Mit ‘Regen’ getaggte Beiträge

Fahrradweg unter Wasser...

Fahrradweg unter Wasser…

Gesperrte Wege

Gesperrte Wege

Gestern wollte ich mit dem Fahrrad ein wenig in südlicher Richtung am Rhein entlang fahren. Doch so einfach ging das nicht. Bereits nach kurzer Zeit stellte ich fest, dass der Rhein durch die Regenfälle der letzten Zeit an vielen Stellen  über die Ufer getreten ist.

Rheinpromenade unter Wasser

Rheinpromenade unter Wasser

Hochwasser am Rhein

Hochwasser am Rhein

Ein kleiner Umweg durch die Felder ist im Moment ratsam

Ein kleiner Umweg durch die Felder ist im Moment ratsam

So wurde es dann eine kleine Fahrt mit Hindernisse. Ab und zu konnte ich auf Ersatzwegen durch die am Rhein liegenden Felder und Wiesen ausweichen. Dort konnte ich mich an den schönen roten Farbtupfern (Mohnblumen) erfreuen.

Bootssteg unter im Rheinwasser

Bootssteg unter im Rheinwasser

Felder mit Mohnblumen

Felder mit Mohnblumen

ein kleiner Morastersatzweg

ein kleiner Morastersatzweg

An anderen Stellen ging es über morastige Ersatzwege in einem sehr gemäßigten Tempo voran. Und ab und zu führte der Fahrradweg unmittelbar in das seicht aussehende Wasser. Nach fünf Umwegen, traute ich mich. Ich fuhr trotz Warnschild „Hochwasser“ einfach weiter, war mir allerdings nicht so sicher, wo genau die nasse Radtour enden würde.  Das Fahrrad wurde jedenfalls nach der schlammigen Morastfahrt gut abgespült, denn die Reifen waren ab und zu bis zur halben Höhe unter Wasser. Ein Wasser(fahr)rad – auch nicht schlecht. Ich kam nach hundert Metern wieder am trockenen Ufer an. Nasse Füße blieben nach diesem kleinen Abenteuer natürlich nicht aus.

Kommt gut und trocken in die neue Woche.

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Regenbogen

Regenbogen

In diesem Jahr hatten wir auf Teneriffa einen außergewöhnlich warmen Winter. Viel Sonnenschein, im Süden der Insel keinen Regen und nicht einmal auf dem Teide lag Schnee. Doch die Situation hat sich seit einigen Tagen schlagartig geändert. Viel Schnee in den Höhenlagen ab 1.800 Metern. Schneeräumfahrzeuge auf Teneriffa und Gran Canaria im Dauereinsatz, Überschwemmungen und gesperrte Straßen. In Los Gigantes wurden sogar die geplanten Karnevalveranstaltungen abgesagt und auf das erste Märzwochenende verschoben. Für eine kurze Zeit ist es im Sonnenparadies ein wenig kühl und stürmisch.

Wasser auch auf den Gehwegen

Wasser auch auf den Gehwegen

Wasser - überall Wasser

Wasser – überall Wasser

Wind und Wellen

Wind und Wellen

Wind und Wellen

Wind und Wellen

Doch unten an der Küste im Süden ist das Wetter halb so wild. Ein paar Tage Regen, den die Natur dringend braucht und der die leeren Wassersammelbecken hoffentlich wieder auffüllen wird. In den Bergen sind zurzeit Spaziergänge und Wanderungen nur sehr eingeschränkt möglich. Dafür lässt es sich wunderbar auf den Küstenwegen aushalten. Faszinierende  Ausblicke auf den stürmischen Atlantik mit hohen Wellen sind garantiert. Ab und zu lässt sich zwischen den grauen Wolken und den Regenschauern, auch einmal die Sonne  blicken. Im Übrigen entschädigen wunderschöne Regenbogen für die etwas ungemütlichen Tage.

Regenbogen

Regenbogen

Regenbogen

Regenbogen

Regenbogen

Regenbogen

Regenbogen

Regenbogen

Wind und Wellen

Wind und Wellen und ein Regenbogen

Regenbogen

Regenbogen

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Cartagena im Regen - Beschirmtes Paar

Cartagena im Regen – Beschirmtes Paar

Laut Reiseführer soll Cartagena mit seiner herrlichen Kolonialarchitektur, Pferdekutschen und schattigen Plazas zu den schönsten Zielen im modernen Kolumbien zählen. Eine Stadt, in deren märchenhaften Charme sich jeder verlieben und länger als geplant bleiben wird. Pech oder Schicksal? Länger als geplant geht bei einer organisierten Reise schon mal gar nicht. Und ob ich das überhaupt gewollte hätte, ist auch nicht so ganz sicher. Denn Cartagena empfing uns mit Wolken, grauem Himmel und viel Regen. Nicht das es kalt war, aber schöne bunte Fotos zu machen fiel schwer. Der Reiseleiter wollte uns aufheitern, indem er sagte, dass es hier ohne die Wolken viel zu heiß wäre und wir für die Besichtigung froh sein sollten, dass es so grau sei. Da wir das Wetter nicht ändern können, nahmen wir es mit Gelassenheit.

Cartagena - Arcaden mit kleinen Läden

Cartagena – Arcaden mit kleinen Läden

Cartagena - Spaziergang auf der Stadtmauer

Cartagena – Spaziergang auf der Stadtmauer

Cartagena - bunte Hängematten

Cartagena – bunte Hängematten

Cartagena - Karibik und Palmen

Cartagena – Karibik und Palmen

Cartagena - bunte Häuser in der Innenstadt

Cartagena – bunte Häuser in der Innenstadt

Cartagena - Schmuckverkäufer

Cartagena – Schmuckverkäufer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cartagena (gegründet 1533) war einer der wichtigsten Häfen der spanischen Schatzflotte und ist mit Bollwerken und einer fast vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben. 1984 wurde die Stadt zum Unesco Weltkulturerbe ernannt. Doch laut lokalem Guide sollen die dafür geschickten Gelder (genauso wie in Mompox) häufig in dunklen Kanälen versickern. Dennoch fällt auf, dass die Alt- und die Innenstadt sehr gut erhalten und restauriert sind. Bunte Farben, bunte Häuser, die sogar im Regen ein wenig leuchten. Nicht so die anderen Stadtviertel.

