Mit ‘Haus’ getaggte Beiträge

Lasko schläft in Bonn :-)

Lasko schläft in Bonn 🙂

Gestern – Leonie sagt, dass ihr die Zeit einfach zu schnell wegrennt. Mir rennt die Zeit nicht weg. Es ist heiß in Bonn und ich habe ein paar Gänge zurück geschaltet. Wir stehen früh auf und laufen noch vor sieben Uhr morgens unsere kleine Joggingrunde. Da ist es draußen angenehm kühl und angenehm. Danach ist der Tag für mich so gut wie gelaufen. Ich schleppe mich von einem Platz auf kühlen Fliesen zur nächsten schattigen Schlafstelle. Bei der Hitze fällt das Denken schwer. Leonie läuft nicht nur die Zeit, sondern auch der Schweiß über die Stirn davon. Bei mir läuft nichts und schon gar nichts davon. Zeit zum Chillen, wie Junior meint.

Leonie sagt, dass ihr auch das Denken und das Schreiben im Moment schwer fallen. Aber anstatt sich wie ich in den Schatten zu hauen, wuselt sie den ganzen Tag herum. Sie hat den Garten sauber gemacht und von Unkraut befreit. Dann hat sie fünf Tage lang Sachen auf den immer größer werdenden Sperrmüllberg vor dem Haus geschleppt. Leute kamen vorbei, schauten und nahmen Dinge mit. Das freute Leonie, die ungern Sachen wegwirft. Als letzten Freitag endlich der Sperrgutsammler durch die Straßen fuhr, hatten viele Dinge bereits einen neuen Besitzer gefunden. Für andere Dinge, die sich vielleicht noch verkaufen lassen, hat Leonie fast 100 Online Anzeigen geschaltet. Daher klingelt ständig das Telefon und Leonie ist ziemlich beschäftigt. Das Haus wird langsam leerer und ich finde mehr freie Plätze zum Ausruhen.

Heute – Leonie will Farbe kaufen und alte Möbel anstreichen, die wir in eine neue kleine Wohnung mitnehmen wollen. Geld für neue Möbel scheint im Moment nicht da zu sein, aber Leonie meint, dass das nichts ausmachen würde. „Ich streiche gern Lasko – wenn Du mir nur noch wieder helfen willst“. Nee, das will ich garantiert nicht. Dafür ist es mir viel zu heiß. Außerdem mag ich den Geruch der Farbe nicht. Wenn die Möbel fertig gestrichen sind, sollte ich vielleicht mal das Bein heben und dem Ganzen eine andere Duftnote geben. Ob Leonie das auch gefallen wird?

Morgen – es soll heiß bleiben.  Und Leonie hat hunderte von alten Büchern aussortiert, die sie in den öffentlichen Bücherschrank bringen will. So ein öffentlicher Bücherschrank, in dem alte Bücher neue Besitzer finden, ist eine gute Sache. Vielleicht sollte es auch mal einen Schrank zum Austausch von alten Hundeknochen geben. Habt Ihr Zweibeiner schon mal daran gedacht? Ich wäre dort bestimmt Stammkunde.

PS: für alle, die es interessiert: Das Handy von Leonies Sohn ist nicht wieder aufgetaucht.

Lasko denkt zusammen mit Kater

Lasko denkt zusammen mit Kater

Gestern – wir sind nun seit fast einer Woche wieder in Bonn. Das Wetter hier wird täglich besser. Jedenfalls für Leonie, die die Sonne liebt. Ich bin da nicht so wählerisch und platsche auch gerne durch Pfützen. Während Leonie in dieser Woche eine Menge Termine und Verabredungen hatte, habe ich ausgiebig unseren alten Garten (wieder) erkundet.

Gut ist, dass Hunde keine Termine und Verabredungen haben. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, um wie viel freier das Leben ohne feste Termine, Pläne und Ziele ist. Abgesehen davon, dass ich die Termine gar nicht technisch verwalten könnte, da ich nur in der Hundezeitschrift schreiben kann, hätte ich auch keine Freude von einem festen Termin zum nächsten zu hetzen. Und da ich ohne Termine und Zeitpläne wunderbar leben kann, erschnüffelte ich stundenlang unseren alten großen Garten.

