Mit ‘Hilfe’ getaggte Beiträge

Mai in Bonn

Mai in Bonn

In Bonn wurde ich von milden warmen Sommertemperaturen empfangen. Der befürchtete Wechsel von der Sonneninsel Teneriffa in ein graues nasses Deutschland fiel zu meiner Freude aus. So stürzte ich mich auf Berge liegen gebliebener Post, notwendige Reparaturen und Ersatzbeschaffungen. Den größten Teil meiner Arbeiten kann ich im Moment von überall aus der Welt ausüben, so dass der Aufenthaltsort eigentlich keine Rolle spielt.

Holzbalken auf dem Dach

Holzbalken auf dem Dach

Dennoch freue ich mich immer sehr, wenn ich meine „Kunden“  von Jobcoaching Bonn nicht nur via Skype, sondern auch wieder (teilweise sogar zum ersten Mal) persönlich begrüßen kann. Für eine Radtour hat die Zeit noch nicht gereicht, aber das Tourenrad ist fertig gemacht und wartet nur auf den ersten langen Ausritt.

Bonner Drahtesel - Archiv 2014

Bonner Drahtesel – Archiv 2014

Und Lasko? Er genießt ausgiebige Spaziergänge am Rheinufer und in den weiten Wäldern um Bonn herum. Und er hat zu meiner Freude immer noch nicht gelernt, die Kühlschranktür zu öffnen. Doch dafür kann er nun etwas anderes. Lasko kann tatsächlich Türen verschließen. Und so kam es, dass ich von meinem eigenen Hund gestern ausgeschlossen wurde. Ich baue in meinem Jahr des Bauens auch in Bonn weiter :-). Zurzeit wird eine kleine Dachterrasse oben auf dem Dach vor meiner Wohnung, die sich im obersten Geschoss befindet, angelegt. Da das Wetter gestern so herrlich warm war, beschloss ich mein kleines Frühstück oben auf dem Dach einzunehmen. Ich genoss die Sonne auf der Haut und den Blick auf die grünen Wälder und den blauen Himmel. Da hier oben auf dem Dach keine Umrandung ist, hatte ich Lasko in der Wohnung gelassen und die Terrassentür angelehnt.

Mai in Bonn

Auf dem Dach lässt es sich ungestört frühstücken

Lasko fand es anscheinend blöd, so allein in der Wohnung zu sein. Er beschloss mir auf das Dach zu  folgen. Dass er Türen öffnen kann, indem er auf die Klinken springt, ist mir bekannt. Aus diesem Grund habe ich die Wohnungstür ständig abgeschlossen. Doch als schlauer Labrador versucht er es immer wieder. So sprang er auch gestern auf den Türgriff der Balkontür, die sich jedoch nicht öffnete, sondern schloss. Ich hörte das Geräusch des „Schnappers“ auf dem Dach und lief sofort zur Tür. Lasko schaute ein wenig verwirrt von innen aus dem Fenster und ich schaute noch verwirrter von außen zu ihm hinein. Da er keinen Hebel hochlegen kann, war klar, dass er mir nicht helfen könnte. Was machen?

Lasko hinter der Scheibe - Archiv 2009

Lasko hinter der Scheibe – Archiv 2009

Ich versuchte die Tür aufzudrücken, hebelte mit einem alten Schraubenzieher am Toilettenfenster, das gekippt war, herum. Nichts half. Nach zwei Stunden entschloss ich mich zu zaghaften Hilferufen von Dach, die nach einer weiteren halben Stunde von einem Ehepaar, das ca. 200 Meter entfernt wohnt, gehört wurden. Als die beiden netten Nachbarhelfer zu unserem Häuserblock eilten, freute ich mich sehr. Ich rief vom Dach,  dass kein wirklicher Notfall vorläge, ich jedoch  Hilfe benötigen würde. Obwohl ich einen Ersatzschlüssel bei anderen Nachbarn deponiert hatte, half dieser – wie sich nach weiteren 20 Minuten herausstellte – nichts, da ich wegen Lasko die Tür von innen abgeschlossen hatte.

