Mit ‘Meer’ getaggte Beiträge

Palmen, Sonne, Felsen und ein blauer Himmel

Palmen, Sonne, Felsen und ein blauer Himmel

Insel, Meer und Berge

Insel, Meer und Berge

Sträucher und Blüten

Sträucher und Blüten

Kakteen und Stacheln

Kakteen und Stacheln

Palmen und Felsen

Palmen und Felsen

Felsen und Strand

Felsen und Strand

 

Sonne und Blumen

Sonne und Blumen

Kunst und Hafen

Kunst und Hafen

Fische und See

Fische und See

Atlantik und mehr

Atlantik und mehr

Pflanzen und Himmel

Pflanzen und Himmel

Palmen und Früchte

Palmen und Früchte

grüner Durchblick

grüner Durchblick

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Werbeanzeigen
Phu Quoc- Inselnorden

Phu Quoc- Inselnorden

Nach der Fahrt in den Süden der Insel mussten wir natürlich auch den Norden von Phu Quoc ein wenig näher kennen lernen. Wir fuhren mit dem Scooter quer über die Inselmitte, um als erste Station auf unserer Nordinseltour einen Wasserfall zu besuchen. Früh am Morgen waren wir die ersten Besucher, die ihren Rucksack auf einem kleinen Pfad parallel zu einem Bächlein hochschleppten. Durch den Regen der letzten Nacht war der Boden aufgeweicht. Die Bäume wurden dichter und dichter und bei mir stellte sich langsam ein richtiges Dschungelfeeling ein. Plötzlich tauchte der Wasserfall hinter Bäumen auf.

Phu Quoc- Inselmitte

Phu Quoc- Inselmitte

Phu Quoc - Wasserfall

Phu Quoc – Wasserfall

Wunderschön anzusehen, aber ein Bad mochte ich am frühen Morgen noch nicht hier nehmen. So fuhren wir weiter. Auf der Karte war an der Ostküste eine Straße eingezeichnet, die bis zum Norden der Insel führt. Die wollten wir nehmen. Zunächst war auch alles ganz einfach. Wir tankten den Scooter voll und fuhren die einzige Straße, die Richtung Norden führte. Dann erreichten wir den  Ort Ham NInh. Ein quirliger Ort, der voller Scooter und Marktstände war. Wir konnten nicht die Straße heraus finden, die uns in den Norden bringen sollte. Ich fragte einen Polizisten. Soweit ich sein gebrochenes Englisch verstand, meinte er, dass wir die Straße nicht nehmen sollten, sondern lieber die Fähre hier im Ort. Es gab tatsächlich eine Fähre, die von Ham NInh nach Mui Da Chong im Norden fuhr. Aber warum sollten wir entlang der Ostküste eine Fähre benutzen, wenn es eine Straße gab? Die Antwort sollten wir bald erhalten.

Phu Quoc - Straßenkreuzung

Phu Quoc – Straßenkreuzung

Wir hielten uns parallel zur Küste und gelangten nach einigem Suchen nach20 Minuten Fahrt  tatsächlich auf eine breite Piste. Dort entdeckte ich zu meiner Beruhigung am Straßenrand weiße Steine  mit Kilometerangaben zum Ort Bai Thom. Dieser Ort im Norden war unser nächstes Ziel.  Die Piste bestand aus rotem Schlamm mit vielen Schlaglöchern und das Fahren gestaltete sich sehr holprig und schlammig. Für die 30 Kilometer würden wir einige Zeit brauchen – das war uns klar. Nicht klar war uns, dass die Piste immer schlechter wurde. Schmal, hoprig und teilweise vollkommen überschwemmt. Langsam leuchtete es mir ein, warum eine Fähre existierte. Doch nun mussten wir weiter, denn zurück wollten wir auch nicht mehr.

