Mit ‘suchen’ getaggte Beiträge

Ich erinnere mich, dass mein Vater, als ich ungefähr fünf Jahre alt war, einen Reiseprospekt mit nach Hause brachte. Der Prospekt war nicht so aufwändig wie die heutigen Prospekte. Heute würde man Flyer in schwarz weiß zu dieser kleinen Broschüre sagen. Vorne auf diesem gefalteten Prospekt, der für Urlaub im Harz warb, war ein kleiner Bach abgebildet, in dem große Steine lagen. Über diese Steine sah man Wanderer den Bach überqueren. Mich hat dieses Bild als Kind auf seltsame Weise fasziniert. Ich sehe es noch heute nach so vielen Jahren bildlich vor mir.

Ich wünschte mir damals sehr, auch einmal über so einen Bach mit Steinen gehen zu können. „Wenn wir Urlaub im Harz machen, kannst Du auch über so einen Bach springen“, erklärte mir mein Vater. Leider kam es aus vielerlei Gründen und familiären Verpflichtungen meiner Eltern weder zu diesem noch zu einem anderen Urlaub. Es mussten andere Wanderer über den Bach von Stein zu Stein hüpfen. Ich habe das Bild jedoch nie ganz vergessen.

15 Jahre später hatte ich einen Freund, der im Harz studierte und war häufiger zu Besuch im „westlichen Harz“. Da hatte ich endlich die Gelegenheit nach so einem Bach, wie ich ihn auf dem Prospekt gesehen hatte, zu suchen. Ich wollte immer noch gerne einen Bach auf den darin liegenden Steinen überqueren. Leider habe ich den Bach im Harz nie gefunden.  Ich bin allerdings überzeugt davon, dass es sicherlich solche Bäche dort in Vielzahl gibt.

In späteren Jahren bin ich viel gereist und der Bach war ganz langsam ein wenig  in meinem Kopf verblasst. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass ich ihn irgendwo auf der Welt in meinen späteren Jahren gesucht oder einen ähnlichen Bach je gefunden hätte. Bis ich nach Masca kam

Bei meiner einsamen Wanderung durch die Mascaschlucht waren häufig Wasserläufe auf Steine zu überqueren. Ich merkte, dass es mir eine große Freude machte, von Stein zu Stein zu springen. Ich hatte auch überhaupt keine Angst, dass ich abrutschen könnte. Jede Gelegenheit, die sich bot, nutzte ich, um auf den Steinen die Wasserläufe zu überqueren. Mir wurde immer bewusster wie glücklich mich das machte. Und auf einmal wusste ich warum. Das verblasste Bild aus der Kindheit tauchte wieder auf. Ich sah das Bild mit dem Bach aus dem Harz vor mir und spürte ganz intensiv meinen einstigen tiefen Wunsch, dort am Bach zu sein und über die Steine zu springen. Und die Wasserläufe vor mir in Masca waren noch um einiges größer als der Bach in meinem Kopf und nach meinem Gefühl, auch schöner ( da nicht in schwarz weiß). Ein Kindheitswunsch war erfüllt und ich glücklich.

Kennt Ihr auch Wünsche, die aus der Kindheit stammen und nach so vielen Jahren wieder auftauchen?

Ich danke Euch für Eure tollen Hinweise gestern zum Umgang mit alten Blogeinträgen und wünsche Euch allen einen wunderschönen Tag.

