Mit ‘Hundegedanken’ getaggte Beiträge

Lasko ist es warm

Lasko sinniert

Gestern:  Der April brachte uns warme Temperaturen. Nein, der April brachte uns teilweise richtige Hitze. Nicht nur zu Ostern schien die Sonne über der Küste und erfreute die Touristen, die sich am Strand sonnten und in den Wellen badeten. Ist es im Winter manchmal in unseren Räumen ein wenig kühl, genießen wir nun die schützende Kühle der inneren Räume. Jedenfalls ich tue das. Und ich habe das Gefühl, dass sogar Leonie sich über ihren „coolen“ Schreibplatz freut.

Doch am frühen Morgen und am Abend zieht es mich auf die Terrasse. Dann döse ich auf meinem Sonnenbett und beobachte die Nachbarkatzen, die durch die Büsche schleichen. Nur die Papageien, die auf der großen Agave hinter dem Haus sitzen, die stören mich ab und zu mit ihrem Gekreische. Wenn Leonie nicht in der Nähe wäre, würde ich dieses gefiederte Volk ordentlich verbellen. Aber ich wohne hier nun mal mit Leonie und Leonie mag es überhaupt nicht, wenn ich auf dem Balkon belle. Also lasse ich es, denn ich will ja heute Abend auch wieder etwas Knochen vom Lammkotelett abbekommen.

Wenn es dunkel wird, beobachten wir den Sternenhimmel mit den vielen glitzernen Sternen über uns. Von der Terrasse sehen wir die Lichter von La Gomera und bei klarer Witterung auch die Lichter von La Palma. In  der Nacht ist es angenehm kühl und ab und zu schlafen wir auf der Terrasse ein.

Anfang April waren wir eine Woche auf El Hierro zum Wandern. Erst habe ich mich gefreut, dass ich mal wieder ordentlich rauskomme. Aber dann sind wir fast täglich 20 Kilometer gelaufen. So viel „Gassi gehen“ war selbst für mich zu viel. Ehrlich gesagt, war ich froh, als wir wieder auf Teneriffa waren und Leonie sich auf ihre Artikel stürzte. So konnte ich mich über Ostern erst einmal gut ausruhen.

Auf der noch nicht frei gegebenen Autobahn zum Gipfel.

Auf der noch nicht frei gegebenen Autobahn zum Gipfel.

Leonie wollte Ostern etwas Neues ausprobieren. Mit Freunden aus ihrem Spanischkurs wollte sie auf ein Rennrad steigen. Manchmal verstehe ich die Menschen nicht. Reicht es nicht, dass Ihr einen Wagen und Füße habt?  Nein, für Leonie reicht es nicht. Ab und zu steigt sie auf ein Pferd, um damit durch die Gegend zu reiten. Und nun stieg sie über Ostern auch noch auf einen Drahtesel. Ein Rennrad, mit dem sie über 1000 Höhenmeter bewältigen wollte. „Warum die Plackerei? Warum machst Du Dir das Leben so schwer?“ wuffte ich. Doch Leonie hörte mir nicht einmal zu. „Das ist doch mal eine ganz neue Erfahrung mit einem Rennrad zu fahren, Lasko“. Na meinetwegen, solange ich nicht auf dem Rennrad mitfahren muss. So fuhr Leonie am Ostersonntag also einen steilen Berg mit Freunden aus dem Spanischkurs hoch und ich suchte allein Ostereier. Nee, das war ein Scherz. Ich suchte natürlich keine Ostereier, sondern Lammkoteletts. Und die waren sicher verschlossen im Kühlschrank, den ich immer noch nicht öffnen kann.

Aber ich kann die Haustür öffnen. Und als unsere Nachbarin kam und Leonie besuchen wollte, öffnete ich – höflich wie ich bin – die Tür. Die Nachbarin staunte nicht schlecht, dass ich allein zu Hause war. Und Leonie, die gerade von ihrer Radtour kam staunte noch mehr, dass ich ihren Besuch bereits hinein gelassen hatte.

Heute: Es wird warm und wärmer. Gegen 12.00 Uhr war es so warm, dass Leonies I-Pad überhitzte und nicht mehr arbeitete. Sie legte es zum Abkühlen in den Kühlschrank. Das ich bei der Gelegenheit einen Knochen erbettelte, versteht sich von selbst :-). Betteln ist eine Aktivität, der ich trotz Hitze noch gerade nachgehen kann. Der Rest? Bewegung? Sport und Wandern? Nein danke – ohne mich. Ich genieße die erfrischende Kühle der Fliesen oder döse auf meiner Decke und träume von Knochen und Fleisch, das mir in den Rachen fliegt.

Morgen: Leonie hat sechs kanarische Inseln besucht. Reicht das? Mir ja. Leonie nicht. Und so heißt es auf zu neuen Ufern. In 10 Tagen brechen Leonie und ich nach La Palma auf. Dort soll es unendlich viele Wanderrouten geben. Ich hoffe nur, dass es auf dieser Insel auch ein wenig kühler ist. Leonie meint, dass es auf La Palma viel regnen würde und häufig bewölkt sei. Daher sei es dort auch so grün. Na, da bin ich ja mal gespannt. Aber 10 Tage sind eine lange Zeit. Bis dahin habe ich noch viel Zeit zum Relaxen und Träumen.

allein oder im Rudel?

Lasko denkt – allein oder im Rudel?

Gestern: Die letzten Wochen hatten wir immer wieder neuen Besuch. Leute, die nur kurz vorbei schauten. Ehemalige Kollegen von Leonie, die mit uns einen ganzen Tag verbrachten. Freunde, die mit uns wandern gingen. Ich liebe das. Hund ist gerne im Rudel. Und Leonie scheint sich auch jedes Mal zu freuen, wenn Freunde oder nette Leute bei uns vorbei schauen. Ich freue mich, wenn einige gaaanz liebe Besucher mir Knochen mitbringen. Dann revangiere ich mich, indem ich beim Wandern gut aufpasse, dass auch wirklich keiner der Zweibeiner verloren geht.