Phu Quoc - Piste in den Norden

Phu Quoc – Piste in den Norden

Doch es kam noch schlimmer. Die rote schlammige Piste war plötzlich zu Ende. Es schien, dass sie auf einer Talüberführung „zusammengebrochen“ war. Es gab eine kleine „Umleitung“. Der Weg war nur noch ca. 2 Meter breit und führte in heftigen An- und Abstiegen über die Berge. Wenn Flüsse oder kleine Bachläufe zu überwinden waren, war die Straße mit Holzstämmen gepflastert. Die waren oft nicht mehr als 1,5 Meter breit und führten über atemberaubende Abgründe. Nun kam doch ein wenig Angst mit ins Spiel. Aber ein Zurück kam überhaupt nicht mehr in Betracht.

Umleitung

Ich war dankbar, als wir endlich wieder auf der breiten aufgeweichten Piste waren – auch wenn ich bis zum Knie voller Schlamm war. „Mit Flip Flops kein Problem“, beruhigte ich mich. Jeder Kilometer zog sich unendlich dahin. Doch dann erreichten wir eine Straßenkreuzung und links ging es zu dem kleinen Fährhafen Mui Da Chong. Dort kamen die Fahrzeuge an, die den Wasserweg der schlammigen Piste vorgezogen hatten. Bevor wir Bai Thom erreichten, trafen wir auf eine wunderschöne Lagune. Ein Traumstrand mit einer vorgelagerten Insel, die über einen Damm zu erreichen ist. Da wir nach der holprigen Fahrt ein wenig „Füße vertreten“ wollten, wanderten wir über den Damm und auf die einsame Insel.

Phu Quoc - Damm zu einer einsamen Insel

Phu Quoc – Damm zu einer einsamen Insel

Plötzlich hörten wir Musik und sahen eine Familie, die am Uferrand picknickte. Ein Lautsprecher war aufgestellt und die Familienmitglieder sangen Karaoke. Karaoke scheinen die Vietnamesen sehr zu lieben. Eine junge Frau, die ein wenig Englisch sprach, winkte uns, herzukommen. Sie erklärte, dass sie alle eine große Familie seien, ihre Brüder gerade die Fische für ein Barbeque fangen würden und dass sie sich freuen würden, ein Foto von uns zu haben. Das ist uns in Vietnam häufig passiert, dass Vietnamesen gerne ein Foto mit uns haben wollen. Warum? Ich weiß es nicht. Vielleicht sehen wir in ihren Augen wie Riesenmonster aus, mit denen sie sich gerne ablichten lassen möchten. Auf jeden Fall machten wir mit dieser Familie in jeder Kombination Fotos und alle schienen zufrieden.

Phu Quoc -Picknick unter einem großen Baum in der Lagune

Phu Quoc -Picknick unter einem großen Baum in der Lagune

Unter den große Bäumen auf der Insel bot uns die Mutter der Familie noch ein Stück Melone an und dann verabschiedeten wir uns. Als wir zum Scooter zurückkamen, sahen wir auch an diesem wunderschönem einsamen Platz große Projektschilder. Hier soll wohl ein Resort entstehen. Ich freue mich, dass ich Phu Quoc noch so sehen kann, wie es jetzt aussieht.

unberührter Norden -Phu Quoc

unberührter Norden -Phu Quoc

Wir erreichen Bai Thom, von wo aus noch die Möglichkeit besteht, auf einen kleinen Piste an einsame Strände an der Nordküste zu fahren. Doch wir waren für heute genug Offroad. Auf der breiten Straße in der Inselmitte ging es zurück zur Hauptstadt Duong Dong.

Phu Quoc - Jugendliche haben zusammen Spaß im Wildwasser

Phu Quoc – Jugendliche haben zusammen Spaß im Wildwasser

Phu Quoc - Wildwasser

Phu Quoc – Wildwasser

Phu Quoc - Wildwasser

Phu Quoc – Wildwasser

PHu Quoc -Familienbad i Fluss

PHu Quoc -Familienbad im Fluss

Doch einmal mussten wir dennoch auf die Piste. Kurz vor Duong Dong gibt es Wildwasserfälle zu besichtigen. Um die zu erreichen gibt es nur die Möglichkeit, sieben Kilometer Ruckelpiste zu fahren. Aber auch das schafften wir noch. Danach gönnten wir uns zur Belohnung ein Bad in den Wildwasserfällen. Es war Sonntag und viele vietnamesische Familien hatten sich hier am Rande des Wassers auf den großen Steinen zu einem Picknick zusammen gefunden. Ich genoss die Sonne und das Wasser und dachte eine Zeit lang nicht mehr an die sieben Kilometer, die noch auf der unwegsamen Piste vor uns lagen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wellen und Steine