Ich fand es herrlich dort über den Rasen und um das Haus herum zu laufen und alle die neuen und die alte Gerüche durch die Nase zu ziehen. Dass ich am Himbeerstrauch einen dicken Strahl abließ, gefiel Leonie gar nicht. Mensch Lasko, die wollen wir doch noch essen“, rief sie ein wenig ärgerlich. Ich bin kein „Mensch und auch kein „Mensch Lasko“, sondern ein Labrador. Das sollte Leonie eigentlich langsam wissen. Und soweit ich das ausprobieren konnte, will ich gar keine Himbeeren essen. Und Kater übrigens auch nicht.

Leonie geht sinnierend durch den Garten. „Es ist alles ziemlich verwildert und bräuchte bestimmt 20 Stunden Intensivpflege“, murmelt sie. Leonie, auch diese Ansicht teile ich nicht. Ich liebe den verwilderten Garten mit den vielen geheimnisvollen Ecken und den Büschen, unter denen Kater und ich verstecken spielen können. „Bald wird hier jemand Anderes wohnen“, sagt Leonie. Höre ich da ein wenig Wehmut in der Stimme? Ja, tatsächlich Leonie hängt in Gedanken ab und zu in der Vergangenheit und denkt an schöne und vielleicht auch manchmal weniger schöne Stunden, die sie hier erlebt hat. Nun ist dieser Abschnitt vorbei und sie muss  loslassen. Das Leben geht weiter. Menschen und Dinge verändern sich. Tiere auch? Darüber sollte ich mal gesondert nachdenken.

Auch ich nehme Veränderungen wahr. Ich nehme sie vielleicht sogar schärfer und genauer wahr, als Ihr Menschen das tut. Doch ich bewerte sie anders. Ich grübele nicht über die Vergangenheit und ich verfange mich nicht in der Zukunft. Ich genieße einfach nur gerade den Garten. Welcher Hund hier in einem Jahr schnüffeln wird, darüber mache ich mir wirklich keine Gedanken.

Heute – wir liefen unsere alte Laufstrecke ab und stellten fest, dass sich auch in Bonn ständig etwas verändert. An einer Stelle ist die Straße neu repariert worden. An einer anderen Stelle sehen wir ein neues junges Pferd auf der Weide. Die Welt, die Umgebung ist im stetigen Wandel. An der Ecke oben in Ippendorf ist ein altes Haus abgerissen worden und dort wird jetzt mit einem großen Schild inseriert: „Zeitgemäßes Wohnen für allerhöchste Ansprüche“.

Zeitgemäß: Was versteht der Verkäufer wohl unter zeitgemäß? Was ist überhaupt zeitgemäß? Kann der Verkäufer die fließende Zeit einfangen?

allerhöchste Ansprüche: Wie hoch kann ein Anspruch sein und wo ist das Ende? Sicher ist nur, dass dort allerhöchste Preise verlangt werden.

Morgen – es soll warm und wärmer werden und Leonie will schwimmen gehen. Ich werde mich mit Kater in den Schatten unter die großen Büsche zurückziehen. Und Euch wünsche ich einen wunderschönen sonnigen Sonntag.

Wie schnell ist denn die Zeit vergangen? Nun ist es nur noch eine Woche hin und dann kann ich hoffentlich durchstarten. Der Urlaub leuchtet für mich am Horizont und erwärmt meine Gedanken. Jeden Morgen, an dem ich jetzt im Dunklen aufwache, frierend ins Bad schleiche und mich dann tapfer 🙂  in den Wind und die Nässe auf meinen morgendlichen Hundelauf begebe, freue ich mich mehr und mehr, auf die mich erwartende Wärme und Helligkeit.

Ein Blick auf das Wetter: Bonn 8 Grad – Teneriffa 24 Grad und meine Laune steigt. „Ob das Wetter dort wirklich noch so warm ist – auch im Norden?“, frage ich mich immer wieder. Laut meiner Infos und Euren Schilderungen soll es ja im Norden doch häufiger regnen und ab und zu auch kalt (was immer das heißen mag) sein. Muss ich warme Sachen einpacken und wenn ja, wie viele? Was für schöne Fragen. Packen macht doch immer wieder Spaß – mir jedenfalls. Früher habe ich immer für die ganze Familie gepackt. Dagegen ist das Einfrau packen eine leichte Übung. Die Begrenzung stellt ohnehin schnell die 20 Kilogramm Marke da.

