Mit ‘Vulkan’ getaggte Beiträge

Pico del Teide, Pico Viejo, Chinyero

Pico del Teide, Pico Viejo, Chinyero

Heute habe ich einige Bilder von einer Wanderung unterhalb des Chinyero mitgebracht. In der Vergangenheit sind wir bereits einige Male um den Vulkan herumgewandert. Ein toller Rundweg mit ca. 5,6 Kilometern. Die drei „Großen“ Teide (Pico del Teide), Alter Teide (Pico Viejo) und Chinyero im Blick geht es durch Kiefernwälder und über Vulkanschlacke.

Teide, Kiefernwälder und Vulkanschlacke

Teide, Kiefernwälder und Vulkanschlacke

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Radfahrer unterwegs auf den Vulkanhügeln

Radfahrer unterwegs auf den Vulkanhügeln

Der Chinyero ist  ein Vulkankegel mit ca. 1.556 Höhenmetern. Er brach vom 18. bis zum 27. November 1909 aus. Das war der bislang letzte Vulkanausbruch auf Teneriffa. Und ich hoffe doch sehr, dass es so bleibt. Vor einer Woche wurden am Teide 14 kleine leichte Beben registriert. In der Presse wurde daraufhin gleich vermutet, dass der Teide ausbrechen würde. Das kann natürlich tatsächlich jederzeit passieren. Doch im Moment scheint wieder Ruhe eingekehrt zu sein.

Blick auf das Tenegebirge mit dem Kleinen und dem Großen Gala

Blick auf das Tenegebirge mit dem Kleinen und dem Großen Gala

 

Blick über Kiefernwälder Richtung Teno

Blick über Kiefernwälder Richtung Teno

 

 

Als der Chinyero ausbrach wurden über 2 km² Land durch Lava und Asche verwüstet. An dem Punkt, an dem der Lavastrom über Santiago del Teide stoppte, ist ein Gedenkaltar errichtet. Ungefähr 3 Kilometer neben dem Chinyero liegt ein weiterer Vulkan, durch dessen Lavaströme 1706 die Stadt Garachico zerstört wurde.

Lasko auf dem Vulkan :-)

Lasko auf dem Vulkan 🙂

 

Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche.

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Rundweg Rodderberg

Rundweg Rodderberg

Sonnenschein am Rhein. Endlich. Raus in die Natur und Wandern bevor der nächste Regen kommt. Heute einige Impressionen von einer Rundwanderung von Rolandseck am Rhein auf den südlich von Bonn gelegenen Rodderberg. Der Rodderberg ist tatsächlich ein erloschener Vulkan, dessen Gestein auf ein Alter von ca. 800.000 Jahren geschätzt wird.

Rheinlandschaft

Rheinlandschaft

Start der Wanderung ist am Bahnhof Rolandseck. Dort gibt es neben dem bekannten Arp Museum auch den wirklich sehenswerten Bahnhof Rolandseck. Leider ist keine Zeit zur Einkehr im ansprechend eingedeckten Restaurant. Und auch das Arp Museum muss für den nächsten Besuch auf einen Regentag warten. Es geht hinauf auf schattigen Waldwegen auf den Rodderberg. Von dort oben gibt es weite Ausblicke auf das Rheintal und die andere Rheinseite mit Petersberg und Drachenfels.

Gräser

Gräser

Rheinlandschaft

Rheinlandschaft

Lasko im Rhein

Lasko im Rhein

Und nach 10 Kilometern Wanderung kann sich zumindest Lasko bei einem Bad im Rhein abkühlen.

Ruderer auf dem Rhein

Ruderer auf dem Rhein

Bahnhof Rolandseck

Bahnhof Rolandseck

Ich wünsche allen Lesern ein schönes Wochenende.

Galerie Bahnhof Rolandseck

Galerie Bahnhof Rolandseck

Restaurant Rolandseck

Restaurant Rolandseck

Golfplatz Rodderberg

Golfplatz Rodderberg

Rolandsbogen

Rolandsbogen

Rhein

Rhein

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Teide im Schnee

Teide im Schnee

Gestern kamen wir auf unserer Rundwanderung von Los Llanos zum Vulkan Chinyero dem schneebedeckten Teide ein Stückchen näher. Auch wenn ein großer Teil des Schnees, der in den letzten Wochen gefallen ist, bereits weggeschmolzen ist, ist immer noch genug Schnee auf den Gipfeln des alten und des neuen Teide. Daher muss ich im Moment von Teidegipfelwanderungen leider Abstand nehmen.

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In der südwestlichen Region von Teneriffa zogen gestern  bei ca. 1.000 Höhenmetern eine Menge dunkler Wolken über die Berge. Dort fühlte es sich bei Wandern dementsprechend kühl, grau und nass an. Doch danach in der Höhe über 1.200 Höhenmeter erwartete uns Sonnenschein und ein nahezu wolkenfreier Himmel. So konnten wir unseren ca. 10 Kilometer langen Rundweg durch Kiefernwälder, vorbei an kargen Vulkanen mit wunderschönen Ausblicken auf den Teide genießen.