Strand, Wasser  und Steine

Als ich am Morgen erwachte war die Welt wieder frisch. Die Mannschaft des weißen Halong Schiffes bemühte sich das Oberdeck, das von dem Sturm der vergangenen Nacht verwüstet war, wieder aufzuräumen. Nach einem reichhaltigen Frühstück wurden wir auf einem kleinen Boot ausgeschifft und auf der großen Insel Cat Ba angelandet. Doch an diesem Morgen nach dem Sturm gab es neben den Aufräumarbeiten einige weitere Pannen. Der Wind war immer noch recht stark und wehte mit einem heftigen Windstoß plötzlich sämtliche Schwimmwesten über Bord. Die mußten dann in einem mühsamen Manöver wieder eingesammelt werden. Der Kapitän schrie ziemlich aufgebracht seine Mannschaft an. Doch die nahmen es gelassen.

Als wir dann am Kai von Cat Ba standen und das Gepäck ausgeladen wurde, war mein Rucksack verschwunden. Der war auf dem Schiff anscheinend beim Einladen vergessen wurden. Noch einmal musste das Beiboot zum „Rucksack holen“ zurück. Diese Zusatzaktion war dennoch kein Zeitverlust, denn auch der Bus, der uns über die große Insel bringen sollte, war recht spät dran.

Grüne Umgebung

Grüne Umgebung

Da der Sturm die kleine Fähre, die uns auf die Affeninsel Monkey Island bringen sollte, in Mitleidenschaft gezogen hatten, mussten wir auf der Insel Cat Ba einen Sonderstopp in einem kleinen Restaurant einlegen. Dort warteten wir bei einer Kanne Tee eine Stunde bis das kleine Schiff wieder seetauglich war. Die Zeit nutzte ich, um mir ein wenig die grüne Umgebung und die vietnamesischen Dorfhunde anzusehen.

Vietnamesische Hunde beim Mittagsschlaf

Vietnamesische Hunde beim Mittagsschlaf

Dann ging es weiter zu einem Hafen, in dem wir auf ein kleines Boot gebracht wurden. Auch der Zustand des Bootes war so, dass ich dringlich hoffte, dass es noch eine Fahrt oder besser zwei überstehen möge. Bei heftigem Seegang fuhren wir vorbei an einem weiteren schwimmenden Dorf hinaus  auf offenes Gewässer. Unser Gepäck schwankte im Bug des kleinen Bootes heftig hin und her und ich sah meinen Rucksack bereits über Bord gehen und davon schwimmen. Doch alle Passagiere kamen samt Gepäck gut über das aufgewühlte Wasser.

unser Gepäck auf Seefahrt

unser Gepäck auf Seefahrt

 

Bereits nach kurzer Zeit sahen wir Monkey Island und legten dort an einer kleinen Siedlung mit Holzhütten an. Bei dem Seegang war es schwer an Land zu kommen. Das Schiff schlingerte wild am Anleger hin und her. Mit einem beherzten Sprung war ich an Land. Ansonsten sollen die Gewässer in der Halong Bucht sehr ruhig sein.

Hütten auf Monkey Island

Einsame Unterkunft am Strand auf Monkey Island

Doch jetzt schäumte das Meer und große Wellen überspülten den feinen weißen Sandstrand. Der junge und sehr freundliche Chef des kleinen Resorts begrüßte uns sehr freundlich und händigte uns unsere Schlüssel für die kleinen Hütten aus. In denen konnten wir kaum aufrecht stehen. Doch sie verfügten über ein Bett, Ventilator und sogar eine Toilette mit Brause im hinteren Bereich.

eine Hütte für eine Nacht

eine Hütte für eine Nacht

Hier in der Einsamkeit gab es im Haupthaus unerwarteter Weise auch ein freies Internet, das allerdings nicht wirklich funktionierte. Da das Laden einer Mail 30 Minuten dauerte, wandte ich mich sehr schnell vom Netz ab und der wunderschönen Natur, die uns nun umgab, zu.

