Mit ‘Weg’ getaggte Beiträge

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Nach über 25 Jahren kam ich zurück an einen Ort, mit dem ich viele schöne Erinnerungen verknüpfe. Das Kloster Andechs hoch oben über dem Ammersee war in der Vergangenheit immer einen Ausflug wert. Ich erinnere mich gerne an nette Runden und viele intensive Gespräche dort oben. Von Herrsching am Ammersee führt ein ansteigender Wanderweg durch den Wald und über Wiesen  auf der Höhe entlang. Schöne Ausblicke sind garantiert. Auch Lasko findet seine Beschäftigung und steckt den Kopf in die Wiese, um nach Mäusen zu suchen. Doch die sind viel schneller als er.

Baumwuchs

Baumwuchs

Höhenweg

Höhenweg

Begegnung auf der Wiese

Begegnung auf der Wiese

..den Kopf im Sand

..den Kopf im Sand

..ein langer Weg

..der Höhenweg

..auf der Höhe

… und über Wiesen

 

im Wald

..führt durch Wald

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Kloster Andechs ist der älteste Wallfahrtsort Bayerns und seit 1850 Wirtschaftsgut der Sankt Bonifaz in München. Der gesamte Ort mit Kirche und Braustüberl sehenswert. Der Blick über die umliegende Landschaft fantastisch. Vor vielen Jahren gab es im Klosterhof Tische und eine Bedienung, die mit den Gästen auch schon mal ein wenig „grantelte“. Heute ist alles durch ein modernes Selbstbedienungsrestaurant ersetzt. An Wochenenden und an Feiertagen (so wird mir erzählt) unzählige Gäste, Touristen und Wanderer, die hier einkehren wollen. Ein Blick in die Runde der Gäste beweist: nicht nur bayerische Gäste genießen die viel gepriesene Andechser Schweinshaxe. Die lokalen Spezialitäten scheinen auch bei den Gästen aus Japan, den USA und Frankreich großen Anklang zu finden. Natürlich darf dazu das Andechser Bier nicht fehlen.

Kirchentor

Kirchentor

Kloster Andechs

Kloster Andechs

Braustüberl

Braustüberl

Kloster Andechs

Kloster Andechs

und ein erfrischendes Andechser

und ein erfrischendes Andechser

Panorama vom Kloster Andechs

Panorama vom Kloster Andechs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch ich trinke ein Andechser und genieße den  überwältigenden Ansicht aus der Höhe. Das Bier schmeckt noch wie vor vielen Jahren. Interessant auch die Sonnenuhr am Kirchturm. Ein Gemälde mit Engel und  einem Skelett, gehüllt in einen dunklen Mantel. Diese halten ein Tuch, auf dem der lateinische Spruch“Una ex hisce morieris“ steht (In einer dieser Stunden wirst Du sterben). Der Spruch macht nachdenklich und ist wohl wahr.

...an einem dieser Tage wirst Du sterben...Sonnenuhr Kloster Andechs

…an einem dieser Tage wirst Du sterben…Sonnenuhr Kloster Andechs

Es gefällt uns hier oben so gut, dass wir gar nicht beachten wie im Westen über dem Ammersee die Gewitterwolken aufziehen. Erst als der Himmel dunkelblau gefärbt ist, machen wir uns auf dem Heimweg. Zurück geht es über den Talweg durch den Wald. Insgesamt ein schöner kleiner Rundweg  (9,5 Kilometer mit insgesamt ca. 330 Meter im Auf- und Abstieg). Doch wir sind ein wenig zu spät dran. Das Gewitter und ein Starkregen erwischen uns auf dem Rückweg. So kommen wir durchgeweicht bis auf die Haut am Parkplatz in Herrsching an. Macht nichts. Das Wasser von oben kann dem schönen Tag keinen Abbruch tun.

