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Pico del Teide, Pico Viejo, Chinyero

Pico del Teide, Pico Viejo, Chinyero

Heute habe ich einige Bilder von einer Wanderung unterhalb des Chinyero mitgebracht. In der Vergangenheit sind wir bereits einige Male um den Vulkan herumgewandert. Ein toller Rundweg mit ca. 5,6 Kilometern. Die drei „Großen“ Teide (Pico del Teide), Alter Teide (Pico Viejo) und Chinyero im Blick geht es durch Kiefernwälder und über Vulkanschlacke.

Teide, Kiefernwälder und Vulkanschlacke

Teide, Kiefernwälder und Vulkanschlacke

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Radfahrer unterwegs auf den Vulkanhügeln

Radfahrer unterwegs auf den Vulkanhügeln

Der Chinyero ist  ein Vulkankegel mit ca. 1.556 Höhenmetern. Er brach vom 18. bis zum 27. November 1909 aus. Das war der bislang letzte Vulkanausbruch auf Teneriffa. Und ich hoffe doch sehr, dass es so bleibt. Vor einer Woche wurden am Teide 14 kleine leichte Beben registriert. In der Presse wurde daraufhin gleich vermutet, dass der Teide ausbrechen würde. Das kann natürlich tatsächlich jederzeit passieren. Doch im Moment scheint wieder Ruhe eingekehrt zu sein.

Blick auf das Tenegebirge mit dem Kleinen und dem Großen Gala

Blick auf das Tenegebirge mit dem Kleinen und dem Großen Gala

 

Blick über Kiefernwälder Richtung Teno

Blick über Kiefernwälder Richtung Teno

 

 

Als der Chinyero ausbrach wurden über 2 km² Land durch Lava und Asche verwüstet. An dem Punkt, an dem der Lavastrom über Santiago del Teide stoppte, ist ein Gedenkaltar errichtet. Ungefähr 3 Kilometer neben dem Chinyero liegt ein weiterer Vulkan, durch dessen Lavaströme 1706 die Stadt Garachico zerstört wurde.

Lasko auf dem Vulkan :-)

Lasko auf dem Vulkan 🙂

 

Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche.

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Baumloch

Baumloch

Ostersonntag war ich mit Lasko auf einer langen Wanderung von Los Gigantes über Santiago del Teide und die Tenohöhen. Das Wetter spielte sehr gut mit. Morgens schattig kühl und dann Sonnenschein und blauer Himmel. Besonders schön fand ich den Baum mit dem Loch zum Durchsehen. Ob das meinen Blick schärft oder einen besseren Durchblick verschafft? Am Wegesrand lag auch ein verlassener Dreschplatz, der sich wunderbar für eine Picknickpause eignet. Dann ging es aus der Höhe wieder zurück zum Atlantik durch die bekannte Schlucht von Masca. Alle Wanderwege waren am Ostersonntag einsam und ich begegnete kaum Menschen. Doch das änderte sich schlagartig in Masca. Im Ort, in der Schlucht und am Mascastrand tummelten sich Spanier und Touristen gleichermaßen. An den Engpässen in der Schlucht kam es regelrecht zu „Verkehrstaus“. Als ich am Strand ankam, nahm ich ein Boot nach Los Gigantes. Das Boot fuhr an einer Jacht vorbei. Sehr groß und auffällig. So eine große Jacht habe ich selber noch nie gesehen. Sah nach royal und/oder prominent aus. Ich machte ein Foto und forschte nach.  Herr Alexander Machkevitch war mit seinem „kleinen Boot“ Lady Lara zu Besuch in Los Gigantes. Bei mir war er allerdings nicht:-).

Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche mit guten Gedanken, angenehmen Gefühlen und interessanten Erlebnissen.

 

Veilchen

Veilchen

Barranco Masca

Barranco Masca an einer ruhigen Stelle

Masca Strand

Masca Strand

Alexander Machkevitch mit seinem kleinen Boot Lady Lara zu Besuch in Los Gigantes

Alexander Machkevitch mit seinem „kleinen Boot“ Lady Lara zu Besuch in Los Gigantes

 

Masca

Mascastraße und Palmenhain

Cruz de Hilda

Cruz de Hilda – Mirador mit Blick auf Masca und die umliegenden Berg

Blick auf Carizal

Blick auf die Nordküste – Buenavista

Degollada mit kleinem und großem Gala

Degollada mit kleinem und großem Gala

Degollada

Degollada – Ausblick auf den Teide und die Masca Region

Blühende Wiese und Ruinen

Blühende Wiese und Ruinen

Cumbre Bolico - Dreschplatz

Cumbre Bolico – alter Dreschplatz

Lasko beim Wandern

Lasko beim Wandern

Barranco Santiago del Teide

Barranco Santiago

 

 

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Startpunkt der Ruta de las Ventanas über Güimar

Startpunkt der Ruta de las Ventanas über Güimar

Am Samstag ist es dann doch passiert! Endlich habe auch ich es gemacht! Lange vorgenommen und nie umgesetzt. Die Ruta de las Ventanas. Eigentlich nicht so recht nachvollziehbar. Da lebe ich nun doch bereits einige Monate auf Teneriffa und habe es doch nie geschafft, einmal nach Güimar, geschweige denn auf die Ruta de las Ventanas zu kommen. Zum einen liegt es wohl daran, dass sich die Route auf der anderen Seite der Insel befindet und damit mit einem relativ langen Anfahrtsweg verbunden ist. Merkwürdigerweise kommen mir auf der Insel selbst 90 Kilometer sehr lang vor. Außerdem war ich mir auch nicht so wirklich klar, was mich auf dieser Strecke erwarten würde. Denn ich hatte nur auf einigen spanischen Seiten Informationen im Internet zusammen gesammelt.

Blick auf Gran Canaria vom Antennenberg über Güimar

Blick auf Gran Canaria vom Antennenberg über Güimar

Vielleicht hatte ich auch insgeheim ein wenig Angst, da der insgesamt 19,4 Kilometer lange Weg kein offizieller Wanderweg ist, über alte Wasserkanäle und durch Galerien (Tunnel) in schwindelerregenden Höhen und immer unmittelbar am Abgrund verläuft. Das konnte ich immerhin auf den Bildern im Internet und den Youtube Videos sehr gut erkennen. Und dennoch stand für mich  fest. Einges Tages werden wir nach Güimar auf die Ostseite von Teneriffa fahren und  dort auf die Ruta de las Ventanas gehen. Teilweise wird die Tour auch als Route der 100 oder sogar 1000 Fenster bezeichnet. Grund sind die vielen Felsfenster, die sich in den Galerien aneinanderreihen und tolle Ausblicke aus den Galerien auf Güimar und die Schluchten bieten. Neugierig war ich auf die Felsfenster auf jeden Fall.

Ruta de las Ventanas

Ruta de las Ventanas – Felsfenster in der Steilwand

Und nun haben wir es doch endlich geschafft. Am Samstag fuhren wir nach Güimar. Aus dem Ort führte uns zunächst die TF 28 und dann ein kleiner Fahrweg recht steil den Berg hinauf.  Oben auf ca. 920 Metern Höhe befinden sich Antennenmasten und auch Möglichkeiten, den Wagen abzustellen. Vor dort geht es zu Fuß weiter. Doch vorab lässt sich noch ein fantastischer Ausblick auf Güimar und die Nachbarinsel Gran Canaria genießen. Die Wanderung führt zu Beginn ein wenig steil den Berg hinauf. Dann geht es vom Hauptweg auf einem kleinen Pfad rechts ab durch Gebüsch. Sogar einen Kaffeestrauch haben wir dort oben entdeckt. Und plötzlich standen wir auf dem alten Wasserkanal, der quer durch das Gebüsch verläuft. Die Abdeckplatten des Kanals sind teilweise brüchig oder fehlen häufig. So geht es im Wechsel zwischen gehen im, auf und neben dem Kanal. Bereits nach kurzer Zeit tut sich auf der rechten Seite ein recht Abgrund zum Barranco auf.  Dort geht es steil hinunter und das bleibt auch die gesamte Strecke über so. Daher ist Schwindelfreiheit und Trittsicherheit für diese Strecke ein absolutes Muss.

