Mit ‘Steine’ getaggte Beiträge

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Wenn meine silbernen Dekosteine aus echtem Silber wären, dann wäre ich wohl steinreich. So bleibt es beim schönen (Stein)Schein. Ich wünsche Euch allen einen guten Wochenstart und immer einen silbernen Streifen der Hoffnung am Horizont.

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Steinerne Figuren säumen den Weg - Angkor Thom

Steinerne Figuren säumen den Weg – Angkor Thom

Nach dem beeindruckenden Besuch von Angkor Wat fährt uns unser Tuk Tuk Fahrer zu dem nächsten Tempelkomplex. Etwa fünf Kilometer von Angkor Wat liegt Angkor Thom. Wir knattern mit dem Tuk Tuk durch grüne Wälder, die allerdings – wie im Moment das ganze Land – ein wenig unter Wasser stehen. Große Bäume, die in ihrem Leben bestimmt schon viel gesehen hatten, um uns herum. Immer wieder ragen aus dem Grün Reste in Form von Mauern, Statuen und Steinen aus der Khmer Zeit heraus.

 

mit dem Tuk Tuk unterwegs

mit dem Tuk Tuk unterwegs

Durch ein großes Tor, dessen Zufahrt mit steinernen Tieren gesäumt ist, geht es auf das 3 Quadratkilometer große Gelände von Angkor Thom. Der erste große Tempel, der den Besucher erwartet, ist der Bayon aus dem späten 12. Jahrhundert. Er besteht aus 37 steinernen Türmen und seine Silhouette ist neben der von Angkor War wohl die bekannteste hier in Siem Reap. Bereits ein wenig müde, ersparen wir uns nun die genaue Erkundung jeden Quadratmeters, den wir noch in Angkor Wat mitgenommen haben. Doch zwei Umrundungen im inneren und äußeren Bereich sind für uns selbstverständlich. Dann geht es in die kühlen Gemäuer, in denen buddhistische Altäre in einigen dunklen felsigen Ecken stehen. Überall werden dort umsonst oder gegen eine kleine Spende Glücksbänder angeboten.

 

Steine, Steine, Reliefs

Steine, Steine, Reliefs

Mittlerweile trage ich davon einige um den Arm. Kann ich so viel Glück tragen und vertragen?  Mein letztes Band aus Thailand hat fast vier Jahre gehalten und wurde immer dünner. Anfang dieses Jahres ist es dann gerissen. So wurde es Zeit, ein neues Band aus Asien zu bekommen :-). Im Bayon steigen wir viele Stufen hoch und runter. Während Angkor Wat ein hinduistischer Tempel ist, ist der Bayon ein buddhistischer Ort. Auch hier wieder viele Reliefs, die neben Kriegsszenen, Markttreiben und Schachspielern auch eine Geburt abbilden.

Steile Treppen

Steile Treppen

 

Immer noch auf dem Gebiet des Angkor Thom wandern wir in den nächsten zwei Stunden über hübsch angelegte Grasflächen und durch wilde Natur. Der Reihe nach besichtigen wir hier sieben weitere Tempel und Sehenswürdigkeiten.

Buddha - Angkor Thom

Buddha – Angkor Thom

Dazu gehört der Baphuon, ein großer Tempel aus dem 11. Jahrhundert. Wie viele andere Tempel hier in Siem Reap, wird auch der Baphuon gerade restauriert. Doch die Restauration dieses Tempels hat bereits vor Jahrzehnten begonnen. Im Krieg gingen allerdings die Pläne verloren und tausende von Steinen mussten wie ein Puzzle neu zusammengesetzt werden.

Relief

Relief

 

In Angkor Wat arbeiten Wissenschaftler der Universität Köln. In anderen Tempeln arbeiten Teams aus anderen Ländern.Auch die EU und die UN stellen Geld bereit. Ein Fremdenführer verrät uns, dass Kambodia leider selber nicht viel unternimmt und sich auf die ausländischen Gelder verlassen würde. Auf die Frage, wohin denn die hohen Eintrittsgelder, die täglich doch mehr als 1 Mi. Euro betragen dürften, gingen, erklärte uns eine Dame im deutschen Pavillion in Angkor Wat, dass Betreiber der Tempel eine private Gesellschaft sei und die Gelder nicht oder zumindest nicht vollständig in die Restaurierung und Erhaltung fließen würden.