Im Haupthaus auf der Terrasse bekamen wir wieder ein sehr abwechslungsreiches vietnamesisches Essen. Zunächst stellte die freundliche Bedienung nur zwei Dinge auf den Tisch. Und als ich noch dachte, ob davon alle satt werden könnten, standen bereits eine dritte und vierte Köstlichkeit auf dem Tisch. Dann folgte Reis und weiteres. Als ich dachte, dass ich nun wirklich satt wäre, folgten weitere leckere Dinge, die ich unbedingt probieren wollte.

"fast" einsamer Strand

die Kanus bleiben am Strand

 

Mit dem Kanu konnten wir wegen der hohen Wellen an diesem Tag leider nicht fahren. Doch Baden am Strand war möglich. Das Wasser war herrlich warm und ich war gar nicht wieder aus dem Wellen zu bringen. Am Nachmittag machten wir eine Wanderung und bestiegen einen recht steilen Hügel, um ein wenig auf der Höhe zu laufen und auf der anderen Seite der Insel wieder hinab zu gehen. Dort fanden wir ein verlassenes Bauwerk vor, das anscheinend nur noch von einem Vietnamesen bewohnt war. Dorthin sollten angeblich die Affen, die dem Eiland dem Namen geben, täglich kommen. Und tatsächlich sahen wir dort zwei Affen.  Ein Affe saß auf dem Blechdach und kletterte gemächlich zu uns herunter, als er unsere Gruppe auf den Strand zukommen sah. Er schien Menschen gewöhnt und wollte anscheinend nur schauen, ob es wohl etwas zu fressen für ihn gab. Da wir nichts mitgebracht hatten, wandte er sich dem Abfallbehälter zu und verschwand nach kurzer Zeit mit einem Ei, das er wohl aus der Tonne gezogen hatte, im Wald.

Affe, der dem Eiland dem Namen gibt

Affen geben dem Eiland den Namen

 

Mehr Affen kamen zwar nicht, aber wir unternahmen eine wunderschöne Wanderung an dem einsamen Strand entlang.

 

...und es waren sogar Zwei

…und noch einer

Als das Abendessen auf der großen Terrasse mit ungefähr 20 Gästen in Buffetform noch üppiger als das Mittagessen ausfiel, kamen mir langsam Zweifel, ob ich in diesem Urlaub nicht doch entgegen meiner Vorsätze  einige Kilos zulegen würde. Doch die Meeresfrüchte bestehend aus gegrillten Tintenfischen und die zubereiteten Muschelspeisen waren einfach zu verlockend.

 

Nach dem langen Tag war ich sehr müde und da es wieder anfing zu regnen, hatte ich richtig Lust ins Bett zu gehen. Doch gerade an der Hütte angekommen, stand auf einmal eine lange Schlange mit oranger Kleidung angezogener Vietnamesen vor der Tür. Der mit einem Löwenkopf verkleidete Anführer lud mit lauten Rufen und dem Geschrei zu Begleiter alle seine Gäste zu einer Vollmondparty ein. Es wurde laut getrommelt und gesungen, so dass keiner der befragten Hüttenbewohner nein sagen konnte. Wir gingen in den Versammlungssaal, der bunt geschmückt war. Der verkleidete Löwe soll bei Vollmond Glück bringen. Glück kann sicher jeder gut gebrauchen. Wir alle klatschten im Rhythmus der unbekannten vietnamesischen Gesänge und Tänze mit, bekamen ein Getränk geschenkt und sollten uns an ausgelassenen Wettspielen beteiligen.

Löwenkopf

Löwenkopf

Der Gastgeber bat mich, doch ein paar Fotos von der Party zu machen. So war ich die nächsten zwei Stunden beschäftigt und konnte mich an den Spielen nicht beteiligen, aber zumindest zusehen und fotografieren. Er bedankte sich in der äußerst höflichen Art der Vietnamesen viele Male für diesen einfachen Dienst. Mir machte das Fotografieren viel Freude und die Leute freuten sich über die Fotos. So einfach kann Glück für alle sein :-).

