Mit ‘Kanarische Inseln’ getaggte Beiträge

Caldera - über den Wolken mit Blick auf den Vulkan Desehada II

Caldera – über den Wolken mit Blick auf den Vulkan Deseada II

Das Jahr fing für mich wunderbar mit einer einwöchigen Reise auf die „Isla Bonita“ La Palma an. Nur am Sonntag fährt die Fähre tagsüber von Los Christianos auf Teneriffa über San Sebastian (La Gomera) nach Santa Cruz de La Palma. An den restlichen Tagen gibt es nur Nachtfahrten – ungünstige Zeiten und natürlich gibt es nachts auch nicht sehr viel zu sehen. Daher war ich froh ein Ticket für den Sonntag bekommen zu haben. Wir fuhren den Wagen vollgepackt mit Wandersachen und Proviant auf die Fähre. Bei hohem Wellengang ging es am frühen Morgen von Los Christianos zuerst nach San Sebastian auf La Gomera, um dann an La Gomera vorbei nach La Palma  zu reisen. Lasko konnte derweil unten im Schiff im Auto auf seinem gewohnten Reiseplatz in Ruhe schlafen, um sich für die anstehenden Wanderungen auszuruhen.

Lasko und Gepäck gut verstaut

Lasko und Gepäck gut auf der Fähre verstaut

Zwischenstop La Gomera - San Sebastian

Zwischenstop La Gomera – San Sebastian

 

 

 

Mein zweiter Aufenthalt auf La Palma – der schönen und wirklich sehr grünen Insel. Doch bei so vielen Wandermöglichkeiten, die die Insel bietet, wird es sicher nicht die letzte  Reise auf die faszinierende Vulkaninsel gewesen sein. Auf La Palma gibt es tatsächlich unzählige Vulkane zu bestaunen, von denen einige auch noch vor gar nicht so langer Zeit aktiv waren. Irgendwann wird auch wieder einer von ihnen Feuer spucken. Einige Wissenschaftler vermuten wegen porösen Vulkanschichten auf der Südflanke der Insel außerdem, dass ein Teil von La Palma eines Tages im Meer versinken und einen Supersunami auslösen könnte. Aber das Schicksal, eines Tages wieder im Meer zu versinken, teilen wohl – auf hoffentlich sehr viele Jahre betrachtet – alle kanarischen Inseln.

Auffällig war bereits auf der Fähre, dass viele – zumeist jüngere – Leute nur mit Rucksack und Zelt unterwegs nach La Palma waren. Wir trafen einige von ihnen  später in den Bergen wieder. Sie schliefen nachts draußen im Zelt, was teilweise in den Bergen in der Höhe ganz schön kalt und feucht sein kann. In einer Woche überquerten sie die Insel von Süd nach Nord oder auch von Ost nach West. Beneidenswert. Ähnliche Abenteuer habe ich vor vielen Jahren auch unternommen. Doch im Moment bin ich ehrlich gesagt recht froh, dass ich nicht draußen genächtigt haben und wir jeden Abend zu unserem – wenn auch einfachen – Quartier in Puerto Naos an der Westküste zurückkehren konnten.

Puerto Naos an der Westküste

Puerto Naos an der Westküste

Dennoch ging es jeden Tag auf eine andere Tour, so dass wir sechs Tage lang neue Wandertouren auf der Insel erkunden und ausprobieren konnten. Sehr schade ist und bleibt für mich, dass Hunde im Nationalpark auf La Palma (auch an der Leine) verboten sind. Gerade im Nationalpark rund um die Caldera de Taburiente gibt es herrliche Wandertouren. Die konnten wir dieses Mal leider wieder nicht angehen. Doch ich lernte einen jungen Mann kennen, der in der Nähe des Nationalparks auf einer Finca wohnt. Und der bot mir  an, bei einem „nächsten“ La Palma Besuch Lasko einen Tag in Pflege zu nehmen. Auf das freundliche Angebot werde ich sicher irgendwann gerne zurückgreifen.

Bei meinem letzten Aufenthalt hatte ich die Parade-Wanderstrecke der Insel, die Ruta de los Volcanes, bereits zu einem großen Teil mit Lasko gewandert. Diese Tour verläuft von Süd nach Nord über die Insel. Der Hauptteil der Strecke startet im Ort Los Canarios auf 722 Höhenmetern und führt von dort über viele Vulkane bis auf den Deseada II (1932 Höhenmeter) und weiter bis zum Refugium El Pilar (1440 Höhenmeter). Häufig wird die Strecke auch einfach aus der Höhe talwärts begangen. So hatte ich es damals auch gemacht, musste danach aber wieder zurück, da mein Wagen oben in El Pilar stand. Dieses Mal starteten wir „unten“ in Los Canarios und arbeiteten uns auf die Vulkane hoch. Nicht immer ein einfaches Unterfangen. Mir persönlich fällt auch das Absteigen in dem Vulkangeröll, auf dem man leicht ins Rutschen gerät, nicht immer so leicht.

Doch wenn im Frühjahr die Transvulcania auf La Palma stattfindet, dann wandern die Teilnehmer nicht nur diese Strecke, sondern sie laufen sie sogar entlang. Und sie laufen nicht nur diesen Teil über den Berggrat der Insel, sondern starten an der Küste und laufen mit dem Ultramarathon 76 Kilometer über den gesamten Berggrat der Insel mit allen Höhen und Tiefen. 76 Kilometer und über 8000 Höhenmeter werden dabei zurückgelegt. Für mich eine unvorstellbare bewundernswerte Leistung.