Tunneleinstieg hinter dem gelben Fahrzeug

Tunneleinstieg hinter dem gelben Fahrzeug

Ruta de las Ventanas

Ruta de las Ventanas

über dem Abgrund

über dem Abgrund

Aber es lohnt sich. Wenn sich nicht gerade Wolken davor schieben, bieten sich vom Kanal aus tolle Ausblicke über Güimar, den Barranco und gegen die Felsschluchten. Vor den Eintritt in den ersten Tunnel liegt ein altes gelbes Fahrzeug. Ein altes Baufahrzeug? Fahren kann es sicher nicht mehr. Nachdem der erste Tunnel noch ohne Felsfenster ist und im Dunklen begangen werden muss, haben bereits die nächsten Tunnel  viele kleine oder auch große Felslöcher. Die Strecke verläuft zunächst einige Kilometer in einer Höhe von 1.100 Höhenmetern mit nur kleinen Ab- und Anstiegen. Die Blicke auf die Ventanes, die Felsfenster sind grandios. Ich habe noch nie etwas Ähnliches gesehen. Leider weiß ich nicht, wie die Fenster entstanden sind. Natürliche Felslöcher im Berg oder hat man sie beim Bau der Galerien in den Fels geschlagen? Die Frage würde ich sehr gerne klären.

Blick durch ein Fenster

Blick durch ein Fenster

im Tunnel

im Tunnel: teilweise niedrig, eng, nass oder auch alles zusammen

Kleines Fenster

Kleines Fenster

alte Geleise

alte Gleise

Bei diesem Weg handelt es sich nicht um eine klassische Wanderroute. Sie ist auch in keinem Wanderverzeichnis aufgeführt. So treffen wir in erster Linie junge Spanier, von denen einige ganz sicher ein wenig Attraktion und Nervenkitzel suchen. Und Beides wird hier auf jeden Fall geboten. In den Galerien ist es dunkel, kalt, teilweise feucht und häufig auch sehr eng. Sich an dem scharfen Fels zu stoßen ist keine große Kunst. So ist eine gute Lampe unbedingt erforderlich, aber auch ein Helm ist sehr zu empfehlen. Mein Fahrradhelm hat mir gute Dienste geleistet. Ansonsten hätte ich heute neben den Felskratzern an Armen und Beinen sicher auch noch ein paar Beulen am Kopf zu verzeichnen. Am Abgrund auf den schmalen Wegen zwischen den einzelnen Tunneln ist höchste Konzentration geboten, denn es geht steil bergab. Doch grundsätzlich ist die Strecke mit einer wenig Konzentration und Kondition gut begehbar.

Fensterblick

Fensterblick

Ruta de las Ventanas

Ruta de las Ventanas

Wanderer in den Wolken

Wanderer in den Wolken

Galerie

Galerie

 

Leider müssen wir nach ca. 5 Kilometer umkehren, da wir zurück zu unserem Wagen müssen. Und 10 Kilometer auf dieser Strecke sind auch für mich genug. Plötzlich ziehen Wolken auf und die jungen Wanderer auf der gegenüberliegenden Seite verschwinden im Nebel. Wer die gesamte Strecke, die unten im Ort Güimar endet, begehen möchte, der muss entweder mit einem zweiten Pkw unterwegs sein oder sich mit einem Taxi von Güimar zum Ausgangsort zurückbringen lassen.

Ruta de las Ventanas

Ruta de las Ventanas

Felsschlucht

Felsschlucht

Da Lasko nicht in ein Taxi darf und auch kein zweiter Pkw zur Verfügung stand, blieb uns nur die Variante des Hin- und Rückweges. Doch wer weiß? Vielleicht zieht es mich ja noch einmal nach Güimar, um die Strecke aus der anderen Richtung zu betrachten.

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Gestern waren wir wieder einmal im nahe gelegenen Tenogebirge auf einer kleinen Sonntagstour unterwegs. Wir stiegen von Los Gigantes (Teneriffa Südwest) über Tamaimo in Richtung Guama Gipfel  ca. 800 Höhenmeter auf. Dann verließen wir den Hauptweg und wanderten quer über einen wilden Berghang zu einem nördlich gelegenen langen Berggrat, der den Barranco Seco in südlicher Richtung abgrenzt. In diesem Berggrat befindet sich ein großes Felsentor. Die Engländer nennen es „The Eye“ (das Auge). Die Spanier sprechen von El Burjito und viele Deutsche einfach vom Felsentor. Jeden Tag schaue ich von meiner Wohnung zu diesem Felsentor hinauf.

Felsentor - The Eye - El Burjito

Felsentor – The Eye – El Burjito

El Burjito - das Felsentor

El Burjito – das Felsentor

 

Immer wieder stellte sich mir die Frage, ob ich nicht irgendwie dorthin gelangen könnte. Doch so oft wir auch dort oben im Tenogebirge nach dem Weg suchten, wir fanden ihn einfach nicht. Wir konnten zwar auf dem Berggrat entlang wandern und standen dann über dem Tor. Doch wie hinunter kommen? Klettern? Ich sprach mit vielen älteren Einwohnern aus der Umgebung und einige von ihnen versicherten mir, dass es einen Weg hinunter gäbe. Einige erzählten auch, dass sie Bilder vom sich im Tor hätten. Doch wo könnte dieser Weg sein? Ganz genau konnte mir das niemand sagen.

Als wir gestern wieder einmal über dem Felsentor nach dem mysteriösen Weg suchten, begegneten wir einem jungen spanischen Paar. Allein die Begegnung war ungewöhnlich, denn dort oben sind sehr selten Leute anzutreffen. Die Frau erzählte mir, dass ihr Freund im Felsentor gewesen sei und sie Fotos hätte, wie man dorthin gelangen könnte. Manchmal muss man anscheinend Glück haben und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. So schlossen wir uns den jungen Leuten an. Es ging hinter einem Gebüsch einen sehr kleinen Pfad recht steil am Abgrund hinunter. Diesen Pfad hätte ich wirklich nicht als Weg identifiziert. Ich schaute die ganze Zeit, in der wir auf dem Weg waren, gar nicht nach unten und auch nicht hinter mich. Bloß keine Angst bekommen, dachte ich mir. Eine in meinen Augen nicht ganz ungefährliche Kletterpartie.

Blick aus der Höhe

Blick aus der Höhe

Junge Bergsteiger im "Auge" El Burjito

Junge Bergsteiger im „Auge“ El Burjito

Ich versuchte mich durch eine kleine Unterhaltung mit den jungen Leuten abzulenken. Dabei kraxelten wir hoch über dem Barranco Seco in einer Felswand ca. 4o Höhenmeter hinunter und hielten uns dann westwärts. Halt gab es an einigen recht stabil wirkenden Felsen. Und dann hatten wir es tatsächlich geschafft. Zusammen mit 5 jungen Spaniern (drei waren bereits vor uns da) standen wir im El Burjito. Ich setzte mich schnell auf den nächsten Felsen, denn auf beiden Seiten ging es sehr steil hinab. Aber eine wunderschöne Aussicht über das Tenogebirge und die gesamte Küste entschädigte uns für die Strapazen. Im „Auge“ konnte ich nun einen Blick hinunter auf meine Wohnung riskieren.

