Mit ‘Santiago del Teide’ getaggte Beiträge

Santiago del Teide - Ruta Almendras

Santiago del Teide – Ruta Almendras

Im Januar und Februar blühen auf Teneriffa die Mandelbäume. Besonders schön ist es zu der Zeit über Santiago del Teide, wenn dort Baum neben Baum in Blüte steht. Ein rosafarbenes Farbenmeer. Doch auch jetzt macht die Ruta Almendras Freude. Es ist Erntezeit und die eine oder andere Mandel lässt sich für die Wanderer auch an den wild wachsenden Mandelbäumen finden.

Mandelernte

Mandelernte

Mandelernte

Mandelernte

Vollmond

Vollmond

Heute Morgen erfreute ich mich an dem schönen Vollmond, der das Meer erleuchtete. Euch wünsche ich allen ein schönes Wochenende.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

In engen Serpentinen schlängelt sich heute eine immer noch nicht allzu breite Asphaltstraße von Santiago del Teide zum bekannten Gebirgsort Masca hinunter. Der kleine Ort Masca ist Ausgangspunkt für die beliebteste Schluchtwanderung auf Teneriffa. Täglich werden große Wandergruppen aus aller Herren Länder am Morgen mit kleinen und großen Bussen nach Masca gefahren. Von dort steigen sie einzeln oder auch in Gruppen über kleine Felsenpfade 600 Höhenmeter hinab zum Mascastrand. Wer mehr über die faszinierende Wanderung wissen möchte, kann hier nachlesen.
6554828139_9a52ff1270_o

Doch bevor die Straße nach Masca in den 70ger Jahren gebaut wurde, gab es nur eine Piste dorthin. Wie ich jetzt erfahren habe, war es tatsächlich möglich, mit Eseln von Santiago del Teide nach Masca zu reiten. Ein Texaner hatte sich in den 60ger Jahren in Santiago del Teide niedergelassen und dort eine Eselfarm aufgebaut. Von dort bot er zusammen mit seiner Frau Ausritte für Touristen rund um den Vulkan Chinyero und nach Masca an. Was ist Euch lieber? Auto oder Esel? Leider habe ich heute nicht mehr die Wahl. Denn was ich wählen würde ist doch klar :-).

mit dem Ese nach Masca

mit dem Ese nach Masca

Vielen Dank an Anne aus Puerto de Santiago, die mir dieses Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Jugendliche aus Santiago del Teide haben diese bunte Graffiti Mauer in Puerto de Santiago gestaltet. Ein echter „Hingucker“.

IMG_0558

IMG_0566

IMG_0565

IMG_0564

IMG_0562

IMG_0561

IMG_0560

IMG_0559

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bildschirmfoto 2015-10-11 um 12.07.34 KopieLetzte Woche hatte ich über eine Wanderung von Los Gigantes über das Tenogebirge und durch die Mascaschlucht berichtet. Leider konnte ich wegen Calima (Dunst, keine Sicht) keine oder kaum Bilder dieser an sich so tollen Wandertour zeigen. Auch funktionierte mein JPS nur auf dem halben Weg, so dass mir die genauen Daten der zweiten Hälfte des Weges leider fehlten. Was machen? Richtig, ich bin an diesem Samstag die gesamte Strecke noch einmal gegangen. Nun habe ich die genauen Daten und weiß, dass der Rundkurs, der mit einer Bootsfahrt endet, ohne die Bootstour ca. 24 Kilometer lang ist und über 2.200 Höhenmeter im Auf- und Abstieg verläuft. Doch viel wichtiger als das reine Datenmaterial sind für mich die Bilder. Da ich allein 5 Liter Wasser mit mir schleppte, hatte ich nur eine kleine Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv dabei. So gibt es heute nur „weitwinklige“ Fotos zu sehen. Doch immerhin mehr als in der letzten Woche.

