Mit ‘Internet’ getaggte Beiträge

Umzug

Umzug

Im Moment bin ich gerade am Umziehen und komme daher nicht zum Bloggen und auch nicht zum Blog lesen. Das werde ich alles in der nächsten Woche nachholen. In der nächsten Woche? Hoffentlich!

Da ich lange von meinem Umzug wusste, hatte ich bereits vor Monaten bei dem Telefonanbieter 1&1 einen Vertrag über Internet und Telefon für die neue Wohnung abgeschlossen. Am Montagabend sollte die Leitung stehen. Ich fuhr in die neue leere Wohnung und probierte …und probierte vergeblich. Das einstündige Telefonat mit der Servicehotline sollte Klärung bringen. Im Ergebnis sicherte der hilfsbereits Mitarbeiter mir zu, dass am Dienstag  die Leitung stehen werde. „Ganz sicher“, rief er fröhlich ins Telefon. „Und einen schönen Tag noch“.

Heute Morgen am Mittwoch ist immer noch nichts passiert. Servicehotline, musikalische Warteschleife, Mitarbeiter 1, musikalische Warteschleife, Mitarbeiter 2, musikalische Warteschleife … und dann die Störungsstelle. Im Ergebnis wird ein sogenanntes Ticket erstellt: 1&1 hat nun festgestellt, dass eine Störung vorliegt. Internet? Leider noch nicht. „Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag“, ruft der freundliche Mitarbeiter gutgelaunt in die Leitung. Er hat ja schließlich Internet.

Da ich morgen früh umziehen werde und das Ende der Bearbeitung des Störungsfalles bei 1&1 noch nicht absehbar ist, muss ich mich wohl eine Weile aus dem Netz verabschieden. Wenn 1&1 eines Tages möchte, in der Lage sein sollte und das Ticket bearbeitet sein wird, melde ich mich wieder.

Bis dahin wünsche ich Euch allen eine schöne Woche.

liebe Grüße

Leonie

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Lasko denkt auf kühlen Fliesen

Lasko denkt auf kühlen Fliesen

Gestern  Wir sind nun seit über einer Woche in Bonn und das Wetter wird immer besser. Jedenfalls meint das Leonie, die sich jeden Morgen über den blauen Himmel und den Sonnenschein freut. Wenn wir morgens los laufen, ist es draußen noch frisch und ich freue mich an den nassen Gräsern, die ich gerne abschlecke. Während ich schlecke und schnüffle, erfreut sich Leonie an der grünen Natur um uns herum und bereitet sich mental (wie sie sagt) auf den Tag vor. Am Nachmittag wird es mir im Moment wirklich ein wenig zu heiß. Wenn die Hitze über Bonn drückend wird, mag ich nicht mehr aus dem Haus gehen, sondern haue mich lieber auf die kühlen Fliesen im Flur.

Wenn ich so relaxt und ausgestreckt auf dem Flur liege, sehe ich so aus, als wenn ich schlafe. Doch der Eindruck trügt. Ich bin voll da und bewache das Haus. Ich kann schlafen und wachen. Das ist Multitasking Hund. Dabei richte ich  meine Schlabberohren gerne ein wenig auf und lausche, was die Zweibeiner um mich herum sich so erzählen. Ihr seht ich bin ein wahrer Multitasker (schlafen, träumen, liegen, wachen, hören). Das mit dem Multitasking dachte ich jedenfalls. Doch dann toppten mich die jugendlichen Zweibeiner.

Leonie hatte gekocht und sass mit ihren Söhnen am Mittagstisch. Beide Söhne hatten ihre Handys dabei und konzentrierten sich auf das Eintippen von Nachrichten an Freunde, nebenbei spielten sie anscheinend, hörten Musik, aßen und schienen sich ab und zu auch noch zu unterhalten. Das ist Multitasking Zweibeiner. Viele Dinge zugleich machen. Ich denke, dass „viele Dinge zugleich machen“ grundsätzlich gut ist. Das spart Zeit und Kosten. Für einen Hund nicht unbedingt notwendig :-). Aber, wenn ich Multitasking Mensch nachmachen würde, würde ich zugleich Knochen fressen, Geräusche anhören, markieren, schnüffeln, bellen und wild im Kreis hinter einen Ball herlaufen. Ergibt das einen Sinn? Ich glaube, dass ich so etwas nicht wirklich brauche.