In meinen (vorerst) letzten Wochen hier auf Teneriffa habe ich nun tatsächlich noch einen Spanischkurs für Ausländer gefunden. Der läuft in Puerto Santiago jeden Winter von Anfang November bis Anfang April. Leider habe ich erst vor zwei Wochen überhaupt davon erfahren. Ich liebäugele bereits mit dem Kursus im nächsten November  :-). Um mich nach Einzelheiten zu erkundigen, wanderte ich mit Hund letzte Woche nach Playa Arena zum Touristenbüro und erfuhr, dass ich auch noch in diesem Jahr an dem Kurs (vorübergehend) teilnehmen könnte. Nach einigem hin und her hat man mir schließlich erlaubt, wenn ich einen Monat zahle, noch drei Wochen teilzunehmen. Dadurch kann ich jetzt in meinem letzten Monat zwei Mal in der Woche für zwei Stunden in der örtlichen Bibliothek bei einer sehr netten Spanischlehrerin zusammen mit einer deutschen und drei englischen Damen und Herren Spanisch lernen.
Im Unterricht wird richtig viel gesprochen. Das ist genau das, was mir fehlte und was mir richtig gut tut. Hinzu kommt, dass es eine sehr angenehme Atmosphäre in dem Kreis ist und viel gelacht wird. Gegen so einen schönen Unterricht hätte ich auch täglich nichts einzuwenden. Das nette Klima dort und die angenehmen Gespräche mit den Teilnehmern bestärken schon jetzt meinen Wunsch im November auf jeden Fall wieder zu kommen.
Damit Hundi sich in meiner Abwesenheit nicht langweilt, wenn ich Spanisch lerne, denke ich mir ab und zu ein paar Suchspiele für ihn aus. Meine Hundetrainerin aus Bonn war so nett, mir zu Weihnachten ein kleines Büchlein „Einfach schnüffeln – Nasenspiel für den Hundealltag “ zu schicken. Über diese erste und einzige Post hier habe ich mich unheimlich gefreut.  Da ich keinen Briefkastenschlüssel habe, habe ich sie mit einem langen Küchenwender aus dem Briefkasten gezaubert.
Nun können Hund und ich Schnüffelspiele ausprobieren. Eins davon seht ihr auf dem Bild: Ein „wenig“ Futter in der leeren Wasserflasche und Hund muss die Flasche hin und her, um an das Futter zu kommen. Das Futterspiel ist genau das richtige für einen kleinen verfressenen Labrador. Und er ist über einen längeren Zeitraum gut beschäftigt. So habe ich Spanisch und Hund Suchen und Schnüffeln.


Ich wünsche Euch einen angenehmen Tag.

Der letzte Tag des Jahres 2011 ist angebrochen. Heute Nacht um  Punkt 00.00 Uhr, wenn das Neue Jahr beginnt, läuft meine vor mir selbst abgelegte Verpflichtung (im Jahr 2011 täglich zu bloggen) ab. Eine neue Verpflichtung des täglichen Bloggens für das Jahr 2012 werde ich nicht eingehen. Ich werde im Neuen Jahr so viel bloggen, wie ich möchte, Lust und Zeit habe. Ob das dann 3 mal am Tag oder 3 mal in der Woche sein wird, wird sich weisen. Mein persönlicher Tipp ist, dass es eher mehr als weniger sein wird, da ich im Jahr 2011 einfach gemerkt habe, dass ich sehr viel Freude am Bloggen habe, Euch alle meine Leser nicht mehr missen möchte und vielleicht auch ein wenig süchtig bin.

Seit ich im Januar 2011 mit dem Bloggen begonnen habe, habe ich mir häufig die Frage gestellt, ob ich das Bloggen wohl ein ganzes Jahr lang durchhalten werde. Tatsächlich gab es unterschiedliche Tage. Ab und zu flossen mir die Blogbeiträge nur so aus der Feder. Zu anderen Zeiten, wenn ich mit sehr vielen anderen Dingen befasst war, gestaltete es sich ab und zu durchaus schwerer. Umso mehr freue ich mich heute, dass ich durchgehalten habe. Das ist mir natürlich nicht alleine gelungen, sondern ich weiß sehr gut, dass ich diesen meinen kleinen Erfolg ausschließlich Euch allen, meinen Lesern zu verdanken habe. Ohne Euch hätte ich diesen Blog nicht mal einen Monat schreiben können. Daher ganz großen und lieben Dank an Euch alle.

