Mit ‘Icod de los Vinos’ getaggte Beiträge

Lasko denkt wieder

Lasko denkt wieder

Gestern: Gestern? Nein, es ist Hundejahre her, dass ich Euch etwas aus meinem Leben erzählt habe. Als ich mitbekam, dass Leonie mich einfach in Dänemark allein zurücklassen wollte, war ich ganz schön beleidigt. Das kann ich Euch sagen. Leonie und ich waren in meinem gesamten Hundeleben fast immer zusammen. Alles haben wir gemeinsam gemacht. Ganz selten hat sie mich nur schweren Herzens ab und zu für ein paar Wochen abgegeben. Doch dieses Mal sollten es fast drei Monate werden. HUNDEJAHRE. Ja, ich bin gealtert. Während Leonie ohne mich durch Vietnam gezogen ist, habe ich sie im Alter eingeholt. Es sind in Dänemark tatsächlich Hundejahre vergangen. Als Leonie mich in Bonn wiedersah, streichelte sie meine Schnauze und meinte: „Man, bist Du grau geworden“. Klar, werde ich grau, wenn sie mich Jahre allein lässt. Und wenn Leonie mal auf ihren Kopf schauen würde, ist da auch immer mehr grau zu erkennen. Ja Leonie, wenn wir uns Hundejahre trennen, werden wir grauer. Vielleicht versuchen wir es mal einfach mit „zusammen bleiben“.

Ehrlicherweise muss ich allerdings zugeben, dass ich einen prima Urlaub in Dänemark erlebt habe. Und Vietnam, ein Land, in dem Hunde bereits zum Frühstück gegessen werden, ist nicht gerade mein Traumziel. Gemeinsam mit meinem Freund Cheenok habe ich in Dänemark am Limfjord Boote bewacht. Einmal bin ich vor Begeisterung und Übermut ins eiskalte Wasser gefallen. Cheenoks Herrchen hat mich aber sofort dort herausgezogen. Und wirklich gefroren habe ich auch nicht, denn ich habe mir in Dänemark einen superdicken Fellpelz wachsen lassen. Dieser modische beige Wintermantel gefällt mir so gut, dass ich ihn nicht wieder hergebe. Zum ersten Mal im Leben habe ich aufgehört zu haaren. Leonie kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Schön, dass ich sie noch mit Kleinigkeiten überraschen kann.

Doch alles der Reihe nach. Irgendwann war mein Urlaub zu Ende und ich freute mich auf Leonie und Bonn. Ich fuhr mit einem zweibeinigen Begleiter in der Bahn nach Bonn. Dort kamen wir mitten in der Nacht am Bahnhof an. Und wer stand da? Eine total aufgeregte Leonie. Wau, als ich Leonie sah,  konnte ich auch nicht weiter beleidigt sein. Ich freute mich hundisch und hündisch und überhaupt einfach riesig. Ich sprang an Leonie hoch und hörte gar nicht auf damit. Und wenn Leonie gekonnt hätte, wäre sie sicher auch an mir hochgesprungen. Menschen drücken ihre Freude jedoch wohl etwas anders aus. Leonie standen jedenfalls Freudentränen in den Augen. Ich sprang und sie heulte. Und als wir alles genug gemacht hatten, fuhren wir in die neue Wohnung. Ich bekam eine Extraportion Futter und einen großen Knochen. „Nett hier“, dachte ich. „Sehr viel Wald in der Gegend, da werde ich demnächst wohl ordentlich toben können“. Doch wieder falsch gedacht. Bereits zwei Tage später saß ich mit meinem Wintermantel in der Transportbox und fuhr in den Sommerurlaub nach Teneriffa.

Heute: Ich bin zurück auf unserer schönen Insel und genieße die Sonne, das Meer und das Wandern. Doch zu Leonies großen Erstaunen gebe ich meinen Wintermantel noch immer nicht her. Das modische dänische Fellmodel ist mir einfach ans Herz gewachsen. Vielleicht bin ich ja auch ein bisschen eitel? Und wer weiß, wohin ich in den nächsten Tagen reisen muss. Vielleicht geht es in Richtung Grönland. „Nee, nee“, sagt Leonie. „Hier auf der Insel bleiben wir jetzt erst einmal. Und Dich gebe ich nie, nie wieder her, Lasko“. Na das ist doch Hundemusik in meinen weichen Schlabberohren. Und da Leonie im Moment keine Hundehaare in der Wohnung hat, freut sie sich noch mehr über mich. Da gibt es vielleicht einen Extralammknochen für den guten Hund :-).

