslegt. Da Brutus anscheinend nicht nur Stress mit mir, sondern auch noch mit vielen anderen Hunden hat, versucht sein zweibeiniger Besitzer immer rechtzeitig hinter parkenden Autos in Deckung zu gehen, wenn er von Weitem Hunde sieht. Das sieht irgendwie lustig aus, wenn Hund und Mensch gebückt und fast beide auf allen Vieren hinter den Wagen lang schleichen.

Ich habe Brutus trotz Deckung natürlich doch entdeckt und gleich mit meinem beeindruckenden Wolfsgeheul und Wolfsgeknurre losgelegt. Brutus sprang fast über ein parkendes Auto und hustete dabei wie ein kranker Wolf. Ich sage husten, da er so stark an der Leine zurückgezogen wurde, dass sein Gebell im Hals erstarb. Ich knurrte noch einmal kräftig, bevor mich Leonie in die andere Richtung davon zog.

Nach so viel Aufregung werde ich nun erst einmal auf dem Sonnenliege ausruhen.

Morgen – morgen gehen wir hoffentlich in die einsamen Berge wandern, wo ich mich nicht über Brutus und Leonie nicht über Number 18 aufregen muss.

Hund denkt

Hund denkt

Gestern – Wir waren wieder nicht wandern, sondern beim Karneval. Karneval in der Sonne. Was für Geräusche und was für Gerüche. Doch als der grosse Umzug vorüber war, war ich froh wieder auf mein Sofa zu dürfen. Ich denke, dass ich doch lieber wandern als zum Karneval gehe. Hoffentlich verstaucht sich Leonie nicht wieder den Fuß. Als sie neulich beim Einsteigen ins Boot nach Masca plötzlich aufschrie, wusste ich, dass die Wanderei erstmal für Leonie – und damit auch für mich – ein Ende hat. Doch die 10 Ruhetage sind vorüber und wenn ich Leonie recht verstanden habe, geht es bald wieder auf Tour. Tenogebirge wir kommen!

Heute – morgens sind wir an number 18 vorbei gegangen. Sie kamen plötzlich aus dem Fahrstuhl und standen vor uns. Oh, haben die uns böse angeschaut. Leonie sagte noch freundlich „hola“ zu diesen hundefeindlichen Menschen. Die haben jetzt wirklich durchgesetzt, dass Hunde nicht mehr den Fahrstuhl benutzen dürfen. Das kann mich als qualifizierter Wanderhund natürlich nicht schocken. Am 1. April, wenn wir in unsere neue Wohnung ziehen werden,  können wir goodbye number 18 sagen. Wenn die wüssten! Mir tun nur meine ganzen Kumpels leid, die hier weiter mit number 18 leben müssen. Wir werden uns in der neuen Gegend mal umschauen, ob es noch mehr Hunde freundliche Vermieter und Wohnungen gibt.

Morgen – Heute lebe ich im hier und jetzt. Was interessiert mich morgen?