 

 

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Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

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Caldera - über den Wolken mit Blick auf den Vulkan Desehada II

Caldera – über den Wolken mit Blick auf den Vulkan Deseada II

Das Jahr fing für mich wunderbar mit einer einwöchigen Reise auf die „Isla Bonita“ La Palma an. Nur am Sonntag fährt die Fähre tagsüber von Los Christianos auf Teneriffa über San Sebastian (La Gomera) nach Santa Cruz de La Palma. An den restlichen Tagen gibt es nur Nachtfahrten – ungünstige Zeiten und natürlich gibt es nachts auch nicht sehr viel zu sehen. Daher war ich froh ein Ticket für den Sonntag bekommen zu haben. Wir fuhren den Wagen vollgepackt mit Wandersachen und Proviant auf die Fähre. Bei hohem Wellengang ging es am frühen Morgen von Los Christianos zuerst nach San Sebastian auf La Gomera, um dann an La Gomera vorbei nach La Palma  zu reisen. Lasko konnte derweil unten im Schiff im Auto auf seinem gewohnten Reiseplatz in Ruhe schlafen, um sich für die anstehenden Wanderungen auszuruhen.

Lasko und Gepäck gut verstaut

Lasko und Gepäck gut auf der Fähre verstaut

Zwischenstop La Gomera - San Sebastian

Zwischenstop La Gomera – San Sebastian

 

 

 

Mein zweiter Aufenthalt auf La Palma – der schönen und wirklich sehr grünen Insel. Doch bei so vielen Wandermöglichkeiten, die die Insel bietet, wird es sicher nicht die letzte  Reise auf die faszinierende Vulkaninsel gewesen sein. Auf La Palma gibt es tatsächlich unzählige Vulkane zu bestaunen, von denen einige auch noch vor gar nicht so langer Zeit aktiv waren. Irgendwann wird auch wieder einer von ihnen Feuer spucken. Einige Wissenschaftler vermuten wegen porösen Vulkanschichten auf der Südflanke der Insel außerdem, dass ein Teil von La Palma eines Tages im Meer versinken und einen Supersunami auslösen könnte. Aber das Schicksal, eines Tages wieder im Meer zu versinken, teilen wohl – auf hoffentlich sehr viele Jahre betrachtet – alle kanarischen Inseln.

Auffällig war bereits auf der Fähre, dass viele – zumeist jüngere – Leute nur mit Rucksack und Zelt unterwegs nach La Palma waren. Wir trafen einige von ihnen  später in den Bergen wieder. Sie schliefen nachts draußen im Zelt, was teilweise in den Bergen in der Höhe ganz schön kalt und feucht sein kann. In einer Woche überquerten sie die Insel von Süd nach Nord oder auch von Ost nach West. Beneidenswert. Ähnliche Abenteuer habe ich vor vielen Jahren auch unternommen. Doch im Moment bin ich ehrlich gesagt recht froh, dass ich nicht draußen genächtigt haben und wir jeden Abend zu unserem – wenn auch einfachen – Quartier in Puerto Naos an der Westküste zurückkehren konnten.

Puerto Naos an der Westküste

Puerto Naos an der Westküste

Dennoch ging es jeden Tag auf eine andere Tour, so dass wir sechs Tage lang neue Wandertouren auf der Insel erkunden und ausprobieren konnten. Sehr schade ist und bleibt für mich, dass Hunde im Nationalpark auf La Palma (auch an der Leine) verboten sind. Gerade im Nationalpark rund um die Caldera de Taburiente gibt es herrliche Wandertouren. Die konnten wir dieses Mal leider wieder nicht angehen. Doch ich lernte einen jungen Mann kennen, der in der Nähe des Nationalparks auf einer Finca wohnt. Und der bot mir  an, bei einem „nächsten“ La Palma Besuch Lasko einen Tag in Pflege zu nehmen. Auf das freundliche Angebot werde ich sicher irgendwann gerne zurückgreifen.

Bei meinem letzten Aufenthalt hatte ich die Parade-Wanderstrecke der Insel, die Ruta de los Volcanes, bereits zu einem großen Teil mit Lasko gewandert. Diese Tour verläuft von Süd nach Nord über die Insel. Der Hauptteil der Strecke startet im Ort Los Canarios auf 722 Höhenmetern und führt von dort über viele Vulkane bis auf den Deseada II (1932 Höhenmeter) und weiter bis zum Refugium El Pilar (1440 Höhenmeter). Häufig wird die Strecke auch einfach aus der Höhe talwärts begangen. So hatte ich es damals auch gemacht, musste danach aber wieder zurück, da mein Wagen oben in El Pilar stand. Dieses Mal starteten wir „unten“ in Los Canarios und arbeiteten uns auf die Vulkane hoch. Nicht immer ein einfaches Unterfangen. Mir persönlich fällt auch das Absteigen in dem Vulkangeröll, auf dem man leicht ins Rutschen gerät, nicht immer so leicht.

Doch wenn im Frühjahr die Transvulcania auf La Palma stattfindet, dann wandern die Teilnehmer nicht nur diese Strecke, sondern sie laufen sie sogar entlang. Und sie laufen nicht nur diesen Teil über den Berggrat der Insel, sondern starten an der Küste und laufen mit dem Ultramarathon 76 Kilometer über den gesamten Berggrat der Insel mit allen Höhen und Tiefen. 76 Kilometer und über 8000 Höhenmeter werden dabei zurückgelegt. Für mich eine unvorstellbare bewundernswerte Leistung.