Blick aus der Höhe auf den Atlantik und Los Gigantes

Blick aus der Höhe auf den Atlantik und Los Gigantes

Galeria im Barranco Seco

Galeria im Barranco Seco

Ihr lacht? Nee, das ist echte Hundearbeit. Ständig laufe ich zwischen dem ersten Wanderer und dem letzten Wanderer hin und her. Das würden Leonie oder andere Zweibeiner nicht machen. Die sind froh, wenn sie auf die Berge herauf oder herunter kommen. Ich laufe durch meine Hütearbeit mindestens die doppelte Strecke. „So verdienst Du Dir halt Deine Knochen“, lacht Leonie. Stimmt, ich hoffe nur, dass Leonie das wirklich zu schätzen weiß, was ihr treuer Outdoorhund da leistet.

Nebel und viel Grün

Nebel und viel Grün

In der letzten Zeit waren wir wieder einige Tage im nördlichen Tenogebirge unterwegs. Da oben im Norden ist es viel kühler als im Süden. Mir macht das mit meinem Labradorpelz nicht so viel aus. Obwohl ich gebe zu, mein Fell ist ein wenig irritiert. Ist nun Sommer oder Winter? Kaum habe ich alle Haare in Leonies Wohnung abgeschüttelt, gehen wir in die Kälte. So schnell, wie wir in die Kälte kommen, kann mein Fell gar nicht wieder wachsen. Doch ich gebe mir Mühe. Aber kaum ist es ein bisschen dicker, sind wir wieder in der Sonne. „Wir leben halt auf einer Insel mit vielen Klimazonen“, sagt Leonie. Und da hat sie mal ausnahmsweise Recht.

Haus bei Erjos

Haus bei Erjos

Leonie war jedenfalls ganz gut am Bibbern, als wir im Barranco de Cuevas Negras durch den Nebelwald gingen. Das war vielleicht eine interessante Gegend. Überall an den Berghängen sahen wir schwarze Höhlen, in denen vor vielen Jahrtausenden bereits die Guanchen, die Ureinwohner der Insel lebten. Später entstand dann an dem Camino Real (Königsweg=Rudelführerweg) ein Dorf, das nach den schwarzen Höhlen benannt wurde. Dieses Dorf war wohl richtig groß. Es hatte eigene Einkaufsläden und sogar eine Schule. „Und jedes Haus hatte einen eigenen Dreschplatz. Wie merkwürdig, konnten die nicht zusammen einen Dreschplatz benutzen?“ fragte sich Leonie. Ich wußte weder die Antwort, noch stellte ich mir solche Fragen. Ich fand die vielen Dreschplätze mit den vom Moos überwucherten Pflastersteinen einfach herrlich. Überall konnte ich markieren. Und da auf den Dreschplätzen wenig Hunde vorbei kommen, war ich – wenigstens dort in der Wildnis – einmal der Perro Real (Königshund).

Nebel im Gespensterwald

Nebel im Gespensterwald

Wasserleitungen - alt und neu

Wasserleitungen – alt und neu

Höhlen - Cuevas Negras

Höhlen – Cuevas Negras

Ruinen von Cuevas Negras

Ruinen von Cuevas Negras

Später wurde das Dorf Cuevas Negras von seinen Einwohnern verlassen. In den 70ger Jahren des letzten Jahrhunderts wohnten Hippies in den Höhlen und in den Ruinen. Leonie und ihre Besucher versuchten sich vorzustellen, wie das wohl ausgesehen hatte. Ich fragte mich, ob die Guanchen oder die Hippies abends vor den Hütten gegrillt haben. Ob wohl Hunde bei Ihnen lebten? Den ging es sicher nicht so schlecht. Doch plötzlich bewegte sich in einer Hütte etwas. Alle zuckten zusammen. Wir staunten nicht schlecht. Da kam doch tatsächlich ein Mann aus der Tür eines Ruinenhauses heraus. Er fragte freundlich, ob wir einen Kaffee haben wollten. Wir waren völlig verblüfft, weil einen Mann hatte keiner hier erwartet. Doch in Cuevas Negras mitten in der Wildnis ohne Elektrizität und weit ab vom nächsten Dorf wohnt tatsächlich jemand. Beim Kaffee trinken und Wasser schlabbern erzählte uns Juan, der Einsiedler, ein wenig über sein Leben und das Dorf Cuevas Negras. Leonie sollte noch etwas in sein Gästebuch schreiben und er versprach uns mal zu besuchen, wenn er bei uns in der Gegend vorbei käme. „Oh, ich könnte nicht allein hier oben in der Kälte leben“, meinte Leonie später zu ihrem Besuch. Nee, ich auch nicht. Ein Hund ist einfach ein Rudeltier und kein Einsiedler.

Wilder Drachenbaum

Wilder Drachenbaum

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Leonie meint, dass sie ab und zu gerne allein leben mag und das auch genießen würde. „Ich genieße Zweisamkeit und das Zusammensein mit Freunden, aber ab und zu finde ich es auch sehr entspannend, einfach nur allein zu sein,“meint sie. Dabei vergisst sie natürlich, dass sie gar nicht ganz allein ist, denn ich bin ja bei ihr. Vielleicht ist Leonie auch ein Rudeltier. Sie weiß es nur nicht. Was meint Ihr, lebt Ihr lieber mit anderen Lebewesen zusammen oder allein?