Mehrere  Dinge mit verschiedenen Sinnen zugleich tun, ist doch eigentlich dumm. Dann kann ich nicht richtig schmecken, genießen, verliere den Ball und wenn ich mich nicht richtig auf das Markieren konzentriere, falle ich am Ende auf meinen drei Beinen noch um. Nee, so ein Multitasking a la Zweibeiner ist absolut nichts für Hunde. Und meiner Meinung nach und nichts für Zweibeiner. Denn es scheint, dass die Zweibeiner häufig viel machen, aber in Wirklichkeit machen sie nichts richtig. So, nun wisst Ihr es. Das musste einfach mal gesagt werden.

Leonie diskutierte mit ihren Söhnen, über den Sinn oder Unsinn, ob es notwendig oder überhaupt möglich sei, zur gleichen Zeit zu essen und auf Facebook aktiv zu sein, daneben Mails zu beantworten und Musik zu hören, während gerade eine Unerhaltung stattfindet. Die Jugend bejahte dies mit einem kurzen Kopfnicken, da sprechen anscheinend bei den anderen vielen Beschäftigungen gerade nicht mehr möglich war. Als die Handys nach einiger Zeit beiseite gelegt wurden, fragte der jüngere Sohn Leonie: „Sag mal, was habt Ihr in Eurer Jugend eigentlich ohne Internet und Facebook gemacht? War das nicht total langweilig?“

Die Frage hätte er mir stellen sollen. Ich muss seit meiner Jugend ohne Facebook leben und das geht eigentlich ganz gut. Kann er das nicht sehen? Aber zugegeben: Ganz ohne das große WWW  auch ein Lasko nicht leben. Denn was würde ich ohne meinen Blog machen?

Ja, was hat Leonie eigentlich ohne Internet in Ihrer Jugend gemacht?

Heute Leonie hat sich lange mit ihren Söhnen unterhalten und ihnen erzählt, wie das früher so war. Leonie saß mit ihren Freundinnen und Freunden im Zimmer, trank Tee und hörte Musik von Schallplatten. Ab und zu war Leonie auch allein im Zimmer und spielte Gitarre, las Bücher, schrieb oder zeichnete irgendetwas. Es gab Zeiten da hörte sie auch allein Musik und träumte vor sich hin. Was hat sie wohl geräumt? „Das ist so lange her. Das weiß ich gar nicht mehr“, sagt sie Augen zwinkernd. Soll ich ihr das glauben?

„Und Deine Freunde? Die konntest Du doch gar nicht per Phone oder Internet erreichen. Musstet Ihr Euch jedes Mal richtig verabreden, um Euch zu treffen? Was habt Ihr denn gemacht, als es keine Playstation gab?“ So viele Fragen. Mir wurde ganz schwummerig. Leonie erzählte sehr lange und ausführlich von ihrer Jugend. Ungläubig hörten die Jungs zu. Ich döste auf den Fliesen vor mich hin und dachte mir meinen Teil.

Auf einmal fragte Leonie: „Was würdet Ihr denn machen, wenn auf einmal kein Strom mehr da wäre? Was würdet Ihr machen ohne Facebook und Internet?“ Ich weiß, was ich machen würde, ich würde genauso auf diesen Fliesen liegen, schlafen, dösen, wachen und lauschen – eben Hundemultitasking.

Morgen –   Was würdet Ihr machen ohne Internet?

