Mit ‘lernen’ getaggte Beiträge

Anleitung zum Glücklichsein

Veröffentlicht: 13. August 2012 in Leonies Leben 2012
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Heute Morgen habe ich diese Anleitung zum Glücklichsein gelesen. Da der Verfasser (www.lebeblog.de) ausdrücklich um Weitergabe und Verbreitung gebeten hat und sie sooooo schön ist, hier für Euch:

Lächle.

Sei ehrlich.

Treibe Sport.

Entspanne Dich.

Ernähre Dich gesund.

Setze Dir Ziele und glaube an Dich.

Schließe mit Deiner Vergangenheit ab.

Sei wachsam, achtsam und behutsam.

Nehme die Energie der Sonnenstrahlen.

Rede und denke weniger. Handle mehr.

Sei dankbar, für das, was Du hast und bist.

Lerne vom Leben, immer und zu jeder Zeit.

Denke nur das, was auch Realität werden soll.

Bilde und entwickle Dich weiter, Dein Leben lang.

Tue nur Dinge, die für Dich sinnvoll und stärkend sind.

Akzeptiere und liebe Dich selbst, wie auch Dein Leben.

Nutze Deine Lebensenergie für Deine Selbstverwirklichung.

Gib einen Teil Deines Glückes weiter und tue Gutes für andere.

Überwinde Deinen inneren Schweinehund, so oft es nur geht.

Umgebe Dich nur mit Menschen, die Dir gut tun. Sei auch mal allein.

Löse Dich von Zufall und Schicksal. Du hast Dein Glück selbst in der Hand.

Ersetze laute und störende Gedanken durch schöne oder lerne zu meditieren.

Sorge für eine tiefe Verbindung zu einigen Familienmitgliedern und Freunden.

Genieße das Jetzt und mach Dein Glück nicht von einem Punkt in der Zukunft abhängig.

Versuche mit daran zu halten – wer ist dabei?

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Da ich sehr gerne ein bisschen besser schreiben lernen möchte, hatte ich mich vor einiger Zeit entschlossen, bei der Volkshochschule einen Kurs für Kreatives Schreiben zu belegen. Ohne genau zu wissen, was dort wohl auf mich zukommen könnte, machte ich mich an einem Samstagnachmittag mutig Richtung unbekanntes Neuland auf den Weg. Mein letzter Volkshochschulbesuch war bereits über zwanzig Jahre her und ich kann mich gar nicht mehr erinnern, ob ich seinerzeit dort das Schreibmaschinen schreiben oder Französisch gelernt hatte.

Der Raum, den ich nach einigem Suchen betrat, war kühl und karg und regte auf den ersten Blick nicht gerade die Fantasie an. Auch die Dozentin, die vorne ein wenig desinteressiert blickend, am Schreibtisch saß, stimmte mich nicht gerade hoffnungsvoll. Ich wählte einen Platz auf einem unbequemen Holzstuhl (es gab auch nur unbequeme Holzstühlchen) und schaute mir die nach und nach eintrudelnden Kursteilnehmer an, die mit Ausnahme eines Mannes alle weiblich waren.

Als alle ihre Plätze eingenommen hatten und artig ihr Kreuzchen hinter ihrem Namen auf einer herum gehenden Liste gemacht hatten, stellte sich die Kursleiterin kurz vor, und forderte dann die gespannt in die Runde schauenden 19 Kursteilnehmer auf, uns kurz vorzustellen und zu erzählen, was wir bereits geschrieben hätten und warum wir da seien. Gleich fingen einige Teilnehmer eifrig an zu erzählen, dass Sie schon drei Romane veröffentlicht hätten, als Journalisten tätig gewesen seien oder auch nur von der Muse geküsste und allseits begabte Schreiber seien. Mir wurde innerlich nun doch ein wenig Angst und Bange. „Bin ich hier als Anfängerin überhaupt richtig?“, fragte ich mich innerlich sorgenvoll. Dabei registrierte ich, wie auch meine Nachbarin immer bleicher wurde. Sie flüsterte mir angstvoll zu:“Bisher habe ich eigentlich nur meine Einkaufszettel zu Hause geschrieben“. Ich flüsterte zurück, dass das doch in Ordnung sei, denn schließlich sei das hier ein Kurs um schreiben zu lernen und kein Autorenwettbewerb. Das schien sie nur mittelmäßig zu beruhigen.

Dann fing der Kurs mit etwas Theorie an und nach der Pause kehrten noch 15 Teilnehmer auf ihre Plätze zurück. Auch der Stuhl neben mir blieb leer. Meine Nachbarin hatte sich bereits still und leise verabschiedet. Am nächsten Samstag traf ich dann, als ich erwartungsvoll den kühlen kargen Raum betrat, auf sieben Kursteilnehmer und wunderte mich, wo die ganzen Autoren geblieben waren. Wir machten Schreibübungen, die mich richtig fesselten und die Zeit verging wie im Flug.