Heute: Leonie ist es zum ersten Mal gelungen bei einem Walewhatching einen ganzen Delfin zu fotografieren. Die sind so schnell. Das ist wirklich gar nicht so leicht. Übrigens Delfine leben genau wie die Wale in der Herde. Die wissen die Vorteile des „Rudels“ zu schätzen.

Delfin

Delfin

Morgen: Wir werden mit unserem Besuch noch einmal durch die Mascaschlucht wandern. „Das wird wieder ein Rudelauflauf“, stöhnt Leonie. Sie weiß, dass in Masca täglich riesige Gruppen von Menschen durch den Barranco wandern oder gewandert werden. „Solche Menschenmassen mag ich gar nicht“, meint Leonie. Da hat sie doch glatt noch einmal Recht. Denn, wenn so viele Wanderer unterwegs sind, ist es laut und ich darf nicht von der Leine. Es geht nur langsam voran und ständig werde ich von den vielen Wanderern gestreichelt. Nee, manchmal reicht selbst mir ein kleines Rudel.

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Lasko denkt im Schnee

Lasko denkt im Schnee

Gestern: In der letzten Woche regnete und stürmte es hier und Leonie wollte wissen, was da wohl auf dem Bild zu sehen ist.

Klar - Wasser zwischen zwei Glasscheiben

Landkartenmuster – Wasser zwischen zwei Glasscheiben

Klar, dass Ihr alle das Wasser erkannt habt. Das schöne Muster kam zwischen zwei Glasscheiben zustande. Und ich konnte trotz meiner langen Zunge nicht in den schmalen Ritz zwischen die Platten kommen, um ein wenig zu lecken. Ich lecke nämlich liebend gerne Regenwasser. Letzte Woche gab es davon genut. Auf der Terrasse und selbst in der Wohnung war genügend Wasser. Doch nach Regen folgt Sonne. Und die sorgte dafür, dass schnell alles wieder trocken wurde. Selbst mein Wassernapf, der zum Regenfänger umgebaut worden war, trocknete aus. Schon gegen Ende der Woche konnten sich Einheimische und Touristen wieder am Strand vergnügen.

Strandleben

Strandleben

Leonie hatte allerdings keine Zeit, da sie sich um ihr Elektrikproblem kümmern musste. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch, dass uns vom Energieversorger die Energiekapazität gekürzt wurde. Die Sache mit dem Elektrik Trick. Seitdem kann Leonie nur duschen oder kochen. Alles hübsch nacheinander. Ansonst macht es „dong“ und die Sicherungen fliegen heraus. Mir würde ja eins von beiden Dingen reichen, wobei ich kochen und fressen natürlich dem Duschen vorziehen würde. Warum sollte Hund auch duschen und gleichzeitig kochen wollen? Leonie sieht das anders. Die möchte waschen, Radio hören, den Computer laufen lassen und am besten auch noch Licht brennen lassen. „Leonie, denk doch mal ans Energie sparen!“ Doch Leonie hörte nicht auf mich.

Und so kamen nach 10 Monaten endlich die spanischen Elektriker in unsere Wohnung. Die sind als einzige Elektriker authorisiert, die Elektrik der Wohnung anzusehen und danach ein Zertifikat in Santa Cruz zu besorgen. Sie kamen und wechselten eine Sicherung. Mehr geschah nicht. Dann fuhren sie in die Hauptstadt der Insel nach Santa Cruz und besorgten für Leonie ein Zertifikat. Als sie zurück kamen überreichten sie lächelnd ihre Rechnung. Alles zusammen kostete schlappe 450€. Gut, dass ich das nicht bezahlen brauchte. Das ist eine Menge Hundefutter. Leonie seufzte und zahlte. Wer duschen und kochen zugleich will, der muss eben zahlen.

Nun hält Leonie ein Zertifikat in der Hand,  das besagt, dass die Elektrizität in unserer Wohnung in Ordnung ist. Mit diesem Zertifikat kann Leonie dann zum Elektrizitätsanbieter fahren und einen neuen Vertrag anschließen. Dann wird ein Kontrolleur kommen. Und wenn der die zwischenzeitlich nicht geänderte Elektrizitätsanlage in unserer Wohnung für in Ordnung befinden sollte, könnten wir in ca. einem Monat normale Elektrizität haben. Ist das Menschenlogik? Ich verstehe das jedenfalls nicht. Da würde ich lieber weiter im Dunklen fressen.

Heute: Nach Sturm und Regen kam nicht nur die Sonne, sondern auch der Schnee. Ja, tatsächlich im Nationalpark hat es geschneit. Dieses Mal hat nicht nur der Teide ein kleines Zuckerhütchen – nein, es kam so von oben herunter, dass alle Berge um die gesamte Caldera eingezuckert sind. Da konnte auch Leonie nicht länger zu Hause bleiben. Gleich am Wochenende haben wir uns aufgemacht, um eine kleine Schneewanderung am Teide zu unternehmen.

Alter Teide und "Neuer" Teide

Alter Teide und „Neuer“ Teide in Weiß

Sonne, Schnee und blauer Himmel

Sonne, Schnee und blauer Himmel

Schneereste auch auf den die Caldera umgebenden Bergen

Schneereste auf allen Hügeln

Teidegipfel in Weiß

Teidegipfel in Weiß

Doch so einfach ging auch das nicht. Aus allen Richtungen rollten die Autos hoch in den Nationalpark, um den Schnee auf dem Teide und den umliegenden Bergen zu bestaunen. Tausende hatten sich aufgemacht, um in den Schnee zu kommen. Die Spanier wollten endlich Schlitten fahren und Schneemänner bauen. Die meisten Touristen blieben hingegen lieber am Strand, an dem sie ein wenig Sonne tankten. Wir aber saßen tatsächlich im Stau.

