Mit ‘Pech’ getaggte Beiträge

Ermutigt von dem Bauerfolg mit meiner Wohnküche, musste ich einfach weiter machen. Das schrieb ich im Blog am 28. Februar. Wenn schon schöner Wohnen in der Küche, denn auch schöner Wohnen im Bad. So der Plan. Nun sollte mein Miniminibad samt Rohren und Elektrik erneuert werden. Noch einmal Ausschreibung und viele Gespräche auf Deutsch, Englisch und in der spanischen Sprache. Dieses Mal machte der Spanier Oswaldo, der eine Empfehlung einer Bekannten aus dem Spanischkurs war, das Rennen. Die Bekannte aus dem Spanischkurs hatte eine Freundin, die seit 30 Jahren auf Teneriffa lebt. Diese kenne sich aus. So erschien eines Morgens Lina mit ihrem Oswaldo. Sie versicherte mir, dass Oswaldo in ihrer Siedlung für sie und ihre Nachbarn seit 30 Jahren immer sehr gut und günstig gebaut hätte. Günstig fand ich Oswaldo nun gerade nicht. Dennoch vertraute ich Lina. Das hätte ich besser nicht getan.

 

Doch zunächst lief alles ganz gut an. Oswaldo fuhr mit mir über die Insel und zeigte mir, wo ich „angeblich“ günstig Fliesen, Rohre und eine Duschwand erstehen könnte. Am Abend war ich bereits von diesem ersten Teil der Baumaßnahme geschafft. Doch alles was auf der langen Einkaufsliste stand war tatsächlich gekauft. Einige Dinge waren mangelhaft und mussten bei einer erneuten Inselrundfahrt getauscht werden. So hatten wir nur die Wandfliesen, nicht aber die Bodenfliesen im Wagen und auch von der neuen Schiebetür fehlten einige Elemente. „Das ist hier auf Teneriffa normal“, versicherte mir Oswaldo. Ich wunderte mich zwar, wieso die Einkäufe vor dem Verpacken (vielleicht von dem angeblichen Experten Oswaldo, der nicht schlecht bezahlt wurde) nicht besser kontrolliert wurden. Doch so etwas kann wohl auch im gut organisierten Deutschland vorkommen (sagte ich zu mir selber zu meiner eigenen Beruhigung).

Baustelle Bad
Baustelle Bad

Dann beim Herausschlagen der Fliesen wurden meine Nachbarn – jedenfalls alle die, die nicht schwerhörig sind – langsam des Lärms überdrüssig. Die ersten Beschwerden trafen ein. Ich bemühte mich mit tröstenden Worten und dem Versprechen, dass ich selber solche Prozedur nur einmal im Leben zu machen gedenke, um Schadensbegrenzung. Leider rutschte Oswaldos Handwerkern bereits nach einigen Tagen der Presslufthammer aus und plötzlich war die Wand zum Schlafzimmer durchbrochen. “Nichts passiert. Das reparieren wir alles wieder”, teilte mir Oswaldo gutgelaunt mit. “Ok”, murmelte ich etwas skeptisch mit Blick auf die durchbohrte Wand.

Kleiner Zwischenfall - Wanddurchbruch
Kleiner Zwischenfall – Wanddurchbruch

Doch damit leider nicht genug. Oswaldo schien seine Leute nicht gerade freundlich zu behandeln. Es gab täglich viel Schreierei unter ihnen. Manchmal ließ er sie einfach stehen und fuhr weg. Sie mussten mich dann am Abend um Geld für den Bus bitten, da sie anscheinend weder Geld zum Essen noch für den Bus hatten. Am 27. Februar vergas ein Oswaldo Helfer ein Wasserrohr fachgemäß zu verschließen. Und so meldete sich mitten in der Nacht meine Nachbarin, die unter mir wohnt. Ihre Schreie ließen nichts Gutes vermuten. Schnell lief ich mit ihr in ihre Wohnung, um mir den Schaden anzusehen. Es tropfte von der Decke auf ihr Bett und dicke Risse an der Decke sahen so aus, als wenn gleich die ganz Decke herunter käme. Da war schnelles Handeln und schnelle Hilfe nötig.

