Mit ‘Wasser’ getaggte Beiträge

Regenbogen

Regenbogen

In diesem Jahr hatten wir auf Teneriffa einen außergewöhnlich warmen Winter. Viel Sonnenschein, im Süden der Insel keinen Regen und nicht einmal auf dem Teide lag Schnee. Doch die Situation hat sich seit einigen Tagen schlagartig geändert. Viel Schnee in den Höhenlagen ab 1.800 Metern. Schneeräumfahrzeuge auf Teneriffa und Gran Canaria im Dauereinsatz, Überschwemmungen und gesperrte Straßen. In Los Gigantes wurden sogar die geplanten Karnevalveranstaltungen abgesagt und auf das erste Märzwochenende verschoben. Für eine kurze Zeit ist es im Sonnenparadies ein wenig kühl und stürmisch.

Wasser auch auf den Gehwegen

Wasser auch auf den Gehwegen

Wasser - überall Wasser

Wasser – überall Wasser

Wind und Wellen

Wind und Wellen

Wind und Wellen

Wind und Wellen

Doch unten an der Küste im Süden ist das Wetter halb so wild. Ein paar Tage Regen, den die Natur dringend braucht und der die leeren Wassersammelbecken hoffentlich wieder auffüllen wird. In den Bergen sind zurzeit Spaziergänge und Wanderungen nur sehr eingeschränkt möglich. Dafür lässt es sich wunderbar auf den Küstenwegen aushalten. Faszinierende  Ausblicke auf den stürmischen Atlantik mit hohen Wellen sind garantiert. Ab und zu lässt sich zwischen den grauen Wolken und den Regenschauern, auch einmal die Sonne  blicken. Im Übrigen entschädigen wunderschöne Regenbogen für die etwas ungemütlichen Tage.

Regenbogen

Regenbogen

Regenbogen

Regenbogen

Regenbogen

Regenbogen

Regenbogen

Regenbogen

Wind und Wellen

Wind und Wellen und ein Regenbogen

Regenbogen

Regenbogen

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CSD in München am Rindermarkt - viel Haut, bunte Farben und viel Spaß

Erfrischung am Rindermarkt

Wohin zieht es die Münchener bei Hitze? Wahrscheinlich gibt es in dieser großen Stadt unendlich viele schöne Plätze, die zum Verweilen und zur Erfrischung einladen. Bei  Hitze denke ich zuerst an Wasser. Ich selber trinke viel Wasser. Und zur „äußerlichen“ Erfrischung  zieht es mich in München an die Ufer der Isar, an den Eisbach im englischen Garten, an den Feringa See oder auch nur an den nächsten Springbrunnen. Zu einem Picknick oder einem Mittagsschläfchen laden die vielen Parks in München mit schattigen Wiesenflächen ein. Und ich gebe es zu – auch in den großen Biergärten lässt es sich aushalten. Es muss ja nicht den ganzen Tag lang Wasser sein :-).

Am letzten Samstag besuchten wir den Mallertshofer See. Dort dürfen zu meiner Freude nicht nur Zweibeiner, sondern auch Vierbeiner schwimmen und sich bei der Hitze abkühlen. Ich nahm ein ausgiebiges Bad mit Lasko.

Im Kühlen Nass - Schikore Fotografie

Im kühlen Nass – Schikore Fotografie

Lasko am See

Lasko am Mallertshofer See

nicht nur Lasko liebt eine Abkühlung am See

nicht nur Lasko liebt eine Abkühlung am See

 

auch große Vierbeiner haben Durst und benötigen eine kleine Abkühlung...

auch große Vierbeiner haben Durst und benötigen eine kleine Abkühlung…

...bevor es wieder an die Arbeit geht

…bevor es wieder an die Arbeit geht

Danach ging es an die Isar und dann gab es eine „kleine“ Stärkung im Biergarten.

an der Isar und am Eisbach im englischen Garten

an der Isar und am Eisbach im englischen Garten

im schattigen Biergarten

im schattigen Biergarten

Und am Sonntag ging es auf den farbenprächtigen Christopher Street Day in München. Leider haben wir den Umzug am Samstag verpasst. Doch auch die Stimmung am Sonntag auf dem Marienplatz und am Rindermarkt war ausgelassen.

CSD in München am Rindermarkt - viel Haut, bunte Farben und viel Spaß

Erfrischung am Brunnen

CSD in München am Rindermarkt - viel Haut, bunte Farben und viel Spaß

der Rindermarkt lud am Sonntag zum Tanzen mit erfrischender Abkühlung ein

CSD in München am Rindermarkt - viel Haut, bunte Farben und viel Spaß

CSD in München am Rindermarkt –  bunte Farben und  Spaß

CSD in München am Rindermarkt - viel Haut, bunte Farben und viel Spaß

Rindermart mit „Rindern“

Brunnen am Rindermarkt - CSD in München - viel Haut, bunte Farben und viel Spaß

Brunnen am Rindermarkt – viel Haut, bunte Farben und viel Spaß

CSD in München am Rindermarkt - viel Haut, bunte Farben und viel Spaß

CSD in München am Rindermarkt – viel Haut und viel Spaß

Und wo ist Euer Lieblingsplatz bei Hitze? Ich bin tatsächlich ein wenig neugierig :-).

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Remagen ist ein kleiner Ort in Rheinland-Pfalz, der durch die im zweiten Weltkrieg zerstörte Rheinbrücke „weltbekannt“ ist. Hier einige Bilder von einem warmen Sommertag am Rheinufer. Die letzten Tage waren hier  im Rheinland so warm, dass sich  nicht nur  die Vierbeiner ein wenig Abkühlung im erfrischenden Nass des großen Stroms verschafften. Und wer genug gebadet hatte, suchte sich ein schattiges Plätzchen in einem der zahlreichen Restaurants, Biergärten und Cafés.  Kühle Getränke und einen Blick auf die große Wasserstraße aus der ersten Reihe. Gibt es etwas Schöneres? Vielleicht eine Bootstour Richtung Koblenz oder Bonn? Ich jedenfalls bin am Ufer geblieben, habe mir die Stadt angesehen und wünsche Euch allen eine schöne Woche.