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – im Moment machen wir alles zum letzten Mal. Ich hoffe, dass wir das alles nicht wirklich zum letzten Mal machen. „Aber zumindest, so schnell nicht wieder“, sagt Leonie. Wir gingen daher gestern zum letzten Mal wandern – natürlich auf unserem Lieblingsweg. Wir gingen zum letzten Mal einkaufen – natürlich in unserem Lieblingsgeschäft. Vielleicht gehen wir auch noch mal essen – natürlich bei unserem Lieblingsspanier. Wir schwimmen noch einmal morgens zusammen im Naturpool – natürlich und mit Fell. Wir besuchen noch einmal die Nachbarn und trinken zusammen ein Glas Wein – natürlich darf es für mich auch ein Knochen sein. Wir rennen noch einmal die Promenade entlang – natürlich nicht ohne ein Seufzen von Leonie Richtung mehr. Wir essen noch einmal Lammkoteletts – natürlich Leonie das Fleisch und ich die Knochen. Wir……so viele letzte Male.

Servicepoint Bank

Servicepoint Bank

Heute– wir haben hoffentlich zum letzten Mal die kundenfreundliche S-Bank besucht, die stets zu Diensten des Kunden da sein will (verspricht zumindest die Werbung). Die Realität sah auch heute leider wieder anders aus. Es gibt in der Filiale einen Direktor, einen zweiten Direktor und einen Sachbearbeiter, der hinter dem Schalter steht. Im Allgemeinen und auch im Besonderen scheint nur der Letztere zu arbeiten. Auch, wenn sich lange Schlangen vor seinem Schalter bilden, schauen die beiden Herren Direktoren mit verschränkten Armen ihm gerne  bei der Arbeit zu.

Heute hatte der zweite Direktor leider (für uns) Ferien. Der Sachbearbeiter arbeitete die vielfältigen Anliegen der Menschen, die in einer langen Schlange vor ihm standen, ab. Als Leonie und ich endlich zu ihm vorgedrungen waren, erklärte er uns, dass für unser Anliegen der Direktor zuständig sei. „Vielleicht könnte Ihnen auch der zweite Direktor helfen, aber der hat leider Urlaub“, informierte er Leonie. „Gut“ meinte Leonie. „Kann ich  zu ihm reingehen?“ Sie wollte sich gerade in Richtung des kleinen Zimmers bewegen, das der Herr Direktor sein eigen nennt. Doch der Sachbearbeiter erklärte, dass sie warten müsse, da der Herr Direktor gerade außer Haus sei.

Leonie nahm auf einem Stuhl vor dem Zimmer Platz und ich legte mich auf den Boden. Es vergingen viele Minuten und ich erhielt viele Streicheleinheiten von vorbei kommenden Bankkunden. Nach sage und schreiben 95 Minuten erschien der Herr Direktor verschwitzt mit seinem Tennisschläger in der Tür. Er kam gerade vom Tennis spielen und hatte sich dabei wohl ein bisschen verausgabt, so dass er sich verständlicherweise nicht sofort in den Dienst des Kunden stellen konnte. Er wischte sich den Schweiß von der Stirn, lief in sein Zimmer, schmiss sich in seinen Sessel und begann seine SMS zu checken.

Eine Stunde später hatte er sich ein wenig erholt und winkte uns zu sich in sein Zimmer. Nun half er Leonie, die gerne ihre Bankkarte internetfähig gemacht haben wollte. Da er selber immer noch zu erschöpft war, durfte Leonie auf seinem Stuhl Platz nehmen und sich die Karte selber an seinem PC einrichten, während er weiter sein Handy bearbeitete. „Andere Länder, andere Sitten“, sagte Leonie leise zu mir. Aber nach 2 und einer halben Stunden spazierten wir mit einer internetfähigen Bankkarte aus der servicefreundlichen  Bank hinaus. Solche Erlebnisse können dann wirklich ruhig das letzte Mal gewesen sein.

Morgen – Es gibt wahrscheinlich noch ein paar weitere letzte Male.

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – Als Hund habe ich ja ohnehin nicht so viel mit der Technik am Fell. Aber gestern hat mich die Technik wirklich genervt. Und zwar hat sie mich genervt, weil Leonie genervt war. Und wenn Leonie genervt ist, dann ist sie nicht gut auszuhalten, vergisst mich zu streicheln, sitzt stöhnend am Computer und denkt viel zu spät daran, mit mir rauszugehen. Was war passiert?