Stau am Teide

Stau am Teide

Doch irgendwann fand Leonie einen Parkplatz und wir machten eine lange Wanderung am Rande der Caldera. Nun lag auf dem Guajaragipfel, den wir noch vor zwei Wochen bestiegen hatten, Schnee. Leonie fror ein wenig.

Schneewanderung

Schneewanderung

Doch durch das Laufen wurde sie bald warm. Ich fror nicht.

Guajara im Schnee

Guajara im Schnee

Ich fand den Schnee klasse. Es hat sich  absolut für mich gelohnt, meinen  dänischen Wintermantel aufzuheben. Manchmal weiß Hund im Leben wirklich nicht, wofür Dinge  gut sein können.

Lasko im Schnee

Lasko im Schnee

Morgen: Und während mir auch morgen mein dänischer Wintermantel genügen wird, brauchen  Menschen anscheinend immer wieder und bei jeder Gelegenheit ein neues Fell. Dauernd müssen die Felle gewechsel werden.

Modenschau

Modenschau mit Rotmäntelchen

Und da Ihr anscheinend ab und zu nicht mehr wisst, was für ein Fell Ihr gerade anziehen sollt, lasst Ihr Euch von Modeschauen inspirieren. Jedenfalls hat mir das so ähnlich Leonie erklärt. Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Sie nahm mich jedenfalls am Wochenende abends mit auf den Dorfplatz, auf dem anlässlich eines Festes eine Modenschau stattfand.

und wem es zu kühl wird....

und wem es zu kühl wird….der trägt dänischen Pelz

Ich durfte nicht meinen dänischen Pelz vorführen.Dafür durfte ich diesen weißen Menschenfellmantel bewundern. Wir schauten uns neben 70ger Jahremodellen auch die neuesten Bademoden der Saison an.

Modenschau

Modenschau

Die Mädels stacksten ein wenig auf ihren Highheels, an die sie sich anscheinend noch gewöhnen mussten.

Bademoden für die Damen

Bademoden für die Damen

Ihre männlichen Kollegen, die in Badelatschen über den Dorfplatz schlappten, hatten es da einfacher.

Bademode für den Herren

Bademode für den Herren

Ich brauche zum Glück keine Highheels und auch keine anderen Schuhe. Ich laufe auf sich ständig runderneuerndem Leder. Und das ist gut so.

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Lasko denkt.....

Lasko denkt…..

Gestern – wir waren endlich wieder wandern. Es ging in den recht einsamen Barranco Seco. Um dorthin zu gelangen, mussten wir nach einer einstündigen Höhenwanderung  durch einen ein Kilometer langen dunklen Tunnel. Unter der dem Berg durch kann man so in das nächste Tal gelangen. Ich sehe so einen Tunnel völlig emotionslos. Nur merke ich, dass es dort gut riecht. Dunkel oder hell – ich rieche mit meiner guten Nase und höre mit den weichen Schlabberohren. Doch Leonie sind die Tunnel immer wieder doch nocht etwas unheimlich. Nachdem wir im Tunnel mit einer Taschenlampe immer auf alten Gleisen eine Viertelstunde lang gelaufen waren, passierten wir eine Stelle, an der jemand einen Handschuh über eine Stange befestigt hatte.

Eine Geisterhand im dunklen Tunnel. „Puh, wie in der Geisterbahn“, stöhnte Leonie. Nach 22 Minuten hatten wir dann („endlich“ meinte Leonie) das Ende des Tunnels erreicht und sahen wieder Licht. Und nicht nur Licht – tatsächlich standen am Tunnelausgang  zwei deutsche Touristen, die auch eine kleine Abenteuerwanderung durch den Tunnel unternommen hatten. Leonie sprach kurz mit ihnen und erfuhr, dass es sich um Vater und Sohn handelte, die diese Tour zum ersten Mal machten. Sie wussten nicht genau, wie es weiterging und Leonie zeigte ihnen den Weg. Sie beschrieb den weiteren Weg mit Händen und ausladenden Gesten. Merkwürdig, dass sie nichts über die Gerüche und die Geräusche erzählte. Aber vielleicht konnten ja auch diese Zweibeiner nicht so gut riechen und hören wie ich :-).
Eine Stunde später, die wir ganz allein auf unserer Wanderung verbrachten, liefen wir auf einem sehr kleinem Pfad über die Klippen von Los Gigantes. Da bemerkten wir (ich mit meinen Ohren und Leonie mit ihren Augen), dass die beiden Wanderer anscheinend weit hinter uns vom Pfad abgekommen waren. Da in letzter Zeit viele Wanderer in den unwegsamen Felsen verunglückt sind, sah Leonie wohl keine andere Möglichkeit, als zurück zu klettern. Wir mussten auf dem unwegsamen Pfad am Klippenrand zurück. Mir macht das nichts aus, aber um Leonie hatte ich schon ein wenig Angst. Doch die hatte nur Angst um die Wanderer. Und tatsächlich waren Vater und Sohn weit vom Pfad abgekommen und konnten nicht mehr vor und zurück. Leonie, die sich hier in den Felsen mittlerweile fast so gut wie ich auskennt, konnte die beiden langsam, aber sicher auf den Pfad zurück bringen. Sie folgten uns dann bis Los Gigantes und waren froh, dass sie aus den Klippen heil heraus kamen. “ Ich bin auch glücklich, dass wir heil wieder zu Hause sind und jemanden helfen konnten,“ sagte Leonie, bevor wir uns beide hundemüde auf unser gemeinsames rotes Sofa schmissen.

