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La Gomera – Große Rundwanderung im Valle Gran Rey

Veröffentlicht: 14. Juni 2017 in La Gomera
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Wer mag, der kann mich heute auf Siebeninseln zu einer großen Rundwanderung durch das Valle Gran Rey begleiten. Ich würde mich sehr freuen, wenn hier bei Gefallen nicht hier, sondern auf Siebeninseln folgen würdet. Liebe Grüße an alle Leser La Gomera

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…mit Blick auf La Gomera und La Palma

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Gute Nacht

Valle Gran Rey  -Mirador

Valle Gran Rey – Mirador

Blick auf Teneriffa mit dem Teide

Blick auf Teneriffa mit dem Teide

Inselmitte - Los Roques

Inselmitte – Los Roques

Heute zeige ich einige Bilder von meinem Kurzaufenthalt auf der kleinen grünen Insel La Gomera. Leider hatten wir bei unserem Aufenthalt immer noch „Calima“ über den kanarischen Inseln. Der Calima ist eine Wetterlage, die als Ostwind viel heiße Luft, Sand und Staub von Afrika über die kanarischen Inseln weht. Dementsprechend war nicht nur die Sicht von den Bergen ins Tal die meiste Zeit leider nur durch eine Dunststaubschicht zu genießen. Die Fotos sind dementsprechend nicht annähernd so schön geworden, wie ich sie mir erhofft hatte. Dennoch haben wir einige sehr schöne Wandertage auf La Gomera erlebt. Wir wohnten in dem kleinen Ort Las Hayas, der im Süden hoch über dem Rand des Valle Gran Rey liegt.

Las Hayas - Restaurant Casa Ephigenie

Las Hayas – Restaurant La Montana Casa Efigenia

Las Hayas - Ziegenstall

Las Hayas – Ziegengehege

Dort gibt es zwei Restaurants, die beide am Montag geschlossen sind. An den anderen Tagen sind die Wirtsräume Treffpunkt für alle Einheimischen und Wanderer. In den Restaurants gibt es auch freies Internet, das allerdings bei mehreren Nutzern schnell an seine Grenzen gerät. So war ich tatsächlich die Tage offline und habe die Zeit im Gastraum lieber damit verbracht, mich abends am Kamin zu wärmen und den Einheimischen bei ihren Schwätzchen zuzuhören. Die Unterkunft, ein kleines Hüttenhäuschen, war sehr einfach. Doch alles, was wir so zum Leben brauchten, war vorhanden. Da Las Hayas allerdings in Höhe von 1000 Metern liegt, wurde es nachts ungewohnt kalt. Zum Glück erwärmte ein kleiner Radiator die Räume.

Las Hayas ist Ausgangspunkt oder auch Durchgangsort für viele Wanderungen im und um das Valle Gran Rey. Während wir uns bei dem letzten La Gomera Aufenthalt die gesamte Insel angesehen hatten und an jeder Ecke ein wenig wanderten, konzentrierten wir uns bei diesem Aufenthalt auf das südlich gelegene Valle Gran Rey. Die einzelnen Wandertouren, die wir gemacht, gefunden und für uns entdeckt haben, werde ich nachdem ich sie aufgearbeitet habe, auf Hiking Tenerife veröffentlichen. Heute daher nur erste Bilder und einige Informationen zu dem Wandergebiet um das Valle Gran Rey:

Im Lorbeerwald von Las Hayas

Im Lorbeerwald von Las Hayas

Las Hayas - 1000m - am Rand des Valle Gran Rey

Las Hayas – 1000m – am Rand des Valle Gran Rey

Las Hayas selber ist ein richtiger Wanderknotenpunkt, da von dort Touren zu allen anderen Orten der Insel möglich sind. Doch auch wer kleine Touren liebt, ist hier richtig. Einige Schritte hinter den Häusern von Las Hayas beginnt der große Lorbeerwald. Im Nationalpark bieten sich kleine und große Waldrunden an. Wer mag kann von Las Hayas auch zu den Nachbarorten El Cercado oder Chipude hinüber wandern. Im Lorbeerwald selber ist es häufig feucht, ein wenig kalt, nebelig und düster. Doch wenn die Sonne richtig herauskommt, auch wunderschön. Die kleinen Wege durch den Wald erinnerten mich teilweise an „Waldmärchen“.