Morgen: Wir wollen nach Icod de los Vinos fahren. Da ist jedes Jahr ein Tablarennen, bei dem die Einwohner auf eingefetteten Brettern die Gassen hinunterrutschen. Nichts für mich. Aber die kulinarischen Spezialitäten in Icod, die kann auch ein immer hungriger Labbi – wie ich es wohl ein bin – nicht verachten.

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Lasko wandert und denkt

Lasko wandert und denkt

Gestern – wir waren seit langer Zeit (jedenfalls kam es mir in der Hundezwischenzeit so vor) endlich wieder in der Masca Schlucht. Nach einer langen Woche in Los Gigantes, fuhren wir morgens hinaus aufs Meer, um dann in die Berg zu gehen. Gegen 9.30 Uhr fährt das erste kleine Schlauchboot vom Hafen in Los Gigantes Richtung Masca ab. Das Boot heißt „Free Willy“ und wir sind schon häufig damit gefahren. Ich lege mich auf den Boden und die anderen zwei bis drei Passagiere sitzen um mich herum. Meistens werde ich gestreichelt und ab und zu gibt es auch schon mal den ersten Bissen  aus der Frühstücksration.

Gestern war das Meer recht ruhig und plötzlich sahen wir 6 Rückenflossen von großen Delfinen ganz dicht am Boot vorbei schwimmen. Begleitet von diesen großen schönen Tieren fuhren wir zum Masca Strand. „Delfin früh am Morgen – bringt Glück“, meinte Leonie. Das habe ich ja noch nie gehört, aber sie sollte es wissen.

Außer Leonie und mir lief zu dieser Zeit nur noch ein englisches Ehepaar zu dem Ort Masca hoch. Schnell blieben die Beiden hinter uns und ich konnte frei durch die Masca Schlucht tollen. Ich sprang in die vielen Naturteiche, badete, lief, sprang über die Felsen und wurde richtig übermütig. Was für ein schöner Tag. Nach zwei Stunden waren wir oben in Masca, machten ein kleines Picknick, um dann wieder bergab zu laufen. Zwischenzeitlich waren auch viele Menschen in der Schlucht unterwegs, die mit Bussen nach Masca fahren und die Schlucht hinunter laufen.

So musste ich auf den Rückweg an die Leine. Denn Leonie kennt mich und weiß genau, dass ich zu gerne beim freien Laufen bei den Leuten nachschaue, was sie zu essen dabei haben. Und wenn sie nicht schnell ihr Picknick in Sicherheit bringen, dann kann es schon mal passieren, dass sie eine kleine Abgabe an einen armen hungrigen Hund machen dürfen :-). Gestern wurde es gegen Mittag ziemlich heiß und da ich bereits am Morgen getobt hatte, machte mir das „an der Leine laufen“ gar nichts aus. Wir waren in weniger als zwei Stunden wieder unten am Strand und  hatten großes Glück, dass gerade „Free Willy“ wieder zurück nach Los Gigantes fuhr. „Siehste“, sagte Leonie, „Delfine am Morgen bringen Glück“.

Badespass

Badespass

Pick up Masca

Pick up Masca

Heute – Leonie hat mir etwas vorgelesen, das sie geschrieben hat. Da hat sie doch über unsere Erlebnisse beim Tabla Rennen in Icod einen kleinen Artikel geschrieben. Schade nur, dass sie mich gar nicht erwähnt hat. Denn ich war auch dabei. Allerdings kann ich Euch sagen, dass ich die Veranstaltung gar nicht so schön fand. Ich wäre so gerne mit den Kindern und Jugendlichen auf den Tablas die Berge runtergesaust oder zumindest hinter den Brettern hergelaufen. Durfte ich nicht, sondern nur an der Leine bleiben und schauen. Was soll denn so ein Tabla Rennen wenn ich nicht mit machen darf?

