Mit ‘Sport’ getaggte Beiträge

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Lasko darf leider nicht mitlaufen

Lasko darf leider nicht mitlaufen

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Blick auf die Rheinostseite bei Remagen

Blick auf die Rheinostseite bei Remagen

Die Brücke von Remagen ist vielen von uns aus dem Geschichtsunterricht oder auch  dem gleichnamigen Film bekannt. Wer seine Geschichtskenntnisse ein wenig auffrischen möchte, der kann das hier bei Wikipedia tun. Doch obwohl ich so dicht an Remagen wohne, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich durch Remagen bislang nur hindurch gefahren bin. Nie habe ich dort gehalten. Doch das  wird sich jetzt ändern. Denn am letzten Mittwoch unternahm ich eine Radtour, die mich südlich am westlichen Ufers des Rheins hinunterführte. Auf hübsch angelegten Fahrradwegen ging es immer am Rhein entlang Richtung Süden. Südlich von Bonn mit der Kulisse des Siebengebirges ist  die Landschaft recht reizvoll und das Rad fahren eine wahre Freude.

Grüne Radwege am Rhein entlang

Grüne Radwege am Rhein entlang

Leider kann ich auf meinen Fahrradtouren keine große Kamera mitnehmen und bin nur mit meinem kleinen Handy ausgestattet. So gibt es nur Schnappschüsse minderer Qualität. Das bedauere ich sehr und nehme mir an vielen Orten vor, mit richtiger Kamera einmal wiederzukommen. Dennoch hat   das Fahrerlebnis entlang des Rheins für mich einen besonderen Reiz. Streckenweise gibt es allerdings bei so viel Skatern, Joggern, Wanderern, Radwanderern und anderen Fussgängern mit und ohne Hunde einen regelrechten Stau an den Uferpromenaden. Auf anderen Abschnitten ist es dann zum Glück wieder ruhig und manchmal geradezu einsam. Das hängt natürlich auch stark vom Wetter ab.

Bei meiner kleinen Radtour am letzten  Mittwoch kam ich nun zum ersten Mal in meinem Leben an den Überresten der Brücke von Remagen, die heute als Friedensmuseum dient, vorbei. Vom Rad und dem Ufer bot sich mir  ein schönes Bild von der Altstadt. Ich habe mir ganz fest vorgenommen, den kleinen Ort bald mit meiner Kamera zu besuchen.

Die Brücke von Remagen - Westend

Vor der Brücke von Remagen – Rest einer alten Schiffanlegestelle?

Gedenktafeln an den Mauerresten

Gedenktafeln an den Mauerresten

Blick von der Westseite auf die Reste der Brücke auf der Ostseite

Blick von der Westseite auf die Reste der Brücke auf der Ostseite

Gedenktafel am Museum

Gedenktafel am Museum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer in der Bonner Gegend am Rhein Rad fahren und dabei die Uferseiten wechseln möchte, der kann die Kölner und die drei Bonner Brücken benutzen. Südlich von Bonn wird er auf den nächsten 50 Kilometern keine Brücken finden. Die nächste Rheinbrücke befindet sich südlich von Bonn bei Neuwied und danach geht es erst wieder  in Koblenz über eine Rheinbrücke. So weit habe ich es bei meinen kleinen Touren, die zwischen 50 und 70 Kilometer lang sind, allerdings noch nicht geschafft. Für eine Rundtour über Neuwied müsste ich ca. 110 Kilometer mit Hin- und Rückweg einrechnen. Das dauert seine Zeit und geht auf den Rücken und den Allerwertesten :-).

Nordbrücke Bonn

Friedrich- Ebert Brücke (Nordbrücke) mit Handy und in Regen grau

Brücke Innenstadt Bonn

Kennedy Brücke – Verbindung Innenstadt Bonn mit dem Ortsteil Beul

Konrad Adenauer Brücke (Südbrücke) Bonn

Konrad Adenauer Brücke (Südbrücke) Bonn

Wer diese Brücken verpasst kann nur die Fahrradbrücken über kleine Rheinarme wählen oder muss auf eine der vielen Fähren ausweichen. Doch auch das kann  eine wunderbare Alternative sein. Ein bisschen Pause mit Blick auf den Rhein und seine herrliche Umgebung.