 

Ruta de los Volcanes - Vulkan San Martin

Ruta de los Volcanes – Vulkan San Martin

Volcán San Juan - Wandern über den Lavastrom

Volcán San Juan – Wandern über den Lavastrom

Wegweiser - Europawanderweg E7 - über Lissabon auf die kanarischen Inseln

Wegweiser – Europawanderweg E7 – über Lissabon auf die kanarischen Inseln

Ermita Virgen del Pino - durch Kieferwälder geht es bergauf

Ermita Virgen del Pino – durch Kieferwälder geht es bergauf

Blick vom Reventón auf Teneriffa

Blick vom Reventón auf Teneriffa

 

 

 

 

Lasko ist müde vom Wandern

Lasko ist müde vom Wandern

 

Doch auch wer kleinere Touren liebt, kommt auf La Palma beim Wandern voll auf seine Kosten. Es gibt in allen Höhenlagen und  allen Gebieten der Insel wunderschöne Rundtouren, die immer wieder neue interessante Ausblicke von der Höhe auf die Küste oder auch die Nachbarinseln bieten. So gibt es eine Wanderung rund um den Vulkan San Juan, bei dem sich Lavaschlacke und Kiefernwälder auf angenehme Art und Weise abwechseln. Gut gefallen hat mir auch eine Küstenwanderung unterhalb des kleinen Ortes Tijarafe. Von Tijarafe ist es möglich auf drei verschiedenen reizvollen Wanderwegen an die Küste zu gelangen. Doch im letzten Teil der Wanderung geht es steil im Zickzack an einer Felswand hinunter. Hier ist schon ein wenig Schwindelfreiheit und Trittsicherheit gefragt. Doch es bieten sich herrliche Ausblicke auf die Küste. Und wer mag, kann am Meer angekommen, in der Piratenbucht bei ruhiger See ein Bad nehmen. Auf den Fotos sieht es vielleicht nicht so gewaltig aus, aber wer genau hinschaut und den „kleinen“ Wanderer entdeckt, mag vielleicht die gewaltigen Felsen erahnen.

Tijarafe - Wanderweg mit Beschattung

Tijarafe – Wanderweg mit Beschattung

Abstieg in die verlassene Piratenbucht

Abstieg in die verlassene Piratenbucht

Tijarafe - Fahrweg Richtung Küste

Tijarafe – Fahrweg Richtung Küste

Wo ist der Mensch - auf einem kleinen Zickzackpfad geht es steil bergab

Wo ist der Mensch (?) – auf einem kleinen Zickzackpfad geht es steil bergab

Volcán San Juan - Wandern über den Lavastrom

Volcán San Juan – Wandern über den Lavastrom

San Nicolás - Blick über den Lavastrom zur Westküste

San Nicolás – Blick über den Lavastrom zur Westküste

San Nicolás - neues Besucherzentrum

San Nicolás – neues Besucherzentrum

 

 

 

 

 

 

Interessant ist auch der Besuch des Besucherzentrums in der Nähe von El Paso, in dem es interessante Informationen über die Insel und insbesondere den Nationalpark gibt. Ein wenig weiter befindet sich eine Quelle, aus der frisches Quellwasser zum Mitnehmen sprudelt. Zukünftig wird es ein weiteres Besucherzentrum in San Nicolás geben. Das befindet sich zurzeit im Bau. In San Nicolás haben sich unter dem Lavastrom Vulkanröhren herausgebildet. Bislang wurden diese von Wanderern und anderen Interessierten häufig auf eigenes Risiko begangen. Zukünftig soll es an dieser Stelle Informationen und geführte Besichtigungen durch die längsten Vulkanröhren der Insel geben. Wer die Cueva del Viento, die längste Vulkanröhre Europas auf Teneriffa kennt, ist sicher auch an der hiesigen unterirdischen Röhre interessiert.

San Nicolás - Volcán San Juan Lavafeld

San Nicolás – Volcán San Juan Lavafeld

Blick auf Solar und Bananenfelder an der Küste - El Remo

Blick auf Solar und Bananenfelder an der Küste – El Remo

El Jedey - kleiner Ort an den Westhängen von La Palma

El Jedey – kleiner Ort an den Westhängen von La Palma

Tijarafe und El Jesus - hoch über der Piratenbucht

Tijarafe und El Jesus – hoch über der Piratenbucht

Felsige Küste und steile Klippen

Felsige Küste und steile Klippen

 

Und wer genug gewandert hat, dem sei ein Besuch der wunderschönen Hauptstadt Santa Cruz de La Palma empfohlen. Bunte Häuser, historische Bauten, gemütliche Plätze, Museen und viele Geschäfte laden zum Verweilen ein.

Santa Cruz de La Palma - Weihnachtsstern Bogen

Santa Cruz de La Palma – Weihnachtsstern Bogen

Santa Cruz de La Palma - Gassen in der Innenstadt

Santa Cruz de La Palma – Gassen in der Innenstadt

Santa Cruz de La Palma - Denkmal zur Erinnerung an die Weihnachtssänger

Santa Cruz de La Palma – Denkmal zur Erinnerung an die Weihnachtssänger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch ein großes britisches Kreuzfahrschiff lag vor der kleinen Inselhauptstadt auf Reede. Ein wenig müde vom vielen Wandern, aber mehr als zufrieden, ging es für uns mit der Fähre wieder zurück nach Teneriffa.

ein englischer "Kreuzfahrer" besucht die Insel

ein englischer „Kreuzfahrer“ besucht die Insel

Abschied von La Palma

Abschied von La Palma

 

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Nun bin ich wieder zurück auf der großen Insel Teneriffa. Eine Woche El Hierro liegt hinter mir. Eine ruhige Woche ein wenig ab von der „Zivilisation“. Eine interessante Woche, aber auch eine anstrengende Woche, denn in der Woche sind wir sieben recht anspruchsvolle Wanderrouten abgegangen.  Selbst Lasko kam dabei an seine Grenzen. Er wollte nicht mehr weiter und legte sich unter einen Busch in den Schatten. Wir mussten stoppen, Lasko ordentlich mit Wasser versorgen  und ein wenig im Schatten ausruhen. Doch dann ging es weiter. Und auch Lasko war wieder fit. Zum Glück konnte er ab und zu ins Meer springen, um sich ein wenig Abzukühlen. Am Ende der Woche hatte ich so viele neue Eindrück gesammelt, dass ich froh war, dass ich auf El Hierro fotografiert hatte und mich so ein bisschen besser orientieren kann (wo war eigentlich noch was?). Jetzt geht es an das Sortieren der Bilder, und der gesammelten Streckeninformationen.  Und wenn dann die neuen Routenbeschreibungen fertig sein werden, werde ich sie auf Noticias oder auf Hiking Tenerife veröffentlichen.

