Mit ‘Reise’ getaggte Beiträge

Caldera - über den Wolken mit Blick auf den Vulkan Desehada II

Caldera – über den Wolken mit Blick auf den Vulkan Deseada II

Das Jahr fing für mich wunderbar mit einer einwöchigen Reise auf die “Isla Bonita” La Palma an. Nur am Sonntag fährt die Fähre tagsüber von Los Christianos auf Teneriffa über San Sebastian (La Gomera) nach Santa Cruz de La Palma. An den restlichen Tagen gibt es nur Nachtfahrten – ungünstige Zeiten und natürlich gibt es nachts auch nicht sehr viel zu sehen. Daher war ich froh ein Ticket für den Sonntag bekommen zu haben. Wir fuhren den Wagen vollgepackt mit Wandersachen und Proviant auf die Fähre. Bei hohem Wellengang ging es am frühen Morgen von Los Christianos zuerst nach San Sebastian auf La Gomera, um dann an La Gomera vorbei nach La Palma  zu reisen. Lasko konnte derweil unten im Schiff im Auto auf seinem gewohnten Reiseplatz in Ruhe schlafen, um sich für die anstehenden Wanderungen auszuruhen.

Lasko und Gepäck gut verstaut

Lasko und Gepäck gut auf der Fähre verstaut

Zwischenstop La Gomera - San Sebastian

Zwischenstop La Gomera – San Sebastian

 

 

 

Mein zweiter Aufenthalt auf La Palma – der schönen und wirklich sehr grünen Insel. Doch bei so vielen Wandermöglichkeiten, die die Insel bietet, wird es sicher nicht die letzte  Reise auf die faszinierende Vulkaninsel gewesen sein. Auf La Palma gibt es tatsächlich unzählige Vulkane zu bestaunen, von denen einige auch noch vor gar nicht so langer Zeit aktiv waren. Irgendwann wird auch wieder einer von ihnen Feuer spucken. Einige Wissenschaftler vermuten wegen porösen Vulkanschichten auf der Südflanke der Insel außerdem, dass ein Teil von La Palma eines Tages im Meer versinken und einen Supersunami auslösen könnte. Aber das Schicksal, eines Tages wieder im Meer zu versinken, teilen wohl – auf hoffentlich sehr viele Jahre betrachtet – alle kanarischen Inseln.

Auffällig war bereits auf der Fähre, dass viele – zumeist jüngere – Leute nur mit Rucksack und Zelt unterwegs nach La Palma waren. Wir trafen einige von ihnen  später in den Bergen wieder. Sie schliefen nachts draußen im Zelt, was teilweise in den Bergen in der Höhe ganz schön kalt und feucht sein kann. In einer Woche überquerten sie die Insel von Süd nach Nord oder auch von Ost nach West. Beneidenswert. Ähnliche Abenteuer habe ich vor vielen Jahren auch unternommen. Doch im Moment bin ich ehrlich gesagt recht froh, dass ich nicht draußen genächtigt haben und wir jeden Abend zu unserem – wenn auch einfachen – Quartier in Puerto Naos an der Westküste zurückkehren konnten.

Puerto Naos an der Westküste

Puerto Naos an der Westküste

Dennoch ging es jeden Tag auf eine andere Tour, so dass wir sechs Tage lang neue Wandertouren auf der Insel erkunden und ausprobieren konnten. Sehr schade ist und bleibt für mich, dass Hunde im Nationalpark auf La Palma (auch an der Leine) verboten sind. Gerade im Nationalpark rund um die Caldera de Taburiente gibt es herrliche Wandertouren. Die konnten wir dieses Mal leider wieder nicht angehen. Doch ich lernte einen jungen Mann kennen, der in der Nähe des Nationalparks auf einer Finca wohnt. Und der bot mir  an, bei einem “nächsten” La Palma Besuch Lasko einen Tag in Pflege zu nehmen. Auf das freundliche Angebot werde ich sicher irgendwann gerne zurückgreifen.

Bei meinem letzten Aufenthalt hatte ich die Parade-Wanderstrecke der Insel, die Ruta de los Volcanes, bereits zu einem großen Teil mit Lasko gewandert. Diese Tour verläuft von Süd nach Nord über die Insel. Der Hauptteil der Strecke startet im Ort Los Canarios auf 722 Höhenmetern und führt von dort über viele Vulkane bis auf den Deseada II (1932 Höhenmeter) und weiter bis zum Refugium El Pilar (1440 Höhenmeter). Häufig wird die Strecke auch einfach aus der Höhe talwärts begangen. So hatte ich es damals auch gemacht, musste danach aber wieder zurück, da mein Wagen oben in El Pilar stand. Dieses Mal starteten wir “unten” in Los Canarios und arbeiteten uns auf die Vulkane hoch. Nicht immer ein einfaches Unterfangen. Mir persönlich fällt auch das Absteigen in dem Vulkangeröll, auf dem man leicht ins Rutschen gerät, nicht immer so leicht.

Doch wenn im Frühjahr die Transvulcania auf La Palma stattfindet, dann wandern die Teilnehmer nicht nur diese Strecke, sondern sie laufen sie sogar entlang. Und sie laufen nicht nur diesen Teil über den Berggrat der Insel, sondern starten an der Küste und laufen mit dem Ultramarathon 76 Kilometer über den gesamten Berggrat der Insel mit allen Höhen und Tiefen. 76 Kilometer und über 8000 Höhenmeter werden dabei zurückgelegt. Für mich eine unvorstellbare bewundernswerte Leistung.

 

Ruta de los Volcanes - Vulkan San Martin

Ruta de los Volcanes – Vulkan San Martin

Volcán San Juan - Wandern über den Lavastrom

Volcán San Juan – Wandern über den Lavastrom

Wegweiser - Europawanderweg E7 - über Lissabon auf die kanarischen Inseln

Wegweiser – Europawanderweg E7 – über Lissabon auf die kanarischen Inseln

Ermita Virgen del Pino - durch Kieferwälder geht es bergauf

Ermita Virgen del Pino – durch Kieferwälder geht es bergauf

Blick vom Reventón auf Teneriffa

Blick vom Reventón auf Teneriffa

 

 

 

 

Lasko ist müde vom Wandern

Lasko ist müde vom Wandern

 

Doch auch wer kleinere Touren liebt, kommt auf La Palma beim Wandern voll auf seine Kosten. Es gibt in allen Höhenlagen und  allen Gebieten der Insel wunderschöne Rundtouren, die immer wieder neue interessante Ausblicke von der Höhe auf die Küste oder auch die Nachbarinseln bieten. So gibt es eine Wanderung rund um den Vulkan San Juan, bei dem sich Lavaschlacke und Kiefernwälder auf angenehme Art und Weise abwechseln. Gut gefallen hat mir auch eine Küstenwanderung unterhalb des kleinen Ortes Tijarafe. Von Tijarafe ist es möglich auf drei verschiedenen reizvollen Wanderwegen an die Küste zu gelangen. Doch im letzten Teil der Wanderung geht es steil im Zickzack an einer Felswand hinunter. Hier ist schon ein wenig Schwindelfreiheit und Trittsicherheit gefragt. Doch es bieten sich herrliche Ausblicke auf die Küste. Und wer mag, kann am Meer angekommen, in der Piratenbucht bei ruhiger See ein Bad nehmen. Auf den Fotos sieht es vielleicht nicht so gewaltig aus, aber wer genau hinschaut und den “kleinen” Wanderer entdeckt, mag vielleicht die gewaltigen Felsen erahnen.