El Cercado - Dorf über dem Valle Gran Rey - 1030m

El Cercado – Dorf über dem Valle Gran Rey – 1030 m

Blick auf Chipude mit der Fortaleza

Blick auf Chipude mit der Fortaleza

Weg durch einen Barranco zwischen El Cercado und Las Hayas

Weg durch einen Barranco zwischen El Cercado und Las Hayas

Mein absolutes Highlight dieses Aufenthaltes war eine große Runde um das gesamte Valle Gran Rey, die wir von Las Hayas aus starteten. In über 8 Stunden ging es 21 Kilometer um das Valle. Dabei waren insgesamt 1600 Höhenmeter im Ab- und Aufstieg zu bewältigen. Als wir am Abend müde und sehr zufrieden Las Hayas erreichten, war nicht nur Lasko ein wenig geschafft :-).

hoch über dem Valle Gran Rey

Rundwanderung hoch über dem Valle Gran Rey

schmale Pfade führen über die Berge Richtung Küste

schmale Pfade führen über die Berge Richtung Küste

Hochebene mit Ruine, saftigen Wiesen und genügend Auslauf für Lasko

Hochebene mit Ruine, saftigen Wiesen und genügend Auslauf für Lasko

Blick auf die Küste im Valle Gran Rey

Blick auf die Küste im Valle Gran Rey

La Calera - Valle Gran Rey

La Calera – Valle Gran Rey

Valle Gran Rey - Ermita de los Reyes

Valle Gran Rey – Ermita de los Reyes

Blick auf das obere Valle Gran Rey

Blick auf das obere Valle Gran Rey

Lasko badet im Barranco Wasser

Lasko badet im Barranco Wasser

Calima über dem Valle Gran Rey

Calima über dem Valle Gran Rey

Weg über einen Wasserkanal

Weg über einen Wasserkanal

Sehr imposant war auch eine Wanderung, die uns von Las Hayas hinunter in das Valle nach Lomo del Balo führte. Interessant wurde der Rückweg, der  in schwindelerregenden Höhen auf schmalen Wegen in luftiger Höhe steil an der Bergwand hinaufführte. Eine schwarze Route, die mir ordentlich Respekt einflößte.

Blick auf Lomo del Balo - Valle Gran Rey

Blick auf Lomo del Balo – Valle Gran Rey

Lomo del Balo - Valle Gran Rey

Lomo del Balo – Valle Gran Rey

Blick auf das untere Tal mit Calimadunst

Blick aus der Höhe auf das Tal mit Calimadunst

Um ein wenig zu entspannen, legten wir nach den anstrenenden Wandertagen einen ruhigen Tag im Valle ein. Keine Bergtouren – jedenfalls für einen Tag. Wir wanderten an der Küste von Playa Inglès über La Playa und Vueltas an das andere Ende der Küste des Valle Gran Rey.

Badefreude am Playa de Argaga

Badefreude am Playa de Argaga

Playa de Argaga mit dem meditationscenter Argayall - Place of Light (Osho Jünger)

Playa de Argaga mit dem Meditationscenter Argayall – Place of Light (Osho Jünger)

Valle Gran Rey - Felsen

Valle Gran Rey – Felsen

Valle Gran Rey - Vueltas - Segelboote im Hafen

Valle Gran Rey – Vueltas – Segelboote im Hafen

ein letzter Guanche am Strand

ein letzter Guanche am Strand

Valle Gran Rey - Baumaßnahmen: ehrgeizige Straßenprojekte?

Valle Gran Rey – Baumaßnahmen: ehrgeizige Straßenprojekte?

Valle Gran Rey - La Playa

Valle Gran Rey – La Playa

Doch der letzte Tag führte uns dann doch noch einmal in die Berge. Wir schauten uns die Orte Taguluche und Alojera mit den Tejeleche Bergen an. Eine Rundtour in einem einsamen Gebirgsmassiv, dessen Pfade schließlich auch für uns zu schmal und risikoreich wurden. Ich schreibe es nicht gerne, aber zusammen mit vier anderen Wanderern brachen wir die vorgesehene Tour ab, da die Wege vielfach abgesackt waren und das Wandern immer mehr zum Klettern über tiefen Abgründen ausartete. Lasko hatte von uns allen die geringsten Probleme. Irgendetwas muss in ihm von einer Bergziege sein :-). Wir zogen es jedoch vor, den letzten Tag am ruhigen Strand von Alojera ausklingen zu lassen. Und gegen Baden im Atlantik hatte auch Lasko keine  Einwände.

