Mit ‘Hochwasser’ getaggte Beiträge

Fahrradweg unter Wasser...

Fahrradweg unter Wasser…

Gesperrte Wege

Gesperrte Wege

Gestern wollte ich mit dem Fahrrad ein wenig in südlicher Richtung am Rhein entlang fahren. Doch so einfach ging das nicht. Bereits nach kurzer Zeit stellte ich fest, dass der Rhein durch die Regenfälle der letzten Zeit an vielen Stellen  über die Ufer getreten ist.

Rheinpromenade unter Wasser

Rheinpromenade unter Wasser

Hochwasser am Rhein

Hochwasser am Rhein

Ein kleiner Umweg durch die Felder ist im Moment ratsam

Ein kleiner Umweg durch die Felder ist im Moment ratsam

So wurde es dann eine kleine Fahrt mit Hindernisse. Ab und zu konnte ich auf Ersatzwegen durch die am Rhein liegenden Felder und Wiesen ausweichen. Dort konnte ich mich an den schönen roten Farbtupfern (Mohnblumen) erfreuen.

Bootssteg unter im Rheinwasser

Bootssteg unter im Rheinwasser

Felder mit Mohnblumen

Felder mit Mohnblumen

ein kleiner Morastersatzweg

ein kleiner Morastersatzweg

An anderen Stellen ging es über morastige Ersatzwege in einem sehr gemäßigten Tempo voran. Und ab und zu führte der Fahrradweg unmittelbar in das seicht aussehende Wasser. Nach fünf Umwegen, traute ich mich. Ich fuhr trotz Warnschild „Hochwasser“ einfach weiter, war mir allerdings nicht so sicher, wo genau die nasse Radtour enden würde.  Das Fahrrad wurde jedenfalls nach der schlammigen Morastfahrt gut abgespült, denn die Reifen waren ab und zu bis zur halben Höhe unter Wasser. Ein Wasser(fahr)rad – auch nicht schlecht. Ich kam nach hundert Metern wieder am trockenen Ufer an. Nasse Füße blieben nach diesem kleinen Abenteuer natürlich nicht aus.

Kommt gut und trocken in die neue Woche.

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Uferstreifen unter Wasser

Uferstreifen unter Wasser

Auf Teneriffa werde ich ja nicht gerade mit zu viel Wasser von oben „verwöhnt“. Doch der Wettergott, der für Bonn zuständig ist, meint es seit zwei Monaten anscheinend wassermäßig recht gut mit der Region. Wie im gesamten Westen und Südwesten von Deutschland kamen in den letzten Wochen und Tagen Unmengen Wasser vom Himmel. Es schüttete teilweise wie aus Kübeln. Der Waldboden in der näheren Umgebung gleicht einer Mo0rlandschaft. Gummistiefel können daher bei Hundespaziergängen nie schaden. Gestern trat dann der Godesberger Bach über die Ufer und ein großer Teil von Bonn Mehlem stand unter Wasser. Schlimm für viele betroffene Hausbesitzer, deren Keller voll liefen und die teilweise auch Hab und Gut verloren. Sicher auf Deutschland bezogen im Moment keine Besonderheit. Die Medien sind voll mit Berichterstattungen über die Wasserfluten. Ganz schlimm, wenn es dann noch Tote und Verletzte zu beklagen gibt.

Der Rhein - ein Strom

Der Rhein – ein Strom

Panorama Rheinpromenade

Panorama Rheinpromenade

Nach einigen Tagen Hausarrest wegen Wetter und Wasser, zog es mich heute Morgen dann doch mit dem Fahrrad an den Rhein. Der Rhein stellt sich im Moment als reißender Strom dar, der auf beiden Uferseiten  über die Ufer getreten ist. Bäume, Büsche und Wiesen im Wasser. Und die Lastkähne, die flussaufwärts fahren, haben ordentlich mit der starken Strömung zu kämpfen. Auch recht viel Treibgut ist in den reißenden Fluten zu sehen. Ein rostiges Fass rauscht an mir vorbei. Flaschen, Plastik, aber hauptsächlich große Holzstücke. Die Uferwege, die das Wasser wieder frei gegeben hat, sind  mit Treibholz übersät. Da gibt es einiges für den Ordnungsdienst aufzuräumen. Oder wird der Rhein noch höher steigen?