 

Ruta de los Volcanes - Vulkan San Martin

Ruta de los Volcanes – Vulkan San Martin

Volcán San Juan - Wandern über den Lavastrom

Volcán San Juan – Wandern über den Lavastrom

Wegweiser - Europawanderweg E7 - über Lissabon auf die kanarischen Inseln

Wegweiser – Europawanderweg E7 – über Lissabon auf die kanarischen Inseln

Ermita Virgen del Pino - durch Kieferwälder geht es bergauf

Ermita Virgen del Pino – durch Kieferwälder geht es bergauf

Blick vom Reventón auf Teneriffa

Blick vom Reventón auf Teneriffa

 

 

 

 

Lasko ist müde vom Wandern

Lasko ist müde vom Wandern

 

Doch auch wer kleinere Touren liebt, kommt auf La Palma beim Wandern voll auf seine Kosten. Es gibt in allen Höhenlagen und  allen Gebieten der Insel wunderschöne Rundtouren, die immer wieder neue interessante Ausblicke von der Höhe auf die Küste oder auch die Nachbarinseln bieten. So gibt es eine Wanderung rund um den Vulkan San Juan, bei dem sich Lavaschlacke und Kiefernwälder auf angenehme Art und Weise abwechseln. Gut gefallen hat mir auch eine Küstenwanderung unterhalb des kleinen Ortes Tijarafe. Von Tijarafe ist es möglich auf drei verschiedenen reizvollen Wanderwegen an die Küste zu gelangen. Doch im letzten Teil der Wanderung geht es steil im Zickzack an einer Felswand hinunter. Hier ist schon ein wenig Schwindelfreiheit und Trittsicherheit gefragt. Doch es bieten sich herrliche Ausblicke auf die Küste. Und wer mag, kann am Meer angekommen, in der Piratenbucht bei ruhiger See ein Bad nehmen. Auf den Fotos sieht es vielleicht nicht so gewaltig aus, aber wer genau hinschaut und den „kleinen“ Wanderer entdeckt, mag vielleicht die gewaltigen Felsen erahnen.

Tijarafe - Wanderweg mit Beschattung

Tijarafe – Wanderweg mit Beschattung

Abstieg in die verlassene Piratenbucht

Abstieg in die verlassene Piratenbucht

Tijarafe - Fahrweg Richtung Küste

Tijarafe – Fahrweg Richtung Küste

Wo ist der Mensch - auf einem kleinen Zickzackpfad geht es steil bergab

Wo ist der Mensch (?) – auf einem kleinen Zickzackpfad geht es steil bergab

Volcán San Juan - Wandern über den Lavastrom

Volcán San Juan – Wandern über den Lavastrom

San Nicolás - Blick über den Lavastrom zur Westküste

San Nicolás – Blick über den Lavastrom zur Westküste

San Nicolás - neues Besucherzentrum

San Nicolás – neues Besucherzentrum

 

 

 

 

 

 

Interessant ist auch der Besuch des Besucherzentrums in der Nähe von El Paso, in dem es interessante Informationen über die Insel und insbesondere den Nationalpark gibt. Ein wenig weiter befindet sich eine Quelle, aus der frisches Quellwasser zum Mitnehmen sprudelt. Zukünftig wird es ein weiteres Besucherzentrum in San Nicolás geben. Das befindet sich zurzeit im Bau. In San Nicolás haben sich unter dem Lavastrom Vulkanröhren herausgebildet. Bislang wurden diese von Wanderern und anderen Interessierten häufig auf eigenes Risiko begangen. Zukünftig soll es an dieser Stelle Informationen und geführte Besichtigungen durch die längsten Vulkanröhren der Insel geben. Wer die Cueva del Viento, die längste Vulkanröhre Europas auf Teneriffa kennt, ist sicher auch an der hiesigen unterirdischen Röhre interessiert.

San Nicolás - Volcán San Juan Lavafeld

San Nicolás – Volcán San Juan Lavafeld

Blick auf Solar und Bananenfelder an der Küste - El Remo

Blick auf Solar und Bananenfelder an der Küste – El Remo

El Jedey - kleiner Ort an den Westhängen von La Palma

El Jedey – kleiner Ort an den Westhängen von La Palma

Tijarafe und El Jesus - hoch über der Piratenbucht

Tijarafe und El Jesus – hoch über der Piratenbucht

Felsige Küste und steile Klippen

Felsige Küste und steile Klippen

 

Und wer genug gewandert hat, dem sei ein Besuch der wunderschönen Hauptstadt Santa Cruz de La Palma empfohlen. Bunte Häuser, historische Bauten, gemütliche Plätze, Museen und viele Geschäfte laden zum Verweilen ein.

Santa Cruz de La Palma - Weihnachtsstern Bogen

Santa Cruz de La Palma – Weihnachtsstern Bogen

Santa Cruz de La Palma - Gassen in der Innenstadt

Santa Cruz de La Palma – Gassen in der Innenstadt

Santa Cruz de La Palma - Denkmal zur Erinnerung an die Weihnachtssänger

Santa Cruz de La Palma – Denkmal zur Erinnerung an die Weihnachtssänger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch ein großes britisches Kreuzfahrschiff lag vor der kleinen Inselhauptstadt auf Reede. Ein wenig müde vom vielen Wandern, aber mehr als zufrieden, ging es für uns mit der Fähre wieder zurück nach Teneriffa.

ein englischer "Kreuzfahrer" besucht die Insel

ein englischer „Kreuzfahrer“ besucht die Insel

Abschied von La Palma

Abschied von La Palma

 

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Valle Gran Rey  -Mirador

Valle Gran Rey – Mirador

Blick auf Teneriffa mit dem Teide

Blick auf Teneriffa mit dem Teide

Inselmitte - Los Roques

Inselmitte – Los Roques

Heute zeige ich einige Bilder von meinem Kurzaufenthalt auf der kleinen grünen Insel La Gomera. Leider hatten wir bei unserem Aufenthalt immer noch „Calima“ über den kanarischen Inseln. Der Calima ist eine Wetterlage, die als Ostwind viel heiße Luft, Sand und Staub von Afrika über die kanarischen Inseln weht. Dementsprechend war nicht nur die Sicht von den Bergen ins Tal die meiste Zeit leider nur durch eine Dunststaubschicht zu genießen. Die Fotos sind dementsprechend nicht annähernd so schön geworden, wie ich sie mir erhofft hatte. Dennoch haben wir einige sehr schöne Wandertage auf La Gomera erlebt. Wir wohnten in dem kleinen Ort Las Hayas, der im Süden hoch über dem Rand des Valle Gran Rey liegt.