Der hilfsbereite Nachbar  schrie von unten zu mir aufs Dach hinauf, dass ich nun nur noch zwei Möglichkeiten hätte: 1. einen Schlüsseldienst zu bestellen, der feiertagsbedingt sehr teuer werden würde oder 2. ein Fenster einzuschlagen. Um hier eine Hilfe zu geben, bot er mir freundlicherweise an, einmal unverbindlich beim Bonner Schlüsseldienst nachzufragen. Das Angebot nahm ich dankbar an.

keine Rettungsaktion - Kran hebt Holz auf das Dach

keine Rettungsaktion – Kran hebt Holzbalken auf das Dach

Lasko saß vor der Scheibe und schaute heraus. Und ich stand vor der Scheibe und schaute hinein. Draußen vor der Tür. Irgendwie ärgerte ich mich doch sehr über die nicht so angenehme Situation. Voller Wut trat ich mit dem Fuss gegen den Türrahmen und schrie das Sch…wort. Und siehe da. Die Tür sprang auf. Lasko hatte zwar ein wenig, aber anscheinend nicht vollständig verriegelt.

Völlig verblüfft standen Lasko und ich uns gegenüber. Wer sich mehr gefreut hat, weiß ich nicht. Lasko hatte seine Fütterin wieder und ich hatte nur eine Macke in der Tür, aber den Schlüsseldienst gespart.

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Vielleicht ist Euch aufgefallen, dass ich kaum noch zum Bloggen komme. Grund ist, dass ich von einem Hund gebissen wurde und bis heute mit den Folgen des Bisses kämpfe. So hatte ich mir meine Zeit hier auf Teneriffa eigentlich nicht vorgestellt. Geplant waren ausgiebige Radtouren, Wanderungen und die Entdeckung neuer Wanderwege. Ich wollte schreiben und viel fotografieren. Doch mit dem 26. September kam alles anders.
Der Tag fing gut und freundlich an. Nachdem ich mit Lasko meine Morgenstrecke gewandert war, beschloss ich ein wenig Rad zu fahren. Der September ist sehr warm hier und so war der Tag ideal zum Radfahren, denn der Himmel war am frühen Morgen noch bewölkt. Mein Ziel war am Ende der Saison in den Teide Nationalpark über 2000 Höhenmeter hoch zu fahren. So musste ich ein wenig trainieren. Ich fuhr an diesem Morgen von Los Gigantes ungefähr 400 Höhenmeter hoch in Richtung Tamaimo. Als ich das geschafft hatte, war ich zufrieden mit mir und wollte mich entspannt an die Küste zurückrollen lassen. In meinen Gedanken freute ich mich schon auf Dusche und Frühstück.
Da es bergab ging, hatte ich ein wenig Geschwindigkeit drauf. Hinter einer Kurve registrierte ich im Vorbeifahren drei Hunde, die dort ohne Besitzer frei am Straßenrand herum liefen. Zwei kleine kläffende „Wuschelhunde“ und einen Schäferhund. Auch Sie hatten mich entdeckt und kläfften und schienen mir kläffend zu folgen. Ich habe keine Angst vor Hunden. Dennoch war mir in der Situation etwas mulmig. Denn ich war mit meinen Klickies in den Pedalen fixiert und hatte Angst, dass mir die Hunde in mein Rad laufen könnten oder mich zu Fall bringen könnten. So trat ich in die Pedale, um schnell von dieser Stelle fortzukommen.
Ich bemerkte, dass die beiden kleinen Kläffer hinter mir her liefen. Was ich nicht bemerkte, dass der Schäferhund mich zu jagen begann. Hätte ich das gewusst, wäre ich vielleicht stehen geblieben. Doch so war ich höchst wahrscheinlich eine gute und leichte Beute für ihn. Ob die erste Beute weiß ich bis heute noch nicht. Plötzlich spürte ich einen starken Schmerz oberhalb der linken Ferse und schaute zu meinem Fuß herunter. Ich sah, dass der Hund sich in mir verbissen hatte. Ich war so überrascht und geschockt, dass ich einige Minuten Gedächtnisverlust habe. Ich weiß nicht mehr, wie ich vom Rad kam und ich weiß auch nicht mehr, wie ich aus den Klickies kam. Doch die Hunde liefen weg und ich sah noch, wie sie in ein großes Anwesen, das gelb angestrichen war, verschwanden.
Doch nach einigen Minuten kamen sie wieder. Dieses Mal nahm ich das Rennrad hoch und hielt es zwischen mich und die Hunde und schrie sie an. Das machte mich groß und sollte auf die Tiere Angst einflößend wirken. Meine Idee schien zu funktionieren und sie liefen weg. Wieder verschwanden sie im Garten des großzügigen Anwesens, das direkt an der Hauptstraße lag und die Hausnummer 106 hatte.
Geschockt und stark blutend stand ich allein am Straßenrand und zitterte. Ein Auto mit zwei jungen italienischen Touristen fuhr an mir vorbei und hielt an. Zwei junge Männer sprangen heraus, weil sie dachten, dass ich gestürzt sei. Sie fragten, ob sie mir helfen könnten. Sie stellten mein Rad ab, halfen mir mich hinzusetzen und riefen die Polizei. Durch Zufall fuhr ein Ambulanzwagen vorbei, dessen Sanitäter mir einen ersten kleinen Notverband verpasste.
Dann kam die Polizei mit drei Personen. Sie schauten kurz auf meine Wunde und sprachen mit den italienischen Touristen, die auch noch die Hunde in dem Anwesen hatten verschwinden sehen. Die Polizisten machten sich Notizen. Die Touristen und der Ambulanzwagen fuhren weiter. Dann meinte einer der Polizisten zu mir, dass sie mich in die Ambulanz bringen würden. Doch zunächst müsse ich wohl selber mit dem Rennrad nach Hause rollen, denn das passe nicht in den Polizeiwagen. Mein notdürftiger Verband war rot vor Blut. Aber mir blieb nichts anderes übrig, als noch einmal auf mein Rennrad zu steigen und den Berg hinab zu rollen. Zum Glück musste ich dabei den Fuß nicht bewegen.
Nach sieben Kilometern war ich zu Hause. Nun begann die Wunde mehr und mehr zu schmerzen und zu bluten. Ich zog mich notdürftig um. Dann erschien ein Streifenwagen der Polizei, der mich mit zwei Beamten zur Ambulanz bringen sollte.