Grünes Rheinufer

Grünes Rheinufer

Doppelte Belastung

Doppelte Belastung

Ausflugsfahrt

Ausflugsfahrt

Kirchentor

Kirchentor

Golden Gate

Golden Gate

Beschattung

Beschattung

Holzhaus in Remagen

Holzhaus in Remagen

Blick auf die "Brückenreste" auf der Ostseite

Blick auf die „Brückenreste“ auf der Ostseite

Lasko badet auch in Remagen

Lasko badet auch in Remagen

Alter Friedhof in der Stadt - Hund verboten - warum fragt sich nicht nur Lasko?

Alter Friedhof in der Stadt – Hund verboten – warum fragt sich nicht nur Lasko?

Rosttafel für die Rostparade

Rosttafel für die Rostparade

Brücke Westseite

Brücke Westseite

Bei Sonne gibt die Brücke Schatten für die "Strandbesucher"

Bei Sonne gibt die Brücke Schatten für die „Strandbesucher“

Spiegel - Ein- oder Durchblick?

Spiegel – Ein- oder Durchblick?

Auch dieses Gefährt bietet Schatten für die Insassen

Auch dieses Gefährt bietet Schatten für die Insassen

Bunte Wimpel in den Straßen von Remagen

Bunte Wimpel in den Straßen von Remagen

Mit flotter Bugwelle Richtung Niederlande

Mit flotter Bugwelle Richtung Niederlande

Kunst am Rhein

Kunst am Rhein

Blick auf die "Brückenreste" auf der Ostseite

Blick auf die „Brückenreste“ auf der Ostseite

Spanisches "Feeling" im Rheinland

Spanisches „Feeling“ im Rheinland

Rheinufer Remagen

Rheinufer Remagen

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Wohlfühlen im kühlen Nass

Wohlfühlen im kühlen Nass

Lasko kennt die Antwort. Bei Hundehitze möchte er nur ins W a s s e r. Und sein absolut liebster Platz ist in Bonn mitten im Rhein. Er würde auch mit den Rheinschiffen um die Wette schwimmen, aber dagegen spricht die starke Strömung. Also heißt es: Hundehalter aufpassen. Doch auch wenn nicht ganz ungefährlich, heute ging es nach Bad Godesberg an das Rheinufer.

Schwimmen vor dem Petersberg

Schwimmen vor dem Petersberg

Wassermuster mit dem Schwanz zeichnen - wer kann das schon?

Wassermuster mit dem Schwanz zeichnen – wer kann das schon?

Und von dort für Lasko der erlösende  Sprung in das kühle erfrischende Nass. Ich badete gleich ein wenig mit. Und Lasko kam nicht mehr aus dem Wasser heraus. Erst als ich weg ging, bequemte er sich langsam Richtung Ufer. Wahrscheinlich ist Wasser bei der Hitze tatsächlich der wahre Aufenthaltsort.

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An schönen warmen Sonntagen gehen Lasko und ich häufig auf die große Hundefreilauffläche am Rhein. Ganz in der Nähe  der Friedrich-Ebert Brücke in Bonn gibt es auf der östlichen Uferseite des Rheins ein großes Gebiet, auf dem Hunde frei und ohne Leine laufen können. Welcher Hund liebt das nicht? Und im Gegensatz zu anderen Hundefreilaufflächen in Bonn hat dieses Gebiet den Namen – allein wegen der Größe -wirklich verdient. Leider liegt dieses schöne Plätzchen von meiner jetzigen Wohnung recht weit entfernt. Dennoch zieht es mich von Zeit zu Zeit immer wieder dort hin.  Lasko liebt diesen Ort. Er kann dort auf den Wiesen mit anderen Hunden herumtollen und zwischendurch ein Bad zur Abkühlung im Rhein nehmen. Hundewellness pur. So hatte ich gestern meine Sonntagswanderung durch die Natur und Lasko „Sozialkontakte“ und seine Sonntagswellness am Rhein.

Aufforderung zum Spiel - soll Lasko wirklich?

Aufforderung zum Spiel – soll Lasko wirklich?

Bunte Ecken unter der Brücke

Bunte Ecken unter der Brücke

wir sind nicht allein

wir sind nicht allein

Wasser treten nach Pfarrer Kneipp

Wasser treten nach Pfarrer Kneipp

Wo ist der Ball?

Wo ist der Ball?

Bälle aus dem Rhein fischen - ein Spaß ohne Ende

Bälle aus dem Rhein fischen – ein Spaß ohne Ende

Loveboat - Begegnung auf dem  Rhein

Loveboat – Begegnung auf dem Rhein

Spaß für Zwei- und Vierbiener

Spaß für Zwei- und Vierbiener

Wellness an Land und im Wasser

Wellness an Land und im Wasser

Auch Schütteln gehört zum Wellnessprogramm

Auch Schütteln gehört zum Wellnessprogramm

Sozialkontakte pflegen

Sozialkontakte pflegen

Herrliche Gerüche

Herrliche Gerüche

Adressen müssen ausgetauscht werden, damit die Kumpels auch wissen, wer da war

Adressen müssen ausgetauscht werden, damit die Kumpels auch wissen, wer da war

die Abschlussnote vor der Friedrich-Ebert Brücke

die Abschlussnote vor der Friedrich-Ebert Brücke

auch die Hundekumpels suchen den Ball

auch die Hundekumpels suchen den Ball

..und weiter geht es mit dem Wasserprogramm

..und weiter geht es mit dem Wasserprogramm

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Lasko denkt - Bad oder Pinkelbaum?

Lasko denkt – Bad oder Pinkelbaum?