Rheinufer überschwemmt mit Enten

Rheinufer überschwemmt mit Enten

"Bunter Baum"

„Bunter Baum“

Frachtkähne haben gegen die Strömung kein leichtes Spiel

Frachtkähne haben gegen die Strömung kein leichtes Spiel

Rheinufer, Radweg und viel Holz

Rheinufer, Radweg und viel Holz

Treibholz und Wasser auf dem Rheinuferweg

Treibholz und Wasser auf dem Rheinuferweg

 

 

Ein Wetterlichtblick: Nach den vielen regennassen grauen Tagen und dem beständigen kühlen Frühnebel und Dunst zeigte sich heute am Sonntag endlich wieder die Sonne. Und sofort waren die Uferpromenaden voll mit Spaziergängern, Radfahrern und Treibholzsammlern.
Euch allen wünsche ich einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die Woche.

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Steinerne Figuren säumen den Weg - Angkor Thom

Steinerne Figuren säumen den Weg – Angkor Thom

Nach dem beeindruckenden Besuch von Angkor Wat fährt uns unser Tuk Tuk Fahrer zu dem nächsten Tempelkomplex. Etwa fünf Kilometer von Angkor Wat liegt Angkor Thom. Wir knattern mit dem Tuk Tuk durch grüne Wälder, die allerdings – wie im Moment das ganze Land – ein wenig unter Wasser stehen. Große Bäume, die in ihrem Leben bestimmt schon viel gesehen hatten, um uns herum. Immer wieder ragen aus dem Grün Reste in Form von Mauern, Statuen und Steinen aus der Khmer Zeit heraus.

 

mit dem Tuk Tuk unterwegs

mit dem Tuk Tuk unterwegs

Durch ein großes Tor, dessen Zufahrt mit steinernen Tieren gesäumt ist, geht es auf das 3 Quadratkilometer große Gelände von Angkor Thom. Der erste große Tempel, der den Besucher erwartet, ist der Bayon aus dem späten 12. Jahrhundert. Er besteht aus 37 steinernen Türmen und seine Silhouette ist neben der von Angkor War wohl die bekannteste hier in Siem Reap. Bereits ein wenig müde, ersparen wir uns nun die genaue Erkundung jeden Quadratmeters, den wir noch in Angkor Wat mitgenommen haben. Doch zwei Umrundungen im inneren und äußeren Bereich sind für uns selbstverständlich. Dann geht es in die kühlen Gemäuer, in denen buddhistische Altäre in einigen dunklen felsigen Ecken stehen. Überall werden dort umsonst oder gegen eine kleine Spende Glücksbänder angeboten.

 

Steine, Steine, Reliefs

Steine, Steine, Reliefs

Mittlerweile trage ich davon einige um den Arm. Kann ich so viel Glück tragen und vertragen?  Mein letztes Band aus Thailand hat fast vier Jahre gehalten und wurde immer dünner. Anfang dieses Jahres ist es dann gerissen. So wurde es Zeit, ein neues Band aus Asien zu bekommen :-). Im Bayon steigen wir viele Stufen hoch und runter. Während Angkor Wat ein hinduistischer Tempel ist, ist der Bayon ein buddhistischer Ort. Auch hier wieder viele Reliefs, die neben Kriegsszenen, Markttreiben und Schachspielern auch eine Geburt abbilden.

Steile Treppen

Steile Treppen

 

Immer noch auf dem Gebiet des Angkor Thom wandern wir in den nächsten zwei Stunden über hübsch angelegte Grasflächen und durch wilde Natur. Der Reihe nach besichtigen wir hier sieben weitere Tempel und Sehenswürdigkeiten.

Buddha - Angkor Thom

Buddha – Angkor Thom

Dazu gehört der Baphuon, ein großer Tempel aus dem 11. Jahrhundert. Wie viele andere Tempel hier in Siem Reap, wird auch der Baphuon gerade restauriert. Doch die Restauration dieses Tempels hat bereits vor Jahrzehnten begonnen. Im Krieg gingen allerdings die Pläne verloren und tausende von Steinen mussten wie ein Puzzle neu zusammengesetzt werden.

