Mit ‘Rad fahren’ getaggte Beiträge

Weintrauben

Weintrauben

Die Trauben sind dick und rund und die Weinlese ist nicht mehr fern. Überall in den kleinen Orten im Ahrtal werden zurzeit Weinfeste gefeiert. Große Schilder offerieren den Weißen und den Roten Federweißen. Eine verlockende Versuchung. Doch vor dem Feiern brauche ich zunächst ein wenig Bewegung. Da das Wetter wunderbar mitspielt, eine tolle Gelegenheit, bei Sonnenschein im Ahrtal zu wandern. Es muss ja nicht immer der mit Menschen überfüllte Rotweinwanderweg sein. Auch kleine ruhige Wege an der Ahr laden zu einer kleinen Wanderung mit anschließendem Picknick ein. Die Sonne ist so heiß wie im (in diesem Jahr ausgefallenen) Hochsommer. Die Laubfärbung erinnert hingegen eher an den Oktober. So gibt es die einmalige Gelegenheit, mit Flip Flops durch das Laub zu stapfen ohne zu frieren.

Ahrweiler Weinfest

Ahrweiler Weinfest

an der Ahr

an der Ahr

Weintrauben

Weintrauben

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe mir das schöne Ahrtal mit den riesigen grünen Weinfeldern und den kleinen Fachwerkorten heute bei bestem Sonnenschein vom Drahtesel aus angesehen. Eine kleine 60 Kilometertour, die mich über die Hochebene um Berkum ins Ahrtal und mit der Ahr zum Rhein und wieder nach Hause nach Bonn brachte.

Weyerberg in Ahrweiler

Weyerberg in Ahrweiler

Lastkahn am Rhein vor dem Drachenfels

Lastkahn am Rhein vor dem Drachenfels

Der neue Federweiße...

Der neue Federweiße…

Stadtmauer Ahrweiler

Stadtmauer Ahrweiler

Weinfelder im Ahrtal

Weinfelder im Ahrtal

Wein, Wein, Wein...

Wein, Wein, Wein…

Weinreben in Reih und Glied

Weinreben in Reih und Glied

Weinfelder im Ahrtal

Weinfelder im Ahrtal

Weinfelder

Weinfelder

Weinreben

Weinreben

 

Euch wünsche ich allen ein schönes sonniges Wochenende.

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Rast am Rhein

Rast am Rhein

Wochenende und dann noch sonniges Wetter mit milden Temperaturen. Da hielt auch mich nichts mehr in der Wohnung. Endlich kam ich nach zweiwöchiger Abstinenz einmal wieder aufs Fahrrad. Ich machte meine erste längere Radtour rund um Bad Godesberg herum. Da ich in Deutschland noch keinen Kilometerzähler am Rad habe, weiß ich allerdings nicht einmal, wie viele Kilometer ich gefahren bin. Doch vielleicht viel wichtiger:  es hat mir große Freude gemacht.

Blick über den Rhein auf den Drachenfels

Blick über den Rhein auf den Drachenfels

Zunächst war es sehr ungewohnt nach dem vertrauten  Rennrad auf Teneriffa nun wieder auf einem Tourenrad zu sitzen. Doch die Umgewöhnung – zumindest auf das Rad – gelang recht schnell. An die grüne Mailandschaft müssen sich meine Augen wahrscheinlich etwas länger  gewöhnen. Denn auch wenn es auf Teneriffa viele blühende Sträucher und Pflanzen gibt. So grün wie Deutschland und mit so vielen blühenden Wiesen ist die Insel dann doch nicht. Ich konnte mich an dem frischen saftigen Grün gar nicht satt sehen. Dabei  fuhr ich über Landstraßen und kleine Feldwege. Doch trotz  der Sonne kam es mir auf dem Rad im Fahrtwind doch um einige Gerade kälter, als auf Teneriffa vor. Dort fahre ich zumeist mindestens 10 Kilometer am Stück den Berg hinauf. Nicht weil ich das unbedingt möchte, sondern weil es landschaftsbedingt nicht anders geht. So bin ich mittlerweile an das Bergfahren und an das schnelle „warm werden“ gewöhnt.