Heute – heute gehen wir wieder zu unserem Lieblings Lotterie Geschäft und kaufen für drei Euro ein Los der spanischen Lotterie. Manchmal sind die drei Euro weg, manchmal gewinnen wir auch drei Euro, von denen wir ein neues Los kaufen. Und ein einziges Mal haben wir auch neun Euro gewonnen. Mir sagt das ja nicht so viel mit dem Geld. Ich weiß nur, dass wenn Leonie ein wenig mehr Geld hat, es ab und zu Lammkoteletts gibt. Von daher habe ich erst einmal grundsätzlich nichts gegen Geld einzuwenden.

Doch Geld schmeckt wirklich nicht. Als Welpe habe ich mal einen 10 € Schein angeknabbert. „Pah, Geld stinkt doch und schmeckt nicht“. Doch Leonie sieht das aus irgendeinem Grunde anders. “ Mensch Lasko, wenn wir mal richtig in der spanischen Lotterie gewinnen würden. Das würde uns retten, “ sagt sie. Ich verstehe das nicht, aber wenn es Leonie glücklich macht, drücke ich mal alle Hundepfoten, dass sie dieses Mal das richtige Los gekauft hat.

Morgen – sind wir um drei Euro ärmer oder sind wir reich? Ich fühle mich auch ohne Lottogewinn reich, denn ich habe ein wunderschönes Leben. Und ehrlich gesagt, wenn ein Zehneuroschein nicht schmeckt, warum sollte dann ein anderer spanischer Zehneuroschein schmecken?

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – ich lag auf dem Sofa und dachte über mein Leben nach. Ab und zu denkt sogar ein hartgesottener Bursche (wie ich) mal über die Vergangenheit nach. Habe ich ein kurzes Leben mit meinen 5 Jahren oder ein langes Leben hinter mir? Wie sieht die Vergangenheit durch ein Hundeauge aus? Könnt Ihr Euch das vorstellen? Ich selber wahrscheinlich nicht, denn nach kurzem Nachdenken kam ich zu dem Schluß, dass die Vergangenheit einfach nur vergangen ist. Ich kann sie nicht mehr hören, riechen, sehen, schmecken oder fühlen. Einfach weg – und deshalb ist mir die Vergangenheit eigentlich sch…egal. Ich denke lieber an das hier und jetzt, spüre die Wärme, rieche das Futter (jetzt!) und räkel mich labradorwohl auf meinem Sofa. Leute, ich lebe jetzt.

Leonie ist da ganz anders. Sie schaut oft und gerne die alten Fotos von uns an. „Mensch, was haben wir beide zusammen alles erlebt, Lasko“, sagt sie dann. Weißt Du noch, wie Du mein Handy gefressen hast. Oder kannst Du Dich noch an die Hundeschule erinnern, als Du die Trainerin fast zur Weißglut getrieben hast, weil Du die Dummies nicht zurück bringen wolltest?“  „Ach Leonie, lass mich doch mit den alten Geschichten zufrieden. Musst Du mich jetzt wieder daran erinnern?“ „Lasko weißt Du noch, wie Du in Frankreich Deine Pfote verletzt hast, als Du dort am ersten Tag ins Mittelmeer gesprungen bist? Weißt Du noch als Du das erste Mal mit mir nach Teneriffa geflogen bist?“ Leonie war begeistert. So viele Bilder im PC und im Kopf. Sie schwebten richtig im Raum.

Ja, ich gebe es zu. Auch ich kann mich erinnern und muss manchmal ein wenig über all die Erlebnisse die Stirn in Labradorfalten ziehen. Ich habe viel aus der Vergangenheit gelernt. Aber gestern interessierte mich dann „ausnahmsweise“ doch ein wenig mehr, ob es zum Abend einen gescheiten Napf voll Fressen gab. Und den gab es.

Heute – da wir bald umziehen wollen, ist Leonie am räumen und räumen. Sie hat sogar einen alten Tennisball wieder gefunden. Na prima, dann habe ich ja schon zwei Bälle hier. Ich werde gleich mal ein wenig mithelfen beim Aufräumen. Mal sehen, was ich hier noch so alles in der Wohnung ausbuddeln kann.

Morgen – nur noch wenige Tage bis zum Umzug und ich kann es gar nicht erwarten, mein neues Sofa zu testen. Und dann haben wir hoffentlich auch wieder mehr Zeit zum Wandern.

Lasko beim Wandern

Lasko beim Wandern

 

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – ich lag auf meiner Sonnenliege auf dem Balkon und döste so vor mich hin. Doch ich kam nicht zu meinem gewohnten Schönheitsschlaf. Ständig surrte eine Fliege um meine Ohren und wagte es sogar, mich als Landeplatz zu benutzen. „Ich bin doch kein Hubschrauberlandeplatz“, dachte ich, als sich das kleine Vieh unmittelbar auf meine rechte Pfote niederließ. Ich zuckte mit der Pfote. Die Fliege erhob sich in die Luft. Aber nur, um sich unmittelbar danach auf meine andere Pfote zu setzen. Ich zuckte noch einmal. Sie flog weg. Ich schloss die Augen. Doch plötzlich spürte ich die Fliege auf meiner Nase. Ich musste trotz großer Müdigkeit meine Pfote benutzen und über die Nase wischen.