Cartagena - verfallene Häuser

Cartagena – verfallene Häuser

Cartagena

Cartagena – Plaza de los Coches

Cartagena im Regen

Cartagena Arkaden im Regen

Cartagena - Hard Rock Café

Cartagena – Hard Rock Café

Cartagena

Cartagena

Cartagena

Cartagena

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Weg in unser Hotel passieren wir unendlich viele heruntergekommene Häuser. Doch an einigen wird auch gearbeitet. Vielleicht wird hier in den nächsten Jahren doch noch so Einiges passieren. Unser Frühstück nehmen wir in einem anderen Hotel auf dem Dach ein. Von dort haben wir einen ersten grauen Blick auf die dreckigen Hinterhöfe der Nachbarschaft und die betriebsamen und doch eher herunter gekommenen Stadtteile. Das „schöne“ Cartagena lernen wir dann am Nachmittag kennen.

Zunächst geht es mit einem lokalen Guide auf  eine Stadtrundfahrt, die uns zunächst zum Cerro de la Popa führt. Von dem 148 Meter hohen Hügel, auf dem sich ein Wehrkloster befindet, soll sich ein fantastischer Panoramablick über die Stadt bieten. Der fällt leider wegen Regen und grauer Wolken aus.

Cartagena - Cerro de la Popa - Blick auf eine graue Stadt

Cartagena – Cerro de la Popa – Blick auf eine graue Stadt

Cartagena - Cerro de la Popa - Innenhof des Klosters

Cartagena – Cerro de la Popa – Innenhof des Klosters

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es geht weiter zur  Festung und danach quer durch die Altstadt.  Wer will, darf mittags zur Aufheiterung ein wenig Salsa tanzen.

Cartagena - Autoreparatur auf der Straße

Cartagena – Autoreparatur auf der Straße

Cartagena - Festung

Cartagena – Blick von der Festung

Cartagena - Festung

Cartagena – Festungsmauern

Cartagena - Festung

Cartagena – Festung

Cartagena - Blick von der Festung auf die regengraue Stadt

Cartagena – Blick von der Festung nach Norden

Abends stellt sich dann doch noch ein wenig karibisches Feeling ein. Wir schlendern durch die mit Graffiti besprayten Gassen des neuen Szeneviertels Getsemaní. Ursprünglich ein Arbeiterviertel, bietet es heute viele Individualunterkünfte für Traveller, Straßenlokale und bis spät nachts auf der Straße Salsa und andere künstlerische Einlagen. Nächtliches pulsierendes buntes Leben und zugleich Partymeile bis in die Innenstadt.

Cartagena - Graffiti im Viertel Getsemaní

Cartagena – Graffiti im Viertel Getsemaní

Cartagena - Straße mit Graffiti im Viertel Getsemaní

Cartagena – Straße mit Graffiti im Viertel Getsemaní

Cartagena - kleine Straße im Viertel Getsemaní

Cartagena – kleine Straße im Viertel Getsemaní

Cartagena - Graffiti im Viertel Getsemaní

Cartagena – Graffiti im Viertel Getsemaní

Cartagena - Graffiti im Viertel Getsemaní

Cartagena – Graffiti im Viertel Getsemaní

Cartagena - Graffiti im Viertel Getsemaní

Cartagena – Graffiti im Viertel Getsemaní

Cartagena - Graffiti im Viertel Getsemaní

Cartagena – Graffiti im Viertel Getsemaní

Cartagena - Graffiti im Viertel Getsemaní

Cartagena – Graffiti im Viertel Getsemaní

Cartagena - Getsemaní

Cartagena – Getsemaní

Cartagena - Getsemaní

Cartagena – Getsemaní

Cartagena - Kirchentür im Viertel Getsemaní

Cartagena – Kirchentür im Viertel Getsemaní

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der nächste Tag ist zur freien Verfügung und ich wollte einen Bootsausflug zu den Islas de Rosario unternehmen. Darauf hatte ich mich bereits lange gefreut. Doch mein geplanter Ausflug fiel buchstäblich ins Wasser. So bleibe ich in der Stadt, schlendere durch die Gassen und da es zumindest trocken ist, gewinne ich noch einige nette Eindrücke von der karibischen Metropole.

Cartagena - Juan Valdez Kaffee überall

Cartagena – Juan Valdez Kaffee auch in Cartagena

Cartagena

Cartagena

Cartagena - Liegende Schönheit von Botero

Cartagena – Liegende Schönheit von Botero

Cartagena - Fruchtverkäuferin

Cartagena – Fruchtverkäuferin

Cartagena - Markt und Restaurant

Cartagena – Markt und Restaurant

Cartagena - bunte Hüte

Cartagena – bunte Hüte

Cartagena

Cartagena Torre de Reloj (Uhrturm 1888)

Cartagena - Postkasten

Cartagena – Postkasten

Cartagena - Bischof

Cartagena – Bischof

Cartagena - Schönheitsköniginnen

Cartagena – Schönheitsköniginnen auf dem Pflaster

Cartagena - Schuhputzer

Cartagena – Schuhputzer

Cartagena

Cartagena – Plaza de Bolivar

Cartagena

Cartagena – hübsch restaurierte Mauern und Tore

Cartagena

Cartagena – ein bisschen Farbe im Regen

Cartagena

Cartagena

Cartagena - Bunte Türen

Cartagena – Bunte Türen

Cartagena - Pferdedroschke

Cartagena – Pferdedroschke

Cartagena - Rosttisch mit einem lebendigen Mitspieler

Cartagena – Rosttisch mit einem lebendigen Mitspieler

Cartagena - Vögel

Cartagena – Vögel

Cartagena - Platz

Cartagena – Plaza de Santo Domingo

Cartagena - Museo de Arte Moderno

Cartagena – Museo de Arte Moderno

Cartagena - Straße im Zentrum

Cartagena – Straße im Zentrum

Cartagena - Rotes Modell

Cartagena – Rotes Modell auf der Stadtmauer

Cartagena - Domkuppel

Cartagena – Domkuppel

 

 

 

 

 

Cartagena - Handy unter der Kanone

Cartagena – Handyspiele  unter der Kanone

 