Las Hayas - Restaurant Casa Ephigenie

Las Hayas – Restaurant La Montana Casa Efigenia

Las Hayas - Ziegenstall

Las Hayas – Ziegengehege

Dort gibt es zwei Restaurants, die beide am Montag geschlossen sind. An den anderen Tagen sind die Wirtsräume Treffpunkt für alle Einheimischen und Wanderer. In den Restaurants gibt es auch freies Internet, das allerdings bei mehreren Nutzern schnell an seine Grenzen gerät. So war ich tatsächlich die Tage offline und habe die Zeit im Gastraum lieber damit verbracht, mich abends am Kamin zu wärmen und den Einheimischen bei ihren Schwätzchen zuzuhören. Die Unterkunft, ein kleines Hüttenhäuschen, war sehr einfach. Doch alles, was wir so zum Leben brauchten, war vorhanden. Da Las Hayas allerdings in Höhe von 1000 Metern liegt, wurde es nachts ungewohnt kalt. Zum Glück erwärmte ein kleiner Radiator die Räume.

Las Hayas ist Ausgangspunkt oder auch Durchgangsort für viele Wanderungen im und um das Valle Gran Rey. Während wir uns bei dem letzten La Gomera Aufenthalt die gesamte Insel angesehen hatten und an jeder Ecke ein wenig wanderten, konzentrierten wir uns bei diesem Aufenthalt auf das südlich gelegene Valle Gran Rey. Die einzelnen Wandertouren, die wir gemacht, gefunden und für uns entdeckt haben, werde ich nachdem ich sie aufgearbeitet habe, auf Hiking Tenerife veröffentlichen. Heute daher nur erste Bilder und einige Informationen zu dem Wandergebiet um das Valle Gran Rey:

Im Lorbeerwald von Las Hayas

Im Lorbeerwald von Las Hayas

Las Hayas - 1000m - am Rand des Valle Gran Rey

Las Hayas – 1000m – am Rand des Valle Gran Rey

Las Hayas selber ist ein richtiger Wanderknotenpunkt, da von dort Touren zu allen anderen Orten der Insel möglich sind. Doch auch wer kleine Touren liebt, ist hier richtig. Einige Schritte hinter den Häusern von Las Hayas beginnt der große Lorbeerwald. Im Nationalpark bieten sich kleine und große Waldrunden an. Wer mag kann von Las Hayas auch zu den Nachbarorten El Cercado oder Chipude hinüber wandern. Im Lorbeerwald selber ist es häufig feucht, ein wenig kalt, nebelig und düster. Doch wenn die Sonne richtig herauskommt, auch wunderschön. Die kleinen Wege durch den Wald erinnerten mich teilweise an „Waldmärchen“.

El Cercado - Dorf über dem Valle Gran Rey - 1030m

El Cercado – Dorf über dem Valle Gran Rey – 1030 m

Blick auf Chipude mit der Fortaleza

Blick auf Chipude mit der Fortaleza

Weg durch einen Barranco zwischen El Cercado und Las Hayas

Weg durch einen Barranco zwischen El Cercado und Las Hayas

Mein absolutes Highlight dieses Aufenthaltes war eine große Runde um das gesamte Valle Gran Rey, die wir von Las Hayas aus starteten. In über 8 Stunden ging es 21 Kilometer um das Valle. Dabei waren insgesamt 1600 Höhenmeter im Ab- und Aufstieg zu bewältigen. Als wir am Abend müde und sehr zufrieden Las Hayas erreichten, war nicht nur Lasko ein wenig geschafft :-).

hoch über dem Valle Gran Rey

Rundwanderung hoch über dem Valle Gran Rey

schmale Pfade führen über die Berge Richtung Küste

schmale Pfade führen über die Berge Richtung Küste

Hochebene mit Ruine, saftigen Wiesen und genügend Auslauf für Lasko

Hochebene mit Ruine, saftigen Wiesen und genügend Auslauf für Lasko

Blick auf die Küste im Valle Gran Rey

Blick auf die Küste im Valle Gran Rey

La Calera - Valle Gran Rey

La Calera – Valle Gran Rey

Valle Gran Rey - Ermita de los Reyes

Valle Gran Rey – Ermita de los Reyes

Blick auf das obere Valle Gran Rey

Blick auf das obere Valle Gran Rey

Lasko badet im Barranco Wasser

Lasko badet im Barranco Wasser

Calima über dem Valle Gran Rey

Calima über dem Valle Gran Rey

Weg über einen Wasserkanal

Weg über einen Wasserkanal

Sehr imposant war auch eine Wanderung, die uns von Las Hayas hinunter in das Valle nach Lomo del Balo führte. Interessant wurde der Rückweg, der  in schwindelerregenden Höhen auf schmalen Wegen in luftiger Höhe steil an der Bergwand hinaufführte. Eine schwarze Route, die mir ordentlich Respekt einflößte.

Blick auf Lomo del Balo - Valle Gran Rey

Blick auf Lomo del Balo – Valle Gran Rey

Lomo del Balo - Valle Gran Rey

Lomo del Balo – Valle Gran Rey

Blick auf das untere Tal mit Calimadunst

Blick aus der Höhe auf das Tal mit Calimadunst

Um ein wenig zu entspannen, legten wir nach den anstrenenden Wandertagen einen ruhigen Tag im Valle ein. Keine Bergtouren – jedenfalls für einen Tag. Wir wanderten an der Küste von Playa Inglès über La Playa und Vueltas an das andere Ende der Küste des Valle Gran Rey.

Badefreude am Playa de Argaga

Badefreude am Playa de Argaga

Playa de Argaga mit dem meditationscenter Argayall - Place of Light (Osho Jünger)

Playa de Argaga mit dem Meditationscenter Argayall – Place of Light (Osho Jünger)

Valle Gran Rey - Felsen

Valle Gran Rey – Felsen

Valle Gran Rey - Vueltas - Segelboote im Hafen

Valle Gran Rey – Vueltas – Segelboote im Hafen

ein letzter Guanche am Strand

ein letzter Guanche am Strand

Valle Gran Rey - Baumaßnahmen: ehrgeizige Straßenprojekte?

Valle Gran Rey – Baumaßnahmen: ehrgeizige Straßenprojekte?

Valle Gran Rey - La Playa

Valle Gran Rey – La Playa

Doch der letzte Tag führte uns dann doch noch einmal in die Berge. Wir schauten uns die Orte Taguluche und Alojera mit den Tejeleche Bergen an. Eine Rundtour in einem einsamen Gebirgsmassiv, dessen Pfade schließlich auch für uns zu schmal und risikoreich wurden. Ich schreibe es nicht gerne, aber zusammen mit vier anderen Wanderern brachen wir die vorgesehene Tour ab, da die Wege vielfach abgesackt waren und das Wandern immer mehr zum Klettern über tiefen Abgründen ausartete. Lasko hatte von uns allen die geringsten Probleme. Irgendetwas muss in ihm von einer Bergziege sein :-). Wir zogen es jedoch vor, den letzten Tag am ruhigen Strand von Alojera ausklingen zu lassen. Und gegen Baden im Atlantik hatte auch Lasko keine  Einwände.

