Mit ‘Wanderung’ getaggte Beiträge

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Nicht nur der Pico del Teide, sondern auch der Alte Teide (Pico Viejo) ist immer einen Ausflug wert. Er wird auch Chahorra genannt und ist mit 3.135 Metern nach dem Teide der zweithöchste Berg auf den kanarischen Inseln. Der Krater des Pico Viejo hat einen Durchmesser von 800 Metern und brach zum letzten Mal 1798 aus. Hier einige Fotos von der letzten Wochenendwanderung. Zurzeit ist es auch noch in den Höhen über 2.600 Metern  sonnig und über 20 Grad warm.

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Ich wünsche Euch allen einen guten Start in die Woche und einen entspannten Feiertag.

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Frohe Pfingsttage

 

Imkerin

Imkerin

Runde um Ließem

Rundwanderung um Ließem

Pfingstochse? :-)

Pfingstochse? 🙂

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Junge Kälber

Junge Kälber

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Barranco Santiago

Barranco Santiago

Eine immer wieder aufregende und spannende Wandertour geht unmittelbar vor meiner Haustür los. Ausgangspunkt ist der Küstenort Los Gigantes. Von dort geht es auf dem alten Königsweg (Camino Real) immer bergaufwärts Richtung Tamaimo. Dieser erste Teil der Wanderung auf dem mit alten Feldsteinen bepflasterten Weg ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Er führt durch Bananen- und Obstplantagen an einem Wasserdepot entlang. Danach geht es auf schmalen Wegen immer an der Westseite des Barrancos Santiago bergauf. Dabei bieten sich immer wieder schöne Ausblicke hinauf zu den Orten Ort Tamaimo und El  Modello sowie die umliegenden Berge.  Mit den steigenden Höhenmetern wird der Blick zurück auf die Küste immer besser.

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...aus dem Tunnel heraus :-)

…aus dem Tunnel heraus 🙂

Das Abenteuer beginnt dann auf ca. 400 Höhenmetern. Denn dort geht es durch einen sogenannten Galeriatunnel ca. 1.300 Meter durch den Berg hindurch. Dieser und viele ähnliche Tunnel wurden auf Teneriffa einst in die Berge geschlagen, um Wasser zu gewinnen. Wer mehr darüber wissen möchte, kann in diesem Artikel über die Wassergewinnung auf Teneriffa bei Noticias 7 weitere Informationen finden. Auf alten Gleisen und mit eingezogenen Köpfen verläuft die Wanderung quer unter dem Berg, dem Guama, hindurch. Und auf der anderen Seite des Tunnels erwartet uns der Barranco Seco. Hierher verirren sich nicht so vielen Menschen. Einsamkeit und tolle Ausblicke auf den Risco Blanco,  die umliegenden Felsen und hinunter zur Küste sowie auf  die Nachbarinsel La Gomera runden das Erlebnis ab. Auf dem Barrancogrund treffen wir auf Wasserkanäle und verfallene Ruinenhäuser, die aus der Zeit des Galeriebaus stammen. Im Barrancobett gibt es fast immer ein wenig Wasser und für Lasko in der alten Lore, die mittlerweile tief im Sandbett eingefahren ist, ein ideales Ruhebett.IMG_0914

Lasko in einer alten Lore

Lasko in einer alten Lore

alte Gemäuer im Barranco Seco

alte Gemäuer im Barranco Seco

 

Im Barranco Seco besteht die Möglichkeit auf schmalen Pfaden bis hinunter an den Strand zu laufen. Auch über diese Wanderung habe ich bereits bei Noticias 7 geschrieben. Dabei handelt es sich um eine sehr lange anstrengende Wanderung. Und wer lieber langsam wieder zurück nach Los Gigantes möchte, der wählt einen anderen Tunnel, der in Höhe von 275 Metern zu finden ist. Auch dieser ist ca. 1 Kilometer lang. Eine Taschenlampe und ein Kopflicht ist also unbedingt von Nöten. Dieser zweite Tunnel ist nicht so unheimlich wie der erste Tunnel, da der Wanderer von Anfang an ein kleines Licht am Ende des Tunnels sieht. Dieser Tunnel verläuft dementsprechend gerade und der Weg führt immer entlang an einer offenen Wasserleitung. Am Ausgang des Tunnels bietet sich dann ein unbeschreiblich schönes Bild. Hoch über Los Gigantes und mitten in den hohen Klippen, den Acantilados eröffnen sich unbeschreiblich schöne Ausblicke auf den Atlantik und die Felsenwand der Los Giganten.

Ausblick auf den Hafen von Los Gigantes

Ausblick auf den Hafen von Los Gigantes

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Mitten durch die Steilwand geht es  immer eng am Abgrund entlang zurück nach Los Gigantes. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind für diese Wanderung ein unbedingtes Muß. Doch wer sich traut, wird durch fantastische Ausblicke aus der Höhe entschädigt. Die genaue Tourenbeschreibung ist hier zu finden.
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Bis zum nächsten Mal und habt eine schöne Woche.
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Gestern waren wir wieder einmal im nahe gelegenen Tenogebirge auf einer kleinen Sonntagstour unterwegs. Wir stiegen von Los Gigantes (Teneriffa Südwest) über Tamaimo in Richtung Guama Gipfel  ca. 800 Höhenmeter auf. Dann verließen wir den Hauptweg und wanderten quer über einen wilden Berghang zu einem nördlich gelegenen langen Berggrat, der den Barranco Seco in südlicher Richtung abgrenzt. In diesem Berggrat befindet sich ein großes Felsentor. Die Engländer nennen es „The Eye“ (das Auge). Die Spanier sprechen von El Burjito und viele Deutsche einfach vom Felsentor. Jeden Tag schaue ich von meiner Wohnung zu diesem Felsentor hinauf.

Felsentor - The Eye - El Burjito

Felsentor – The Eye – El Burjito

El Burjito - das Felsentor

El Burjito – das Felsentor

 

Immer wieder stellte sich mir die Frage, ob ich nicht irgendwie dorthin gelangen könnte. Doch so oft wir auch dort oben im Tenogebirge nach dem Weg suchten, wir fanden ihn einfach nicht. Wir konnten zwar auf dem Berggrat entlang wandern und standen dann über dem Tor. Doch wie hinunter kommen? Klettern? Ich sprach mit vielen älteren Einwohnern aus der Umgebung und einige von ihnen versicherten mir, dass es einen Weg hinunter gäbe. Einige erzählten auch, dass sie Bilder vom sich im Tor hätten. Doch wo könnte dieser Weg sein? Ganz genau konnte mir das niemand sagen.

Als wir gestern wieder einmal über dem Felsentor nach dem mysteriösen Weg suchten, begegneten wir einem jungen spanischen Paar. Allein die Begegnung war ungewöhnlich, denn dort oben sind sehr selten Leute anzutreffen. Die Frau erzählte mir, dass ihr Freund im Felsentor gewesen sei und sie Fotos hätte, wie man dorthin gelangen könnte. Manchmal muss man anscheinend Glück haben und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. So schlossen wir uns den jungen Leuten an. Es ging hinter einem Gebüsch einen sehr kleinen Pfad recht steil am Abgrund hinunter. Diesen Pfad hätte ich wirklich nicht als Weg identifiziert. Ich schaute die ganze Zeit, in der wir auf dem Weg waren, gar nicht nach unten und auch nicht hinter mich. Bloß keine Angst bekommen, dachte ich mir. Eine in meinen Augen nicht ganz ungefährliche Kletterpartie.

Blick aus der Höhe

Blick aus der Höhe

Junge Bergsteiger im "Auge" El Burjito

Junge Bergsteiger im „Auge“ El Burjito

Ich versuchte mich durch eine kleine Unterhaltung mit den jungen Leuten abzulenken. Dabei kraxelten wir hoch über dem Barranco Seco in einer Felswand ca. 4o Höhenmeter hinunter und hielten uns dann westwärts. Halt gab es an einigen recht stabil wirkenden Felsen. Und dann hatten wir es tatsächlich geschafft. Zusammen mit 5 jungen Spaniern (drei waren bereits vor uns da) standen wir im El Burjito. Ich setzte mich schnell auf den nächsten Felsen, denn auf beiden Seiten ging es sehr steil hinab. Aber eine wunderschöne Aussicht über das Tenogebirge und die gesamte Küste entschädigte uns für die Strapazen. Im „Auge“ konnte ich nun einen Blick hinunter auf meine Wohnung riskieren.

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Panorama auf dem Berggrat

Panorama auf dem Berggrat

Ich wünsche allen meinen Lesern ein gutes, glückliches und gesundes Neues Jahr 2016. Hoffentlich seid Ihr alle gut hineingekommen.
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Auf Teneriffa war es erwartungsgemäß nicht winterlich kalt. Es war auch nicht stürmisch, aber an der Atlantikküste landeten hohe Wellen an. Bei angenehmen Sonnenschein konnten wir eine Wanderung auf die Klippen über die Küste unternehmen. Von dort oben bietet sich ein herrlicher Blick über den Atlantik, die Klippen und den Barranco de Santiago.

Blick auf die Acantilados

Blick auf die Acantilados

Hohe Wellen an der Küste

Hohe Wellen an der Küste

 

Bananenplantagen im Barranco Santiago

Bananenplantagen im Barranco Santiago

Mirador Los Gigantes

Mirador Los Gigantes

..auf ein gutes Neues Jahr

..auf ein gutes Neues Jahr

Kleiner Gipfel

Kleiner Gipfel

Lasko blickt über die Klippen

Lasko blickt über die Klippen

Panorama

Panorama Richtung Südwesten

Blick auf Los Gigantes aus der Höhe

Blick auf Los Gigantes aus der Höhe

 

 

 

 

 

 

 

Ab Sonntag geht es für eine Woche zum Wandern auf die kleine Nachbarinsel La Palma. Nach dieser kurzen „Offlinezeit“ geht es hier  hoffentlich mit neuen Berichten aus La Palma weiter. Euch allen einen guten Start in den Januar….und wir lesen uns wieder in 10 Tagen.

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Ich wünsche allen Lesern ein gesundes und glückliches Jahr 2015

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Zwischen dem Teide Nationalpark und der Südküste liegt hier auf Teneriffa in einer Höhe von ca. 1400 Metern der Ort Vilaflor. Von dort aus startet eine der beliebtesten Wanderungen hier auf der Insel – die sog. Paisaje Lunar. Die Mondwanderung, auf der die berühmten weißen Felsen zu sehen sind, führt von der Ortsmitte Vilaflor zunächst auf eine Höhe von 1600 Metern.

Vilaflor

Vilaflor

Danach geht es auf einem einige Kilometer langen Rundkurs zunächst weiter hinauf bis auf 1800 Meter. Wenn man die Meter alle bewältigt hat und oben steht, bieten sich fantastische Ausblicke. Zur Belohnung geht es auf dem Rückweg nur noch bergab. Wobei ich mir manchmal nicht sicher bin, ob ich lieber bergauf (anstrengend) oder bergab (auf andere Art anstrengend :-)) laufe.

Blick auf die Berge im Teide Nationalpark

Blick auf die Berge im Teide Nationalpark

Als ich im letzten September diese Tour zum ersten Mal machte, war ich sehr enttäuscht. Nicht von der Tour an sich, sondern weil plötzlich Nebel aufkam und ich nur Nebel und Wolken sah. Keine Ausblicke, keine Mondlandschaft und erst recht nicht die bekannten weißen Felsen. Hundi war es egal, da ihm die Ausblicke nicht so sehr interessieren wie die Wasserkanäle, die links und rechts des Weges anzutreffen sind. Dafür braucht es keine klare Sicht.

Hundi on Tour

Hundi on Tour

Hundi on tour

Hundi on tour

Doch für mich stand fest. Ich wollte nach so langer Zeit auf der Insel endlich die weißen Felsen sehen.

weiße Felsen

weiße Felsen

weiße Felsen

weiße Felsen

Am letzten Wochemende schaute ich bereits morgens nach dem Aufstehen in den Himmel, um eine Wolkenprognose zu wagen. Da ich hier die Wolken aber sehr schwer einschätzen kann, war meine persönliche Prognose sehr vom Wunschdenken geprägt. Doch wir wagten es. Wir starteten den zweiten Versuch. Würden wir wieder in den Wolken landen? An der Südküste zogen bei unserer Abfahrt tatsächlich vermehrt Wolken auf und ließen mich bereits Schlimmes vermuten.

Doch oben im Teide Nationalpark über den Wolken erwartete uns dann  zu meiner Freude und Überraschung ein strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Und so blieb es auch auf der gesamten Rundwanderung.

Blick nach oben

Blick nach oben

Dieses Mal konnte ich die schönen Ausblicke nach oben auf die Felsen des Teide Nationalparks und nach unten auf die Küste geniessen. Blauer Himmel, blühende Pflanzen und dann tauchten die bekannten weißen Felsen vor uns auf. Sie sind aus Vulkantätigkeit und Erosion entstanden und dürfen nur von Weitem angeschaut werden. Weißer Bimsstein (wie im Montaña Blanca oben am Teide) scheint hier aus dem Felsboden heraus zu wachsen.

weiße Felsen

weiße Felsen

Leider hat mein Fotoapparat zurzeit eine Macke, so dass ich nur das Teleobjektiv benutzen kann. Für die weißen Felsen, die teilweise recht weit vom Wanderweg entfernt liegen, bot sich dann zum Glück das Tele sogar an.

weiße Felsen

weiße Felsen

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weiße Felsen

weiße Felsen

Als wir wieder abgestiegen waren, vermissten wir den Wagen. Wir hatten doch tatsächlich vergessen, wo wir genau geparkt hatten. Auch da war mir das Tele behilflich. Könnt Ihr den Wagen zwischen den Bäumen entdecken oder braucht Ihr auch ein Tele?

wo ist der Wagen?

wo ist der Wagen?

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Ich erinnere mich, dass mein Vater, als ich ungefähr fünf Jahre alt war, einen Reiseprospekt mit nach Hause brachte. Der Prospekt war nicht so aufwändig wie die heutigen Prospekte. Heute würde man Flyer in schwarz weiß zu dieser kleinen Broschüre sagen. Vorne auf diesem gefalteten Prospekt, der für Urlaub im Harz warb, war ein kleiner Bach abgebildet, in dem große Steine lagen. Über diese Steine sah man Wanderer den Bach überqueren. Mich hat dieses Bild als Kind auf seltsame Weise fasziniert. Ich sehe es noch heute nach so vielen Jahren bildlich vor mir.

Ich wünschte mir damals sehr, auch einmal über so einen Bach mit Steinen gehen zu können. „Wenn wir Urlaub im Harz machen, kannst Du auch über so einen Bach springen“, erklärte mir mein Vater. Leider kam es aus vielerlei Gründen und familiären Verpflichtungen meiner Eltern weder zu diesem noch zu einem anderen Urlaub. Es mussten andere Wanderer über den Bach von Stein zu Stein hüpfen. Ich habe das Bild jedoch nie ganz vergessen.

15 Jahre später hatte ich einen Freund, der im Harz studierte und war häufiger zu Besuch im „westlichen Harz“. Da hatte ich endlich die Gelegenheit nach so einem Bach, wie ich ihn auf dem Prospekt gesehen hatte, zu suchen. Ich wollte immer noch gerne einen Bach auf den darin liegenden Steinen überqueren. Leider habe ich den Bach im Harz nie gefunden.  Ich bin allerdings überzeugt davon, dass es sicherlich solche Bäche dort in Vielzahl gibt.

In späteren Jahren bin ich viel gereist und der Bach war ganz langsam ein wenig  in meinem Kopf verblasst. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass ich ihn irgendwo auf der Welt in meinen späteren Jahren gesucht oder einen ähnlichen Bach je gefunden hätte. Bis ich nach Masca kam

Bei meiner einsamen Wanderung durch die Mascaschlucht waren häufig Wasserläufe auf Steine zu überqueren. Ich merkte, dass es mir eine große Freude machte, von Stein zu Stein zu springen. Ich hatte auch überhaupt keine Angst, dass ich abrutschen könnte. Jede Gelegenheit, die sich bot, nutzte ich, um auf den Steinen die Wasserläufe zu überqueren. Mir wurde immer bewusster wie glücklich mich das machte. Und auf einmal wusste ich warum. Das verblasste Bild aus der Kindheit tauchte wieder auf. Ich sah das Bild mit dem Bach aus dem Harz vor mir und spürte ganz intensiv meinen einstigen tiefen Wunsch, dort am Bach zu sein und über die Steine zu springen. Und die Wasserläufe vor mir in Masca waren noch um einiges größer als der Bach in meinem Kopf und nach meinem Gefühl, auch schöner ( da nicht in schwarz weiß). Ein Kindheitswunsch war erfüllt und ich glücklich.

Kennt Ihr auch Wünsche, die aus der Kindheit stammen und nach so vielen Jahren wieder auftauchen?

Ich danke Euch für Eure tollen Hinweise gestern zum Umgang mit alten Blogeinträgen und wünsche Euch allen einen wunderschönen Tag.

In den beiden letzten Teilen über meine Wanderung durch die Masca Schlucht habe ich Euch von meinem Weg durch die Schlucht vom Dorf Masca Richtung Meer erzählt. Am Ende der Wanderung landete ich an einer steinigen Bucht und hatte den Atlantik vor mir. Hinter mir lagen die hohen Felsen, über die nun gegen Mittag langsam die Sonne kam. Und keine Menschenseele war zu sehen. Auch ein Boot, das mich hätte nach Puerto Santiago zurückbringen können, konnte ich nicht erspähen. Es gab nur Möwen und das Rauschen der Wellen.

Doch da tauchte hinter einem Gebüsch wieder die Frau mit einem grellen grünen T- Shirt auf. Die hatte ich vorher bereits gesehen, bevor sie verschwunden war. Vielleicht hatte sie hinten in den Büschen ein kleines Nickerchen gemacht. Sie sagte mir, dass ich viel zu früh hier unten sei und das Schiff erst in einer Stunde kommen würde. Baden könne ich auch nicht, da überall Feuerquallen seien. Von den Feuerquallen hatte ich bereits in Puerto Santiago gehört. Dort sind die Strände aus diesem Grund bereits Tage lang abgesperrt.

So setzte ich mich mit dem Hund auf eine Art kleine gemauerte felsige Insel im Meer, die über einen schmalen Steg zu erreichen war und an der das Boot anlegen sollte. Ich trank Wasser und teilte mit Hund das mitgebrachte Essen. Dann hatte ich viel Zeit einfach nur die Natur zu genießen und nachzudenken.

Es war kein weiterer Wanderer in Sicht und das Schiff kam nicht in einer, sondern erst nach zwei weiteren Stunden. Der Grund für die Verspätung war die Walbeobachtung. Wie ich später erfuhr, waren die Wale an dem Tag sehr weit draußen, so dass das Schiff, das Personen vor der Mascaschlucht aufnimmt, spät dran war. Fahrpläne scheint man nach meiner Erfahrung hier auf der Insel ohnehin nur als Richtlinien zu betrachten.  Also saßen Hund und ich auf einer kleinen Insel im Meer und schauten ins Wasser, um Feuerquallen anzusehen, die sich dort reichlich tummelten.

Dann bekam ich doch noch Gesellschaft. Ein junges spanisches Paar, das hier wohl irgendwo zwischen den Felsen übernachtet hatte, tauchte plötzlich auf der kleinen Insel auf. Sie zogen sich nackt aus und sonnten sich neben mir. Ein wenig unterhielten wir uns auch – jedenfalls soweit es meine Spanischausdrücke zuließen. Beide standen auf und machten Bewegungen, als wenn sie gleich von oben ins Wasser springen wollten. Ich erzählte ihnen schnell von den Quallen. Sie bedankten sich artig für den Hinweis und sprangen beide gleichzeitig in einem hohen Bogen wie die Delphine von oben von der Insel ins Meer.

Ich war ein wenig erschrocken und hatte einen Moment nicht auf meinen nun wieder angeleinten Hund geachtet. Es gab einen dritten Platsch und Hund schwamm mit den beiden freudig im Atlantik herum. Die beiden lachten und schwammen wie Tümmler. Alle hatten sichtlich Spaß (mit den Feuerquallen?). Hund konnte jedoch nicht mehr aus dem Wasser heraus, was er erst recht spät merkte. Er rutschte unten an der Insel an den steilen Felsen ab. Da schnappte sich der Mann meinen grossen zappelnden Hund, nahm ihn auf den Arm und stieg eine ca. zwei bis drei Meter hohe aus dem Wasser führende Eisenleiter hoch.

Hund und ich waren glücklich über das Wiedersehen. Bilder habe ich vor Schreck nicht gemacht. Ich bedankte mich für die Rettung und Hund zog es nun vor, bis zur Ankunft des Schiffes auf weitere Bäder zu verzichten und ein wenig zu schlafen. Als das verspätete Schiff kam, kletterten Hund und ich wie Gerettete an Bord und ließen uns für 10 Euronen zurück nach Los Gigantes bringen. Nun waren wir beide doch ein wenig erschöpft. Mir hat die Wanderung jedoch so gut gefallen, dass ich ernsthaft am Überlegen bin, das gleiche nächsten Sonntag noch einmal zu machen. Dann werde ich die Schlucht hoch und runter gehen. Nun kenne ich ja den Weg.

Sollte jemand von Euch jemals nach Masca kommen, kann ich diese Wanderung nur empfehlen ( sofern ihr sichere „Wegfinder“ seid). Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag.

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Wie ich Euch bereits erzählt habe, stand ich bei meiner Masca Wandertour auf einmal vor einem Bach. Ich fand es schön, dass mich Wasser in Form von Bächen und Wasserlöchern den ganzen Weg herunter von dem Dorf Masca an den Atlantik begleitete. Hund fand es noch besser. Er genoss alle halbe Stunde eine Abkühlung und hatte immer frisches Trinkwasser. Eine ideale Tour für Hundebesitzer und ihre Hunde. Doch nun zweifelte ich vor dem Bach doch ein wenig an meinem ansonsten recht guten Orientierungssinn. „War das ernst gemeint“, überlegte ich. „Sollte ich jetzt schwimmen?“Ich kam zu dem Entschluss, dass das wohl doch nicht der richtige Weg war, denn von „Schwimmen“ hatte auch nichts auf dem Warnschild gestanden :-).

Es half nichts. Ich musste mich durch drei Meter hohes Schilf zurück über Felsen den Berg hoch kämpfen. Dann sah ich den richtigen Weg.

Ich hätte nur über einen Felsen klettern müssen anstatt dem Trampelpfad zum Bach zu folgen.

Also kletterte ich und hatte an dem spannenden Weg in der immer enger werdenden Schlucht viel Freude. Ab und zu trank von meinem mitgebrachten Wasser, mit dem ich nun auch nicht weiter haushalten musste. Ich hatte genügend für mich dabei und für Hund sorgte die Natur.

Ich wunderte mich nur, warum hier außer mir keine Menschen in Sicht waren.

….auch hier musste ich durchkriechen….

Doch auf einmal hörte ich hinter mir Stimmen. Zwei Italiener aus Südtirol kamen sehr zügig den Berg hinunter. Ab da hatte ich Gesellschaft. Sie erzählten mir, dass sie eine Radtour rund um Teneriffa machten und in Masca einen Tag Pause machten, um die Schlucht hoch und runter zu gehen. Sie waren trotz ihres hohen Alters gut durchtrainiert. Ab da ging es wirklich zügig den Berg hinunter und nach zwei und einer halben Stunde waren wir unten. Die Italiener vermissten ein Kiosk, an dem sie nur zu gerne ein Bier getrunken hätten. Da es ein solches nicht gab, machten sie sich schleunigst wieder auf den Rückweg.

Und ich stand fast allein (eine Frau im grünen T-Shirt war auch noch dort) in einer Bucht am Meer und keine Menschenseele war zu sehen. Selbst die Frau, die hier noch auf dem Foto zu sehen ist, war auf einmal verschwunden.

Ich musste nun irgendwie nach Puerto Santiago zurück. Darüber, wie ich  zurück kam und diesen Zeilen aufschreiben konnte, gibt es noch einen dritten Teil über meine Masca Wanderung.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag, wo immer Ihr gestrandet seid.









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