Relief

Relief

Lassen sich so die vielen Luxuskarossen erklären, die hier in dem armen Land auf den Straßen unterwegs sind?

Natur - große Bäume, alte Mauern

Natur – große Bäume, alte Mauern

 

Zu den Sehenswürdigkeiten auf dem Gebiet von Angkor Thom gehören auch zwei riesige Terrassen, von denen sich ein schöner Aus- und Überblick bietet. Die Elefantenterrasse und die Königsterrasse . Beide Bauwerken, die jeweils ungefähr 300 Meter lang sind, sind buddhistischen Ursprungs. Hohe Mauern, Reliefs und Statuen umgeben und schmücken die nebeneinander liegenden Terrassen. Auch eine Tempel mit einer großen Buddhastatue ist in der Nähe. Zwischendurch gibt es für uns frische Ananas und eine Kokosnuss zur Stärkung.

eine kleine Stärkung wird vorbereitet

eine kleine Stärkung wird vorbereitet

 

Touristen aus aller Welt bestaunen das Weltkulturerbe

Touristen aus aller Welt bestaunen das Weltkulturerbe

Dann geht die Tempeltour weiter. Wir besuchen noch den Tempel Ta Keo. Er ist über einen langen Zuweg zu erreichen und wirkt innen dunkel und verwinkelt. Weiße Kühe grasen in der Nähe und kleine Kinder spielen zwischen den vielen großen und kleinen Mauern verstecken. Dieser Tempel ist aus dem 11. Jahrhundert. Wir können die gesamte Tempelanlage der Länge nach durchwandern und unser Fahrer wartet auf der anderen Seite auf uns.

Kinder spielen verstecken

Kinder spielen verstecken

Die Tempel liegen alle nur wenige Kilometer von einander entfernt. Aber kurzes Ausruhen während der Fahrt im Tuk  Tuk mit frischem Fahrtwind muntert wieder auf.

Wurzeln

Wurzeln

 

Wurzeln

Wurzeln

Wir besuchen noch einen weiteren Tempel und kommen zum Abschluss der Tour zum Tempel Ta Prohm. Dieser Tempel hat mir neben Angkor Wat am Besten gefallen. Ein langer Zuweg führt zu dem viereckig angelegten Tempel. Hier hat die Natur die Steine fest im Griff. Riesige Bäume umsäumen die Tempelanlage. Ihre dicken Wurzeln ranken sich an allen Seiten über das Mauerwerk. Beeindruckende Bauwerke – starke wilde Natur.

Elefant - Angkor Thom

Elefant – Angkor Thom

 

Hier könnte ein Drehort für mystische oder auch Horrorfilme sein. Der Ort wirkt wie aus einer anderen Welt. Ich kann mich gar nicht satt sehen an der üppigen Natur, die hier um die alten Felsen wuchert. Besucher lassen sich alle gerne neben den großen Wurzeln ablichten. Auch ich versuche ein wenig zu fotografieren. Doch das Licht ist für mich schwer zu handhaben. Zwischen den Mauern ist es dunkel. Doch von oben scheint die Sonne gleißend durch das Blätterdach der hohen Bäume.

 

Prasat Kavan - in der Abendsonne

Prasat Kavan – in der Abendsonne

Zum Abschluss des Tages sehen wir dann doch noch den wirklich „allerletzten“ Tempel, den Prasat Kravan, ein kleiner Hindutempel  aus dem 10. Jahrhundert. Nun kommt die Sonne langsam aus der Höhe und das Licht über dem gelben Gemäuer schimmert rötlich. Ich sitze auf den alten Felsen und schaue auf die weite grüne Landschaft vor mir. Weiße Kühe mit Halsbändern grasen um den Tempel. Ein friedlicher Moment und ein wunderschöner Abschluss für einen einzigartigen Tag.

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Lasko denkt auf dem Schiff

Lasko denkt auf dem Schiff

Gestern – nein, genauer gesagt: am letzten Mittwoch. Wir waren mit dem Schiff unterwegs. Von Aalborg ging es auf dem Limfjord Richtung Osten. Es war leider (oder auch nicht) wieder einmal ein verregneter, grauer und kühler Tag. Aber daran hat sich sogar Leonie mittlerweile gewöhnt. Wir freuten uns, als wir mittags in der kleinen Stadt Hals am Ende des Limfjords ankamen. Dort in dem 12.000 Seelenort am Kattegat machten wir Pause. Ein paar Stunden Zeit für einen kleinen Landausflug. „Hals ist immer einen Ausflug wert“, sagte Leonie und kletterte an Land. Besucher können die kleine Stadt mit Kirche und Hafen und die Schanze besichtigen.