Weitere Infos zu der alten Rheinbrücke Bonn.

Fährbetrieb am Rhein

Fährbetrieb am Rhein

Auf kleinen Brücken werden Nebenarme des Rheins überquert.....

Auf kleinen Brücken werden Nebenarme des Rheins überquert…..

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Lasko dent - wirklich Sport?

Lasko denkt – wirklich Sport?

Gestern: Bevor nun der März auch nur  wieder so dahin rauscht, habe ich mich entschlossen, heute einmal wieder in die Tasten zu hauen. Könnt Ihr Euch vorstellen, dass das Schreiben für meine Hundepfoten ein wenig schwierig ist? Aber zum Glück habe ich ja meine persönliche Korrektorin Leonie. Ich belle ihr ganz leise, sozusagen wie ein Menschenflüsterer, meine Gedanken in das rechte Ohr. Danach laufe ich mit den Pfoten einige Male über die Tastatur. Den Rest erledigt zum Glück Leonie, denn für Schreibfeinarbeiten scheint ein Labrador nicht ausgelegt zu sein.

Rast im Barranco Natero

Rast im Barranco Natero

Letzten Sonntag bekamen wir Besuch und brachte mir eine riesengroße Tüte voller Knochen mit. Seit dem frühen Morgen hatte ich schon ganz aufgeregt gewartet. Denn dieses Mal hatte Leonie mir in mein rechtes Ohr geflüstert, dass wir Besuch bekommen werden. Leonie lief anscheinend selber ganz aufgeregt, mit mir die Straße herauf und herunter. Da es in der Straße wenig Parkplätze gibt, habe ich persönlich für unseren Besuch eine Parklücke reserviert. Wie das geht? Ganz einfach. Ich habe mich so lang ich nur konnte ausgestreckt und mich in die nächste Parklücke vor dem Haus geworfen. Dort blieb ich solange liegen, bis unser Besuch vorfuhr. Seitdem es an den Abenden verstärkt leckere Dinge, wie Scampis und Lammfleisch vom heißen Stein. Und wer bekommt anschließend die Knochen? Richtig, nicht der Besuch, sondern Lasko. Ab und zu gehen wir auch essen und ich habe nun wieder einen richtigen Knochenvorrat in meiner „Heimtüte“. Ich kann Euch sagen: Ich bin rundherum zufrieden. Sonne, Auslauf, Besuch und Knochen – was wollen Hund und Frauchen mehr?

Wir waren oben an den Teidehängen um den Vulkan Chinyero und in dem einsamen Barranco Natero wandern. Im Barranco Natero habe ich Knochenreste gefunden, die unser Besuch zusammen sammelte und für ein hübsches Foto verwendete. Ich hätte die Kochen ja eigentlich lieber für mich gehabt, aber da der Besuch mir schon die Riesentüte Knochen mitgebracht hat, kann ich mich ja auch mal revangieren.

Laskos Fundstücke

Laskos Fundstücke

An einem Tag war Leonie mit ihrem Besuch reiten und ich durfte hinter den Pferden herlaufen. Wenn ich zu dicht an „La Gomero“ (so heißt das Pferd) heran kam, hat es doch glatt versucht, mich zu zwicken. Aber ich bin immer schnell ausgewichen, ehe La Gomero mich mit seiner Pferdeschnute erreichen konnte. Das wäre ja noch schöner, mich von so einem Pferd zwicken zu lassen. Eher ziehe ich dem Pferd mal an seinem langen Pferdeschwanz.

Western reiten auf Teneriffa

Western reiten auf Teneriffa

Lasko hinter dem Pferdeschwanz

Lasko hinter dem Pferdeschwanz

Und dann war Leonie mit ihrem Besuch noch auf dem Atlantik, um Wale und Delfine anzuschauen. Und dieses Mal hatten sie richtig Glück, denn sie sahen Delfine, Grindwale und sogar die recht seltenen falschen Orcawale.  „Normalerweise sind bei einem Bootstrip immer nur Delfine oder Wale zu sehen. Wirklich ein Glückstag“, meinte Leonie.