Felsen bei Alojera

Felsen bei Alojera

Alojera - Strand

Alojera – Strand

Taguluche - Tejeleche Berge

Taguluche – Tejeleche Berge

Taguluche - Ermita San Salvador

Taguluche – Ermita San Salvador

Lasko vor seinem Element in Alojera

Lasko vor seinem Element in Alojera

Altes Haus am Strand von Alojera

Altes Haus am Strand von Alojera

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Rostparade

Veröffentlicht: 10. Januar 2015 in Foto und Geschichten, Rost
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Ein kleiner Beitrag für Frau Tonaris Rostparade. Ein Heimtrainer gesehen auf La Gomera – hoch über dem Valle Gran Rey.

Heim- oder Bergtrainer?

Heim- oder Bergtrainer?

Heim- oder Bergtrainer?

Heim- oder Bergtrainer?

Für einige Tage heißt es nun Abschied nehmen von der Online Welt, denn es geht zum Wandern auf die kleine Nachbarinsel La Gomera.Zur Einstimmung einige Bilder von der letzten Gomeratour (Januar 2014). Ich wünsche allen Lesern einen guten Start in das Neue Jahr.

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Der erste Monat des Jahres ist nun bereits fast Vergangenheit. Der Februar steht vor der Tür. Bevor sich zu viele Bilder bei mir anhäufen (:-)), hier ein paar Fotos zu unseren Wanderungen der letzten Wochen.

La Gomera – Wanderung im Valle Gran Rey zu einem Wasserfall bei El Guro

Valle Gran Rey

Valle Gran Rey

Wasserfall bei El Gure

Wasserfall bei El Guro

Wer mehr über diese Tour lesen mag, kann das hier tun.

La Gomera – Wunderschöne Rundwanderung über den Steilklippen von La Hermoso

LLa Gomera - Vallehermoso_26

Ausblick auf die Steilküste

Ausblick auf die Steilküste

"Schloß am Meer"

„Schloß am Meer“

Valle Hermoso

Valle Hermoso

Wer mehr über diese Wanderung lesen mag, kann das hier tun.

La Gomera – anstrengende Wanderung in der Inselmitte – Fortalezza und Garajonay

Bei dieser Wanderung sind wir „ein wenig“ an die Grenzen gegangen. In einem Tag ging es auf die Fortaleza und dann weiter auf den höchsten Punkt der Insel, den Garajonay.

auf dem Dach von La Gomera - der Garajonay

auf dem Dach von La Gomera – der Garajonay

Fortaleza in den Wolken

Fortaleza in den Wolken

Kraxeln auf der Fortaleza

Kraxeln auf der Fortaleza

Wer mehr über diese Wanderung lesen mag, kann das hier tun.

Doch auch auf Teneriffa sind Lasko und ich gewandert. Wie jedes Jahr haben wir so einige Touren oberhalb von Santiago del Teide durch die Mandelbaumblüte gemacht.

Mandelbaum

Mandelbaum

Mndelbaumblüte

Mndelbaumblüte

Mandelbaumblüte

Mandelbaumblüte

Wer mehr über die Ruta de Almendros en Flor lesen mag, kann das hier tun.

Dann haben wir den Barranco del Infiertno aufgesucht, der leider immer noch offiziell geschlossen ist.

Barrnaco del Infierno

Barranco del Infierno

Barranco del Infierno

Barranco del Infierno

Wer mehr über den Barranco lesen mag, kann dies hier tun.

Und wir haben das Fest von San Sebastian besucht. Dieses Fest findet jedes Jahr am 21. Januar in Adeje auf Teneriffa statt. Dort werden Haustiere gesegnet. Die Reiter reiten mit ihren Pferden in die hohen Atlantikwellen hinein. Ein tolles Spektakel.

San Sebastian Fiesta

San Sebastian Fiesta

San Sebastian Fiesta

San Sebastian Fiesta

San Sebastian Fiesta

San Sebastian Fiesta

Und wer mehr darüber lesen möchte, der möge hier lesen.