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Caldera - über den Wolken mit Blick auf den Vulkan Desehada II

Caldera – über den Wolken mit Blick auf den Vulkan Deseada II

Das Jahr fing für mich wunderbar mit einer einwöchigen Reise auf die „Isla Bonita“ La Palma an. Nur am Sonntag fährt die Fähre tagsüber von Los Christianos auf Teneriffa über San Sebastian (La Gomera) nach Santa Cruz de La Palma. An den restlichen Tagen gibt es nur Nachtfahrten – ungünstige Zeiten und natürlich gibt es nachts auch nicht sehr viel zu sehen. Daher war ich froh ein Ticket für den Sonntag bekommen zu haben. Wir fuhren den Wagen vollgepackt mit Wandersachen und Proviant auf die Fähre. Bei hohem Wellengang ging es am frühen Morgen von Los Christianos zuerst nach San Sebastian auf La Gomera, um dann an La Gomera vorbei nach La Palma  zu reisen. Lasko konnte derweil unten im Schiff im Auto auf seinem gewohnten Reiseplatz in Ruhe schlafen, um sich für die anstehenden Wanderungen auszuruhen.

Lasko und Gepäck gut verstaut

Lasko und Gepäck gut auf der Fähre verstaut

Zwischenstop La Gomera - San Sebastian

Zwischenstop La Gomera – San Sebastian

 

 

 

Mein zweiter Aufenthalt auf La Palma – der schönen und wirklich sehr grünen Insel. Doch bei so vielen Wandermöglichkeiten, die die Insel bietet, wird es sicher nicht die letzte  Reise auf die faszinierende Vulkaninsel gewesen sein. Auf La Palma gibt es tatsächlich unzählige Vulkane zu bestaunen, von denen einige auch noch vor gar nicht so langer Zeit aktiv waren. Irgendwann wird auch wieder einer von ihnen Feuer spucken. Einige Wissenschaftler vermuten wegen porösen Vulkanschichten auf der Südflanke der Insel außerdem, dass ein Teil von La Palma eines Tages im Meer versinken und einen Supersunami auslösen könnte. Aber das Schicksal, eines Tages wieder im Meer zu versinken, teilen wohl – auf hoffentlich sehr viele Jahre betrachtet – alle kanarischen Inseln.

Auffällig war bereits auf der Fähre, dass viele – zumeist jüngere – Leute nur mit Rucksack und Zelt unterwegs nach La Palma waren. Wir trafen einige von ihnen  später in den Bergen wieder. Sie schliefen nachts draußen im Zelt, was teilweise in den Bergen in der Höhe ganz schön kalt und feucht sein kann. In einer Woche überquerten sie die Insel von Süd nach Nord oder auch von Ost nach West. Beneidenswert. Ähnliche Abenteuer habe ich vor vielen Jahren auch unternommen. Doch im Moment bin ich ehrlich gesagt recht froh, dass ich nicht draußen genächtigt haben und wir jeden Abend zu unserem – wenn auch einfachen – Quartier in Puerto Naos an der Westküste zurückkehren konnten.

Puerto Naos an der Westküste

Puerto Naos an der Westküste

Dennoch ging es jeden Tag auf eine andere Tour, so dass wir sechs Tage lang neue Wandertouren auf der Insel erkunden und ausprobieren konnten. Sehr schade ist und bleibt für mich, dass Hunde im Nationalpark auf La Palma (auch an der Leine) verboten sind. Gerade im Nationalpark rund um die Caldera de Taburiente gibt es herrliche Wandertouren. Die konnten wir dieses Mal leider wieder nicht angehen. Doch ich lernte einen jungen Mann kennen, der in der Nähe des Nationalparks auf einer Finca wohnt. Und der bot mir  an, bei einem „nächsten“ La Palma Besuch Lasko einen Tag in Pflege zu nehmen. Auf das freundliche Angebot werde ich sicher irgendwann gerne zurückgreifen.

Bei meinem letzten Aufenthalt hatte ich die Parade-Wanderstrecke der Insel, die Ruta de los Volcanes, bereits zu einem großen Teil mit Lasko gewandert. Diese Tour verläuft von Süd nach Nord über die Insel. Der Hauptteil der Strecke startet im Ort Los Canarios auf 722 Höhenmetern und führt von dort über viele Vulkane bis auf den Deseada II (1932 Höhenmeter) und weiter bis zum Refugium El Pilar (1440 Höhenmeter). Häufig wird die Strecke auch einfach aus der Höhe talwärts begangen. So hatte ich es damals auch gemacht, musste danach aber wieder zurück, da mein Wagen oben in El Pilar stand. Dieses Mal starteten wir „unten“ in Los Canarios und arbeiteten uns auf die Vulkane hoch. Nicht immer ein einfaches Unterfangen. Mir persönlich fällt auch das Absteigen in dem Vulkangeröll, auf dem man leicht ins Rutschen gerät, nicht immer so leicht.

Doch wenn im Frühjahr die Transvulcania auf La Palma stattfindet, dann wandern die Teilnehmer nicht nur diese Strecke, sondern sie laufen sie sogar entlang. Und sie laufen nicht nur diesen Teil über den Berggrat der Insel, sondern starten an der Küste und laufen mit dem Ultramarathon 76 Kilometer über den gesamten Berggrat der Insel mit allen Höhen und Tiefen. 76 Kilometer und über 8000 Höhenmeter werden dabei zurückgelegt. Für mich eine unvorstellbare bewundernswerte Leistung.

 

Ruta de los Volcanes - Vulkan San Martin

Ruta de los Volcanes – Vulkan San Martin

Volcán San Juan - Wandern über den Lavastrom

Volcán San Juan – Wandern über den Lavastrom

Wegweiser - Europawanderweg E7 - über Lissabon auf die kanarischen Inseln

Wegweiser – Europawanderweg E7 – über Lissabon auf die kanarischen Inseln

Ermita Virgen del Pino - durch Kieferwälder geht es bergauf

Ermita Virgen del Pino – durch Kieferwälder geht es bergauf

Blick vom Reventón auf Teneriffa

Blick vom Reventón auf Teneriffa

 

 

 

 

Lasko ist müde vom Wandern

Lasko ist müde vom Wandern

 

Doch auch wer kleinere Touren liebt, kommt auf La Palma beim Wandern voll auf seine Kosten. Es gibt in allen Höhenlagen und  allen Gebieten der Insel wunderschöne Rundtouren, die immer wieder neue interessante Ausblicke von der Höhe auf die Küste oder auch die Nachbarinseln bieten. So gibt es eine Wanderung rund um den Vulkan San Juan, bei dem sich Lavaschlacke und Kiefernwälder auf angenehme Art und Weise abwechseln. Gut gefallen hat mir auch eine Küstenwanderung unterhalb des kleinen Ortes Tijarafe. Von Tijarafe ist es möglich auf drei verschiedenen reizvollen Wanderwegen an die Küste zu gelangen. Doch im letzten Teil der Wanderung geht es steil im Zickzack an einer Felswand hinunter. Hier ist schon ein wenig Schwindelfreiheit und Trittsicherheit gefragt. Doch es bieten sich herrliche Ausblicke auf die Küste. Und wer mag, kann am Meer angekommen, in der Piratenbucht bei ruhiger See ein Bad nehmen. Auf den Fotos sieht es vielleicht nicht so gewaltig aus, aber wer genau hinschaut und den „kleinen“ Wanderer entdeckt, mag vielleicht die gewaltigen Felsen erahnen.