Wenn Sie noch einmal kommen sollte, würde ich sie fressen. Sie flog knapp an meiner Schnauze vorbei. Nun musste ich meinen schweren Kopf heben, um nach ihr zu schnappen. „Na warte“, dachte ich. Doch leider gingen mein erster und auch mein zweiter Schnapp daneben. Hilfe suchend blickte ich zu Leonie. Doch Leonie saß vertieft über ihre Spanischbücher und ignorierte diese wild gewordene Fliege einfach. Ich warf mich auf die andere Seite und versuchte das „Gesumm“ um meinen Kopf auch zu ignorieren. Leonie sagt, dass jeder Mensch und jedes Tier auf Erden einen Sinn erfüllt. Gilt das auch für Fliegen? Wenn ja, kann mir bitte mal jemand sagen, welchen tieferen Sinn so  eine surrende Fliege haben sollte? Ich dachte noch lange darüber nach, während die Fliege eine Runde nach der anderen über meinen Kopf zog.
Heute – Ich komme immer noch nicht über die freche Fliege hinweg. Die war heute Morgen immer noch da und trank sogar aus meinem Wassernapf. Ich überlegte gerade, wie ich sie mit meiner Schnauze im Trinknapf ersäufen könnte, da schoss vom Balkongitter eine Taube herab und holte sich die Fliege. „Wow“, so schnell konnte ich nicht einmal denken – und die Fliege war weg. Das hätte ich diesen Taubenvögeln gar nicht zugetraut. Eigentlich jage ich sie gerne. Nun haben sie mir geholfen und die Fliege ist weg. Doch leider weiß ich noch immer nicht, welchen Sinn diese Fliege gehabt hat. Nun liege ich gelangweilt auf meinem Sonnenbett und habe im Moment gar nichts mehr, über das ich mich aufregen könnte. Keine Fliege zum Jagen, keine Fliege zum Aufregen und keine Fliege zum Vertreiben. Ist das der Sinn einer Fliege?

Ob es so ähnlich auch Number 18 gehen wird, wenn wir ausgezogen sind? Dann haben die beiden englischen Nachbarn keinen Grund mehr, sich über uns aufzuregen oder uns zu verfolgen. Aus den Augen aus dem Sinn. Macht das Sinn?
Morgen – wir wollen eine neue Wanderroute ausprobieren. Dann kann ich endlich wieder laufen und muss mich nicht mehr mit Fliegen und anderen (Un)Sinnfragen beschäftigen.

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – nachdem wir eine kleine Wanderung gemacht hatten und ich mein Abendfutter schnell in mich hinein geschlungen hatte, lag ich rundum zufrieden auf dem Sofa. Leonie werkelte noch in der Küche herum. Punkt 19 Uhr stürmte sie jedoch plötzlich zum Fernseher und riss mich aus meinen Träumen. Sie machte den an und schmiss sich neben mich aufs Sofa. Sie wollte ihre absolute Lieblingssendung sehen. „Atrapar un millon“. So heißt diese Fernsehshow mit Carlos. Carlos ist so ein Typ, der anscheinend viele spanische Witze macht und jeden Abend neue Kandidaten bei sich hat. Die bekommen von ihm erst eine Menge Geld. Das dürfen sie anfassen und bestaunen. Am Wochenende liegen sogar eine Million Euro auf dem Tisch. Dann bekommen die Kandidaten Fragen gestellt und sie müssen das Geld auf den Bildschirm mit der richtigen Antwort legen. Sie haben vier Möglichkeiten und können das Geld auch verteilen. Alles Geld, das falsch liegt, fliegt irgendwie nach unten und ist weg. Sehr schnell schmilzt zumeist der große Geld Berg. Nach acht Fragen gehen viele Kandidaten ganz ohne Geld nach Hause. Doch einige freuen sich über ein oder zwei Bündel Geldscheine. Für mich völlig uninteressant, da es nicht einmal Knochen zu gewinnen gibt.
Leonie mag die Sendung, weil sie zugleich mit raten und Spanisch lernen kann. Einen Punkt hat sie, wenn sie die Fragen versteht und zwei, wenn sie sie auch noch richtig beantwortet. Aber das ist meine ganz persönliche Wertung für Leonie. Davon weiß sie nichts. Immer, wenn sie um 19 Uhr Zeit hat, schaltet sie diesen Carlos ein. Ich verstehe weder Carlos, noch die Fragen, noch Spanisch und schlafe meistens gut bei dieser Sendung ein.
Übrigens noch ein Vorteil, ein Hund zu sein. Ich muss keine Sprachen lernen, denn ich kann mich mit allen Hunden der Welt überall auf diesem Erdball ganz klar verständigen. So kann ich die Zeit zum Sprachen lernen zugunsten eines kleinen Nickerchens einsparen :-).

Heute – wir haben wieder Fernsehen gesehen. Dieses Mal jedoch die noticias, wie die spanischen Nachrichten hier heißen. Da haben sie auch viele Schneebilder gezeigt und gesagt, dass es in Nordeuropa wieder friert und schneit. Als ich die Schneebilder sah, habe ich auf einmal doch ein wenig Sehnsucht bekommen. In dem Moment hätte ich so gerne eine Runde im Schnee über den Kreuzberg in Bonn mit meinen Kumpels getollt. Aber die sind alle so weit weg von mir. Wie es denen wohl geht?

Teide im Schnee

Teide im Schnee

Doch Leonie meinte, sie wäre nicht so wild auf Schnee. Und wenn ich unbedingt Schnee wolle, könnten wir auch auf den Teide fahren. Dort oben liegt zurzeit auch ordentlich Schnee. Sie haben in den Nachrichten auch Bilder gezeigt, wie die spanischen Kinder dort oben im Teide Nationalpark Schlitten fahren. Meinetwegen – dann fahren wir eben zum Teide – das ist doch mal eine ordentliche Abwechslung für einen sonnenverwöhnten Labrador. Dennoch ist der Teide nicht der Kreuzberg. Ab und zu muss ich schon mal daran denken, wie es all meinen Kumpels zu Hause geht. Übrigens, das ist ein Nachteil, ein Hund zu sein. Ich kann nicht einfach zum Handy greifen oder eine Mail schicken. Aber vermiss ich das wirklich?