Große "Fische" im Atlantik

Große „Fische“ im Atlantik

An einem anderen Tag sind wir nach Alcala gelaufen und ich konnte auf dem Weg dorthin im Atlantik schwimmen. Eine richtig sportliche Woche für Menschen und Hund. Vor kurzer Zeit hat Leonie über traditionelle kanarische Sportarten recherchiert. So etwas gibt es hier tatsächlich. Bereits die Guanchen, die Ureinwohner der kanarischen Inseln, haben Sport gemacht. Sie haben im Wettkampf riesige Steine angehoben und schleuderten diese durch die Gegend. Sie kämpften im Ring und sprangen mit dem sogenannten Hirtensprung um die Wette. Wen von Euch traditioneller Sport auf den Kanaren interessiert, der kann hier mehr erfahren. Ich für meinen Teil bewege mich, wenn ich mich bewegen möchte. Im Übrigen ist mir jeglicher Sport ziemlich Wurst. Falsch – die Wurst ist mir ganz und gar nicht Wurst, aber Sport ist so etwas wie Trockenfutter.

Heute: Ich muss Euch unbedingt noch einige weitere Fotos von unseren Besuch und den letzten Tagen zeigen. Unser Besuch kann nämlich wunderschön fotografieren, aber seht selbst:

Teide noch immer ein wenig im Schnee

Teide noch immer ein wenig im Schnee

Barranco Natero

Barranco Natero

Eidechse ganz groß

Eidechse ganz groß

seht Ihr Lasko?

seht Ihr Lasko?

Alcala

Alcala

Morgen: Obwohl Aschermittwoch längst vorbei ist, beginnt hier auf der Insel gerade die Karnevalszeit. Na das kann ja lustig werden :-).

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Während Hundi intensiv surfen übte,

habe ich am letzten Samstag, als ein ordentlicher Wind blies, die einheimischen Surfboys fotografiert.

Ich wünsche Euch heute einen guten Ritt durch den Tag.

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In der Zeit, in der mein Mann hier bei mir auf Teneriffa war, hatte er sich für eine Woche ein Rennrad geliehen. Er wollte bei angenehmen Temperaturen vom Fahrrad aus, die schöne Landschaft genießen. Leider erwischte ihn über Weihnachten ein Infekt, so dass er zwei Tage pausieren musste. Danach wollte er es dann aber doch noch einmal wissen und plante einen Berganstieg über fast 1000 Höhenmeter von Puerto de Santiago nach Santiago del Teide. Ich fahre zwar gerne Rad, aber nicht unbedingt mit einem Rennrad die Berge hoch. So begleitete ich die Fahrt mit Hund im Wagen fotografisch.

Nach 300 Höhenmeter bezog ich den ersten Streckenposten und fotografierte los. Auf halber Höhe gab es eine Pause und ich versorgte meinen Mann mit frischem Wasser. Er fuhr schneller als ich gedacht hatte und ich musste mich ziemlich sputen, um immer wieder an ihm vorbei zu fahren, um ein paar nette Fotos zu machen (zu sehen auf FlickR).

Das Fahrrad musste in der Woche mit seinem Besitzer auf Zeit so einige Höhenmeter zurücklegen.

An einer Stelle, von der ich meinen Mann fotografieren wollte, traf ich diesen italienischen Herren, der mir erzählte, dass er vor vielen Jahren einmal italienischer „Tourenmeister“ war. Er fährt mit seinen 77 Jahren tatsächlich noch heute solche Bergstrecken hoch. Ich war zutiefst beeindruckt von dieser netten Begegnung.

Mein Mann „quälte“ sich Meter für Meter den Berg hoch. Am Wegesrand gab es noch andere Esel (als Drahtesel). Was der wohl dachte? So ein….