Morgen – ich werde mir mal von Leonie alles über Papageien erklären lassen, nach dem wir gestern von Clara so tolle Infos erhalten haben.

Wie in jedem Jahr fand auch in diesem Jahr wieder das traditionelle Tablarennen in Icod de los Vinos auf Teneriffa statt. Am 29. November ging es rund in den Straßen der Stadt. Bereits Wochen vorher sah man die Kinder und Jugendlichen in der Stadt auf ihren Brettern üben.  Sie setzten sich auf eingefettete Bretter und sausten die steilen Straßen hinab. Letzten Dienstag hatten meine Freundin und ich nun Gelegenheit, die rasanten Abfahrten mit eigenem Auge zu beobachten.

Es gibt kleine und große Bretter. Auf einigen Brettern nehmen gleich drei oder sogar vier Personen Platz. Es gibt Abfahrten für Kindergartenkinder, für ältere Kinder und für Jugendliche und Erwachsene. Mit zunehmenden Alter geht es auf den Tablaabfahrten immer rasanter zu.

abwärts geht s

Am Ende der Rennstrecke befinden sich große Stapel mit Reifen, in denen die Abfahrer landen. Nachdem ein Tablafahrer dort gelandet ist, müssen die Reifen häufig wieder neu aufgestapelt werden. Ich staunte mit welcher Wucht die Fahrer in die Reifen fuhren.

und der nächste landet

ab und zu sieht es gefährlich aus

Sanitäter stehen bereit und müssen hoffentlich nicht zum Einsatz kommen

Neben den vielen Tablarennen für jung und alt, gibt es in den Straßen und Tavernen Fiesta mit Musik, jungen Wein und Kastanien, die über offenem Feuer geröstet werden. Wir schlenderten lange durch die Stadt und konnten uns gar nicht satt sehen an dem bunten Treiben.

Wegen der Dunkelheit und den Lichtverhältnissen leider unscharf: geröstete Kastanien

schließlich werde ich auch noch mit eingebunden und darf Kastanien aus dem Feuer holen

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Tag.

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Ich hatte Euch ja bereits von den ziemlich steilen Straßen hier in Icod im Norden von Teneriffa berichtet. An die „Abschussrampen“ und die vielen Serpentinen und Kurven habe ich mich mittlerweile bereits gewöhnt.

Dennoch gibt es immer wieder Dinge im spanischen Straßenverkehr, die ich hier erst nach und nach lernen musste, da ich sie so noch nicht kannte.

Links wird hier häufig abgebogen, indem man zunächst rechts heraus fährt und dann die Straße kreuzt. Das hatte ich als erstes recht schnell begriffen. Auch die vielen Kreisverkehre tragen zum flüssigen Verkehrsablauf bei.

Obwohl überall ziemlich niedrige Höchstgeschwindigkeiten angesetzt sind, habe ich das Gefühl, dass sich von den spanischen Autofahrern relativ wenige daran auch nur im Ansatz orientieren. Schnelles sportliches Fahren scheint hier bei vielen Spaniern ein absolutes Muss zu sein. Selbst wenn ich meine, dass ich nun schon 20 km/h über dem Limit fahre, gibt es immer einen, der auch noch in einer unübersichtlichen Kurven an mir vorbeirast.

Auch die Hupe kommt gerne und bei jeder Gelegenheit zum Einsatz. Bei unübersichtlichen Bergstraßen, in denen die Hupe zur Warnung eingesetzt wird, kann ich das noch am ehesten verstehen. In der Stadt, wenn ein Wagen etwas langsam fährt und auf einmal alle Wagen  hinter ihm anfangen zu hupen, finde ich das sehr gewöhnungsbedürftig. Auf der anderen Seite habe ich jedoch auch festgestellt, dass häufig mit netten Handbewegungen Vorfahrt eingeräumt wird. Also doch nicht immer Schnelligkeit um jeden Preis?