Morgen – wir haben Kartoffeln und Mojo Saucen und ganz viele Lammkoteletts gekauft. Leonie hat Besuch eingeladen. Besuch, Besuch…….ich mach jetzt schon Freudensprünge. Denn egal welcher Besuch auch kommen mag, für mich bedeutet das morgen …….gaaaaanz viele Knochen :-).

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – Auf einmal war die Sonne da. Nicht nur ein bisschen. Nein, es gab einen richtig blauen Himmel und überhaupt keine Wolken mehr. Das Wasser auf der Terrassse war verschwunden und die vielen nassen Tücher wieder trocken. Auf der Straße war kein Durchkommen, denn in einer langen Karavane wurden sämtliche Boote auf großen Anhängern wieder in den Hafen zurück gefahren. Wir konnten auch wieder hoch ins Teno Gebirge schauen. Auf dem Guergues Steig, auf dem man so schön wandern kann, schien die Sonne. Ich merkte, dass Leonie am liebsten sofort ihre Sachen gepackt und zum Wandern gegangen wäre. „Oh ja, oh ja – lass uns wandern gehen“, dachte ich und hopste schon voller Vorfreude wie wild im Kreis herum.

Doch da läutete es an der Tür und der freundliche Makler stand da. Gerne wäre ich an ihm hoch gesprungen, aber Leonie stand so vor mir, dass ein Absprung unmöglich wurde. Verflixt, manchmal, wenn sie mir jeden Spaß verdirbt, mag ich sie gar nicht. Sie sagt, ich sei nun bald 5 Jahre alte und dass ein Hund nicht Leute an der Haustür anspringt, hätten wir doch schon vor über vier Jahren in der Hundeschule gelernt. Daran kann ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Ich trollte mich auf mein Sofa. Und während ich auf dem Sofa über alte Hundeschulzeiten nachdachte, hörte ich mit meinem zweiten Schlappohr, dass der Makler Leonie mitteilte, dass nun unser Vermieter auch nicht das Geld für die Elektrizität überwiesen hätte. Der Makler wolle sich bemühen, dass der Vermieter das noch rechtzeitig machen würde. Wir sollten uns jedoch schon mal darauf einstellen, dass wir nächste Woche ohne Strom in der Wohnung sein würden. Was bedeutet das nun wieder? Wahrscheinlich wird Leonie ihre Ernährung dann auf Rohkost umstellen müssen.

Heute – Leonie hängt dauernd am Telefon, da es so viel mit der alten und der neuen Wohnung zu regeln gibt. Wann gehen wir endlich wieder wandern? Leonie scheint manchmal auch ein bisschen unzufrieden, da sie nicht genügend Arbeit hat. Das sind nun wirklich menschliche Probleme. Über nicht genügend Arbeit würde ich mich als Hund zunächst einmal freuen. „Und wovon kaufst Du dann Dein Futter?“ fragt mich Leonie, wenn Sie an meinem Blick sieht, dass ich mich Ihrer Auffassung gar nicht anschließen mag.  Seit wann kaufe ich Futter?

Aber sie hat natürlich recht. Ich brauche einen Zweibeiner, der mich füttert und auf seinem Sofa schlafen lässt. Dafür braucht dieser Zweibeiner Geld. Und in unserem Fall braucht Leonie Arbeit, um Geld und damit Futter für mich zu kaufen. Ja, ich bin kein dummer Hund und verstehe langsam die Basics der Ökonomie. Wenn so ein Hundeleben nicht zu kurz wäre, könnte ich wahrscheinlich nach absolvierter Hundeschule noch einen Hochschulabschluss machen. Und wer weiß, vielleicht würde ich dann unser Geld verdienen. Leonie was sagst Du dazu? Spielverderberin – sie meint ich soll erst einmal die Basics der Hundeschule, wie leinenführiges Gehen und Nichtanspringen von Maklern üben.

Morgen – Die Idee mit der Hundeuni lässt mich nicht los. Werde mich mal bei meinen Kumpels umhören, ob jemand eine Idee dazu hat. „Bildungsfreiheit für Hunde“, was für ein schöner Gedanke. Wer zahlt dann eigentlich meine Studiengebühren :-)?

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – nach dem Behördenstress gestern wollte Leonie abends ausgehen. „Ich muss einfach mal raus und etwas anderes sehen“, sagte sie. Toll, toll, toll – ich machte Freudensprünge. Ein extra Spaziergang und vielleicht geht sie ja essen. Da dachte ich leider falsch. Leonie meint, dass sie in letzter Zeit viel zu viel mit ihrem Besuch gegessen hat. Nun versucht sie anscheinend weniger zu essen. Aber muss man denn unseren Lieblingsspanier einsparen? Schade, dass sie mir nicht die Entscheidung überlässt, was wir essen. Ich würde schon dafür sorgen, dass der Kühlschrank immer gut gefüllt ist und die richtigen Restaurants besucht werden :-).

Leonie wollte gestern einfach nur mal am Meer entlang gehen und auf die großen Wellen schauen. Leise und ganz vorsichtig schlichen wir uns aus der Tür, damit es nicht wieder zusätzlichen Stress mit Number 18 gibt. Gaaanz leise. Da entdeckte ich vor der Tür ein tolles Spielzeug – eine Plastikflasche. „Spaß pur“, kann ich Euch sagen. Ich biss hinein. Schleuderte die erlegte Flasche durch die Gegend. Fing sie wieder ein und biss sie tot. Zugegebener Maßen  kann so ein Tötungsakt nicht ganz lautlos geschehen. Und wie es kommen musste, Number 18 Mann steckte den Kopf aus der Tür, um zu sehen was da auf dem Flur für ein Lärm ist. Leonie riss mich an der Leine und rannte mit mir was das Zeug hielt. Number 18 nahm die Verfolgung auf. Aber wenn Leonie eines kann – dann ist es rennen. Natürlich hatte Number 18 weder eine Chance gegen Leonie und über mich brauchen wir wohl nicht reden. Nur blöde, dass er meine Beute, die tote Flasche behalten hat.