 

 

Cartagena - Stadtmauer Abendstimmung

Cartagena – Stadtmauer Abendstimmung – nahe dem Café del Mar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Madrid Puerta del Sol

Madrid – Puerta del Sol im Nieselregen

Am 2. November brach ich zu meiner „großen“ Reise nach Kolumbien auf. Eine für mich gefühlte lange Zeit hatte ich keine Fernreise mehr unternommen. Doch in diesem Jahr war es endlich soweit. Über Madrid sollte es nach Kolumbien gehen. Ich verließ Teneriffa bei warmen Sonnenwetter und konnte beim Abflug sogar noch einen Blick auf den Teidegipfel über den Wolken werfen. In einem 2,5 Stunden Flug ging es nach Madrid. Zwischen den kanarischen Inseln und Madrid lagen in diesem Fall Welten – zumindest was das Wetter betrifft. Auf Teneriffa hatten wir tagsüber noch weit über 20 Grad und Sonnenschein bei einem strahlend blauen Himmel. In Madrid erwarteten mich bereits beim Landeanflug graue Wolken, Regen und für mich gefühlte Kälte bei 13 Grad. Doch wie ich schnell in Madrid erfuhr, muss es nicht unbedingt um diese Jahreszeit so kühl sein. Madrid soll sogar  bekannt für seinen blauen klaren Himmel sein. Und auch im November kann  noch gerne die Sonne bei 20 Grad scheinen. Doch leider dieses Mal nicht für mich. Erst bei meinem Rückflug sah ich ein Madrid mit blauen Himmel vom Flughafen aus.

So musste ich mit einer kühlen Stadt, Nebel und Nieselregen vorlieb nehmen. Das Wetter hinderte mich jedoch nicht, die Tage in Madrid zu nutzen und so viel wie möglich von der Stadt anzusehen.

Calle de Madrid

Calle de Madrid

Am ersten Abend hatte ich genug damit zu tun vom „großen“ Flughafen Bajaras in die Innenstadt zu kommen. Ein langer Weg mit häufigen Umsteigen von einer Metro in die andere. Mein Koffer für Kolumbien machte sich gewichtsmäßig nicht nur auf den langen U-Bahn Treppen, sondern auch bei meiner Pension, die im 5. Stock (ohne Aufzug) lag, bemerkbar. Die kleine Pension im zentrumsnahen Bezirk Chueca war jedoch sauber und die Zimmer in freundlichen bunten Farben angestrichen. Ein nationenmäig gemischtes Publikum und aufmerksame „Wirtsleute“, die bei allen Fragen, gerne hilfreich zur Seite standen. Der Stadtteil Chueca zeichnet sich durch viele nette kleine Straßen, Geschäfte und Tavernen aus. Bei meinem ersten Abendstreifzug fiel mir gleich das rege Leben auf den Gassen und viele nette kleine Restaurants, Bars und Tavernen auf. Quirliges Leben trotz  Regenwetter und kühlen Graden. Wie sieht es hier wohl erst bei Sonne aus?

Herbstlaub im Garten des Museo del Prado

Herbstlaub im Garten des Museo del Prado

Am nächsten Morgen drehte ich nach einem kleinen Frühstück die erst Runde zu Fuß durch die Innenstadt. Zwei Tage reichen sicherlich nicht, um der Kulturstadt Madrid, die allein mehr als 120 Museen zu bieten hat, gerecht zu werden. Doch für mich reichte die kleine  „Stippvisite“ für erste Eindrücke. Interessant gleich die erste große Straße, auf die ich von Chueca aus traf. Auf der betriebsamen Straße Gran Via, die in mehreren Abschnitten gebaut wurde, sind Bauwerke aus den 20gern, 40gern und 70gern Jahre des letzten Jahrhunderts zu bewundern. Die ersten „Wolkenkratzer“ Europa sind hier genauso zu sehen wie die üblichen großen Geschäftsbauten in vielen Großstädten. Menschen gehen, schlendern und hetzen durch die Straßenschluchten. Lebhafter Verkehr, berittene Polizei und sehr viele Busse im Straßenbild.

Plaza Callao mit Fahrradtouristen

Plaza Callao mit Fahrradtouristen

Ich wanderte zunächst – um mich besser orientieren zu können – über die großen Straßen und Plätze der Stadt. Auf der Plaza Puerta del Sol viele Menschen und imposante Bauwerke. Auf der Mitte des Platzes vor dem Brunnen findet gerade eine Art „Demonstration“ statt. Viele Paare roter Damenschuhe liegen dort im Regen. Am nächsten Tag sind sie zu einem Kreuz sortiert. Die Schuhe sollen an vermisste und verschwundene Frauen aus aller Welt erinnern. Neben den Schuhen wacht die Polizei. Und hinter den Schuhen werben riesige Plakatwände u. a. für Schuhe.

Aktion mit roten Schuhen - Erinnerung an vermisste Frauen

Aktion mit roten Schuhen – Erinnerung an vermisste Frauen

Aktion mit roten Schuhen - Erinnerung an vermisste Frauen

Aktion mit roten Schuhen – Erinnerung an vermisste Frauen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schwarzhäutige Verkäufer bieten ihre Ware auf sogenannten Faltschirmdecken an. Sie dürfen nicht verkaufen und wenn sich die Polizei nähert, ist mit einem Ruck an der Leine die gesamte Ware eingesackt und wird zum nächsten Platz bewegt.

Schwarzhäutiger Händler mit "Faltschirmdecken"

Schwarzhäutiger Händler mit „Faltschirmdecken“

Aktionskünstler zeigen Kunststücke und bitten um Geld, sei es verkleidet als Mickey Mouse oder als schwebender Motorradfahrer. Wie geht das eigentlich? fragen sich sicherlich viele der vorbei eilenden Touristen und staunen. Ein bisschen Geld bleibt dennoch ab und zu auf dem Pflaster vor den Künstlern liegen.

Aktionskünstler überall in der Stadt - gerne wird ein wenig Geld für ein Foto eingesammelt

Aktionskünstler überall in der Stadt – gerne wird ein wenig Geld für ein Foto eingesammelt

Auffallend auch die vielen Bettler in der Stadt, die nahezu überall zu finden sind. Ob sie tatsächlich alle vom Betteln auf der Straße  leben können?