Dann teilte uns die Dozentin mit, dass wir jetzt eine Kurzgeschichte schreiben würden, die wir im lokalen Radio am Ende des Kurses vorlesen dürften, sofern sie den festgelegten Rahmenbedingungen entsprechen würde. Ich fand das recht spannend und nahm mir vor, es zumindest mit einer solchen Geschichte zu probieren. Am nächsten Samstag hatte sich der Kreis der Teilnehmer (nach dieser Ankündigung?) auf vier (mit mir) verkleinert. So kam ein sehr individueller Unterricht zustande. Nun warte ich auf den nächsten Samstag und hoffe inständig, dass ich dann nicht allein mit der Dozentin dort sitze.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag.

Sprüche – LERNEN

Veröffentlicht: 2. Oktober 2011 in Leonies Leben 2011, Reisen 2011
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Überall auf Kalenderblättern, in Zeitungen und an allen möglichen und unmöglichen Orten begegnen uns im Leben Sprüche. Einige findet man witzig, andere sagen einem gar nichts und andere sprechen uns an. Im letzten halben Jahr habe ich damit angefangen, Sprüche, die mich in irgendeiner Weise angesprochen haben (positiv oder negativ) zu sammeln und mir aufzuschreiben. Denn hätte ich sie nicht gleich aufgeschrieben, hätte ich sie zu Hause wahrscheinlich bereits wieder vergessen gehabt. Ich kann mir leider Sprüche, Namen und auch Witze überhaupt nicht merken.

In der nächsten Zeit werde ich einige dieser Sprüche aus meiner neuen „Privatsammlung“, deren Urheberin ich nicht bin, hier mit einem Foto einstellen. Ich bin sehr gespannt, was Ihr von den Sprüchen haltet und ob Ihr etwas damit anfangen könnt. Ich bin sehr an Eurer Meinung interessiert.

Heute nun Spruch 1 zum Lernen:

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald du aufhörst, treibst du ab.

Diesen Spruch habe ich mir immer wieder in letzter Zeit vorgesagt, wenn es darum ging, mich zu motivieren mit Spanisch und schreiben weiter zu machen. Dennoch gibt es Tage, an denen ich abtreibe.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag.

Am Morgen regnete es Bindfäden und ich fuhr mitten im Hochsommer bei eisiger Kälte, grau am Himmel hängenden Regenwolken und eiskaltem Wind mit dem Fahrrad durch die Felder. Mein Labbi folgte mir mehr oder minder, wobei das „minder“ mit fortschreitender Zeit Überhand nahm. Da es ja schließlich überall so viel zu schnüffeln gab, blieb er immer häufiger zurück und folgte nur noch im großen Abstand. Geduldig blieb ich alle paar hundert Meter stehen und rief ihn wieder heran. Von weiten sah ich, dass ihn mein rufen wenig tangierte und er sich sehr gründlich überlegte, ob es sich wohl lohnen könnte, dem Rückruf folgen zu leisten. Langsam setzte er sich zumeist mit einiger Verzögerung in Bewegung und folgte. Ich stieg aufs Fahrrad und hing weiter meinen zu dem Wetter passenden trübsinnigen Gedanken nach, die sich auf die Ereignisse am Tag zuvor bezogen.

An jenem Tag davor war Hundeschule mit unserer Hundegruppe im Wald gewesen. Ich gehe dort immer sehr gerne hin, da ich auf den Waldspaziergängen mit netten Menschen zusammen bin und jedes Mal etwas Neues dazu lerne. Ob mein Hund das auch so sieht, wage ich zu bezweifeln. Auf jeden Fall geht er auch gerne dort hin, wobei bei ihm eine etwas andere Motivationslage zugrunde liegt. Er freut sich bereits, wenn er merkt, dass es Richtung Wald geht und ich kann ihn zum Schluß kaum noch an der Leine halten. Wir treffen uns mit den anderen Hundebesitzern, der Trainerin und den anderen Vierbeinern zumeist auf einer großen Wiese, die mitten im Wald liegt. Die Hunde können kurz zusammen spielen und wir besprechen in der Zeit, was in der letzten Woche war, was anliegt, wo es Probleme gab und was wir an dem Tag machen werden.