Kommt der Halsbesucher jedoch – wie wir – im Sommer an einem Mittwoch an, dann herrscht in Hals besonders buntes Treiben. Es ist Markttag. Und das heißt in Hals, dass es nicht nur Gemüse, Obst und Früchte gibt. Nein, es wird getrödelt. Überall in fast allen Straßen des kleinen Städtchens sind Stände aufgebaut. Da verkaufen Kinder neben Profis. Es gibt neue Haushaltswaren, alte Töpfe, Strickwaren, alte Bücher und CDs. Nichts was es an diesem Tag in Hals nicht gibt. Und vor allen Dingen viele Schnäppchen. Während Leonie nach geflochtenen Kisten Ausschau hielt, suchte ich nach alten Knochen. Doch letztlich musste selbst Leonie zugeben. Es gibt doch etwas, was es in Hals nicht gibt. Und das sind alte Knochen. Jedenfalls haben wir keine entdeckt. Zur Entschädigung kaufte Leonie dann einen Poelser und gab mir ganz großes Stück ab.

Nachdem die geflochtenen Kisten, in denen Leonie ihre Sachen verstauen will, auf dem Schiff waren, fuhren wir weiter hinaus auf das Kattegat. „Kattegat heißt Katzenloch“, meinte Leonie zu mir und grinste. Das ist schon ein merkwürdiger Name für so ein Meer. Seehunde haben wir im Kattegat gesehen. Eine Katze ließ sich hingegen nicht blicken. Nicht einmal in Hals selber. Ich finde, dass das Kattegat in Hundegat umbenannt werden sollte. Denn es gibt nicht nur in Hals viele Hunde, sondern vor Hals auch viele Seehunde. Und außerdem hört sich Hundeloch doch sehr viel besser an als Katzenloch. Finde ich jedenfalls –  und was meint Ihr?

Heute – hier einige Bilder vom Trödelmarkt in Hals

LHals_2Kindervergnügen am MarktrandLHals_6Selbst Steine stehen hier zum Kauf – doch alte Knochen? Fehlanzeige!LHals_7Leonie gingen gleich viele Lichter aufLHals_8in Hals wird getrödelt und geparkt 🙂LHals_11grelle Farben gegen RegenfrustLHals_13In Hals waren am Markttag  viele dänische und auch deutsche Hunde unterwegs. Und keiner fand alte Knochen und wenn doch, hat er es mir nicht verraten.LHals_14Leonies Lieblingsboxen – eingesetzt in Bonn, Aalborg und auf Teneriffa. Den Verkäufer seht Ihr hinter dem Loch.LHals_15warmen Mützen werden hier auch im Sommer benötigt

LHals_16bunte Stühle undLHals_17buntes Markttreiben

LHals_18bunte Menschenhalsbänder – bunte Hundehalsbänder habe ich vergeblich gesucht – brauche ich auch nicht wirklichLHals_20braucht jemand ein weißes Zweirad?LHals_24oder einen hübschen grauen Toilettensitz?LHals_25für jeden Stil etwas dabei – Hundemäntel und Hundedecken leider nicht im AngebotLHals_27vielleicht sind unter den alten Helmen und Schüsseln doch irgendwo Knochen versteckt – habe alles gut abgeschnüffeltLHals_29und wenn nichts mehr hilft, dann vielleicht ein Fadoel 🙂

Morgen – goodbye Dänemark – Deutschland wir kommen

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Lasko wandert, badet und denkt ein bisschen

Lasko wandert, badet und denkt ein bisschen

Gestern – wir waren den ganzen Tag in der Masca Schlucht rauf und runter am wandern. Es ist schon etwas merkwürdig, obwohl wir diese Wanderung so viele Male gemacht haben, ist es immer wieder anders. Leonie sagt, dass der Lichteinfall in der Schlucht jedes Mal ein anderer sei. Auch das Wetter ist unterschiedlich, die Vegetation ist jahreszeiten entsprechend verschieden, der Wasserstand wechselt und die uns begegnenden oder begleitenden Menschen sind immer wieder andere.