Doch dieser erste große Platz an diesem Tag noch nicht der Letzte. In dieser großen Stadt gibt es einfach so viele schöne Plätze, dass ich doch immer wieder ins Staunen gerate. Es geht weiter zur berühmten Plaza Mayor, auf der nicht nur sehr beeindruckende Wandgemälde und eine Statue zu sehen sind. Die Restaurants und der nahe  Mercado locken bereits am Morgen mit Köstlichkeiten und Champagner.

....überall in der Stadt finden sich hübsch aufgebaute "Frühstücktische"

….überall in der Stadt finden sich hübsch aufgebaute „Frühstücktische“

Wandmalereien am "Großen Platz"

Wandmalereien am Plaza Mayor

Köstlichkeiten in den Markthallen

Köstlichkeiten in den Markthallen

Ich gehe weiter  zur Plaza de Oriente und natürlich vorbei am großen Dom und dem wirklich großen Königspalast mit mehr als 6000 Räumen. Er soll einer der größten Paläste in Europa sein. Doch das Königspaar lebt nicht hier. Zu groß? Das königliche Paar residiert in einem anderen Palast im Norden der Stadt.

Madrid Palast

Madrid Palast

Gleich in der Nähe des Palasts eine der vielen großen innerstädtischen Parkanlagen. Bei meinem Besuch wirken sie mit der Laubfärbung und im Griesgrau sehr herbstlich. Bei Sonne hingegen locken sie sicher die vielen Einwohner und Touristen auf den Rasen und an die Seen.

Auf der Plaza de Espana beobachte ich viele Touristen, die fast alle ein Bild von sich vor und mit der Statue des Don Quijote und Sancho Panza mitnehmen wollen. Die Statue steht hier am spanischen Platz und setzt dem bekannten Schreiber Savante ein Denkmal.

Plaza Espana mit Don Quijote und Sancho Panza

Plaza Espana mit Don Quijote und Sancho Panza

...und auch ein richtiger Reiter ist auf dem Platz

…und auch ein richtiger Reiter ist auf dem Platz

Ich laufe weiter und entdecke noch einige kleine und große Kirchen, mittelalterliche Mauern und Tore und viele kleine mittelalterlich wirkende Straßen und Plätze. Es gäbe ja so viel zu sehen und zu entdecken in dieser großen Stadt. Ich weiß schon jetzt, dass ich noch einmal wiederkommen muss.

Am Nachmittag fahre ich mit dem Bus nach Moncloa. Es geht vorbei an dem großen Bahnhof Principe Pio. ,Universitäts- und immer wieder auch Militärgebäuden. Auch das Herumschlendern in Moncloa ist interessant. Kleine nette Cafés und Geschäfte laden zum Bummeln ein. Danach für mich ein besonders schöner Termin. Ich darf eine alte Schulfreundin treffen, die hier seit 30 Jahren in Madrid lebt und arbeitet. Doch nicht nur das Treffen ist für mich ein Highlight des Madrid Besuches. Wir können sogar zusammen am Stadtrand von Madrid für eine Stunde ausreiten. So habe ich Gelegenheit, auch noch ein wenig vom Grüngürtel der Stadt und der wirklich schönen Umgebung zu sehen. Beim Ritt bleibt es trocken. Die Weitsicht auf die fernen Berge bleibt mir jedoch leider verwehrt.

Auch am zweiten Madridtag wandere ich zunächst zu Fuss. Ich schaue mir den östlichen Teil des Zentrums an und gehe an der beeindruckenden Plaza Cibeles mit der Post und dem Rathaus vorbei. Ein großes Schild verkündet dort, dass Flüchtlinge willkommen seien. Ich wandere ein wenig durch die großen Grünanlagen hinter der Puerta de Alcalá.

Plaza Cibeles

Plaza Cibeles – Flüchtlinge willkommen ?

Dabei beobachte ich vielfältige sportliche Aktivitäten. Zu dieser Zeit wird der große Park, der einen See und mehr zu bieten hat, anscheinend in erster Linie von Joggern frequentiert. Nördlich vom Plaza de Alcalá zieht sich eine breite lange Geschäftsmeile mit allen erdenklichen Luxusgeschäften hin. Dort liegt das gut situierte Wohnviertel der „Reichen“. Ursprünglich einmal als Viertel gegründet, um Wohnraum für die armen Bürger der Stadt zu schaffen, sind diese stadtnahen Quadratmeter heute mehr als beliebt und natürlich auch Gold wert.

Madrid - Parque del buen Retiro - Tor

Madrid – Parque del buen Retiro – Tor

Ich wandere weiter Richtung Süden. Dort liegt der berühmt berüchtigte Bahnhof Attocha, der von Gustav Eifel konstruiert wurde. Bekannt wurde sie er durch die schrecklichen Attentate vor einigen Jahren, bei denen viele Menschen starben und auch sehr viele Menschen verletzt wurden. Heute gibt es ein Denkmal, das an dieses Ereignis erinnert und einen neuen Bahnhofsteil.

Museo del Prado

Museo del Prado

Zurück Richtung Stadt komme ich an dem großen Museo del Prado vorbei. Imposant bereits von außen anzusehen. Gerne würde ich einen Blick auf die Kunstsammlungen werfen. Doch die Zeit reicht nicht. Dieses Mal nicht. Wer hier zwei Stunden vor der Schließung am Abend kommt, hat freien Eintritt. Auch eine schöne Regelung. Heute stehen viele Touristen und Schulklassen vor den Ticketschaltern. Um das Museum wunderschöne Herbstlaubfärbung.

Ich gehe wieder Richtung Zentrum und besteige in der Nähe des beeindruckenden Gebäudes der spanischen Bank die Dachterrasse des Gebäudes der schönen Künste. Mit dem Fahrstuhl geht es für 4 € in die 7. Etage auf das Dach. Dort gibt es neben der schönen Aussicht über die Stadt, eine Bar und Liegen, um den herrlichen Anblick auf sich wirken zu lassen. Selbst heute bei Grieselregen gefällt mir der Ausblick über die Dächer von Madrid. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie schön es hier oben bei Sonne und Weitsicht sein muss. Wirklich ein guter Tipp.