Relief

Relief

 

In Angkor Wat arbeiten Wissenschaftler der Universität Köln. In anderen Tempeln arbeiten Teams aus anderen Ländern.Auch die EU und die UN stellen Geld bereit. Ein Fremdenführer verrät uns, dass Kambodia leider selber nicht viel unternimmt und sich auf die ausländischen Gelder verlassen würde. Auf die Frage, wohin denn die hohen Eintrittsgelder, die täglich doch mehr als 1 Mi. Euro betragen dürften, gingen, erklärte uns eine Dame im deutschen Pavillion in Angkor Wat, dass Betreiber der Tempel eine private Gesellschaft sei und die Gelder nicht oder zumindest nicht vollständig in die Restaurierung und Erhaltung fließen würden.

Relief

Relief

Lassen sich so die vielen Luxuskarossen erklären, die hier in dem armen Land auf den Straßen unterwegs sind?

Natur - große Bäume, alte Mauern

Natur – große Bäume, alte Mauern

 

Zu den Sehenswürdigkeiten auf dem Gebiet von Angkor Thom gehören auch zwei riesige Terrassen, von denen sich ein schöner Aus- und Überblick bietet. Die Elefantenterrasse und die Königsterrasse . Beide Bauwerken, die jeweils ungefähr 300 Meter lang sind, sind buddhistischen Ursprungs. Hohe Mauern, Reliefs und Statuen umgeben und schmücken die nebeneinander liegenden Terrassen. Auch eine Tempel mit einer großen Buddhastatue ist in der Nähe. Zwischendurch gibt es für uns frische Ananas und eine Kokosnuss zur Stärkung.

eine kleine Stärkung wird vorbereitet

eine kleine Stärkung wird vorbereitet

 

Touristen aus aller Welt bestaunen das Weltkulturerbe

Touristen aus aller Welt bestaunen das Weltkulturerbe

Dann geht die Tempeltour weiter. Wir besuchen noch den Tempel Ta Keo. Er ist über einen langen Zuweg zu erreichen und wirkt innen dunkel und verwinkelt. Weiße Kühe grasen in der Nähe und kleine Kinder spielen zwischen den vielen großen und kleinen Mauern verstecken. Dieser Tempel ist aus dem 11. Jahrhundert. Wir können die gesamte Tempelanlage der Länge nach durchwandern und unser Fahrer wartet auf der anderen Seite auf uns.

Kinder spielen verstecken

Kinder spielen verstecken

Die Tempel liegen alle nur wenige Kilometer von einander entfernt. Aber kurzes Ausruhen während der Fahrt im Tuk  Tuk mit frischem Fahrtwind muntert wieder auf.

Wurzeln

Wurzeln

 

Wurzeln

Wurzeln

Wir besuchen noch einen weiteren Tempel und kommen zum Abschluss der Tour zum Tempel Ta Prohm. Dieser Tempel hat mir neben Angkor Wat am Besten gefallen. Ein langer Zuweg führt zu dem viereckig angelegten Tempel. Hier hat die Natur die Steine fest im Griff. Riesige Bäume umsäumen die Tempelanlage. Ihre dicken Wurzeln ranken sich an allen Seiten über das Mauerwerk. Beeindruckende Bauwerke – starke wilde Natur.

Elefant - Angkor Thom

Elefant – Angkor Thom

 

Hier könnte ein Drehort für mystische oder auch Horrorfilme sein. Der Ort wirkt wie aus einer anderen Welt. Ich kann mich gar nicht satt sehen an der üppigen Natur, die hier um die alten Felsen wuchert. Besucher lassen sich alle gerne neben den großen Wurzeln ablichten. Auch ich versuche ein wenig zu fotografieren. Doch das Licht ist für mich schwer zu handhaben. Zwischen den Mauern ist es dunkel. Doch von oben scheint die Sonne gleißend durch das Blätterdach der hohen Bäume.

 

Prasat Kavan - in der Abendsonne

Prasat Kavan – in der Abendsonne

Zum Abschluss des Tages sehen wir dann doch noch den wirklich „allerletzten“ Tempel, den Prasat Kravan, ein kleiner Hindutempel  aus dem 10. Jahrhundert. Nun kommt die Sonne langsam aus der Höhe und das Licht über dem gelben Gemäuer schimmert rötlich. Ich sitze auf den alten Felsen und schaue auf die weite grüne Landschaft vor mir. Weiße Kühe mit Halsbändern grasen um den Tempel. Ein friedlicher Moment und ein wunderschöner Abschluss für einen einzigartigen Tag.

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