Tijarafe - Wanderweg mit Beschattung

Tijarafe – Wanderweg mit Beschattung

Abstieg in die verlassene Piratenbucht

Abstieg in die verlassene Piratenbucht

Tijarafe - Fahrweg Richtung Küste

Tijarafe – Fahrweg Richtung Küste

Wo ist der Mensch - auf einem kleinen Zickzackpfad geht es steil bergab

Wo ist der Mensch (?) – auf einem kleinen Zickzackpfad geht es steil bergab

Volcán San Juan - Wandern über den Lavastrom

Volcán San Juan – Wandern über den Lavastrom

San Nicolás - Blick über den Lavastrom zur Westküste

San Nicolás – Blick über den Lavastrom zur Westküste

San Nicolás - neues Besucherzentrum

San Nicolás – neues Besucherzentrum

 

 

 

 

 

 

Interessant ist auch der Besuch des Besucherzentrums in der Nähe von El Paso, in dem es interessante Informationen über die Insel und insbesondere den Nationalpark gibt. Ein wenig weiter befindet sich eine Quelle, aus der frisches Quellwasser zum Mitnehmen sprudelt. Zukünftig wird es ein weiteres Besucherzentrum in San Nicolás geben. Das befindet sich zurzeit im Bau. In San Nicolás haben sich unter dem Lavastrom Vulkanröhren herausgebildet. Bislang wurden diese von Wanderern und anderen Interessierten häufig auf eigenes Risiko begangen. Zukünftig soll es an dieser Stelle Informationen und geführte Besichtigungen durch die längsten Vulkanröhren der Insel geben. Wer die Cueva del Viento, die längste Vulkanröhre Europas auf Teneriffa kennt, ist sicher auch an der hiesigen unterirdischen Röhre interessiert.

San Nicolás - Volcán San Juan Lavafeld

San Nicolás – Volcán San Juan Lavafeld

Blick auf Solar und Bananenfelder an der Küste - El Remo

Blick auf Solar und Bananenfelder an der Küste – El Remo

El Jedey - kleiner Ort an den Westhängen von La Palma

El Jedey – kleiner Ort an den Westhängen von La Palma

Tijarafe und El Jesus - hoch über der Piratenbucht

Tijarafe und El Jesus – hoch über der Piratenbucht

Felsige Küste und steile Klippen

Felsige Küste und steile Klippen

 

Und wer genug gewandert hat, dem sei ein Besuch der wunderschönen Hauptstadt Santa Cruz de La Palma empfohlen. Bunte Häuser, historische Bauten, gemütliche Plätze, Museen und viele Geschäfte laden zum Verweilen ein.

Santa Cruz de La Palma - Weihnachtsstern Bogen

Santa Cruz de La Palma – Weihnachtsstern Bogen

Santa Cruz de La Palma - Gassen in der Innenstadt

Santa Cruz de La Palma – Gassen in der Innenstadt

Santa Cruz de La Palma - Denkmal zur Erinnerung an die Weihnachtssänger

Santa Cruz de La Palma – Denkmal zur Erinnerung an die Weihnachtssänger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch ein großes britisches Kreuzfahrschiff lag vor der kleinen Inselhauptstadt auf Reede. Ein wenig müde vom vielen Wandern, aber mehr als zufrieden, ging es für uns mit der Fähre wieder zurück nach Teneriffa.

ein englischer "Kreuzfahrer" besucht die Insel

ein englischer „Kreuzfahrer“ besucht die Insel

Abschied von La Palma

Abschied von La Palma

 

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Bildschirmfoto 2015-10-11 um 12.07.34 KopieLetzte Woche hatte ich über eine Wanderung von Los Gigantes über das Tenogebirge und durch die Mascaschlucht berichtet. Leider konnte ich wegen Calima (Dunst, keine Sicht) keine oder kaum Bilder dieser an sich so tollen Wandertour zeigen. Auch funktionierte mein JPS nur auf dem halben Weg, so dass mir die genauen Daten der zweiten Hälfte des Weges leider fehlten. Was machen? Richtig, ich bin an diesem Samstag die gesamte Strecke noch einmal gegangen. Nun habe ich die genauen Daten und weiß, dass der Rundkurs, der mit einer Bootsfahrt endet, ohne die Bootstour ca. 24 Kilometer lang ist und über 2.200 Höhenmeter im Auf- und Abstieg verläuft. Doch viel wichtiger als das reine Datenmaterial sind für mich die Bilder. Da ich allein 5 Liter Wasser mit mir schleppte, hatte ich nur eine kleine Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv dabei. So gibt es heute nur „weitwinklige“ Fotos zu sehen. Doch immerhin mehr als in der letzten Woche.

Camino Real vor El Modello

Camino Real vor El Modello

Camino Real über Tamaimo - noch ein wenig dunkel und bewölkt

Camino Real über Tamaimo – noch ein wenig dunkel und bewölkt

Das  Wetter war am Morgen noch sehr grau und bewölkt. Gut zum Gehen. Doch kurz nach Santiago del Teide wurde es mehr und mehr sonnig.

erste Rast mit viel Wasser für Lasko in Santiago del Teide

erste Rast mit viel Wasser für Lasko in Santiago del Teide

Blick vom Sattel der Degollada auf Santiago del Teide

Blick vom Sattel der Degollada auf Santiago del Teide

der große Gala

der große Gala

 

 

 

 

Faszinierende Wolkenspiel über den Gipfeln des Teno und eine wundervolle Aussicht. Ich traf nur wenige Wanderer.

Rote Erde auf der Degollada

Rote Erde auf der Degollada

Blick Richtung La Gomera von der Degollada - links der Kleine Gala

Blick Richtung La Gomera von der Degollada – links der Kleine Gala

Lasko ruht im Gebüsch :-)

Lasko ruht im Gebüsch 🙂

Blick auf den Pico Verte - Kleiner Gala

Blick auf den Pico Verte – Kleiner Gala

Wolkenfänger am Cumbre Bolíco

Wolkenfänger am Cumbre Bolíco

Blick über die "Masca Straße" nach La Gomera

Blick über die „Masca Straße“ nach La Gomera

Blick auf Masca und den Guergues Steig

Blick auf Masca und den Guergues Steig

Blick auf Masca und den Guergues Steig

Blick auf Masca und den Guergues Steig

..über den Wolken

..über den Wolken

Tenogipfel und Wolken

Tenogipfel und Wolken

Tenogipfel und Wolken

Tenogipfel und Wolken

Tenogipfel und Wolken

Tenogipfel und Wolken

Blick auf den "Norden" vom Teno aus

Blick auf den „Norden“ vom Teno aus

Cumbre der Carrizal - hier trennen sich die Wege in den Norden und nach Masca

Cumbre der Carrizal – hier trennen sich die Wege in den Norden und nach Masca

Lasko sucht Schatten

Lasko sucht Schatten

 

 

Erst in Masca stieß ich auf die übliche Touristenschar.

Palmenhain in Masca

Palmenhain in Masca

Und während ich den Barranco abwärts wanderte, merkte ich, dass die Saison hier auf Teneriffa beginnt. Mehr und mehr Touristengruppen aus aller Herren Länder bewegten sich mit ihren Guides von der Höhe des Dorfes Masca (600 Höhenmeter) in Richtung Strand. Lasko liebt den Barranco von Masca, da dort viele Wasserbecken anzutreffen sind, in denen er von Zeit zu Zeit ein kühles Bad nehmen kann. Am liebsten würde ich mich manchmal zu ihm gesellen. Doch im Moment führt der Barranco noch ziemlich wenig Wasser und dasselbige ist zumeist recht grün und voller Algen.

rechts trockene Mascaschlucht

recht trockene Mascaschlucht

Barranco Masca

Barranco Masca

Anlegesteg Masca

Anlegesteg Masca

 

So überließ ich Lasko das Vergnügen und begnügte mich damit, am Playa de Masca meine vom Wandern ein wenig müden Füße in den Atlantik zu stecken. Die Bootsfahrt zurück nach Los Gigantes im frischen Wind mit Blick auf die herrlichen Felsen, war der krönende Abschluss eines langen Wandertages.