Drachenfels und Drachenburg

Drachenfels und Drachenburg

Das ist hier im Rheintal ein wenig anders. Lange Radwege (sehr angenehm) laufen über lange Strecken gerade aus neben der Fahrbahn oder separiert durch Wald und Flur. Unterbrochen von leichten Steigungen und langen Abfahrten. Die Bergtouren muss ich wohl noch suchen :-). Doch auf die Rheinhöhen ging es dann doch sacht hinauf.

.....un ganz klein der Petersberg

…..un ganz klein der Petersberg

Nach einer langen sanften Abfahrt landete ich wieder am Rhein und fuhr direkt am Uferweg zurück nach Bad Godesberg. Dabei konnte ich einen wunderschönen Blick auf beide Rheinufer, den Drachenfels, die Drachenburg und den Petersberg werfen. Leider kann ich auf Radtouren nur das Handy mitnehmen, obwohl ich heute meine Kamera bitterlich vermisst habe.

Rheinpromenade

Rheinpromenade

Fazit des ersten Ausritts:
1. Um Bonn herum ist entspanntes Radfahren ohne allzu große Anstrengung durch eine wunderschöne Landschaft möglich.
2. Für die eigene kleine Statistik fehlt mir noch ein kleiner Tachometer.

Lasst das Wochenende entspannt ausklingen und kommt gut in die neue Woche.

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Aprilwetter im Süden von Teneriffa - sonnig, warm und viel blauer Himmel

Aprilwetter im Süden von Teneriffa – sonnig, warm und viel blauer Himmel

Nach einigen unruhigen Monaten ließ nun der April seine Launen spielen.  Nicht das Wetter. Nein, im Süden von Teneriffa zeigte sich fast täglich der blaue Himmel mit Sonnenschein und mehr als angenehmen Temperaturen, die zum Wandern, Rad fahren oder auch an den Strand einluden.

Sogar meine Bauarbeiten fanden nach fast acht Wochen auch ohne Oswaldo ein gutes Ende. Wie heißt es so schön:

Am Ende ist alles gut und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.

..auch ohne Oswaldo endlich ein neues Bad

..auch ohne Oswaldo endlich ein neues Bad

 

Zur Beruhigung der gesamten Nachbarschaft steht auch das  Nachbarhaus noch ohne bauliche Veränderungen in unserer Straße. Der angekündigte teilweise Abriss hat  nicht stattgefunden. In der letzten Woche wurden wieder einmal von der örtlichen Polizei Barrieren aufgestellt, die eine Baumaßnahme am letzten Mittwoch ankündigten. Das vierte Mal in den letzten Monaten. Doch zum Glück für die Einwohner ist auch dieses Mal wieder nichts passiert.

 

Gesperrte Straße - die Vierte :-)

Gesperrte Straße – die Vierte 🙂

Da das Wetter wunderbar war, konnte ich  häufig mit dem Fahrrad unterwegs sein. Ich hatte mir fest vorgenommen, dass ich in dieser Saison einmal von der Küste hoch in den Teide Nationalpark fahren möchte. Und dieses kleine Ziel (82 Kilometer mit ca. 2100 Höhenmetern) habe ich am letzten Samstag erreicht. Zu Dritt haben wir uns morgens auf den Weg gemacht und haben uns 42 Kilometer bergauf gekämpft. Begleitet von Sonnenschein ging es bis ca. 1100 Höhenmetern. Doch dann kam eine kühle und nasse Wolkenschicht. Da mussten wir durch.  Trotz der Anstrengung fror und schlottete ich vor Kälte. Auch die Frage, warum ich so etwas eigentlich mache, beschäftigte mich innerlich. Doch wir fuhren weiter. Und endlich, bei  1700 Höhenmetern schien über den Wolken auch wieder die wärmende Sonne. Da musste ich einfach weiter radeln und freute mich, den Teide und den Nationalpark einmal vom Fahrrad aus betrachten zu können. Geschafft und glücklich ging es danach 41 Kilometer downhill. Über Krämpfe im Handgelenk wegen der „Bremserei“ will ich mich nicht beklagen :-).