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Sonntagmorgen habe ich mich mit einem Taxi von Puerto Santiago in das kleine Gebirgsdorf Maska bringen lassen. Wen es interessiert: So eine Taxitour über 30 Kilometer kostet 23 € und am Sonntag 24 €. Das ist ein ziviler Preis. Im Gegensatz zu dem öffentlichen Nahverkehr konnte Hund ohne Probleme mit im Taxi fahren. Er lag ruhig zu meinen Füßen, während ich mit dem Taxifahrer Viktor einen kleinen Plausch in spanischer Sprache versuchte. Oben in den Bergen war es noch recht frisch und schattig. Ich hatte in Maska ganze Touristenhorden vermutet, war aber zu meiner Überraschung morgens um 9.00 Uhr die einzige Wanderin, die den Abstieg machen wollte. „Schliefen die anderen Wanderer alle noch“? fragte ich mich. „Auch recht“, dachte ich mir, verabschiedete mich von Viktor, der mir noch die Richtung zur Schlucht wies, und wanderte los.

Zuerst schaute ich mir noch den kleinen Ort Maska mit seinen 100 Einwohnern an, aber auch dort war um die Zeit noch niemand zu sehen. Die Cafes und Restaurants waren alle noch geschlossen. Hundegebell war hinter geschlossenen Türen und Mauern zu vernehmen. Kurz hinter dem Ort sah ich ein Schild, dass man nun in den Baranco/die Schlucht ginge und dass die Wanderung zum Meer drei Stunden dauern würde. Auch befanden sich auf dem Schild weitere Hinweise auf gefährliche steile Stellen und Steinschlag. Der Einstieg sei auf eigene Gefahr. Ich  ging mutig weiter, denn ich hatte ja Hundi dabei, der schon auf mich aufpassen würde :-).

Am Anfang war ich noch auf gut gepflasterten Wegen durch das Dorf gewandert. Kurz hinter dem Dorf ging es dann aber steil hinab. Sehr steil ging es über ganz kleine Stiege und felsige Wege immer weiter runter. Für meinen ersten alleinigen Weg durch die Schlucht hatte ich die vermeintliche einfachere Abstiegstour gewählt. Es wäre auch möglich gewesen nur hoch zu gehen oder herunter und hoch. Aber das habe ich mir für das nächste Mal aufgehoben.

Masca mit geschlossenen Restaurants

In der ersten Abstiegsstunde fotografierte ich recht viel und blieb daher einige Male stehen. Es gab jedoch kein Sonnenlicht und viel Schatten. So kommt bei meinen eingeschränkten fotografischen Talenten leider die ganze Schönheit dieser Schlucht mit den gewaltigen Bergen und Felsen hier nur ansatzweise zur Geltung.

Die hohen steilen Felsen blieben hinter mir und die Schlucht verengte sich immer mehr. Ich wunderte mich, dass ich hier so alleine war und kein anderer hier lang wanderte. Doch auf einmal kam von hinten ein „Powerwanderer“ angesprescht. Obwohl ich bereits gut und zügig unterwegs bin, flog er regelrecht an mir vorbei. Ich glaube, dass es ihm nicht um die Schlucht, sondern wahrscheinlich mehr um die sportliche Herausforderung ging. Das blieb zunächst meine einzige menschliche Begegnung. Hund hatte eine einsame Ziege entdeckt, von der er sich schwer trennen wollte. Da er jedoch merkte, dass ich immer weiter ging, schwang er sich schließlich von den hohen Felsen, auf die er der Ziege gefolgt war und kam hinter mir her. Für Hundi gab es ohnehin viel zu schnüffeln.

An den Seiten wurden die Felsen immer dunkler und mächtiger und ich musste regelrecht über Felsen klettern und rutschen. Da es auch keine Beschilderung gibt, konnte ich oft den Weg nur erahnen. Manchmal half mir auch Hund.

Ab und zu auch nicht, wenn er nämlich eine Spur hatte und der Weg ihm gerade egal war. Es wurde immer steiler und ich musste mich immer häufiger auch an den seitlichen Felsen festhalten. Dann kroch ich eine Weile durch Schilf und stand vor einem Bach. Hilfe, ich hatte tatsächlich den Weg verloren.

Masca Schlucht – Teil 2 folgt und bis dahin wünsche ich Euch einen schönen Tag.