Camino Real vor El Modello

Camino Real vor El Modello

Camino Real über Tamaimo - noch ein wenig dunkel und bewölkt

Camino Real über Tamaimo – noch ein wenig dunkel und bewölkt

Das  Wetter war am Morgen noch sehr grau und bewölkt. Gut zum Gehen. Doch kurz nach Santiago del Teide wurde es mehr und mehr sonnig.

erste Rast mit viel Wasser für Lasko in Santiago del Teide

erste Rast mit viel Wasser für Lasko in Santiago del Teide

Blick vom Sattel der Degollada auf Santiago del Teide

Blick vom Sattel der Degollada auf Santiago del Teide

der große Gala

der große Gala

 

 

 

 

Faszinierende Wolkenspiel über den Gipfeln des Teno und eine wundervolle Aussicht. Ich traf nur wenige Wanderer.

Rote Erde auf der Degollada

Rote Erde auf der Degollada

Blick Richtung La Gomera von der Degollada - links der Kleine Gala

Blick Richtung La Gomera von der Degollada – links der Kleine Gala

Lasko ruht im Gebüsch :-)

Lasko ruht im Gebüsch 🙂

Blick auf den Pico Verte - Kleiner Gala

Blick auf den Pico Verte – Kleiner Gala

Wolkenfänger am Cumbre Bolíco

Wolkenfänger am Cumbre Bolíco

Blick über die "Masca Straße" nach La Gomera

Blick über die „Masca Straße“ nach La Gomera

Blick auf Masca und den Guergues Steig

Blick auf Masca und den Guergues Steig

Blick auf Masca und den Guergues Steig

Blick auf Masca und den Guergues Steig

..über den Wolken

..über den Wolken

Tenogipfel und Wolken

Tenogipfel und Wolken

Tenogipfel und Wolken

Tenogipfel und Wolken

Tenogipfel und Wolken

Tenogipfel und Wolken

Blick auf den "Norden" vom Teno aus

Blick auf den „Norden“ vom Teno aus

Cumbre der Carrizal - hier trennen sich die Wege in den Norden und nach Masca

Cumbre der Carrizal – hier trennen sich die Wege in den Norden und nach Masca

Lasko sucht Schatten

Lasko sucht Schatten

 

 

Erst in Masca stieß ich auf die übliche Touristenschar.

Palmenhain in Masca

Palmenhain in Masca

Und während ich den Barranco abwärts wanderte, merkte ich, dass die Saison hier auf Teneriffa beginnt. Mehr und mehr Touristengruppen aus aller Herren Länder bewegten sich mit ihren Guides von der Höhe des Dorfes Masca (600 Höhenmeter) in Richtung Strand. Lasko liebt den Barranco von Masca, da dort viele Wasserbecken anzutreffen sind, in denen er von Zeit zu Zeit ein kühles Bad nehmen kann. Am liebsten würde ich mich manchmal zu ihm gesellen. Doch im Moment führt der Barranco noch ziemlich wenig Wasser und dasselbige ist zumeist recht grün und voller Algen.

rechts trockene Mascaschlucht

recht trockene Mascaschlucht

Barranco Masca

Barranco Masca

Anlegesteg Masca

Anlegesteg Masca

 

So überließ ich Lasko das Vergnügen und begnügte mich damit, am Playa de Masca meine vom Wandern ein wenig müden Füße in den Atlantik zu stecken. Die Bootsfahrt zurück nach Los Gigantes im frischen Wind mit Blick auf die herrlichen Felsen, war der krönende Abschluss eines langen Wandertages.

Bootstour nach Los Gigantes

Bootstour nach Los Gigantes

Felsen mit Blick auf Barranco Natero und Seco

Felsen mit Blick auf Barranco Natero und Seco

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Blick auf den Risco Blanco und nach La Gomera

Blick auf den Risco Blanco und nach La Gomera

Heute einige Bilder aus dem südwestlichen Teil von Teneriffa. Die Aufnahmen stammen von Wanderungen in der Gegend um Santiago del Teide, Tamaimo und Las Manchas. Zurzeit ist es an der Küste tagsüber noch recht heiß. Häufig hat es bis spät abends auf der Terrasse um die 30 Grad. So ist für Lasko und mich  sehr angenehm, in den Höhenlagen um Santiago del Teide wandern zu gehen.

Lasko unterwegs

Lasko auf der Suche nach Wasser und Schatten

Ziegenfarm

Ziegenfarm

Ziegen_1 Ziegen_4 Ziegen_5

 

 

 

 

 

 

Ziegenalarm!