Geschafft - im Teide Nationalpark

Geschafft – im Teide Nationalpark

...und über den Wolken scheint wieder die Sonne

…und über den Wolken scheint wieder die Sonne

.....auf 1600 Höhenmetern in den Wolken

…..auf 1600 Höhenmetern in den Wolken

Wer hoch hinaus will, muss durch die nassen Wolken

Wer hoch hinaus will, muss durch die nassen Wolken

 

Im Rechtsstreit mit den Hundebesitzern gibt es keine Neuigkeiten. Da passiert gar nichts –

¡No pasa nada!

Hoffentlich gut angeleint

Hoffentlich gut angeleint

 

Auch die Technik machte im April leider allzu häufig das, was sie – aber nicht ich – wollte.

Moviestar lieferte mehrere Tage kein Internet und nun kann ich die Warteschleifenmusik von Moviestar im Schlaf singen. Auch ein Wechsel zu Vodafon lässt sich hier nicht so einfach bewerkstelligen. Also es nehmen wie es ist und akzeptieren, ein paar Tage offline zu sein.

Auch meine Autobatterie ließ mich nach zwei Jahren im Stich und musste durch eine Neue ersetzt werden. Selbstverständlich nicht vollkommen ohne Probleme. Die „Batterieeinbauer“ benötigten geschlagene 2 Stunden für die Auswechslung der Batterie. Und ich musste mich in Geduld üben (nicht gerade meine Stärke). Wunderschöne Abwechslung ein persisches Essen mit Beruhigungstee :-).

Persisches Essen und..

Persisches Essen und..

.. zur Beruhigung Tee

.. zur Beruhigung eine Tasse Tee

Mein neuer Geschirrspüler versagte im April seinen Dienst. Darüber rege ich mich nicht auf, denn ich habe ja zwei Jahre Garantie. Obwohl zwei Jahre können in Spanien schnell vergehen!

Und last but not least: Mein Notebook läuft heiß, heißer und noch heißer. Als ich feststellte, dass ich trotz „YouTube Anleitung“ mit der Schrauberei nicht zurecht kam, brachte ich es für zwei Tage zu einer sogenannten professionalen Lüfter- und „sonstwie“ Säuberung. Durch die Baumaßnahmen hatte das Notebook wahrscheinlich zu viel Staub geschluckt. Nun ist es gesäubert, nicht mehr so laut, aber läuft leider immer noch heiß. Da das Teil mittlerweile 5 Jahre alt ist, fürchte ich bereits, dass ich auch hier bald einen Neukauf tätigen muss.

Und was sagt Lasko dazu?

Lasko freut sich mit mir über jede Wanderung. Je einsamer und ruhiger, umso besser. Abschalten und die Probleme und die Technik vergessen!

 

Wanderung im Barranco Seco - wer die Einsamkeit sucht...

Wanderung im Barranco Seco – wer die Einsamkeit sucht…

Lasko fühlt die Wassertemperatur und...

Lasko fühlt die Wassertemperatur und…

 

...hat sein kühles Plätzchen gefunden

…hat sein kühles Plätzchen gefunden

…..und am Ende (vielleicht im Mai?) wird hoffentlich alles gut.

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Frohe Osterfeiertage

Fröhliche Ostern und frohe entspannte Osterfeiertage

Das wünschen wir allen Lesern. Natürlich ein wenig Sonnenschein und entspannte frohe Osterfeiertage. Ostereier habe ich hier auf Teneriffa nur in Form von echten Eiern gesehen. Die gab es zum Frühstück und sie haben geschmeckt. Schokoladeneier und Hasen gab es für uns nicht. Doch die fehlenden Süßigkeiten wurden kurzum am Nachmittag durch leckeres Eis ersetzt. Lasko kaute ein wenig auf den Dekoeiern herum. Doch wirklich mögen mag er sie natürlich nicht. Er hat etwas ganz Anderes im Sinn. Er riecht Lamm. Und das gibt es heute Abend. Eine kleine Lammkeule für Leonie und einen großen Knochen für Lasko.