Für mich gibt es natürlich auch  immer wieder andere Düfte. Und hinter irgendwelchen Büschen finde ich jedes Mal wieder andere neue Picknickreste. So wird es uns in der Schlucht nie langweilig. Eine Sache bleibt für mich und die ändert sich nie. Ich genieße alle Naturteiche in der Schlucht. Ein Wellness Bad zwischendurch in einem der zahlreichen Naturteiche ist einfach zu erfrischend.

Leonie achtete gestern besonders auf Steinmännchen und schaute die vielen kleinen und großen Steinhäufchen, die wir passierten, mit Interesse an. Doch an einer Stelle blieb sie abrupt stehen. „Was ist das denn?“, wunderte sie sich. Dort waren sehr viele kleine Steine von Menschen auf große Steine gelegt worden. Steinmännchen waren das eigentlich nicht. Aber schaut selbst.

Steine?

Steine?

Steinmännchenhaufen?

Steinmännchenhaufen?

Steinhaufen ?

Steinhaufen ?

Sind das nun Steine, Steinhaufen oder Steinmännchenhaufen oder…? Habt Ihr eine Idee. Leonie meinte, vielleicht könnte es Glück bringen, einen Steinen dazu zu legen. Also legte sie einen Stein dazu und ich markierte noch einmal kräftig, um den Wunsch zu verstärken :-).

Heute – Leonie sitzt und tüfftelt an dem Feedreader. Sie hat nach dem guten Ratschlag von Clara „Brief“ heruntergeladen und hat bereits auf vielen Blogs nachgeschaut, ob sie diesen per RSS Reader folgen kann. Bei einigen ist sie fündig geworden. „Toll“, murmelte Leonie. „Das wäre geschafft. Nun kann ich per Reader folgen. Doch was mache ich mit den Blogs, auf den ich keinen Button für Rss finde?“

Ich kann Leonie diese Frage leider nicht beantworten, obwohl ich über eine Stunde darüber nachgedacht habe. Vielleicht gibt es auf jedem Blog einen Geheimbutton? Oder Leonie kann diesen Blogs vielleicht auch überhaupt nicht mit RSS folgen? Mhmm….ich bin mit meinem Hundelatein am Ende. Vielleicht kann von Euch jemand Leonie helfen?

Morgen – ich hoffe, dass dieses kleine Problem mit Eurer Hilfe morgen gelöst sein wird.

Wau, nicht mehr nötig. Gerade rechtzeitig vor Redaktionsschluss 🙂 hat Leonie die Lösung gefunden. Manchmal hilft es wohl tatsächlich, einfach eine Frage aufzuschreiben und die Lösung kommt dann von allein.

Lasko und die Steinmännchen

Lasko und die Steinmännchen

Gestern – wir waren auf einen ziemlich kurzen Wanderung, da es ordentlich stürmte und oben in den Bergen recht kalt war. Ich fand das Wetter klasse. Aber Leonie ist mittlerweile ziemlich sonnenverwöhnt und friert bereits bei dem leichtesten Windstoss. Wie soll das nur in Deutschland werden?

Auf dem Rückweg sahen wir kleine Steinmännchen und Leonie versuchte ein paar Fotos zu machen (Wiederholung: Kamera defekt – Bilder haben schlechte Qualität – Kamera muss zur Reparatur – stop). „So ein Mist“, stöhnte sie, als die Kamera mal gerade wieder bei den schönsten und größten Steinmännchen den Dienst versagte. Schließlich legte sie selber Hand an und baute ihr erstes Steinmännchen. Und….die Kamera funktionierte…zumindest ein bisschen. Zufrieden grinste Leonie und baute weiter. Als das Steinmännchen bereits recht groß war, wollte ich auch mal Pfote anlegen und mit helfen. „Lasko“, schrie Leonie böse. Na gut, ich gebe es zu. Ich bin wohl kein so geschickter Steinmännchenbauer. Malen kann ich besser. Das Steinmännchen war krachend zusammen gekracht. Ich hatte nur mal ein bisschen daran geschnüffelt. Warum fällt das blöde Ding auch gleich um?

Zur Strafe musste ich mich dann zwischen zwei andere Steinmännchen setzen und solange still halten, bis Leonie mit der defekten Kamera ein Foto gemacht hatte. Ach fiel mir das schwer. Aber das zerstörte Steinmännchen hatte ich noch nicht verdrängt und so tat ich Leonie den Gefallen.

