Mit ‘Likör’ getaggte Beiträge

Heute drehe ich die Zeit noch einmal zwei Wochen zurück und berichte von einer kleinen Ausfahrt auf See vor Teneriffa mit dem Boot „Flipper Uno“. An meinem letzten Samstag auf Teneriffa ging ich mittags mit Hund im Hafen von Los Gigantes spazieren. Als ich gerade dabei war dieses schöne Verkehrsschild abzulichten, lief das Delfin- und Walbeobachtungsschiff Flipper Uno, das ein wenig wie ein Piratenschiff aussieht, in den Hafen ein.

Im letzten Dezember hatte ich bereits von meiner Walbeobachtungstour vor der Mascabucht berichtet. Ich hatte seinerzeit viele Pilotwale, jedoch leider keine Delfine zu Gesicht bekommen. Als ich den von Bord gehenden Touristen und den danach neu an Bord gehenden Gästen zuschaute, meinte ich auf einmal ein Winken von einem der „Piraten“ zu sehen. Ich ging näher an das Schiff heran und erkannte einen mir mittlerweile gut bekannten Herren in Piratenkleidung wieder. Der lud mich ein, mit auf See zu kommen. Da auch Hund willkommen war, kam ich gerne dieser Einladung nach.

Zu den Klängen von Piratenmusik ging es auf das Meer hinaus. Die Sonne schien und die großen Felsen von Los Gigantes schimmerten bläulich. Das Meer war bewegt und wir schaukelten auf den großen Wellen dahin. Vom Meer aus erkannte ich in der Ferne den Teide und sämtliche Küstenorte von Los Gigantes bis Playa San Juan. Es gab etwas zu trinken und eine große Portion Paella. Was wollte ich mehr? Es war einfach großartig so auf dem Meer dahin zu schaukeln und den Augenblick zu genießen. Am liebsten hätte ich gerufen „verweile doch – du bist so schön“. Es fehlte einfach nichts und ich war glücklich.

Das Glück wurde noch größer als wir auf einmal rechts und links des Bootes Delfine sahen. Delfine, die neben uns schwammen und sprangen. Einfach wunderschön. Sie waren allerdings so schnell, dass ich sie fast gar nicht mit der Kamera erwischen konnte. So kann ich Euch hier nur Delfinteile

und einen sehr entfernten und heran gezoomten Delfin zeigen.

Später wurden von einem Piraten noch die Möwen gefüttert, während die menschlichen Fahrgäste sich an Rotwein labten. Auch ging ein Pirat durch die Reihen und spritzte allen, die es wollten, eine kanarische „Likörspezialität“ in den Mund.

Möwenfütterung

unter der Piratenflagge

unter den Giganten

Nach zwei Stunden Fahrt wurden die Segel wieder eingeholt und es ging zurück in den Hafen von Los Gigantes.

Euch allen wünsche ich einen schönen Tag.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Werbeanzeigen

Ich habe hier im Blog  in der letzten Zeit bereits darüber erzählt, dass mein Mann und ich und mittlerweile wieder Hund und ich allein, äußerst gerne ab und zu zum Spanier hier bei mir um die Ecke gehen. Das kleine Restaurant in Puerto Santiago heißt San Francisco. Wieso ein Restaurant auf Teneriffa San Francisco heißt, weiß ich nicht. Allerdings gibt es ja in Berlin oder Bremen auch genügend Restaurants, die Kreta oder Rhodos heißen.


Jeden Abend stehen so etwas wie Animateure oder „Einlader“ vor den Türen der Restaurants. Sie haben wohl die Aufgabe, möglichst viele von den  wenigen Touristen gerade in  ihr Restaurant „zu verladen“. Am Anfang traute sich an mich mit dem Hund niemand heran. Sie wollten anscheinend auf unsere Euros verzichten. Mittlerweile kennen und lieben den Hund „Straßensteher“ in der Straße. Und Hund liebt alle, die nach Kellner oder Gastwirt aussehen. Denn mit diesen netten Menschen verbindet er riesengroße Knochen.

Leider hatte ich nie den Fotoapparat dabei, als der Chef persönlich kam und ganz Lammbeine, halbe Enten oder am Weihnachten die Reste des Chateaubriand vorbei brachte. Vielleicht reiche ich bei Gelegenheit ein Bild nach. Hier kann ich Euch heute nur mein Essen mit kanarischen Kartoffeln und Mojosauce zeigen.

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich jemals ohne Mojosauce ausgekommen bin. Die esse ich nun auch zu Hause bei jeder Gelegenheit und Ungelegenheit. Es gibt sie in unzähligen Variationen. Am liebsten mag ich die besonders scharfe rote Sauce.

Während der Chef persönlich zum Eintreten animiert, wartet Hund geduldig unter dem Tisch auf die Raubtierfütterung.

Er plaziert sich so geschickt an der Tür, dass die meisten Eintretenden nicht umhin können, ihm ein paar Streicheleinheiten zu geben. Zum Glück versteht er zwischenzeitlich perfekt Englisch und Spanisch, was er von seinem Frauchen nur bedingt behaupten kann.

Lauschig wird es, wenn die Lichter draußen angehen und die Palme vor der Tür beleuchten, ein leichter Wind vom Atlantik weht und der Chef zum Abschluss noch süße Likörflaschen auf den Tisch stellt. Wo sind die guten Vorsätze zur gesunden Ernährung im Jahr 2012 geblieben? Hund hat so etwas vorsorglich gar nicht gefasst.

Es wird Zeit ins Bett zu gehen. Ich wünsche Euch eine gute Nacht und einen wunderschönen Tag.

Diese Diashow benötigt JavaScript.