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Blick von den Steilklippen über Vallehermoso auf den Teide, Teneriffa und in die Tiefe

Blick von den Steilklippen über Vallehermoso auf den Teide, Teneriffa und in die Tiefe

Als das Jahr gerade einen Tag alt war setzten wir mit der Autofähre von Los Christianos nach San Sebastian auf die Nachbarinsel La Gomera über. Im Vorfeld gab es einige Komplikationen mit den Schiffskarten, die sich nicht ausdrucken ließen und schließlich 100% teurer als gebucht bezahlt werden mussten. Auch hatten wir uns den kleinen Ausflug spät überlegt und so war es weder über Internet noch über Reiseagenturen möglich, eine gute und günstige Unterkunft zu finden. Erst in allerletzter Minute erhielt ich vor der Abfahrt noch eine Mail, dass jemand ein Apartment auf einer Bananenplantage abgesagt hatte und wir den Raum haben könnten. Ich beschloss mir den Beginn des Jahres nicht durch die kleinen Mißgeschicke vermiesen zu lassen und genoss die Überfahrt auf der großen Fred Olsen Schnellfähre. Hinter uns wurde Teneriffa mit dem Teide immer kleiner und vor uns nahm La Gomera mit der Hauptstadt San Sebastian langsam Form an.

Dunkle Wolken über San Sebastian

Dunkle Wolken über San Sebastian

Als wir in San Sebastian ankamen mussten wir zunächst die Bananenfarm suchen. Ein gar nicht so leichtes Unterfangen, denn wir hatten nur die Koordinaten. Eine Adresse gab es nicht. Die Suche stellte sich mehr als kompliziert heraus und ich konnte mehr als nur einmal meine Spanischkenntnisse zum Einsatz bringen, um nach dem Weg zu fragen. Dabei stellte ich sehr schnell fest, dass die Einwohner von La Gomera sehr freundlich und hilfsbereit sind. Ein Ehepaar fuhr sogar eine Strecke mit dem Wagen vor uns her, um uns den weiteren Weg zu weisen. Doch erst kurz vor Einbrechen der Dunkelheit erreichten wir unser Domizil. Die Plantage lag sehr einsam oben auf einem Berg. Eine Infrastruktur gab es im Umkreis von 10 Kilometern nicht. Willkommen in der Wildnis. Der Besitzer, der zu unserer Ankunft kurz vorbei schaute, war sehr freundlich und erlaubte uns, uns im Garten frische Bananen, Orangen und andere Früchte zu pflücken. „So viel wie Ihr möchtet“, meinte er lachend bevor er sich wieder in Richtung Stadt aufmachte. Wir waren mit unseren Nachbarn, einem irischen sehr netten Ehepaar, das hier zwei Monate überwinterte, allein. Die Behausung war sehr einfach, schlicht und natürlich ohne Internet. Doch die Räumlichkeiten waren gemütlich und „sechs  Tage offline“ stellte sich im Nachhinein auch einmal als gute Erfahrung heraus. Und da wir die gesamten Tage von morgens bis abends wanderten machte uns der mehr als schlichte Zustand des Apartments überhaupt nichts aus.

der obere Teil des Valle Gran Rey

der obere Teil des Valle Gran Rey

Wir wanderten insgesamt 90 Kilometer an den unterschiedlichsten Stellen der Insel. Wir sahen die Nebelwälder hoch oben in den Bergen, Stränd und einsame Barrancos. Ich stellte sehr schnell fest, dass La Gomera tatsächlich das reinste Wanderparadies ist. Es gibt überall auf der Insel wunderschöne Wanderwege, die sehr gut ausgeschildert und sehr unterschiedlich sind. So kletterten wir an einen Tag zu den weißen Höhlen (cuevas blancas) und stiegen am nächsten Tag in einen tiefen Barranco. Auch die Erklimmung der Fortaleza und des Garajonay (Dach Gomeras) durften nicht fehlen.