Vollmondparty

Vollmondparty

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, denn wir mussten den ganzen Weg wieder zurück. Mit der kleinen Fähre zurück zum Hafen. Mit dem Bus über die Insel Cat Ba und mit dem großen Schiff zurück in Richtung Halong Stadt. Da der Steuermann mit dem Schiff einen ständigen Schlingerkurs fuhr, übernahm beherzt ein Tourist das Steuer. Er war Kapitän und wusste was er tat. Eine Stunde vor der Zeit kamen wir in Halong Hafen an. Dort wartete unser Reisebus und ich hoffte noch einmal inständig, dass der ächzende Motor zumindest noch eine Fahrt nach Hanoi aushalten würde. Und er hielt. Lag das am Löwenglück aus der Vollmondnacht?

Noch am selben Tag starteten wir abends von Hanoi aus in den Norden Richtung chinesische Grenze. Der Gebirgsort Sapa war unser nächstes Ziel.

Über den Ausflug in den vietnamesischen Norden berichte ich das nächste Mal – sofern der Reisegott, das Glück und das Netz mit mir sind :-).

Euch wünsche ich einen schönen Wahlsonntag. Ich selber habe bereits per Brief gewählt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – ich lag auf dem Sofa und träumte vor mich hin. Da plötzlich stubste Leonie mich unsanft an und sagte, dass ich nicht so laut schnarchen solle. Ich habe gar nicht geschnarcht. Oder ich habe mich nicht schnarchen gehört. Oder wenn ich wirklich geschnarcht haben sollte, kann ich es nicht ändern. Also Leonie –  was soll die Störung? Außerdem habe ich Dir schon mal zugeflüstert: „Wachhunde müssen schnarchen, um die wilden Tiere zu vertreiben“.  Doch Leonie glaubt mir das nicht. „Leonie hast Du jemals ein wildes Tier hier in der Wohnung gesehen? Nein, na siehst Du. Woran liegt das wohl? Na, fällt der Groschen? Genau – an meinem Schnarchen:-)“.

Heute – wir mussten wieder mit dem bekannten Ehepaar wandern. Doch dieses Mal hatte sich Leonie besser auf die gute Kondition der Beiden eingestellt. Sie zog Flip Flops an und schlug einen Gewaltmarsch entlang der Küste Richtung Alcala vor. Lachend sagte sie zu mir: „Freu Dich nicht zu früh. Vielleicht endet die Wanderung wieder im nächsten Restaurant“. Doch heute kamen wir nach einigen Stunden schwersten Gehens tatsächlich in Alcala an. Die Wanderung am Meer entlang gefiel mir sehr, da immer eine Möwe, die ich jagen konnte, in der Nähe war.

In Alcala waren auf dem Marktplatz viele Stände aufgebaut. Und die Frau, die mit uns wanderte konnte wieder einkaufen gehen. Nur dieses Mal musste ihr Mann die Einkäufe zurücktragen. Neben bunten Tüchern, Ledertaschen, bunten Haarschmuck und Bananen, gab es (wahrscheinlich originale) kanarische Knoblauchpressen. Ein lustiger schwarzhäutiger Engländer (?) pries die Dinger an. Und weil es bei Vielfachkäufen Rabatt gab, kaufte die Frau gleich fünf. So werden sich demnächst viele Bonner Haushalte über eine neue Knoblauchpresse freuen können  :-).

Morgen – soll ich allein zu Hause bleiben, da Leonie einen Ausflug in den Botanischen Garten in Puerto de la Cruz mit ihrem Spanischkurs unternehmen wird. Da muss ich mir noch etwas ausdenken, wie ich die Leonie bei ihrer Rückkehr überraschen kann.

Während mich heute die Wellen schaukelnd über den Limfjord tragen, fällt mir ein Gedicht von Joachim Ringelnatz ein, das mir immer schon sehr gefallen hat.