Dort in den höheren Berglagen nimmt die Temperatur je 100 Höhenmeter ca. 1 Grad ab. Lasko sucht bei diesen kleinen Wanderungen in erster Linie Wasser und Schatten. Doch wenn Ziegen auftauchen, wird er wach. Zu gerne würde er den Ziegen über die Felsen nachspringen. Wo er da wohl landen würde? In solchen Situationen heißt es dann für mich: wachsam sein und Lasko schnell anleinen.

Kirche im Valle Arriba

Kirche im Valle Arriba

im Hintergrund der gewaltige Teide

Richtung Inselmitte zeichnet sich die Silhouette  des gewaltiges Teide ab

der neue Autobahntunnel bei Santiago del Teide

Blick auf den neuen Autobahntunnel bei Santiago del Teide

Pass auf der Straße nach Masca

Blick auf den Pass zur Straße nach Masca

Abbruchkante über Las Manchas

Abbruchkante über Las Manchas

Kanarische Kiefer

Kanarische Kiefer

Kapelle über Las Manchas

Kapelle über Las Manchas

Mandeln

Die Mandelbäume sitzen zurzeit voller Mandeln

Mandel

Die erreichbaren Mandeln sind allerdings bereits abgeerntet

Santiago del Teide und Straße nach Masca

Santiago del Teide und die Straße nach Masca

die Mandeln sind reif

die Mandeln sind reif und sitzen hoch

Farbenprächtige Blüten

Farbenprächtige Blüten

Kirche Santiago del Teide

Kirche Santiago del Teide

Guanche

Guanche auf dem Kirchplatz in Santiago del Teide

Blick über die Bananenfelder auf Tamaimo

Blick über die Bananenfelder auf Tamaimo

Blick auf Puerto de Santiago

Blick auf Puerto de Santiago

 

Blick auf Tamaimo

Blick auf Tamaimo

Felsen über Tamaimo

Felsen über Tamaimo

Tamaimo

Tamaimo – am Barranco Santiago

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Mandelbaumblüte

Mandelbaumblüte

Jedes Jahr wieder und doch immer wieder schön. In diesem Jahr hat die Mandelbaumblüte sehr früh begonnen. Im letzten Oktober konnte ich auf meinen Wanderungen noch Mandeln ernten. Und bereits im Dezember standen die ersten Mandelbäumchen erneut in Blüte.

Mandelbaumblüte

Mandelbaumblüte

Zu finden sind die Mandelbäume auf Teneriffas Westseite ab einer Höhe von ungefähr 500 Metern. Dort stehen sie zurzeit bereits in voller Blüte. In den höheren Lagen über 1000 Meter beginnt die Blüte gerade erst. Die offiziellen Festivitäten um die Mandelblüte in Santiago del Teide beginnen nächsten Montag und dauern bis Ende Februar. Es wird wieder Wanderungen, Märkte und Wettbewerbe geben.

Santiago del Teide - Mandelblütenfest

Santiago del Teide – Mandelblütenfest

Santiago del Teide

Santiago del Teide

Ich habe bereits vor zwei Jahren hier im Blog über die Mandelblüte geschrieben und auf meinem Blog Hiking Tenerife habe ich die genaue Wandertour ( Ruta del Almendros en flor) beschrieben. Wer Interesse am Hintergrund und den Festivitäten in Santiago del Teide hat, kann dort nachlesen.

 

Heute habe ich hier einige Impressionen von den blühenden Mandelbäumen über Santiago del Teide und der Ruta del Almendros en Flor.

Wanderweg über Las Manchas

Wanderweg über Las Manchas

Mandelbaumblüte

Mandelbaumblüte

Wanderweg über dunkles Vulkangestein

Wanderweg über dunkles Vulkangestein

 

 

Das Wetter dort oben über Santiago del Teide (über 1000 Meter) war bei meiner Wanderung sonnig, aber kalt (12 Grad). Kühle Winde wechselten sich mit warmer Sonne ab. Hinter Santiago del Teide befindet sich auf einem Pass die Wetterscheide zum Norden.