…….Fortsetzung folgt und ich verspreche, dass es spannend wird………

Lasko und die Steinmännchen

Lasko und die Steinmännchen

Gestern – wir waren auf einen ziemlich kurzen Wanderung, da es ordentlich stürmte und oben in den Bergen recht kalt war. Ich fand das Wetter klasse. Aber Leonie ist mittlerweile ziemlich sonnenverwöhnt und friert bereits bei dem leichtesten Windstoss. Wie soll das nur in Deutschland werden?

Auf dem Rückweg sahen wir kleine Steinmännchen und Leonie versuchte ein paar Fotos zu machen (Wiederholung: Kamera defekt – Bilder haben schlechte Qualität – Kamera muss zur Reparatur – stop). „So ein Mist“, stöhnte sie, als die Kamera mal gerade wieder bei den schönsten und größten Steinmännchen den Dienst versagte. Schließlich legte sie selber Hand an und baute ihr erstes Steinmännchen. Und….die Kamera funktionierte…zumindest ein bisschen. Zufrieden grinste Leonie und baute weiter. Als das Steinmännchen bereits recht groß war, wollte ich auch mal Pfote anlegen und mit helfen. „Lasko“, schrie Leonie böse. Na gut, ich gebe es zu. Ich bin wohl kein so geschickter Steinmännchenbauer. Malen kann ich besser. Das Steinmännchen war krachend zusammen gekracht. Ich hatte nur mal ein bisschen daran geschnüffelt. Warum fällt das blöde Ding auch gleich um?

Zur Strafe musste ich mich dann zwischen zwei andere Steinmännchen setzen und solange still halten, bis Leonie mit der defekten Kamera ein Foto gemacht hatte. Ach fiel mir das schwer. Aber das zerstörte Steinmännchen hatte ich noch nicht verdrängt und so tat ich Leonie den Gefallen.

Heute – wir können für follygirl Petra unsere Steinmännchen präsentieren. Lasko proudly presents Steinmännchen (cairns)  gebaut von Leonie und zerstört by……lassen wir das….das war gestern.

Steinmännchen

Steinmännchen

Steinmännchen

Steinmännchen

vorher

Leonie Steinmännchen vorher

nachher

Leonie Steinmännchen nachher

Steinmännchen

Steinmännchen

Steinmännchen

Steinmännchen

das ist kein Steinmännchen

das ist kein Steinmännchen, aber was ist das?