Gestern: Es sind Wochen vergangen und ich konnte nicht denken, nicht schreiben, nicht bloggen, nicht wandern, nicht….Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Stattdessen saßen wir zu Hause und schauten zu, wie Arbeiter mit einem ohrenbetäubenden Lärm Fliesen aus den Böden unserer Wohnung stemmten und mit großen Presslufthammern Löcher in die Wände bohrten. In den ersten zwei Wochen dachte ich noch, der Umbau der Wohnung bringe etwas Abwechslung in unser Leben. Und wer weiß? Vielleicht waren die netten Bauarbeiter dabei, einen großen Teich mitten in unserer Wohnung anzulegen. Auch schnupperte ich abends ganz ausgiebig in den großen Löchern. Ich dachte, dass ich möglicherweise auf alte Knochen in den Wänden stoßen würde. Aber nichts davon passierte.

Der Lärm ging weiter. Ab und zu hörte er stundenweise auf. Dann ging es weiter. Warum machen Zweibeiner so etwas? Viel Lärm um Nichts. Ich verstehe das nicht. Wir Hunde hören Lärm noch deutlicher und lauter als Ihr Menschen. Für uns ist Baulärm überhaupt nichts. Die Nachbarn von Leonie schienen auch nicht sehr glücklich mit dem Lärm zu sein. Und Leonie selber? Sie schien von Tag zu Tag verzweifelter zu werden. Insbesondere der Oberbauarbeiter Oswaldo schien ihr mit seinen Bauaktionen überhaupt nicht zu gefallen. Das habe ich nicht verstanden, denn gerade Oswaldo brachte doch ein wenig Spaß in die trockene Bauangelegenheit.

Sehr schnell hatte er herausgefunden, wo bei uns die Hauptwasserleitung entlang läuft. Und ohne lange zu zögern hatte er sie zersägt, als wenn er meinen Wunsch von einem Hundepool in der Wohnung geahnt hätte. Und stellt Euch vor. Danach musste er immer weiter in den Boden des Bades graben. Und plötzlich konnten wir durch ein 1×1 Meter großes Loch in die Wohnung unter uns schauen. Wie praktisch. So konnten wir direkt mit unserer Nachbarin kommunizieren und brauchten nicht um das ganze Haus herum zu laufen, wenn wir mit ihr sprechen wollten. Ich verstehe wirklich nicht, dass Leonie dieses praktische Hör- und Sehloch überhaupt nicht gefiel. Nun gut, der ganze Dreck und das Wasser, das nicht nur unser Bad verschmutzte, machten ihr viel Arbeit. Aber da sie Oswaldo nun einmal zu Bauspielen eingeladen hatte, hätte sie sich ja denken können, dass da täglich neuer Dreck entstehen würde. Sauber machen hat weder bei einem Lasko noch bei einem Oswaldo in der Wohnung Sinn – absolut verschwendete Zeit.

Als das Loch nach einigen Tagen wieder geschlossen war, war ich fast ein wenig traurig, denn es schien, dass Oswaldo nun über den Gips tatsächlich Fliesen legen wollte. Und ich hätte doch noch so gerne mit ihm ein wenig weiter in der Wohnung herum gegraben. Vielleicht hätten wir auch ein paar alte Lammknochen eingipsen können. Doch Oswaldo schien diesen Wunsch zu ahnen. Er ließ sich viel Zeit. Wahrscheinlich war es gar nicht so einfach für ihn, neue Spiele auszudenken. Doch das sah Leonie nicht. Leonie wurde täglich verzweifelter. Und ich wurde immer gespannter, was für ein Spiel Oswaldo als nächstes mit uns spielen würde. Zunächst fing er ganz harmlos an und verlegte einfach die Fliesen. Doch er verlegte die falschen Fliesen. Auf dem Boden lagen die Wandfliesen. Witzig konnte Oswaldo also auch sein. Vielleicht wollte er auch nur die Spannung des Spiels ein wenig erhöhen. Das Bad erinnerte in der Zeit ein wenig an ein halb aufdecketes Memory Spiel. Leonie schien Oswaldos Spiele überhaupt nicht zu verstehen. Mir gefielen die Spiele, aber nicht der Lärm, der ständig beim erneuten Herausstemmen der Fliesen entstand.

Doch Oswaldo liebte Legespiele. Oder übte er nur? Vielleicht hätte er lieber zunächst einmal trocken zu Hause mit einem Puzzle üben sollen. Er flieste falsch und zwar überall, wo er es versuchte. Vielleicht hatte er die Hoffnung, dass er die Fliesen noch einmal herausreißen dürfte und dann noch ein wenig länger mit uns spielen könnte. Doch zum Schluss, als es keinen Grund mehr zu geben schien, die Fliesen noch einmal herauszuklopfen, da richtete er einfach wieder einen Wasserschaden an. Wenn es dabei nicht so laut zugegangen wäre, ein richtiger Hundebadespaß. Wie hat neulich jemand von Euch kommentiert? Oswaldo ist ein Held.

Heute: Wir haben ein neues Bad. Es fehlen noch einige Kleinteile und es fehlt auch noch ein Flurfenster. Doch was sind solche Kleinigkeiten? Oswaldo hätten solche kleinen Dinge überhaupt nicht gestört. „Wozu eine Tür im Bad?“ hatte er begeistert ausgerufen, um Leonie davon zu überzeugen, dass sie nicht extra in den Norden fahren müsse, um die gekaufte Tür abzuholen. Wie praktisch der Mann!
Doch nun kann Leonie wieder duschen. Das hebt ihre Laune erheblich. Und das kann ich verstehen, denn auch ich freue mich als Labbi über jedes Wasserloch. Oswaldo kommt allerdings nicht mehr zum Spielen. Leonie hatte andere Männer gebeten, die Badarbeiten zu beenden. Schade, dass Oswaldo nun keine Wasserspiele mehr in der Wohnung veranstaltet.

