Mit ‘Paulo Coelho’ getaggte Beiträge

Lasko beim zerlegen des Geburtstagsgeschenkes

Lasko beim Zerlegen des Geburtstagsgeschenkes

Gestern – wir haben richtig toll meinen Geburtstag gefeiert. Vielen Dank für all die guten Wünsche. Habe sogar privat einige Mails erhalten. Mein absoluter Lieblings Geburtstagsgruß war dieser:

„Lieber Lasko,
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!! Ich wünsche dir viele Lammkoteletts mit noch viel Fleisch dran, ein ausgiebiges Toben und Schnüffeln und Schwimmen und Spielen am Strand und   in der Wildnis, das Entdecken der Appartmentanlage ohne Leine mit Abstecher zu Number 18, das ausgiebige Baden im Appartmentpool und danach wieder ein Besuch bei Number 18 mit Herumtollen auf dem Bett von number 18 und wasserausschütteln und Vieles mehr!
Genieße den Tag und lasse dich an deinen samtweichen Hängeohren kraulen.
Dir gehört heute alles, was du willst, auch die Sonnenliege. :)“
Die Idee mit dem Pool und Number 18 hat mir so gut gefallen, dass ich sie gleich umsetzen wollte.  Aber Leonie hat die Tür verriegelt, als ich gerade auf die Klinke springen wollte. Schade, schade…….das wäre doch ein richtiger Geburtstagsspaß geworden. Stattdessen hat Leonie mit Freunden eine Flasche spanischen Sekt auf mich getrunken. Leider habe ich davon nichts abbekommen. Obwohl ich nun schon 5 Hundejahre alt bin, gab es für mich wieder nur Wasser. Aber wahrscheinlich schmeckt mir Wasser auch am besten.  Ich sage wahrscheinlich, weil es mir bisher trotz einiger Versuche nicht gelungen ist, an Alkohol ranzukommen. Leonie meint, dass Alkohol nichts für Hunde sei.

Wasser ist mein Element. Ich trinke es und ich schwimme gerne im Wasser. Und die Fische, die im Wasser schwimmen,  schmecken mir auch :-). Ich nehme es Dir auch nicht mehr übel Leonie, dass Du mir nichts von dem Sekt angeboten hast. Wichtig war doch, dass ihr Menschen auf mich angestoßen habt und mir gezeigt habt, dass Ihr an mich denkt. Und der Kochschinken, von dem ihr mir reichlich abgeben habt, war auch nicht zu verachten. Und dann habe ich gestern noch einmal ganz ausgiebig auf meinem roten Sofa ausgeruht, denn ich wusste ja, was heute auf mich zu kommt.

Heute – wir ziehen um. Die alte Wohnung wird geschrubbt und Leonie findet überall tausend Hundehaare. Warum lässt sie sich nicht einfach wo sie sind? Ich verstehe das nicht, mich stören die nicht. Kartons und Koffer werden hin und hergeschleppt. Ich weiß nicht, warum Zweibeiner so viel unnütze Dinge besitzen und wozu sie diese benötigen. Ich brauche zum Beispiel überhaupt keine Kleidung. Leonie hat eine Menge Kleidung. Bestimmt einen ganzen Koffer voll. In Deutschland hat Leonie immer gesagt, dass sie viele Anziehsachen braucht, da es ihr zu kalt sei. Hier ist es nun warm und sie zieht immer noch Kleidung an. Manchmal verstehe ich Zweibeiner einfach nicht. Verhalte mich besser ganz ruhig, döse vor mich hin und hoffe, dass der Umzug irgendwann vorbei geht.

Morgen – ich werde in einer neuen Wohnung aufwachen und dann? Werde ich morgen etwas Sinnvolles tun? Leonie scheint immer großen Wert darauf zu legen, dass sie etwas für sie Sinnvolles tut. Sie meint, dass es gut ist, wenn man in seinem Leben etwas Bleibendes schaffen könnte, wenn man etwas für andere Menschen werthaltiges oder wertvolles kreieren könnte. So kompliziert denkt Leonie – ich denke ein wenig praktischer.