Tijarafe - Wanderweg mit Beschattung

Tijarafe – Wanderweg mit Beschattung

Abstieg in die verlassene Piratenbucht

Abstieg in die verlassene Piratenbucht

Tijarafe - Fahrweg Richtung Küste

Tijarafe – Fahrweg Richtung Küste

Wo ist der Mensch - auf einem kleinen Zickzackpfad geht es steil bergab

Wo ist der Mensch (?) – auf einem kleinen Zickzackpfad geht es steil bergab

Volcán San Juan - Wandern über den Lavastrom

Volcán San Juan – Wandern über den Lavastrom

San Nicolás - Blick über den Lavastrom zur Westküste

San Nicolás – Blick über den Lavastrom zur Westküste

San Nicolás - neues Besucherzentrum

San Nicolás – neues Besucherzentrum

 

 

 

 

 

 

Interessant ist auch der Besuch des Besucherzentrums in der Nähe von El Paso, in dem es interessante Informationen über die Insel und insbesondere den Nationalpark gibt. Ein wenig weiter befindet sich eine Quelle, aus der frisches Quellwasser zum Mitnehmen sprudelt. Zukünftig wird es ein weiteres Besucherzentrum in San Nicolás geben. Das befindet sich zurzeit im Bau. In San Nicolás haben sich unter dem Lavastrom Vulkanröhren herausgebildet. Bislang wurden diese von Wanderern und anderen Interessierten häufig auf eigenes Risiko begangen. Zukünftig soll es an dieser Stelle Informationen und geführte Besichtigungen durch die längsten Vulkanröhren der Insel geben. Wer die Cueva del Viento, die längste Vulkanröhre Europas auf Teneriffa kennt, ist sicher auch an der hiesigen unterirdischen Röhre interessiert.

San Nicolás - Volcán San Juan Lavafeld

San Nicolás – Volcán San Juan Lavafeld

Blick auf Solar und Bananenfelder an der Küste - El Remo

Blick auf Solar und Bananenfelder an der Küste – El Remo

El Jedey - kleiner Ort an den Westhängen von La Palma

El Jedey – kleiner Ort an den Westhängen von La Palma

Tijarafe und El Jesus - hoch über der Piratenbucht

Tijarafe und El Jesus – hoch über der Piratenbucht

Felsige Küste und steile Klippen

Felsige Küste und steile Klippen

 

Und wer genug gewandert hat, dem sei ein Besuch der wunderschönen Hauptstadt Santa Cruz de La Palma empfohlen. Bunte Häuser, historische Bauten, gemütliche Plätze, Museen und viele Geschäfte laden zum Verweilen ein.

Santa Cruz de La Palma - Weihnachtsstern Bogen

Santa Cruz de La Palma – Weihnachtsstern Bogen

Santa Cruz de La Palma - Gassen in der Innenstadt

Santa Cruz de La Palma – Gassen in der Innenstadt

Santa Cruz de La Palma - Denkmal zur Erinnerung an die Weihnachtssänger

Santa Cruz de La Palma – Denkmal zur Erinnerung an die Weihnachtssänger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch ein großes britisches Kreuzfahrschiff lag vor der kleinen Inselhauptstadt auf Reede. Ein wenig müde vom vielen Wandern, aber mehr als zufrieden, ging es für uns mit der Fähre wieder zurück nach Teneriffa.

ein englischer "Kreuzfahrer" besucht die Insel

ein englischer “Kreuzfahrer” besucht die Insel

Abschied von La Palma

Abschied von La Palma

 

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Mompox - Iglesia de Santa Barbara

Mompox – Iglesia de Santa Barbara

Nach einer erholsamen Nacht im familiären Hotel am Rio Magdalena in der Nähe der Kirche Santa Barbara können wir in der kleinen Küche ein stärkendes Frühstück mit frischen Früchten und Eiern genießen. Dann geht es mit einem lokalen Guide auf einen großen Rundgang durch Santa Cruz de Mompox.

Mompox - Hotelküche und Esstisch

Mompox – Hotelküche und Esstisch

Mompox - Rio Magdalena

Mompox – Rio Magdalena

Mompox - Schaukelstühle

Mompox – Schaukelstühle

Mompox - Rio Magdalena

Mompox – Rio Magdalena

Mompox - Hotel

Mompox – Hotel – Tür mit kunstvoller Vergitterung

In Mompox scheint bei blauem Himmel die Sonne und es ist tropisch heiß – ganz mein Wetter. Santa Cruz de Mompox  liegt unmittelbar am Ufer des Rio Magdalena und wurde 1537 gegründet. Die Stadt war einst ein bedeutender Handelshafen und besitzt heute noch wunderschöne Kolonialbauten. Wir sehen beeindruckende Plätze, das große alte gelbe Zollhaus, das Rathaus und viele andere sehenswerte alte Gebäude. 1995 wurde Santa Cruz de Mompox zum Unesco Weltkulturerbe ernannt. Doch auch hier scheint laut lokalem Guide nicht alles Geld anzukommen, das von der Unesco gesandt wird. Dunkle Kanäle, fehlende Kontrolle oder noch andere Gründe? Ich kann die Antwort leider selber nicht heraus bekommen und auch der Reiseleiter und der lokale Guide halten sich mit generellen Aussagen bedeckt.

Mompox - Platz

Mompox – Platz mit Schatten spendendem Baum

Mompox - Kirche

Mompox – Kirche

Mompox - Silberschmied

Mompox – Silberschmied bei der Arbeit

Mompox - Geschäft

Mompox – Geschäft

Mompox - Geschäft

Mompox – Geschäft

Mompox - Kirche

Mompox – Kirche

Mompox - Tor, um mit dem Pferd hinein zu reiten

Mompox – buntes Häuser und große Tore

Mompox - Kirche

Mompox – Kirche

Mompox - Zollhaus am Rio Magdalena

Mompox – beeindruckende Kolonialbauten

Mompox - Friedhof

Mompox – Friedhof

Mompox - Kirche

Mompox – Kirche

Mompox - Boot mit Krügen

Mompox – Boot mit Krügen

Mompox - Zollhaus am Fluss

Mompox – Zollhaus am Fluss

Mompox - Schuhmacher auf der Straße

Mompox – Schuhmacher bei der Arbeit auf der Straße

Mompox - Innenhof

Mompox – Innenhof

 

 

Wir staunen über die vielen gut ausgeschmückten Kirchen. Sehr schön und in der Form mit dem achteckigen Glockenturm besonders auffällig: die Kirche Iglesia de Santa Barbara. Das Uhrwerk auf dem Turm stammt aus Deutschland. Der Aufstieg auf den Turm lohnt sich, denn der Blick über die Dächer von Mompox ist fantastisch.

Mompox - Blick über die Dächer vom Kirchturm

Mompox – Blick über die Dächer vom Kirchturm

Mompox - Glocke

Mompox – Glocke

Mompox - Uhrwerk

Mompox – Uhrwerk

Mompox - Kirche

Mompox – Kirche

Mompox - Blick über die Dächer vom Kirchturm

Mompox – Blick über die Dächer vom Kirchturm

Mompox - Blick vom Kirchturm

Mompox – Blick vom Kirchturm

Mompox - Iglesia Santa Barbara

Mompox – Iglesia Santa Barbara

Mompox - Kirche Santa Barbara

Mompox – Kirche Santa Barbara

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sehen hübsche weiße und bunte Häuser. Die großen Tore sollen aus der Zeit stammen, als die Hausherren zu Pferd in den Innenhof ritten. Das könnte mir auch gefallen.  Auch die Innenhöfe sind häufig sehr hübsch ausgestattet. Sehr alte Gemäuer, die sicher lange Geschichte erzählen könnten. Wir hören von dem lokalen Guide an diesem Tag sehr viele lokale “Legenden”, die er uns gerne als wahre Ereignisse verkaufen möchte. Ausgeschmückt mit mystischen Einlagen klingen sie in unseren Ohren teilweise doch ein wenig unglaublich. Geprägt von Überlieferungen verbunden mit einem strengen Glauben haben sich diese alten Erzählungen über die Jahrhunderte bewahrt. Schade, dass ich mir nicht alle merken kann.