Castillo del Mar in Vallehermoso - La Gomera

Castillo del Mar in Vallehermoso – La Gomera

Für mich war der Gomera Aufenthalt die Entdeckung einer neuer Insel. Und doch war die Insel für mich nicht neu, denn ich war schon einmal da. Doch das ist lange her. Das erste Mal besuchte ich La Gomera im Jahr 1987. Wie die gesamte Welt hat sich natürlich seitdem auch La Gomera verändert. Als wir 1987 mit Rucksack in San Sebastian von der Fähre stiegen, die übrigens noch viel länger für die Überfahrt brauchte als die heutigen Schnellfähren, gab es nur eine große Straße, die über die Insel in das Valle Gran Rey führte. Und „große Straße“ ist relativ. Im Verhältnis zu heute war es eine kleine Straße, die sich in vielen Windungen über die Inselmitte hoch und im Valle Gran Rey wieder herunterschraubte. Reste von dieser Straße sind teilweise noch erhalten. Heute ist ein sehr neues und gut erhaltenes Straßennetz mit den Hauptstraßen GM 1,2 und 3 auf der Insel vorhanden. Die Straßenführung ist durch viele Tunnel begradigt und überall laden große Parkplätze zum Verweilen und zum „Aussicht genießen“ ein.

Strandkunst

Strandkunst

An einem Tag führte uns eine Wanderung auch in das Valle Gran Rey, das ich wirklich kaum wiedererkannte. Die Felsen und die großartige Natur sind geblieben. Das ist aber auch schon fast alles. Damals gab es auf La Gomera noch keinen Pauschaltourismus. Die Zeitung Musical Express berichtete in den 70ger Jahren über das abgeschiedene Tal der Hippies. Ende der 80ger waren diese Zeiten vorbei. Und dennoch ging es im Valle sehr ruhig und beschaulich zu. Die wenigen Rucksackreisenden kamen privat und in kleinen Pensionen unter. Gebadet wurde unweit des Valle am Playa mit dem schwarzen Strand – natürlich nakt. Und abends versammelte sich die Travellergemeinde zum Sundowner auf dem Dorfplatz. Ab und zu verirrte sich eine Jeepsafari, die von Teneriffa mit Touristen einen Tag die einsame Insel bereiste, in das Valle. Ansonsten lebten hier die Einwohner und die Individualtouristen ruhig und abgeschieden von der Welt in den Tag hinein. Das war die alte Insel und die alte Zeit.

Dorfplatz im Valle - noch fast wie früher

Dorfplatz im Valle – Informationsaustauschplatz zur alten Zeit

Der Valle Bote

Heute gibt es das Internet und den Valle Boten

Nun fand ich ein mit breiten Straßen und vielen Ansiedlungen zugebautes Valle Gran Rey vor. Am Anfang hatte ich tatsächlich Schwierigkeiten, mich überhaupt zu orientieren. Appartmenthäuser und Hotels wohin mein Auge blickte. Doch dann entdeckte ich den damaligen Dorfplatz, der sich gar nicht so sehr verändert hatte. Und zu meinem großen Erstaunen stand selbst die Pension Casa Maria stand noch am alten Platz. Casa Maria, fast das einzige Haus, das noch wie damals aussah. Die Zeit schien an dem Haus spurlos vorbei gegangen zu sein. Damals im jahr 1987 waren wir spät in der Nacht dort angekommen. Die Wirtin Maria und Namensgeberin des Hauses hatte für uns und die anderen Spätankommer noch eine ihre wunderbaren Paellas auf den Tisch gezaubert. Wie magisch zog mich das Haus an. Ich musste einfach dort hinein gehen.

Casa Maria im Valle Gran Rey

Casa Maria im Valle Gran Rey

fast wie früher

fast wie früher

Ich ging in den Speiseraum und fand ihn tatsächlich noch so vor, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Eine schöne kleine persönliche Reise in die Vergangenheit. Und ein wenig später stellte ich zu meiner Freude fest, dass auch der kleine schwarze Sandstrand noch existierte. Er ist jetzt ein wenig angelegt und heißt Playa de Ingles, aber es wird weiterhin in den hohen Wellen nakt gebadet.

am schwarzen Strand

am schwarzen Strand

Lasko am Strand

Lasko liebt den Strand

Vor dem alten Dorfplatz existiert heute ein großer neu angelegter Strand mit vielen kleinen Cafes, in denen WiFi angeboten wird. Während ich meinen Café con leche inmitten der internationalen Touristengemeinde genoss, konnte ich kurz meine Mails anzuschauen. Das war meine kurze online Zeit auf La Gomera. Schön, noch einmal im Valle Gran Rey gewesen zu sein. Doch danach freute ich mich, wieder in ruhigere Gegenden von La Gomera zu kommen.