Kein stilles Örtchen mehr
Kein stilles Örtchen mehr

Zum Glück kam Oswaldo sofort noch mitten in der Nacht und behob zumindest die Ursache des Wasserschadens. Auch die nassen Sachen wurden noch über Nacht von ihm gewaschen und getrocknet. Er sicherte zu, alles wieder schnellst möglich instand zu setzen. Doch von nun an war ich ein wenig angespannt und hatte täglich ein ungutes Gefühl – was wird noch passieren? „Ich werde noch ca. 10 Tage ohne Dusche und nur notdürftig mit einer Toilette ausgerüstet sein“. So jedenfalls dachte ich mir das am 28. Februar mit der Hoffnung, das Schlimmste überstanden zu haben. Heute ist der 8. April. Und um die Geschichte kurz zu machen. Ich lebe noch immer auf eine Baustelle.

schleichende Badrenovierung

schleichende Badrenovierung

Unvorstellbar, aber wahr – zumal es nur um schlappe 6-8 Quadratmeter (Minibad und Miniflur) geht. Was kann da eigentlich schief gehen, werden sich einige von Euch fragen. Ich hätte es auch nicht gedacht, aber es geht und es geht tatsächlich täglich noch ein wenig schlimmer. Der Name Oswaldo steht zwischenzeitlich für mich gleichbedeutend mit „Pleiten, Pech und Pannen“. Oswaldo schien nicht nur auf meiner Baustelle aktiv und doch inaktiv zu sein, sondern daneben noch einige andere Baustellen mit nicht allzu zufriedenen Kunden zu betreiben. Er erhielt jedenfalls – wenn er vor Ort war – den ganzen Tag über Anrufe auf seinem Handy. Und die Telefonate klangen nicht gerade freundlich. Immer wenn der markante Handyton erdröhnte, konnte ich mir bereits ausmalen, dass in absehbarer Zeit die nächste Schreierei beginnen würde. Anscheinend wurde Oswaldo von einigen anderen Kunden wegen seiner einmaligen baulichen Vorgehensweise heftig angegangen. Langsam aber sicher ahnte ich, dass ich mit der Oswaldo Truppe nicht gerade die zuverlässigsten Handwerker ausgewählt hatte.

abgefräste Fliesenränder

abgefräste Fliesenränder

 

Nach fünf Wochen „Badarbeit“ war kein Fortschritt zu verzeichnen. Nachts hatte ich eine Nottoilette. Duschen musste ich bei freundlichen Nachbarn. Denn außer, dass das Bad entkernt war, passierte auf meiner Baustelle nichts mehr. Oswaldo erschien fast jeden zweiten Tag und erklärte dann fröhlich das Zauberwort „manana“. Leider passierte auch manana nichts. Vor meinem Wochenende in Barcelona erklärte er, dass alles fertig sein werde, wenn ich von dort wiederkommen würde. Leider war nicht nur nichts fertig. Es war gar nichts geschehen.

Wohl um mich zu beruhigen, schickte Oswaldo eines Tages einen jungen Mann, der zu meiner Überraschung den Flur mit gelber Farbe strich. Auf meine Frage, ob es nicht besser sei, zum Schluss der Baumaßnahme, wenn alle Fliesen im Bad wären, zu streichen, meinte Oswaldo nur, dass das der Vorstrich sei. Ein gelber Vorstrich für eine weiße Wand? Ich denke, der junge Mann hatte sich in der Baustelle versehen. Seitdem wurde der 2 Quadratmeter große Flur noch 5 Mal gestrichen. Das schien eine „Füllmaßnahme“ von Oswaldo zu sein, wenn ihm nichts Besseres einfiel.

Leider merkte ich  mit der Zeit, dass Oswaldo gelinde gesagt, ein kleiner Lügner war. Wenn er nicht  – wie von ihm zuvor erklärt – erschien, erzählte er mir von unendlich langen Staus auf der Insel, die ihn vom Kommen abgehalten hätten. Nachweislich gab es keine Staus. Jeden Abend erklärte er immer noch fröhlich, dass er am nächsten Morgen mit den Fliesen beginnen werde. Doch am nächsten Morgen hatte er immer eine neue Ausrede oder Lüge parat, warum es gerade an dem Tag nicht ginge. Angeblich fehlten ihm Teile für die Toilette, Fugenmasse oder das richtige Werkzeug, das gerade auf einer anderen Baustelle eingesetzt war. Ich gab die Hoffnung nicht auf, zumal ich ihm bereits viel Geld gegeben hatte und ich auch nicht wusste, ob ich so schnell jemand anderen Zuverlässigen finden würde.

