Mit ‘Wege’ getaggte Beiträge

Da es hier in Aalborg zurzeit ziemlich nass von oben herunter kommt und wenig an einen warmen sonnigen Mai erinnert, mache ich mir ein paar warme Gedanken. Ich vertiefe mich in Erinnerungen an Gran Canaria. In 16 Tagen auf Gran Canaria habe ich zusammen mit Hund ziemlich alles an Wanderrouten abgelaufen, was mein Wanderführer  anzubieten hatte. Zusammen dürften dabei fast 300 Kilometer heraus gekommen sein. Gerne werde ich demnächst einzelne Routen beschreiben, denn ich fand einige Wanderwege wirklich empfehlenswert. Andere Touren erfüllten leider denn doch nicht das, was ich mir nach der Beschreibung versprochen hatte. Heute zeige ich zur Einstimmung einige Bilder rund um die Insel Gran Canaria (Inselmitte), die ich auf meinen verschiedenen Wandertouren aufgenommen habe.

Der „Froschfelsen“ und Roque Nublo befinden sich ziemlich in der Inselmitte und können in einer wunderschönen Wandertour umrundet und bis zum Plateau des Roque Nublo bestiegen werden.

Blick vom Roque Nublo auf eine weitere Felsformationein Mensch?

Frühling auf Gran Canaria

Viele Wanderwege führten mich entlang an felsigen Schluchten, durch schattige Kiefernwälder und dann wieder auf Gipfel, von denen sich fantastische Ausblicke auf das Inselinnere boten.

Im Inselort Antanara gibt es viele Häuser, die in den Fels gebaut sind. Die Leute leben tatsächlich in richtigen in den Fels geschlagenen Höhlen, die nur von außen an der Fassade wie ein Haus aussehen.

Zum Glück gibt es an vielen Stellen auf den Wanderwegen aufgeschichtete Steinhaufen, die den richtigen Weg weisen. Wer weiß, wo ich ansonsten manchmal gelandet wäre?

 

Schroffe Felswände erwarteten mich auch bei der Besteigung des höchsten Berges der Insel (Pico de las Nieves).

Verlassene Steinhäuser und Höhlen sind nette Abwechslungen auf den langen Wanderungen. Ich habe gerne im Schatten der Gemäuer eine kleine Rast eingelegt, Wasser getrunken oder auch ein privates Picknick mit mitgebrachten Avocados, Kivis und Thunfisch veranstaltet.

 

Hund lief anfangs kreuz und quer durch die Gegend. Mit fortschreitender Kilometeranzahl und steigender Tageshitze bevorzugte er dann doch  in meinem Schatten zu schleichen. Abkühlung gab es unterwegs auf einigen Wanderungen durch einen Bachlauf oder einen Sprung in einen der im Landesinneren liegenden Seen.

Bei Regen sollte man diese Straßen meiden. Ein lustiges Verkehrsschild, oder? Solche müssten im Moment in Aalborg an jeder Ecke aufgestellt werden – so viel Regen gibt es hier – doch dann wäre der Verkehr wohl lahmgelegt :-).

Felsen, Seen, schattigen Palmenwälder und grandiose Ausblicke

Sieht fast wie der Gran Canion in klein aus…….immer wieder zerschneiden die von der Inselmitte abfallenden Barancos die Landschaft.

Wie auf Fuerteventura gibt es auch auf Gran Canaria große Ziegen – und Schafsherden und natürlich dementsprechend leckere einheimische Käsesorten.

Gegensätze: Schloss und einfache Fischerhütten – hier scheinen Richi und Poori zu wohnen.

Einige Wanderrouten führen auch über Pässe, durch Schluchten und über Gipfel an einsame Strände, an denen kaum ein Mensch zu finden ist. Auf dem Bild ist der Strand vonGül Gül zu sehen.

 

Hundi biegt um die Ecke und ist froh wieder am Ende der Tour am Wagen anzukommen.

Demnächst gibt es einige ausführlichere Beschreibungen meiner schönsten Wandertouren auf Gran Canaria.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Werbeanzeigen

Bereits  einige Male habe ich darüber erzählt, dass ich meinen frühen Morgen täglich mit einem Morgenlauf starte. Zumeist laufe ich in unserer Gegend über Feldwege, durch den Wald und auch durch Wohngebiete. Diese vertrauten Wege laufe ich sehr gerne, da jeden Tag im Kleinen etwas Neues zu sehen ist. Dennoch freue ich mich immer, wenn ich im Urlaub oder zu Besuch bei Verwandten und Freunden bin und andere Wege laufen kann. Die neuen unbekannten Wege sind sooo spannend, denn häufig weiß ich nicht, was ich sehen werde, wohin mich die Wege führen werden und ob ich überhaupt zurück finden werde. Das Letzte hat zum Glück bislang immer noch gerade so geklappt.

Manchmal erscheint es mir, als ob meine Läufe einiges mit meinem Leben zu tun. Ich laufe den Blick vorwärts gerichtet zügig durch und lasse mich nur schwer aufhalten. Ab und zu geht es den Berg hoch und ich muß mich anstrengen. Dann geht es plötzlich herunter und alles fällt leicht. Unterwegs gibt es manchmal Hindernisse, die ich umgehen kann oder denen ich mich stellen kann. So kenne ich hinter Toren am Wegesrand so einige Hunde, die anfangen zu bellen, sobald ich mit meinem Hund vorbei laufe. Häufig fängt dann mein Hund auch an zu kläffen und Theater zu machen. An manchen Tagen umgehe ich diese Anwesen mit einem großen Bogen. Ein anderes Mal beschäftige ich mich so intensiv mit Ablenkungsmanövern für meinen Hund (Leckerli für meine kleine Freßmaschine), dass er auf das Gekläffe auf der anderen Seite des Zauns nicht eingeht. Ab und zu passiert auch etwas völlig Unvorhergesehenes. So gibt es auf dem Weg – wie überall im Leben – neue Herausforderungen.

An einigen Tagen reichen mir meine eingetretenen Weg nicht mehr und ich wünschte, dass ich sie einfach verlassen könnte. Aber wo soll ich hin laufen? Ich könnte es wie Forest Gump in dem gleichnamigen Film machen und erst an das Ende des Stadtteils, dann an das Ende der Stadt, dann an das Ende des Bezirks, dann an das Ende des Landes usw. usw. laufen. Was für eine schöne Vorstellung! Aber wie lange würde ich das aushalten? Möglicherweise würde es auch reichen, zunächst die Normalspur zu verlassen und ein wenig auf der Parallelspur zu laufen. Das gibt mir immer neue und interessante Einblicke. Aber reicht mir das? Ich glaube nicht, denn ich suche einen ganz neuen Weg, den ich nicht auf der Parallelspur finden werde. Er wird einfach von meinem eingetretenen Pfad abgehen und mich ….ja wohin eigentlich?.. führen. Dennoch bin ich sicher, dass dieser Abzweig gar nicht sehr weit entfernt von hier liegt und dass ich ihn eines Tages finden und begehen werde. Ich werde berichten.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Tag und einen guten walk of life.