Am Ende der Bergfahrt kam die Zieleinfahrt in Santiago del Teide. Es gab statt Champagner Cafe con leche. Dann fuhr ich im Wagen zurück und mein Mann konnte sich 18 Kilometer bergab rollen lassen. Entschädigung für die Quälerei bergauf?

Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Tag.

Heute Morgen war es noch richtig kühl und dunkel als ich vor die Tür trat. Selbst mein Labrador blinzelte müde und schien sich auch nicht sicher zu sein, ob er bei dieser frühen Stunde bereits Lust auf laufen hatte. Doch wir legten los und die frische Luft und die Bewegung machten uns beide schnell frisch und wach.

Nach einigen hundert Metern bog ich in den Feldweg ein und war froh, von dem einsetzenden Berufsverkehr an der Straße weg zu kommen. Die Brombeerhecken sind nun leer und laden mich nicht mehr zum Verweilen ein. Der kleine Vorfrühstückssnack fällt bis auf weiteres weg. Weiter ging es durch die Pferdewiesen. Einige Pferde lagen noch am Boden und schliefen. „Eigentlich keine schlechte Idee“, schien mein Labrador zu denken. Ein Mann versorgte andere Pferde im Offenstall mit Heu. Dann kam die erste Hundebegegnung. Ein kurzer Stop, ein kurzer Wortwechsel und Hundeschnuppern.

Nach dieser Begegnung lief ich weiter und an einem Haus vorbei, von dem aus uns immer ein anderer Hund anbellt. Er klingt jedoch eher wie jaulen. Am letzten Samstag war er über den Zaun gesprungen und hatte uns zunächst angebellt bzw. in den höchsten Tönen gejault. Dann war er auf meinen Labrador los gegangen. Indem ich mein Fahrrad hochgerissen hatte und es zwischen die Hunde setzte (eher fast schmiss), hatte ich sie getrennt. Allerdings hat mein Labrador ein paar ordentliche Bisswunden davon getragen, die ich zu Hause mit Wundspray und antibiotischen Puder versorgt hatte. Bei diesem Haus nun kniff mein Hund den Schwanz ein und wollte möglichst schnell vorbei. Verständlich –  und ich legte einen ordentlichen Laufschritt zu.

Dann ging es eine kleine Strecke durch den Wald. Hier war es noch recht dunkel und ein Käuzchen schrie. Zu sehen war es nicht. Als ich aus dem Wald heraus kam war der Himmel in rosa und hellblauer Farbe getunkt. Ein richtig kitschiger Sonnenaufgang, den ich voller staunen eine kurze Weile bewunderte. Vor mir sah ich einen Kastanienbaum und steckte meine drei obligatorischen Kastanien in die Tasche. Langsam füllt sich meine Dekoschale zu Hause! Weiter ging der Lauf am Supermarkt vorbei, der wie jeden Morgen, gerade mit frischen Blumen von Flower Power beliefert wurde. An der Bushaltestelle standen viele Schüler, die auf den Schulbus warteten und durch die ich mir einen kleinen Weg hindurch bahnen mußte. Der Berufs- und Lieferverkehr nahm zu und ich begegnete immer mehr Menschen, die in alle Richtungen eilten. Die Rolläden an den Häusern wurden hoch gezogen und an der Apotheke zeigte das Thermometer 14 Grad an. An dieser Stelle kontrolliere ich immer, ob mein Kälte- und Wärmegefühl wohl mit der Realität übereinstimmt.

Dann kommt das Haus unseres „Lieblingsfeindes“ und mein Hund geht bereits in Stellung. Ich ziehe die Leckerlis. Und da Lieblingsfeind Nummer 1 heute anscheinend nicht zu Hause war, laufen wir brav vorbei und gönnen uns ein Leckerchen. Dann laufe ich wieder weg von der Straße und habe von einem Höhenweg einen wunderbaren Blick auf den Rhein und das Siebengebirge. Davor liegt in blauem Morgendunst gehüllt die Stadt Bonn im Tal.

Nun begegnete ich noch mehreren Hundebesitzern und anderen Joggern. Einige kannte ich von meinen morgendlichen Läufen und ich wechselte ein paar Worte, während mein Hund am Rand des Weges die Hundezeitung las.