Madrid - Real Academia de Belles Arte de San Fernando

Madrid – Real Academia de Belles Arte de San Fernando

Blick über die Dächer von Madrid

Blick über die Dächer von Madrid

Blick über die Dächer von Madrid

Blick über die Dächer von Madrid

Und am Nachmittag entschließe ich mich dann doch noch zu einer geführten Busreise. Auf die Hopp in , Hopp of Busse habe ich hier in Madrid verzichtet, da ich eine Karte für das gesamte Bus- und Metronetz bereits am Flughafen erworben hatte. Wenn ich einmal nicht mehr laufen, sondern fahren wollte, ging das an jeder Stelle problemlos, da der Metrozüge und die Busse hier fast im Zweiminutentakt fahren.

Mit dem Doppeldecker sehe ich nun noch einmal die bereits bekannte Plätze und Straßen aus der Höhe. Die Erklärungen auf Spanisch und Englisch sind auch sehr interessant und erweitern mein kleines Madridwissen. Der Radius um die Innenstadt erweitert sich mit der Tour  auch räumlich ein wenig. So fahren wir Richtung Nordosten aus dem Zentrum hinaus. Nun sehe ich die neuen Ministerien, die ich bislang nur als große Metrostation kannte. Kurz dahinter liegt das große Estadio Santiago Bernabéu des Fussballclubs  Real Madrid. Doch nicht nur das Stadium ist neu für mich. Im Sekundentag gibt es etwas zu sehen und interessante Stadtinformationen.

Estadio Santiago Bernabéu - Real Madrid

Estadio Santiago Bernabéu – Real Madrid

Der Bus fährt in den zwei Stunden rund um die Innenstadt und stoppt auch einige Male kurz, um Fotos zu ermöglichen. Die Busfahrt ist ein guter Abschluss meines Madrid Besuches. Nun zieht es mich noch in ein typisches kleines Madrid Restaurant, um ein paar örtliche Spezialitäten und natürlich einen Wein zu probieren.

Frühstück mit Zuschauern

Frühstück mit Zuschauern

Dann bin ich aber doch müde und muss ein wenig ausruhen, denn am nächsten Morgen geht es wieder zum Flughafen und dann weiter nach Kolumbien. Schade war, das für mich doch recht kühle graue Wetter, das leider auch farbenfrohe Fotos verhindert hat. Gut war, dass ich doch in zwei Tagen zumindest einen kleinen Überblick über die Innenstadt erhalten habe und viele schöne Eindrücke mitnehmen kann.

Madrid – ich komme wieder!

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Regen bringt Segen

Veröffentlicht: 23. Juni 2015 in Leonies Leben 2015, LeoniesLeben
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…hoffentlich auch für die neue Terrasse 🙂

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Lasko denkt im Nassen

Lasko denkt im Nassen

Gestern: Wir waren reiten und Leonie saß nach langer Zeit einmal wieder auf einem Pferd. Sie war anscheinend zufrieden und lachte fröhlich vor sich hin. Ich saß nicht auf einem Pferd, sondern musste im Wagen sitzen bleiben. Nur blöd. Leonie ritt nicht aus, sondern nur in einem Rechteck herum. Ich kann wirklich nicht verstehen, weshalb sie das machte. Sie kam nicht voran, sondern bewegte sich mit dem Pferd ungefähr eine Stunde im Kreis in dem Rechteck herum. Sie hat in der ganzen Zeit nichts Neues gesehen und kam nirgendwo hin. Kann mir das jemand erklären?

Mir wurde schon vom Zuschauen schwindelig, wenn ich aus dem Wagenfenster zur ihr heraus blickte. Nach 10 Minuten hatte ich genug gesehen und schlief ein. Leonie schien auf dem Pferd nicht einzuschlafen. Für mich völlig unverständlich. Ich hoffe nur, dass ihr die Kreiselei nicht zu stark gefallen hat. Nachher kommt sie noch auf die Idee und will mit mir auch nur im Kreis spazieren gehen. Doch als sie wieder zu mir in den Wagen stieg, beruhigte sie mich.  „Nee Lasko, ich reite auch lieber aus, als nur im Rechteck herum. Das mache ich nicht wieder. Und weil Du so brav gewartet hast, geht es jetzt ans Meer.“

Baden in Alcala

Baden in Alcala

Wir fuhren nach Alcala an eine Stelle, an der keine anderen Menschen waren. Und dort durfte ich über die Felsen ins Meer klettern. Leonie setzte sich auf die Felsen und genoss ihr mitgebrachtes frisches Baguette. Von Zeit zu Zeit warf sie kleine Stücke für mich ins Meer. Und ich konnte danach tauchen. Tolles Spiel an einem so heißen Tag. Ja, gestern war es hier sehr heiß und sonnig. Fast 30 Grad.

Nasse Fliesen - nasse Welt

Nasse Fliesen – nasse Welt

Heute: Nichts mehr ist mit heißem Tag. Gestern Abend drehte das Wetter und dunkle Wolken zogen auf. Zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde für die kanarischen Inseln gelber und oranger Alarm ausgegeben. Hohe Wellen, Sturm und heftiger Regen waren angesagt. Und alles kam über Nacht. Auf Gran Canaria und bis in die Höhenlagen um 1600 Meter schneite es auf Teneriffa heftig. Während es bei Euch langsam Frühling wird, entwickeln sich die kanarischen Inseln langsam zum Winterparadies. Nicht dass ich als Labbi etwas gegen Wasser hätte. Aber heute – das ist nicht nur für Leonie zu viel Nass. Trotz Regensachen ist sie zweimal beim Gassi gehen mit mir durchgeweicht. Auch regnet es wieder  im Wohnzimmer. Mein Trinknapf ist voller dunklem Staub, der überall um unsere Wohnung durch die Luft fliegt.