Fast ein Jahr war ich nun auf der Suche und bin seit einiger Zeit auf Teneriffa gelandet oder gestrandet. Ich habe in diesem Jahr – auch gerade durch Euch – viel gesehen, erlebt und gefunden. Wie ein fließender Fluss ging das Leben weiter und fast ganz nebenbei habe ich mich am Ende zu meinem eigenen größten Staunen selber gefunden. Damit ist die große Suche für mich beendet. Das heißt jedoch nicht, dass das Leben nun zu Ende ist. Es geht weiter, bleibt spannend und macht neugierig auf mehr. Das Suchen im Sinne von „die Dinge heran kommen lassen“, „alles mit interessierter Neugier betrachten“ und „weiter im großen Spiel des Lebens dabei sein“, werde ich nur zu gerne weiter betreiben. Daher wird es diesen Blog auch im Jahr 2012 unter dem  Namen Sucherin geben.

Was werde ich schreiben?

  1. Ich werde unter der Kategorie Reisen weiter über meine Reisen und mein momentanes Leben hier auf Teneriffa berichten.
  2. Auch über meinen Hund, den kleinen verfressenen Labrador, Kater und andere Tiere wird es weiter Geschichten in der Kategorie Tiere geben.
  3. Dann möchte ich eine Kategorie „die Geschichte zum Bild“ einrichten. Hier werde ich Fotos zeigen und vielleicht etwas, das zu dem Bild dazu gehört, erzählen (wie z.B. die Geschichte hinter dem Bild). Gerne würde ich diese Kategorie auch als gemeinsames Projekt laufen lassen und habe mir bereits fachlichen Rat bei Clara eingeholt, da ich bislang keine Ahnung hatte, wie so ein Projekt überhaupt laufen kann/soll/muss. Daher wäre ich sehr glücklich, wenn ich Eure Meinung über so das von mir geplante Projekt vorab erfahren würde. Ich freue mich über jeden Kommentar, Tipp, Hinweis (auch gerne als Mail).
  4. In „das Leben eben“ werde ich weiter berichten, was so um mich passiert, über Glück und Schatten, über was ich stolpere, was ich suche und gefunden habe, Sport, Musik, alles von A bis Z, was das Leben eben zu bieten hat (meine heimliche Auffangkategorie ).
  5. Auch die Kategorie Wishcraft werde ich als Wishcraft, Wünsche und Coaching weiter führen, da ich einfach ein riesiger Fan von der Autorin, Psychologin und Coach Barbara Sher bin. In ihren Büchern, wie z. B. in dem Buch Wishcraft hat sie eindrucksvoll beschrieben, dass jeder Mensch einzigartige Talente in sich trägt. Den Weg zu diesen Talenten weisen uns unsere Wünsche. Folgen wir unseren Wünschen, kommen wir zu dem was wir gerne tun. Was wir gerne tun, werden wir zwangsläufig gut tun und damit nicht nur für uns selber, sondern letztlich der ganzen Welt Gutes tun. Eine Grundaussage ist: Habe den Mut Deiner Intuition und Deinem Herzen zu folgen. In dieser Kategorie möchte ich gerne in den Austausch mit allen Lesern gehen. Wie? Das verrate ich im Neuen Jahr. Für dieses Projekt habe ich eine Vision, die hoffentlich im Jahr 2012 wahr werden kann.

Für einen letzten Tag im Jahr habe ich jetzt fast zu viel geschrieben :-). Nun werde ich mit meinem Mann zusammen diesen unseren vorerst letzten gemeinsamen Tag auf der Insel in vollen Zügen genießen. Denn morgen früh geht leider bereits sein Flieger nach Deutschland zurück. Leider hat mich zwischenzeitlich auch ein kleiner Infekt erwischt und ich schniefe, huste und kämpfe tapfer gegen eine kleine Grippe an. Dennoch werden wir heute Nacht um die Häuser ziehen und uns überraschen lassen, wie so ein spanisches Silvesterfest auf Teneriffa aussehen kann. Auch darüber werde ich sicherlich berichten.

Euch wünsche ich allen einen wunderschönen Tag, eine lange Nacht und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2012. Hoffentlich bis bald.

Nun ist das Jahr 2011 fast herum und ich gehe langsam auf mein einjähriges Blogjubiläum zu. Gibt es noch etwas zu suchen Sucherin? Diese Frage stelle ich mir seit einiger Zeit. Ich habe im Moment das Gefühl, dass ich sehr nahe an dem Punkt, dem Gefühl, dem Zustand (ja was eigentlich?) bin, der meine große Suche beenden wird. Vielleicht habe ich mich zum Ende meines ersten Bloggerjahres selber gefunden?