Felsen bei Alojera

Felsen bei Alojera

Alojera - Strand

Alojera – Strand

Taguluche - Tejeleche Berge

Taguluche – Tejeleche Berge

Taguluche - Ermita San Salvador

Taguluche – Ermita San Salvador

Lasko vor seinem Element in Alojera

Lasko vor seinem Element in Alojera

Altes Haus am Strand von Alojera

Altes Haus am Strand von Alojera

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Für einige Tage heißt es nun Abschied nehmen von der Online Welt, denn es geht zum Wandern auf die kleine Nachbarinsel La Gomera.Zur Einstimmung einige Bilder von der letzten Gomeratour (Januar 2014). Ich wünsche allen Lesern einen guten Start in das Neue Jahr.

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Nun bin ich wieder zurück auf der großen Insel Teneriffa. Eine Woche El Hierro liegt hinter mir. Eine ruhige Woche ein wenig ab von der „Zivilisation“. Eine interessante Woche, aber auch eine anstrengende Woche, denn in der Woche sind wir sieben recht anspruchsvolle Wanderrouten abgegangen.  Selbst Lasko kam dabei an seine Grenzen. Er wollte nicht mehr weiter und legte sich unter einen Busch in den Schatten. Wir mussten stoppen, Lasko ordentlich mit Wasser versorgen  und ein wenig im Schatten ausruhen. Doch dann ging es weiter. Und auch Lasko war wieder fit. Zum Glück konnte er ab und zu ins Meer springen, um sich ein wenig Abzukühlen. Am Ende der Woche hatte ich so viele neue Eindrück gesammelt, dass ich froh war, dass ich auf El Hierro fotografiert hatte und mich so ein bisschen besser orientieren kann (wo war eigentlich noch was?). Jetzt geht es an das Sortieren der Bilder, und der gesammelten Streckeninformationen.  Und wenn dann die neuen Routenbeschreibungen fertig sein werden, werde ich sie auf Noticias oder auf Hiking Tenerife veröffentlichen.

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Wandern über Felsbrücken und über tiefe Löcher – auch Geysire sind auf El Hierro keine Seltenheit

Fels und tiefe Löcher

Felsspalte

Gute Ausschilderungen in den Dörfern

Gute Ausschilderungen in den Dörfern

hübsche Dörfer

Wanderweg zwischen Berg und Meer

viel Grün

viel Grün

Pozo de Las Calcosas

Pozo de Las Calcosas

Bad im Naturpool

Bad im Naturpool

Vorab für Euch ein paar Infos und Fotos von der kleinsten der kanarischen Inseln, die nur  ca. 10.000 Einwohner hat und 270 Quadratkilometer groß ist. El Hierro wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Bioshärenreservat erklärt. Seit Mitte 2013 wird die elektrische Energie der Insel vollständig durch Windenergie erzeugt. Und auch viele andere innovative Projekte machen die kleine Insel zu einem Musterbeispiel für Natur- und Umweltschutz.

Valverde - eine kleine Hauptstadt

Valverde – eine kleine Hauptstadt

Spielerei im Steinen

Spielerei im Steinen

Steilküste

Steilküste

Stadium in Lava

Stadium in die Lava und aus Lava gebaut

Lavamuster

Lavamuster

Restinga - Städtchen im Süden

Restinga – Hafenstädtchen im Süden

Die Inselhauptstadt Valverde, die auf 600 Höhenmetern zu finden ist, erinnert mehr an ein kleines Dorf als an eine große Stadt. 1600 Einwohner, eine wunderschöne Plaza mit Kirche und Rathaus im altkanarischen Stil. Eine lange Hauptstraße mit vielen kleinen Geschäften ist auch im Ort zu finden. In einem dieser  kleinen Lädchen habe ich mir einen kanarischen Wanderstab Art gekauft. Nun fällt das Wandern noch ein wenig leichter :-). In Valverde –  wie überall auf der Insel – gibt es viele nette kleine Bars und Restaurants, in denen die Einkehr lohnt. Das Essen ist lecker und abwechslungsreich und die Preise sind mehr als moderat. Touristen trifft man auf der Insel kaum an. Massentourismus und große Hotels gibt es nicht. Dafür viele individuelle Unterkünfte, wie zum Beispiel die kleine Ziegenfarm Finca La Paz, auf der der Käse täglich frisch aus eigener Produktion hergestellt wird. Doch auch der Individualtourismus ist auf El Hierro ziemlich eingebrochen. Nicht nur die allgemeine Krise hat die Insel erwischt. Hinzu kamen die vulkanischen Aktivitäten der letzten Jahre, die mehr und mehr potentielle Urlauber verschreckten. So ist hier die Arbeitslosigkeit und insbesondere die Jugendarbeitslosikeit erschreckend hoch. Immer mehr Bewohner können sich kaum noch leisten, Lebensmittel einzukaufen und steigen gezwungenermaßen auf Eigenproduktion auf. Die Ziegen liefern Milch und Käse und die im Garten gehaltenen Hühner die Eier.

Blick auf Las Playas aus der Höhe

Blick auf Las Playas aus der Höhe

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fertig vom Wandern

fertig vom Wandern

Abendwolken

Abendwolken

El Golfo - Blick vom Malpaso

El Golfo – Blick vom Malpaso

Malpaso - der Gipfel

Malpaso – der Gipfel

Die Besucher, die in dem kleinen Fährhafen im Norden anlanden, sind daher zur Zeit überschaubar. Die Menschen auf El Hierro sind freundlich und Besucher sind überall willkommen. Für Touristen werden gerne Informationen bereit gestellt. Die Wanderwege sind gut ausgezeichnet. Am Wegesrand befinden sich für interessierte Leser häufig Informationen auf großen Holztafeln. Sehr angenehm auch, dass es an vielen Punkten der Insel freies W-Lan gibt. Dadurch war ich ab und zu doch mal am Netz :-).

grünes Hochland

grünes Hochland

Abkühlung für Lasko

Abkühlung für Lasko

über den Wolken

über den Wolken

Mirador de la Pena

Mirador de la Pena

Blick auf La Palma

Blick auf La Palma

Grünes Hochland

Grünes Hochland

Die kleine Insel ist sehr grün, was natürlich auch bedeutet, dass es hier sehr häufig regnet. Wir hatten in der letzten Woche großes Glück. Kein Regen, sondern nur ab und zu ein paar durchziehende Wolkenfelder. Selbst auf dem höchsten Berg der Insel, dem Malpaso (1501 Höhenmeter) herrschte klares Wetter und Sonnenschein und eine fantastische Fernsicht.