Leonie hat in ihrem Handy eine spanische Simkarte. Die hatte sie von Zeit zu Zeit in einem kleinen Laden aufladen lassen. Als sie gestern morgen zu dem Laden kam, existierte der nicht mehr. Mit einigem Fragen in der Nachbarschaft erfuhr sie nach einer halben Stunde, dass nun ein anderer Laden am anderen Ende der Stadt für die Aufladung der Karten zuständig sei. Sie lief dort hin, um zu erfahren, dass für ihre Karte ein ganz anderer Laden in der Nähe des ersten Ladens zuständig sei. Also lief sie wieder zurück. In dem dritten Laden erklärte ihr der freundliche Herr, dass die Karte verfallen würde, wenn sie die nicht innerhalb von drei Monaten wieder aufladen würde. Da Leonie aber länger in Deutschland bleiben will, verwies der Herr sie auf den Internetweg. „Alle Lauferei umsonst“, grummelte Leonie. Immerhin waren erst zwei Stunden verstrichen und sie wusste wie es gehen sollte. Aber es kam noch besser.

Zu Hause konnte sie sich nicht auf der Homepage des Telefonunternehmens einloggen. Kein Passwort? Bitte neu anmelden. Neuanmeldung. Geben sie das Passwort ein. Kein Passwort? Fordern sie das Passwort an. Kein Passwort? „SCHEI…“, brüllte Leonie. „Das dreht sich im Kreis“. Nach einer Stunde Warten in  der Hotline, die sie mit dem Restguthaben auf dem Handy anrief, hatte sie endlich das Passwort und konnte sich einloggen. „Gleich, gleich…. hab´ichs“, freute sie sich. Doch sie brauchte eine Kreditkarte, um die Aufladung zu bezahlen. Sie gab eine spanische Kartennummer an, um kurz darauf festzustellen, dass diese Karte nicht für Internetkäufe freigeschaltet war. Leonie versuchte die Karte auf der Webseite der spanischen Bank freizuschalten. Leider vergeblich. Sie probierte und probierte. Das Ergebnis war, dass diese Bankkarte nun ganz gesperrt ist.

Leonie hat auch noch eine deutsche Kreditkarte. „Es klappt, es klappt“, versessen starrte sie auf den Bildschirm, nachdem sie es mit der deutschen Karte probiert hatte. Ich konnte schon gar nicht mehr hinsehen. Die Karte war für Internetbanking freigeschaltet. Sicherheitsabfrage: „Wie ist ihr Kosename?“ „Mein Kosename, was soll das denn“, stöhnte Leonie. Sie probierte einige Kosenamen aus. Ja, die liebe Leonie wird wohl langsam ein wenig vergesslich. Sie konnte sich weder daran erinnern, einen Kosenamen gehabt, noch einen solchen je der Bank verraten zu haben. Im Ergebnis einiger Fehlversuche war schließlich auch diese Karte nicht mehr für Internetkäufe tauglich.

Leonie war verzweifelt und wollte mit dem Handy die Kartenhotline der Bank anrufen. „SCH…“,  brüllte sie schon wieder. Das Handy war ja nicht mehr aufgeladen. Sie suchte die Internetverbindung der Bank und bekam schließlich noch einen weiteren halben Stunde Kontakt mit der Kartenhotline, indem sie eine alte deutsche Karte ins Handy einlegte. Eine freundliche Dame half ihr in der nächsten Stunde die Kreditkarte für Internetkäufe neu einzurichten.  „Geschafft“, rief Leonie erleichtert aus. „Gut, was wollte ich noch mit der Karte? Ach ja richtig, das Telefon aufladen“. Mit neuem Mut ging es wieder auf die Seite der  Telefongesellschaft und dieses Mal klappte es. 10 € wurden auf dem Handyaccount gut geschrieben.

Leonie sprang auf und ich sprang gleich vor Schreck mit auf. „Lasko, ich kann den Bildschirm nicht mehr sehen. Lass uns bloß raus gehen“, rief mir eine endlich wieder besser gelaunte Leonie zu. Wau – das höre ich gern.