Ich genieße jeden Tag und empfinde alles, was ich denke und mache als großes Geschenk. Und das was ich mache – das bin einfach nur ich. Keine große Erkenntnis, aber wahr.

Letzte Woche fuhr ich mit dem Wagen einkaufen – ganz banal zu einem Discounter. Ich kaufte ähnlich ein, wie ich es seit Jahren in Deutschland mache. Der einzige Unterschied bestand vielleicht darin, dass ich ein paar Sätze Spanisch sprach und im Winter Sandalen an hatte. Dann setzte ich mich in den Wagen und fuhr nach Hause. Ja, ich nenne es im Moment hier zu Hause. Links von mir ging die Sonne über den Atlantik unter und ich sah Gomera eingetaucht in einem wunderschönen Licht da draußen im Atlantik liegen. Hinter im Wagen lag mein Hund zufrieden ausgestreckt. Ich blickte in den Rückspiegel und sah in einem warmen Licht die von der Abendsonne beschienenen Berge, blauer Himmel und darunter grüne Bananenplantagen. Was für ein Anblick. Durch das geöffnete Fenster wehte der Fahrtwind und die Sonnenstrahlen wärmten auch abends um 18.00 Uhr noch meine Haut.

Ich war einfach nur glücklich und zwar rundherum. Da wusste ich. Ich bin angekommen.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag.

Einige Tage haben es einfach in sich. Und vor diesen Tagen bleibt man auch nicht verschont, wenn man in einem wunderschönen Urlaub auf Teneriffa ist. Das habe ich am eigenen Leib am letzten Sonntag erfahren.

Alles fing bereits am Samstagabend an. Ich wollte gerne mit meinem Mann skypen und meine Mails beantworten und saß am Notebook. Die Internetverbindung war so schwach und schlecht, dass keine Kommunikation mehr möglich war. Also packte ich das Notebook zusammen und schlich im Dunklen quer durch das ganze Haus auf die Terrasse des Hauses, auf der der Empfang am Besten sein soll. Dabei stolperte ich auf der Treppe und konnte noch gerade so mein Notebook vor dem Herunterfallen bewahren. Das aufgeschlagene Knie war eine kleine unangenehme Nebenerscheinung.

Auf der Terrasse erhielt ich vom Notebook die Meldung, dass keine Drahtlosverbindungen erkannt würden. Da mein IPad eindeutig das WLAN des Hauses anzeigte, wusste ich, dass die Störung nicht am WLAN des Hauses liegen konnte. Irgendetwas musste mit meinem Notebook nicht in Ordnung sein. Ich fuhr es hoch und runter, arbeitete mich Punkt für Punkt durch die Systemsteuerung und war am Ende auch nicht schlauer. Ohne Internetverbindung fiel ich am Ende müde ins Bett.

Am Sonntag morgen setzte ich meine erfolglosen Versuche nach meinem Morgenlauf mit dem Hund fort. Auf dem IPad setzte ich Hilferufe in alle Welt (u.a. nach Hause zu meinen Männern und zum Blog) ab. Auch ein netter junger Mann, der hier im Haus wohnt, versuchte sich erfolglos eine halbe Stunde am Notebook. Mittlerweile kannte ich die gesamte Systemsteuerung in und auswendig, aber fand nicht den fehlenden Haken, um die Drahtlosverbindung zu aktivieren. Mein Sohn sandte mir eine Anleitung zur Aktivierung, aber die Verbindung blieb tot. So ließ ich Notebook und Internet und begab mich in den Süden.

Dort machte ich vor den Felsen von Los Gigantes eines schöne Wanderung und fuhr dann nach Playa San Juan, um auch den Hund auf seine Kosten kommen zu lassen. Ich ging an einen einsamen Steinstrand und der Hund konnte schwimmen. Er wollte gar nicht wieder aus dem Wasser und schwamm über eine Stunde. Als er dann endlich heraus kam, hatte er wohl so viel Salzwasser getrunken, dass es ihm in großen Schwällen vorne und hinten heraus kam. Als ich noch schnell in einem Cafe einen Kaffee trank, bevor ich meine Freundin vom Flughafen abholen wollte, passierte „es“ unglücklicherweise auch dort. Das war mir recht unangenehm und ich bot an, sauber zu machen. Man entließ mich mit leicht genervten Blicken. Ich machte mich  zum Flughafen auf.