Segelschiffe

Joachim Ringelnatz

Sie haben das mächtige Meer unterm Bauch
Und über sich Wolken und Sterne.
Sie lassen sich fahren vom himmlischen Hauch
mit Herrenblick in die Ferne.

Sie schaukeln kokett in des Schicksals Hand
Wie trunkene Schmetterlinge.
Aber sie tragen von Land zu Land
Fürsorglich wertvolle Dinge.

Wie das im Wind liegt und sich wiegt,
Tauwebüberspannt durch die Wogen,
Da ist eine Kunst, die friedlich siegt,
Und ihr Fleiß ist nicht verlogen.

Es rauscht wie Freiheit. Es riecht wie Welt. –
Natur gewordene Planken
Sind Segelschiffe. – Ihr Anblick erhellt
Und weitet unsre Gedanken.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag und weite Gedanken.

Kurz bevor ich wieder nach Deutschland zurückreisen werde, hatte ich noch Gelegenheit, den nördlichsten Norden von Dänemark kennen zu lernen. Die Nordspitze (Grenen=Ast) mit dem Ort Skagen und genau die Stelle, an der die Nordsee (Skagerack) mit der Ostsee (Kattegat) zusammenfliesst.

alte Bunkeranlagen

die „Spitze“ Dänemarks

hier fließen die Gewässer der Nordsee und des Kattegats zusammen – ganz genau an dieser Stelle

Touristen, die nicht laufen möchten, fahren Trecker, um an die Nordspitze zu gelangen

Hundi ist es egal, wo er badet – Hauptsache Wasser

ich lag auf dem weißen, warmen und äußerst weichen Sand und schaute auf die ankernden Schiffe im Kattegatverweile doch du bist so schön 🙂

das sind die Reste einer versandeten Kirche, die auch so heißt – versandete Kirche

am Ende des Tages konnte ich mit Hundi über eine riesige Wanderdüne (Rabjerg Mile) wandern

Wir sind nicht im Sand untergegangen und grüßen alle Leser mit sonnigen Grüßen aus Dänemark.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wie am letzten Samstag angekündigt, hier einige Impressionen vom bunten Karnevalstreiben in Aalborg. Das Wetter war fantastisch und die Stadt war voller Menschen (ungefähr 100.000 sollen zum Schauen und 25.000 zum Festplatz (Eintrittskarte) gekommen sein). Aalborg außer Rand und Band. Ich habe mich durch die Massen treiben lassen und – mit meiner kaputten Hand zwar ein wenig eingeschränkt –  ein paar Eindrücke fotografisch auffangen können. Bis spät in die Nacht dauerte die Feier auf dem Hauptfestplatz, auf dem sich die Gruppen nach den Umzügen, die von verschiedenen Richtungen quer durch die Stadt führten, versammelten. Bis zum frühen Morgen zogen Gruppen verkleiderter Menschen auch am Hafen entlang. Einige „Leichtsinnige“ gönnten sich dabei eine kleine Abkühlung im Hafenbecken. Als ich um sieben Uhr mit dem Hund zum Morgenspaziergang aufbrach, traf ich auf eine Gruppe Jugendlicher, die den Karneval anscheinend mit einigen wagemutigen Sprüngen von der Brücke in den Limfjord ausklingen ließen.

Auch schwedische und deutsche Flaggen waren zu sehen – die deutsche Flagge häufig im zusammenhang mit „bayerischer Trachtenmode“ und Alpenhütten.

Pirat

Farbe

In den vielen mitgebrachten Kinderwagen wurde hauptsächlich Alkohol transportiert. einige dieser Wagen sah man am nächsten Tag „aufgegeben“ auf dem Limfjord schwimmen.

Musikwagen – Party now – Apologize later

das ist  GRÜN

viele Teilnehmer schauten gerne und freundlich in die Kamera

Ich wünsche allen Lesern einen angenehmen Pfingstmontag und grüße aus dem warmen Aalborg.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Der Westen

An der Westküste im Norden von Dänemark findet man unendlich lange und breite Sandstrände vor. Für die Hunde, die hier frei laufen können, genauso für den Mensch, der die frische Luft und die Weite liebt, ein Paradies. Auch Wagen sind erlaubt und einige Fahranfänger scheinen hier ihre ersten Übungsstunden zu absolvieren. 