Mompox -Eselsgefährt

Mompox -Eselsgefährt

Mompox - Tuc Tuc

Mompox – wer nicht laufen mag fährt Tuc Tuc

Mompox - Straße

Mompox – Wohnsstraße

Mompox - Geschäftsstraße

Mompox – Geschäftsstraße

Mompox - Eingangstor

Mompox – Eingangstor

Mompox - Denkmal

Mompox – Bolivar Denkmal

Mompox - Schule

Mompox – Schule

Mompox - Denkmal

Mompox – Denkmal zur Erinnerung an den Schulgründer

Mompox - Schule

Mompox – Kinder in Schuluniform

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir besuchen einen Silberschmied, sehen eine Schule und können auch einen Gang über den sehr schön angelegten Friedhof unternehmen. Zur Abkühlung gibt es in einem Geschäft für alle die es mögen, ein Eis. Die Temperaturen steigen bis auf fast 40 Grad. Wir sehen bei unserem Stadtrundgang auch einige Denkmäler. Auf einem ist das Bolivar Zitat: “Mein Leben verdanke ich Caracas und meinen Ruhm Mompox” festgehalten.

Mompox - Friedhof

Mompox – Friedhof

Mompox - Vogel auf einem Engelskopf

Mompox – Vogel auf einem Engelskopf

Mompox - Friedhof

Mompox – Friedhof

Mompox - Friedhof

Mompox – Friedhof

Mompox - Friedhof

Mompox – Friedhof

Mompox - Friedhof

Mompox – Friedhof

Mompox - Friedhof

Mompox – Friedhof

Bei den im Laufe des Tages ständig ansteigenden Temperaturen ist es angenehme, dass wir am späten Nachmittag eine Bootsfahrt unternehmen. Es geht den Rio Magdalena hinauf und dann durch kleine Kanäle in eine große Lagune hinein. Wer schwimmen möchte, kann das tun. Die Dorfjugend wartet bereits auf uns im Wasser.

Mompox - Abendstimmung

Mompox – Abendstimmung am Fluss

Mompox - Abendstimmung am Rio Magdalena

Mompox – Abendstimmung am Rio Magdalena

Mompox Bootstour - badende Kinder und Jugendliche

Mompox Bootstour – badende Kinder und Jugendliche

Mompox Bootstour - Silberreiher

Mompox Bootstour – Silberreiher

Mompox Bootstour - badende Kinder und Jugendliche

Mompox Bootstour – badende Kinder und Jugendliche

Mompox Bootstour - Echse

Mompox Bootstour – Echse

Mompox Bootstour - badende Kinder und Jugendliche

Mompox Bootstour – badende Kinder und Jugendliche

Mompox Bootstour - Flusslandschaft

Mompox Bootstour – Flusslandschaft

Mompox Bootstour - Flusslandschaft

Mompox Bootstour – Flusslandschaft

Mompox Bootstour - Flusslandschaft

Mompox Bootstour – Flusslandschaft

Mompox Bootstour - Echse

Mompox Bootstour – Echse

Mompox Bootstour - Echse

Mompox Bootstour – Echse

Mompox Bootstour - Echse

Mompox Bootstour – Echse

Mompox Bootstour - Echse

Mompox Bootstour – Echse

Mompox Bootstour - Flusslandschaft

Mompox Bootstour – Flusslandschaft

Mompox Bootstour - Silberreiher

Mompox Bootstour – Silberreiher

Mompox Bootstour - badende Kinder

Mompox Bootstour – badende Kinder

Mompox Bootstour - Flusslandschaft

Mompox Bootstour – Flusslandschaft

Mompox Bootstour - Flusslandschaft

Mompox Bootstour – Flusslandschaft

Mompox Bootstour - Flusslandschaft

Mompox Bootstour – Flusslandschaft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sehen große weiße Silberreiher, Geier und Echsen. Leider sind bei der schnellen Bootsfahrt ein gutes Fokussieren und damit auch scharfe Bilder – zumindest für mich – nicht möglich. Es bleibt bei “verschwommenen” Eindrücken. Die großen Echsen kann ich am nächsten Morgen dann doch noch fotografieren, als sich zwei Echsenmännchen hoch im Baum ein Gefecht liefern. Nicht nur ich schaue nach oben. Auch ein Hund mit Herrchen scheint der Echsenkampf zu interessieren. Der Mann erzählt mir, dass es dem Hund gefallen würde, wenn eine Echse vom Baum herunterfallen würde. Ein leckeres Frühstück. Doch den Gefallen haben die Echsen dem Hund zumindest an jenem Morgen nicht getan.

Echse

Echsenmännchen im Baum

Echse

..und noch ein Echsenmännchen im Baum

Hund und Herrchen schauen dem Echsenkampf oben im Baum zu

Hund schaut dem Echsenkampf oben im Baum zu und freut sich gedanklich bereits auf ein leckeres Frühstück

Echsenkampf

Echsenkampf

Echsenkampf

Echsenkampf

Hund und Herrchen schauen dem Echsenkampf oben im Baum zu

Hund und Herrchen schauen dem Echsenkampf oben im Baum zu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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San Augustin - Pelota

San Augustin – Ausgrabungsstätte Pelota

In San Augustin, das im südlichen Hochland von Kolumbien liegt, gibt es so viel zu sehen, dass wir einige Tage bleiben konnten. Bereits das hübsche Hotel namens Anaconda im Landhausstil gebaut, ist sehenswert. Wir bekommen alle recht große Zimmer und noch größere Terrassen mit Sitzmöbeln und Hängematten, von denen wir den hübschen Blick auf die bergige grüne Waldlandschaft genießen können. Doch Mußezeit ist im engen Programm leider kaum vorgesehen. Am ersten Abend haben wir Glück und die Sonne scheint, so dass Hotel und Garten samt der beeindruckenden Aussicht im besten Licht erscheinen.

San Augustin - Hotelgarten

San Augustin – Hotel Anaconda – Blick von der Terrasse

San Augustin - Hotelgarten

San Augustin – Hotelgarten

San Augustin - Hotelgarten

San Augustin – Hotelgarten

San Augustin - Hotelgarten

San Augustin – Hotelgarten

San Augustin - Hotelgarten

San Augustin – Hotelgarten

San Augustin - Hotel

San Augustin – Hotel Anaconda

San Augustin - Hotel

San Augustin – Hotel Anaconda

Am nächsten Morgen geht es gleich nach dem Frühstück mit einem örtlichen Guide zum Archäologischen Park, zu einem Museum und zu einer Waldrunde, auf der weitere archäologische Steine zu bewundern sind. Im archäologischen Park besichtigen wir die “Steinernen Götter”. Eine Kultur, die in der Gegend um San Augustin zwischen dem 6. Jahrhundert vor Christus und dem 14. Jahrhundert nach Christus erblühte. Unser lokaler Guide kann uns jede einzelne Steinfigur und auch die Inhalte der beschlagenen und mit großen Figuren versehenen Steingräber erklären. Alles habe ich nicht behalten, denn auf dem etwas 2 stündigen Rundgang waren es doch sehr viele Detailinformationen auf einmal. Immer wieder weist uns der Guide auf die Jaguarreißzähne an den Figuren hin. Einige der Figuren stellen gute und andere böse Götter dar. Weiblichkeit und Männlichkeit und sogar ein Kaiserschnitt findet sich in Stein gemeißelt wieder. Schon beeindruckend. Ich nehme mir ganz fest vor, etwas mehr über diese alte Indiokultur nachzulesen.

San Augustin - Archäologischer Park - Grabstätte mit Göttern

San Augustin – Archäologischer Park – Grabstätte mit Göttern

San Augustin - Archäologischer Park

San Augustin – Archäologischer Park

San Augustin - Archäologischer Park

San Augustin – Archäologischer Park

San Augustin - Archäologischer Park

San Augustin – Archäologischer Park

San Augustin - Archäologischer Park

San Augustin – Archäologischer Park

San Augustin - Archäologischer Park

San Augustin – Archäologischer Park

San Augustin - Archäologischer Park

San Augustin – Archäologischer Park

San Augustin - Archäologischer Park

San Augustin – Archäologischer Park

San Augustin - Archäologischer Park

San Augustin – Archäologischer Park

San Augustin - Archäologischer Park

San Augustin – Archäologischer Park

San Augustin - Archäologischer Park

San Augustin – Archäologischer Park

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch im Park finden wir nicht nur die Skulpturen. Überall riesige Bäume und bunte Pflanzen um uns herum. Orchideen, die Nationalblume der Kolumbianer, hoch in den Bäumen. Unser örtlicher Guide lässt uns mit einem Blattstil und dem Saft einer dunklen Pflanze, Muster auf Papier oder auch die Haut malen. Mit dem Saft dieser Pflanzen haben sich die Indios in früheren Zeiten festlich bemalt. Die Hunde des Parks begleiten uns auf unserer Rundtour, die auch einen Berg hinaufführt. Als wenn sie auf uns aufpassen wollen, damit wir nicht vom Weg abkommen. Im Museum gibt es am Ende des Rundganges noch weitere interessante Informationen über die Steinernen Götter und ihre Gräber. Letzteres sind leider bereits vor vielen Jahren ausgeplündert worden.