Heute – Leonie hat alle Kartennummern, Telefonnummern und PIN, TAN und was ihr sonst noch so einfiel sorgfältig aufgeschrieben. Hoffentlich hat sie auch die Sicherheitsfragen dieses Mal notiert. Kosename? Was für eine Sicherheitsabfrage. Wer kann sich schon alle Kosenamen merken? Die sollten lieben nach dem Kosenamen für ihr absolutes Lieblingshaustier fragen. Aber auch das wahrscheinlich noch zu viele Möglichkeiten. Besser und einfacher wäre doch die Abfrage. Wie heißt Ihr über alles geliebter vierbeiniger Begleiter? Was frisst Ihr Hund am Liebsten? Wie viele Beine hat Ihr Hund? Mir fiel da noch mehr ein. Ich glaube, ich wäre ein guter IT Sicherheitsberater. Wenn ich nicht so gerne den ganzen Tag dösen und fressen würde, sollte ich den Beruf wechseln :-).

Morgen – Leonie muss zur Bank und die spanische Kreditkarte wieder in Ordnung bringen lassen. Werde mal fragen, ob ich dort im nächsten Jahr einen Ferienjob bekommen kann.

Lasko denkt.......

Lasko denkt…….

Gestern – wir haben es vor lauter Umzugvorbereitungen immer noch nicht geschafft nachzuschauen, ob wir in der Lotterie gewonnen haben. So bleibt ein wenig Spannung und Hoffnung. Ach, wäre es schön ein Knochen Millionär zu sein:-).

Heute – wir sind mit einem blauen Auto Probe gefahren. Ich durfte zuerst in das neue Auto hinein springen. Hinten war viel Platz für mich – jedenfalls nachdem Leonie die hinteren Sitze umgklappt hatte. Als ich es mir gerade bequem auf meiner Decke gemacht hatte und Leonie alles in den Wagen eingeräumt hatte, zeigte der Verkäufer Leonie einige Details zum Wagen. Dann kam der große Moment und Leonie dreht den Zündschlüssel. Ja, und das war es auch schon. Der Wagen machte leise „zapp, zapp“. Gerade noch diese Laute und dann war Ruhe. Ich fand das nicht schlimm. Ich hätte in Ruhe weiterdösen können.

Aber Leonie und der Verkäufer schienen beide nicht so amüsiert zu sein. Nach einigen Diskussionen stiegen wir wieder aus dem Wagen aus und machten uns auf den Fußweg zurück. Der Verkäufer machte sich auf den Weg zu seinem Nachbarn, um mit ihm gemeinsam eine neue Batterie für den Wagen zu kaufen.

So kam ich dann heute nicht zu einer Probefahrt, aber dafür  noch zu einer Wanderung am Meer. Ich kann Euch sagen, das war richtig spannend. Hier landen zurzeit riesige Wellen an. Viele Strände sind gesperrt und das Wasser spritzt bis hoch auf die Promenade. Mir macht es eine Hundefreude durch den Sprühregen auf der Promenade zu wandeln. Ich verstehe gar nicht, warum die Menschen so lange Gesichter ziehen. Der schöne Sprühregen und die hohen Wellen sind sicher bald wieder vorbei.

Morgen – hoffentlich hat der Wagenbesitzer morgen in dem Wagen eine neue Batterie eingebaut. Dann werden wir endlich eine Probefahrt machen können. Wenn alles klappt, können wir den Wagen bereits für unseren Umzug nutzen. Bis dahin kann Leonie noch ein wenig Spanisch üben, da sie auch mit der Telefongesellschaft sprechen und einen Router für die neue Wohnung besorgen muss. Ob sie das hinbekommt?

 

Das neue Jahr ist – wen soll es wundern? – auch hier gerade zwei Tage alt. Da Neujahr auf einen Sonntag fiel, ist laut Gesetz hier anscheinend nun auch der 2. Januar  ein Feiertag. Viele Geschäfte haben geschlossen und es ist draußen auf den Straßen sehr ruhig. Was sich politisch in der Welt und in Spanien abspielt, bekomme ich nur in Bruchteilen mit. Ich verfüge nur über einen Fernsehanschluss mit spanischen Programmen. Das gefällt mir auch eigentlich recht gut, denn so bin ich darauf angewiesen, Tag für Tag ein wenig mehr Spanisch zu verstehen. Zwar könnte ich auch im Internet Weltnachrichten suchen und finden, aber auch das Internet steht mir hier im Moment nur sehr eingeschränkt zur Verfügung. In der Wohnanlage gibt es zwar einen Gemeinschaftsraum (sehr ungemütlich ohne Fenster) mit WLAN. Die Wartung des Routers lässt jedoch anscheinend sehr zu wünschen übrig. Alle halbe Stunde fällt das WLAN aus. Wenn die gute Servicedame in Urlaub geht oder frei hat, geht im WLAN überhaupt nichts mehr. Ich habe dann nur noch die Möglichkeit,  mit meinem Notebook in ein Hotel oder ein Internetcafe  gehen. Solche Aktion ist allerdings jedes Mal eine nicht unerhebliche Schlepperei. Daher begrenze ich die Zeiten im Internet auf das Notwendigste, schreibe und beantworte Mails, betreibe online Banking und gehe – solange es geht -bei WordPress spazieren, um Eure Blogs zu besuchen.

Nicht nur mit eingeschränktem Internet, sondern auch ohne fahrbaren Untersatz verlebe ich hier den Januar in Puerto Santiago etwas ruhiger als die Vormonate. Ich habe zwischenzeitlich sehr viel von der Insel gesehen und mich entschlossen, die Kosten für den Leihwagen in diesem Monat zu sparen. Leider dürfen Hunde in Spanien nicht mit Bus fahren und dadurch ist meine Mobilität auf den per  Fuß zu begehenden Umkreis beschränkt. Zum Glück ist man als joggende Hundehalterin ja recht gut trainiert. Hund wundert sich, dass seine Transportbox nun nicht mehr in einem Wagen, sondern auf dem Balkon steht. Ab und zu legt er sich hinein. Will er wegfahren oder fliegen oder einfach nur von großen Knochen beim Spanier um die Ecke träumen?

Da  meine Mobilität in jeder Hinsicht ein wenig eingeschränkt ist, habe ich mich auf das Schreiben verlegt, um nun endlich im Januar mit dem Buchprojekt zum Abschluss zu kommen. Dennoch werde ich versuchen, Euch ab und zu auch ein paar Neuigkeiten oder schöne Bilder von der Insel zu zeigen.

Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Tag.

Nun sitze ich im Badezimmer und schreibe meine Eindrücke von meinem ersten Tag in Teneriffa auf. Warum im Bad? Dazu später. Ich erzähle einfach der Reihe nach. Mittwoch in der Nacht verabschiedete mich mein Mann am Köln Bonner Flughafen. Wir waren beide ein wenig aufgeregt, denn das war immerhin ein Abschied für vier Wochen. Nur der Hund war nicht aufgeregt. Er war einfach nur müde und wunderte sich anscheinend, wieso wir ihn mitten in der Nacht zum Flughafen transportierten. Da er abends nichts gefressen hatte, nahm er gerne die Scheibe Wurst mit einer kleinen Beruhigungstablette und döste innerhalb kürzester Zeit ein. Die Angestellten am Flughafen, die ihn in Empfang nahmen und zum Flieger bringen sollten, waren alle sehr nett zu mir. Sie beruhigten mich, denn wahrscheinlich sah man mir meine Aufregung wegen dem Hund an.

Die restliche Nacht verging für mich sehr schnell, da ich in den folgenden Stunden immer wieder vor Müdigkeit im Flieger eindöste, auch wenn ich nicht richtig schlafen konnte. Der Service von Air Berlin tat das seinige dazu. Denn immer dann, wenn ich gerade die Augen geschlossen hatte, um einen kleinen Schlafversuch zu starten, ging das Licht wieder an oder es wurde eine Durchsage gemacht. Wenn dann wieder Ruhe war und ich die Augen gerade geschlossen hatte, wurde mir freundlicherweise ein Glas Wasser angeboten. Das trank ich dann bei aufkommenden Turbulenzen über Frankreich aus. Neben den Turbulenzen wurden weitere Getränke gereicht. Danach folgte wieder ein Schlafversuch. Nun wurden die Getränkebecher wieder eingesammelt. Vielleicht könnte danach ja Schlafruhe einkehren? Nein, weit gefehlt. Es wurden Zigaretten und zollfreie Waren offeriert. Wieso soll ich nachts um 4.30 Uhr Parfum kaufen? Etwas Richtiges zu essen gab es nicht, jedoch ein Brötchen, mit dem ich morgens um 4.45 Uhr auch nicht so wirklich etwas anfangen konnte. Ich steckte es als eiserne Reserve ein, denn man kann ja nie wissen :-).

Als ich müde aus dem Flieger stieg, galt meine erste Sorge dem Hund und mit meinen Anfänger Spanischkenntnissen fragte ich mich zu ihm durch. Nach meiner ersten spanischen Frage des Tages landete ich irgendwo im Kellergeschoss des Flughafens, wo ich ganz allein herum irrte. Niemand war dort, den ich mit weiteren spanischen Fragen hätte belästigen können. Der Keller war richtig, denn hier stand das spanische Schild für Sperrgepäck. Schließlich sah ich meine Transportbox in der Ecke auf einem Transportband stehen. Hundi freute sich riesig als er mich sah und wollte gleich auf mich los. Leider dürfen Hunde im Flughafen nicht frei laufen und er schien auch noch ein wenig schwach auf den Beinen zu sein. So schaffte ich einen Koffertrolley heran und wuchtete die über 30 Kilogramm schwere Transportkiste mit dem Hund auf die Karre. Das war gar nicht so einfach, da die Kiste oben auf dem Transportband stand und ich sie dort herunter bekommen musste, ohne dass dem Hund etwas passierte. Das bekam ich nach einigen Versuchen tatsächlich hin und Hundi rutschte mit Kiste auf den Trolley. Nun musste ich noch den Weg aus dem Keller hinaus finden. Das war dann aber  wegen der Beschilderung kein Problem.

Doch das nächste Problem ließ nicht lange auf sich warten. Ich war aus dem Ankunftsbereich nun heraus gegangen. Das war auch richtig so. Nur war der Umstand, dass mein Gepäck noch drinnen im Ankunftsbereich stand, ein weiteres kleines Hindernis, das es zu überwinden galt. Zeit für die zweite  Spanischfrage des Tages. Höflich und hilfreich wie die Spanier anscheinend sind, fand ich den Weg zurück in den Ankunftsbereich. Auch wenn das über den Hintereingang der Zollverwaltung hinten durch die Brust ins Auge geschah. Ich war wieder zurück im Ankunftsbereich. Dort wuchtete ich meinen Koffer auf einen zweiten Koffertrolley. Mit 20 kg und 200 gr hatte Air Berlin mich reisen lassen. Ein bisschen Service ist wohl doch noch verblieben. Zwei Koffertrolleys konnte ich jedoch beim besten Willen nicht schieben. Also wuchtete ich meinen Koffer hoch hinauf auf die Transportbox, die ohnehin nicht sehr stabil auf dem Koffertrolley stand und bedrohlich hin und her schwankte. Um die Angelegenheit noch ein bisschen beschwerlicher zu machen,  band ich mir meine Umhängetasche mit 15 Kilogramm Technik (Notebook, Kamera sowie Zubehör) um den Hals und suchte nach der Autovermietung.

Zeit ein wenig Spanisch am Morgen zu üben. Bereits die dritte Spansichfrage, die ich einigermaßen dahin stotterte. Dann erfuhr ich von der Dame bei der Autovermietung, dass es ein oder auch mehrere kleine Probleme gäbe. Na prima, auf die hatte ich an diesen ersten schönen Morgen gerade gewartet. Da ich eher angekommen war, musste ich einen Tag extra zahlen. Das hatte ich mir schon so gedacht. Dann stellte sich noch heraus, dass der gemietete Wagen zu klein für die Transportbox war, so dass ich noch ein wenig zusätzlich in die Tasche greifen durfte. Als Letztes erzählte mir die gute Dame, dass ich einen sehr guten Versicherungsschutz gewählt hätte. Jedoch müsse ich wissen, dass da weder Reifen, noch Auspuff, noch Kupplung, noch……Ja, was war denn eigentlich versichert an diesem Gefährt? Kurz und gut – ich stockte die aktive Geldmenge der Autovermietung auf und ließ insgesamt zusätzlich 200 € dort. Nicht ärrrrrgern – abhaken. Als ich dann mit meinem riesigen Gefährt vor mir in Richtung Parkplatz schob (hätte ich gezogen, hätte man meinen können, dass ich auf Teneriffa eine Pyramide errichten wolle) und die Palmen vor dem Flughafen in der milden Morgensonne sah, hakte ich den ganzen Ärger ab. Ich lud den Wagen voll und der Urlaub konnte losgehen.

mein Gefährt, das mich nun vier Wochen über die Insel transportieren soll

Die Fahrt aus dem kargen Süden über die schmalen Straßen hoch in den Norden fand ich landschaftlich sehr schön. Dann kam ich in Icod de los Vinos, das nun vier Wochen meine neue Heimat sein soll, an. Jetzt ging die Suche nach meiner Unterkunft los. Spanischfragen vier, fünf und sechs des Tages folgten Schlag auf Schlag. Denn in Icod gibt es hunderte von verwinkelten Gassen, die sich an den Berghängen entlang schlängeln. Aber nach einigem Suchen fand ich auf einer besonders steilen Straßen am Berghang meine neue Unterkunft. Ein freundlicher junger Mann zeigte mir mein Zimmer und ich genoss den Blick vom Balkon auf den Atlantik – einfach fantastisch.

Ich packte aus und stellte dann sehr schnell fest, dass es kein WLAN gab. Schnell lief ich herunter an die Rezeption, wo der freundliche junge Mann mir noch vor einer halben Stunde das Passwort für das WLAN gegeben hatte. Eine Spanischfrage hatte ich an diesem Tag noch frei. Auf meine Frage, die er anscheinend sogar verstanden hatte, erklärte er mir freudestrahlend, dass das Haus über WLAN verfügen würde, leider nur nicht in allen Zimmern. Und das Meine gehöre wohl zu denen ohne WLAN. Da ich mir das Vorhandensein eines WLANs  im Vorfeld hatte schriftlich bestätigen lassen, war ich nicht bereit, in diesem Punkt irgendwelche Kompromisse einzugehen. Nun übte ich nicht weiter spanische Fragen, sondern verlegte mich auf fordernde Bitten. Im Ergebnis durfte ich alle ausgepackten Sachen wieder einpacken und mir drei verschiedene Zimmer ansehen, die allesamt wunderschön waren. Leider verfügte keines über WLAN. Im vierten Zimmer hatte meine Suche Erfolg. Ein Hauch von WLAN war in der Ecke des Badezimmers aufzuspüren. Ich nahm das Zimmer, da es ohnehin kein anderes freies Zimmer mehr gab. Daher sitze ich nun am Waschbecken mit abgedeckten Wasserhahn und bin wieder „online“. Diesen „Arbeitsplatz“ kann ich allerdings nur bis Freitag behalten, da dann dieses Zimmer anderweitig vermietet ist. Was dann aus mir und dem WLAN im Zimmer wird, weiß ich noch nicht. Ich werde berichten.


Nach der schlaflosen Nacht und dem ersten spanischen Tag war ich so müde, dass ich am Nachmittag erst einmal eine Runde schlief, bevor ich mit meinem Hund zu einem ersten ausgiebigen Spaziergang in die Weinberge von Icod aufbrach.

Terrasse mit Palme

Hund ist wieder auf den Beinen

erster Blick auf den Teide in Wolken

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Ich grüße alle Leser aus Teneriffa und werde sobald ich einen weiteren Hauch von WLAN finden sollte, weiter berichten.