Ich habe neulich gehört, wie Leonie etwas von Paulo Coelho las. Da hieß es sinngemäß, dass ein Fluss auch einfach nur fliest und eine Blume nur blüht. Beide müssen sich nicht fragen, ob sie sinnvoll seien. Sie seien allein durch ihre Existenz sinnvoll. Ich denke auch, dass ich allein durch meine Existenz als Lasko sinnvoll bin. Nicht mehr und nicht weniger. Was also soll die Sinnsuche Leonie? Hast Du nicht verstanden, was Paul Coelho geschrieben hat? Du bist Leonie, wie Du bist. Du machst täglich eine Menge Dinge, von denen ich am Wichtigsten finde, dass Du mich fütterst. Das ist genug Sinn. Und wenn Du noch mehr hören möchtest. Indem Du mich fütterst, erhältst Du mein Leben. Ist das nicht Wert genug? Lass lieber die Sinnsuche und geh möglichst schnell wieder mit mir wandern  :-).

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Danke

Veröffentlicht: 9. Juni 2012 in Leonies Leben 2012
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Über mir ziehen die Wolken am Himmel dahin und zaubern einen raschen Wechsel von Licht und Schatten. Es scheint, als ob sich das Wetter nicht richtig zwischen Hochsommer und Aprilwetter entscheiden kann.

Fussballfans fiebern dem ersten Spiel der deutschen Mannschaft entgegen. Und ich habe heute morgen eine Mail mit einem wunderschönem Gedicht von Paulo Coelho erhalten. Das Gedicht „Ich danke Euch allen“ möchte ich hier gerne an Euch alle weitergeben.

Ich danke Euch allen!

Ich danke allen,

die meine Träume belächelt haben;

sie haben meine Fantasie beflügelt.

Ich danke allen,

die mich in ihr Schema pressen wollten;

sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen,

die mich belogen haben;

sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.

Ich danke allen,

die nicht an mich geglaubt haben;

sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.

Ich danke allen,

die mich abgeschrieben haben;

sie haben meinen Mut geweckt.

Ich danke allen,

die mich verlassen haben,

sie haben mir Raum gegeben für neues.

Ich danke allen,

die mich verraten und missbraucht haben,

sie haben mich wachsam werden lassen.

Ich danke allen,

die mich verletzt haben;

sie haben mich gelehrt im Schmerz zu wachsen.

Ich danke allen,

die meinen Frieden gestört haben,

sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Vor allem aber,

danke ich all jenen, die mich lieben,- so wie ich bin;

sie geben mir die Kraft zum Leben!

Paulo Coelho

Auch ich  danke Euch allen von ganzem Herzen,- ob ihr nun zu „den einen oder den anderen“ gehört,- und ich wünsche Euch (mit einem sich langsam auflösendem Verband der linken Hand) ein wunderschönes Wochenende!!

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Hier ist ein spanisches Gedicht von Manoel Bandeira, das ich in dem Buch „Como el río que fluye“ von Paulo Coelho, das ich gerade versuche auf spanisch zu lesen, entdeckt habe und das mit sehr gefallen hat. Ich finde, dass auch das Bild aus meinem gestrigen Blog dazu passt.


Manoel Bandeira
Ser como el río que fluye
silencioso en medio de la noche.
No temer las tinieblas de la noche.
Si hay estrellas en el cielo, reflejarlas.
Y, si los cielos se cubren de nubes,
como el río, las nubes son agua;
reflejarlas también sin pena
en las profundidades tranquilas.

Die Übersetzung aus dem Internet finde ich nicht ganz so überzeugend, aber leider traue ich mich auch nicht, selber etwas Besseres anzubieten. Vielleicht es ja der eine oder die andere Spanier(in) unter Euch. Dann freue ich mich auf gute Übersetzungen:

Sei wie ein Fluss, der still die Nacht durchströmt.

Die dunkle Nacht nicht fürchten.

Die Sterne widerspiegeln,wenn welche am Himmel sind,

und wenn Wolken den Himmel bedecken, Wolken,

die Wasser sind wie der Fluss,

auf diese widerspiegeln, ohne Schmerz, in den ruhigen Tiefen.

 

 

Ich wünsche Euch einen wunderschönen ruhigen Tag und hoffe auf gute Übersetzungen.