Dreckige Gehwege um das Haus "erfreuen" die Nachbarn

Dreckige Gehwege um das Haus „erfreuen“ die Nachbarn

 

Doch dann Ende März schien Oswaldo endlich Zeit und Muße zu haben, die Fliesen in das Bad zu legen. Vielleicht hing das auch damit zusammen, dass ich langsam ein wenig ungeduldig bei Lina angerufen hatte und nachgefragt hatte, ob Oswaldo tatsächlich so zuverlässig sei, wie sie mir das versichert habe. Dabei stellte sich heraus, dass Oswaldo ihr erzählt hatte, dass mein Bad bereits seit Wochen fertig sei und sehr gut aussehe. Ich erklärte ihr, das dem ganz und gar nicht so sei. Sie selber schien ein wenig verunsichert und wollte mit Oswaldo sprechen. Ertappt bei einer seiner Lügen. Das schien sich auch auf seine gute Laune auszuwirken. Etwas griesgrämig begann er tatsächlich endlich mit dem Einbau der Fliesen. Dass er zunächst die Wandfliesen auf den Boden verlegen ließ, störte ihn wenig. „Das reparieren wir alles“, rief er, als ich ihn auf den Fehler hinwies. Er wies seine Männer an, die Fliesen wieder aus dem Bad herauszureißen. So mussten noch einmal alle Fliesen aus dem Bad herausgemeißelt werden. Die Nachbarn warfen böse Blicke über den Zaun, weil sie langsam des Lärms mehr als überdrüssig wurden. Ich war es auch.

Doch wie ein Wunder – eines Tages waren die Fliesen  tatsächlich verlegt. Hoffnung keimte in mir auf.

zwischenzeitlich - fast fertig

zwischenzeitlich – fast fertig

Auf den ersten Blick sah das Bad sehr hübsch aus – jedenfalls fast so, wie ich es mir vorgestellt und gewünscht hatte. Leider stellte sich sehr schnell heraus, dass es einen Haufen anderer Mängel gab. So war der Abfluss in der Dusche so hoch gesetzt, dass das Wasser nicht ablief. Die Toilettenspülung funktionierte nicht richtig. Und..ach ja..die Tür zum Bad fehlte. Die stand 60 Kilometer entfernt im Norden der Insel zur Abholung bereit. Oswaldo, der sich zur Lieferung des Materials vertraglich verpflichtet hatte, verspürte jedoch keine Lust die Tür abzuholen. So musste ich mich selber um die Tür kümmern. Freunde aus dem Norden wollten die Tür für mich abholen. Doch obwohl die Tür bezahlt war, ging das nicht so einfach. Meine Steuernummer, die Originalrechnung und eine Vollmacht waren von Nöten. Als alles vorlag, versuchten meine Freunde es ein zweites Mal. Doch als Ansprechpartner stand Oswaldo auf der Rechnung. So waren seine Papiere notwendig. Er zeigte jedoch keinerlei Ambitionen mir behilflich zu sein. Eine Lösung musste her. Der französische Baumarkt Leroy versicherte mir nach stundenlangen nervenaufreibende Telefonschleifen und Gesprächen, dass sie die Tür auch liefern würden. Das würde 82 € kosten. In dem Fall würde es keine Rolle spielen, wohin sie liefern würde. Merkwürdig mit Geld funktioniert hier anscheinend alles. Dann spielen auch auf einmal die strengen Vorschriften keine Rolle mehr. So steht nun immerhin seit Ende März auch eine eingepackte Tür in meiner Wohnung. Eine kleine Glasscheibe, die in der Flurtür zu erneuern ist, gibt es hingegen nicht so schnell. Auch der Besuch mehrerer Glasereien brachte bislang keinen Erfolg.