Weiter nördlich erheben sich hohe weißen Sanddünen, auf denen ein Leuchtturm selbstverständlich nicht fehlen darf.

Kleine Berge im sonst recht flachen Land.

Aalborg

alte Fachwerkhäuser neben Backsteinbauten

auch in Aalborg schlägt den Glücklichen ab und zu die Stunde 🙂

Eisbrecher Elbjoern im Stadthafen – zum Glück gibt es im Mai keine Eisschollen. Elbjoern ist zudem außer Dienst gestellt und wird nun als Restaurantschiff genutzt.

Hundi hat sich zwischenzeitlich mit seinem neuen Job als Schiffshund gut arrangiert.

Auch an Land gibt es ab und zu ein ausgemusterten Anker.

An den Ufern ist Limfjordes findet man neben vielen Neubauten, große Spiel- und Sportplätze, weite öffentliche Grünflächen, kleine Kunstwerke und insgesamt sehr viel Raum zum Leben am Wasser.

die „unterbrochene“ Eisenbahnbrücke

bunte Kunst vor den neu entstandenen Bauten am Ufer des Limfjordes

ab und zu findet sich ein Jumbo im Stadthafen ein

Stege, Heringsangler und Ausflugsboote

Osten

Richtung Osten ist der letzte Hafen im Limfjord Hals. Kurz danach endet der Limfjord und geht in das Kategat über. Hals ist eine beschauliche Stadt mit einem wunderhübschen Altstadtkern.

Im Osten sind die Strände nicht ganz so breit wie im Westen, wirken duch den weißen Sand und die leichten Böschungen am Rand nicht weniger idyllisch.

Im weiten Uferreet gibt es für einen kleinen Labrador genügend Schlamm. Mit vier schwarzen Beinen wirkte Hundi fast wie ein kleiner Mutant (Labrador schwarz weiß). Besonders lecker sah der Kofferraum nach seinem Heimtransport aus.

Als Mensch, der schwarze Beine meiden möchte, sollte man vielleicht besser diesen Steg benutzen.

Mit meinen kleinen Impressionen aus Nordjüttland verabschiede ich mich für heute und wünsche Euch allen ein schönes Wochenende.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Heute drehe ich die Zeit noch einmal zwei Wochen zurück und berichte von einer kleinen Ausfahrt auf See vor Teneriffa mit dem Boot „Flipper Uno“. An meinem letzten Samstag auf Teneriffa ging ich mittags mit Hund im Hafen von Los Gigantes spazieren. Als ich gerade dabei war dieses schöne Verkehrsschild abzulichten, lief das Delfin- und Walbeobachtungsschiff Flipper Uno, das ein wenig wie ein Piratenschiff aussieht, in den Hafen ein.

Im letzten Dezember hatte ich bereits von meiner Walbeobachtungstour vor der Mascabucht berichtet. Ich hatte seinerzeit viele Pilotwale, jedoch leider keine Delfine zu Gesicht bekommen. Als ich den von Bord gehenden Touristen und den danach neu an Bord gehenden Gästen zuschaute, meinte ich auf einmal ein Winken von einem der „Piraten“ zu sehen. Ich ging näher an das Schiff heran und erkannte einen mir mittlerweile gut bekannten Herren in Piratenkleidung wieder. Der lud mich ein, mit auf See zu kommen. Da auch Hund willkommen war, kam ich gerne dieser Einladung nach.

Zu den Klängen von Piratenmusik ging es auf das Meer hinaus. Die Sonne schien und die großen Felsen von Los Gigantes schimmerten bläulich. Das Meer war bewegt und wir schaukelten auf den großen Wellen dahin. Vom Meer aus erkannte ich in der Ferne den Teide und sämtliche Küstenorte von Los Gigantes bis Playa San Juan. Es gab etwas zu trinken und eine große Portion Paella. Was wollte ich mehr? Es war einfach großartig so auf dem Meer dahin zu schaukeln und den Augenblick zu genießen. Am liebsten hätte ich gerufen „verweile doch – du bist so schön“. Es fehlte einfach nichts und ich war glücklich.