Heute – wir können für follygirl Petra unsere Steinmännchen präsentieren. Lasko proudly presents Steinmännchen (cairns)  gebaut von Leonie und zerstört by……lassen wir das….das war gestern.

Steinmännchen

Steinmännchen

Steinmännchen

Steinmännchen

vorher

Leonie Steinmännchen vorher

nachher

Leonie Steinmännchen nachher

Steinmännchen

Steinmännchen

Steinmännchen

Steinmännchen

das ist kein Steinmännchen

das ist kein Steinmännchen, aber was ist das?

RÄTSEL   Wer weiß was ich da gefunden habe? RÄTSEL

Morgen –  ich werde mich auf mein Sofa zurückziehen und einmal ganz genau darüber nachdenken, wann und wem ich meine Hilfe zur Verfügung stellen soll. Vielleicht ist ab und zu ein wenig Zurückhaltung besser, als gut gemeinte  Hilfe, die letztlich nur zu Ärger führt. Zu dem Thema fällt mir noch so Einiges an. Aber na gut, morgen ist auch noch ein Tag. Gute Nacht.

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Ich erinnere mich, dass mein Vater, als ich ungefähr fünf Jahre alt war, einen Reiseprospekt mit nach Hause brachte. Der Prospekt war nicht so aufwändig wie die heutigen Prospekte. Heute würde man Flyer in schwarz weiß zu dieser kleinen Broschüre sagen. Vorne auf diesem gefalteten Prospekt, der für Urlaub im Harz warb, war ein kleiner Bach abgebildet, in dem große Steine lagen. Über diese Steine sah man Wanderer den Bach überqueren. Mich hat dieses Bild als Kind auf seltsame Weise fasziniert. Ich sehe es noch heute nach so vielen Jahren bildlich vor mir.

Ich wünschte mir damals sehr, auch einmal über so einen Bach mit Steinen gehen zu können. „Wenn wir Urlaub im Harz machen, kannst Du auch über so einen Bach springen“, erklärte mir mein Vater. Leider kam es aus vielerlei Gründen und familiären Verpflichtungen meiner Eltern weder zu diesem noch zu einem anderen Urlaub. Es mussten andere Wanderer über den Bach von Stein zu Stein hüpfen. Ich habe das Bild jedoch nie ganz vergessen.

15 Jahre später hatte ich einen Freund, der im Harz studierte und war häufiger zu Besuch im „westlichen Harz“. Da hatte ich endlich die Gelegenheit nach so einem Bach, wie ich ihn auf dem Prospekt gesehen hatte, zu suchen. Ich wollte immer noch gerne einen Bach auf den darin liegenden Steinen überqueren. Leider habe ich den Bach im Harz nie gefunden.  Ich bin allerdings überzeugt davon, dass es sicherlich solche Bäche dort in Vielzahl gibt.

In späteren Jahren bin ich viel gereist und der Bach war ganz langsam ein wenig  in meinem Kopf verblasst. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass ich ihn irgendwo auf der Welt in meinen späteren Jahren gesucht oder einen ähnlichen Bach je gefunden hätte. Bis ich nach Masca kam

Bei meiner einsamen Wanderung durch die Mascaschlucht waren häufig Wasserläufe auf Steine zu überqueren. Ich merkte, dass es mir eine große Freude machte, von Stein zu Stein zu springen. Ich hatte auch überhaupt keine Angst, dass ich abrutschen könnte. Jede Gelegenheit, die sich bot, nutzte ich, um auf den Steinen die Wasserläufe zu überqueren. Mir wurde immer bewusster wie glücklich mich das machte. Und auf einmal wusste ich warum. Das verblasste Bild aus der Kindheit tauchte wieder auf. Ich sah das Bild mit dem Bach aus dem Harz vor mir und spürte ganz intensiv meinen einstigen tiefen Wunsch, dort am Bach zu sein und über die Steine zu springen. Und die Wasserläufe vor mir in Masca waren noch um einiges größer als der Bach in meinem Kopf und nach meinem Gefühl, auch schöner ( da nicht in schwarz weiß). Ein Kindheitswunsch war erfüllt und ich glücklich.

Kennt Ihr auch Wünsche, die aus der Kindheit stammen und nach so vielen Jahren wieder auftauchen?

Ich danke Euch für Eure tollen Hinweise gestern zum Umgang mit alten Blogeinträgen und wünsche Euch allen einen wunderschönen Tag.