Mirador de Jinama

Mirador de Jinama

Wolken an der Abbruchkante

Wolken an der Abbruchkante zu El Golfo

Grünland und Wolken

Grünland und Wolken

Tierfütterung auf der Finca La Paz

Tierfütterung auf der Finca La Paz

hausgemachter Käse

hausgemachter Käse

Mirador de la Pena

Mirador de la Pena

Richtige Strände gibt es auf El Hierro nur wenige, wie im Westen den Playa del Verodal. Dafür allerdings viele Stellen, an denen Naturpools in die Felsen gebaut sind. Bei starker Brandung und hohen Wellen ist es im Küstenbereich oft ein wenig unheimlich. Große schwarze Felstore, tiefe Löcher und dunkles Vulkangestein bestimmen den Küstenbereich. Auch Geysire gibt es hier. Ein einsames kleines Hotel hoch über den Felsen, bei dem die Wellen häufig bis vor die Hoteltür schlagen.

Interessant auch die Ansiedlung Pozo de Las Calcosas. Sie liegt im Norden der Insel. Man erreicht sie über eine steile Felstreppe, die quer durch den Hang zur Küste herunter läuft. Der ganz Ort wirkt wie eine Geisterstadt, denn nur im Sommer sind die Häuser bewohnt. Im restlichen Jahr ist der Besucher allein und hat auch die großen Naturbecken für sich allein. Auch Felshöhlen, wie Charco Azul sind sehenswert. Wunderschön auch am Westende an der Punta la Dehesa eine kleine verlassene Hütte, in der „Kunst“ ausgestellt ist. Aus Strandgut sind Figuren und Muster und lustiges Mobiles geformt. Darüber werde ich noch gesondert berichten.

Las Puntas

Las Puntas

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Strand von Mocanal

Strand von Mocanal

Steilküste im Süden

Steilküste im Süden

der Hafen

der Hafen

Ganz anders sieht El Hierro in der Höhe aus. Es gibt eine Region mit Nebelwald, in dem alles grün und mit Farnen überzogen ist. Darüber befindet sich die Region mit ausgeprägtem großen Kiefernwald. Und zwischen diesen Zonen auf dem Hochland befinden sich endlos grüne Weiden, die mit Natursteinen eingezäunt sind. So stelle ich mir Irland oder das schottische Hochland vor. Hier ziehen häufig Wolken durch. Auf den Wiesen sieht der Wanderer Pferde, Kühe, Schafe und viele Ziegen. Und bei stundenlangen Wanderungen trifft man so gut wie niemanden. Eine andere Welt.

wandern an der Küste - Las Puntas

wandern an der Küste – Las Puntas

La Dehesa - Sandwege an der Westküste

La Dehesa – Sandwege an der Westküste

Arco de la Tosca - das größte Felstor auf der Insel

Arco de la Tosca – das größte Felstor auf der Insel

einsames Hotel

einsames Hotel auf den Klippen

und auch Katzen gibt es auf der Insel

und auch Katzen gibt es auf der Insel

Lasko vor einem kleinen öffentlichen Museum

Lasko vor einer Galerie

Playa del Verodal

Playa del Verodal – Lasko allein am Strand

Felsen und Brandung

Felsen und Brandung

Charco Azul - die Felshöhle

Charco Azul – die Felshöhle

ausruhen am Strand

ausruhen am Strand

Wanderweg zur Küste

Wanderweg zur Küste

Fischer an der Westküste

Fischer an der Westküste

Soweit die ersten Eindrücke von El Hierro – eine kleine Insel, die wirklich eine Reise wert ist.

 

Sonnenuntergang - las Puntas

Sonnenuntergang – las Puntas

 

 

Blick von den Steilklippen über Vallehermoso auf den Teide, Teneriffa und in die Tiefe

Blick von den Steilklippen über Vallehermoso auf den Teide, Teneriffa und in die Tiefe

Als das Jahr gerade einen Tag alt war setzten wir mit der Autofähre von Los Christianos nach San Sebastian auf die Nachbarinsel La Gomera über. Im Vorfeld gab es einige Komplikationen mit den Schiffskarten, die sich nicht ausdrucken ließen und schließlich 100% teurer als gebucht bezahlt werden mussten. Auch hatten wir uns den kleinen Ausflug spät überlegt und so war es weder über Internet noch über Reiseagenturen möglich, eine gute und günstige Unterkunft zu finden. Erst in allerletzter Minute erhielt ich vor der Abfahrt noch eine Mail, dass jemand ein Apartment auf einer Bananenplantage abgesagt hatte und wir den Raum haben könnten. Ich beschloss mir den Beginn des Jahres nicht durch die kleinen Mißgeschicke vermiesen zu lassen und genoss die Überfahrt auf der großen Fred Olsen Schnellfähre. Hinter uns wurde Teneriffa mit dem Teide immer kleiner und vor uns nahm La Gomera mit der Hauptstadt San Sebastian langsam Form an.