Regenfänger, Staubfänger und Hundenapf

Regenfänger, Staubfänger und Hundenapf

Und dann benutzt Leonie meinen Trinknapf auch noch als Tropfenfänger. Ich bin empört. Da kann wirklich nur noch der Labbi auf meiner Futtertüte lachen.

nur der Labbi auf der Futtertüte schaut fröhlich drein

nur der Labbi auf der Futtertüte schaut fröhlich drein

Hat der nicht sogar ein wenig Ähnlichkeit mit mir? Ich sollte  einen Werbevertrag abschließen und in Kalifornien shooten. Stattdessen sitzen wir im Regen auf Teneriffa.Draußen heult der Sturm und zerrt an den Blättern der Palmen. Schon ein bisschen unheimlich.  Die Terrasse steht unter Wasser und unsere Straße hat sich in einen reißenden Sturzbach verwandelt.

Graue Wolken und Sturm

Graue Wolken und Sturm

Draußen auf dem Atlantik jagt ein dunkles Wolkenfeld das nächste. Dazwischen gibt es kleine Lichtblicke, wenn die Sonne für kurze Zeit auf das Meer scheint oder sich ein Regenbogen am Himmel zeigt.

Lichtspiele über dem Atlantik

Lichtspiele über dem Atlantik

Morgen: Es soll weiter nass und grau bleiben. Leonie kann bei dem Wetter nicht wandern, nicht laufen, nicht Rad fahren und nur wenig spazieren gehen. Da bleibt nur: Ruhe bewahren, eine warme Kuscheldecke, etwas Warmes zu trinken und die Hoffnung, dass die Sonne bald wieder zum Vorschein kommt. Ab Dienstag soll es laut Wettervorhersage wieder besser werden. Dann hoffen wir mal, dass dieser Sturm nicht so viel Unheil anrichtet, wie der letzte große Sturm. Euch wünschen wir ein ruhiges sturmfreies Wochenende.

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Müder Hund

Müder Hund

Lasko hat seine Sonnenliege in die Hütte verlegt und ist nicht mehr zum Aufstehen zu bewegen. Was ist passiert? Seit Tagen regnet und stürmt es im Sonnenparadies. Teneriffa, bekannt als die Insel des ewigen Frühlings, lockt normalerweise gerade im Winterhalbjahr Touristen mit moderaten warmen Temperaturen an. Doch im Moment spielt auch hier das Wetter  ein wenig verrückt. Seit Tagen zieht ein heftiges Atlantiktief über die kanarischen Inseln. Bäume und Strommasten fallen um. Straßen sind überflutet und gesperrt. Der Strom fällt zeitweise aus und die Schulen bleiben geschlossen. So liegt das gesamte öffentliche Leben brach. Veranstaltungen fallen aus und auch die Spanischstunde muss warten. Alle Personen, die nicht unbedingt hinaus müssen, sollten bei der ausgerufenen Warnstufe rot lieber zu Hause bleiben.

Sturm

Sturm

Das hat sich anscheinend auch Lasko zu Herzen genommen. Ab und zu öffnet er ein Auge und schaut, ob nicht vielleicht doch ein neues Leckerli auf seinem Teller gelandet ist. Doch in seinem Napf macht es nur ping, ping. Ja, es regnet ein wenig von oben in unsere Wohnung. Um die Tropfen aufzufangen steht Laskos Napf als idealer Tropfenfänger mitten in der Wohnung. Ohne Futter und ohne Wandern – da schließt Lasko lieber wieder die Augen und träumt von leckeren Lammknochen. Doch zum Gassigang, der natürlich trotz Warnstufe rot nicht ausfallen kann, öffnet selbst Lasko  beide Augen. Ein kleiner Regenspaziergang – dafür ist ein Labrador immer zu haben. In Nachbars Garten ist die Palme vom Wind umgeweht worden und überall wird an den Straßen das Wasser aus den Häusern und von den Terrassen gewischt. Mehr ist hier auf den Straßen von Teneriffa im Moment nicht los.

Doch morgen soll angeblich bereits wieder die Sonne scheinen. Daher vorher noch schnell ein paar Regenbilder aus Teneriffa.

ein Segler auf dem Atlantik in Seenot

ein Segler auf dem Atlantik in Seenot

nach dem Sturm: zersägte Palmen

nach dem Sturm: zersägte Palmen

die Straßencafés sind verwaist

die Straßencafés sind verwaist

Sonnenparadies? im Moment Fehlanzeige

Sonnenparadies? im Moment Fehlanzeige

 

auch Buddha muss mal duschen

auch Buddha muss mal duschen

Dunst über dem Atlantik

Dunst über dem Atlantik

Nässe im Sonnenparadies

Nässe überall

heißer Vulkanstein im Regen

heißer Vulkanstein im Regen

Regenfänger

Sonnenmarkise? Nein: Regenfänger

Regen -Spiegelung

Regen – Spiegelung

Und zum Abschluss noch ein kleines Rätsel

Was ist das denn wohl?

Rätsel - was ist das?

Rätsel – was ist das?

 

 

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Pagode am Parfümfluss

Pagode am Parfümfluss

Auch an unserem zweiten Tag in Hue regnete es stark. Wir hatten eine Stadtrundfahrt gebucht, die uns am Morgen mit dem Drachenboot auf dem Parfümfluss zu einigen kulturellen Stätten bringen sollte. Am Nachmittag war eine Busfahrt zu weiteren Sehenswürdigkeiten vorgesehen. Doch es kam anders.

Als wir im Laufschritt mit Regencape den Bus erreicht hatten, erklärte uns der vietnamesische Reiseleiter, dass das Programm sich wegen dem Hochwasser geändert habe. Nun würden wir am Morgen Bus fahren. „Das ist auch nicht so schlecht“, dachten wir. Aber es stellte sich sehr schnell heraus, dass wir es dieses Mal mit einem Vietnamesen, der nicht so  Sorte zu angenehmen Sorte zu tun hatten.