San Augustin - Archäologischer Park

San Augustin – Archäologischer Park

San Augustin - Archäologischer Park - Tinte zur Hautbemalung

San Augustin – Archäologischer Park – Tinte zur Hautbemalung

San Augustin - Archäologischer Park - Hund

San Augustin – Archäologischer Park – Hund

San Augustin - Archäologischer Park

San Augustin – Archäologischer Park

San Augustin - Orchidee - Nationalblume Kolumbiens

San Augustin – Orchidee – Nationalblume Kolumbiens

San Augustin - Archäologischer Park - Museum

San Augustin – Archäologischer Park – Museum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dann möchten wir natürlich auch noch den kleinen Ort San Augustin selber sehen. Es gibt eine Kirche mit Kirchplatz, eine Haupt- und einige Nebenstraßen. Um den Kirchplatz finden sich gleichfalls in Stein gemeißelte Götter wieder. Ansonsten geht es hier sehr ruhig und beschaulich zu.

San Augustin - Stadt

San Augustin – Stadt

San Augustin - Hund

San Augustin – Hund

San Augustin - Hauptstraße

San Augustin – Hauptstraße

Doch am Nachmittag erwartet uns noch ein ganz besonderer Ausflug. Wer möchte kann hoch zu Pferd zu einer weiteren archäologischen Ausgrabungsstätte (Pelota) reiten. Es geht durch eine faszinierende Landschaft hoch über dem Rio Magdalena Tal. Ruhige Feldwege bergauf und bergab laden zum Galopp ein. Die Ausgrabungsstätte Pelota selber ist nicht so groß wie der Archäologische Park, aber wunderschön zwischen bunten Sträuchern und grünen Wiesen gelegen. Hier sehen wir auch zum ersten Mal farbig angemalte Steinmännchen. Ursprünglich waren die Steine wohl alle angemalt. Doch im archäologischen Park ist die Farbe auf den Steinen über die Jahre abhanden gekommen.

Doch nicht nur die Steinmännchen sind bunt. Auch wir dürfen uns mit den Naturfarben eines Baumes, den der Guide scherzhaft “Make up” Baum nennt, anmalen. Da ich gerne reite, vergeht die Zeit wie im Flug. Gerne würde ich noch weiter reiten, aber hier in der Nähe des Äquators geht die Sonne pünktlich gegen 18.00 Uhr unter. Zeit zur Lodge zurückzukehren und den Pferden Auf Wiedersehen zu sagen.

San Augustin - Landschaft

San Augustin – Landschaft

San Augustin - Pelota

San Augustin – Pelota

San Augustin - Pelota - Farbige Figuren

San Augustin – Pelota – Farbige Figuren

 

 

 

San Augustin - Ausgrabungsstätte Pelota

San Augustin – Ausgrabungsstätte Pelota

San Augustin - Pelota - farbige Figuren

San Augustin – Pelota – farbige Figuren

San Augustin - Landschaft Pelota

San Augustin – Landschaft Pelota

San Augustin - Baum Make up

San Augustin – Baum Make up

San Augustin - Baum Make up

San Augustin – Baum Make up

San Augustin - Reiten

San Augustin – Reiten

San Augustin - Reiten

San Augustin – Reiten

San Augustin - Reiten

San Augustin – Reiten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch auch der nächste Tag bietet eine nette Überraschung. Wir werden von einem alten Autobus (Shiva) abgeholt. Es geht mit dem offenen Gefährt, in das wir von der Seite hoch einsteigen und auf hölzernen Bänken sitzen, nach San Augustin auf den Markt. Doch werden frische Früchte und andere leckere Dinge für ein Picknick eingekauft.

San Augustin - Fahrt mit der Shiva

San Augustin – Fahrt mit der Shiva

San Augustin - Fahrt mit der Shiva

San Augustin – Fahrt mit der Shiva zum Markt

San Augustin - Fahrt in einer Shiva

San Augustin – Fahrt in einer Shiva

Doch bevor es zum Picknick an den Rio Magdalena geht, besuchen wir eine kleine Zuckerrohrfabrik. Nun wissen wir, wie mühsam hier  Zuckerprodukte entstehen. Die Arbeiter leisten harte Arbeit und arbeiten rund um die Uhr.

San Augustin - Zuckerrohrfabrik

San Augustin – Zuckerrohrfabrik

San Augustin - Zuckerrohrfabrik

San Augustin – Zuckerrohrfabrik

San Augustin - Zuckerrohrfabrik

San Augustin – Zuckerrohrfabrik

San Augustin - Zuckerrohrfabrik

San Augustin – Zuckerrohrfabrik

San Augustin - Wachhund

San Augustin – Wachhund der Zuckerrohrfabrik

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir fahren mit der Shiva weiter und besuchen zunächst die engste Stelle des Rio Magdalena. Über den Felsen und auf den Steinen lohnt es sich ein wenig am Fluss zu wandern. Dann fahren wir auf der anderen Flussseite hoch und besuchen ein Museum. Dort sind unter anderen viele Bilder ausgestellt, die sehr anschaulich das Leben der Indios aufzeigen.

San Augustin - Museum Indigogemälde

San Augustin – Museum Indiogemälde

 

San Augustin - Landschaft

San Augustin – Landschaft

San Augustin - Rio Magdalena - schmalste Stelle

San Augustin – Rio Magdalena – schmalste Stelle

San Augustin - Rio Magdalena

San Augustin – Rio Magdalena

San Augustin - Rio Magdalena

San Augustin – Rio Magdalena

San Augustin - Rio Magdalena

San Augustin – Rio Magdalena

San Augustin - Rio Magdalena

San Augustin – Rio Magdalena

Wir wandern noch ein wenig in der Höhe mit Blick auf die umliegenden Berge und das Magdalena Tal. Wenn wir dabei auf Kolumbianer treffen, sprechen diese uns zumeist sehr freundlich an. Die Menschen hier sind wirklich sehr offen und freundlich. Zwei Frauen wollten uns sogar frisch gemachte Maisfladen anbieten. Doch da wir ein Picknick  dabei hatten und nun wirklich nicht die Vorräte der freundlichen Damen aufessen wollten, lehnten wir dankend ab. Kurze Zeit später reichte man uns einige Schulkinder in die Shiva, die täglich einen langen Weg von der Schule im Dorf auf dem Berg herunter ins Tal laufen müssen. An diesem Tag konnten wir sie mitnehmen und eines nach dem anderen bei seinen Eltern zu Hause abliefern.

San Augustin - freundliche Kolumbianerinnen am Wegesrand wollen uns sogar zum Essen einladen

San Augustin – freundliche Kolumbianerinnen am Wegesrand wollen uns sogar zum Essen einladen

 

San Augustin - ein Schuljunge fährt mit uns mit, da er sonst einen sehr langen Schulweg hätte

San Augustin – ein Schuljunge fährt mit uns mit, da er sonst einen sehr langen Schulweg hätte

San Augustin - Rio Magdalena

San Augustin – Rio Magdalena

San Augustin - auf schmalen Pfaden zum Fluss hinunter

San Augustin – auf schmalen Pfaden zum Fluss hinunter

San Augustin - Picknick am Fluss

San Augustin – Picknick am Fluss

 

San Augustin - Kinder posieren vor der Kamera

San Augustin – Kinder posieren vor der Kamera

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Ende unseres Aufenthaltes in San Augustin gibt es noch eine Abschlusswanderung zum Rio Magdalena. Unten am Fluss wird  gepicknickt und gebadet.