Wichtig ist mir mein Notebook, Fotoausrüstung, Technik sowie Lesestoff. Ich brauche Wander und vielleicht auch Badesachen und natürlich ein paar Dinge für den Hund. So, das ist es dann auch schon. Ein paar leichte Sommerkleidchen mit „Federgewicht“ passen noch in die Ritzen. Und für absolute Notfälle gibt es sicher auch auf Teneriffa Einkaufsmöglichkeiten. Da könnte ich beim Einkauf gleich meine neuen Spanischkenntnisse ausprobieren :-).

Bei Dingen für den Hund fällt mir ein, dass ich neben Impfpass noch unbedingt Prophylaksemittel speziell für südliche Länder brauche. Die muss ich noch ganz dringend bestellen, denn soweit ich mich erinnere, werden diese bereits vor Reiseantritt dem Tier gegeben. Dort soll es sogenannten Herzwürmer und andere unschöne Dinge geben, die ich meinem Labrador ersparen möchte.

Dann ist in dieser letzten Woche vor dem Start noch eine Gartenrunde fällig, denn die Pflanzen und Bäume, die ich jetzt nicht schneide und die Blätter und Äste, die ich nicht beseitige, werden dann wohl bis zum Frühjahr liegen bleiben. Wenn ich Anfang Dezember zurück komme, könnte bereits Schnee liegen. Daran mag ich jetzt noch gar nicht denken. Genauso wenig an die Weihnachtsgeschenke, die es dann dringend zu besorgen gilt. Möglicherweise werden die in diesem Jahr leicht spanisch ausfallen :-).

Auch um Haus und Hof gibt es noch paar kleine und große Dinge, die der Erledigung harren, denn schließlich möchte ich meine Männer gut versorgt zurück lassen.

Und dann heißt es in einer Woche: Teneriffa ich komme!

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und erwärmende Gedanken.

Die Zeit wird knapp…..

Veröffentlicht: 12. Oktober 2011 in Hund, Leonies Leben 2011
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Potrait 4

In den letzten Tagen zeigte sich der Herbst in meinem Leben von der heißen Seite. Unerwartet kamen sehr viele neue Aufgaben auf mich zu. Nicht nur beruflich, auch im privaten Bereich knubbelt sich auf einmal alles. Jeder kennt das und es gilt Ruhe zu bewahren. Bisher habe ich mir in diesem Jahr immer Zeit frei gehalten, die ich unter anderen damit verbracht habe, ein wenig zu schreiben und zu fotografieren. So kam es auch zu meinem täglichen Blog. Daneben habe ich versucht, „in Maßen“ Spanisch zu lernen und mich mehr oder minder erfolgreich mit Haus, Hof, Garten und der Kinder und Hundeerziehung beschäftigt. Die Erlebnisse und die Ergebnisse habe ich zum Teil in diesem Blog  aufgeschrieben.

Dann übe ich noch eine ehrenamtliche Tätigkeit aus, bei der ich arbeitssuchende Menschen berate und mich immer unheimlich freue, wenn es mir gelingt oder ich zumindest dabei helfen kann, dass jemand eine Stelle findet, mit der er oder sie glücklich und zufrieden ist.

Nun habe ich tatsächlich auch noch „ganz vorsichtig“ angefangen, an meinem eigenen Buch zu schreiben. Ich hätte niemals gedacht, mit welcher Intensität mich mein neues Projekt in den Bann zieht. Endlich habe ich etwas gefunden, an dem ich täglich weiter schreiben kann. Nachdem ich einmal angefangen hatte, kamen so viele Ideen, dass ich gar nicht mehr aufhören mag. Das muß ich einfach ausnutzen und schreiben, schreiben, schreiben –  bevor ich es wieder vergesse:-). Ich bin selber sehr gespannt, ob eines Tages tatsächlich ein richtiges Buch dabei heraus kommt. Noch kann ich mir das gar nicht vorstellen – oder doch?