Wenn ich richtig darüber nachdenke, hätten wir den kleinen Badraum lieber als Speisekammer umbauen sollen. Denn was soll Hund mit einem Bad? Baden kann ich in Pfützen und Pullern an Bäumen. Wofür braucht Ihr Zweibeiner eine Toilette? Die kostet viel Geld, verbraucht Wasser und Raum. Habt Ihr schon mal über einen Pinkelbaum nachgedacht?
Morgen: Ich hoffe ganz arg, dass Leonie mit dem neuen Bad und der Küche zufrieden ist und der Baulärm ein Ende hat. Ich hoffe, dass Oswaldo eines Tages für seine Hunde in seiner Wohnung ein Schwimmbecken bauen wird. Und ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass Ihr Zweibeiner eines Tages meiner genialen Idee mit einem Pinkelbaum näher treten werdet.

 

Sonne für warmes Wasser?

Sonne für warmes Wasser?

Ich kann es selber noch kaum glauben. Aber tatsächlich – mein Elektrik-Problem ist gelöst. Was lange währt, scheint wirklich endlich gut zu werden. Ich kann kochen, duschen und nebenbei auch noch Licht anknipsen. Wunderwerk der Technik. Was ist passiert?

Kurz nachdem ich in mein neues Apartment eingezogen bin, hat mir die zuständige und zugleich einzige „Energieliefergesellschaft“ auf Teneriffa die Stromleistung verkürzt. Nach langen Recherchen, über die ich hier auch schon geschrieben habe, fand ich heraus, dass die Reduzierung der Energieleistung bei Vertragswechsel auf Teneriffa ganz normal ist. Immer wenn ein Vertragspartner wechselt, wird ein neuer Stromzähler eingebaut und die Stromleistung so reduziert, dass keine zwei elektrischen Geräte nebeneinander laufen können.

Sinn ist: Die Stromgesellschaft möchte noch ein wenig mehr verdienen. So muss vor dem neuen Vertragsabschluss mit normaler Stromlieferung ein Zertifikat in der Hauptstadt gekauft werden, das besagt, dass die Elektrik in der Wohnung in Ordnung ist. Dieses Zertifikat kann nur durch spanische Elektriker beantragt werden und kostet über 400 €. Die spanischen Elektriker müssen bezeugen, dass in der Wohnung gute elektrische Leitungen vorhanden sind. Ist die Elektrik nicht in Ordnung muss sie selbstverständlich in Ordnung gebracht werden. Da sie zumeist in Ordnung ist, ist nur eine kleine „Schönheitsreparatur“ von Nöten. Mir lagen im Frühjahr unterschiedliche Angebote von 500 bis 1500 € vor. So unterschiedlich kann die Behandlung von Wechselstrom also sein.

Lange hat es gedauert, bis ich alle diese Dinge um die „wechsel- und für mich rätselhafte“ Elektrizität erst einmal recherchiert hatte. Und noch länger hat es gedauert, bis ich die entsprechenden Elektriker gefunden hatte. Doch Anfang Dezember standen sie vor meiner Tür. Ich überreichte die Euros und dann ging alles seinen spanischen Gang. Die Elektriker kauften für 5 Euro eine neue  Sicherung, die sie anschließend in meinem Apartment auswechselten. Nicht das das wirklich notwendig gewesen wäre, denn wer mitgelesen hat, weiß, dass die Sicherung bereits im letzten Frühjahr ausgewechselt wurde. Doch irgendetwas mussten sie ja der Form halber machen, um in der Hauptstadt an der zuständigen Administrationsstelle bestätigen zu können, dass meine Wohnung nun tatsächlich auf dem neuesten elektrischen Stand ist.

Und das haben die Beiden anscheinend erfolgreich gemacht. Denn nach zwei Wochen kamen sie wieder und überreichten mir ein Zertifikat, das diesen Zustand bestätigte. Doch wie ging es nun weiter? Die beiden Elektriker erklärten mir, dass ihre Arbeit damit getan sei. Ich müsse zu der Elektrizitätsgesellschaft und das Zertifikat vorlegen. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen, obwohl das wieder eine lange Fahrt bedeutete. Doch so einfach war die Sache dann leider doch nicht. Es folgten einige schriftliche Anträge, Warterei und unzählige Telefonanrufe. Schlussendlich war der Antrag endlich im Geschäftsgang der Gesellschaft. Jedenfalls erhielt ich noch kurz vor Weihnachten eine Mail, dass mein Zertifikat nun an die zuständige Abteilung der Gesellschaft weitergeleitet würde. Am 3. Januar erfuhr ich, dass jetzt bald jemand käme, um den elektrischen Zustand der Wohnung zu kontrollieren. Ich wartete vergeblich und erfuhr auch auf Nachfrage nicht, wann das denn nun sein solle.

Doch – oh Wunder. Am 15. Januar stellte ich durch Zufall fest, dass ich waschen und kochen zugleich konnte. Ganz in Gedanken hatte ich den Herd angedreht, obwohl doch die Waschmaschine lief. Die Elektrizität war ganz plötzlich und leise zurückgekehrt. „Was für ein Luxus!“, jubelte ich innerlich. Vorsichtig probierte ich alle elektrischen Schalter in der Wohnung aus. Keine Sicherung versagte den Dienst. Die Elektrizitätsgesellschaft leitet also tatsächlich wieder mehr Strom in meine vier Wände. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass ich demnächst noch einen neuen Vertrag und zwei gesonderte Abrechnungen über die alte und die neue Elektrizität erhalten würde. Aber damit kann dieses Kapitel hoffentlich geschlossen werden.