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die Farben von Kolumbien

die Farben von Kolumbien

Am 5. November mittags startet mein Flug über den Atlantik nach Bogota. Im kalten Madrid habe ich mir eine kleine Erkältung eingefangen. Doch die mindert keineswegs meine Vorfreude auf die Reise. Nach 10,5 Stunden lande ich in Bogota und treffe dort meine Reisegruppe. Bislang habe ich meine Reisen immer selber organisiert. Nun ein erster Versuch mit einer Gruppenreise. Für mich spannend. Da ich von dem langen Flug ein wenig müde bin, freue ich mich, dass ich nun nur noch der Gruppe in den Bus hinterher laufen muss. Auf der langen Fahrt durch die Stadt zu unserem ersten Hotel, gibt es durch den Reiseleiter erste interessante Informationen über Kolumbien und insbesondere die große Hauptstadt Bogota. Bogota ist die dritt höchstgelegene Metropole der Welt und liegt auf einem fruchtbaren Hochplateau der Anden,  2.640 Meter über dem Meeresspiegel, am Fuß der östlichen Kordillere. Die Fläche der Stadt beträgt 1.775,98 Quadratkilometer. In meinen Augen eine riesengroße Stadt.

Bogota vom Monteseratte

Bogota vom Monserrate

Die Fahrt mit dem Bus durch die anscheinend vollkommen verstaute Stadt dauert bei einsetzender Dämmerung gefühlt eine Ewigkeit. Offiziell hat Bogota 7,8 Mio. Einwohner. Doch immer mehr Menschen – insbesondere in den Armenvierteln am südlichen Stadtrand kommen hinzu. Tatsächlich sollen mittlerweile mehr als 10 Mio. Personen hier wohnen. Ein großes Problem neben der unübersehbaren Armut vieler Menschen, scheint der Verkehr zu sein. Obwohl nur noch Fahrzeuge mit gerade oder ungeraden Nummern an bestimmten Tagen in die Stadt dürfen, ist die Stadt immer und ständig verstaut. In dieser Klassengesellschaft besitzen die “Reichen” einfach mehrere Autos mit verschiedenen Kennzeichen, so dass sie jeden Tag in die Stadt fahren können.

Vor den großen neuen Busstationen (TransMilenio) stehen hunderte von Menschen in langen Warteschlangen an. Laut Reiseführer besitzt die Stadt ein ausgezeichnetes Bus- und Radwegenetz. Dennoch dauern hier kleinste Wege laut unserem Reiseleiter Stunden. Das erleben wir bereits persönlich auf der Fahrt zum Hotel und natürlich auch in den nächsten Tage. Und auch ein Fahrrad soll nicht die Lösung sein, da es organisierte Banden auf Radfahrer abgesehen haben. Sie sollen die Radfahrer mit Gewalt vom Rad ziehen oder einfach mit einem Stock herunterschlagen, um an die begehrten Zweiräder zu kommen.

Blick über die Dächer im Viertel Candelaria

Blick über die Dächer im Viertel Candelaria

Gewalt scheint hier in der Stadt ohnehin ein großes Thema zu sein. Immer noch verzeichnet Bogota mehrere Tausende von ermordeten Menschen jährlich. Morden scheint an der Tagesordnung zu sein. Die soziale Ungleichgewicht ist überall spürbar. Es soll etwa  10 verschiedene “Kasten” geben.  Die reichen von superreich bis rein gar nichts haben. In den nächsten Wochen lerne wir junge Paare kennen, die uns von ihrem Penthaus und ihrem Porsche erzählen. Eine Straße weiter kämpfen Familien darum, überhaupt ein wenig Essen für ihre Kinder zu erhalten. Den 2-3% “Reichen” gehört fast alles im Land. Kriminalität und Korruption sind an der Tagesordnung und auch der Drogenhandel scheint noch lange nicht ausgerottet zu sein.

8-12 jährige Kinder verüben für 20 Dollar Auftragsmorde. Ein Menschenleben ist hier nur so viel Wert, wie die Materie, die der Mensch am Leib trägt. Es gibt Viertel, in die kein Bus oder Taxi hineinfährt. Dort herrscht Anarchie bzw. organisierte Kriminalität. Diese Viertel werden durch Banden regiert.Polizei und Banden bekämpfen sich dort und  wahllos werden von beiden Seiten Menschen niedergeschossen.

...das größte Hochhaus Südamerikas soll hier entstehen

…das größte Hochhaus Südamerikas soll hier entstehen

Die Menschen und insbesondere die Kinder haben keine Chance. Sie müssen um das reine Überleben kämpfen. Der Staat gibt kein Geld für Bildung aus, da er lieber ungebildete Menschen hat, die sich leichter regieren lassen. Arme Menschen können kaum Schulgeld und alle notwendigen Dinge für die Schule zahlen. Im Norden der Stadt wohnen die Besserverdienenden und Reichen hinter hohen Mauern, Stacheldraht, gesichert mit Videoüberwachung und mit Wachmännern. Immer mehr Menschen drängen in die Stadt, da sie vor den Rebellen vom Land fliehen. Doch es erwartet sie keine schöne Wohnung. Viele Menschen leben unter Müllsäcken in primitivsten Hütten. Es wird vom Gullideckel bis zum abgestellten Pkw alles gestohlen, was nicht befestigt ist. Daher sehen wir bereits vom Bus aus nur mit hohen Zäunen gesicherte Häuser.

Die Mittelschicht strebt immer mehr nach materiellen Attributen, wie Autos und Handys. Doch wer kann sich wirklich ein Fahrzeug leisten? In der Kürze der Zeit für mich nicht wirklich nachvollziehbare Fakten. Vieles bleibt auch für mich eine Ungereimtheit. Unbedingt muss ich dazu mehr nachlesen. Und dennoch soll hier zurzeit bereits alles besser als noch vor 10 Jahren sein. Unvorstellbar. Die Menschen arbeiten im Durchschnitt 10 Stunden in dieser Stadt und brauchen zusätzlich häufig noch zwei Stunden für den einfachen Arbeitsweg.

Blick aus der Höhe auf die große Stadt

Blick aus der Höhe auf die große Stadt

Geckoschmuck

Geckoschmuck auf dem Monserrate

Trompetenbaum mit höchst giftigen Blüten

Trompetenbaum mit höchst giftigen Blüten

Auch das Wetter in Bogota, das im Allgemeinen freundlich und um 20 Grad sein soll, zeigt uns seine kühle Seite. So lernen wir diese Stadt leider nur mit grauen Wolken und bei Regen kennen. Doch zwischendurch klart es ein wenig auf. Am nächsten Morgen geht es auf den Aussichtsberg Monserrate (3.152 Meter).Wir fahren steil bergauf mit einer Zahnradbahn. Als ich neben der Bahn einen kleinen Pfad bergauf entdecke, frage ich mich, warum wir dort nicht hochgelaufen sind. Unser Guide erklärt mir, dass “man” dort gehen könne, da dort Touristen regelmäßig überfallen würden.

..mit der Zahnradbahn geht es steil aufwärts

..mit der Zahnradbahn geht es steil aufwärts

..auf dem Monserrate

..auf dem Monserrate

.auf dem Monserrate

.auf dem Monserrate

.auf dem Monserrate

.auf dem Monserrate mit Regenwolken

auf dem Monserrate

auf dem Monserrate

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittags fahren wir zu einem Großmarkt, auf dem wir die vielfältigen kolumbianischen Früchte und Obst ansehen und probieren können. Einige der gut aussehende Früchte kenne ich bereits (Orangen, Bananen, Avocados usw.). Aber wie schmeckt eine Badea, Borojó oder Chirimoya? Ich habe selten eine solch große Auswahl an exotischen Früchte gesehen und probieren können.

 

Großmarkt

Großmarkt

Großmarkt

Großmarkt

Riesenavocados

Riesenavocados

 

Großmarkt mit Früchten und Obst

Großmarkt mit Früchten und Obst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem kulinarischen Genuss geht es weiter in das Goldmuseum. Auf mehreren Etagen sind dort mehr als beeindruckende Goldschätze zu sehen.