Ich blogge heute übrigens genau ein Jahr – wie die Zeit vergeht :-).

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Der Weg ist das Ziel

Veröffentlicht: 27. November 2011 in Leonies Leben 2011, Natur, Reisen 2011
Schlagwörter:, , ,
DER WEG IST DAS ZIEL – UND DAS ZIEL IST EIN NEUER WEG

 

Heute zur Abwechslung kein Bild aus Teneriffa, sondern aus den Alpen, denn auf diesem Bild ist so ein wunderschöner Wanderweg zu sehen.

Wöster  Gipfel

Den Spruch „Der Weg ist das Ziel“ kannte ich bereits. Diese Vollendung „und das Ziel ist ein neuer Weg“ war neu für mich, als ich vor einiger Zeit die Postkarte mit dem Spruch in der Stadt entdeckte. Hier werden Weg und Ziel vertauscht. Und jetzt ist der Weg ein neues Ziel. Ist denn nicht immer ein Weg ein neues Ziel? Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Heute führt mich mein Weg ordentlich um die Insel herum und ich hole eine liebe Freundin im Süden vom Flughafen ab, die mir hier 10 Tage Gesellschaft leisten wird. So kann es auch sein, dass ich mich hier im Blog in den nächsten Tagen ein bisschen rar mache. Aber ich komme auf jeden Fall wieder, denn ich glaube, ich bin doch ein wenig süchtig…

Ich wünsche Euch allen auf Euren heutigen Wegen mit allen verschiedenen Zielen einen wunderschönen Sonntag.

Jedem deiner Ziele kommst du bereits mit dem ersten Schritt näher

Hochlichtspitze

Diese Aussage wurde mir  bei unserer letzten Alpenwanderung recht klar verdeutlicht. Als ich am Morgen unten aus dem Tal hoch in die Berge blickte, konnte ich mir kaum vorstellen, noch am selben Tag irgendwo hoch oben auf  einem Gipfel zu stehen. Aber wir hatten uns entschlossen und wollte da hinauf und haben den ersten Schritt gemacht. Dann ging es Schritt für Schritt auf schmalen und steil ansteigenden Wegen hoch und mit jedem Schritt näherte ich mich dem Gipfel. Der Berg kam näher und auch der Gipfel. Das Ziel rückte mit jedem Schritt visuell näher und irgendwann hatte ich den Gipfel erreicht.

So wie hier der Gipfel das Ziel war, sollte es nach diesen Spruch, den ich auf einem Kalenderblatt gefunden habe, wohl mit jedem Ziel funktionieren. Vielleicht ist es bei einigen Zielen nicht immer so deutlich, wie und wohin der Weg verläuft. Dann ist es sicher wichtig, überhaupt Aktivität zu entwickeln und den sogenannten ersten Schritt zu machen. Nicht still verharren, sondern in Bewegung zu bleiben und dabei auf das Ziel zu zusteuern. Denn wahrscheinlich gibt die Bewegung, auch wenn sie ab und zu in die falsche Richtung geht, neue Erkenntnisse und Impulse. So habe ich die Erfahrung gemacht, dass bei einer wie auch immer gearteten Aktivität am Ende immer etwas für mich dabei heraus kommt. Und sei es auch nur die Erkenntnis, dass vielleicht diese spezielle Sache gar nicht die meine ist und ich mir einen neuen Weg oder ein neues Ziel suchen kann. Und auch dann gilt für mich: möglichst bald den ersten Schritt zu machen.

Wie geht es Euch mit den Wegen zu Euren Zielen?

Ich wünsche Euch einen schönen Tag und mindestens einen ersten oder weiteren Schritt in Richtung Eurer persönlichen Ziele.