Bootstour nach Los Gigantes

Bootstour nach Los Gigantes

Felsen mit Blick auf Barranco Natero und Seco

Felsen mit Blick auf Barranco Natero und Seco

 

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Calima über Teneriffa

Calima über Teneriffa

Open End Hiking hört sich irgendwie merkwürdig an. Doch am Samstag, den 3. Oktober, der hier auf Teneriffa  kein Feiertag war, hatte ich ein spezielles Wandererlebnis. Open End Hiking oder zielloses Wandern? Wandern ohne Ziel? Der Weg ist das Ziel? Oder auch: Calima, Berge, Schluchten und eine Bootsfahrt

Auf der Insel herrscht seit einigen Tagen Calima. Calima ist eine Wetterlage mit trockenem Ostwind. Der warme Sandwind kommt aus der Sahara in Afrika. Er sieht wie trockener Nebel aus und trägt feinen Sandstaub mit sich. Da der Calima bis zu einer Höhe von 500 Metern über dem Land liegt, ist die Sicht auf die Berge und das Meer zumeist getrübt. Das Atmen fällt schwer. Es ist heiß und auf der Zunge macht sich ständig – insbesondere bei Bewegung im Freien – ein sandiges Gefühl breit. Calima-Einbrüche gibt es auf Teneriffa und den anderen kanarischen Inseln im Sommer und im Winter, wobei sie im Sommer im Allgemeinen sehr heiß ausfallen. Und so sehen wir seit einigen Tagen kaum die Sonne, haben aber trotzdem um die 30 Grad.

Und genau wegen dem Calima wollte ich gestern der Küstenregion und der Hitze entkommen. Sehr früh am Morgen machte ich mich noch bei Dunkelheit mit Lasko zu einer Bergwanderung auf den Weg. Morgens in den frühen Stunden um 5 bis 7 Uhr weht ab und zu ein leichter Wind und die Temperaturen sind noch erträglich. Da die Wege, die von Los Gigantes aus in das Gebirge führen, nicht beleuchtet sind, musste ich bereits kurz hinter dem Ort die Taschenlampe benutzen. Ohne Licht ist die Gefahr über Steine und Geröll zu fallen, das überall auf dem Weg liegt, recht groß. Ich hatte kein festes Ziel. Ich wollte nur aus der Küstenregion „entfliehen“ und dorthin gehen, wohin es Temperatur mäßig ein wenig angenehmer sein würde. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung, wohin mich diese Wanderschaft führen würde. Vielleicht ist das auch gut so, denn ansonsten wäre ich vielleicht gar nicht dazu aufgebrochen.

bergauf im Morgengrauen

bergauf im Morgengrauen

Der Gebirgsort Tamaimo liegt zwischen 400-600 Höhenmetern mitten im Barranco Santiago. Auf der halben Strecke dorthin wurde es langsam Tag und der Nachthimmel verwandelte sich von schwarz über dunkelblau nach hellgrau. Sehr schön, den neuen Tag auf Wanderschaft begrüßen zu können. Ich sah entfernt vor mir oben am Berg die Lichter von Tamaimo, die allerdings ausgingen als Lasko und ich uns dem Ort näherten. Es war noch früh am Tag. Durch den Calima neblig und bewölkt, so dass die Sonne nicht zu heiß auf uns herunter schien. Ich wanderte im Barranco Santiago entlang an Tamaimo vorbei und hielt mich immer weiter bergaufwärts. Der Anstieg zu dem kleinen Ort El Molledo wurde im letzten Stück richtig steil. Fast senkrecht ging es auf kleinen Serpentinen in die Höhe. Doch ich hatte ein neues Ziel vor meinen Augen. Ich schwitzte und Lasko hechelte. Von El Molledo bis zu dem Ort Santiago del Teide ist es nicht mehr weit. So beschloss ich in den Bezirksort, der bereits 1000 Höhenmeter hoch liegt, zu wandern. In Santiago del Teide angekommen, wanderte ich mit Lasko die Hauptstraße entlang und überlegte, was ich nun machen sollte. Die Uhr am Kirchturm zeigte erst 10 Uhr morgens. Zu früh, um einfach den gleichen Weg zurückzugehen, befand ich. Einfach zu früh, um nicht noch irgendwohin weiter zu wandern.

Wasser für Lasko

Wasser für Lasko

So machten Lasko und ich eine kleine Pause auf einem angelegten Picknickplatz in Santiago del Teide. Wir aßen Frühstück und tranken vor allen Dingen literweise Wasser. Für Lasko konnte ich hier sogar neues Wasser aus einem Wasserhahn zapfen. Frisch gestärkt, beschloss ich noch ein wenig höher ins Gebirge zu gehen. Von Santiago del Teide lassen sich die höchsten Berge des Tenogebirges, der Kleine und der Große Gala (ca. 1400 Höhenmeter) erreichen. Da es im Tenogebirge nicht höher hinaufgeht, machte ich mich Richtung der „Galaberge“ auf den Weg. Mir war bislang kein einziger Mensch auf der gesamten Wanderstrecke begegnet. Ich fragte mich, woran es wohl lag, dass ich heute anscheinend fast allein unterwegs war. Zu heiß? Nebensaison? Zufall? Gedanken kamen und gingen, während ich auf dem steilen Anstieg zum Galasattel mich Meter für Meter höher schraubte. Kein Mensch vor, hinter, über oder neben mir – Menschenleere und gute Gelegenheit zum Nachdenken. Wirklich kein Mensch schien  unterwegs zu sein. Über mir hörte ich Vögel und rechts und links vom Weg huschten Eidechsen davon. So kämpfte ich mich mit meinen Gedanken und Lasko allein weiter hoch.

Oben in einer Höhe von ca. 1300 Metern angekommen, war ich in Schweiß aufgelöst. Auch Lasko war fertig. Er kroch unter einen Busch und hechelte dort weiter. Ich flösste ihm viel Wasser ein. Schließlich hatte ich ja 5 Liter mit mir den Berg hochgeschleppt. Das merkte ich nun auch in den Schultern. Mit schwarzem Staub und Dreck auf der Zunge hechelte Lasko weiter vor sich hin, während ich mich ein wenig umschaute.

Lasko schwitzt

Lasko schwitzt

Leider gab es dort oben am Samstag nicht einmal eine schöne Sicht. Normalerweise sind von dieser Stelle der Teide und alle vor ihm liegenden Berge zu sehen. Zur anderen Seite eröffnet sich ohne Calima ein gewaltiger Blick auf den von diesem Standpunkt unten liegenden kleinen Ort Masca und einen großen Teil des Tenogebirges. Doch ich sah nur Dunst, Nebel und einige schwache Umrisse der Berge. Nun hatte ich fast 12 Kilometer und 1300 Höhenmeter bewältigt. Es war gegen 11 Uhr und ich hatte immer noch keine Lust den ganzen Weg zurückzugehen. Also konnte ich nur weiter gehen. Doch „weiter“ konnte jetzt nur bergab bedeuten.