Goldmuseum

Goldmuseum

Goldmuseum

Goldmuseum

Goldmuseum - das Schattenbild zeigt, wie das Gold an dem "Tragendem" ausgesehen hat

Goldmuseum – das Schattenbild zeigt, wie das Gold an dem “Tragendem” ausgesehen hat

Goldmuseum

Goldmuseum

Goldmuseum

Goldmuseum

Goldmuseum

Goldmuseum

Goldmuseum

Goldmuseum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann reicht die Zeit noch gerade für einen Rundgang durch die historische Altstadt von Bogota, die Candelaria. Im Regen sehen wir den Plaza de Bolivar, Kirchen, Plätze und große Museen. Beeindruckend auch die vielen interessanten Wandmalereien und Graffitis an den Mauern und Häuserwänden.

Graffiti

Graffiti

Wandgraffiti

Wandgraffiti

Candelaria

Candelaria

bunte Häuserwände

bunte Häuserwände

..in der Candelaria

..in der Candelaria

Abends dann noch ein Erlebnis der besonderen Art. Unser Busfahrer nimmt uns mit zu sich und seiner Familie nach Hause. Wir fahren mit dem Bus quer durch die Stadt an der Universität vorbei in ein Wohngebiet hinter dem Flughafen. Dort lernen wir die Familie unseres Busfahrers kennen, die uns einen kolumbianischen Eintopf serviert und uns interessante Einblicke in das Leben einer kolumbianischen Familie gibt.

unser Busfahrer mit Familie

unser Busfahrer mit Familie

In den zwei Nächten und einem langen Tag haben wir so einen ersten Eindruck von Bogota und Kolumbien erhalten. Wir werden auf unserer Rundreise noch einige Male zu dem “Drehkreuz” Bogota zurückkommen.

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Auf nach Südamerika…….

Veröffentlicht: 1. November 2015 in Leonies Leben 2015, Reisen 2015
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Sonnenuntergang Teneriffa

Sonnenuntergang Teneriffa

…..eine kleine Blogpause, denn ich werde die nächsten Wochen wohl weiterhin recht häufig offline sein. Dieses Mal geht es in die westliche Richtung über den Atlantik nach Kolumbien. Ich bin sehr gespannt, was mich alles in diesem großen interessanten Land erwarten wird. Spätestens nach meiner Rückkehr werde ich berichten und Euch alle wieder besuchen. Ganz liebe Grüße und einen angenehmen November wünscht allen Lesern Leonie

Kolumbien

Kolumbien sicher noch interessanter als der Reiseführer

Fest der Nationen in Gundelfingen

Fest der Nationen in Gundelfingen

Zum Abschluss meiner kleinen Süddeutschlandreise fuhr ich nach Konstanz an den Bodensee. Es war ein heißer Tag und der Dunst hing über dem See. So gab es leider kaum Fernsicht auf die Alpen. Dafür schaute ich auf grüne Weinberghänge und bekam bereits Lust auf einen abendlichen Rebentrunk. Und auch die Abkühlung auf der Fähre durch den Fahrtwind konnte ich mehr als gebrauchen.

auf der Fähre nach Konstanz über den Bodensee

auf der Fähre nach Konstanz über den Bodensee

Weinreben am Ufer

Weinreben am Ufer

In Konstanz selber besichtigte ich die wunderschöne Altstadt, schlenderte am Rheinufer entlang und badete mit Lasko sogar im Rhein. Der große Strom ist am Bodensee noch nicht so stürmisch und gefährlich wie in Bonn, wo es viele gefährliche Strömungen gibt. Wir fuhren  auf einer kleinen Fähre hinaus auf den Bodensee und stiegen etwas entfernt von Konstanz aus. Hier am Ufer gibt es einen kleinen Wanderweg, der in eine Uferpromenade übergeht und auf dem wir nach Konstanz zurückliefen. Doch es war  so schwül, dass wir alle wieder schnell im Wasser waren.

Baden im Bodensee

Baden im Bodensee

Konstanz - noch ein Lasko?

Konstanz – noch ein Lasko?

Konstanz - Fährschiff

Konstanz – Fährschiff

Hafen Konstanz

Hafenausfahrt Konstanz

 

Rheinufer

Rheinufer

Mehr und mehr Wolken zogen auf. Der Himmel bezog sich dunkel. Der Wind frischte auf und plötzlich blies uns ein richtiger Sturm um die Nase. Überall am Ufer des Sees blinkten in den Häfen Sturmwarnlichter auf.

Sturm und Unwetter ziehen auf

Sturm und Unwetter ziehen auf

Regen

Regen

Vor dem heftigen Regenguss konnten wir uns noch gerade in ein Lokal retten. Dort stand leckerer Bodenseefisch mit frischem Salat auf der Speisekarte. Dazu einen “guten Tropfen” vom Ufer des Bodensees und die Stimmung war gerettet. Bei dem guten Essen war mir das Regenwetter draußen doch fast egal. Und am nächsten Morgen lachte wieder die Sonne vom Himmel.

Nach einem Morgenbad im Rhein ging es nach Gundelfingen zum Fest der Nationen. Danach war unsere “Eat, Pray and Love Tour” leider schon zu Ende. An Essen hat es uns auf dieser Reise nicht gemangelt. Regionale Küche aus Bayern und Baden- Württemberg. Gebetet haben wir zum Wettergott und zum Universum für eine gute Reise. Und die Liebe war jedenfalls bei Lasko mit im Spiel, der sich an seiner Fanpost freut.

Fanpost für Lasko

Fanpost für Lasko

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Weltstadt in Herz

Weltstadt in Herz

Es ist wieder so weit. Einmal im Jahr zieht es mich in den Süden nach München in die “Weltstadt mit Herz”. Bei bestem Wetter konnten Lasko und ich den Olympiapark mit seinen weitläufigen Rasenflächen, schönen Seen und internationalem Publikum genießen.

Olympiaturm

Olympiaturm

Olympiasee

Olympiasee

Dachkonstruktion

Dachkonstruktion

 

 

 

 

 

Und das Highlight für mich in diesem Jahr im Olympiapark: eine Zeltdach Tour bei Sonnenuntergang. Seit vielen Jahren komme ich regelmäßig nach München und habe sogar einige Jahre hier gelebt. Dennoch habe ich es bislang nie geschafft, einmal den Olympiapark vom Zeltdach aus zu besichtigen. Doch das sollte sich in diesem Jahr ändern. Ich buchte bereits vor fünf Wochen eine Zeltdachtour für mich. Am letzten Samstag um 19.00 Uhr ging es dann mit ca. zehn weiteren Teilnehmern rechtzeitig am Nordtor des Olympiastadions zu der sog. Sonnenuntergangstour los.

Gemeinsam schauten wir zunächst einen  kurzen Informationsfilm über den Bau des Olympiageländes zur Olympiade 1972 in München an. Dazu ging es hinunter in die Katakomben des Olympiastadions. Dort durften wir uns auch die Sicherungsgurte umlegen und ein kleines Extraseil an uns befestigen, das die ganze Führung über, in einer Schiene mit uns mitlief. Der Tourguide nannte es scherzhaft Waldi, weil wir es wie einen Dackel – das Maskottchen der Spiele 1972 – hinter uns her ziehen mussten. Nach einigen Erklärungen ging es endlich mit  den zwei Tourguides auf das Dach des Olympiastadions. Von dort oben hatten wir eine fantastische Sicht auf München und die Alpen. In der Ferne schwebte ein Heißluftballon. Die weitläufigen plexigläsernen Zeltdachbauten breiteten sich vor uns aus – wahrlich eine architektonische Meisterleistung. Während die Tourguides  uns immer mehr Details über den Bau, die Geschichte und die technischen Einzelheiten des Zeltdachs erzählten, begingen wir den Rundbogen des Stadions. Dabei  hatten wir auch Gelegenheit, ganz in die Spitze des Daches zu krabbeln. Langsam ging die Sonne unter und wir konnten einen wunderschönen Sonnenuntergang durch das Zeltdach genießen. Wer mag, kann sich anschließend bei einigen Touren von dort oben mit einem “Flying Fox” quer durch das Stadion abseilen. Das hätte ich nur zu gerne gemacht. Doch leider waren die Touren mit dem Flying Fox weit im Voraus ausgebucht. Selbst vor fünf Wochen  war ich  zu spät dran. Also wer den Flying Fox möchte: bitte rechtzeitig buchen.