Heute – wir haben einen Probefahrt in einem kleinen blauen alten Auto gemacht. Der Mann, dem das Auto noch gehört, legte die Rücksitze extra für mich um. Und siehe da, der Wagen bot einen konfortablen hinteren Hundeeinstieg, genügend Platz für mich und wenn es sein muss – auch noch für meine Transportbox. Das Probe liegen fiel zu meiner vollsten Zufriedenheit aus und so stand einem Kauf dieses kleinen Transportgefährts nichts mehr im Weg. Technische Details interessieren mich weniger und Leonie hat davon überhaupt keine Ahnung. Aber das sage ich ihr besser nicht. Da hier die Ummeldung eines Autos, erforderliche Fahrprüfungen u. ä. wieder eine ganze Zeit dauern werden, können wir leider diesen blauen fahrbaren Hundekäfig erste Ende des Monats bekommen.

Morgen – Ich werde auf dem Sofa von unserem neuen Zuhause träumen. Hoffentlich gibt es dort ein großes Sofa, auf das ich meinen müden Hundekörper betten kann. Und hoffentlich gibt es auch einen großen Kühlschrank und immer genügend Wasser. Und dann werde ich noch davon träumen, mit Leonie in dem blauen Gefährt in die Berge zu fahren, von ganzen langen Bergtouren und unendlich vielen Picknicks. Ach, bin ich müde….

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – Es stürmte weiter und die Wellen schlugen höher und höher gegen die Felsen. Der schöne Naturpool war überhaupt nicht mehr zu sehen. Aber am Nachmittag kam endlich die Sonne für einige Zeit hinter den Wolken heraus und wir konnten einen langen Spaziergang machen. Als wir aus dem Haus gingen, kam plötzlich wieder einmal  die Number 18 Frau auf uns zu und schrie Leonie an. Sie schimpfte und schrie, dass Leonie den Ausgang nicht benutzen dürfe, da dort das Verbotsschild hinge. Leider gibt es jedoch keinen Ausgang ohne Verbotsschild, was Leonie der Frau freundlich erklärte. Die schrie weiter in Englisch auf uns ein und kam mir dabei mit ihrem Zeigefinger, den sie immer gerne hochgestreckt durch die Gegend trägt, recht nahe. Sollte ich mal lecken? Ich ließ es dann jedoch, da Number 18 bestimmt nicht gut schmecken.

Leonie war nach dieser Begegnung richtig wütend, obwohl wir doch bald hier wegziehen und es Dir doch egal sein könnte, was Number 18 daher reden.  Könnte ich reden, würde ich Leonie sagen: Schüttele Dich, schüttele Dich und noch einmal: schüttele Dich. Habt Ihr das mal gesehen? Das ist der Weg, wie wir Hunde unseren Ärger ablegen. Wir können uns auch mächtig aufregen. Wenn ich zum Beispiel an meinem Lieblingsfeind vorbei gehe, dann steht mir auf dem Rücken eine richtige Wolfsmähne und ich könnte Amok laufen. mein Blutdruck ist auf hundeachzig.  Doch eine Minute später ist diese Emotion für mich eigentlich sinnlos, denn Lieblingsfeind ist außer Reichweite. Hundeachzig muss runter und ich beginne mit Gymnastik: den ganzen Körper schütteln, bis die Lefzen schlappern. Und der Ärger ist weg. So einfach ist das. Probiert es mal aus und Leonie merk Dir das.

Heute – Leonie muss irgendwelche Verträge wegen der Wohnung abschließen und läuft von der Bank zum Makler und wieder zurück. Dann muss sie noch zur Gemeinde zwecks Anmeldung und ganz viel mit dem jetzigen Bewohner der „Hütte“ sprechen. Alles sehr langweilig. Gut, dass wir Hunde keinen Schriftkram und keine Verwaltungsgänge erledigen müssen. „Nur gut“, sagt Leonie, „dass es hier keine Hundesteuer gibt. Sonst müsste ich dich auch noch anmelden und wer weiß, wieviel Verwaltungsjahre das hier mit einem Verwaltungstier dauern würde“.  Leonie scheint der spanischen Verwaltung ein wenig kritisch gegenüber zu stehen.  „Hier muss man Nerven wie Drahtseile haben“, stöhnte sie heute Morgen. „Manana, manana“ ist das Zauberwort.  Also Leonie. übe Dich ein wenig in Geduld. Das kann Dir überhaupt nicht schaden. Hau Dich eine Runde aufs Sofa und nach einem erquickenden Schlaf sieht die Welt schon wieder besser aus.

Auch ich bin im Moment kein Hiking Hund mehr, sondern ein Behörden(gang)tier. Ich hoffe nur, dass mir dieses faule Leben nicht langsam auf die Form schlägt. Aber mach ich mir als Hund wirklich Sorgen um mein Gewicht? Nee, ich heiße doch nicht Leonie  :-).

Morgen – morgen werden wir eine Probefahrt mit einem 20 Jahre alten Auto machen. Leonie hat es satt, immer Leihwagen ausleihen zu müssen. Sie meint, dass hier auf der Insel  ein fahrbarer Untersatz her muss. Bus fahren können wir nicht, da Hunde hier im Bus verboten sind. Das müsst Ihr Euch mal vorstellen. Hunde dürfen nicht in einen Bus. Nicht einmal mit Maulkorb, wie in vielen anderen europäischen Ländern. Dann kann ich ja nur hoffen, dass der fahrbare Hundekäfig morgen einigermaßen tauglich ist.