An Baustellen wird häufig auf Ampeln verzichtet und dafür auf menschliche Arbeitskraft zurück gegriffen. Mehrmals habe ich es jetzt erlebt, dass auf Kreuzungen, an Baustellen oder Gefahrenstellen ein Mensch mit einer Kelle steht, der den Verkehr entweder stoppt oder vorbei gewinkt. Auch war ich überrascht, dass hier überall an den Straßen gelb angezogene Personen im Einsatz sind, die die Straßenränder von Müll befreien. Wenn die Straßen ohnehin bereits schmal und kurvenreich sind, gilt es auf diese gelben Kolonnen gut aufzupassen.

Auch laufen hier sehr viele Hunde frei herum. Einige scheinen ohne Herrchen zu sein. Die Jäger sollen hier ihr Jagdhunde, wenn sie sie nicht mehr gebrauchen können, entweder töten oder einfach davon jagen. Ab und zu findet sich jemand, der diese herum streunenden Hunde in die Tierheime bringt, was diese leider auch nicht auf Dauer rettet. Mir ist es in den wenigen Wochen hier nun bestimmt fünf Mal passiert, dass mitten auf dem freien Feld oder auf Gebirgsstraßen auf einmal Hunde auf die Fahrbahn sprangen oder diese kreuzten. Nicht nur, dass ich mich erschreckte und schnell ausweichen musste. Mir tun diese Hunde auch so leid, dass ich sie am liebsten alle einsammeln würde.

Dann gibt es noch die Polizei. Ich merke, dass die Polizei hier überall präsent ist. Es wird häufig kontrolliert und anscheinend auch gleich vor Ort abkassiert. Bis jetzt habe ich Glück gehabt und hatte noch keine nähere Begegnung mit der Staatsmacht. Ich habe jedoch von vielen Leuten gehört, dass sie wegen geringer Geschwindigkeitsüberschreitung von zum Beispiel 10 km/h gleich 300 € zahlen sollten. Ohne Sicherheitsgurt fahren kostet anscheinend nach Lust und Laune der Beamten  mindestens 400 €. Widersetzt sich jemand, wird angeblich sofort die doppelte Summe gefordert. Wird sofort bezahlt, gibt es ab und zu Rabatt. Das Bußgeldsystem muss einem Touristen daher zwangsläufig spanisch vorkommen. Einmal hätten hier auf der Insel Polizisten einen zahlungsunwilligen Touristen einfach in eine Schlucht geschmissen. Nach all diesen Geschichten versuche ich mich so gut wie möglich an die Verkehrsregeln zu halten. Hoffen wir mal, dass ich keine Bekanntschaft mit der Polizei machen muss. Und in einer Schlucht möchte ich weder mit dem Wagen landen noch von der Polizei hinab geworfen werden.

Auch das Tanken läuft etwas anders ab als zu Hause. Hier steht ein Tankwart an den Zapfsäulen und tankt den Kunden die Wagen voll. Interessant fand ich, dass an den großen Tankstellen ein Mann zugleich acht Zapfsäulen versorgt und ständig hin und her springt. Letzte Woche ist es mir passiert, dass ich dem Mann den Schlüssel reichte, er den Tank aufschloss und den Zapfhahn in das Tankloch tat. Dann sprang er zu anderen Wagen. Ich saß im Wagen und wartete. Irgendwann kam mir es so vor, dass nun sehr viel Zeit vergangen sein musste und der Tank doch längst voll sein müsse. Ich schaute auf die Zapfsäule. Der Zähler lief noch und zeigte bereits 60 Liter an. „Das kann nicht sein“, dachte ich mir, denn so leer war der Tank nicht. Ich stieg aus und stand mit beiden Füssen mitten in Benzin. Der ganze Wagen stand in Benzin. Ich rief den Tankwart herbei. Der stapfte durch das Benzin und winkte lachend ab. Er holte eine Gießkanne und goss mit dem Wasser den Wagen ein wenig ab. Dann verlangte er einen Betrag, den er sich wohl irgendwie ausgedacht hatte. So spannend kann tanken sein.

Ich wünschen Euch allen einen schönen Tag.


Auch auf Teneriffa hat die Vorweihnachtszeit längst angefangen. In den Schaufenstern finden sich Weihnachtsmänner und Lametta und die Straßen der meisten Ortschaften sind mit weihnachtlicher Dekoration geschmückt.