Wegen einem Stau(!), den ich auf der Insel wirklich nicht erwartet hätte, kam ich gerade noch fast in letzter Minute an, um meine Freundin abzuholen. Ich fand nach langer Kurverei und Sucherei endlich einen Parkplatz. Dann sprintete ich zur Ankunft des Flughafens. Da ich unglücklicherweise vor dem Abflug geparkt hatte, musste ich lange sprinten. Dann las ich auf der Anzeigetafel, dass der Flieger über eine Stunde Verspätung hatte. Aber auch diese Stunde ging herum und nichts Schreckliches passierte.

Irgendwann hatte ich glücklicherweise meine Freundin gefunden und wollte sie zum Auto dirigieren. Leider hatte ich in der Hektik vergessen, wo ich geparkt hatte. Eine geschlagene halbe Stunde suchte ich zwischen den vielen Wagen bis ich  Wagen und Hund wieder hatte. Ich fuhr rückwärts aus der Parklücke, damit wir den Wagen beladen konnten. Während wir hinter dem Wagen standen und einluden, setzte ein sehr alter Herr seinen Wagen rückwärts aus dem Parkplatz ohne nach hinten zu schauen. Wir schrien noch: „Halt, halt“. Er fuhr weiter und hielt erst, als  er meinen Wagen touchiert hatte. Es war nichts Schlimmes passiert, aber ein paar Kratzer hatte mein Wagen abbekommen. Die Situation musste geklärt werden. Dem älteren deutschen Ehepaar war das von ihnen verursachte Malheur völlig egal. Sie entschuldigten sich nicht einmal und wollten weg fahren. Ich forderte zumindest ihre Adressen. Es folgte eine weitere Stunde mit Diskussionen, in denen das ältere Ehepaar meinte, dass sie schon ewig auf der Insel leben würden und sie jeder kenne und überhaupt….. Es kam noch ein Herr von der Autovermietung hinzu und obwohl nur kleine Kratzer am Wagen waren, weitete sich die Diskussion aus und mittlerweile standen 20 Leute um uns herum. Langsam war ich in Schweiß gebadet.

Als wir endlich mit Gepäck und Hund Richtung Gebirge fuhren, war es dunkel geworden. Nun konnte ich zum ersten Mal Fahrt auf schmalen Gebirgsstraßen bei Dunkelheit üben. Das konnte mich an jenem Tag aber auch nicht mehr weiter beunruhigen. Dass wir dabei noch vergeblich nach einem kleinen Restaurant, wo wir ein wenig hätten essen können, suchten, sei nur am Rande erwähnt. Erst in Icod fanden wir eine kleine Taverne, die noch auf hatte. Ich hatte den Hund mit, obwohl Hunde normalerweise nicht mit in Restaurants in Spanien dürfen. Nett fragte ich, ob er ausnahmsweise mit rein dürfe. Der gute Mann winkte uns freundlicherweise herein, was wir dankbar annahmen. Hundi hob das Bein, ehe ich einschreiten konnte, und pisste vor die Tür.?????!!!!!!!

Mein Hund hatte sich während der Fahrt ruhig verhalten. Zu Hause angekommen, trank er drei Schüsseln mit Wasser in Windeseile hinunter und schlang sein Trockenfutter hinterher. Im Ergebnis war eine halbe Stunde später mein gesamter Balkon mit Hundeauswerfungen bedeckt, so dass ich erst einmal Nachts die Terrasse putzen konnte. Unterbrochen wurde ich von Anrufen von zu Hause, die mich ständig fragten, ob ich jetzt nicht endlich das Internet wieder hinbekommen hätte. NEIN – das hatte ich nicht – wann denn bitte auch? Meine Freundin wollte mich entlasten und nahm den Hund mit in ihr Zimmer. Das Ergebnis war, dass ich eine halbe Stunde später auch ihre Terrasse putzen konnte. Die restliche Nacht verbrachte ich mit dem Hund in den dunklen Weinbergen auf Gassigängen, in denen das restliche Salzwasser verarbeitet wurde.