Ostereier zum Zerbeißen - besser wird die Lammkeule schmecken :-)

Ostereier zum Zerbeißen – besser wird die Lammkeule schmecken 🙂

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Grund für meine lange Blogabwesenheit war meine katastrophale Badsanierung. Mit dem spanischen Handwerker Oswaldo und seinen Mannen eine unendliche Geschichte. Aber darüber berichte ich ein anderes Mal. Doch es gibt Hoffnung! Mit ein wenig Glück und neuen Handwerkern könnte  die Badsanierung nun nach sieben Wochen endlich in der nächsten Woche in die letzte Runde gehen und hoffentlich ein gutes Ende finden.

Ärger mit Bad und Oswaldo geht weiter

Der Ärger mit Bad und Oswaldo geht weiter

Um mich ein wenig abzureagieren bin ich am Karfreitag mit einem Freund auf dem Fahrrad Richtung Teide gestartet. 66 Kilometer und 1800 Höhenmeter. Das waren genug Meter, um mich ein wenig auszupowern. Fast hätten wir es sogar bis ganz nach oben in die sog. Canadas geschafft. Doch wir waren zu spät gestartet und die Zeit lief davon. Auf 1800 Höhenmetern kehrten wir um und ließen uns zurückrollen. Doch beim nächsten Mal werden wir die 2200 Meter schaffen – das hoffe ich jedenfalls.

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Die spanische Semana Santa ist nun fast vorbei. In Deutschland gibt es Morgen noch einen weiteren Feiertag. Genießt ihn und lasst es Euch gut gehen.

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Vielleicht ist Euch aufgefallen, dass ich kaum noch zum Bloggen komme. Grund ist, dass ich von einem Hund gebissen wurde und bis heute mit den Folgen des Bisses kämpfe. So hatte ich mir meine Zeit hier auf Teneriffa eigentlich nicht vorgestellt. Geplant waren ausgiebige Radtouren, Wanderungen und die Entdeckung neuer Wanderwege. Ich wollte schreiben und viel fotografieren. Doch mit dem 26. September kam alles anders.
Der Tag fing gut und freundlich an. Nachdem ich mit Lasko meine Morgenstrecke gewandert war, beschloss ich ein wenig Rad zu fahren. Der September ist sehr warm hier und so war der Tag ideal zum Radfahren, denn der Himmel war am frühen Morgen noch bewölkt. Mein Ziel war am Ende der Saison in den Teide Nationalpark über 2000 Höhenmeter hoch zu fahren. So musste ich ein wenig trainieren. Ich fuhr an diesem Morgen von Los Gigantes ungefähr 400 Höhenmeter hoch in Richtung Tamaimo. Als ich das geschafft hatte, war ich zufrieden mit mir und wollte mich entspannt an die Küste zurückrollen lassen. In meinen Gedanken freute ich mich schon auf Dusche und Frühstück.
Da es bergab ging, hatte ich ein wenig Geschwindigkeit drauf. Hinter einer Kurve registrierte ich im Vorbeifahren drei Hunde, die dort ohne Besitzer frei am Straßenrand herum liefen. Zwei kleine kläffende „Wuschelhunde“ und einen Schäferhund. Auch Sie hatten mich entdeckt und kläfften und schienen mir kläffend zu folgen. Ich habe keine Angst vor Hunden. Dennoch war mir in der Situation etwas mulmig. Denn ich war mit meinen Klickies in den Pedalen fixiert und hatte Angst, dass mir die Hunde in mein Rad laufen könnten oder mich zu Fall bringen könnten. So trat ich in die Pedale, um schnell von dieser Stelle fortzukommen.
Ich bemerkte, dass die beiden kleinen Kläffer hinter mir her liefen. Was ich nicht bemerkte, dass der Schäferhund mich zu jagen begann. Hätte ich das gewusst, wäre ich vielleicht stehen geblieben. Doch so war ich höchst wahrscheinlich eine gute und leichte Beute für ihn. Ob die erste Beute weiß ich bis heute noch nicht. Plötzlich spürte ich einen starken Schmerz oberhalb der linken Ferse und schaute zu meinem Fuß herunter. Ich sah, dass der Hund sich in mir verbissen hatte. Ich war so überrascht und geschockt, dass ich einige Minuten Gedächtnisverlust habe. Ich weiß nicht mehr, wie ich vom Rad kam und ich weiß auch nicht mehr, wie ich aus den Klickies kam. Doch die Hunde liefen weg und ich sah noch, wie sie in ein großes Anwesen, das gelb angestrichen war, verschwanden.
Doch nach einigen Minuten kamen sie wieder. Dieses Mal nahm ich das Rennrad hoch und hielt es zwischen mich und die Hunde und schrie sie an. Das machte mich groß und sollte auf die Tiere Angst einflößend wirken. Meine Idee schien zu funktionieren und sie liefen weg. Wieder verschwanden sie im Garten des großzügigen Anwesens, das direkt an der Hauptstraße lag und die Hausnummer 106 hatte.
Geschockt und stark blutend stand ich allein am Straßenrand und zitterte. Ein Auto mit zwei jungen italienischen Touristen fuhr an mir vorbei und hielt an. Zwei junge Männer sprangen heraus, weil sie dachten, dass ich gestürzt sei. Sie fragten, ob sie mir helfen könnten. Sie stellten mein Rad ab, halfen mir mich hinzusetzen und riefen die Polizei. Durch Zufall fuhr ein Ambulanzwagen vorbei, dessen Sanitäter mir einen ersten kleinen Notverband verpasste.
Dann kam die Polizei mit drei Personen. Sie schauten kurz auf meine Wunde und sprachen mit den italienischen Touristen, die auch noch die Hunde in dem Anwesen hatten verschwinden sehen. Die Polizisten machten sich Notizen. Die Touristen und der Ambulanzwagen fuhren weiter. Dann meinte einer der Polizisten zu mir, dass sie mich in die Ambulanz bringen würden. Doch zunächst müsse ich wohl selber mit dem Rennrad nach Hause rollen, denn das passe nicht in den Polizeiwagen. Mein notdürftiger Verband war rot vor Blut. Aber mir blieb nichts anderes übrig, als noch einmal auf mein Rennrad zu steigen und den Berg hinab zu rollen. Zum Glück musste ich dabei den Fuß nicht bewegen.
Nach sieben Kilometern war ich zu Hause. Nun begann die Wunde mehr und mehr zu schmerzen und zu bluten. Ich zog mich notdürftig um. Dann erschien ein Streifenwagen der Polizei, der mich mit zwei Beamten zur Ambulanz bringen sollte.