Valle Gran Rey - der neue Strand

Valle Gran Rey – der neue Strand

Heute ein paar erste Fotos von La Gomera und das nächste Mal berichte ich über unsere Wandertouren.

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Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – wir waren Nachmittags am Strand. Leider nicht zum Schwimmen. Leonie wollte dabei sein, wenn drei Zweibeiner, die wohl am frühen Morgen auf der Insel La Gomera schwimmend aufgebrochen waren, auf Teneriffa ankamen. Die haben es gut. Solange würde ich auch gerne einmal schwimmen dürfen. Doch ich durfte an dem bevölkerten Strand natürlich nicht einmal in die Nähe des Wassers. Leonie band mich einfach auf der Promenade an. Das hatten andere Hundebesitzer auch mit ihren Hunden gemacht und so hatte ich wenigstens ein wenig Unterhaltung, während Leonie am Strand die nassen Zweibeiner besichtigte.

Wir Hunde konnten es nicht fassen, dass so viele Menschen an einem Strand zusammen liefen, nur um drei Zweibeiner schwimmen zu sehen. Leonie hatte mir erklärt, dass das wirklich eine ganz besondere Leistung sei, wenn Zweibeiner über 40 Kilometer von Insel zu Insel schwimmen. Ich muss ja zugeben, 40 Kilometer hört sich ganz schön lang an. Ob ich das auch könnte? Leider darf ich das ja nicht ausprobieren.

Doch Leonie hat mir erzählt, dass es hier in der Nähe der Küste auch Wale, Haie und andere große Wasserlebewesen gibt. Wer weiß, vielleicht haben solche Viecher Appetit auf einen Labrador zum Frühstück oder zur Nachspeise. Wenn ich mir das so recht überlege, bin ich ganz froh, diese gr0ße Gesellen nicht treffen zu müssen.  Auf dem Foto könnt Ihr die vielen Menschen sehen, die den Schwimmern zujubelten, als diese nach 10,5 Stunden aus dem Wasser stiegen.

LTraverse nado

Ich habe zu der Zeit auf der Promenade die Bekanntschaft einer äußerst netten Promenadenmischung gemacht. Aber darüber schweige ich jetzt lieber .-).

Heute – Leonie meinte, dass sie zwischen der Arbeit eine kleine Siesta gebrauchen könnte und legte sich mittags für eine halbe Stunde in die Sonne. „Das gefällt mir Lasko – eine kleine Siesta. Danach kann ich umso besser arbeiten. Du wirst sehen“, sagte sie zufrieden, als sie sich in der Sonne rekelte. Hört sich gut an, dachte ich mir. Siesta muss etwa Gutes sein. Ich will auch eine Siesta.

Hat Siesta irgendetwas mit schlafen zu tun? Wenn ich es mir genau überlege, schlafe ich eigentlich immer, wenn ich nicht gerade fresse, spiele oder Gassi gehe. Es gibt Tage, da wache ich um sieben Uhr morgens auf und schlafe dann von 8 Uhr morgens mit kleinen Unterbrechungen bis 17.00 Uhr. Dann schlafe ich wieder von 19 Uhr bis ich um 23 Uhr ins Körbchen gehe. Da könnte es planerisch schwer werden, eine Siesta einzubauen.

Ab und zu sieht es aber auch nur so aus, als wenn ich schlafe. Das sind die Zeiten, in denen ich denke. Leonie hat mir erzählt, dass die Menschen, die in südlichen Ländern leben,  die klassische Siesta zwischen 12 und 16 Uhr wegen der Hitze, die um diese Zeit herrscht, halten. Da ich um die Zeit ohnehin schlafe, mache ich hier nun in Spanien auch Siesta. In Deutschland werde ich das demnächst dann einfach wieder schlafen nennen.