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Wandern über Felsbrücken und über tiefe Löcher – auch Geysire sind auf El Hierro keine Seltenheit

Fels und tiefe Löcher

Felsspalte

Gute Ausschilderungen in den Dörfern

Gute Ausschilderungen in den Dörfern

hübsche Dörfer

Wanderweg zwischen Berg und Meer

viel Grün

viel Grün

Pozo de Las Calcosas

Pozo de Las Calcosas

Bad im Naturpool

Bad im Naturpool

Vorab für Euch ein paar Infos und Fotos von der kleinsten der kanarischen Inseln, die nur  ca. 10.000 Einwohner hat und 270 Quadratkilometer groß ist. El Hierro wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Bioshärenreservat erklärt. Seit Mitte 2013 wird die elektrische Energie der Insel vollständig durch Windenergie erzeugt. Und auch viele andere innovative Projekte machen die kleine Insel zu einem Musterbeispiel für Natur- und Umweltschutz.

Valverde - eine kleine Hauptstadt

Valverde – eine kleine Hauptstadt

Spielerei im Steinen

Spielerei im Steinen

Steilküste

Steilküste

Stadium in Lava

Stadium in die Lava und aus Lava gebaut

Lavamuster

Lavamuster

Restinga - Städtchen im Süden

Restinga – Hafenstädtchen im Süden

Die Inselhauptstadt Valverde, die auf 600 Höhenmetern zu finden ist, erinnert mehr an ein kleines Dorf als an eine große Stadt. 1600 Einwohner, eine wunderschöne Plaza mit Kirche und Rathaus im altkanarischen Stil. Eine lange Hauptstraße mit vielen kleinen Geschäften ist auch im Ort zu finden. In einem dieser  kleinen Lädchen habe ich mir einen kanarischen Wanderstab Art gekauft. Nun fällt das Wandern noch ein wenig leichter :-). In Valverde –  wie überall auf der Insel – gibt es viele nette kleine Bars und Restaurants, in denen die Einkehr lohnt. Das Essen ist lecker und abwechslungsreich und die Preise sind mehr als moderat. Touristen trifft man auf der Insel kaum an. Massentourismus und große Hotels gibt es nicht. Dafür viele individuelle Unterkünfte, wie zum Beispiel die kleine Ziegenfarm Finca La Paz, auf der der Käse täglich frisch aus eigener Produktion hergestellt wird. Doch auch der Individualtourismus ist auf El Hierro ziemlich eingebrochen. Nicht nur die allgemeine Krise hat die Insel erwischt. Hinzu kamen die vulkanischen Aktivitäten der letzten Jahre, die mehr und mehr potentielle Urlauber verschreckten. So ist hier die Arbeitslosigkeit und insbesondere die Jugendarbeitslosikeit erschreckend hoch. Immer mehr Bewohner können sich kaum noch leisten, Lebensmittel einzukaufen und steigen gezwungenermaßen auf Eigenproduktion auf. Die Ziegen liefern Milch und Käse und die im Garten gehaltenen Hühner die Eier.

Blick auf Las Playas aus der Höhe

Blick auf Las Playas aus der Höhe

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fertig vom Wandern

fertig vom Wandern

Abendwolken

Abendwolken

El Golfo - Blick vom Malpaso

El Golfo – Blick vom Malpaso

Malpaso - der Gipfel

Malpaso – der Gipfel

Die Besucher, die in dem kleinen Fährhafen im Norden anlanden, sind daher zur Zeit überschaubar. Die Menschen auf El Hierro sind freundlich und Besucher sind überall willkommen. Für Touristen werden gerne Informationen bereit gestellt. Die Wanderwege sind gut ausgezeichnet. Am Wegesrand befinden sich für interessierte Leser häufig Informationen auf großen Holztafeln. Sehr angenehm auch, dass es an vielen Punkten der Insel freies W-Lan gibt. Dadurch war ich ab und zu doch mal am Netz :-).

grünes Hochland

grünes Hochland

Abkühlung für Lasko

Abkühlung für Lasko

über den Wolken

über den Wolken

Mirador de la Pena

Mirador de la Pena

Blick auf La Palma

Blick auf La Palma

Grünes Hochland

Grünes Hochland

Die kleine Insel ist sehr grün, was natürlich auch bedeutet, dass es hier sehr häufig regnet. Wir hatten in der letzten Woche großes Glück. Kein Regen, sondern nur ab und zu ein paar durchziehende Wolkenfelder. Selbst auf dem höchsten Berg der Insel, dem Malpaso (1501 Höhenmeter) herrschte klares Wetter und Sonnenschein und eine fantastische Fernsicht.