Schneemann in der Sonne – muss aufpassen, dass er nicht wegschmilzt 🙂

Weihnachtssterne vor blauen Himmel

auch das ist Weihnachtsdeko am Laternenmast

der Weihnachtsmann verschenkt hier anscheinend Plastikblumen

Wer deutsche Weihnachtsware kaufen möchte, findet in Los Realejos und Pto. de la Cruz einen einschlägigen Discounter.

……wenn er denn den richtigen Weg findet.

Wer sich vielleicht zu Weihnachten lieber etwas Größeres gönnen möchte, kann hier möglicherweise sein Traumhaus auf den kanarischen Inseln finden. Noch ist es zu haben. Darf ich es für einen von Euch reservieren?

Das Tablarennen ist vorbei und die Reifen liegen an den Häuserecken. Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Jetzt wird für das nächste Jahr trainiert.

Und pünktlich zum 1. Dezember ist auch die Grillsaison an den öffentlichen Grills wieder eröffnet. Da schmeckt doch die Weihnachtsgans noch einmal so gut.

Ich wünsche Euch allen einen guten Start in den Dezember und nicht vergessen: in sechs Tagen ist Nikolaus!

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Basis Big Buddha

Rede und handele mit klarem Geist und das Glück folgt Dir wie dein eigener Schatten.

Speak and act with pure mind and happiness will follow you as your own shadow.

Dharmapada

Heute werde ich endlich die bekannte Cueva del Viento sehen. Ich habe gewartet bis mein Besuch kommt, damit wir zusammen in diese große Höhle hier in Icod gehen können. Bin sehr gespannt und weiß nicht genau, was mich da unter der Erde erwartet. Wer mehr über diese angeblich größte Höhle der europäischen Union wissen möchte, darf gerne dem Link folgen. Sollte es mir gelingen, in der Höhle Bilder zu machen, werde ich die hier demnächst zeigen (wenn ich wieder aus der Dunkelheit aufgetaucht sein werde).

Ich wünsche Euch einen glücklichen Tag.

Heute ohne viele Worte einige Sonnenuntergangsbilder. Diesen Anblick kann ich im Moment fast jeden Abend hier auf Teneriffa in Icod de los Vinos genießen. Hinten von der Terrasse sehe ich den Sonnenuntergang über dem Atlantik und vor dem Haus scheinen die letzten Sonnenstrahlen des Tages auf den Teide.






Vielleicht die passende Musik:







Ich wünsche Euch allen eine Gute Nacht und einen schönen Sonnenaufgang.

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Hier im Norden auf Teneriffa, wo ich nun bereits über eine Woche wohne, ist das Wetter – wie ich mir habe sagen lassen – in den Wintermonaten ab Anfang November häufig grau und regnerisch. Das dem so ist, habe ich ja auch bereits nach kurzer Zeit mitbekommen. Es ist nicht richtig kalt. Die Temperaturen liegen so zwischen 15 und 20 Grad tagsüber. Vom Atlantik ziehen die dunklen schweren Passatregenwolken ab November heran und bleiben an der Westküste vor dem Teide hängen. Daher regnet es hier in der Zeit bis Ende Februar wohl viel und häufig. Der Süden Teneriffas bleibt hingegen von dem Regen weitgehend verschont.

Aus diesem Grund ist es im Süden der Insel auch landschaftlich karger. Im Norden hingegen findet man üppige Vegetation. Riesige Kiefernwälder an den Hängen des Teide, Weinhänge und große Bananenplantagen prägen das Bild. Dazwischen blüht es an Büschen und Hecken und die Straßen sind gesäumt mit hohen Palmen. Auch im Süden sind Palmen zu finden. Die Landschaft wirkt hingegen eher karg und an den felsigen Hängen zum Teide ist nicht viel grün zu sehen. Bei meinem Ausritt fielen mir die langen Nadeln an den Kieferbäumen auf, die um einiges länger sind, als die Nadeln der Kiefern in den deutschen Wäldern.

 

 

 

 

 

 

 

Mir wurde erklärt, dass durch die langen Nadeln, sich die Feuchtigkeit länger an den Kiefernadeln hält und dadurch der Boden gleichmäßig feucht gehalten wird.