Calima "vernebelt" die Sicht von der Degollada

Calima „vernebelt“ die Sicht von der Degollada

In die nordwestliche Richtung zeigte ein Schild zum Cumbre Bolíco. So ging ich denn auf der anderen Bergseite weiter. Es war nicht mehr ganz so anstrengend, da es immer leicht bergab ging. Ich persönlich gehe allerdings fast lieber bergauf. Da bergab für mich auf die Dauer auch auf „die Knie geht“ und zudem sehr viel Konzentration erfordert, um nicht ins Rutschen kommen. In einer warmen Nebelwelt stapften Lasko und ich durch Hänge voller Nebelwälder. Kilometer um Kilometer ging es über Berggrate und dann wieder durch Wälder bergab. Zwischendurch hatte ich durch die Wolkenlöcher eine fantastische Aussicht auf die Nordküste um Los Silos und Buenavista del Norte. Mir wurde klar, dass ich in diese Richtung nach Masca herunter wandern musste. Doch der Weg dorthin führt erst einmal kilometerweit fast parallel zur Nordküste bis zum Cumbre del Carrizal auf 920 Höhenmetern. Dort geht es in alle Richtungen steil hinunter. Zur einen Seite Richtung Norden und zur anderen Seite Richtung Masca. Ich folgte dem Weg nach Masca, der mich in weiten Serpentinen zunächst Richtung Cruz de Hilda und dann in den Ort Masca (600 Höhenmeter) hinunterführte. Auf diesem Streckenabschnitt begegnete mir ein britisches Ehepaar, die ersten Wanderer, denen ich an diesem Tag begegnete. Merkwürdig wie sehr ich mich über diese menschliche Begegnung in der Einsamkeit freute. Ich hatte mir so allein in der Höhe bereits ausgemalt, was wohl passieren würde, wenn ich einen Fehltritt hätte und mit gebrochenem Fuss da oben in den Nebelwäldern liegen würde. Zum Glück nur ein schwarzer Gedanke.

Und dann kamen Lasko und ich in Masca an. In dem kleinen Ort Masca war wie immer touristischer Hochbetrieb. Überall parkten Autos am Straßenrand und viele Leute schlenderten durch den Ort, um zumindest aus der Höhe einen Blick in den berühmten Barranco von Masca zu werfen. Lasko und ich benötigten dringend eine Rast. Ich ließ mich im Schatten eines großen Baumes auf einer kühlen Mauer nieder und Lasko streckte sich quer auf dem Kirchplatz aus. Ich gab Lasko meine mitgebrachten Thunfischkonserven, auf die ich gar nicht richtig Hunger hatte. Lasko schon. Doch Beide tranken wir Wasser und noch mehr Wasser. Auf dem Kirchplatz konnte ich auch von einem Imbissstand neues Wasser kaufen. Damit ausgerüstet ging es auf den letzten Wanderabschnitt. Die bekannte Mascaschlucht hinunter. Häufig ist allein dieser ca. 4 Kilometer lange Weg, der 600 Höhenmeter an den Strand von Masca hinunterführt, für viele Wanderer ein Tagesausflug. Für mich war es nun nur noch nach zurückgelegten 19 Kilometern der letzte Streckenabschnitt. Doch da Hunde auf Teneriffa nicht in Bussen mitfahren dürfen und auch von Taxifahrern nicht gerne und nur in Ausnahmefällen mitgenommen werden, hatte ich gar keine andere Wahl.

Barranco von Masca

Barranco von Masca

So ging ich die Mascaschlucht hinunter. Im Moment ist viel weniger Wasser als üblich im Barrancobett. Daher ließ sich die Schlucht an einigen Stellen, an denen es häufig wegen dem Wasser mit der Überquerung der Felsen ein wenig schwer wird, sehr gut durchwandern. Und an einigen Stellen reichte es sogar noch für ein kleines Laskobad. Die großen Wandergruppen waren wohl schon durch die Schlucht. So begegnete ich nur einzelnen Paaren und einigen spanischen Familien. Den Strand erreichte ich nach 2 Stunden und 15 Minuten um 15.15 Uhr. Das war früher als vermutet. Und ich hatte auch noch Glück mit der Bootsverbindung. Das nächste Boot nach Los Gigantes fuhr 15 Minuten später. Lasko und ich schmissen uns regelrecht auf die Liegefläche des Bootes. Und ich hatte das Gefühl, dass ich nie wieder dort aufstehen wollte. Ich war geschafft. Doch viel zu schnell war der Hafen von Los Gigantes erreicht und wir mussten noch einmal hoch und 50 Höhenmeter zur Wohnung bewältigen. Diese letzten 50 Höhenmeter waren wahrscheinlich die Schwersten der ganzen Wanderung. Um 16.30 Uhr ging für mich meine bislang größte Wander Rundtour auf Teneriffa zu Ende. Die Tour werde ich bestimmt so schnell nicht vergessen. Und ich bin mir auch nicht so sicher, ob ich genau diese Tour noch einmal wiederholen werde. Dann lieber noch einmal: Open End Hiking 🙂

PS: Wegen Calima heute auch nur wenige und leider auch keine besonders guten Bilder. Genießt den Sonntagabend!

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Blick auf den Risco Blanco und nach La Gomera

Blick auf den Risco Blanco und nach La Gomera

Heute einige Bilder aus dem südwestlichen Teil von Teneriffa. Die Aufnahmen stammen von Wanderungen in der Gegend um Santiago del Teide, Tamaimo und Las Manchas. Zurzeit ist es an der Küste tagsüber noch recht heiß. Häufig hat es bis spät abends auf der Terrasse um die 30 Grad. So ist für Lasko und mich  sehr angenehm, in den Höhenlagen um Santiago del Teide wandern zu gehen.

Lasko unterwegs

Lasko auf der Suche nach Wasser und Schatten

Ziegenfarm

Ziegenfarm

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Ziegenalarm!

Dort in den höheren Berglagen nimmt die Temperatur je 100 Höhenmeter ca. 1 Grad ab. Lasko sucht bei diesen kleinen Wanderungen in erster Linie Wasser und Schatten. Doch wenn Ziegen auftauchen, wird er wach. Zu gerne würde er den Ziegen über die Felsen nachspringen. Wo er da wohl landen würde? In solchen Situationen heißt es dann für mich: wachsam sein und Lasko schnell anleinen.

Kirche im Valle Arriba

Kirche im Valle Arriba

im Hintergrund der gewaltige Teide

Richtung Inselmitte zeichnet sich die Silhouette  des gewaltiges Teide ab

der neue Autobahntunnel bei Santiago del Teide

Blick auf den neuen Autobahntunnel bei Santiago del Teide

Pass auf der Straße nach Masca

Blick auf den Pass zur Straße nach Masca

Abbruchkante über Las Manchas

Abbruchkante über Las Manchas

Kanarische Kiefer

Kanarische Kiefer

Kapelle über Las Manchas

Kapelle über Las Manchas

Mandeln

Die Mandelbäume sitzen zurzeit voller Mandeln

Mandel

Die erreichbaren Mandeln sind allerdings bereits abgeerntet

Santiago del Teide und Straße nach Masca

Santiago del Teide und die Straße nach Masca

die Mandeln sind reif

die Mandeln sind reif und sitzen hoch

Farbenprächtige Blüten

Farbenprächtige Blüten

Kirche Santiago del Teide

Kirche Santiago del Teide

Guanche

Guanche auf dem Kirchplatz in Santiago del Teide

Blick über die Bananenfelder auf Tamaimo

Blick über die Bananenfelder auf Tamaimo

Blick auf Puerto de Santiago

Blick auf Puerto de Santiago

 

Blick auf Tamaimo

Blick auf Tamaimo

Felsen über Tamaimo

Felsen über Tamaimo

Tamaimo

Tamaimo – am Barranco Santiago

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Bereits im März diesen Jahres  habe ich auf meinem Blog Hiking Tenerife über einen schönen Rundwanderweg im Süden von Teneriffa geschrieben. Der Wanderweg startet  über dem Städtchen Arona und verläuft durch die Montana de Los Brezos . Heute werde ich den Wanderweg an dieser Stelle nicht noch einmal beschreiben. Schön war für mich nur nach zwei Jahren einmal wieder dort gewesen zu sein. Bei herrlichen Sonnenschein ging es in der letzten Woche auf die wunderschöne Rundtour. Durch die vielen Regengüsse der letzten Zeit ist die ansonsten im Süden eher karge Insel im Moment sehr grün. Bereits auf dem Hinweg war mir aufgefallen, dass es überall an den Berghängen und auch am Straßenrand grünt und blüht.