Mirador de Jinama

Mirador de Jinama

Wolken an der Abbruchkante

Wolken an der Abbruchkante zu El Golfo

Grünland und Wolken

Grünland und Wolken

Tierfütterung auf der Finca La Paz

Tierfütterung auf der Finca La Paz

hausgemachter Käse

hausgemachter Käse

Mirador de la Pena

Mirador de la Pena

Richtige Strände gibt es auf El Hierro nur wenige, wie im Westen den Playa del Verodal. Dafür allerdings viele Stellen, an denen Naturpools in die Felsen gebaut sind. Bei starker Brandung und hohen Wellen ist es im Küstenbereich oft ein wenig unheimlich. Große schwarze Felstore, tiefe Löcher und dunkles Vulkangestein bestimmen den Küstenbereich. Auch Geysire gibt es hier. Ein einsames kleines Hotel hoch über den Felsen, bei dem die Wellen häufig bis vor die Hoteltür schlagen.

Interessant auch die Ansiedlung Pozo de Las Calcosas. Sie liegt im Norden der Insel. Man erreicht sie über eine steile Felstreppe, die quer durch den Hang zur Küste herunter läuft. Der ganz Ort wirkt wie eine Geisterstadt, denn nur im Sommer sind die Häuser bewohnt. Im restlichen Jahr ist der Besucher allein und hat auch die großen Naturbecken für sich allein. Auch Felshöhlen, wie Charco Azul sind sehenswert. Wunderschön auch am Westende an der Punta la Dehesa eine kleine verlassene Hütte, in der „Kunst“ ausgestellt ist. Aus Strandgut sind Figuren und Muster und lustiges Mobiles geformt. Darüber werde ich noch gesondert berichten.

Las Puntas

Las Puntas

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Strand von Mocanal

Strand von Mocanal

Steilküste im Süden

Steilküste im Süden

der Hafen

der Hafen

Ganz anders sieht El Hierro in der Höhe aus. Es gibt eine Region mit Nebelwald, in dem alles grün und mit Farnen überzogen ist. Darüber befindet sich die Region mit ausgeprägtem großen Kiefernwald. Und zwischen diesen Zonen auf dem Hochland befinden sich endlos grüne Weiden, die mit Natursteinen eingezäunt sind. So stelle ich mir Irland oder das schottische Hochland vor. Hier ziehen häufig Wolken durch. Auf den Wiesen sieht der Wanderer Pferde, Kühe, Schafe und viele Ziegen. Und bei stundenlangen Wanderungen trifft man so gut wie niemanden. Eine andere Welt.

wandern an der Küste - Las Puntas

wandern an der Küste – Las Puntas

La Dehesa - Sandwege an der Westküste

La Dehesa – Sandwege an der Westküste

Arco de la Tosca - das größte Felstor auf der Insel

Arco de la Tosca – das größte Felstor auf der Insel

einsames Hotel

einsames Hotel auf den Klippen

und auch Katzen gibt es auf der Insel

und auch Katzen gibt es auf der Insel

Lasko vor einem kleinen öffentlichen Museum

Lasko vor einer Galerie

Playa del Verodal

Playa del Verodal – Lasko allein am Strand

Felsen und Brandung

Felsen und Brandung

Charco Azul - die Felshöhle

Charco Azul – die Felshöhle

ausruhen am Strand

ausruhen am Strand

Wanderweg zur Küste

Wanderweg zur Küste

Fischer an der Westküste

Fischer an der Westküste

Soweit die ersten Eindrücke von El Hierro – eine kleine Insel, die wirklich eine Reise wert ist.

 

Sonnenuntergang - las Puntas

Sonnenuntergang – las Puntas

 

 

Zwischen dem Teide Nationalpark und der Südküste liegt hier auf Teneriffa in einer Höhe von ca. 1400 Metern der Ort Vilaflor. Von dort aus startet eine der beliebtesten Wanderungen hier auf der Insel – die sog. Paisaje Lunar. Die Mondwanderung, auf der die berühmten weißen Felsen zu sehen sind, führt von der Ortsmitte Vilaflor zunächst auf eine Höhe von 1600 Metern.

Vilaflor

Vilaflor

Danach geht es auf einem einige Kilometer langen Rundkurs zunächst weiter hinauf bis auf 1800 Meter. Wenn man die Meter alle bewältigt hat und oben steht, bieten sich fantastische Ausblicke. Zur Belohnung geht es auf dem Rückweg nur noch bergab. Wobei ich mir manchmal nicht sicher bin, ob ich lieber bergauf (anstrengend) oder bergab (auf andere Art anstrengend :-)) laufe.

Blick auf die Berge im Teide Nationalpark

Blick auf die Berge im Teide Nationalpark

Als ich im letzten September diese Tour zum ersten Mal machte, war ich sehr enttäuscht. Nicht von der Tour an sich, sondern weil plötzlich Nebel aufkam und ich nur Nebel und Wolken sah. Keine Ausblicke, keine Mondlandschaft und erst recht nicht die bekannten weißen Felsen. Hundi war es egal, da ihm die Ausblicke nicht so sehr interessieren wie die Wasserkanäle, die links und rechts des Weges anzutreffen sind. Dafür braucht es keine klare Sicht.

Hundi on Tour

Hundi on Tour

Hundi on tour

Hundi on tour

Doch für mich stand fest. Ich wollte nach so langer Zeit auf der Insel endlich die weißen Felsen sehen.

weiße Felsen

weiße Felsen

weiße Felsen

weiße Felsen

Am letzten Wochemende schaute ich bereits morgens nach dem Aufstehen in den Himmel, um eine Wolkenprognose zu wagen. Da ich hier die Wolken aber sehr schwer einschätzen kann, war meine persönliche Prognose sehr vom Wunschdenken geprägt. Doch wir wagten es. Wir starteten den zweiten Versuch. Würden wir wieder in den Wolken landen? An der Südküste zogen bei unserer Abfahrt tatsächlich vermehrt Wolken auf und ließen mich bereits Schlimmes vermuten.