Will man vom Süden in den Norden oder umgekehrt, gibt es die Möglichkeit im Norden die Insel auf der Autobahn überqueren. Von Südwest nach Südost und umgekehrt geht es nur über das Gebirge. Da ich nicht für jede Fahrt in den Süden die ganze Insel umrunden möchte, bleibt mir nur der Weg über die Berge mit den vielen Serpentinen, die sich an einer Seite hoch und auf der anderen wieder herunterschrauben. Erst fand ich es sehr gewöhnungsbedürftig und fuhr sehr vorsichtig. Mittlerweile habe ich mich an die Kurverei gewöhnt bin ich bereits eine geübte Kurvenfahrerin :-). Ab und zu träume ich auch von den vielen Kurven. Mein Hund sitzt hinten in der Transportbox und wird bei den Kurvenfahrten von links nach rechts bewegt. Er nimmt es anscheinend sehr gelassen und träumt dabei von Tennisbällen oder hakenschlagenden Hasen!? Landschaftlich finde ich es sehr reizvoll über die Gebirgspässe zu fahren und am Horizont den Atlantik liegen zu sehen.

Im Süden angekommen genieße ich einen Blick auf  La Gomera, das gar nicht weit  gegenüber von Teneriffa liegt. Dort war ich einmal vor über zwanzig Jahren. Wahrscheinlich hat sich dort auch einiges verändert. Um das beurteilen zu können, müsste ich ein bisschen näher heran.

Bei meinen Fahrten am Nachmittag, die mich zurück in den Norden führten, verließ ich häufig den Süden bei 26 Grad. Viele Leute lagen am Strand und im Wagen war es ziemlich heiß. Alle paar Meter fiel die Temperatur laut Anzeige im Wagen um ein Grad. Oben auf dem Pass hatte ich noch gerade 12 Grad. Zumeist ist oben alles in Wolken und Nebel und häufig regnet es. Nach Icod geht es zum Schluss wieder viele kleine Serpentinen hinunter. Und mit dem aufklarenden Nebel steigen auch ein wenig die Temperaturen. Und dann bin ich wieder im Grünen.

Euch wünsche ich in Nord und Süd und West und Ost einen wunderschönen Tag.

Um dem ganzen Regen hier im Norden der Insel auch einmal etwas Gutes abzugewinnen, fange ich heute mit einem Regenbogenbild an. Ich war nicht begeistert, als ich an einem Tag, an dem es eigentlich aufklaren sollte, die dunklen schweren Wolken über den Atlantik heran nahen sah. Doch dann sah ich nach meinem Morgenspaziergang mit dem Hund von meinem Balkon diesen riesigen wunderschönen Regenbogen. Er spannte sich quer über den ganzen Ort. Schade, dass ich nicht so gut fotografieren kann, um ihn in der ganzen Pracht festzuhalten. Denn in echt sah er noch viel viel schöner und farbiger aus.

Selbst Hund richtete sich am Balkon auf, um zu sehen was es dort eigentlich zu sehen gab. Ihn interessiert allerdings der Regenbogen weniger, dafür die Nachbarhunde umso mehr. Da gutes Wetter für diesen Tag angesagt war, hatte ich einen Reitausflug in den Wäldern unterhalb des Teide eingeplant. Ich wollte mich nicht vom Wetter davon abhalten lassen und fuhr mit dicken Stiefeln und Regenjacke hoch in die Berge. Langsam gewöhne ich mich sogar an die steilen Straßen. Sie kommen mir jeden Tag normaler vor und ich sehe den Tag schon kommen, an dem ich es langweilig finden werde, wenn es nicht mindestens 87 Grad hinauf oder hinunter geht :-).


Als ich auf dem Hof der Finca ankam, lag der Teide im Nebel der Wolken verborgen und auch der Atlantik war nicht mehr zu sehen. Nur überall graue Regenwolken. Da es jedoch immer noch 17 Grad hatte und zunächst nur nieselte, beschlossen wir den Ausritt zu machen und die Hunde mit zu nehmen. Am letzten Sonntag hatte ich bereits Gelegenheit gehabt, mich auf dem kleinen Reitplatz der Finca mit den Pferden und dem Western Reitstil vertraut zu machen. Ich durfte mir Max satteln. In den großen Satteltaschen war viel Platz. Ich nahm mir jedoch nur ein bisschen Wasser und meine Regenjacke mit.