RÄTSEL   Wer weiß was ich da gefunden habe? RÄTSEL

Morgen –  ich werde mich auf mein Sofa zurückziehen und einmal ganz genau darüber nachdenken, wann und wem ich meine Hilfe zur Verfügung stellen soll. Vielleicht ist ab und zu ein wenig Zurückhaltung besser, als gut gemeinte  Hilfe, die letztlich nur zu Ärger führt. Zu dem Thema fällt mir noch so Einiges an. Aber na gut, morgen ist auch noch ein Tag. Gute Nacht.

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Zunächst möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei allen fleißigen Kommentatoren,  die am Freitag, den 6. Januar  auf meine Anfrage zur Ideenparty geantwortet haben, bedanken. Ich konnte die Kommentare leider nicht zeitnah beantworten, da die für das Internet zuständige Servicekraft in unserer Wohnanlage wieder einmal im „Weihnachtsurlaub“ und das Internet daher verwaist war. Ich lief von Freitagmorgen bis jetzt in Puerto Santiago herum und habe versucht in unterschiedlichsten Internetcafés ein WLAN zu finden. Also seid mir bitte nicht böse, dass sich meine Kommentare und meine Besuche bei Euch verzögern. Keiner wird vergessen und ich hole alles nach.

Jetzt zur IDEENPARTY. Nach Euren tollen Reaktionen möchte ich es zum nächsten Montag einfach mal mit einer Ideenparty versuchen. Ich möchte das Ganze möglichst ohne Anmeldung und Verwaltungsaufwand gestalten und habe mir den Erstversuch folgendermaßen überlegt:
1.    Ich bitte Euch hiermit (vielleicht kennt Ihr ja auch noch andere Blogger oder Personen, denen Ihr die Bitte weiterleiten mögt), mir einfach eine Mail mit a) einem Wunsch und b) dem Hindernis zukommen zu lassen. Wer jetzt noch keinen Wunsch hat oder diesen vielleicht erst später benennen will, kann dennoch auf jeden Fall mitmachen. Alle Ideen und kreativen Einfälle sind gefragt.
2.    Am nächsten Montag (hoffentlich spielt das Internet hier mit) werde ich mit einer Verlinkung zu Eurem Blog (sofern Ihr das wollt) hier den ersten Wunsch und das Hindernis bekannt geben. Je nachdem, wie viele Wünsche und Hindernisse mir von Euch zugehen, könnten wir das Ganze jeden Montag (8 tägig, 14 tägig oder 21tägig) wiederholen.
3.    Jeden Montag werden nur ein Wunsch und ein Hindernis (Reihenfolge nach Eingang bei mir) in der Ideenparty bearbeitet. Ich hoffe doch sehr, dass viele Wünsche und Hindernisse von Euch bei mir eingehen. Wenn Ihr jetzt noch keine Wünsche habt, vielleicht fallen Euch später welche ein. Traut Euch, denn jeder hat doch sicher einen Wunsch mit Hindernis? Ich werde alle Eingänge sammeln und sie nach und nach am Montag posten.
4.    Wenn am Montag hier tatsächlich der erste Wunsch und das erste Hindernis von Euch erscheinen sollte (so Ihr Wünsche habt und mein Internet mitspielt), sind alle die wollen aufgerufen, Tipps, Ratschläge, Ideen, Hinweise, Links und was Euch sonst noch so einfällt dazu zu benennen. Kein Hinweis oder Ratschlag, der einem Menschen nützlich sein kann, kann zu dumm sein. Bitte traut Euch.
5.    Ich werde den Beitrag über die Woche dann vorne bei mir im Blog stehen lassen, so dass unter der Woche noch weitere Hinweise folgen können. Derjenige, dessen Hindernis in der Ideenparty bearbeitet worden ist, kann die Hinweise einsammeln und natürlich auch per Rückfrage in Kontakt treten.
6.    Im Ergebnis wird der „Wünschende“ dann hoffentlich seinem ganz  persönlichen Wunsch oder Traum ein kleines oder sogar großes Stück näher gekommen sein.  
7.    Passieren wird keinem etwas – und wenn nur Gutes – versprochen. Bitte traut Euch.

Dann kann es los gehen:  ERSTVERSUCH IDEENPARTY
Ich warte auf Eure Wünsche und Hindernisse!!!!!! Und bitte am Montag alle dabei sein und mitmachen.

Ich wünsche Euch einen Wunsch reichen Tag.