Wasserkanal Richtung Norden - dunkle Wolken

Wasserkanal Richtung Norden – dunkle Wolken

Wasserkanal Richtung Süden - Sonne

Wasserkanal Richtung Süden – Sonne

Nach den ergiebigen Regenfällen ider letzten Zeit sind ie Wasserbecken gut gefüllt

Nach den ergiebigen Regenfällen ider letzten Zeit sind ie Wasserbecken gut gefüllt

Im Norden der Insel ist es zurzeit recht kühl und wolkig. Hinter dem Pass zogen daher dunkle Wolken über den Tenobergen ab. Von Zeit zu Zeit schwappen die dunklen Wolken mit Regenbogeneffekt auch ein wenig über den Pass. Santiago del Teide wird dann kurzfristig wolkenverhüllt und ab und zu fallen auch ein paar Regentropfen.

ein Guanche in Santiago del Teide

ein Guanche in Santiago del Teide

Regenbogen über Santiago del Teide

Regenbogen über Santiago del Teide

Doch weder kühle Winde noch dunkle Wolken können die Begeisterung der vielen Wanderer, die hier hoch kommen, um die blühenden Mandelbäume zu sehen, dämpfen.
Ich wünsche allen Lesern ein wunderschönes Wochenende.

Mandelbaumblüte

Mandelbaumblüte

Lasko mit neuem Geschirr :-)

Lasko mit neuem Geschirr 🙂

Mandelbaumblüte

Mandelbaumblüte

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Sperre_2

Im letzten Oktober passierte in unserer Straße hier auf Teneriffa etwas sehr Merkwürdiges. Als ich mit Lasko auf meinem Morgenspaziergang die Straße hinunterlief, fielen mir gelbe und blaue Absperrungen auf. Normalerweise verwendet die örtliche Polizei diese Absperrungen bei Unfällen oder  Bauarbeiten. Doch hier standen die Absperrungen einfach so vor einem Haus in unserer Straße. Ein Mietshaus, in dem sechs Parteien wohnen. Ich wunderte mich, denn um eine Baumaßnahme konnte es sich nicht handeln. Das Haus ist das Neueste in der Straße und wohl erst vor einigen Jahren fertig gestellt worden.

Als ich mit Lasko vom Morgenlauf zurückkam, packte mich die Neugier als ich an den Absperrungen weiße Papiere entdeckte. Anscheinend eine spanische Erklärung. Ich fing an zu lesen. Da kam eine Engländerin, die in dem Haus mit ihrer Familie wohnt, auf mich zu. „Du kannst doch Spanisch. Kannst Du mir sagen, was da steht?“ Ich las und druckste dann ein wenig herum. „Du, wenn ich das richtig gelesen habe. Dann wollen die morgen früh ab sieben Uhr Euer Haus abreißen.“ „Was, das kann doch nicht sein?“ Wir waren beide gleichermaßen sprachlos. Ich las den Text immer wieder. Da stand ganz klar. Morgen früh ab sieben bis zum Ende der Arbeiten (?) kann hier wegen Abbrucharbeiten am Haus nicht geparkt werden. Begründet wurde der Abriss mit einem Gerichtsurteil.

Die Nachbarin erklärte mir, dass der Eigentümer des Nachbarhauses gegen den Eigentümer ihres Hauses geklagt und gewonnen habe. Anscheinend hat ihr Eigentümer das Haus in einigen Teilen zu hoch oder zu nah an die Nachbargrenze gebaut. Aber gleich ein Abriß und dann so plötzlich?  Die Nachbarin alarmierte die anderen Bewohner und alle beratschlagten lautstark vor dem Haus, was denn nun wohl zu tun sei.

Schließlich klopften sie bei mir an und fragten, ob ich bitte ihren spanischen Vermieter anrufen  und ihm mitteilen könne, dass sein Haus abgerissen werden solle. Ich tat das. Und während ich die Nummer wählte, erwartete ich , dass der arme Mann nun völlig aus dem Häuschen sein würde. Doch der hörte sich meine Mitteilung ganz ruhig dann. Dann war einen Moment Ruhe am anderen Ende der Leitung. Und dann sagte er sehr ruhig und gefasst: „Ach, da passiert schon nichts. ¡No pasa nada! Ich komme morgen früh mal vor bei. Sagen Sie das bitte meinen Mietern“. Ich war erstaunt, dass der Eigentümer anscheinend überhaupt nicht besorgt war und es nicht einmal für nötig hielt, um sieben Uhr vor Ort zu sein. Doch ich richtete die Botschaft aus.