Doch oben im Teide Nationalpark über den Wolken erwartete uns dann  zu meiner Freude und Überraschung ein strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Und so blieb es auch auf der gesamten Rundwanderung.

Blick nach oben

Blick nach oben

Dieses Mal konnte ich die schönen Ausblicke nach oben auf die Felsen des Teide Nationalparks und nach unten auf die Küste geniessen. Blauer Himmel, blühende Pflanzen und dann tauchten die bekannten weißen Felsen vor uns auf. Sie sind aus Vulkantätigkeit und Erosion entstanden und dürfen nur von Weitem angeschaut werden. Weißer Bimsstein (wie im Montaña Blanca oben am Teide) scheint hier aus dem Felsboden heraus zu wachsen.

weiße Felsen

weiße Felsen

Leider hat mein Fotoapparat zurzeit eine Macke, so dass ich nur das Teleobjektiv benutzen kann. Für die weißen Felsen, die teilweise recht weit vom Wanderweg entfernt liegen, bot sich dann zum Glück das Tele sogar an.

weiße Felsen

weiße Felsen

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weiße Felsen

weiße Felsen

Als wir wieder abgestiegen waren, vermissten wir den Wagen. Wir hatten doch tatsächlich vergessen, wo wir genau geparkt hatten. Auch da war mir das Tele behilflich. Könnt Ihr den Wagen zwischen den Bäumen entdecken oder braucht Ihr auch ein Tele?

wo ist der Wagen?

wo ist der Wagen?

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Gleich werdet Ihr ziemlich farbintensive Bilder von unserem Teideaufstieg sehen. Es ist kaum zu glauben, aber es war wirklich so ein blauer Himmel. Wir fotografierten viel und staunten bereits beim Fotografieren, was für einen blauen Himmel wir auf dem Display zu sehen bekamen.

Von Icod ging es am Morgen mit dem Mietwagen an Puerto de la Cruz vorbei Richtung Teide. Wir fuhren endlose Serpentinenstraßen hoch und hatten immer wieder fantastische Ausblicke auf den Teide vor uns und die Küste hinter uns. Nachdem die Baumgrenze bei ungefähr 2000 Meter überwunden war, ging es noch eine kleine Weile durch eher karge Kraterlandschaft bis wir an der Bodenstation der Seilbahn ankamen. Leider durfte Hundi nicht mit in die Seilbahn und auf den Gipfel und musste daher im Auto sitzen bleiben. Da es wenig Schatten gab, ließ ich alle Wagenfenster auf und deckte die Scheiben des Wagens noch zusätzlich mit einem Badehandtuch ab. Da ein ziemlich kalter Wind unmittelbar durch die offenen Scheiben in das Fahrzeug hinein blies, konnte ich den Hund im Wagen beruhigt  zurück lassen.

Mit der Seilbahn, bei der wir gar nicht lange anstehen mussten, nachdem wir 25 € an der Kasse bezahlt hatten, ging es in wenigen Minuten hoch zum Gipfel. Wir hatten eine fantastische Aussicht und wirklich den richtigen Tag für den Gipfel gewählt. Gerne wären wir diese Tour auch zu Fuß gegangen. Da jedoch eine Genehmigung für die letzten 150 Meter des Gipfels erforderlich ist, die uns auf den Zeitraum zwischen 13.00 und 15.00 Uhr festlegte, hätten wir bereits sehr früh von unserem Quartier los müssen, um die ganze Tour zu Fuß zu wandern. Wir waren uns zudem auch nicht sicher, ob wir um 15.00 Uhr noch den Abstieg rechtzeitig vor der einsetzenden Dunkelheit schaffen würden. So zogen wir für diese Tour die Seilbahn vor.

Dann kamen wir oben an der Seilbahnstation an und durften an einer Kontrollstelle unsere Genehmigungen vorlegen. Zwei Kontrolleure inspizierten sehr genau unsere Genehmigung. Die Erlaubnis hatte ich vor zwei Wochen hier auf Teneriffa im Internet beantragt und nach einem Tag erhalten. Meine Freundin hatte sie in München ausgedruckt und mitgebracht. Mit solchen Genehmigungen soll der Gipfelansturm kanalisiert werden. Diese Genehmigungen sind jeweils auf zwei Stunden beschränkt und kosten nichts extra. Allerdings war das letzte Stück auf den Gipfel, das für uns noch einmal eine halbe Stunde dauerte, richtig gut anstrengend. Es ging steil nach oben. Es war um die Null Grad und oben pfiff ein ordentlicher Wind. Auch die Sonneneinstrahlung war recht intensiv. Keuchend kamen wir Schritt für Schritt dem Gipfel näher. Am Rand des schmalen Aufstiegweges stiegen uns schwefelige Dämpfe in die Nase und ab und zu fasste ich beim Aufstieg an richtig heißes Gestein. So ein Aufstieg auf einen Vulkan, der zudem noch der höchste Berg Europas sein soll, ist doch etwas anderes als meine bisherigen Alpenwanderungen.

Dann hatten wir es geschafft und teilten uns mit zwei spanischen Frauen, die kurz vor uns aufgestiegen waren, den Gipfel. Da eine Wolkenschicht unter uns lag, konnten wir nicht die anderen kanarischen Inseln und auch nicht die Küste sehen. Wir sahen Wolken und riesige Wälder und auch den Krater und sehr viel Geröll. Was für ein Ausblick. Die Mühe hatte sich gelohnt. Wir machten viele Fotos, die jedoch allesamt nicht den herrlichen Gesamteindruck und die Größe und Schönheit der Natur wieder geben können.