Ganz lässt mich das Thema Elektrizität allerdings doch nicht los. Mich beschäftigt die Frage, ob es sich nicht doch irgendwie machen lässt, Sonnenkollektoren für warmes Wasser auf dem Dach anzubringen. Denn Sonnenschein gibt es auf der Insel doch wahrlich genug. Warum verwendet die hier anscheinend so gut wie niemand? Ich habe mich bei einigen Elektrikern, die ich ja nun in ausreichender Zahl kenne, erkundigt. Die meisten von ihnen winkten ab und meinten, dass die Installation einer sonnenbeheizten Wasseranlage viel zu teuer sei. „Da können Sie mehr als 20 Jahre Strom zahlen, bevor sich eine solche Anlage amortisiert“, war eine vielgehörte Antwort auf meine Frage. Tatsächlich? Billig ist so ein umweltfreundliches Teil auf dem Dach wahrscheinlich wirklich nicht. Doch noch gebe ich nicht auf. Ich habe von einem britischen Anbieter erfahren, der hier auf der Insel bereits einige Sonnenkollektoren für warmes Wasser installiert hat. Doch bevor es nun in die zweite Runde Elektrizität geht, werde ich erst einmal in Ruhe duschen, waschen und mir etwas schönes kochen :-).

Heute schreibe ich einmal nicht über eine neue Wanderstrecke oder einen Stadtrundgang. Heute schreibe ich über etwas – jedenfalls für mich  –  sehr Ungewöhnliches. Ein Bericht aus einem „Bespaßungspark“, wie ich gerne die vielen aus der Landschaft herausschießenden „Familienparks“ nenne. Wie Ihr bereits erahnen könnt, bin ich nicht der absolute Fan dieser Art von Vergnügung. Wenn ich es in meinem  bisherigen Leben einrichten konnte, habe ich diese Art der Bespaßung weiträumig umfahren und vermieden. Wenn solch ein Park für andere Menschen vielleicht das Highlight des Jahres oder des Urlaubs ist, ruft ein „da müssen für hin“ bei mir aus einem mir unbekannten Grund keinerlei freudige Vorerwartung hervor.  Doch ab und zu ging es auch in meinem Leben nicht anders und ich habe mich von den Kindern überreden lassen. Und dann ging es auf Wunsch meiner Söhne  doch in das Fantasialand bei Köln oder den Europapark bei Freiburg. Mit einem leichten Widerwillen wanderte ich durch die Parks und versuchte mich daran zu freuen, dass die Familienmitglieder Spaß und Freude an den rasanten Fahrgeschäften hatten. Ich muss zugeben, dass auch für mich nicht alles schlecht an den Parks war. Es gab viele interessante Dinge, Fahrgeschäfte und Menschen zu beobachten. Mit mulmigem Gefühl ließ ich mich dann auch zu der einen oder anderen Achterbahnfahrt überreden. Doch all das war nichts gegen das gute Gefühl, das ich hatte, wenn ich lebendig aus den Fahrgeschäften und am Ende des Tages auch endlich wieder aus dem Vergnügungspark herauskam.

Es war wieder soweit. Mein Sohn wollte auf Teneriffa den größten Wasserpark Europas, den Siam Park, besuchen. Ich kräuselte meine Stirn nicht nur in kleine Falten. „Ein Siam Park auf Teneriffa?“, fragte ich mich, „was hat denn Asien mit Teneriffa zu tun?“ Ich liebe das Wandern und die Natur. Von den Touristenzentren und den großen Vergnügungsparks im Süden hatte ich mich bislang erfolgreich fern gehalten. Doch mein Sohn ist nicht so häufig hier. Und schließlich ist ja auch nur einmal im Jahr Weihnachten. Und…naja, ab und zu ist es ja auch gut, einmal etwas ganz Anderes und Neues auszuprobieren. Jedenfalls sagte ich mir das so, als ich Zähne knirrschend in das Vergnügen einwilligte. Und so brachen wir dann am letzten Samstag früh auf, um uns vor dem großen Gelände in der Nähe von  Las Americas auf Parkplatzsuche zu begeben. Der Park allein ist kein billiges Vergnügen und kleine Add ons, wie Parkplätze und Garderobenschränke kosten neben Deposit natürlich extra. So ist gleich vor Betreten des Parks klar – Vergnügen oder nicht, teuer wird es allemal.

Als wir erfolgreich einen Parkplatz ergattert hatten, hieß es Schlange vor dem Eingang stehen. Warten bis die Kassen öffneten. Dann warteten wir an einer weiteren Pforte hinter der die Tickets kontrolliert wurden. Danach warteten wir in einer Schlange, an deren Ende die Taschen kontrolliert wurden. Denn natürlich soll der Kunde im Floating Market oder einem der vielen siamesischen Fastfoodrestaurants einkaufen und nicht etwa ein Picknick mitbringen. Schlange stehen auch an den Schaltern, an denen es Schlüssel für die Garderoben zu erwerben gibt. Doch die mussten wir erst einmal finden. „Na prima“, so hatte ich es mir gedacht. Menschenmengen und Anstehen für viel Geld. Doch bevor ich der schlechten Laune anheim fiel, beschloss ich es von der lustigen Seite zu nehmen und mich einfach einmal auf das Neue – in diesem Fall das kanarische Thailand – einzulassen. Und tatsächlich – nach einiger Zeit des Nachdenkens fiel mir etwas Positives auf. So lang waren die Schlangen gar nicht. Die Markierungen auf dem Boden ließen darauf schließen, dass es hier Tage mit weitaus längeren Warteschlangen geben muss. Vielleicht hatten wir wegen der leichten Bewölkung einen guten Tag erwischt. Und die Seelöwen, die die Besucher gleich am Eingang begrüßen, heiterten mich mit ihrem munteren Spiel im Wasser auch ein wenig auf. Hier bei den Tieren hätte ich bleiben können. Doch wir mussten die Umkleidekabinen suchen, unsere Sachen verschließen und eine geeignete Liegestelle  finden. Als alle Aufgaben erfolgreich gelöst und alle Schlangen durchstanden waren, war ich bereits in Schweiß gebadet. Viele andere Gäste waren anscheinend schon halb durch den Park durch und hakten die halben Attraktionen auf ihrer Karte ab, als ich vorsichtig nach der ersten „Bespaßung“ Ausschau hielt. Wir ließen es langsam angehen. Noch etwas Gutes – jedenfalls für mich.