Am nächsten Morgen um sieben waren alle Einwohner auf ihren Terrassen versammelt. Es passierte jedoch erst einmal nichts. ¡No pasa nada! , wie die Spanier gerne sagen. Um 9.00 Uhr kam der Eigentümer vorbei und unterhielt sich mit den Leuten. Auf der Straße passierte weiter nichts. Als ich nachmittags am Haus vorbei kam, rief mir meine Nachbarin erleichtert zu: „Alle sagen, dass nichts passieren wird“. „Na dann“, dachte ich, “ ist ja alles gut“.

Tatsächlich standen die bunten Barrieren noch weitere 5 Tage dort. Dann sammelte die Polizei sie wieder ein. Ruhe kehrte in die Straße ein. Ich schmunzelte über den Vorgang, der mir sehr „spanisch“ vorkommt. Lachend erzählte ich auch Freunden davon.

Sperre_1

Doch stellt Euch vor, was gestern Morgen passierte. Vier Monate später anscheinend das gleiche Spiel. Ich fand das selbe Haus umgeben von bunten Straßensperren vor. Auf dem beigefügten Papier wird wieder auf einen Gerichtsbeschluss hingewiesen und Maßnahmen für den 15. Januar um 7.00 Uhr angekündigt. Die Einwohner des Hauses finden das Ganze nicht so lustig, aber nehmen es mit Humor. ¡No pasa nada! meint die Nachbarin.

SperreNa hoffentlich hat sie recht und es bleibt auch dieses Mal beim ¡No pasa nada!. Morgen früh wissen wir mehr.

Buchumschlag

Buch – Bilder aus dem 20. Jahrundert

Neulich bin ich durch Zufall in der örtlichen Bibliothek auf ein Buch über Teneriffa im 20. Jahrhundert gestoßen. Santiago del Teide – SigloXX – Imágenes para el recuerdo (Bilder zur Erinnerung aus dem 20. Jahrhundert aus dem Bezirk Santiago del Teide/Teneriffa). Neugierig geworden durch die vielen alten Fotografien, die ich auf dem Buchdeckel sah, blätterte ich in dem Buch. Und ehe ich mich versah, hatte ich mich festgelesen und „festgesehen“.

Herausgeber

Herausgeber

In den Städten, in denen ich früher gewohnt habe, hat mich immer interessiert, wie es dort vor Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten ausgesehen hat. So habe ich mir alte Bücher oder Fotografien besorgt und sie mit dem heutigen Zustand verglichen. Ich finde so etwas spannend. Eine kleine Zeitreise. An meinem neuen Wohnort auf Teneriffa habe ich bislang jedoch noch keine alten Bilder oder Bücher gefunden. Umso mehr erfreute es mich, dass die nette Bibliothekarin mir das Buch für einige Zeit ausgeliehen hat. Nun kann ich zu Hause ganz in Ruhe schauen und lesen und dabei noch viele Dinge über das Leben der Menschen hier im letzten Jahrhundert erfahren. Und natürlich ganz nebenbei ein wenig Spanisch lernen :-).

Für die Leser, die es interessiert, hier einige alte eingescannte Fotos aus dem o. g. Buch, das vom Colectivo Arguayo 2003 herausgegeben worden ist. Der Zustand des Buches ist nicht mehr der Allerbeste und durch das Scannen sind die Fotos nicht gerade besser zu erkennen. Ich hoffe, dass die Diashow ein wenig hilft.