Die gute Nachricht. Spät am Abend erhielt ich aus München einen entscheidenden Hinweis. Als ich mit dem Notebook in der Samstagnacht durch die Dunkelheit im Hause gegangen war, muss ich aus versehen auf eine Tastenkombination gekommen sein, die das WLAN ausgestellt hat. Mit einer Tastenkombination ließ sich das Problem beheben und ich bin wieder online.

Am Ende wird alles Gut und wenn……

Euch wünsche ich einen schönen geschmeidigen Tag.

Maenam Tempel

Du kannst nicht davon ausgehen, dass dein derzeitiger Wissensstand unverändert bleibt. Eine absolute Wahrheit.

Wahrheit wird im Leben gefunden und nicht ausschliesslich im konzeptionellen Denken.

Sei bereit dein ganzes Leben lang zu lernen und dich der Wirklichkeit in dir selbst und der Welt zu öffnen.

Thich Nhat Hanh

So suche ich wieter nach Wahrheit im Leben und versuche dabei  täglich ein ganz kleines bisschen dazu zu lernen. Ich wünsche allen Lesern einen wahrhaft schönen Tag.

Letzten Sonntag habe ich hier die Wahlen in Spanien mit erlebt und war beeindruckt, wie die Leute in meiner Umgebung mit Händen und Füßen die Wahlereignisse und die Politik diskutierten.

Vor ungefähr einer Woche wurde meine Kurzgeschichte tatsächlich im Radio gebracht. Ich habe sie hier auf Teneriffa das erste Mal mit meiner eigenen Stimme gehört. Das war so ungewohnt, dass ich gar nicht mehr richtig hingehört habe. Es hat mich sehr gefreut, dass die Geschichte wirklich vom Sender übertragen wurde. Ehrlich gesagt, heute würde ich sie bereits ganz anders schreiben. Entwicklung?

Endlich habe ich wieder angefangen, weiter an meinem Buch zu schreiben. In der ersten Zeit bin ich dazu leider nicht gekommen, da ich viel von der Umgebung und der Insel sehen wollte und zumeist unterwegs war.

Wenn ich schreibend an meinem kleinen Tisch in der Miniküche sitze und an den Palmen vorbei über den Atlantik blicke, habe ich das Gefühl, dass ich einen guten Ort gefunden habe. Einfach sein im hier und jetzt.

Einem lieben Geburtstagskind sende ich heute ganz besonders liebe Glückwünsche in die Heimat. Euch allen wünsche ich ein angenehmes Wochenende.

Und zum Abschluss noch etwas ganz anderes. Ich möchte gerne diesen Link zu Tasso weitergeben, weil mich die Tötung der rumänischen Straßenhunde doch sehr bewegt. Vielleicht ist der eine oder andere unter Euch, der den Protest dagegen auch unterschreiben möchte.

Macht bloggen süchtig :-)

Veröffentlicht: 5. November 2011 in Leonies Leben 2011
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Herbstcollage Über zehn Monate sind nun bereits vergangen seit ich mit diesem Blog begonnen habe. Warum habe ich begonnen? Ich wollte es wohl einfach mal ausprobieren und über mich und meine kleine Welt ein wenig schreiben. Ich wollte aber auch sehen, wie andere schreiben und was Ihr zu sagen habt. Wie ich dazu kam, als absolute Anfängerin gleich beim täglichen Bloggen 2011 mit zu machen? Ehrlich gesagt, auch das weiß ich nicht mehr. Wahrscheinlich dachte ich mir, wenn Du täglich bloggst, dann vergisst Du es wenigstens nicht :-). Irgendwie war es dann auch so. Ich habe das Bloggen nicht vergessen, sondern saß täglich in der einen oder anderen Art und Weise bei WordPress. Und das nicht nur in meinem eigenen Blog, sondern auch an Euren und vielen anderen. Ich habe gelesen, gelesen und mich manchmal auch gewundert, was es so alles in der Welt gibt.