…….Fortsetzung folgt und ich verspreche, dass es spannend wird………

Lasko denkt

Lasko denkt

...und schläft

…und schläft

Gestern: Ich kann es gar nicht glauben, wie schnell der Februar an uns vorbei gerauscht ist. Nur noch wenige Tage und der März beginnt. Die Tage verflogen wie das wechselnde Wetter – einfach so an mir und Leonie vorbei. Die Zeit zog – zumindest gefühlt (sagt Leonie)  – schneller Richtung März als das wechselvolle Wolken- und Wetterspiel auf unserer Insel. Sonne, Sturm und Schnee – es fehlte uns im Februar  wettermäßig an gar nichts. Habe ich zu viel gearbeitet oder habe ich den Februar verschlafen? Oder wieso ist der nun schon wieder vorbei? Als Hund kann es mir eigentlich egal sein. Doch Leonie scheint sich sehr über die dahin rauschende Zeit aufzuregen. Beängstigt schaut sie ständig auf den Kalender, als wenn sie die Tage festhalten wollte. Ich weiß schon, warum ich mir in diesem Jahr erst gar keinen Kalender angeschafft habe.

Wasser und Wellen

Wasser und Wellen

Was war denn da noch im Februar? Eines morgens sichtete Leonie den Großsegler Alexander von Humboldt in der Bucht von  Los Gigantes. Sie freute sich und wollte ein Foto machen. Doch als sie ihre Kamera geholt hatte, hatte das Schiff bereits die Anker gelichtet und war in Richtung La Palma davon gesegelt. „Wie schade“, meinte Leonie. „Ich hätte doch so gerne ein Foto von dem schönen Schiff gemacht“. Ich habe keine Kamera und mache auch keine Fotos. Ich habe meine Erinnerungen im Kopf. Leonie reicht das nicht. Ich verstehe gar nicht, warum sie sich mit der vielen Fotografiererei noch mehr Arbeit macht. Im Kopf sind die Bilder doch gut aufgehoben. Und wenn sie mal weg sind – na dann können sie auch nicht so wichtig gewesen sein.