Suche am falschen Ort

Veröffentlicht: 13. Mai 2011 in Natur, Reisen 2011
Schlagwörter:, , , , , , ,

Gestern war ein etwas verdrehter Tag. Es fing bereits damit an, dass mein Sohn, der eher dazu neigt ein wenig zu verschlafen, zu früh aufstand. Warum? Wir wissen es nicht. Er sagte mir später, dass sein Wecker wie immer geläutet hätte und er sich dann fertig gemacht und mit dem Bus zur Schule gefahren wäre. Er habe sich gewundert, dass der Schulbus so leer war. Erst als er um 6.30 Uhr anstatt um 7.30 Uhr vor der Schule stand, wurde ihm klar, dass etwas nicht stimmt. Mißmutig kehrte er noch einmal zurück, um um 7.00 Uhr zu Hause festzustellen, dass ich immer noch im Bett lag. Ich habe nämlich gestern irgendwie verschlafen. Warum? Wir wissen es nicht. Normalerweise drehe ich um diese Zeit bereits meine Runde mit dem Hund. So war es sogar gut für mich, als mein Sohn zu dieser ungewohnten Zeit zurück kam und ich aufstehen konnte. So kann es gehen –  irgendwie verdrehte Welt bei uns.

Auch am Nachmittag war es dann nicht der Tag meines Sohnes. Er wollte zur theoretischen Fahrprüfung, die beim TÜV in einem anderen Stadtteil stattfand. Nach der Schule fuhr er mit dem Rad von zu Hause los. Es war gegen 14.15 Uhr. Bis 16.00 Uhr hatte er die Möglichkeit zur Abnahme der theoretischen Prüfung beim TÜV zu erscheinen. Ich drückte die Daumen und wünschte viel Glück. Um 16.15 Uhr kam er zurück und ich erwartete gespannt seine Durchsage. Aber er schimpfte nur vor sich hin. Er hatte den TÜV gar nicht gefunden, da er vorher sich die Straße nicht gemerkt hatte, sondern nur einen groben Blick auf die Karte geworfen hatte. Er hatte Leute befragt, die ihn viermal in unterschiedliche Richtungen geschickt hatten. Er fuhr in dem Stadtteil hoch und runter bis es 16.00 Uhr war. Ich tröstete ihn damit, dass er immerhin nicht durchgefallen war.

Um ihn ein wenig aufzumuntern erzählte ich ihm eine ganz alte Geschichte, die mir und meinem heutigen Mann vor  vielen Jahren einmal passiert ist. Wir waren mit unseren Rucksächen auf unserer allerersten großen Fernreise und waren in Indonesien Bali gelandet. Ich hatte im Vorfeld einen Reiseführer besorgt, an dem wir uns orientieren wollten. So standen wir das erst Mal in einem großen Palmenwald und alles war fremd. Wir waren vom Flughafen mit dem Bus gefahren und dort ausgestiegen, wo wir meinten, wir seien in Kuta Beach, unserem ersten Ziel. Wir suchten die Hauptstraße mit den Hotels, Geschäften und der Post, da dort in der Nähe laut Reiseführer einige billige Unterkünfte sein sollten. Ich holte mitten in einem Palmenwald auf Feldwegen den Reiseführer heraus und schaute den dort eingezeichneten Plan von Kuta Beach an. In der Meinung, unseren Standort identifiziert zu haben, liefen wir nach den eingezeichneten Wegen. Wenn wir jetzt hier sind, müsste dort hinten die Post sein. Merkwürdig die alte Hütte sah gar nicht wie die Post aus. So liefen wir die Wege im Quadrat ab und kamen immer nur an kleinen Höfen oder Hütten vorbei. Ein bisschen größer hatten wir uns Kuta Beach schon vorgestellt. Und wo war bloß eine Unterkunft?

Wahrscheinlich würden wir heute noch dort im Wald herum laufen, wenn uns nicht ein netter Mensch, der zufällig unseren Weg kreuzte, erklärt hätte, dass wir wirklich noch mitten im „Urwald“ waren und es hier nur verstreute Häuser gäbe. Um nach Kuta Beach zu kommen, mussten wir zurück zur Bushaltestelle und noch eine halbe Stunde fahren. So kann es gehen. Suche am falschen Ort.

Mein Sohn musste dann auch lachen, als er sich seine Eltern mit einem Plan einer Stadt hilflos durch den Urwald stolpernd vorstellte, und seine Laune war gleich wieder ein paar Grad gehoben.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und die richtigen Karten am richtigen Ort.