Zum Schluß ging es einen lang gezogenen Berg hinunter, den ich in großen Schritten nahm. Mein Hund wurde auch immer schneller, da er wahrscheinlich bereits sein Morgenfutter bildlich vor Augen hatte. Ich freute mich auf eine Dusche und einen leckeren Morgenkaffee. Der Tag konnte beginnen.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag.

      

Gestern war schönstes Wetter und der Tag des Sponsorenlaufes an der Schule meiner Söhne. Ich hatte bereits geschrieben, dass ich mich freiwillig als Streckenposten für diesen Lauf, mit dem Gelder für die abgebrannte Schulaula gesammelt werden sollten, gemeldet hatte. Also schwang ich mich vormittags auf mein Fahrrad und radelte über die Felder einige Kilometer bis ich in einem Nachbarort an dem vereinbarten Platz stand. Hier sollte ich nun zwei Stunden stehen und in erster Linie aufpassen, dass niemand über die vorhandene Abkürzungsmöglichkeit die Runde verkürzte. Ich hatte zunächst gedacht, dass Streckenposten eher zum motivieren oder Richtung zeigen da sind. Gestern wurden wir jedoch von den zuständigen Lehrern so aufgeteilt, dass möglichst den Jugendlichen Abkürzungen verbaut wurden. So stand ich dann vor einem Altkleidercontainer und betrachtete die Graffiti und staunte, wer so alles in den zwei Stunden vorbei kam und Flaschen in den gleichfalls vorhandenen Altglascontainern entsorgte.


                                         

Ich hatte die Kamera dabei, kann aber keine Bilder vom Lauf zeigen, da ich hier ansonsten wahrscheinlich mit Persönlichkeitsrechten in Konflikt käme. So beschränkte ich mich darauf den Container, die Graffiti und einen Sportschuh zu fotografieren. Als mehrere der Jungen aus der Mittelstufe dann doch hinter dem Container in die Abkürzung abbiegen wollten, drohte ich mit Foto. Bei einigen Jungen half es und sie bogen brav wieder auf die Straße ab. Drei jedoch ließen sich nicht von mir beeindrucken und liefen schnurstracks durch die Abkürzung. Wie ich später erfuhr, passierte das an mehreren Stellen. Schummeln scheint also immer noch sehr beliebt unter den Jugendlichen zu sein. Ich gebe ja zu, dass ich auch nicht immer so gerne gelaufen habe, wie ich das heute tue. Zu meiner Schulzeit mussten wir Mädchen immer 3 Kilometer und die Jungen 5 Kilometer laufen. Heute für mich ein Klacks. Damals hatten wir alle keine Lust dazu und ich weiß, dass es immer einige gab, die damals bereits versuchten, die Runden auf die eine oder andere Art abzukürzen.

Was ich gestern dann aber an Leistung von der Oberstufe sah, hat mich dann doch eher an einen Seniorenwandertag erinnert. Es gab vielleicht 10 bis 15 Schüler, die sich redlich bemühten einige Runden zu laufen und richtig gut dabei waren. Die meisten anderen hatten es zumeist nicht einmal für nötig befunden Sportzeug anzuziehen, sondern schlichen ganz gechillt in Grüppchen im Kreis herum, wobei Musik natürlich nicht fehlen durfte. Viele waren gar nicht angetreten. Ich war doch ein wenig verwundert. Anscheinend rissen die Unter- und die Mittelstufe es hier raus. Ich dachte darüber nach, ob ich für solch ein Verhalten Verständnis aufbringen sollte, musste, durfte. Vielleicht können auch viele der jungen Leute sich heute gar nicht mehr wirklich gut bewegen. Doch was werden die, denen drei Kilometer spazieren gehen heute bereits zu viel sind, erst mit 50 machen? Schlägt die Natur so zurück? Viele Fragen – wenig Antworten.