Häufig habe ich gelacht, geschmunzelt, gestaunt und bin auf Dinge neugierig oder aufmerksam geworden. Auch so manchen praktischen Tip konnte ich hier mitnehmen. Manchmal habe ich mitgefühlt, war betroffen oder traurig. Für alle diese Erfahrungen danke ich Euch. Vielen Dank an alle Schreiber, Foto- und Videoeinsteller.

Nun geht das Jahr 2011 in einigen Wochen zu Ende und ich frage mich bereits, ob und wie es dann hier mit meiner kleinen Suche weitergehen soll. ist die Suche irgendwann zu Ende? Kann ich überhaupt aufhören oder macht bloggen süchtig :-). Wie geht Euch das? Wann habt Ihr angefangen zu bloggen? Hat Euch vielleicht die Bloggersucht bereits fest im Griff? 🙂 Jetzt bin ich wirklich mal sehr gespannt auf Eure Antworten, denn Ihr seid ja schon alle alte Bloggerhasen, oder?

Einen schönen Tag und viele Grüße in die Bloggerwelt.

Auf den Bildern könnt Ihr sehen, was ich suche, wenn ich mich auf den örtlichen Wiesen 30 Zentimeter über der Grasnarbe bewege. Aus der Ferne könnte man vielleicht meinen, dass ich Pilze suche oder Blumen pflücke. Weit gefehlt. Ich suche Tennisbälle.

Wie kann es sein, dass ich die Bälle suchen muss und nicht mein Hund?, fragt Ihr Euch vielleicht. Das ist eine gute Frage. Natürlich soll und will eigentlich mein Wuffel suchen. Wir haben nur ein ganz kleines Problem. Er ist so wild auf das Suchen, dass er bereits los sprintet, wenn ich den Ball gerade aus der Hand werfe. Er schaut nicht, wohin der Ball fliegt und so ist Schwund vorprogrammiert. Schlägt der Ball so auf, dass er noch einmal hoch springt, sieht Hundi ihn zumeist und ist in einer irren Geschwindigkeit beim Ball. Ansonsten muss er ihn schnüffelnd suchen. Häufig kommt es vor, dass Hund und Ball sich in vollkommen unterschiedliche Richtungen von mir fort bewegen. Ich schaue nach rechts und links und weiß ab und zu gerade noch, wo der Hund geblieben ist. Aber wo ist der Ball?

Nächster Schritt: Ich rufe: „Such —– such den Ball“ und Hundi rast wie ein wild gewordener Bluthund mit wedelndem Schwanz durch die Gegend, hat die Nase auf dem Boden und leistet intensive Sucharbeit. Er ist dabei sehr ausdauernd, gut ausgelastet und durch Nichts von seiner Suche abzulenken. Wenn er den Ball dann findet, schnappt er ihn und begießt erst einmal triumphierend die nächst beste Pflanze. „Was bin ich doch für ein toller Kerl“, verkündet er durch die neue Duftnote allen Artgenossen, die an dieser neuen Nachricht sicher sehr interessiert sind.

Ab und zu findet er den Ball  nicht und dann? Dann fange ich selber an zu suchen. Da wir bis zum heutigen Tag ungefähr 15 Hundespielzeuge unterschiedlichster Art auf Bäumen zurück lassen mussten oder im Rhein versenkt haben, gibt es in unserem Hause zurzeit nur noch simple Tennisbälle. Doch auch hier ist der Schwund hoch. Denn ab und zu suche auch ich vergeblich. Vielleicht freut sich dann der nächste Hundebesitzer über einen zerkauten Tennisball.

Finde ich den Ball vor dem Hund, habe ich einen Wurf frei und versuche dem kleinen Wilden beizubringen, doch bitte so lange sitzen zu bleiben, bis der Ball gelandet ist und er die Flugbahn verfolgen kann. Sofern ich den Hund nicht mit einer Eisenkette im Boden verankere, habe ich für diese Maßnahme keine Chance. Er ist einfach ein Balljunkie. Und so gibt es weiter natürlichen Schwund – an zerkauten und unzerkauten Tennisbällen.

