Mit ‘WLAN’ getaggte Beiträge

Ich sitze in einer großen Hotelhalle, in die mich meine Suche nach einem WLAN getrieben hat und schaue meine Mails an. Danach skype ich und unterhalte mich mit meinen Männern zu Hause. Nach eine Weile registriere ich, dass sich ein älteres Ehepaar in meiner Nähe niederlässt. Nach einigen Minuten als ich mit meinem Gespräch fertig bin, spricht der Mann mich auf deutsch an und meint:“Was machen sie denn alle hier mit den Geräten“? Erstaunt schaue ich ihn an und folge seinem Blick in die Runde. Tatsächlich hier sitzen ungefähr 50 Personen in einer großen Hotelhalle und sind jeder für sich sehr mit einem Handy oder Notebook beschäftigt. Viele haben Kopfhörer auf und skypen in den unterschiedlichsten Sprachen anscheinend quer durch die Welt. Erst jetzt fällt mir auf, dass niemand hier sitzt und redet, eine Zeitung liest oder nur die schöne Atmosphäre der blumengeschmückten Halle geniesst.

Richtig erklären kann ich dem Mann es nicht, was wir hier alle machen. „Wir haben doch Urlaub“, sagt der Mann und holt sich und seiner Frau von der Bar einen lecker zubereiteten Drink. Ich bin nach zehn Minuten mit meinen Mails durch und klappe das Notebook zusammen. Das Paar sitzt innig vertieft in ein Gespräch mitten in der Hotelhalle zwischen den ganzen Leuten, die jeder für sich mit ihrem Gerätchen überall auf der Welt – nur anscheinend nicht auf Teneriffa- unterwegs sind. Ich schaue das Paar an und mir wird in diesem Moment bewusst, dass keinerlei Technik der Welt den persönlichen Kontakt ersetzen kann.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Tag mit hoffentlich vielen persönlichen Kontakten.

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Das neue Jahr ist – wen soll es wundern? – auch hier gerade zwei Tage alt. Da Neujahr auf einen Sonntag fiel, ist laut Gesetz hier anscheinend nun auch der 2. Januar  ein Feiertag. Viele Geschäfte haben geschlossen und es ist draußen auf den Straßen sehr ruhig. Was sich politisch in der Welt und in Spanien abspielt, bekomme ich nur in Bruchteilen mit. Ich verfüge nur über einen Fernsehanschluss mit spanischen Programmen. Das gefällt mir auch eigentlich recht gut, denn so bin ich darauf angewiesen, Tag für Tag ein wenig mehr Spanisch zu verstehen. Zwar könnte ich auch im Internet Weltnachrichten suchen und finden, aber auch das Internet steht mir hier im Moment nur sehr eingeschränkt zur Verfügung. In der Wohnanlage gibt es zwar einen Gemeinschaftsraum (sehr ungemütlich ohne Fenster) mit WLAN. Die Wartung des Routers lässt jedoch anscheinend sehr zu wünschen übrig. Alle halbe Stunde fällt das WLAN aus. Wenn die gute Servicedame in Urlaub geht oder frei hat, geht im WLAN überhaupt nichts mehr. Ich habe dann nur noch die Möglichkeit,  mit meinem Notebook in ein Hotel oder ein Internetcafe  gehen. Solche Aktion ist allerdings jedes Mal eine nicht unerhebliche Schlepperei. Daher begrenze ich die Zeiten im Internet auf das Notwendigste, schreibe und beantworte Mails, betreibe online Banking und gehe – solange es geht -bei WordPress spazieren, um Eure Blogs zu besuchen.

Nicht nur mit eingeschränktem Internet, sondern auch ohne fahrbaren Untersatz verlebe ich hier den Januar in Puerto Santiago etwas ruhiger als die Vormonate. Ich habe zwischenzeitlich sehr viel von der Insel gesehen und mich entschlossen, die Kosten für den Leihwagen in diesem Monat zu sparen. Leider dürfen Hunde in Spanien nicht mit Bus fahren und dadurch ist meine Mobilität auf den per  Fuß zu begehenden Umkreis beschränkt. Zum Glück ist man als joggende Hundehalterin ja recht gut trainiert. Hund wundert sich, dass seine Transportbox nun nicht mehr in einem Wagen, sondern auf dem Balkon steht. Ab und zu legt er sich hinein. Will er wegfahren oder fliegen oder einfach nur von großen Knochen beim Spanier um die Ecke träumen?

Da  meine Mobilität in jeder Hinsicht ein wenig eingeschränkt ist, habe ich mich auf das Schreiben verlegt, um nun endlich im Januar mit dem Buchprojekt zum Abschluss zu kommen. Dennoch werde ich versuchen, Euch ab und zu auch ein paar Neuigkeiten oder schöne Bilder von der Insel zu zeigen.

Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Tag.

Einige Tage haben es einfach in sich. Und vor diesen Tagen bleibt man auch nicht verschont, wenn man in einem wunderschönen Urlaub auf Teneriffa ist. Das habe ich am eigenen Leib am letzten Sonntag erfahren.