 Hund und Kater sitzen ab und zu um mich herum und staunen, wieso ich denn da so lange am Rechner sitze und nicht wie sonst, mit ihnen durch den Garten und die Felder streife. Auch wenn ich daher im Moment ein wenig in Zeitnot bin, möchte ich dennoch gerne täglich  weiter bloggen und natürlich auch Eure Blogs lesen, die ich mittlerweile allesamt nicht mehr missen möchte. Daher an dieser Stelle auch mal an alle Blogger einen lieben Dank. Ihr macht mein Leben einfach bunter.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag, viiieeellll Zeit  und gute Einfälle.

Schreie im Haus

Veröffentlicht: 2. Juli 2011 in Leonies Leben 2011
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Gestern morgen ist mir bei meiner morgendlichen Laufrunde mit dem Hund etwas sehr merkwürdiges passiert. Ich lief hinter den Gärten einer Häuserzeile lang. Rechts neben mir waren Wiesen und Felder. Links lagen die Gärten mit den Wohnhäusern. Häufig sind morgens gegen sieben, wenn ich meine Runde drehe, noch bei vielen Häusern die Rollläden herunter gelassen. Im Winter bei Dunkelheit sehe ich auch häufig ein Licht nach dem anderen angehen. Manchmal sehe ich vereinzelt Menschen am Frühstückstisch sitzen oder aus dem Haus hasten. Ein großes Haus, an dem ich auch jeden Morgen vorbei laufe, wirkt auf mich wie eine kleine Festung. Dort sind zumeist die Rollläden herunter gelassen und Licht- und Sicherheitsanlagen sollen das Anwesen anscheinend vor Einbrechern schützen. Es ist mit einem hohen Zaun und dickem Gebüsch umgeben. In Gedanken habe ich mich manchmal gefragt, wer denn dort wohl wohnt. Ich habe aber noch nie einen Menschen dort gesehen. Jedenfalls nicht bis gestern.

Gesten nun hörte ich bereits kurz bevor ich dieses Grundstück erreichte, Schreie aus dem Haus dringen. Ich kann gar nicht genau beschreiben, wie sich das anhörte. Es waren jedoch eindeutig nicht fröhliche oder spielerische Kindergeschrei und auch keine Lustschreie. Die Schreie hörten sich richtig beängstigend an – so als ob tatsächlich jemand in Not ist. In meinem Kopf fing es an zu rattern. Was sollte ich machen? Kamen die Laute aus dem Fernseher oder Radio? Nein, danach hörte es sich nicht an. Einfach ignorieren und weiter laufen? Das konnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Was, wenn wirklich jemand in Not war und ich würde es einfach ignorieren? Wenn Hilfe nötig war, wollte und musste ich helfen. Ich blieb stehen. Die schrecklichen Schreie hörten einen Moment auf.

Ich atmete auf und wollte schon fast beruhigt weiter gehen. Dabei dachte ich, dass ich mich zum Glück nun doch nicht in fremde Angelegenheiten einmischen müsste. Erleichterung stellte sich ein. Doch gerade als ich die Leine des Hundes fester ergriff und durchstarten wollte, ging das Geschrei wieder los. Da fasste ich meinen Mut zusammen und rief mit meinem Handy die Polizei an. Ich mische mich wirklich recht ungern in fremde Angelegenheiten ein, aber hier hatte ich wirklich das Gefühl, dass Hilfe dringend notwendig war. Ich erklärte die Situation und bereits nach weniger als 5 Minuten hielt ein Polizeiwagen vor dem Haus. Die Beamten klopften und klingelten an der Haustür, wurden anscheinend jedoch nicht herein gelassen. Die Schreie hatten nun aufgehört. Ich mußte jetzt einfach weiter beobachten, was hier weiter passieren würde und schaute durch das Gebüsch auf das Geschehen.Was steckte wohl hinter den Schreien?

Ein Polizist schien dann doch durch eine offene Seitentür in das Haus gelangt zu sein und ich hörte aus dem Haus laute Flüche, Geschrei und sah dann wie ein anscheinend volltrunkener Mann an einen herbei gerufenen Sanitätsdienst übergeben wurde. Ich lief weiter und fragte mich, welche Geschichte wohl hinter diesen Schreien und dem Mann steckt.Vielleicht erfahre ich es eines Tages und werde es dann gerne hier weiter erzählen.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und Hilfe, wenn sie denn gebraucht wird.