 

Fliesen rein - Fliesen raus

Fliesen rein – Fliesen raus

So war mein Fazit nach sechs Wochen Baumaßnahme mit Oswaldo Ende März das Folgende: Ich konnte endlich wieder auf die eigene Toilette und hatte sogar eine Dusche. Im Gegenzug war ich um einige Euros ärmer, hatte ein schlecht gefliestes Bad und die Toilettenspülung funktionierte nicht. Der Ablauf in der Dusche war zu hoch angebracht, so dass das Wasser nicht abfloss. Die Badentlüftung fehlte. Die Badtür und das Flurfenster fehlten auch. Der Rahmen für die Schiebetür zum Bad war schief und schlecht angebracht. Die Fliesen an den Rändern abgehauen und der Flur schlecht gestrichen. Die Wohnung war dreckig und der gesamte Außenbereich um die kleine Wohnanlage war eingedreckt voller Zement und Gips. Verdeckte Mängel – wahrscheinlich mehr als genug. Später stellte sich auch heraus, dass Oswaldo die Gummiabdeckung unter der Dusche, die ich in Größe des gesamten Bades gekauft hatte, in drei Teile geschnitten hatte, von denen er nur einen Teil verbaute und zwei Teile für sich behielt. Doch ich gab die Hoffnung nicht auf. Irgendwann musste der Wahnsinn doch einmal ein Ende haben.

ein Loch gestopft

ein Loch gestopft

 

Und dann kam der 27. März, mein persönlicher schwarzer Freitag. Bereits am frühen Morgen erschien erneut meine Nachbarin, die unter mir lebt und teilte mir mit, dass aus meiner Wohnung wieder Wasser auf ihr Bett tröpfelte. Ein Kurzbesuch bei ihr, ließ mich Schlimmes ahnen. Ich rief Oswaldo an, der auch nach einiger Zeit kam. Er meinte, er würde sich am nächsten Montag um alles kümmern. Zum Glück war ein Freund von mir da, der ihm eindringlich klar machte, dass dies ein Notfall sei und er sofort tätig werden müsse. Die Wohnung unter mir wurde gesichert und Oswaldo fing an, wieder einmal sämtliche Boden und Wandfliesen aus dem Bad herauszuklopfen zu lassen. Er und seine Mannen suchten nach dem Leck in der Leitung. Die Nachbarn waren sprachlos und ich war es auch. Zum Glück holte ich noch zwei weitere Handwerker, die durch Zufall an einer anderen Wohnung in unserem Haus arbeiteten. Sie schienen ein wenig mehr zu verstehen und halfen Oswaldo und seinen Leuten das Leck zu finden. Ich hätte heulen können. Wieder Lärm, wieder Dreck, wieder ein Bad ohne Badmöbel und Fliesen. Und dann noch der Wasserschaden in der Wohnung unter mir.

nun auch wieder ein Loch in der Küchenwand

nun auch wieder ein Loch in der Küchenwand

Mit Hilfe der beiden anderen Handwerker war das Leck in der Leitung am späten Nachmittag gefunden. Ich bin mir sicher, dass das Leck erst durch Oswaldos unsachgemäßes Vorgehen verursacht worden ist. Er schob jedoch die Verantwortung weit von sich und meinte, dass seien die alten Leitungen im Haus. Um seine Meinung zu bestärken, erschien er mit einem sogenannten Architekten, der lautstark bestätigte, dass Oswaldo ein guter Handwerker sei und mit all diesen Baumängeln überhaupt nichts zu tun hätte. Acht Männer in der Wohnung und eine verzweifelte Leonie. Gut, dass ich mit Lasko ein wenig rausgehen konnte, um auf andere Gedanken zu kommen. Am Abend des 27. März war zwar das Leck gestopft, aber ich sitze seitdem wieder mit einem kaputten Bad und einer wegen dem nassen Deckenbereich zu renovierenden Wohnung unter mir daher. Und zu allem Glück ist auch die neue Küchenwand zerstört, da dort die Oswaldo Truppe gleichfalls nach kaputten Rohren gesucht hatte.

Spuren der kleinen Umbaumaßnahme - überall

Spuren der kleinen Umbaumaßnahme – überall

Der Versicherung, dass am Abend alles behoben sein werde, hatte ich dieses Mal von vornherein kein Vertrauen geschenkt. Dass Oswaldo bei seinen letzten Arbeiten noch einige Elektroleitungen zerstörte, sei hier nur am Rande erwähnt. Oswaldo kam am folgenden Montagmorgen und wollte, dass ich ihm ein Papier unterschreiben sollte, dass die Schäden nicht auf sein Verhalten zurückzuführen seien. Er wollte mit dieser Unterschrift noch mehr Geld aus mir herauspressen. Er trüge keine Verantwortung für das Geschehene. Genau eine solche Unterschrift gab ich ihm selbstverständlich nicht. Daraufhin wurde er sehr aggressiv und böse und weigerte sich, weiter zu arbeiten. Da er unglücklicherweise auch schon den größten Teil des Geldes hatte, verschwand er und ließ mich mit einem Chaos zurück.