Dann ging es Schritt für Schritt wieder bergab. Nun kamen uns bereits vier weitere Gipfelstürmer entgegen, die jedoch ein wenig langsamer unterwegs waren und sich keuchend bei uns erkundigten, wie weit es denn wohl noch zum Gipfel sei. Zurück an der Seilbahnstation gingen wir noch eine Extrarunde um die Station, um die Berg- und Vulkanwelt auch noch einmal aus dieser Höhe aus jedem Blickwinkel begutachten zu können. So viel Geröll in groß und klein und dermaßen intensive Farben hatte ich lange nicht mehr gesehen.

 

Dann fuhren wir mit der Seilbahn wieder bergab und befreiten Hundi aus dem Wagen. Damit auch er noch etwas von dieser Teidetour hatte, fuhren wir zwei Kilometer von der Seilbahnstation auf einen kleinen Parkplatz und machten eine zweistündige Wanderung am Fuß des Berggipfels. Hier fangen die sogenannten weißen Berge an und teilweise sah die Landschaft richtig wüstenmäßig aus.

Auch von dort hatten wir einige schöne Ausblicke auf den Gipfel.  Nach zwei Stunden hatten wir genug gewandert und konnten noch vor der beginnenden Dunkelheit weitere schöne Ausblicke bei der Heimfahrt Richtung Icod genießen.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und einen guten Weg.

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Nun sitze ich im Badezimmer und schreibe meine Eindrücke von meinem ersten Tag in Teneriffa auf. Warum im Bad? Dazu später. Ich erzähle einfach der Reihe nach. Mittwoch in der Nacht verabschiedete mich mein Mann am Köln Bonner Flughafen. Wir waren beide ein wenig aufgeregt, denn das war immerhin ein Abschied für vier Wochen. Nur der Hund war nicht aufgeregt. Er war einfach nur müde und wunderte sich anscheinend, wieso wir ihn mitten in der Nacht zum Flughafen transportierten. Da er abends nichts gefressen hatte, nahm er gerne die Scheibe Wurst mit einer kleinen Beruhigungstablette und döste innerhalb kürzester Zeit ein. Die Angestellten am Flughafen, die ihn in Empfang nahmen und zum Flieger bringen sollten, waren alle sehr nett zu mir. Sie beruhigten mich, denn wahrscheinlich sah man mir meine Aufregung wegen dem Hund an.

Die restliche Nacht verging für mich sehr schnell, da ich in den folgenden Stunden immer wieder vor Müdigkeit im Flieger eindöste, auch wenn ich nicht richtig schlafen konnte. Der Service von Air Berlin tat das seinige dazu. Denn immer dann, wenn ich gerade die Augen geschlossen hatte, um einen kleinen Schlafversuch zu starten, ging das Licht wieder an oder es wurde eine Durchsage gemacht. Wenn dann wieder Ruhe war und ich die Augen gerade geschlossen hatte, wurde mir freundlicherweise ein Glas Wasser angeboten. Das trank ich dann bei aufkommenden Turbulenzen über Frankreich aus. Neben den Turbulenzen wurden weitere Getränke gereicht. Danach folgte wieder ein Schlafversuch. Nun wurden die Getränkebecher wieder eingesammelt. Vielleicht könnte danach ja Schlafruhe einkehren? Nein, weit gefehlt. Es wurden Zigaretten und zollfreie Waren offeriert. Wieso soll ich nachts um 4.30 Uhr Parfum kaufen? Etwas Richtiges zu essen gab es nicht, jedoch ein Brötchen, mit dem ich morgens um 4.45 Uhr auch nicht so wirklich etwas anfangen konnte. Ich steckte es als eiserne Reserve ein, denn man kann ja nie wissen :-).

Als ich müde aus dem Flieger stieg, galt meine erste Sorge dem Hund und mit meinen Anfänger Spanischkenntnissen fragte ich mich zu ihm durch. Nach meiner ersten spanischen Frage des Tages landete ich irgendwo im Kellergeschoss des Flughafens, wo ich ganz allein herum irrte. Niemand war dort, den ich mit weiteren spanischen Fragen hätte belästigen können. Der Keller war richtig, denn hier stand das spanische Schild für Sperrgepäck. Schließlich sah ich meine Transportbox in der Ecke auf einem Transportband stehen. Hundi freute sich riesig als er mich sah und wollte gleich auf mich los. Leider dürfen Hunde im Flughafen nicht frei laufen und er schien auch noch ein wenig schwach auf den Beinen zu sein. So schaffte ich einen Koffertrolley heran und wuchtete die über 30 Kilogramm schwere Transportkiste mit dem Hund auf die Karre. Das war gar nicht so einfach, da die Kiste oben auf dem Transportband stand und ich sie dort herunter bekommen musste, ohne dass dem Hund etwas passierte. Das bekam ich nach einigen Versuchen tatsächlich hin und Hundi rutschte mit Kiste auf den Trolley. Nun musste ich noch den Weg aus dem Keller hinaus finden. Das war dann aber  wegen der Beschilderung kein Problem.