Als  wir eine Woche später unseren Morgenlauf machten, war die Alexander von Humboldt wieder in der Bucht. Dieses Mal lief Leonie ganz schnell nach Hause  zurück und holte den Fotoapparat. So, nun muss sie sich nicht mehr erinnern, denn sie hat das Schiff jetzt digital eingefangen.

Alexander von Humboldt vor Los Gigantes

Alexander von Humboldt vor Los Gigantes

Alexander von Humboldt vor Los Gigantes

Alexander von Humboldt vor Los Gigantes

Alexander von Humboldt vor Los Gigantes

Alexander von Humboldt vor Los Gigantes

Was war denn da noch im Februar? Leonie saß viel am Schreibtisch. Für meinen Geschmack viel zu lange. Ich lag zu ihren Füßen und schlief. Vielleicht habe ich deswegen den halben Monat verschlafen. Ich wartete, dass sie aufstehen und mit mir spazieren gehen würde. Das hat sie auch immer brav gemacht. Irgendwann.

Gewandert sind wir auch. Nicht so viel wie im Januar auf La Gomera. Aber wir waren mit unserem Besuch in der Masca Schlucht. Es war ein heißer Tag und so haben die meisten Bergwanderer nach der harten Wanderung erst einmal ein erfrischendes Bad in der Badebucht genommen. Auch wir hatten unser Bad. Der kleine Fels, an dem die Boote anlegen, war bis auf den letzte Platz mit Menschen gefüllt. Als wir dort standen und auf das Boot warteten, kam plötzlich eine Riesenwelle von vorne auf uns zugerauscht. Leonie sagte noch gerade: „Oh, die ist aber groß“. Doch ehe wir irgendwohin flüchten konnten, schwappte eine ganze Menge Wasser einfach über uns hinweg. Ich war erfrischt und Leonie war ein wenig erschrocken und von oben bis unten nass. Ich schüttelte mich. Leonie auch. Das half ihr aber nicht. Gut, dass uns die Riesenwelle nicht ins Meer gezogen hat.

vor der Mascaschlucht

vor der Mascaschlucht

Masca Badefels

Masca Badefels – hier wurden wir ordentlich nass

Gigantische Felsen

Gigantische Felsen

Finger und Felstore

Felstor und „Finger“

Auf der Rückfahrt wurde Leonie von der Sonne ein wenig getrocknet. Wir fuhren an den großen Felsen vorbei und schauten zu dem Felsen, der wir ein Finger aussieht und zu dem großen Felstor empor. Die Gegend kennen wir gut da gehen wir oft spazieren.

Ja, wir waren im Februar auch auf dem Großen und dem Kleinen Gala und recht häufig auf der Guama Spitze. Das sind alles Berge, die wir von zu Hause aus erreichen können. Unsere Sonntagsspaziergänge.  Doch einen Sonntag sind wir zu dem Vulkan Chinyero über Santiago del Teide gewandert. Das war recht beeindruckend, da der Spaziergang über riesige große dunkle Lavafelder ging. Blauer Himmel, der Teide im Hintergrund und der dunkle Chinyero vor uns. Allerdings meinen Pfoten hat das Vulkangestein nicht so gut gefallen. Das war ziemlich kratzig. Das nächste Mal ziehe ich meine Outdoorschuhe an. Ich fand die Runde um die blühenden Mandelbäume weitaus schöner.

Chinyero

Chinyero

Das Leonie im Februar viel zum Flughafen unterwegs war und im Kreis geritten ist, hatte ich ja schon erzählt. Das Kreis reiten hat sie nicht wiederholt. Ich hatte ihr doch gleich gesagt, dass das überhaupt nichts bringt. Manchmal scheint sie ja sogar auf mich zu hören. Sie war  noch einmal reiten. Und dieses Mal konnte ich mit reiten. Natürlich nicht auf dem Pferd, aber ich konnte raus aus dem Wagen und neben dem Pferd herlaufen. Die Pferde hießen Gomero und Sandokan. Mit Gomero, der von La Gomera stammt, konnte ich mich sogar ein wenig auf Spanisch unterhalten. Leonie übt und lernt auch jeden Tag mehr und mehr Spanisch. Oft meint sie, dass ihr dennoch immer noch alles Spanisch vorkomme. Was soll das heißen? Hat sie nicht genügend Spanisch gelernt? „Nee, leider noch nicht“, meint sie. Aber das Warten auf den Klempner, der die Wasserspülung reparieren soll, zieht sich schon wieder über Wochen hin. „Manana, manana…und wann kommt endlich jemand?“ stöhnt Leonie. Das kommt mir sehr sehr Spanisch vor!