An jenem Tag übten wir zunächst in Kolonne per Fuß mit Hund durch den Wald zu gehen, während ständig Ablenkungen in Form von Joggern und Fahrradfahrern auftauchten. Diese erste Übung des Tages meisterten mein Hund und ich mit Bravour und in mir keimte bereits ein Fünkchen Hoffnung auf, dass meine gesammelten Hundeerziehungsbemühungen doch noch Früchte tragen könnten. Ein Lob der Trainerin bestärkte mich. Das war es dann aber auch für den Tag. Mein kleiner Labrador hatte beschlossen, dass er mit dieser ersten Übung für heute mehr als genug für seine Erziehung getan hatte und dass er den weiteren Nachmittag einfach nur Spaß haben wollte.

Es folgten Dummy Übungen. Dafür geht mein Labbi, wenn man ihn denn fragen könnte, in diese Runde. Er ist ein Ball und Dummy Junky und würde für diese Geräte sogar morden. Es gab auch keine Probleme beim Suchen und Aufspüren des Dummys. Das kann er fast besser als alle anderen Hunde in der Gruppe zusammen. Der Haken an der Sache ist, dass er nicht im Traum daran denkt, den erbeuteten Dummy brav zu apportieren. Er scheint innerlich zu jubilieren: Beute, Beute und hüpft munter mit einem Labbigrinsen auf der Schnauze durch den Wald. Nicht genug damit, dass er seinen Dummy nicht apportiert, er vergrößert seine Freude noch dadurch, dass er auch die Dummys der anderen Hunde einsammelt. Soviel und noch ein bisschen mehr, wie eine Labbischnauze tragen kann. Da kommt allgemeine Freude bei allen Betroffenen auf und in mir begann es langsam aber sicher zu kochen.

Ich kenne mittlerweile so viele Tricks, um Beutedummys zurück zu erobern, dass ich damit ein eigenes Buch füllen könnte. Ablenkung, tauschen und und und … Gestern klappte natürlich nichts. Woran lag es und wer war schuld? In dubio pro Labbi und ich hatte die gesamte Asche auf mein Haupt zu kippen. Letztlich gelang es der Trainerin und mir ihm die schönen Dummys mit Leckerchen (was auch sonst?) zu entlocken. Der Schweiß stand mir auf der Stirn und ich war froh, dass die Suchspiele für den Tag beendet waren.

Aber es sollte noch schöner werden, denn schließlich war mein Labrador ja nicht nur zum Spaß in den Wald gekommen. Auf einem engem Pfad sollten wir mit Hund an der Leine an fremden Hunden vorbei gehen. Mein friedlicher kleiner Hund röhrte beim Anblick der fremden Hunde wie ein Hirsch, blies zum Kampf  und stürzte sich mit Löwengebrüll in Richtung Feind. Ich blockierte ihn, stellte bzw. schmiß mich dazwischen und verpaßte ihm letztlich einen ordentlichen Stoß mit dem Bein. Das ließ ihn alles kalt. Nicht aber die Trainerin, die mich ordentlich anschnauzte. Während Sie mir vorschlug, es doch einmal mit einem Geschirr bei meinem lieben Vierbeiner zu probieren, schwebten in meinem Kopf bereits Gedanken an ein Kettenhalsband mit Würger. Das würde ich natürlich nicht umsetzen, aber ich ärgerte mich sehr über den „Stahlbetonkopf“ oder eigentlich noch mehr über mich selbst, dass ich es an dem Tag mit der Hundeerziehung nicht so wirklich in den Griff bekam.

Ziemlich zerknirscht schritt ich durch den Wald nach Hause. Nicht so mein kleiner vierbeiniger Freund. Er hatte ein Schlammloch entdeckt in das er mit allen Vieren voran hinein sprang, dass es nur so spritzte. Betroffen davon waren leider nicht nur die anderen Hunde, sondern auch deren Halter, die mich langsam etwas entnervt beäugten. Am liebsten hätte ich wie im Film Marley gerufen: Wem gehört bloß dieser Hund? Mein Labbi scheint eine Reinkarnation von Marley zu sein. Warum hat mir das die Verkäuferin denn nicht mitgeteilt?

Ich fuhr mit meinem Rad über regennasse Feldwege und der Schlamm spritzte an meinen Hosenbeinen hoch. Dabei dachte ich an den Tag zuvor, an dem ich meinen Labbi zu Hause nach der Hundeschule erst einmal mit dem Gartenschlauch abgespritzt hatte und unter der Schlammkugel wieder ein zur Einrichtung passender Labrador Buche zu Tage kam. Ich mußte an den Film Marley denken und mußte endlich wieder ein wenig grinsen. Gut, dass es einige Marleys unter den Hunden gibt – sonst wäre die Welt doch eigentlich auch zu langweilig.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und weder Frust noch Hundewetter.