Kaiser Grabanlage

Kaiser Grabanlage

am Ufer des Parfümflusses - Drachenboote

am Ufer des Parfümflusses – Drachenboote

Gartenhaus mit See

Gartenhaus mit See

Blüte im Mandarinengarten

Blüte im Mandarinengarten

 

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Vietnamesen sehr freundlich und bescheiden sind. Doch viele Vietnamesen, die vom Tourismus leben und täglich mit den Touristen im Kontakt sind, versuchen einfach alles, um möglichst viel und schnell Geld aus dem Opfer „Kunde“ heraus zu pressen. Sie haben täglich dazu gelernt und wissen sehr gut, wie sie es anstellen müssen. Bitte nicht falsch verstehen. Das betrifft auf keinen Fall alle Vietnamesen, sondern sicher nur einige Wenige. Und möglicherweise können unsere Erfahrungen auch anderen Reisenden helfen, nicht in diese Falle zu tapsen.

kleiner Hausaltar

kleiner Hausaltar

Lotus Effekt

Lotus Effekt

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Bereits mein Reiseführer (Buch) hatte mich darauf hingewiesen, dass in Hue häufig bei den Eintrittsgeldern betrogen wird. Die Angestellen, die an der Ticketausgabe an den Kulturstätten sitzen, malen angeblich für Touristen gerne eine Null zum Geldbetrag dazu und behalten den für vietnamesische Verhältnisse großen Betrag für sich. Dass der Eintritt für Touristen teurer als für Vietnamesen ist, mag ja noch legitim sein, bei Betrug hört meines Erachtens jedoch der Spaß auf.

 

Unser Reiseleiter erklärte auf die Frage, warum denn so viele andere Drachenboote auf dem Fluss seien und nur wir nicht fahren könnten, dass die Regierung das verboten hätte. Auch Lügen und Ausflüchte können mit einem Lächeln auf dem Gesicht herübergebracht werden.

Wagen, mit dem sich ein bekannter Mönch zu seiner Verbrennung, mit der er gegen die Unterdrückung des Buddhismus protestieren wollte, fahren ließ

Wagen, mit dem sich ein bekannter Mönch zu seiner Verbrennung, mit der er gegen die Unterdrückung des Buddhismus protestieren wollte, fahren ließ

Grabanlage

Grabanlage

Steinernes Pferd

Steinernes Pferd

 

Fragen und Beschwerden halfen nicht. Wir alle mussten wieder zur Zitadelle. Wer diese – wie wir – bereits gesehen hatte, konnte draußen eine Stunde warten und sich die Parkanlagen ansehen. Das war zwar für uns eine schöne Lösung, aber nicht die, wofür wir gezahlt hatten. Den anderen Mitreisenden nahm der junge vietnamesische Reiseleiter mit der Begründung, dass es so lange Schlangen an der Kasse gäbe, das Eintrittsgeld persönlich ab. Danach  kaufte er günstige Tagestickets für alle Sehenswürdigkeiten ein. Das hinderte ihn jedoch nicht, vor jeder neuen Sehenswürdigkeit, erneut erhöhte Eintrittsgeld einzusammeln.

 

Warteschlangen bei den Kassenhäusern gab es bei dem Regen keine. Doch nach überschlägigen Berechnungen sicherte sich unser kleiner Guide an diesem Tag durch seine Tricksereien ein Zubrot von 12€ pro Person. Das ist eine riesige Summe für vietnamesische Verhältnisse. Ich möchte nicht wissen, wie lange ein Reisbauer oder ein Lehrer hier in Vietnam für diesen Betrag arbeiten muss.

 

Bunte Besen

Bunte Besen

Herstellung von Räucherstäbchen

Herstellung von Räucherstäbchen

Doch außer einer Beschwerde im Touristenbüro konnten wir nichts machen – nur das Beste aus der Situation. Wir schauten uns die sehr interessanten Pagoden und Kaisergräber in der Nähe von Hue an. Auch ein Gartenhaus eines ehemaligen ranghohen Mandarins stand auf dem Programm. Leider regnete es viel. Doch ausgerüstet mit Regenjacke und Flip Flops machte uns der Regen nicht so viel aus.

 

Am späten Nachmittag hatten wir dann noch sogar Gelegenheit für eine kurze Drachenbootfahrt auf dem Parfümfluss. Ein versöhnliches Ende einer ungewöhnlichen Sightseeingtour.

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Häuser und Gärten in der Zitadelle

Häuser und Gärten in der Zitadelle

Von Hanoi fuhren wir abends mit dem Nachtbus um 18.00 Uhr ab und waren am nächsten Morgen um 9.00 Uhr im ungefähr 400 Kilometer entfernten Hue. Reisen in Vietnam ist auf die individuelle Art recht günstig, aber langwierig. Auch „kürzere“ Strecken verdienen wirklich noch den Namen Reise. Der Nachtbus verfügt über zweistöckige Doppelbetten. Allerdings wird es ab einer Größe von ca. 1.70 Meter kritisch, da dann ein Ausstrecken der Beine nicht mehr möglich ist. Für mich passte die Liebe im zweiten Stock am Fenster daher wunderbar. Zum richtigen Schlafen kam ich aber bei dem Geschaukel und dem häufigen Handygebimmel der Mitreisenden nur begrenzt.

Nachtbus

Nachtbus

 

Unser Bus war halb mit Vietnamesen und halb mit Travellern aus aller Welt besetzt. Frisches Wasser stand am Platz und mit Monitoren wurden wir mit einem vietnamesischen Fernsehprogramm versorgt. Auch die beiden Fahrer und der Bordjunge hatten vorne im Cockpit einen eigenen Monitor. Ich hoffte inständig, dass der Fahrer nicht nur in den Monitor, sondern auch ein wenig auf die Straße schauen möge. Er war aber in erster Linie mit seinem Handy beschäftigt und fand so anscheinend wenig Zeit zum Fernsehen schauen.

 

Draußen hatten uns nun wohl die Ausläufer des tropischen Sturms, der von Hongkong herangezogen war, erwischt. Es regnete, was der Himmel hergab. Die Straßen sahen wie Kanäle aus. Die weiten Reisfelder rechts und links der Straße waren überschwemmt und die Bauern bewegten sich auf ihren Feldern in kleinen Booten. An einer Straßensperre wurde der Bus von der Polizei gestoppt. Die beiden Fahrer und der Bordjunge mussten alles Gepäck ausladen. Ich staunte nicht schlecht, was sie neben den Reisetaschen alles noch an Bord hatten. Anscheinend machten sie mit Frachtbeförderung ein kleines Nebengeschäft. Ob das alles so legal war, weiß ich nicht. Jedenfalls mussten wir eine Stunde warten, während sechs Polizisten die Fracht bis zum kleinsten Gegenstand untersuchten. Dann blieb der größte Teil der Fracht zurück.