Doch das nächste Problem ließ nicht lange auf sich warten. Ich war aus dem Ankunftsbereich nun heraus gegangen. Das war auch richtig so. Nur war der Umstand, dass mein Gepäck noch drinnen im Ankunftsbereich stand, ein weiteres kleines Hindernis, das es zu überwinden galt. Zeit für die zweite  Spanischfrage des Tages. Höflich und hilfreich wie die Spanier anscheinend sind, fand ich den Weg zurück in den Ankunftsbereich. Auch wenn das über den Hintereingang der Zollverwaltung hinten durch die Brust ins Auge geschah. Ich war wieder zurück im Ankunftsbereich. Dort wuchtete ich meinen Koffer auf einen zweiten Koffertrolley. Mit 20 kg und 200 gr hatte Air Berlin mich reisen lassen. Ein bisschen Service ist wohl doch noch verblieben. Zwei Koffertrolleys konnte ich jedoch beim besten Willen nicht schieben. Also wuchtete ich meinen Koffer hoch hinauf auf die Transportbox, die ohnehin nicht sehr stabil auf dem Koffertrolley stand und bedrohlich hin und her schwankte. Um die Angelegenheit noch ein bisschen beschwerlicher zu machen,  band ich mir meine Umhängetasche mit 15 Kilogramm Technik (Notebook, Kamera sowie Zubehör) um den Hals und suchte nach der Autovermietung.

Zeit ein wenig Spanisch am Morgen zu üben. Bereits die dritte Spansichfrage, die ich einigermaßen dahin stotterte. Dann erfuhr ich von der Dame bei der Autovermietung, dass es ein oder auch mehrere kleine Probleme gäbe. Na prima, auf die hatte ich an diesen ersten schönen Morgen gerade gewartet. Da ich eher angekommen war, musste ich einen Tag extra zahlen. Das hatte ich mir schon so gedacht. Dann stellte sich noch heraus, dass der gemietete Wagen zu klein für die Transportbox war, so dass ich noch ein wenig zusätzlich in die Tasche greifen durfte. Als Letztes erzählte mir die gute Dame, dass ich einen sehr guten Versicherungsschutz gewählt hätte. Jedoch müsse ich wissen, dass da weder Reifen, noch Auspuff, noch Kupplung, noch……Ja, was war denn eigentlich versichert an diesem Gefährt? Kurz und gut – ich stockte die aktive Geldmenge der Autovermietung auf und ließ insgesamt zusätzlich 200 € dort. Nicht ärrrrrgern – abhaken. Als ich dann mit meinem riesigen Gefährt vor mir in Richtung Parkplatz schob (hätte ich gezogen, hätte man meinen können, dass ich auf Teneriffa eine Pyramide errichten wolle) und die Palmen vor dem Flughafen in der milden Morgensonne sah, hakte ich den ganzen Ärger ab. Ich lud den Wagen voll und der Urlaub konnte losgehen.

mein Gefährt, das mich nun vier Wochen über die Insel transportieren soll

Die Fahrt aus dem kargen Süden über die schmalen Straßen hoch in den Norden fand ich landschaftlich sehr schön. Dann kam ich in Icod de los Vinos, das nun vier Wochen meine neue Heimat sein soll, an. Jetzt ging die Suche nach meiner Unterkunft los. Spanischfragen vier, fünf und sechs des Tages folgten Schlag auf Schlag. Denn in Icod gibt es hunderte von verwinkelten Gassen, die sich an den Berghängen entlang schlängeln. Aber nach einigem Suchen fand ich auf einer besonders steilen Straßen am Berghang meine neue Unterkunft. Ein freundlicher junger Mann zeigte mir mein Zimmer und ich genoss den Blick vom Balkon auf den Atlantik – einfach fantastisch.

Ich packte aus und stellte dann sehr schnell fest, dass es kein WLAN gab. Schnell lief ich herunter an die Rezeption, wo der freundliche junge Mann mir noch vor einer halben Stunde das Passwort für das WLAN gegeben hatte. Eine Spanischfrage hatte ich an diesem Tag noch frei. Auf meine Frage, die er anscheinend sogar verstanden hatte, erklärte er mir freudestrahlend, dass das Haus über WLAN verfügen würde, leider nur nicht in allen Zimmern. Und das Meine gehöre wohl zu denen ohne WLAN. Da ich mir das Vorhandensein eines WLANs  im Vorfeld hatte schriftlich bestätigen lassen, war ich nicht bereit, in diesem Punkt irgendwelche Kompromisse einzugehen. Nun übte ich nicht weiter spanische Fragen, sondern verlegte mich auf fordernde Bitten. Im Ergebnis durfte ich alle ausgepackten Sachen wieder einpacken und mir drei verschiedene Zimmer ansehen, die allesamt wunderschön waren. Leider verfügte keines über WLAN. Im vierten Zimmer hatte meine Suche Erfolg. Ein Hauch von WLAN war in der Ecke des Badezimmers aufzuspüren. Ich nahm das Zimmer, da es ohnehin kein anderes freies Zimmer mehr gab. Daher sitze ich nun am Waschbecken mit abgedeckten Wasserhahn und bin wieder „online“. Diesen „Arbeitsplatz“ kann ich allerdings nur bis Freitag behalten, da dann dieses Zimmer anderweitig vermietet ist. Was dann aus mir und dem WLAN im Zimmer wird, weiß ich noch nicht. Ich werde berichten.


Nach der schlaflosen Nacht und dem ersten spanischen Tag war ich so müde, dass ich am Nachmittag erst einmal eine Runde schlief, bevor ich mit meinem Hund zu einem ersten ausgiebigen Spaziergang in die Weinberge von Icod aufbrach.

Terrasse mit Palme

Hund ist wieder auf den Beinen

erster Blick auf den Teide in Wolken

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Ich grüße alle Leser aus Teneriffa und werde sobald ich einen weiteren Hauch von WLAN finden sollte, weiter berichten.