Weihnachtsstern

Weihnachtsstern

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Weihnachtsstern

 

Besonders auffällig sind die leuchtend roten Weihnachtssterne, die hier teilweise in richtig großen Hecken in der Natur und an den Straßenrändern zu finden sind. Wenn nicht das sommerliche Wetter, so erinnert mich diese Pflanze doch ein wenig an die Weihnachtszeit.

Wer den Rundweg noch ein wenig ausweiten möchte, der kann auf die Gipfel des Roque de los Brezos und des Roque Imoque wandern. Doch während der Roque de los Brezos sich ohne Probleme erklimmen lässt und eine wunderschöne Aussicht über die gesamte Südküste und bis in die Teideregion bietet, ist das letzte Stück zum Gipfel des Roque Imoque eher etwas für „Kletterer“. Die Gipfeltour führt über einen „steilen“ Kamin hoch auf die Bergspitze. Und ich gebe zu, dass ich mich bislang noch nicht an dieses letzte Stück Weg getraut habe. Das erste Mal als ich dort stand, konnte ich Lasko nicht allein zurücklassen und ihn dort senkrecht mit hinauf zu nehmen erscheint mir nicht möglich. Dieses Mal passte eine Bekannte auf Lasko auf und ich riskierte einen zweiten Blick nach oben den „Kamin“ hinau. Nach unten fällt der Roque an dieser Stelle steil bergab. Ich riskierte noch einen Blick nach oben und einen weiteren bergab.  „Besser heute nicht – vielleicht ein anderes Mal“,  dachte ich mir, “ aber dann besser mit Seil“.

Auf dem Abstieg passierte wir die nette Gaststätte Refugio. Die Wirtsleute kochen dort selber und bieten den Gästen eine abwechslungsreiche Küche quer durch die spanische Küche. Dieses Mal stand u. a. Blutwurst auf dem Programm. Ich gebe zu: nicht so wirklich meine Sache.

Blutwurst

Blutwurst

El Refugio

El Refugio

Und zum Schluss noch einige Bilder von diesem wirklich zu empfehlenden Rundweg. Liebe Grüße an alle Leser und ein wunderschönes Wochenende.

 

 

 

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Blick vom Gipfel des Teneguía

Blick vom Gipfel des Teneguía

Puerto Naos

Puerto Naos

La Palma war die einzige der kanarischen Inseln, die ich bislang noch nicht persönlich kannte. Daher war ich sehr gespannt auf die kleine Insel, die sich auch die Isla Bonita nennt. Ist La Palma wirklich so schön, wie der Name verspricht? Ich war neugierig und in freudiger Vorerwartung auf das Eiland.

Wanderer in den Lavafeldern

Wanderer in den Lavafeldern

Doch bevor ich auf die Insel reisen konnte, galt es erst einmal wieder mit der spanischen Bürokratie zu kämpfen. Die Fährlinie Armas hat ihre Fährverbindungen nach La Palma  zurzeit vollkommen eingestellt. Und auch die Linie Fred Olsen bietet nicht die wirklich guten Abfahrtzeiten. Es geht spät abends von Teneriffa aus los, so dass der Besucher mitten in der Nacht auf der fremden Insel ankommt. Und zurück geht es bereits morgens um 5 Uhr. Nicht sehr reizvoll. Doch zum  Glück gibt es den Sonntag. An diesem Tag legt die Fähre um 11 Uhr in Teneriffa ab und startet auf dem Rückweg um 13.00 Uhr in La Palma. Schnell war mein Starttag klar und ich kaufte ein Ticket im Internet. Doch wie bereits erwartet , ließ sich das Ticket auch dieses Mal wieder  nicht ausdrucken. Das kannte ich bereits von den Reisen nach La Gomera und El Hierro. So blieb nichts anderes übrig, als mich eine Stunde vor der Abfahrt mit all den anderen Reisenden doch noch einmal am Ticketschalter in einer langen Schlange anzustellen. Obwohl ich einen Berg voller Papiere dabei hatte, wurde dieses Mal  ausnahmsweise weder der Pass noch eine andere Legitimation verlangt. Alles umsonst mitgenommen :-).

Barranco bei Tazarcorte

Barranco bei Tazarcorte

Auf der Fähre dann die nächste Enttäuschung. 98% aller Parkplätze für die Fahrzeuge befinden sich im großen Schiffsrumpf im Schatten. 2% in der Sonne. Und trotz intensiver Bitte bekam ich einen Sonnenplatz, so dass Lasko nicht im Wagen bleiben konnte. Da Hunde in den Räumen auf der Fähre verboten sind, musste er solange in einen Gitterkäfig. Das setzte dem ansonsten so hartgesottenen Lasko ziemlich zu. Er zitterte und hatte wohl Angst, dass ich ihn dort unten im Schiffsbauch im dunklen Käfig zurück lassen würde. Ich konnte ihm leider nicht helfen und nur seine Decke und Wasser da lassen. Dann musste ich in den Passagierraum. Wie froh war Lasko, als er nach der Überfahrt endlich wieder auf seinen Stammplatz hinten in den Wagen springen durfte.

Roque de Muchachos - Tajinasten

Roque de Muchachos – Tajinasten

Kein guter Start. Doch der Aufenthalt auf der Insel war dafür umso schöner. Wir wohnten in einem einfachen Zimmer in Puerto Naos an der Westküste mit Blick auf Meer und Berge. Am ersten Tag unternahmen wir gleich zusammen mit einer anderen Frau, die im gleichen Haus wohnte, eine große Rundwanderung um die Südspitze der Insel. Es ging von dem Ort Los Canarios auf ca. 650 Höhenmetern herunter an die Inselküste nach Fara de Fuencaliente und auf einem Rundkurs wieder zurück. Auf diesem Weg konnten wir  die ersten großen Vulkane der Insel (San Antonio und den Teneguía) anschauen und besteigen. Der Teneguía ist erst 1972 durch einen Vulkanausbruch entstanden. Hier bewegt sich der Besucher der Insel tatsächlich auf heißem Boden. Auch lernte ich gleich am ersten Tag dort oben auf den Bergen den orkanartigen Wind kennen, der häufig so stark bläst, dass Wanderer wirklich bei jedem Schritt enorme Vorsicht walten lassen müssen. In Faro bestaunten wir neben dem Leuchtturm die großen Salinenfelder.