 

Ich hatte den Eindruck, dass sich die Busbesatzung nicht nur ihr Budget ein wenig mit zusätzlicher Fracht, sondern auch noch durch Mitnahme weiterer nicht offizieller Gäste erhöhte. Wir fuhren Umwege und es wurden nach und nach sechs Vietnamesen in den Bus eingeladen, für die kein Bett da war. Sie machten es sich auf weichen Matten auf dem Boden bequem.

grün und grau

grün und grau

 

Als wir in Hue ankamen, hatte es zu regnen aufgehört. aber es war grau. Wir waren von der letzten Nacht ein wenig gerädert und unternahmen am ersten Tag noch nicht so viel. Zu Fuß gingen wir nachmittags durch die belebte Stadt und kreuzten auf einer der drei Brücken den Parfüm Fluss. Dann besuchten wir das 10 Quadratkilometer große Gebiet der Imperialen Stadt. Hier hatten die Kaiser von Vietnam residiert. Das Gelände steht als Weltkulturerbe unter Schutz. Der Eintritt ist für Ausländer recht hoch, aber lohnt sich meines Erachtens. Drinnen sind auf dem weitläufigen Gelände nicht nur viele Gebäude, die bereits restauriert sind, zu betrachten, sondern auch interessante Ausstellungen mit Filmen und Fotos über die Geschichte der Stadt. Überall wird gebaut, um das Gelände, dass durch viele Kriege und Naturkatastrophen zerstört ist, wieder aufzubauen, wird noch viel Geld und Arbeitskraft notwendig sein.

 

Ausgangstor

Ausgangstor

bereits restauriert

bereits restauriert

lange Gänge

lange Gänge

Bilder

Bilder

große Plätze

große Plätze

in der verbotenen Stadt

in der verbotenen Stadt

Fahnenturm der Zitadelle

Fahnenturm der Zitadelle

Da es recht grau war, sind die Fotos ein wenig triste ausgefallen. Bei blauem Himmel sieht die Kaiserstadt bestimmt noch schöner aus. Doch auf der anderen Seite ließ sich das riesige Gelände bei bewölktem Himmel sehr gut begehen, was bei gleißender Sonne sicher nicht so möglich gewesen wäre.

Mekong Quilt

Mekong Quilt

 

Ein Foto stammt nicht aus Hue, sondern aus Hanoi. Ein Quiltshop für Elvira.

 

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Euch Leonie.

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Touristen werden mit Fahrradrikschas um den Hoan Kiem See gefahren

Touristen werden mit Fahrradrikschas um den Hoan Kiem See gefahren

Bevor unsere Vietnamreise in den Süden nach Hue weitergeht, gibt es zwei Tag Zwischenstopp in Hanoi. Das Wetter ist hier sehr warm, aber der tropische Sturm, der mit seinen Ausläufern zurzeit über Südostasien zieht, bringt auch einigen Regen. Doch tropischer Regen ist für mich kein Problem. Es ist  nicht kalt ist und mit Flip Flops an den Füßen läßt es sich auch wunderbar durch Pfützen gehen.

Gestern haben wir das französiche Quartier von Hanoi besichtigt, das aus der französichen Kolonialzeit stammt und durch herrschaftliche Bauten und breite Alleen gekennzeichnet ist. Hier haben unter anderen viele Botschaften und Ministerien sowie große Hotels ihre Niederlassungen. Es gibt hochpreisige Geschäfte und knallhart prallen Luxuskarossen und Armut an den Straßenrändern aufeinander. Gut und teuer angezogene Asiatinnen gehen hier shoppen und lassen die Fahrer ihre Wagen in zweiter Reihe einfach auf der Fahrbahn parken. Auf der gleichen Fahrbahn tragen vietnamesiche Marktfrauen mit Plastikschlappen schwerstbeladen ihre Früchte zum Markt. Über die Hunde, die hier mehr und minder im Straßengraben zu Hause sind, möchte ich lieber schweigen.

Quan Su Pagode

Quan Su Pagode

Endlich habe ich auch Zeit gefunden  einige Pagoden zu besuchen und eine Kerze für NixZen anzustecken :-). So war ich in der Quan Su und der Quan Hoe Pagode. Ich liebe diese Oasen der Ruhe in der hektischen Stadt. Die vietnamesischen Tempel und ihre Mönchen wirken bislang allerdings nicht ganz so freundlich auf mich, wie ich das von den thailändischen Mönchen in ihren Tempeln gewöhnt bin. Aber  ich habe  ja noch recht wenig gesehen und hoffe auf der Weiterfahrt ausgedehnt Zeit für weitere Pagodenbesuche zu finden.

Räucherstäbchen für NixZen

Räucherstäbchen für NixZen

Ein weiterer Ort der Ruhe in dieser hektischen Stadt ist der Thong Nat Park mit dem großen Bay Mau See. Hier sind Scooter verboten. Für einen Eintritt von umgerechnet 25 Cent kann man Vietnamesen bei ihren Tai Chi Übungen zusehen oder einfach um den See flanieren. Auch der Thien Quang See und der bei allen Touristen bekannte Hoan Kiem See mit der langen roten Brücke auf die Insel, sind beliebte Orte für Einheimische und Touristen. An den Ufern findet man immer Menschenansammlungen. Es wird gemeinsam spaziert, Sport gemacht, geredet oder gegessen. Häufig werden wir von jungen Vietnamesen angesprochen, die einfach nur ein paar Sätze mit uns auf Englisch sprechen wollen. „Um unser Englisch zu verbessern“, wie sie uns erklären. Nein, nicht alle wollen nur verkaufen. Viele Vietnamesen suchen einfach nur auf eine sehr höfliche, freundliche und zurückhaltene Art Kontakt.

Zum Abschluss noch eine vietnamesische Werbung: Menschheit lasst die Haare schneiden

Wer also einen Haarschnitt nötig hat, kann hier auf der Straße vor einem Spiegel sitzend sich neu frisieren lassen.

Menschheit lasst die Haare schneiden

Menschheit lasst die Haare schneiden

Ich wünsche Euch  allen einen angenehmen Mittwoch und melde mich  „hoffentlich“ demnächst aus Hue.

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