Sonnenuntergang durch Plexiglas

Sonnenuntergang durch Plexiglas

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Zeltdachtour

Zeltdachtour – Blick auf das Stadion

Gesicherte Gruppe auf der Zeltdachtour

Gesicherte Gruppe auf der Zeltdachtour

Zeltdachtour

Zeltdachtour – Steg

Doch auch ohne schwebenden Abgang kam ich mit  der untergehenden Sonne  auf dem normalen Stegweg  nach einem beeindruckenden Höhengang über das Zeltdach wieder zurück auf den bayerischen Boden.

Zeltdachtour

Zeltdachtour – Plexiglasplatten auf dem “Spinnennetz”

Zeltdachtour

Zeltdachtour – Blick auf das Olympiastadion mit dem Zeltdach

Zeltdachtour

Zeltdachtour – der gesicherte Gang

Blick auf das "fast" leere Stadion

Blick auf das “fast” leere Stadion

Zeltdachtour

Zeltdachtour – Sonnenuntergang

Zeltdachtour

Zeltdachtour – Blick auf den BMW Zylinder

Zeltdachtour

Zeltdachtour – seinerzeit das größte zusammenhängende Zeltdach der Welt

Blick auf München und die Alpen

Blick auf München und die Alpen..und ein Heißluftballon

Zeltdachtour

Zeltdachtour – Blick von der Zeltspitze

Zeltdachtour

Zeltdachtour – Tourguide mit “gesicherten” Teilnehmern

Durchblick

Durchblick

Zeltdachtour

Zeltdachtour – eine beeindruckende Hängekonstruktion

Zeltdachtour

Zeltdachtour – Sonnenuntergang

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und anderen Vergnügungen…..

Paragliding Tenerife :-)

Paragliding Tenerife :-)

Schluss mit Sonnenliege

Schluss mit Sonnenliege

…es geht zurück nach Deutschland. Bonn wir kommen. Hoffentlich ist das Wetter gut!

Sagrada Familia - Gaudi

Sagrada Familia – Gaudi – Großbaustelle

Die kulturelle Vielfalt und Schönheit Barcelonas hat mich positiv überrascht. Und obwohl ich viel über Barcelona und Gaudi gelesen habe und dieser Besuch lange auf meine Wunschliste stand, war einfach dort zu sein, doch etwas ganz Anderes. Die  große Vielfalt, die diese Stadt an Sehenswürdigkeiten und Kultur zu bieten hat, hat alle meine Erwartungen bei Weitem übertroffen.
Sagrada Familia - Gaudi

Sagrada Familia

Vielleicht war meine Zeit in Barcelona zu kurz. Sicherlich war sie zu kurz. Denn an eines konnte ich mich in diesen zwei Tagen wirklich nicht gewöhnen. Und das war das lange Anstehen in Menschenschlangen. Diese sich um die Sehenswürdigkeiten windenden Menschenketten schienen nur einen Sinn zu haben: Nach erfolgreicher “Durchstehung” einer Schlange das Ticket zum Eintritt in die nächste Warteschlange zu besitzen.
Sagrada Familia - Gaudi

Sagrada Familia

Am Beeindruckendsten war für mich das Einlasssystem bei der bekannten Kirche Sagrada Familia. Der in weiten Teilen von Gaudi architektonisch entworfene und beaufsichtigte Bau ist der Anlaufpunkt Nummer 1 für Touristen aus aller Welt, die nach Barcelona kommen. Wir erreichten die Sagrada Familia zu Fuß. Bereits aus der Ferne war ich beeindruckt von der Großbaustelle, an der sich Kräne und Kirchentürme um die Wette in den Himmel zu strecken schienen. Vor der Sagrada Familia war neben einer Großdemonstration für ein Freies Katalonien erwartungsgemäß auch eine lange Schlange von Menschen, die vor den Ticketschaltern um ein Ticket anstanden. Das Ende der Schlange war für mich zunächst nicht zu sehen, denn die Warteschlange schien sich um den gesamten Bau zu winden. Doch nach drei weiteren Straßenecken hatten wir es erreicht und reihten uns in die lange Schlange der Wartenden an. Wir unterhielten uns nett und schauten uns die an uns vorbei hastenden Menschen an, die genau wie wir vor kurzer Zeit, nun auch das Ende dieser Schlange suchten.
Sagrada Familia - Gaudi

Sagrada Familia

Nach ungefähr einer Stunde standen wir vor dem Ticketschalter und ich bemühte mich schnell durch das für mich auf den ersten Blick sehr verwirrende Angebot an unterschiedlichen Eintrittsarten durchzufinden. Die freundliche Ticketverkäuferin wartete mit den Fingern gegen die Scheibe klopfend anscheinend brennend darauf, dass ich mich endlich entscheiden möge. Nur die Kathedrale oder mit Türmen oder auch noch das Gaudimuseum. “Nein, das ist nicht hier. Im Park Güell,” informierte mich die freundliche Dame. “Nun denn, dann erst einmal nur Kathedrale und Türme”. “Türme kosten extra”. Ok, bei den horenden Eintrittspreisen hier in Barcelona kommt es auf die zusätzlichen 7 € auch nicht mehr an. So dachte ich und orderte ein Ticket. “Die Türme können nur um 15 Uhr besichtigt werden”, klärte die Dame mich auf. “Die Kathedrale um 13.00 Uhr”. Langsam verzog sich ihr Gesicht, da ich immer noch nicht zu verstehen schien und mich nach ihrer Ansicht wohl auch nicht entscheiden konnte. Doch dann fiel bei mir der Groschen.
Sagrada Familia - Gaudi

Sagrada Familia

Anscheinend konnte ich wegen zeitlich unterschiedlichen Einlässen kein gemeinsames Ticket kaufen. Jedenfalls nicht jetzt. “Ok, zwei Karten für die Kathedrale für 30 €”. Ich bezahlte und wollte geradeaus weitergehen. “Nein, nein..Einlass ist auf der anderen Seite der Kirche”, rief die Damen hinter mir her. Und zwei Sicherheitsbeamte kamen sofort hinzu gesprungen, um uns auf den richtigen Weg zu geleiten.
Sagrada Familia - Gaudi

Sagrada Familia

Warum eigentlich Einlass auf der gegenüberliegenden Seite? fragte ich mich. Das Hauptportal des Gotteshauses liegt doch auf dieser Seite gleich hinter den Ticketschaltern? Die Frage konnte ich mir nicht beantworten. Auch gut. So wanderten wir dann noch einmal rund um die Kirche herum und waren erstaunt, dass am Tor 2 und 3 sechs arbeitslose Ticketkontrolleure etwas gelangweilt herum standen. Außer den am Handy spielenden Ticketkontrolleuren war kein Mensch zu sehen. Schnell wollte ich  die anscheinende Gunst der Stunde nutzen und zückte eifrig die Eintrittskarten und hielt sie schnell dem nächstbesten Kontrolleur unter die Nase. ” Tor 2 und 3 sind VIPS vorbehalten”, informierte uns der Mann in Uniform lässig. ” Benutzen Sie bitte Tor 1″. ” Ach so, danke”. Wir trotteten weiter an der Kirche entlang bis zum nächsten Tor. Am Tor 1 befand sich fast erwartungsgemäß eine lange Menschenschlange, in die wir uns einreihten. Als wir nach zwanzig Minuten die Ticketkontrolleurin erreicht hatten, schaute die auf die von mir zum zweiten Mal eifrig vorgezeigten Tickets. ” Das sind Tickets für 13.00 Uhr”, stellte sie sachlich fest. “Ja und?” fragte ich zerknirscht und bereits nichts Gutes ahnend. ” Jetzt können Sie hier nicht herein. Es ist erst 12 Uhr. Kommen Sie in einer halben Stunde wieder”.
Sagrada Familia - Gaudi