Wenn alle Bälle verschossen sind und auch zu Hause kein verirrter Ball mehr im Keller aufzutreiben ist, wird es Zeit nach München zu fahren :-). Dort kenne ich im Olympiapark einen tollen Tennisplatz, um den herum sehr viele  verschossene Bälle liegen. Ich weiß nicht wieso und weshalb. Liegt es an der lockeren Tennisspiel Art der Münchener Bevölkerung? Handelt es sich um einen Lehrplatz oder ist einfach im Süden der Überfluss ausgebrochen? Die Begründung kann mir egal sein, denn ich weiß, dass ich bei Spaziergängen im Olympiapark ausnahmsweise mit mehr Tennisbällen (Hund trägt bis zu drei im Maul) zurückkomme als ich vorher bei mir hatte.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und wenn Ihr Tennisbälle (auch gebraucht) übrig habt, immer her damit :-).

 Basis Big Buddha

Ich nenne mich hier nicht nur Sucherin, sondern ich suche tatsächlich. Im letzten Oktober habe ich ein Seminar besucht, auf dem sich jeder einen Namen geben mußte. Ganz spontan und ganz schnell. Nur mir fiel einfach nichts ein. Ich suchte nach einem Namen. Vielleicht blieb es daher bei Sucherin. Ich erinnere mich an ein Kinderbuch, in dem Pippi Langstrumpf unter die Sachensucher ging. Das mit Sperrmüll zu tun und ist wieder eine andere Geschichte.

An jenem Tag im Oktober nannte ich mich Sucherin und fand trotz Pippi Langstrumpf eigentlich recht einfallslos. Leider ist mir nichts besseres eingefallen. „Na gut“, sagte ich mir damals, „das ist ja nur für diesen einen Tag“. Man fragte mich damals:“Sucherin, was suchst Du denn?“ „Ich suche das Glück“, war meine ganz spontane Antwort. „Nur das Glück – als wenn das so einfach wäre“, dachte ich bei mir.

Auf dem Rückweg von dem Seminar dachte ich viel über den Namen „Sucherin“ und über meine „Suche nach dem Glück“ nach. Nach einiger Zeit kam mir die Namensgebung gar nicht mehr so absurd vor. Denn letztlich bin ich seit knapp über einem Jahr in irgendeiner Weise tatsächlich eine Sucherin. Ich wurde recht plötzlich und rabiat aus meinem bis dahin relativ eingefahrenem Leben hinaus geworfen. Alles brach um mich herum zusammen oder zumindest erschien es mir so. Nach einiger Zeit begriff ich, dass so ein Zusammenbruch auch zugleich eine neue Chance ist. Doch wo ist die Chance, wohin und in welche Richtung soll ich nach etwas Neuem suchen? Sehr viele Fragen tauchten auf einmal wie aus dem Nichts auf. Seitdem suche ich – und das nicht nur nach Antworten.


Als ich einige Monate später diesen Blog anfing, hatte ich mich bereits an meine Suche gewöhnt und fand auch den Namen nicht mehr so ungewöhnlich. „Meine Suche nach dem kleinen Glück“. Zu dem Zeitpunkt war die Suche bereits Teil meines Selbst, jedenfalls meines momentanen Selbst geworden.

Nun suche ich jeden Tag weiter und werde fündig. Ich finde Menschen, machen neue Erfahrungen, habe nette kleine Begegnungen und erfreue mich an kleinen Dingen. So hat sich der Name im Laufe dieses Jahres verselbständigt. Es sind die kleinen Dinge, die ich suche und finde.

Ab und zu glaube und hoffe ich noch, dass eine „Große“ zu finden, von dem ich noch nicht einmal weiß, was es ist. Ich merke an bestimmten Tagen mehr oder minder stark, dass es mir fehlt. Nun neigt sich das Jahr ganz langsam dem Ende zu und ich habe leider noch immer keine Vorstellung davon, was es eigentlich ist, dieses Ding (ist es ein Ding?), wonach ich suche. Ich denke nach. Ich denke noch einmal nach.

fishing

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und suche weiter.