Hund musste sich erst an die anderen Hunde und die großen Hunde, die sie Pferde nennen, gewöhnen. Erst wollte er immer mit auf den großen Hund. Als er dann aber verstanden hatte, dass das nicht ging, genoss er seine Freiheit am Boden und lief drei Stunden frei neben mir durch den Wald. Schnell hatte er auch verstanden, dass er beim Galopp besser ein bisschen Abstand von den Hufen der großen Hunde halten musste.

Außerdem hatte er einen neuen Freund. Genau so ein „junger“ Rüpelhund, mit dem er zusammen neben den Pferden im Wald rumtollte. Ein Sprachproblem hatten die beiden nicht.

Und auch die anderen beiden Hofhunde liefen im Rudel mit. Meine Kamera hatte ich bei dem Ausflug selber nicht dabei, da ich mir nicht so sicher war, ob der Kamera so ein wilder Galopp wirklich gut tut.

Der Ausritt war trotz Nieselregen wunderschön. Auch wenn es an Fernsicht fehlte, sah ich viel von der schönen Landschaft mit den dichten Kiefernwäldern. Doch dann fing es irgendwann so stark an zu regnen, dass ich bis auf die Haut durchnässte. So durchnässt und mit Schlamm bespritzt kam ich glücklich und zufrieden vom Berg. Hatte ich Euch irgendwann einmal erzählt, dass ich in die Sonne fahre?

Ich wünsche Euch einen guten Tag und bei Bedarf einen guten Regenschutz.

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Zum 16. November zeige ich Euch 16+5 Fotos aus der Umgebung von Icod de los Vinos. Die Fotos sind während der zwei Sonnenstunden in den letzten Tagen hier im Norden der Insel entstanden. Schnell habe ich alles ohne Regen abgelichtet und hier sind sie nun meine kleine Impressionen:

Das ist der Hafen von Garachico. Garachico ist ein kleiner Ort, der einige Kilometer südlich von Icod am Meer liegt. Hier gibt es einen ganz kleinen Stadtstrand, an dem der Hund gut graben konnte, da kein Mensch dort war.

Das ist Garachico von oben aus dem Gebirge gesehen. Die Fahrt dort runter ist ziemlich serpentinenreich. Aber besser Serpentinen als gerade steile Abfahrten mit Abschussrampencharakter :-).

Durchblick auf den Atlantik. Am Horizont seht ihr die Küste von Brasilien.

Ein Geschenk für die Montagsprojektgruppe mit den Herzen: nehmt Ihr dieses schöne Herz (aus Stein) an?

Emils Huhn aus Halle hat hier in Icod einen entfernten Cousin

Bananenbäume und das Frühstück ist gesichert.

Das ist noch nicht der berühmte Drachenbaum. Er ist zwar größer und steht auch in der Nähe des „Wahrzeichens“ der Stadt, ist aber wohl nur der Zweitschönste am Platz.

Gibt es eigentlich ein Fensterprojekt?

Blick auf die Kirche von Icod, die auf einem wunderschön angelegten Platz steht.

Das ist der Drachenbaum – das Wahrzeichen der Stadt (Teilausschnitt).

und in seiner ganzen Schönheit

und gleich noch einmal

Palmen

Früchte

Aloe Vera

und ein Blick über die Dächer auf den Atlantik

Weihnachtsdeko auf dem Kirchvorplatz

So ein Spiel kannte ich noch nicht. Ich habe Euch von den steilen Straßen hier erzählt. Die sind  so steil, dass dort Kinder und Jugendliche auf Brettern, die hier Tabla heißen, herunterrutschen. Am Ende der Straße liegen alte Reifen, die den Schwung abbremsen sollen. Die Bretter haben keine Rollen, sondern werden unten gewachst. Ende November soll es hier sogar ein großes Tabla Rennen geben. Da werde ich auf jeden Fall dabei sein (als Zuschauerin).

Eine Glocke am Rathausturm klingt ein wenig abgesprungen.

Grüne Bananen warten auf Käufer.

hier blüht es im November

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Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag.