Mit ‘Urlaub’ getaggte Beiträge

Heute entführe ich Euch von Teneriffa in das „nahe“ gelegene Afrika und hinterlasse hier einen Text, den ich nach meinem Urlaub 2008 in Kenia geschrieben habe. Da mein Mann im Moment zu Besuch ist, sind wir sehr viel unterwegs und ich bin nur ganz selten im Internet. Hinzu kommt noch, dass bei mir im Hause das WLAN zusammengebrochen ist, da die zuständige Dame in den Weihnachtsurlaub gefahren ist. Es gibt keine Vertretung (!) und so müssen alle Leute im Haus warten bis der Urlaub der Dame beendet ist. Solange hangele ich mich von Cafe zu Cafe und hoffe auf Netzwerke. Aus diesem Grunde können meine Besuche bei Euch im Moment nur kurz ausfallen, aber irgendwann wird die Dame, die allein die Macht hat, das WLAN wieder einzuschalten, wohl zurück sein :-). Dann bin ich hoffentlich wieder richtig bei Euch.

Die Flusspferde wälzten sich gerade eines nach dem anderen den schlammigen Abhang zum Fluss hinunter, in dem sie den ganzen Tag über dösend und mit ihren kleinen Ohren wackelnd zubringen würden. Die Nacht hatten sie grasend auf der Anhöhe über dem ruhig dahin fließenden Fluss verbracht, während der Mond die weite Grasfläche beschienen hatte. Nun verblasste der Mond langsam und am Horizont zogen die ersten dunkelroten Streifen, die den nahenden Sonnenaufgang ankündigten, herauf. In wenigen Stunden würde die Sonne wieder sengend über dem Land stehen.

Wir machten uns mit leichtem Gepäck, das Wasservorräte und die Kameraausrüstung enthielt, auf, um mit einem Guide, einem Fahrer und vier weiteren Gästen der Lodge in einem Jeep Richtung Berge zu fahren. Zunächst führte uns die schnelle Fahrt noch bei Dunkelheit durch die weite Ebene der Massai Mara in Kenia. Dieser große Nationalpark, der unter Schutz steht, wird wegen des großen Tierbestandes von vielen Touristen jährlich besucht. Große Landflächen gehören den verschiedenen Stämmen der Massai, auf die man in den weiten Flächen überall mit ihren Herden trifft. Bereits von weitem sind sie wegen ihrer leuchtend roten Überwürfe zu erkennen. Sie leben hier in Dörfern, die mit Holz und Zweigen zum Schutz vor wilden Tieren umgeben sind.

Ab und zu sahen wir ein Zebra oder einen Schakal aus dem Kegel des Scheinwerferlichtes in die Dunkelheit flüchten. Langsam verwandelte sich das Schwarz der Nacht in graue Farbe. Die Morgenröte am Horizont leuchtete nun in breiten roten und orangen Farben. Die Fahrbahn verengte sich und wir fuhren einen schmalen Pfad bergauf. Mit dem einsetzenden Tageslicht sahen wir, dass der Pfad immer schmaler und holpriger wurde. Selbst der Geländewagen hatte mit der Steigung zu kämpfen. Plötzlich verjüngte sich der Fahrweg und wir fuhren wieder gerade aus, auf einem mir unendlich weit erscheinendem Plateau. Hinter uns erleuchtete die aufgegangene Sonne nun die ganze Ebene. Wir sahen weit unter uns eine kleine Herde von Giraffen aus einem Gebiet, das mit Gebüsch bewachsen war, herauskommen. „Die haben dort die Nacht verbracht und suchen nun in der Morgensonne eine Wasserstelle auf“, erklärte uns unser Guide.

Der Fahrer fuhr schneller und lenkte den Wagen Richtung Plateaukante. Dort forderte uns der Guide auf, aus dem Fahrzeug auszusteigen. Wir wanderten noch ungefähr 500 Meter durch unübersichtliches Felsengelände. Dann standen wir fast unmittelbar vor der Abbruchkante des Plateaus. Für uns völlig unerwartet, eröffnete sich ein unbeschreiblicher Anblick. „Das ist die Migration“, sagte unser Guide. „Die Tiere ziehen von Kenia nach Tansania, wo sie um diese Jahreszeit neue Weidegründe aufsuchen“. Weit unter uns in der Ebene sahen wir tausende von Zebras, Antilopen und anderen Herdentieren in riesigen Verbänden vorbeiziehen. Wir hörten das laute Stampfen ihrer Hufe, das bis uns auf die Berge herauf drang. Die Tierherden reichten bis zum Horizont, wo sie sich vor unseren Augen in  Staubwolken auflösten. Diesen schönen Anblick am Morgen habe ich nie vergessen.

Ich wünsche allen Lesern einen wunderschönen Tag.

Advertisements

Zum 16. November zeige ich Euch 16+5 Fotos aus der Umgebung von Icod de los Vinos. Die Fotos sind während der zwei Sonnenstunden in den letzten Tagen hier im Norden der Insel entstanden. Schnell habe ich alles ohne Regen abgelichtet und hier sind sie nun meine kleine Impressionen:

Das ist der Hafen von Garachico. Garachico ist ein kleiner Ort, der einige Kilometer südlich von Icod am Meer liegt. Hier gibt es einen ganz kleinen Stadtstrand, an dem der Hund gut graben konnte, da kein Mensch dort war.

Das ist Garachico von oben aus dem Gebirge gesehen. Die Fahrt dort runter ist ziemlich serpentinenreich. Aber besser Serpentinen als gerade steile Abfahrten mit Abschussrampencharakter :-).

Durchblick auf den Atlantik. Am Horizont seht ihr die Küste von Brasilien.

Ein Geschenk für die Montagsprojektgruppe mit den Herzen: nehmt Ihr dieses schöne Herz (aus Stein) an?

Emils Huhn aus Halle hat hier in Icod einen entfernten Cousin

Bananenbäume und das Frühstück ist gesichert.

Das ist noch nicht der berühmte Drachenbaum. Er ist zwar größer und steht auch in der Nähe des „Wahrzeichens“ der Stadt, ist aber wohl nur der Zweitschönste am Platz.

Gibt es eigentlich ein Fensterprojekt?

Blick auf die Kirche von Icod, die auf einem wunderschön angelegten Platz steht.

Das ist der Drachenbaum – das Wahrzeichen der Stadt (Teilausschnitt).

und in seiner ganzen Schönheit

und gleich noch einmal

Palmen

Früchte

Aloe Vera

und ein Blick über die Dächer auf den Atlantik

Weihnachtsdeko auf dem Kirchvorplatz

So ein Spiel kannte ich noch nicht. Ich habe Euch von den steilen Straßen hier erzählt. Die sind  so steil, dass dort Kinder und Jugendliche auf Brettern, die hier Tabla heißen, herunterrutschen. Am Ende der Straße liegen alte Reifen, die den Schwung abbremsen sollen. Die Bretter haben keine Rollen, sondern werden unten gewachst. Ende November soll es hier sogar ein großes Tabla Rennen geben. Da werde ich auf jeden Fall dabei sein (als Zuschauerin).

Eine Glocke am Rathausturm klingt ein wenig abgesprungen.

Grüne Bananen warten auf Käufer.

hier blüht es im November

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag.

Ich möchte hier auf Teneriffa auch gerne etwas von der schönen Landschaft sehen und auch die kulturellen Besonderheiten der Umgebung entdecken. Daher habe ich vor dem Urlaub ein wenig über Baudenkmäler, Kirchen, Bauwerke, Museen und andere Orte, die es zu besichtigen gibt, gelesen. Hier und da ist auch ein sehr interessantes Museum zu sehen oder einfach ein wunderschöner alter Dorfplatz. In dem Ort Icod de los Vinos gehört der Drachenbaum zu den ausgewiesenen Attraktionen. Weiterhin sollte man laut Reiseführer unbedingt auch die Höhle Cava los Vientes  gesehen haben. An dem Drachenbaum kommt keiner vorbei, der durch den Ortskern schlendert.

Für die Höhle, die laut Homepage als unterirdischer Komplex der Cueva del Viento-Sobrado die größte Vulkanröhre der Europäischen Union sein soll, braucht ein Besucher schon ein wenig mehr Zeit. Diese Vulkanröhre ist nur zu bestimmten Zeiten geöffnet. Ich möchte unbedingt versuchen, während meiner Zeit hier, einmal dort hinein zu kommen. Allerdings ist der Eingang zur Röhre weit oben in den Bergen und das bedeutet, dass es einen sehr steilen langen Anfahrtsweg durch schmale und verwinkelte Straßen gibt.

In den vielen kleinen steilen Gässchen hier am Berg, ist nicht nur das Autofahren, sondern auch das Spazieren gehen ziemlich gewöhnungsbedürftig. Vom Laufen will ich hier am Berg erst gar nicht sprechen. Zwar trete ich aus alter Gewohnheit jeden Morgen im Joggingoutfit mit Hund für die Tür. Ich fange an ein paar Meter zu joggen und werde unmittelbar durch den regen Verkehr auf den Straßen gestoppt. Fußgänger und erst recht Jogger haben in dieser Gegend schlechte Karten. Fußwege gibt es nicht, sondern nur ganz kleine enge schmale Gassen, die sich in einem für mich immer noch nicht zu durchblickenden Gewirr am Hang hochziehen. Da ich mit dem Hund raus muss, sieht man mich zumeist eng an eine Mauer oder Hauswand gedrückt, während sich unmittelbar vor mir auf der zwei Meter breiten Straße der Verkehr und Gegenverkehr hupend begegnen. Jedes Mal, wenn ich einen Gassigang lebend überstanden habe, bin ich glücklich und tröste mich über das ausgefallene Jogging mit einem Cafe con leche. Zum Joggen komme ich daher zurzeit gar nicht mehr und meine Kondition…….oh je.

Die ortsansässigen Spanier kennen anscheinend keine Spaziergänge oder fahren lieber Auto. Denn ich habe hier oben außer mir noch nie einen Spaziergänger gesehen. Es sei denn, es gießt jemand seine Geranien vor dem Haus oder ist auf dem Weg zu seiner Garage. Alle scheinen mit dem Wagen unterwegs zu sein und selbst auf Gassen, die für meine Wahrnehmung fast 80 Grad Steigung haben. Wo wir in Deutschland acht Serpentinen bauen, wird hier anscheinend gerade den Berg hoch zementiert. Die Straßen von San Francisco sind gegen Icods Straßen  sanfte Hügel.

Die Straßen hier gehen wirklich teilweise so steil und so verwinkelt den Berg hinauf, dass ich nur noch staune, dass es so etwas gibt. So steile Abfahrtrampen habe ich noch nie und nirgendwo im Leben gesehen oder vielleicht doch – in der Achterbahn. Alles läßt sich mit dem Wagen nur im ersten Gang fahren. Hier lerne ich Auto fahren noch einmal neu. Nur ab und zu stehe ich so schräg, dass ich Angst haben muss, dass auch der erste Gang nicht mehr ausreicht. Was soll ich eigentlich dann machen? Rückwärts diese steilen verwinkelten Gassen wieder zurück rollen? Daran mag ich gar nicht denken.

Dann gibt es noch den Strand, aber zu dem komme ich von oben auch nur durch die verkehrsreichen verwinkelten Gassen hinunter. Entweder könnte ich die sechs Kilometer runter und hoch an der Häuserwand entlang laufen oder selber das Auto nehmen. Ich tendiere immer mehr zum Zweiten, was sehr atypisch für mich ist. In Bonn fahre ich zumeist Fahrrad. Das wäre bei diesen Steigungen und dem Verkehr vollkommen unmöglich. Selbst mein Mann mit seinem Rennrad würde hier wohl passen.

Strand ist hier immer Norden ohnehin wenig zu finden. Doch wenn man ein wenig sucht, gibt es tatsächlich auch kleine Strandabschnitte, die malerisch zwischen den vielen Felsen und den Steilküsten zu finden sind. Es sind sehr kleinen Strände mit schwarzem Sand, die ich ab und zu aufsuche, um meinen Labrador eine Freude zu machen und ihn ins Wasser zu lassen. Da Hunde in Spanien zumeist nicht an den Strand dürfen, muss ich dafür eine Zeit abpassen, in der wenige oder besser noch gar keine Menschen am Strand sind. Da bieten sich entweder Regentage oder der frühe Morgen an. Aber was tut der Labradorbesitzer nicht alles, um seinen Vierbeiner zufrieden zu stellen. Wenn der Labrador dann erst einmal gewässert ist, entschädigt mich sein dankbarer Hundeblick jedoch für alles.

Für mich heißt es daher im Moment, täglich neue Wege durch das Straßengewirr in den Wald und an den Strand zu suchen.

Euch wünsche ich einen guten Tag auf hoffentlich sicheren Wegen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Vor einigen Tagen fing es morgens im Norden von Teneriffa, wo ich nun seit einigen Tagen wohne, an zu regnen. Da ich keine Lust hatte, im Regen spazieren zu gehen, setzte ich mich ins Auto und machte eine Rundfahrt um die Insel. Ich ließ mich treiben und hatte am Abend den Teide einmal umrundet. Leider kann ich von diesem Tag keine Sonnenbilder vom Strand zeigen, sondern einfach nur Teneriffa in grau. Ich bin jedoch guter Hoffnung, dass demnächst Sonnenbilder hier zu sehen sein werden.

Am Tag meiner Rundfahrt hingen die Wolken vor dem Teide im Norden fest und vom Teide selbst war nicht mehr viel zu sehen. So fuhr ich zunächst an den Strand von Puerto del Cruz. Wunderbares Strandwetter – zumindest für einen Labrador. Wir waren allein auf dem schwarzen Sandstrand und keine Menschen waren beim “ Ball ins Wasser schmeiß Spiel“ im Wege. Nur ein einsamer Herr von der Rettungswacht schaute uns unter seinem Regenschirm zu. Endlich kam Hund auf seine Kosten, denn bis dahin hatten wir noch keinen Hundestrand gefunden und er war fast ausschließlich an der Leine gelaufen.

Als wir fertig (im doppelten Sinn) waren, hatte ich schwarze Füße und Hundi eine schwarze Nase. Übrigens war es nicht wirklich kalt (19 Grad), sondern nur grau und ordentlich nass.

So beschloss ich weiter in den Norden zu fahren. Ich fuhr und fuhr und landete in der großen Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife. Um hier alles zu sehen, muss ich einen Tag extra einplanen und so zog es mich auf der Südautobahn an der Ostküste in den Süden. Der Regen ließ nach und die Temperaturen stiegen an.

Im Osten sah ich neben mir Gran Canaria. Blauer Himmel, blaues Meer und blaue Berge – eine Komposition in blau. Ich freute mich nach dem ganzen Regen über das Blau.

Die Sonne kam zwar nicht heraus, aber ich machte einen langen Spaziergang, bei dem ich an Windrädern vorbei kam und Möwen sah, die hier auch nicht anders aussehen, als in Warnemünde :-).

Dann kam ich in eine kleine Stadt im Süden. Hier sieht man wie allerorts auf der Insel bereits die Weihnachtsdekoration.

An dem kleinen Stadthafen mit Strand sah ich einige einsame Fischer und  diesen großen Stein. Ich habe jedoch nicht heraus bekommen, wieso er dort stand.

Ich ließ mich in einem kleinen Cafe nieder und trank einen Milchkaffee. Danach durfte der Hund noch einmal ins Wasser. Zur Freude der wenigen Spaziergänger schwamm er am Dorfstrand herum und brachte Bälle aus dem Wasser.

Mit Blick auf die Fischerboote genoss ich mein Tapa (Thunfisch mit Pellkartoffeln).

Hinter dem Leuchtturm kam immer mehr von dem blauen Himmel zum Vorschein. Als ich dann wieder in die Berge an der Westküste hinauf fuhr, konnte ich noch einen Blick zurück auf diese Finca werfen, die im schwachen Sonnenlicht in den Weinbergen lag. Als ich höher kam, fielen die Temperaturen und der Regen hatte mich wieder. 

Das zeige ich hier jetzt nicht, sondern in der nächsten Teneriffafolge soll die Sonne scheinen.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Sandverwehungen am Strand von Fanoe

Während ich immer noch an für mich unbekannten Orten völlig offline durch das fremde Saarland ziehe und meine Läufe und Wanderungen mit dem Hund auf fremden Terrain unternehme, kann ich durch die planende Funktion von wordpress zugleich online sein. Praktisch, aber damit auch nicht ganz aktuell. Aktuelles werde ich berichten sobald mich das W-Lan wieder hat.

Heute stelle ich Bilder von einem Kurzurlaub in Dänemark ein. Es war Frühling und warm in der Republik. Leider nicht so in Dänemark. Dort war es kalt und zwar saukalt. Dennoch ließ ich mich mit Freude bei den langen Strandspaziergängen durchpusten und der Hund war einfach in seinem Element. Er lief und lief und schwamm und schwamm.


am Strand, der bei Ebbe und Flut zu langen Wanderungen und Spaziergängen einlädt

Schön war, dass Nebensaison war und wir so ab von jeglicher Hektik und Menschenmassen mit unserem Hund lange Spaziergänge über die Heide, die Dünen und den Sandstrand unternehmen konnten. Kilometerlange Wanderungen, auf denen uns nur wenige Menschen begegnen, gefielen insbesondere unserem Labrador, der nicht nur neben uns her rannte, sondern auch intensiv schwimmen konnte. Er wollte gar nicht mehr raus aus dem Wasser. Auch zum Drachen steigen lassen, war ausreichend Platz vorhanden. All dies wäre zusammen mit dem Hund am Strand wahrscheinlich im Sommer so nicht möglich gewesen und wir haben beschlossen, irgendwann in der Nebensaison einmal wieder zu kommen (hat bis jetzt leider noch nicht geklappt, aber das Saarland ist ja auch schön :-)).

Haus im südlichen Inselort Soenderho

Heidelandschaft auf Fanoe
keine Möwe lässt sich fangen

dann kann ich auch gleich im Wasser abtauchen

Ich wünsche allen Lesern einen angenehmen Tag und grüße aus den Weiten des Saarlandes.

Gestern morgen hatte ich zum Abschluss des Ostseeurlaubes noch ein sehr schönes Erlebnis. Eigentlich war es kein Erlebnis, sondern einfach ein sehr schöner Augenblick.

Für mich ist es ohnehin immer spannend, wenn ich meine morgendliche Laufrunde mit Hund nicht zu Hause, sondern in einer anderen Gegend drehe. Es  gibt immer etwas neues zu sehen und für den Hund neue Gerüche und andere „Hundezeitungen“. So haben wir denn im Urlaub oder bei einem Aufenthalt außerhalb beide eine interessante Abwechslung zu der gut bekannten Bonner Morgenrunde.

Gestern wollte ich kurz bevor es wieder auf die Autobahn Richtung Süden ging noch einen allerletzten Blick auf die Ostsee werfen. Ich stand um 5.30 Uhr auf und joggte mit dem Hund die 1 bis 2 Kilometer zum Hundestrand. Bereits hinter dem Deich fiel mir auf, dass es sehr nebelig war. Über dem Conventersee stand Nebel, aber auch auf der Straße. Ich konnte nicht sehr weit sehen und als ich dann über den schmalen Pfad auf den Strand trat, konnte ich gerade bis zur Wasserkante sehen. Küstennebel? Frühmorgendlicher Nebel? Jedenfalls konnte ich in keine Richtung weit sehen.

Umso spannender waren die Geräusche, die ich hörte. Ich hörte in der Ferne ein oder mehrere Schiffe auf der Ostsee dahin ziehen. Dann war da Vogelgezwitscher, Möwenschreie, aber auch noch etwas wie ein plätschern, das sich nach Anglern anhörte. Ich setzte mich ganz ruhig an den Strand und lauschte. Kalt war es nicht. Der Hund zog ein paar ruhige Schwimmrunden durch die Ostsee.

Und dann merkte ich plötzlich, wie sich der Nebel ganz langsam verzog. Erst konnte ich ein wenig auf die Ostsee schauen und erkannte einen Angler im Boot,  ruhig sitzend und keine 20 Meter von mir entfernt. Der Schleier hob sich nun sehr schnell und immer weiter. Im Osten tauchten die Konturen des alten Wachturmes auf und im Westen die weiße Stadt am Meer Heiligendamm. Der Blick auf die weite Ostsee war frei und ich sah die Frachter am Horizont dahin ziehen. Die Sonne kam durch und ich wünschte, dass dieser Moment ewig andauern würde. Verweile doch du bist so schön.

Doch warum sollte es so sein? Auch dieser schöne Augenblick ging vorbei und es hieß für mich Abschied nehmen. Einen letzten Blick zurück auf die Ostsee und dann nach vorne in meine Zukunft, in der ich hoffentlich noch ein wenig leben werde.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Sonntag und Momente, die zum Festhalten schön sind.

Heute geht es eine Woche an die Ostsee. Endlich kommen wir wieder zurück. Wir fahren eine Woche an die Ostsee in die Nähe von Rostock, wo wir ungefähr 16 Jahre unseres Lebens verbracht haben. Lange hatte ich es mir bereits vorgenommen, einmal wieder an die Ostsee zu  fahren, um alte Freunde und Bekannte und die Stadt wieder zu sehen. Ich freue mich auf die Stadt und die großartige Ostseelandschaft. Ob sich viel verändert hat? Ich möchte die alten Wege, die ich so häufig gegangen oder lang gelaufen bin aufsuchen und sehen, was sich verändert hat. Sicher hat sich etwas verändert oder nicht? Ob mir Rostock und die Küste noch immer so gut gefällt? Werde ich es vor Ort bereuen, jemals dort fort gegangen zu sein? Ich bin gespannt.

Zunächst geht es aber auf die Autobahn auf eine hoffentlich staufreie lange Fahrt. Wir werden ein kleines Quartier westlich von Rostock beziehen, in das wir auch den Hund mitbringen können. Der wird sich sicher als Labrador unheimlich an den Ostseewellen erfreuen. Hoffentlich gibt es dort auch Strandabschnitte, an denen ich mit dem Hund gehen und baden kann. Ein Bad in der Ostsee – was für Aussichten. Ich freue mich sehr auf diesen Kurzurlaub und bin schon voller Erwartung.

Da ich noch nicht genau weiß, ob und wie es dort vor Ort mit dem Internet klappen wird, könnte es sein, dass mein tägliches bloggen einige Zeit nicht möglich sein wird. Ich werde mich dann aber bemühen, jeden Tag zumindest ein aktuelles Bild einzustellen, dass ich dann später kommentieren kann.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und denen, die zufällig in den nächsten Tagen auch auf eine Reise gehen, eine gute Reise.