Dunkle Wolken über San Sebastian

Dunkle Wolken über San Sebastian

Als wir in San Sebastian ankamen mussten wir zunächst die Bananenfarm suchen. Ein gar nicht so leichtes Unterfangen, denn wir hatten nur die Koordinaten. Eine Adresse gab es nicht. Die Suche stellte sich mehr als kompliziert heraus und ich konnte mehr als nur einmal meine Spanischkenntnisse zum Einsatz bringen, um nach dem Weg zu fragen. Dabei stellte ich sehr schnell fest, dass die Einwohner von La Gomera sehr freundlich und hilfsbereit sind. Ein Ehepaar fuhr sogar eine Strecke mit dem Wagen vor uns her, um uns den weiteren Weg zu weisen. Doch erst kurz vor Einbrechen der Dunkelheit erreichten wir unser Domizil. Die Plantage lag sehr einsam oben auf einem Berg. Eine Infrastruktur gab es im Umkreis von 10 Kilometern nicht. Willkommen in der Wildnis. Der Besitzer, der zu unserer Ankunft kurz vorbei schaute, war sehr freundlich und erlaubte uns, uns im Garten frische Bananen, Orangen und andere Früchte zu pflücken. „So viel wie Ihr möchtet“, meinte er lachend bevor er sich wieder in Richtung Stadt aufmachte. Wir waren mit unseren Nachbarn, einem irischen sehr netten Ehepaar, das hier zwei Monate überwinterte, allein. Die Behausung war sehr einfach, schlicht und natürlich ohne Internet. Doch die Räumlichkeiten waren gemütlich und „sechs  Tage offline“ stellte sich im Nachhinein auch einmal als gute Erfahrung heraus. Und da wir die gesamten Tage von morgens bis abends wanderten machte uns der mehr als schlichte Zustand des Apartments überhaupt nichts aus.

der obere Teil des Valle Gran Rey

der obere Teil des Valle Gran Rey

Wir wanderten insgesamt 90 Kilometer an den unterschiedlichsten Stellen der Insel. Wir sahen die Nebelwälder hoch oben in den Bergen, Stränd und einsame Barrancos. Ich stellte sehr schnell fest, dass La Gomera tatsächlich das reinste Wanderparadies ist. Es gibt überall auf der Insel wunderschöne Wanderwege, die sehr gut ausgeschildert und sehr unterschiedlich sind. So kletterten wir an einen Tag zu den weißen Höhlen (cuevas blancas) und stiegen am nächsten Tag in einen tiefen Barranco. Auch die Erklimmung der Fortaleza und des Garajonay (Dach Gomeras) durften nicht fehlen.

Castillo del Mar in Vallehermoso - La Gomera

Castillo del Mar in Vallehermoso – La Gomera

Für mich war der Gomera Aufenthalt die Entdeckung einer neuer Insel. Und doch war die Insel für mich nicht neu, denn ich war schon einmal da. Doch das ist lange her. Das erste Mal besuchte ich La Gomera im Jahr 1987. Wie die gesamte Welt hat sich natürlich seitdem auch La Gomera verändert. Als wir 1987 mit Rucksack in San Sebastian von der Fähre stiegen, die übrigens noch viel länger für die Überfahrt brauchte als die heutigen Schnellfähren, gab es nur eine große Straße, die über die Insel in das Valle Gran Rey führte. Und „große Straße“ ist relativ. Im Verhältnis zu heute war es eine kleine Straße, die sich in vielen Windungen über die Inselmitte hoch und im Valle Gran Rey wieder herunterschraubte. Reste von dieser Straße sind teilweise noch erhalten. Heute ist ein sehr neues und gut erhaltenes Straßennetz mit den Hauptstraßen GM 1,2 und 3 auf der Insel vorhanden. Die Straßenführung ist durch viele Tunnel begradigt und überall laden große Parkplätze zum Verweilen und zum „Aussicht genießen“ ein.

Strandkunst

Strandkunst

An einem Tag führte uns eine Wanderung auch in das Valle Gran Rey, das ich wirklich kaum wiedererkannte. Die Felsen und die großartige Natur sind geblieben. Das ist aber auch schon fast alles. Damals gab es auf La Gomera noch keinen Pauschaltourismus. Die Zeitung Musical Express berichtete in den 70ger Jahren über das abgeschiedene Tal der Hippies. Ende der 80ger waren diese Zeiten vorbei. Und dennoch ging es im Valle sehr ruhig und beschaulich zu. Die wenigen Rucksackreisenden kamen privat und in kleinen Pensionen unter. Gebadet wurde unweit des Valle am Playa mit dem schwarzen Strand – natürlich nakt. Und abends versammelte sich die Travellergemeinde zum Sundowner auf dem Dorfplatz. Ab und zu verirrte sich eine Jeepsafari, die von Teneriffa mit Touristen einen Tag die einsame Insel bereiste, in das Valle. Ansonsten lebten hier die Einwohner und die Individualtouristen ruhig und abgeschieden von der Welt in den Tag hinein. Das war die alte Insel und die alte Zeit.

Dorfplatz im Valle - noch fast wie früher

Dorfplatz im Valle – Informationsaustauschplatz zur alten Zeit

Der Valle Bote

Heute gibt es das Internet und den Valle Boten

Nun fand ich ein mit breiten Straßen und vielen Ansiedlungen zugebautes Valle Gran Rey vor. Am Anfang hatte ich tatsächlich Schwierigkeiten, mich überhaupt zu orientieren. Appartmenthäuser und Hotels wohin mein Auge blickte. Doch dann entdeckte ich den damaligen Dorfplatz, der sich gar nicht so sehr verändert hatte. Und zu meinem großen Erstaunen stand selbst die Pension Casa Maria stand noch am alten Platz. Casa Maria, fast das einzige Haus, das noch wie damals aussah. Die Zeit schien an dem Haus spurlos vorbei gegangen zu sein. Damals im jahr 1987 waren wir spät in der Nacht dort angekommen. Die Wirtin Maria und Namensgeberin des Hauses hatte für uns und die anderen Spätankommer noch eine ihre wunderbaren Paellas auf den Tisch gezaubert. Wie magisch zog mich das Haus an. Ich musste einfach dort hinein gehen.

Casa Maria im Valle Gran Rey

Casa Maria im Valle Gran Rey

fast wie früher

fast wie früher

Ich ging in den Speiseraum und fand ihn tatsächlich noch so vor, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Eine schöne kleine persönliche Reise in die Vergangenheit. Und ein wenig später stellte ich zu meiner Freude fest, dass auch der kleine schwarze Sandstrand noch existierte. Er ist jetzt ein wenig angelegt und heißt Playa de Ingles, aber es wird weiterhin in den hohen Wellen nakt gebadet.

am schwarzen Strand

am schwarzen Strand

Lasko am Strand

Lasko liebt den Strand

Vor dem alten Dorfplatz existiert heute ein großer neu angelegter Strand mit vielen kleinen Cafes, in denen WiFi angeboten wird. Während ich meinen Café con leche inmitten der internationalen Touristengemeinde genoss, konnte ich kurz meine Mails anzuschauen. Das war meine kurze online Zeit auf La Gomera. Schön, noch einmal im Valle Gran Rey gewesen zu sein. Doch danach freute ich mich, wieder in ruhigere Gegenden von La Gomera zu kommen.

Valle Gran Rey - der neue Strand

Valle Gran Rey – der neue Strand

Heute ein paar erste Fotos von La Gomera und das nächste Mal berichte ich über unsere Wandertouren.

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Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – Leonie saß fast den ganzen Tag am Schreibtisch. Da sie in letzter Zeit viel mit dem Besuch auf der Insel herum gefahren ist, waren viele Mails und Papierkram (wie sie es nennt) liegen geblieben. Sie ordnete Papiere, telefonierte mit Leuten, machte Termine aus und schrieb und schrieb und schrieb. Das sind wohl alles Tätigkeiten, die Zweibeiner ab und zu machen müssen. Für einen Hund ist das gar nichts. Ich bin froh, dass ich weder schreiben, noch einen Computer bedienen kann. Für mich ist das alles verschwendete Zeit.

In den ganzen Stunden, in denen Leonie in ein Telefon spricht, hinter dem Bildschirm hockt oder am Schreibtisch sitzt und Papiere ordnet, könnte sie wunderschöne lange Wanderungen mit mir unternehmen. Wir wären draußen in der Natur, könnten ein Picknick machen und das Papier und das Notebook würden uns bestimmt nicht weglaufen. Da ich jedoch leider nicht allein los wandern darf, blieb mir also gestern nichts anders übrig, als mich unter den Schreibtisch von Leonie zu liegen. Das hatte den Vorteil, dass es dort recht kühl war und ich in Ruhe denken und schlafen konnte. Außerdem bekomme ich an diesem Platz alles ganz genau mit. Und wenn ich dann die Töne aus dem Computer höre, die das Herunterfahren signalisieren, dann bin ich mit einem Schlag hellwach. Dann dauert es nicht mehr lange und wir gehen endlich wieder raus.

Heute – Obwohl wir nun schon so lange hier auf Teneriffa wohnen, haben wir noch keinen Gofio probiert. Doch heute morgen haben wir Gofio im Geschäft gekauft und werden Gofio das erste Mal ausprobieren. Ihr wisst nicht was Gofio ist?

Wikipedia schreibt dazu:

Gofio ist ein Getreidegericht und das älteste überlieferte Nahrungsmittel der Kanarischen Inseln.

Ursprünglich wurde der Gofio aus gerösteter Gerste hergestellt. Heute ist er ein meistens aus gerösteten Körnern von Mais oder anderen Getreidearten, ja sogar Hülsenfrüchten und Pflanzensamen, hergestelltes Mehl. Es wird kalt oder warm meistens mit Wasser aber auch mit Olivenöl zu Brei, Pasten, Klößen oder Laiben verarbeitet. Auch Frischkäse, Bananen, Honig, Rosinen oder geriebene Nüsse werden mit verknetet.

Der Teig wird auf viele Arten gegessen. Aus einem festen Laib wird häufig ein Stück abgebrochen und dazu ein Glas Wein getrunken. Oft wird Gofio auch zum Andicken von Soßen oder Fischsuppe verwendet. Eine traditionelle Art den Gofio zu essen ist das Vermischen des Mehls mit Ziegenmilch. Er wird auch mit halbierten oder geviertelten Zwiebelscheiben gegessen, die als Löffel für den mit Olivenöl und Wasser vermischten Brei dienen.

Ihr seht, es gibt anscheinend viele Arten der Zubereitung. Leonie meint, dass wir heute mal mit der Zubereitung von Gofio mit Olivenöl und Frischkäse anfangen sollten. Ob das auch etwas für Hunde ist?

Morgen – vielleicht kann ich Euch morgen darüber berichten, ob ich Leonie demnächst bitten werde, meine Nahrung von Trockenfutter auf Gofio umzustellen 🙂

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – Es stürmte weiter und die Wellen schlugen höher und höher gegen die Felsen. Der schöne Naturpool war überhaupt nicht mehr zu sehen. Aber am Nachmittag kam endlich die Sonne für einige Zeit hinter den Wolken heraus und wir konnten einen langen Spaziergang machen. Als wir aus dem Haus gingen, kam plötzlich wieder einmal  die Number 18 Frau auf uns zu und schrie Leonie an. Sie schimpfte und schrie, dass Leonie den Ausgang nicht benutzen dürfe, da dort das Verbotsschild hinge. Leider gibt es jedoch keinen Ausgang ohne Verbotsschild, was Leonie der Frau freundlich erklärte. Die schrie weiter in Englisch auf uns ein und kam mir dabei mit ihrem Zeigefinger, den sie immer gerne hochgestreckt durch die Gegend trägt, recht nahe. Sollte ich mal lecken? Ich ließ es dann jedoch, da Number 18 bestimmt nicht gut schmecken.

Leonie war nach dieser Begegnung richtig wütend, obwohl wir doch bald hier wegziehen und es Dir doch egal sein könnte, was Number 18 daher reden.  Könnte ich reden, würde ich Leonie sagen: Schüttele Dich, schüttele Dich und noch einmal: schüttele Dich. Habt Ihr das mal gesehen? Das ist der Weg, wie wir Hunde unseren Ärger ablegen. Wir können uns auch mächtig aufregen. Wenn ich zum Beispiel an meinem Lieblingsfeind vorbei gehe, dann steht mir auf dem Rücken eine richtige Wolfsmähne und ich könnte Amok laufen. mein Blutdruck ist auf hundeachzig.  Doch eine Minute später ist diese Emotion für mich eigentlich sinnlos, denn Lieblingsfeind ist außer Reichweite. Hundeachzig muss runter und ich beginne mit Gymnastik: den ganzen Körper schütteln, bis die Lefzen schlappern. Und der Ärger ist weg. So einfach ist das. Probiert es mal aus und Leonie merk Dir das.