Nachdem das letzte Wandergrüppchen an mir vorbei geschlendert war, schwang ich mich nach zwei Stunden Strecken stehen auf mein Rad  und fuhr nachdenklich nach Hause.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag mit viel Licht und ausreichend Schatten.

ich hör auf zu biken

Veröffentlicht: 9. Mai 2011 in Leonies Leben 2011, Sport
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Gestern war ein recht merkwürdiger Tag. Als ich mit dem Hund morgens an der Leine am Fahrrad die letzten 400 Meter zu unserem Haus auf dem Fußweg fuhr, kam mir auf der Straße ein Auto entgegen. Ungefähr 300 Meter vor mir fuhr es ohne abzubremsen – schätze ca. mit 50 km/h – mit den rechten Rädern auf den Fußweg und hielt auf mich zu. Ich war unheimlich erschrocken und starr vor Schreck. 50 Meter vor mir hielt der jugendliche Fahrer wieder auf die Straße. Ich sah nur noch wie drei Jugendliche im Auto die Situation anscheinend lustig fanden. Ich hingegen war ziemlich geschockt über die ganze Situation und zitterte so, dass ich das Fahrrad nach Hause schieben musste. Was es so alles gibt! Oder muß ich mich jetzt freuen, dass ich überhaupt noch am leben bin?

Das jedenfalls war gestern mein erstes Fahrraderlebnis. Nachmittags ging es dann mit einem Bekannten zum „biken“ wie er sagte. Da ich mein ganzes Leben gerne Rad gefahren bin, mich von dem morgendlichen Schock erholt hatte und sooo schönes Wetter war, willigte ich gerne ein, mit auf eine Tour um herum Bonn zu kommen.

Mein Bekannter hat in letzter Zeit die Liebe zum Fahrrad fahren entdeckt und sich mit einem sehr guten Fahrrad, sehr teurer Biking Montur usw. eingedeckt. Das ist ja auch in Ordnung, wenn er Freude daran hat. Ich selber habe das Fahrrad bislang eher für Wege zur Schule, zur Uni, zur Arbeit, in die Stadt und zum einkaufen benutzt. Es ist mein Transportmittel. Nur sehr selten mache ich Touren nur um der Touren willen, sondern fahre gerne ganz zielgerichtet, um mir etwas zu erledigen oder etwas anzusehen. Ausnahme ist die kleine Runde mit dem Hund.

Ich halte mich auch für eine recht sportlich und zügig fahrende Radfahrerin und durch das tägliche Joggen habe ich auch eine ganz gute Kondition. Dennoch war ich nicht gefasst auf das, was mich gestern erwartete. Mein Bekannter raste auf seinem neuen Leichtrad mit Montur einschließlich Klickies voran und ich bemühte mich mit meinem etwas älteren schweren Mountainbike tapfer mitzuhalten. Runter ging es an den Rhein. Ich hatte allerdings keine Zeit die wunderschönen Ausblicke zu genießen, die sich uns wahrscheinlich boten, denn ich musste um die vielen Menschen Slalom fahren und mich sehr bemühen, den Anschluss zu halten. Auch durfte ich mir die Kommentare der Fußgänger („die haben wohl einen Termin“ usw,) anhören, während mein Begleiter schon in einer Staubwolke 100 Meter vor mir verschwunden war.

So ging es ohne Rast und Ruh am Rheinufer rauf und runter und ich war froh, als mein Begleiter nach ca. 2 Stunden und gefühlten 50 Kilometern wieder Richtung Heimat lenkte. Es gab noch die Möglichkeit über einen Berg nach Hause zu fahren. Ich bin über diese Anhöhe auch schon einmal rüber gefahren, als ich in dem Stadtteil oben zum Zahnarzt musste. Gestern jedoch sah ich keinen Sinn darin, mich bei 30 Grad zum Abschluss der Tour auch noch freiwillig den Berg hoch zu quälen. Ich fuhr dann allein die längere Strecke um den Berg herum, während mein Begleiter die Herausforderung suchte. Dennoch kam ich vor ihm am Ziel an, um mir dann anzuhören, dass das doch kein biken sei, was ich betriebe.

Recht hat er. Seit gestern weiß ich: biken lasse ich andere. Ich fahr nur noch Rad.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und gutes radeln.