Dusche wieder ohne Fliesen

Dusche wieder ohne Fliesen

Eine Anfrage bei der Versicherung ergab, dass diese nicht zahlen würde, da die Schäden im Zusammenhang mit Bauarbeiten verursacht worden sein. Normal müsse die Versicherung von Oswaldo zahlen. Das kann ich jedoch vergessen und ein weiterer Rechtsstreit in Spanien? Besser nicht. So bleibt mir nur mit neuen Handwerkern mein Bad und die Wohnung unter mir wieder herrichten zu lassen. Teures Lehrgeld. Doch immerhin scheinen die beiden Handwerker, die ich nun von meinen Nachbarn übernommen habe, tatsächlich gute Handwerker zu sein. So haben sie damit begonnen, die Fliesen aus der Dusche herauszunehmen. Ich kann es bald nicht mehr zählen, wie oft die Fliesen nun herein und hinaus gekommen sind. Noch einmal ging es in das 20 Kilometer entfernte Adeje, um neue Fliesen zu kaufen. Dass der Wagen nicht ansprang, da die Batterie anscheinend ihren Geist aufgegeben hat, war da nur noch ein kleines Hindernis. Hoffentlich das Letzte nach einer so langen Pechsträhne.

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Auch wenn ich mir immer wieder gerne in fremden Städten neue Orte und Plätze anschaue, steht ein Krankenhausbesuch nicht unbedingt auf meinem vorrangigem Besucherprogramm. Gestern kam ich allerdings nicht umhin, mir einmal die Notaufnahme der Ambulanz in Aalborg aus der Nähe anzuschauen. Und so kehrte ich nachts um 00.00 Uhr aus dem Krankenhaus zurück:

Was war passiert? Nachdem der Sommer nun auch in Aalborg Einzug gehalten hat, wollte ich gestern mit Hund einen kleinen Spaziergang an der Kaikante, die mittlerweile von lustwandelnden Menschen gut bewölkert ist, unternehmen. Ein Sprung vom Schiff an Land. Doch bereits nach einigen Metern stolperte ich über ein kaum sichtbares in den Boden eingelassenes Licht und landete mit der linken Hand zuerst auf dem Boden. Später erzählte man mir, dass über diese an der Kaikante eingelassenen Lichter bereits viele Fussgänger und Radfahrer gestürzt seien. Das kann mich allerdings auch nicht wirklich trösten, sondern gibt eher Anlass, über eine Beschwerde bei der Kommune nachzudenken.

Meine aufgeschrammten Knie haben mich nicht weiter gestört. Doch ich merkte recht schnell, dass drei Finger der linken Hand ziemlich verbogen waren und nicht mehr an die Stelle zu bringen waren, an die sie eigentlich hingehörten. So blieb nichts anderes übrig, als der Notaufnahme einen Besuch abzustatten.

Dort hieß es warten, röntgen, warten und nochmals warten. Am späten Abend wusste ich, dass ein Mittelhandknochen mehrfach gebrochen war. Ich bzw. meine Hand wurde eingepackt und mit der Mitteilung, dass man am nächsten Morgen operieren müsse, nach Hause geschickt. Heute morgen erhielt ich dann die telefonische Mitteilung, dass man nun doch noch eine Woche abwarten wolle, um zu schauen, ob nicht doch noch alles von alleine wieder zusammen wachsen wird. Na, dann habe ich doch vielleicht doch noch mal Glück gehabt. Ich freue mich zunächst um eine OP herum gekommen zu sein. Dennoch muss ich die Hand ruhig halten, bin in der Bewegung eingeschränkt, darf weder joggen noch schwimmen. Das fällt mir wirlich  r i c h t i g schwer. Zum Glück kann ich wenigstens mit der rechten Hand tippen. So habe ich Zeit zum Schreiben, zum Spanisch lernen und endlich ausreichend Zeit, Euren Blogs einen Besuch abzustatten.

Viele liebe Grüße an alle Leser von einer leicht lädierten Leonie