Heute – Leonie muss irgendwelche Verträge wegen der Wohnung abschließen und läuft von der Bank zum Makler und wieder zurück. Dann muss sie noch zur Gemeinde zwecks Anmeldung und ganz viel mit dem jetzigen Bewohner der „Hütte“ sprechen. Alles sehr langweilig. Gut, dass wir Hunde keinen Schriftkram und keine Verwaltungsgänge erledigen müssen. „Nur gut“, sagt Leonie, „dass es hier keine Hundesteuer gibt. Sonst müsste ich dich auch noch anmelden und wer weiß, wieviel Verwaltungsjahre das hier mit einem Verwaltungstier dauern würde“.  Leonie scheint der spanischen Verwaltung ein wenig kritisch gegenüber zu stehen.  „Hier muss man Nerven wie Drahtseile haben“, stöhnte sie heute Morgen. „Manana, manana“ ist das Zauberwort.  Also Leonie. übe Dich ein wenig in Geduld. Das kann Dir überhaupt nicht schaden. Hau Dich eine Runde aufs Sofa und nach einem erquickenden Schlaf sieht die Welt schon wieder besser aus.

Auch ich bin im Moment kein Hiking Hund mehr, sondern ein Behörden(gang)tier. Ich hoffe nur, dass mir dieses faule Leben nicht langsam auf die Form schlägt. Aber mach ich mir als Hund wirklich Sorgen um mein Gewicht? Nee, ich heiße doch nicht Leonie  :-).

Morgen – morgen werden wir eine Probefahrt mit einem 20 Jahre alten Auto machen. Leonie hat es satt, immer Leihwagen ausleihen zu müssen. Sie meint, dass hier auf der Insel  ein fahrbarer Untersatz her muss. Bus fahren können wir nicht, da Hunde hier im Bus verboten sind. Das müsst Ihr Euch mal vorstellen. Hunde dürfen nicht in einen Bus. Nicht einmal mit Maulkorb, wie in vielen anderen europäischen Ländern. Dann kann ich ja nur hoffen, dass der fahrbare Hundekäfig morgen einigermaßen tauglich ist.

Der Barranco del Infierno ist seit 2009 wegen Steinschlaggefahr gesperrt und eigentlich offiziell nicht mehr begehbar. Auch wenn Wege teilweise ganz leicht abgerutscht sind, sind in ihm täglich viele Wanderer anzufinden. Wann er öffentlich wieder begehbar sein wird, ist im Moment noch nicht absehbar. Neulich las ich in einer Zeitung, dass die Wiedereröffnung noch in diesem Jahr stattfinden soll. Meine bisherige Erfahrung hier auf der Insel sagt mir allerdings, dass ich nicht unbedingt jeder Zeitungsmitteilung vertrauen kann. Und für den morgigen Tag angekündigte Ereignisse, können sich auch gerne einmal bis in die nächsten Monate hineinziehen. Manana ist täglich :-).

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Da ich nun aber gespannt auf den Barranco mit dem größten Wasserfall war und nicht mehr länger warten wollte, wollte ich zumindest einen Blick in den Barranco riskieren. Ich fuhr in den Ort Adeje, wo am oberen Ende des Dorfes bei dem Restaurant Otelo der Wanderweg laut meinem mitgebrachten Wanderführer beginnen sollte. Als ich dort ankam, waren gerade andere Wanderer dabei, duch ein  inoffiziell Schlupfloch im Zaun zu steigen. Insofern stimmte meine Information, dass die Sperrung nicht die  wanderlustigen Einheimischen und Touristen von der beliebten Wanderung abhält. So schlossen wir uns dann noch kurzem Zögern an und folgten dem gut gekennzeichneten Weg in den Barranco.

Hier kann niemand den Pfad verlieren. Gleich nach dem Einstieg in den Barranco ist der Weg, der sich zunächst am Berg entlang schlängelt, gut einsehbar. Fast die gesamte Route ist mit Steinmauern oder Holzpollern eingefasst. Dieser Weg ist nicht nur für Mensch und Hund geeignet, sondern auch für kleine Kinder oder Menschen, die trittsichere Wege bevorzugen. Von daher war für mich an keiner Stelle eine Gefahr erkennbar. Aber ganz sicher bin ich mir da natürlich nicht.

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Auf unserem Weg kommen wir an einem Aquädukt und vielen interessanten Pflanzen vorbei. Bis zum  Wasserfall geht es ständig über 240 Höhenmeter bergauf. Dennoch brauchte ich auf dieser Wanderung nicht an Wasser für meinen vierbeinigen Begleiter zu denken. Bereits nach einer dreiviertel Stunde Wanderung erreichten wir das Bachbett. Der Weg wechselte mehrmals die Bachseite. Die Vegetation wurde immer üppiger und ab und zu waren  kleine Brücke zu überqueren. Auch Baustämme, die den Weg versperren, mussten mit ein wenig balancieren überwunden werden. Schatten für Hund und Mensch war weiter hinten im Barranco immer reichlicher vorhanden, da auch die hohen Felswände an den Seiten stetig näher zusammenrückten. Für Hund gab es immer wieder das Bachbett oder kleine Teiche, die ihn  zu einer Erfrischung einluden.

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Nach gut einer Stunden Wanderung hörten wir das Rauschen des Wasserfalls und wanderten noch ein wenig weiter durch üppige Vegetation, die mich teilweise an einen Dschungel erinnerte. Brombeerbüsche wuchsen in den Weg hinein. Und dann nach ca. 1 Stunde und 15 Minuten standen wir abrupt und unmittelbar vor dem Wasserfall. Ein dunkler, etwas kühler , aber sehr beeindruckender Ort. Um uns herum nur das Rauschen des Wassers und das Zwitschern der Vögel. Ein idealer Platz für eine Rast. Es war Zeit, das mitgebrachte Picknick zu genießen. Danach lag ich mit geschlossenen Augen auf den  warmen Felsen am Fuße des Wasserfalls und genoss die Ruhe und die Natur. Hier wäre ich gerne noch ein wenig geblieben. Doch Hund sprang mit einem großen Satz ins Wasser und ich sprang erschreckt von der kalten Dusche auf. Zeit zurück zu wandern .-).

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Barranco del Infierno

Barranco del Infierno

Barranco del Infierno

Barranco del Infierno

Barranco del Infierno

Barranco del Infierno

Barranco del Infierno

Barranco del Infierno

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Letzte Woche habe ich hier auf Teneriffa in Santiago del Teide ein Haus mit Gemälden entdeckt. Über jedem Fenster ein Gemälde für eine kanarische Insel. Leider waren die Gemälde so hoch, dass ich sie nicht gerade fotografieren konnte. Ich glaube, da muss ich noch einmal mit Leiter hin.

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