Das Glück wurde noch größer als wir auf einmal rechts und links des Bootes Delfine sahen. Delfine, die neben uns schwammen und sprangen. Einfach wunderschön. Sie waren allerdings so schnell, dass ich sie fast gar nicht mit der Kamera erwischen konnte. So kann ich Euch hier nur Delfinteile

und einen sehr entfernten und heran gezoomten Delfin zeigen.

Später wurden von einem Piraten noch die Möwen gefüttert, während die menschlichen Fahrgäste sich an Rotwein labten. Auch ging ein Pirat durch die Reihen und spritzte allen, die es wollten, eine kanarische „Likörspezialität“ in den Mund.

Möwenfütterung

unter der Piratenflagge

unter den Giganten

Nach zwei Stunden Fahrt wurden die Segel wieder eingeholt und es ging zurück in den Hafen von Los Gigantes.

Euch allen wünsche ich einen schönen Tag.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Am 2. Februar war auf Teneriffa Feiertag. Es wurde die Fiesta de la Virgin de Candelaria gefeiert. Ich habe diesen Tag genutzt, um einen langen Spaziergang an der Küste von Puerto de Santiago über El Varadero nach Alcalá zu unternehmen. Hier einige Bilder, die mich und vielleicht auch Euch zumindest gedanklich aus den deutschen Winter herauskatapultieren. Letzte Erinnerungen an meine Zeit auf Teneriffa.

Hafen von Puerto de Santiago

Ich ging in der Nähe von Los Gigantes los und immer am Meer entlang. Durch Puerto de Santiago, Playa Arena, El Varadero hatte ich noch angelegte Wege. Ab El Varadero ging es dann auf einer felsigen Sandpiste weiter. 

Boote im Hafen von Alcalá

Blick auf Gomera in Wolken

Wegen des Feiertags war auf dem Dach dieses Hauses in Alcalá ein Lautsprecher aufgestellt, der die Umgebung bereits am frühen Morgen mit Musik beschallte. Später gab es auch Tänze und Lifeauftritte.

Der Ort Alcalá ist wunderhübsch angelegt, hat mehrere kleine nette Restaurants und Bars, einen netten kleinen Hafen sowie eine sehr schön angelegte Promenade.

Braucht ein Hund einen Haarschnitt kommt in Alcalá anscheinend der fahrende Hundefriseur. Da ein Labbi den nicht benötigt, habe ich den Haarschneider auch nicht kennen gelernt.

Auch die Surfer hatten wieder tolle Wellen und zwischen El Varadero und Alcalá sah ich sehr viele Wagen und Wohnmobile von Einheimischen, die den freien Tag für ein ausgiebiges Picknick am Strand nutzten oder surfen gingen. Lange stand ich oben auf den Felsen und schaute fasziniert den Surfern zu. 

Später machte ich einen Rundgang durch das Städtchen Alcalá. Die bunten Häuser gefallen mir in den Städten hier immer besonders gut. Im Hafen fand ich neben den Fischern und einigen Badern dies geschmückte Kreuz.

Der Ort Alcalá ist ein fast ausschließlich von Einheimischen bewohnter Ort. Nur am Rande des Ortes befindet sich eine sehr große Hotelanlage. Dieses Hotel soll angeblich den größten Pool der Welt haben. Ich habe über den Zaun gesehen und tatsächlich rechts und links sehr großen Poolflächen erblickt. Auf meinem FlickR Stream habe ich eine Aufnahme, auf der das Ausmaß der Anlage noch besser zu erkennen ist. Wahrscheinlich verdankt der Ort Alcalá dem Hotel die wunderschön angelegte Promenade, an der viele Kinderspielplätze und auch Sportfelder für alle möglichen Ballspiele in ausreichendem Maß zu finden sind.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Tag.

Diese Diashow benötigt JavaScript.