Blick auf den Atlantik

Blick auf den Atlantik

Doch Leonie hat diesen Monat nicht nur Western reiten ausprobiert. Sie ist auch Rennrad gefahren. Mit Freunden aus ihrem Spanischkurs ist sie 50 Kilometer über die Insel gesaust und hat dabei über 1000 Höhenmeter gemacht. „Wie gut, dass ich da nicht mit musste“. Ich habe ein wenig auf dem Sofa gelegen und nachgedacht. Als Leonie zurück kam hat sie mir erzählt, dass sie über die halb fertige Autobahn oben über die Berge gefahren sei. „Dort gibt es keine Autos, aber eine fantastische Aussicht“, meinte sie. „Doch von dem schmalen Rennradsattel spüre ich ganz gut mein Hinterteil.“ Ich spüre mein Hinterteil nicht. Jedenfalls nicht schmerzhaft. Ich hatte auf meinem Sofa auch eine fantastische Aussicht. Ich schaute auf den Kühlschrank, der von Zeit zu Zeit geöffnet wurde. Und darin gibt es zurzeit ganz viel Fleisch. Und das Fleisch ist nicht für Leonie. Nein, das Fleisch ist für mich. Es hat sich in der Nachbarschaft langsam herum gesprochen, dass nun in der Straße neben vielen Katzen ein immer hungriger Labrador wohnt. Und wenn jemand Grillfleisch übrig hat oder andere Fleischreste, die er selber nicht mehr benötigt, bringt er sie zu Leonie. So habe ich fast täglich eine kleine Extraportion. Wie schön, dass es liebe Nachbarn gibt.

Und dann gab es im Februar noch ganz viele Geburtstagskinder. „Die sind alle unter dem Sternzeichen Fisch geboren“, sagt Leonie. Gibt es für Hunde auch Sternzeichen? Bin ich vielleicht ein Widderhund? Ich glaube nicht. Sternzeichen sind etwas für Menschen. Menschen scheinen etwas zu brauchen, mit dem sie sich über ihre Person hinaus identifizieren können. Über diesen Satz habe ich lange auf meinem Sofa nachgedacht .-). Hunde nicht. Hunde brauchen Fressen, einen warmen Lagerplatz, Auslauf und ein liebes Rudel. So genügsam sind wir. Dennoch noch einmal an alle Februargeburtstagskinder: HERZLICHE GLÜCKWÜNSCHE VON LASKO UND LEONIE

Heute: Ich habe auf der Terrasse geschlafen und dabei mit einem Auge die Papageien beobachtet, die krächzend auf der Palme saßen und anscheinend auf mein Futter aus waren. „He Jungs, das ist mein Fleisch. Riskiert ja keinen Sturzflug auf den Balkon“, habe ich ihnen zugebellt. Ich hoffe, dass sie sich daran halten. Ansonsten belle ich nicht. Ich bin ein recht ruhiger Hund. Ganz anders unsere beiden Nachbarhunde. Die regen sich den ganzen langen Tag über jede Bewegung im Garten auf. Sie kläffen und bellen und machen viel Radau. Die sind fast so laut wie die Bagger  und Lastwagen auf der Großbaustelle im Ort. Dort wird ein neuer Supermarkt gebaut. Der wird nun schon fast zwei Jahre lang gebaut. Ob der auch mal irgendwann fertig wird? Dann könnte Leonie mein Hundefutter gleich vor Ort kaufen und müßte dafür nicht immer 25 Kilometer weit fahren.

Baustelle im Ort

Baustelle im Ort

Morgen: Nun dauert es nicht mehr lange und wir bekommen wieder Besuch. Ob ich wohl einen Knochen bekomme?

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