Zum Einstieg ließen wir uns auf dem Mai Thai River, der quer durch den gesamten Park fließt, in großen gelben Schwimmreifen treiben. Ein Lifeguard erklärte und überwachte strikt das richtige Sitzen (oder soll ich besser Hängen sagen?) in diesem Reifen. Bei Fehlverhalten kam die Trillerpfeiffe zum Einsatz. Das gemächliche entlang Treiben auf dem Fluß war ein langsames und entspanntes Vergnügen. Ein guter Anfang, den auch ich genießen konnte. Vom Reifen aus konnte ich mir in Ruhe den Uferrand,  Liegestellen und die anderen Attraktionen anschauen. Doch im Hintergrund „drohte“ für mich der Power Tower, aus dem man fast senkrecht mit 80 Stundenkilometern in eine Wasserröhre geschossen wird. „Das müssen wir machen“, beschloss meine Gruppe. Ich riskierte einen kleinen Blick auf den bedrohlich über der schönen kanarischen Thailandschaft auf mich wartenden Powertower. Nee, so etwas wollte ich eigentlich überhaupt nicht. Nach dem Mai Thai River ging es an einen riesigen künstlich angelegten Betonstrand. Hier gibt es jede Stunde 20 Minuten lang hohe Wellen. Die sind zwar nicht so hoch und so schön, wie die Atlantikwellen, aber immerhin nennt sich das Ganze Siam Beach. Der Beach ist von Urwald und mit thailändischen Flair versehenen Hütten umgeben, in denen die Gäste leckeres kanarisches Thaifood zu europäischen Preisen einkaufen können.

Nach so viel Relaxen auf dem Fluss und am Strand musste Action her. Ich arbeitete mich mit meiner Familiengruppe durch den „Giganten“, „die Mekong Rapids“, den Drachen und unzählige rasante Dschungelschlangen Rutschen. Wir sausten durch dunkle Kanäle, fielen Wasserfälle hinab und wurden durch Röhren geschleudert. Und kaum waren wir unten, ging es wieder  mit einem neuen Schwimmring andere und noch steilere Treppen hinauf, denn auch der berüchtigte Vulkan und der Naga Racer warteten auf uns. Ich wunderte mich über mich selber, dass ich jede Fahrt überlebte und weiter machte. Ganz langsam begannen mir die wilden Wasserfahrten sogar Spaß zu machen. Jedenfalls ein bisschen. Meinem Sohn gefielen die Adrenalinkicks, wie er es nannte, bestens. Mein Spaß hielt sich mit Angst und Überwindung die Waage und damit eindeutig in Grenzen. Ich war jedes Mal froh, wenn ich einer Wasserkatastrophe wieder lebend entkommen war. Außerdem fingen wir an, trotz  Wärme und Sonne durch das viele Wasser langsam kalt zu werden. Da halfen Neoprenanzüge, die man für 5 Euro und ein Deposit ausleihen konnte. Mir war das Geld mittlerweile egal, da ich ziemlich zitterte. Der blaue Neoprenanzug, in dem ich ein wenig wie eine lebendige Mettwurst aussah, hielt mich jedoch für den Rest des Tages wunderbar warm.

Mit Neopren zusammengehalten brauchten wir keine weitere Pause und stürzten uns von einem rasanten Nassvergnügen ins nächste Wasservergnügen. Mittlerweile fragte ich nur noch, „mittel oder hart?“ Mein Sohn sagte zumeist: „Das ist wirklich nicht schlimm. Ganz easy“. Und so setzte ich mich auch noch zum 15. Mal wieder zu Viert auf eine Gummimatte, die kurze Zeit später-  zumindest für mich gefühlt – den Niagarafall heruntersauste. Doch plötzlich. Ich glaubte es kaum: „Wir sind fast durch“. Wir hatten wirklich alle Bespaßungsstationen gemeistert und ich hatte überlebt. Beruhigt wollte ich mir gerade meine blaue Mettwursthaut vom Leibe streifen, da hieß es: „Nun geht es zum Power Tower“. Und jetzt bekam ich wirklich Angst. Mit klopfenden Herzen stieg ich Treppenstufe für Treppenstufe zu dem großen Turm empor. Außer uns wollten anscheinend nur sehr wenige Gäste diese größte Attraktion ausprobieren. Oben angekommen, lag der Park tief unter mir. Die Rutschbahn war so steil, dass ich sie gar nicht sehen konnte. Ein Lifeguard führte jeden einzelnen Turmbesteiger in die Benutzung ein. „Nicht bewegen, Beine lang und kreuzen, Arme über der Brust verschränkt“. Ich nickte nur und fühlte mich als ob nun meine letzte Stunde geschlagen hätte. 28 Meter fast im freien Fall hinunter und dabei auf 80 Kilometer beschleunigt. Mein letzter Gedanken, als ich dort oben auf der „Schlachtbank“ lag, war: „bisher sind ja noch keine Todesfälle von dieser Rutsche bekannt geworden oder weiß ich nur nichts davon?“ Dann gab mir der Lifeguard einen Schubs und ich sauste als lebendiger Torpedo mit 80km/h im gefühlten freien Wall hinab ins Nichts. Ich sah nichts und spürte nur, dass ich irgendwann durch eine Wasserröhre geschossen wurde. Dann war es vorbei. Unerwarteter Weise sehr schnell und wirklich unerwarteter Weise hatte ich überlebt.

Der Tag im Park war vorbei und ich durfte die blaue Haut abstreifen. Beruhigt, dass dieser Park abgehakt werden konnte, machte ich mich erleichtert auf dem Rückweg. „Geschafft und nie wieder“, jubelte ich innerlich. Da vernahm ich die Stimme meines Sohnes vom Rücksitz:“Wußtest Du eigentlich schon, dass es auf Teneriffa noch einen Sky- und einen Aquapark gibt?“

Phu Quoc- Inselnorden

Phu Quoc- Inselnorden

Nach der Fahrt in den Süden der Insel mussten wir natürlich auch den Norden von Phu Quoc ein wenig näher kennen lernen. Wir fuhren mit dem Scooter quer über die Inselmitte, um als erste Station auf unserer Nordinseltour einen Wasserfall zu besuchen. Früh am Morgen waren wir die ersten Besucher, die ihren Rucksack auf einem kleinen Pfad parallel zu einem Bächlein hochschleppten. Durch den Regen der letzten Nacht war der Boden aufgeweicht. Die Bäume wurden dichter und dichter und bei mir stellte sich langsam ein richtiges Dschungelfeeling ein. Plötzlich tauchte der Wasserfall hinter Bäumen auf.

Phu Quoc- Inselmitte

Phu Quoc- Inselmitte

Phu Quoc - Wasserfall

Phu Quoc – Wasserfall

Wunderschön anzusehen, aber ein Bad mochte ich am frühen Morgen noch nicht hier nehmen. So fuhren wir weiter. Auf der Karte war an der Ostküste eine Straße eingezeichnet, die bis zum Norden der Insel führt. Die wollten wir nehmen. Zunächst war auch alles ganz einfach. Wir tankten den Scooter voll und fuhren die einzige Straße, die Richtung Norden führte. Dann erreichten wir den  Ort Ham NInh. Ein quirliger Ort, der voller Scooter und Marktstände war. Wir konnten nicht die Straße heraus finden, die uns in den Norden bringen sollte. Ich fragte einen Polizisten. Soweit ich sein gebrochenes Englisch verstand, meinte er, dass wir die Straße nicht nehmen sollten, sondern lieber die Fähre hier im Ort. Es gab tatsächlich eine Fähre, die von Ham NInh nach Mui Da Chong im Norden fuhr. Aber warum sollten wir entlang der Ostküste eine Fähre benutzen, wenn es eine Straße gab? Die Antwort sollten wir bald erhalten.

Phu Quoc - Straßenkreuzung

Phu Quoc – Straßenkreuzung

Wir hielten uns parallel zur Küste und gelangten nach einigem Suchen nach20 Minuten Fahrt  tatsächlich auf eine breite Piste. Dort entdeckte ich zu meiner Beruhigung am Straßenrand weiße Steine  mit Kilometerangaben zum Ort Bai Thom. Dieser Ort im Norden war unser nächstes Ziel.  Die Piste bestand aus rotem Schlamm mit vielen Schlaglöchern und das Fahren gestaltete sich sehr holprig und schlammig. Für die 30 Kilometer würden wir einige Zeit brauchen – das war uns klar. Nicht klar war uns, dass die Piste immer schlechter wurde. Schmal, hoprig und teilweise vollkommen überschwemmt. Langsam leuchtete es mir ein, warum eine Fähre existierte. Doch nun mussten wir weiter, denn zurück wollten wir auch nicht mehr.

Phu Quoc - Piste in den Norden

Phu Quoc – Piste in den Norden

Doch es kam noch schlimmer. Die rote schlammige Piste war plötzlich zu Ende. Es schien, dass sie auf einer Talüberführung „zusammengebrochen“ war. Es gab eine kleine „Umleitung“. Der Weg war nur noch ca. 2 Meter breit und führte in heftigen An- und Abstiegen über die Berge. Wenn Flüsse oder kleine Bachläufe zu überwinden waren, war die Straße mit Holzstämmen gepflastert. Die waren oft nicht mehr als 1,5 Meter breit und führten über atemberaubende Abgründe. Nun kam doch ein wenig Angst mit ins Spiel. Aber ein Zurück kam überhaupt nicht mehr in Betracht.

Umleitung

Ich war dankbar, als wir endlich wieder auf der breiten aufgeweichten Piste waren – auch wenn ich bis zum Knie voller Schlamm war. „Mit Flip Flops kein Problem“, beruhigte ich mich. Jeder Kilometer zog sich unendlich dahin. Doch dann erreichten wir eine Straßenkreuzung und links ging es zu dem kleinen Fährhafen Mui Da Chong. Dort kamen die Fahrzeuge an, die den Wasserweg der schlammigen Piste vorgezogen hatten. Bevor wir Bai Thom erreichten, trafen wir auf eine wunderschöne Lagune. Ein Traumstrand mit einer vorgelagerten Insel, die über einen Damm zu erreichen ist. Da wir nach der holprigen Fahrt ein wenig „Füße vertreten“ wollten, wanderten wir über den Damm und auf die einsame Insel.

Phu Quoc - Damm zu einer einsamen Insel

Phu Quoc – Damm zu einer einsamen Insel

Plötzlich hörten wir Musik und sahen eine Familie, die am Uferrand picknickte. Ein Lautsprecher war aufgestellt und die Familienmitglieder sangen Karaoke. Karaoke scheinen die Vietnamesen sehr zu lieben. Eine junge Frau, die ein wenig Englisch sprach, winkte uns, herzukommen. Sie erklärte, dass sie alle eine große Familie seien, ihre Brüder gerade die Fische für ein Barbeque fangen würden und dass sie sich freuen würden, ein Foto von uns zu haben. Das ist uns in Vietnam häufig passiert, dass Vietnamesen gerne ein Foto mit uns haben wollen. Warum? Ich weiß es nicht. Vielleicht sehen wir in ihren Augen wie Riesenmonster aus, mit denen sie sich gerne ablichten lassen möchten. Auf jeden Fall machten wir mit dieser Familie in jeder Kombination Fotos und alle schienen zufrieden.

Phu Quoc -Picknick unter einem großen Baum in der Lagune

Phu Quoc -Picknick unter einem großen Baum in der Lagune

Unter den große Bäumen auf der Insel bot uns die Mutter der Familie noch ein Stück Melone an und dann verabschiedeten wir uns. Als wir zum Scooter zurückkamen, sahen wir auch an diesem wunderschönem einsamen Platz große Projektschilder. Hier soll wohl ein Resort entstehen. Ich freue mich, dass ich Phu Quoc noch so sehen kann, wie es jetzt aussieht.

unberührter Norden -Phu Quoc

unberührter Norden -Phu Quoc

Wir erreichen Bai Thom, von wo aus noch die Möglichkeit besteht, auf einen kleinen Piste an einsame Strände an der Nordküste zu fahren. Doch wir waren für heute genug Offroad. Auf der breiten Straße in der Inselmitte ging es zurück zur Hauptstadt Duong Dong.

Phu Quoc - Jugendliche haben zusammen Spaß im Wildwasser

Phu Quoc – Jugendliche haben zusammen Spaß im Wildwasser

Phu Quoc - Wildwasser

Phu Quoc – Wildwasser

Phu Quoc - Wildwasser

Phu Quoc – Wildwasser

PHu Quoc -Familienbad i Fluss

PHu Quoc -Familienbad im Fluss

Doch einmal mussten wir dennoch auf die Piste. Kurz vor Duong Dong gibt es Wildwasserfälle zu besichtigen. Um die zu erreichen gibt es nur die Möglichkeit, sieben Kilometer Ruckelpiste zu fahren. Aber auch das schafften wir noch. Danach gönnten wir uns zur Belohnung ein Bad in den Wildwasserfällen. Es war Sonntag und viele vietnamesische Familien hatten sich hier am Rande des Wassers auf den großen Steinen zu einem Picknick zusammen gefunden. Ich genoss die Sonne und das Wasser und dachte eine Zeit lang nicht mehr an die sieben Kilometer, die noch auf der unwegsamen Piste vor uns lagen.

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Lasko denkt in Dänemark

Lasko denkt in Dänemark

Gestern – die letzten Tage hat es hier wie aus Kübeln geschüttet. Das fand ich prima. Ich konnte durch Pfützen springen und hatte ständig eine gute Befeuchtung von oben. Leonie fand den vielen Regen gar nicht so witzig. Dieses Wochenende sind in Aalborg Hafentage. Anlässlich dieser Festtage waren viele Veranstaltungen entlang der Kaikante geplant. Es sollte Ausflugsfahrten, Regatten, Konzerte, Ausstellungen und viele bunte Stände geben. Doch bei Dauerregen fielen die meisten Veranstaltungen regelrecht ins Wasser.

Die Musiker auf den Showbühnen spielten vor einem recht ausgedünnten Publikum, das tapfer seine Regenschirme gegen Starkregen und Windboen verteidigte. Die vielen Springburgen und Spielgelegenheiten für die Kinder blieben sich allein überlassen. Und auch auf Eis und Poelser schien niemand recht Lust zu haben. Warum fragt mich eigentlich keiner? Ich wäre ein sicherer Dauerkunde am Poelserstand und käme ganz bestimmt auch bei Regen.

Die Jüttländische Bank hatte am Hafenrand eine riesige Ruschbahn aufgebaut, die direkt in den Limfjord führte. Doch anscheinend hatte niemand von den Zweibeinern Lust sich im Limfjord auf der Riesenrutschbahn  nass zu machen. Alle waren bereits vom Regen durchnässt. Warum fragt mich eigentlich keiner? Ich wäre so gerne auf der Rutschbahn in den Limfjord gerutscht. Und wenn es sein muss, würde ich auch den ganzen Tag rutschen.

Hinter der großen Eisenbahnbrücke ist zurzeit der Zirkus Benneweis. Dort habe ich mit Leonie gestern morgen große Elefanten beobachtet, die gefüttert und geduscht wurden. Doch wegen dem Regen scheinen auch nicht allzu viele Leute Lust auf Zirkus zu haben. Warum fragt mich eigentlich keiner? Ich hätte unheimlich Lust auf Zirkus. Ich möchte die großen Löwen und Elefanten sehen und selber in der ersten Reihe sitzen und zuschauen, wie andere Tiere Kunststücke machen. Leider sind Hunde im Zirkus verboten. So bleibe ich denn auf dem Boot und träume von Poelsern, Wasserrutschen und Zirkuszelten.

Heute – wir haben den längsten Tag im Jahr dann doch noch ohne Regen am Abend gefeiert. Zwischen den Regenschauern kam ab und zu sogar die Sonne hervor.

Es gibt ein Boot auf dem Limfjord, das Jesus heißt. Die Leute, denen das Boot gehört, scheinen in Sachen Gottes unterwegs zu sein. Das bewahrte sie allerdings nicht davor, auf eine Sandbank aufzulaufen. Als der Herr sie nach drei Tagen immer noch nicht befreit hatte und auch die Sache mit dem „über das Wasser laufen“ nicht klappte, musste ein Boot ausgeschickt werden, das Jesus von der Sandbank zog und nach Aalborg zurück brachte. So sahen wir Jesus im Schlepptau.

Damit Dänemark nicht vollkommen im Grau versinkt, hier ein paar Fotos rund um die Aalborger Hafentage.

Schulhafen

Schulhafen

Sonnenuntergang Limfjord

Sonnenuntergang Limfjord

Eisebahnbrücke

Eisebahnbrücke

Wylde Swan

Wylde Swan

Britta Leth

Britta Leth

Saga

Saga

Loa

Loa

Sonnenuntergang Limfjord

Sonnenuntergang Limfjord

Jesus im Schlepptau

Jesus im Schlepptau

Morgen – es ist Sonntag und ich werde endlich einmal wieder ausschlafen. Euch allen wünschen wir einen wunderschönen sonnigen Sonntag.

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