Morgen – Morgen will Leonie mit einer Spanierin zusammen Spanisch lernen. Und dieses Mal wird sie das über Skype machen, denn die Spanierin wohnt auf Gran Canaria. Und da Leonie und die Spanierin nicht Lust haben (und es vielleicht auch nicht können) mal eben auf die andere Insel zu schwimmen, nutzen sie Skype. Die Bildtelefonie werde ich mir genau anschauen. Vielleicht kann ich ja mal ein Leitung zu meinen Kumpels in Bonn herstellen.

Hier im Norden auf Teneriffa, wo ich nun bereits über eine Woche wohne, ist das Wetter – wie ich mir habe sagen lassen – in den Wintermonaten ab Anfang November häufig grau und regnerisch. Das dem so ist, habe ich ja auch bereits nach kurzer Zeit mitbekommen. Es ist nicht richtig kalt. Die Temperaturen liegen so zwischen 15 und 20 Grad tagsüber. Vom Atlantik ziehen die dunklen schweren Passatregenwolken ab November heran und bleiben an der Westküste vor dem Teide hängen. Daher regnet es hier in der Zeit bis Ende Februar wohl viel und häufig. Der Süden Teneriffas bleibt hingegen von dem Regen weitgehend verschont.

Aus diesem Grund ist es im Süden der Insel auch landschaftlich karger. Im Norden hingegen findet man üppige Vegetation. Riesige Kiefernwälder an den Hängen des Teide, Weinhänge und große Bananenplantagen prägen das Bild. Dazwischen blüht es an Büschen und Hecken und die Straßen sind gesäumt mit hohen Palmen. Auch im Süden sind Palmen zu finden. Die Landschaft wirkt hingegen eher karg und an den felsigen Hängen zum Teide ist nicht viel grün zu sehen. Bei meinem Ausritt fielen mir die langen Nadeln an den Kieferbäumen auf, die um einiges länger sind, als die Nadeln der Kiefern in den deutschen Wäldern.

 

 

 

 

 

 

 

Mir wurde erklärt, dass durch die langen Nadeln, sich die Feuchtigkeit länger an den Kiefernadeln hält und dadurch der Boden gleichmäßig feucht gehalten wird.

Will man vom Süden in den Norden oder umgekehrt, gibt es die Möglichkeit im Norden die Insel auf der Autobahn überqueren. Von Südwest nach Südost und umgekehrt geht es nur über das Gebirge. Da ich nicht für jede Fahrt in den Süden die ganze Insel umrunden möchte, bleibt mir nur der Weg über die Berge mit den vielen Serpentinen, die sich an einer Seite hoch und auf der anderen wieder herunterschrauben. Erst fand ich es sehr gewöhnungsbedürftig und fuhr sehr vorsichtig. Mittlerweile habe ich mich an die Kurverei gewöhnt bin ich bereits eine geübte Kurvenfahrerin :-). Ab und zu träume ich auch von den vielen Kurven. Mein Hund sitzt hinten in der Transportbox und wird bei den Kurvenfahrten von links nach rechts bewegt. Er nimmt es anscheinend sehr gelassen und träumt dabei von Tennisbällen oder hakenschlagenden Hasen!? Landschaftlich finde ich es sehr reizvoll über die Gebirgspässe zu fahren und am Horizont den Atlantik liegen zu sehen.

Im Süden angekommen genieße ich einen Blick auf  La Gomera, das gar nicht weit  gegenüber von Teneriffa liegt. Dort war ich einmal vor über zwanzig Jahren. Wahrscheinlich hat sich dort auch einiges verändert. Um das beurteilen zu können, müsste ich ein bisschen näher heran.

Bei meinen Fahrten am Nachmittag, die mich zurück in den Norden führten, verließ ich häufig den Süden bei 26 Grad. Viele Leute lagen am Strand und im Wagen war es ziemlich heiß. Alle paar Meter fiel die Temperatur laut Anzeige im Wagen um ein Grad. Oben auf dem Pass hatte ich noch gerade 12 Grad. Zumeist ist oben alles in Wolken und Nebel und häufig regnet es. Nach Icod geht es zum Schluss wieder viele kleine Serpentinen hinunter. Und mit dem aufklarenden Nebel steigen auch ein wenig die Temperaturen. Und dann bin ich wieder im Grünen.

Euch wünsche ich in Nord und Süd und West und Ost einen wunderschönen Tag.