Sagrada Familia – Portal

An uns strömten Menschenmassen vorbei und durch die strenge Kontrolle in die Kirche. Haben die etwa alle das richtig Zeitticket? fragte ich mich selber entnervt. Es blieb uns nichts anderes übrig als zu weichen und uns in Geduld zu üben. Letzteres ist nicht wirklich meine größte Stärke. So gingen wir eine halbe Stunde im Park spazieren und reihten uns danach noch einmal in die heilige Warteschlange  vor dem Tor 1 ein. Ungefähr um 5 Minuten vor 13. Uhr erreichten wir die Kontrolleurin, die uns nun mit anderen Personen, die über ein ähnliches Ticket wie wir zu verfügen schienen, an die Seite winkte.  ” Für Sie geht es noch nicht weiter. 5 Minuten müssen Sie bitte hier warten”. Nach 5 Minuten öffnete sie dann das Band der Absperrung für uns und die Menschenkette, die sich hinter uns gebildet hatte. Zusammen mit einer spanischen Familie wanderten wir entlang von Absperrungsbändern bis wir plötzlich auf eine neue neue Absperrung stießen. “Sicherheitskontrolle”, ließ der militärisch anmutende Herr verlauten. Klar, dass das sein muss. Bereitwillig zeigten wir Rucksäcke und Taschen samt deren Inhalt vor.
Sagrada Familia - Gaudi - Schulraum

Sagrada Familia –  Schulraum

Wir durften passieren bis wir auf eine neue Absperrung stießen. “6 Minuten Wartezeit”, verlautete es von einer Ticketkontrolleurin. Ich hatte es zu diesem Zeitpunkt innerlich bereits aufgegeben, mir weitere Gedanken über das Einlasssystem hier zu machen. Hätte man nicht Kauf, Ticket- und Sicherheitskontrolle in einem Abwasch erledigen können? Müßige Gedanken über ein nicht vorhandenes Organisationssystem. Ich wollte nur noch endlich in die Kirche.
Sagrada Familia - Gaudi - Schulraum

Sagrada Familia  – Schulraum

Der spanische Familienvater, der mit seiner Großfamilie hinter uns wartete sprach die etwas gelangweilt ausschauende Ticketkontrolleurin an. “Es handelt sich doch um eine geweihte Kathedrale. Müssen Personen, die nur in das Gotteshaus und beten wollen jedes Mal 20 € zahlen und diese Prozedur über sich ergehen lassen? ” fragte er leicht genervt. Die Ticketwächterin zuckte nur über so viel Unverständnis mit den Schultern und blieb eine Antwort schuldig. Dann gähnte sie ausgiebig und blickte gelangweilt auf ihre Uhr.
Sagrada Familia - Gaudi

Sagrada Familia – Studierzimmer

Nach genau sechs Minuten Wartezeit sperrte sie das uns von der Kathedrale trennende Band auf und endlich durften wir auf den Vorplatz der Kirche treten. Hier konnten wir uns in die lange Schlange einreihen, an deren Ende es den ersehnten Kopfhörer mit sprachlichen Erklärungen abzuholen gab. Diese Schlange wies eine Besonderheit auf. Es durfte sich nur je Paar oder Gruppe ein Gruppenmitglied einreihen, um die Audiohörer für die Gruppe in Empfang zu nehmen. Die Minuten bis ich den ersehnten Audiohörer in der Hand hielt, habe ich nicht gezählt. Doch dann. Ja dann….wirklich gleich danach konnte die Besichtigung der Sagrada Familia beginnen. Wenn das Gaudi wüsste!

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Teide mit Schneehäubchen

Teide mit Schneehäubchen

Die Zeit auf Teneriffa ist seit dem Flug in die Brombeerbüsche mehr als schnell verflogen. Nikolaus und auch der 2. Advent rasten an uns vorbei. Bevor es auf Teneriffa nun richtig weihnachtet, noch eine kleine Nachschau unserer schönsten Wanderungen vom November und Dezember.

Garachico von oben

Garachico von oben

Über den Tag im November, der uns über Garachico nach Puerto de la Cruz und Icod de los Vinos und zum Abschluss in die Brombeerbüsche führte, habe ich ja bereits ausführlich geschrieben.

Tablarennen

Tablarennen in Icod de Los Vinos

Tablarennen

Tablarennen in Icod de los Vinos

Wanderweg an der Küste - Mirador San Pedro

Wanderweg an der Küste – Mirador San Pedro

Richtig schön – allerdings auch ein wenig anstrengend – war eine Wanderung vom Teide Nationalpark auf den Gipfel des Guajara. Wir hatten dort oben über den Wolken Sonne und blauen Himmel und eine wahnsinnige Sicht. Unten an der Küste regnete es und nur wenige Zeit später war auch der Teidegipfel mit einer Zuckerhaube aus Schnee bedeckt.

Teide Nationalpark - Weg auf den Guajara

Teide Nationalpark – Weg auf den Guajara

Blick vom Guajara auf die Caldera

Blick vom Guajara auf die Caldera

Teide Nationalpark

Teide Nationalpark

Abstieg vom Guajara

Abstieg vom Guajara

Und hier noch ein besonders dickes Steinmännchen. Follygirl sammelst Du noch?

dickes Steinmännchen

dickes Steinmännchen auf dem Gipfel des Guajara

Wer mehr über diese Wanderung lesen mag, der findet hier eine ausführliche Beschreibung.

Eine weitere Wanderung führte uns auf die andere Seite der Insel an die Ostküste. In dem Wander- und Klettergebiet um Arico wanderten wir durch den Barranco Tamayada. Durch die vielen Regenfälle der letzten Zeit war es um uns ein wenig feucht. Lasko fand überall und ohne Probleme genug zu trinken. Doch wir hatten teilweise Mühe unbeschadet über die glitschigen Steine und über die durchgeweichten Wege zu kommen. Zunächst begleitete uns den Barranco hinunter warmer Sonnenschein. Doch nach kurzer Zeit kamen bereits vom Gebirge mehr und mehr dunkle Wolken, die neuen Regen über die Ostküste brachten.

Arico - Barranco Tamayada

Arico – Barranco Tamayada

Lomo de Tamayada

Lomo de Tamayada

genügend Wasser für Lasko

genügend Wasser für Lasko

graue Regenwolken über dem Teide

graue Regenwolken über dem Teide

Umso schöner war es dann, dass am 2. Advent den ganzen Tag über die Sonne schien. Wir waren sieben Stunden auf einer kleinen Mammut Tour unterwegs. Von Los Gigantes ging es über 1000 Höhenmeter auf den Guama hoch. Von dort wanderten wir durch den Barranco Seco zurück. Der trockene Barranco ist im Moment mit seinen Wassermengen alles andere als trocken. Durch einen Tunnel gelangten wir in ca. 300 Höhenmeter auf die Felsen über Los Gigantes. Auf kleinen schmalen Wegen mit einem tollen Ausblick auf die Küste ging es zurück.

Risco Blanco

Risco Blanco

Den Felsen Risco Blanco, den ich mittlerweile von allen Seiten und bei jedem Wetter gesehen habe, fotografiere ich (warum eigentlich?) immer wieder gerne.

Risco Blanco

Risco Blanco

Risco Blanco

Risco Blanco

Bislang habe ich auf diesem großen Felstor nur gestanden – suche weiter nach einer Möglichkeit, einmal dort durch zu gehen.

El Burjito - das Felsentor

El Burjito – das Felsentor

Barranco Seco mit La Gomera

Barranco Seco mit La Gomera

Als wir zu Hause ankamen, war nicht nur Lasko geschafft. Er gönnte sich einen langen Schönheitsschlaf bis zum Abendessen. Doch die Lammknochen, die vom Abendessen für ihn übrig geblieben waren, machten den müden Labrador wieder munter.

Wir wünschen Euch allen eine nicht zu schnell verfliegende (vielleicht sogar eine ruhige oder besinnliche?) Adventszeit.

LEONIE UND LASKO

von der Insel

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