Hilfe

Veröffentlicht: 27. November 2011 in Leonies Leben 2011
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Ich habe in den letzten Tagen ein sehr schlechtes Internet und kann daher kaum noch zugreifen. Werde Eure Artikel alle später lesen. Nun kann ich nur noch ein wenig auf dem IPAD schreiben, da mein Notebook mir sagt, dass die Drahtlosverbindung deaktiviert ist. Ich habe den Computer wiederhergestellt, was nichts bewirkt hat. 

Weiss jemand, wie ich die Drahtlosverbindung wieder aktivieren kann. Bin für jeden Tip dankbar.

 

viele Grüsse

Schreie im Haus

Veröffentlicht: 2. Juli 2011 in Leonies Leben 2011
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Gestern morgen ist mir bei meiner morgendlichen Laufrunde mit dem Hund etwas sehr merkwürdiges passiert. Ich lief hinter den Gärten einer Häuserzeile lang. Rechts neben mir waren Wiesen und Felder. Links lagen die Gärten mit den Wohnhäusern. Häufig sind morgens gegen sieben, wenn ich meine Runde drehe, noch bei vielen Häusern die Rollläden herunter gelassen. Im Winter bei Dunkelheit sehe ich auch häufig ein Licht nach dem anderen angehen. Manchmal sehe ich vereinzelt Menschen am Frühstückstisch sitzen oder aus dem Haus hasten. Ein großes Haus, an dem ich auch jeden Morgen vorbei laufe, wirkt auf mich wie eine kleine Festung. Dort sind zumeist die Rollläden herunter gelassen und Licht- und Sicherheitsanlagen sollen das Anwesen anscheinend vor Einbrechern schützen. Es ist mit einem hohen Zaun und dickem Gebüsch umgeben. In Gedanken habe ich mich manchmal gefragt, wer denn dort wohl wohnt. Ich habe aber noch nie einen Menschen dort gesehen. Jedenfalls nicht bis gestern.

Gesten nun hörte ich bereits kurz bevor ich dieses Grundstück erreichte, Schreie aus dem Haus dringen. Ich kann gar nicht genau beschreiben, wie sich das anhörte. Es waren jedoch eindeutig nicht fröhliche oder spielerische Kindergeschrei und auch keine Lustschreie. Die Schreie hörten sich richtig beängstigend an – so als ob tatsächlich jemand in Not ist. In meinem Kopf fing es an zu rattern. Was sollte ich machen? Kamen die Laute aus dem Fernseher oder Radio? Nein, danach hörte es sich nicht an. Einfach ignorieren und weiter laufen? Das konnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Was, wenn wirklich jemand in Not war und ich würde es einfach ignorieren? Wenn Hilfe nötig war, wollte und musste ich helfen. Ich blieb stehen. Die schrecklichen Schreie hörten einen Moment auf.

Ich atmete auf und wollte schon fast beruhigt weiter gehen. Dabei dachte ich, dass ich mich zum Glück nun doch nicht in fremde Angelegenheiten einmischen müsste. Erleichterung stellte sich ein. Doch gerade als ich die Leine des Hundes fester ergriff und durchstarten wollte, ging das Geschrei wieder los. Da fasste ich meinen Mut zusammen und rief mit meinem Handy die Polizei an. Ich mische mich wirklich recht ungern in fremde Angelegenheiten ein, aber hier hatte ich wirklich das Gefühl, dass Hilfe dringend notwendig war. Ich erklärte die Situation und bereits nach weniger als 5 Minuten hielt ein Polizeiwagen vor dem Haus. Die Beamten klopften und klingelten an der Haustür, wurden anscheinend jedoch nicht herein gelassen. Die Schreie hatten nun aufgehört. Ich mußte jetzt einfach weiter beobachten, was hier weiter passieren würde und schaute durch das Gebüsch auf das Geschehen.Was steckte wohl hinter den Schreien?

Ein Polizist schien dann doch durch eine offene Seitentür in das Haus gelangt zu sein und ich hörte aus dem Haus laute Flüche, Geschrei und sah dann wie ein anscheinend volltrunkener Mann an einen herbei gerufenen Sanitätsdienst übergeben wurde. Ich lief weiter und fragte mich, welche Geschichte wohl hinter diesen Schreien und dem Mann steckt.Vielleicht erfahre ich es eines Tages und werde es dann gerne hier weiter erzählen.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und Hilfe, wenn sie denn gebraucht wird.