Salinenfelder in Faro

Salinenfelder in Faro

Faro de Fuencaliente

Faro de Fuencaliente

Herz am Wegesrand

Herz am Wegesrand

Weg nach Fuencaliente

Weg nach Fuencaliente

Kraterwand

Kraterwand

Gipfel des Vulkan Teneguía

Gipfel des Vulkan Teneguía

Vulkan San Antonio

Vulkan San Antonio

Am zweiten Tag nahmen wir uns den Norden der Insel vor. La Palma ist voller Berge und Vulkane. So ist eine Fahrt auf der kleinen Insel mit den relativ kurzn Streckenabschnitten dennoch häufig eine lange und anstrengende Kurvenfahrerei. Wir schauten uns die Nordküste mit den kleinen Orten Punta Gorda und El Castillo an. Aus Zeitmangel fuhren wir auf den höchsten Berg der Insel, den Roque de Los Muchachos (2460m) hoch. Viel lieber wäre ich natürlich hoch  gewandert. Doch bei den langen Anfahrtwegen ist eine so lange Wanderung am selben Tag kaum machbar. So unternahmen wir auf dem Grat, von dem aus die bekannten Observatorien zu sehen sind,  nur eine kleine Gipfelwanderung. Von dort oben boten sich wundervolle Ausblicke auf die Berge, die Küsten, auf Teneriffa und die Caldera. Wie ich später erfuhr, dürfen Hunde im Nationalpark ohnehin nicht mitgeführt werden. Hunde sind zumindest auf La Palma im Nationalparkgebiet grundsätzlich verboten. Wie schade. So fielen viele interessante Touren, über die ich im Vorfeld gelesen hatte, von vornherein für uns aus. Dennoch reichten die Zeit und die verbleibenden Strecken, um einen Überblick über die Insel zu erlangen.

Tajinaste

Tajinaste

Roque de Los Muchachos - Mirador

Roque de Los Muchachos – Mirador

Lasko beim Wandern

Lasko beim Wandern

Wind und Wolken auf der Cumbre

Wind und Wolken auf der Cumbre

Drachenbaum

Drachenbaum

Am dritten Tag brachte ich meine Bekannte zum Flughafen, da sie nach Teneriffa zurückfliegen wollte. Einmal auf der Ostseite der Insel, schaute ich mir die wunderschöne kleine Hauptstadt Santa Cruz de La Palma an. Besonders beeindruckend fand ich die vielen hübschen Häuser mit den alten und zumeist gut restaurierten Holzbalkonen. Auch eine Kunstausstellung konnte ich  am Wegesrand mitnehmen. Ein „Nachbau“ der Santa Maria ziert einen schattigen Platz und in den Markthallen gibt es ein großes Sortiment an einheimischen Produkten zu kaufen.

Blühende Balkone

Blühende Balkone

traditionelle Balkonhäuser in Santa Cruz de La Palma

traditionelle Balkonhäuser in Santa Cruz de La Palma

Nachbau der Santa Maria

Nachbau der Santa Maria

Lasko schläft - bewacht von einem Löwen

Lasko schläft – bewacht von einem Löwen

Markthalle in Santa cruz de La Palma

Markthalle in Santa cruz de La Palma

Auf dem Rückweg ging es wieder über die Berge und durch einen langen Tunnel durch die Cumbre. Zurück in dem großen Kessel, der Caldera Taburiente, hielt ich am großen Besucherzentrum im Nationalpark. Dort gibt es neben einem hübsch angelegten botanischen Garten sehr viele interessante Informationen über die Insel und die Vulkantätigkeit auf La Palma. Zum Abschluss des Tages machte ich noch einen kleinen Abstecher auf die Cumbrezita, von wo aus ich einen fantastischen Ausblick über die gesamte Caldera und die Höhenzüge hatte. Schön auch die Wolken, die über die Hänge vom Osten der Insel in die Caldera hinein schwebten.

LLa Palma - Nationalpark_1

Besucherzentrum Nationalpark

Besucherzentrum Nationalpark

Ginster

Ginster

Am vierten Tag wanderte ich von der Höhe in El Pilar aus auf der sogenannten Ruta de Los Volcanes. Immer auf dem Kamm, der Cumbre der Insel, ging es in ständigen auf und ab von Norden nach Süden. Da ich Lasko dabei hatte, war ich nicht so allein. Der Wind war heftig. Doch die Aussicht von dort oben über die vielen Vulkankrater einmalig.

Wind und Wolken auf der Cumbre

Wind und Wolken auf der Cumbre

Ruta de Los Volcanes

Ruta de Los Volcanes

Vulkankrater

Vulkankrater

Wanderweg um die Vulkane

Wanderweg um die Vulkane

Blick auf Teneriffa

Blick auf Teneriffa

Am fünften Tag machte ich eine kleine Rundwanderung um den Küstenort Tazarcorte. Es ging bei glühender Hitze steil an den Felsen der Küste hinauf bis zum Mirador de Time. Danach ging es nur noch ein wenig bergan, um dann auf einem Rundweg, der quer durch die Steilhänge führte, wieder nach Tazarcorte abzusteigen. Es blieb Zeit, um den kleinen Gebirgsort El Paso und den großen belebten Ort Los Llanos anzuschauen.

Mirador El Time

Mirador El Time

Schiff an Land - Tazarcorte

Schiff an Land – Tazarcorte

Wasserkanal

Wasserkanal

Blick auf Tazarkorte von der Steilküste

Blick auf Tazarkorte von der Steilküste

Ultra Marathon Transvulcania 2014

Ultra Marathon Transvulcania 2014

Tazarkorte - Strand

Tazarkorte – Strand

Am sechsten Tag wollte ich eigentlich noch das letzte Stück der Ruta de Los Volcanes wandern. Doch der Wind auf der Höhe war so heftig, dass ich mich nach einiger Zeit entschloss, zurück zu gehen und lieber noch einen Ausflug rund um den Inselsüden in den Osten der Insel zu machen. Dieser Teil wird auch der Garten La Palmas genannt, da es dort in allen Farben blüht und wächst. Den kleinen Abstecher auf die anderen Inselseite habe ich nicht bereut. Am letzten Tag noch einmal wunderschöne Natureindrücke.

Ausklingen konnte der Tag an einem Hundestrand im Westen der Insel, den ich durch Zufall auf dem Rückweg fand. Ich sah zwei spanische Frauen mit ihren Hunden an einen Strand gehen. Neugierig fragte ich, ob es  erlaubt sei, Hunde am Strand mitzunehmen. Beide erklärten mir, dass das am Ende des Strandabschnitts so üblich sei. Da gab es natürlich auch für Lasko und mich kein Halten mehr. Lasko tobte mit den anderen Hunden im Wasser herum. Und ich nahm mit den beiden Spanierinnen ein Bad im Atlantik.

La Bombilla - Leuchtturm

La Bombilla – Leuchtturm

Schwamm

Schwamm

Lasko am Strand

Lasko am Strand

Badefreude am Hundestrand

Badefreude am Hundestrand

Am gleichen Tag fand auf La Palma der Ultra Marathon, die  Transvulcania statt. Dabei laufen die Sportler über 83 Kilometer und 4000 Höhenmeter quer über die Insel. Bei dieser Hitze eine enorme Leistung. Klar, dass die Transvulkania auf der Insel überall das große Tagesgespräch war. Viele Sportler waren von weither angereist. Als ich am Sonntag auf der Fähre zurück fuhr, hatte Lasko seinen Schattenplatz im Wagen. Beruhigt konnte ich mich an Deck aufhalten. Dort reisten mit mir zusammen viele Sportler, die an der Transvulcania teilgenommen hatten heim. Stolz trugen sie ihre Finishershirts und die Medaillen um den Hals. Nur bewegen mochten sie sich an diesem Tag anscheinend nicht mehr so recht. Einige humpelten. Ich glaube, 83 Kilometer – das ist dann doch zu viel für Lasko und Frauchen.

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