1909 - letzter Vulkanausbruch auf Teneriffa - Chinyero

1909 – letzter Vulkanausbruch auf Teneriffa – Chinyero

1909 -  letzter Vulkanausbruch auf Teneriffa - Chinyero

1909 – letzter Vulkanausbruch auf Teneriffa – Chinyero

Bau des ersten Hotels in Los Gigantes 1967

Bau des ersten Hotels in Los Gigantes 1967

Puerto Santiago - damals ein Fischderdorf und heute eine Touristenstadt

Puerto Santiago – damals ein Fischderdorf und heute eine Touristenstadt

Prospekt für deutsche Touristen aus den 60gern

Prospekt für deutsche Touristen aus den 60gern

Los Gigantes in den 60ger Jahren ohne Bebauung

Los Gigantes in den 60ger Jahren vor der Bebauung

Los Gigantes heute

Los Gigantes heute

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Lasko denkt

Lasko denkt

Gestern – Wir waren wandern. Ich kann Euch sagen – das war vielleicht eine Wanderung. Alles war eins und eins – einmalig und extrem. Der Grund war, es herrschte noch immer Calima über der Insel. Morgens als wir noch in der Dämmerung aufbrachen, war es noch relativ kühl. Wir gingen vom Meer aus, den Barranco Santiago hoch Richtung Tamaimo. Tamaimo ist ein Ort der ca. 4-500 Meter hoch Richtung der Bezirkshauptstadt Santiago del Teide liegt. Nach einer Stunde hatten wir knapp 400 Höhenmeter geschafft und blickten zurück auf die kleinen Häuser und Bananenplantagen, die hinter uns im Tal wie Spielzeughäuser zurück geblieben waren.

Blick auf die Küste

Blick auf die Küste

Nun wurde es heiß und heißer. Einmalig und extrem heiß. Selbst bei Leonie, die ansonsten selten schwitzt, floss der Schweiss. Wir schwitzten und hechelten um die Wette. Einmalig und extrem. Es war die heißeste Wanderung, die wir je gemacht hatten. Selbst als wir oben in Santiago del Teide ankamen, wo es normalerweise in 1000 Meter Höhe recht kühl ist, hatte es noch 30 Grad im Schatten. Die Idee, dem Calima in der Höhe zu entfliehen, war offensichtlich nicht so ganz aufgegangen. Langsam dämmerte es auch Leonie, dass eine Wanderung bei Calima unter mehr als tropischen Bedingungen und Staub in den Lungen, nicht eine ihrer besten Ideen gewesen zu sein schien. So viel Staub hatten wir noch nie auf einmal eingeatmet. Einmalig und extrem.

Wanderung von Los Gigantes nach Santiago del Teide

Wanderung von Los Gigantes nach Santiago del Teide

„Armer Lasko“, sagte sie und streichelte mir mitleidig über den Kopf. Sehr lieb, aber ich brauche kein Mitleid. Ich brauche W a s s e r und S c h a t t e n. Sie hatte wohl kapiert und ließ sich im Schatten auf einen Stuhl vor einer Bar fallen. „Einen Café con leche für mich und für den Hund bitte einen Rieseneimer Wasser“, rief sie in die Bar hinein. Der dickliche freundliche Wirt, der ziemlich schnell mit dem Gewünschten vor der Tür erschien, sah uns mitleidig an. Leonies Ruf hatte wie ein wahrer Hilfeschrei geklungen und das zeigte selbst bei einem gemütlicher Spanier Wirkung.

Wahrscheinlich sah der Wirt uns auch ein wenig die 900 Höhenmeter unter Extrembedingungen an.  Gut war, dass er Café und für mich das Wasser brachte. So viel Wasser hatte ich noch nie auf eimal bekommen. Extrem. Und so gut hat mir Wasser lange nicht mehr geschmeckt. Einmalig. Als kein Tropfen mehr da war, ließ ich mich unter Leonies Tisch in den Schatten fallen und schlief sofort ein. Ich träumte von einer Insel, die im Meer versank. Das war doch hoffentlich nicht Teneriffa.

Unsanft zerrte Leonie an mir und weckte mich aus meinem Inseltraum. „Komm Lasko. Wir müssen zurück gehen. Das ist noch ein weiter Weg bis nach Hause. Heute hätte ich wirklich gerne den Bus zurück genommen (das wäre wirklich einzigartig gewesen :-)), aber leider nehmen die Dich ja nicht mit. Und Dich alleine auf den Rückweg schicken, will ich auch nicht (und das wäre sehr extrem gewesen :-).“ Letzteres hätte sie ruhig machen können. Ich weiß nur nicht, wann ich dann zu Hause angekommen wäre :-).

Heute – Wir sind immer noch kaputt von dieser einmaligen und extremen Wanderung. Wir hatten uns den Berg genauso wieder runtergekämpft, wie wir uns hoch gekämpft hatten. Als wir nach vielen Stunden zu Hause ankamen, fiel Leonie auf unser Sofa und ich auf die kühlen Fliesen. Wir schliefen so fest, dass wir nicht einmal mehr wussten, was wir geträumt haben.

„Wandern ist gesund“, sagt Leonie immer. Ob das gestern auch der Fall war, wage ich zu bezweifeln. Fast hätte Leonie von dieser Extremwanderung Kopfschmerzen bekommen. Und das wäre gar nicht gut gewesen. „Ist noch gerade gut gegangen“, ließ sie verlauten, als sie uns abends schicke Lammkoteletts in den Ofen schob. Sie hatte ganz vergessen, dass ganz Teneriffa zurzeit ein einziger Backofen ist, nicht aber unser Backofen. Denn für Lammkoteletts reichte mal wieder der  Strom nicht. Schade.

So mussten wir oder besser gesagt Leonie,  die Lammkoteletts auf der niedrigsten Stufe fast die halbe Nacht brutzeln (hoffentlich einmalig). Da wir mächtig Hunger hatten, mussten wir uns zunächst mit Trockenfutter für mich und Apfelsinen und Bananen für Leonie begnügen. Doch heute morgen zum Frühstück waren die Lammkoteletts fertig. Leonie war nicht so begeistert. Doch ich bin da nicht so pingelig. Mir schmeckt so ein leckerer Lammknochen zu jeder Tageszeit.

Morgen – wir erwarten wieder einen Elektriker, einen Fernsehtechniker und einen Calima. Wer wird kommen?

Am letzten Samstag feierte die Bezirkshauptstadt Santiago del Teide ein Fest. Feste sind hier auf der Insel eigentlich keine Seltenheit und reihen sich genau genommen, zumeist nahtlos aneinander.  Aufmerksam wurde ich auf dieses Ereignis durch einen Lautsprecherwagen, der durch die Stadt fuhr und wieder und wieder auf die „Ruta del almendras en flor“ aufmerksam machte. Ein Mandelbaumweg? Was ist das? Ich wollte es nun genau wissen und fuhr letzten Samstag hoch nach Santiago del Teide. Dort fand auf dem Marktplatz ein kleiner Markt mit örtlichen Spezialitäten statt. Ich liebe Käse und konnte mich gar nicht an dem ganzen Ziegenkäse satt sehen. Doch der Grund meines Besuches sollte ja nicht der Ziegenkäse, sondern der Rundweg um die Mandelbäume sein. So riss ich mich von den leckeren Spezialitäten los und machte mich ans Wandern.

Santiago del Teide liegt bereits 900 Meter hoch und es pfiff mir ein eisiger Wind um die  Ohren. Über die Hausberge von Santiago, den kleinen und den großen Gala, zogen dicke Wolken.

Wolken über Santiago del Teide

Wolken über Santiago del Teide

Zunächst hatte ich ein wenig Angst, dass es eine etwas kühle Wanderung werden würde. Doch dann kam plötzlich die Sonne heraus und schien über die Wanderer. Es gab einen kleinen und einen großen Rundkurs und rechts und links des Weges standen große und kleine Mandelbäume in Blüte. Eine wunderschöne und empfehlenswerte Veranstaltung. Da die Mandelbäume nicht nur einen Tag blühen, besteht auch noch die nächsten Wochen Gelegenheit, die weiße Pracht zu bewundern. Ich bin jetzt schon gespannt, wann ich die fertigen Mandeln an den Bäumen sehen (oder probieren :-)) kann.

Hier meine kleine fotografischen Eindrücke:

Mandelbaumblüte

Mandelbaumblüte

Mandelblüten

Mandelblüten

Mandelbaumblüte

Mandelbaumblüte

Mandelbaumblüte

Mandelbaumblüte

Mandelbaumblüte

Mandelbaumblüte

Diese Diashow benötigt JavaScript.