Alles fing bereits am Samstagabend an. Ich wollte gerne mit meinem Mann skypen und meine Mails beantworten und saß am Notebook. Die Internetverbindung war so schwach und schlecht, dass keine Kommunikation mehr möglich war. Also packte ich das Notebook zusammen und schlich im Dunklen quer durch das ganze Haus auf die Terrasse des Hauses, auf der der Empfang am Besten sein soll. Dabei stolperte ich auf der Treppe und konnte noch gerade so mein Notebook vor dem Herunterfallen bewahren. Das aufgeschlagene Knie war eine kleine unangenehme Nebenerscheinung.

Auf der Terrasse erhielt ich vom Notebook die Meldung, dass keine Drahtlosverbindungen erkannt würden. Da mein IPad eindeutig das WLAN des Hauses anzeigte, wusste ich, dass die Störung nicht am WLAN des Hauses liegen konnte. Irgendetwas musste mit meinem Notebook nicht in Ordnung sein. Ich fuhr es hoch und runter, arbeitete mich Punkt für Punkt durch die Systemsteuerung und war am Ende auch nicht schlauer. Ohne Internetverbindung fiel ich am Ende müde ins Bett.

Am Sonntag morgen setzte ich meine erfolglosen Versuche nach meinem Morgenlauf mit dem Hund fort. Auf dem IPad setzte ich Hilferufe in alle Welt (u.a. nach Hause zu meinen Männern und zum Blog) ab. Auch ein netter junger Mann, der hier im Haus wohnt, versuchte sich erfolglos eine halbe Stunde am Notebook. Mittlerweile kannte ich die gesamte Systemsteuerung in und auswendig, aber fand nicht den fehlenden Haken, um die Drahtlosverbindung zu aktivieren. Mein Sohn sandte mir eine Anleitung zur Aktivierung, aber die Verbindung blieb tot. So ließ ich Notebook und Internet und begab mich in den Süden.

Dort machte ich vor den Felsen von Los Gigantes eines schöne Wanderung und fuhr dann nach Playa San Juan, um auch den Hund auf seine Kosten kommen zu lassen. Ich ging an einen einsamen Steinstrand und der Hund konnte schwimmen. Er wollte gar nicht wieder aus dem Wasser und schwamm über eine Stunde. Als er dann endlich heraus kam, hatte er wohl so viel Salzwasser getrunken, dass es ihm in großen Schwällen vorne und hinten heraus kam. Als ich noch schnell in einem Cafe einen Kaffee trank, bevor ich meine Freundin vom Flughafen abholen wollte, passierte „es“ unglücklicherweise auch dort. Das war mir recht unangenehm und ich bot an, sauber zu machen. Man entließ mich mit leicht genervten Blicken. Ich machte mich  zum Flughafen auf.

Wegen einem Stau(!), den ich auf der Insel wirklich nicht erwartet hätte, kam ich gerade noch fast in letzter Minute an, um meine Freundin abzuholen. Ich fand nach langer Kurverei und Sucherei endlich einen Parkplatz. Dann sprintete ich zur Ankunft des Flughafens. Da ich unglücklicherweise vor dem Abflug geparkt hatte, musste ich lange sprinten. Dann las ich auf der Anzeigetafel, dass der Flieger über eine Stunde Verspätung hatte. Aber auch diese Stunde ging herum und nichts Schreckliches passierte.

Irgendwann hatte ich glücklicherweise meine Freundin gefunden und wollte sie zum Auto dirigieren. Leider hatte ich in der Hektik vergessen, wo ich geparkt hatte. Eine geschlagene halbe Stunde suchte ich zwischen den vielen Wagen bis ich  Wagen und Hund wieder hatte. Ich fuhr rückwärts aus der Parklücke, damit wir den Wagen beladen konnten. Während wir hinter dem Wagen standen und einluden, setzte ein sehr alter Herr seinen Wagen rückwärts aus dem Parkplatz ohne nach hinten zu schauen. Wir schrien noch: „Halt, halt“. Er fuhr weiter und hielt erst, als  er meinen Wagen touchiert hatte. Es war nichts Schlimmes passiert, aber ein paar Kratzer hatte mein Wagen abbekommen. Die Situation musste geklärt werden. Dem älteren deutschen Ehepaar war das von ihnen verursachte Malheur völlig egal. Sie entschuldigten sich nicht einmal und wollten weg fahren. Ich forderte zumindest ihre Adressen. Es folgte eine weitere Stunde mit Diskussionen, in denen das ältere Ehepaar meinte, dass sie schon ewig auf der Insel leben würden und sie jeder kenne und überhaupt….. Es kam noch ein Herr von der Autovermietung hinzu und obwohl nur kleine Kratzer am Wagen waren, weitete sich die Diskussion aus und mittlerweile standen 20 Leute um uns herum. Langsam war ich in Schweiß gebadet.

Als wir endlich mit Gepäck und Hund Richtung Gebirge fuhren, war es dunkel geworden. Nun konnte ich zum ersten Mal Fahrt auf schmalen Gebirgsstraßen bei Dunkelheit üben. Das konnte mich an jenem Tag aber auch nicht mehr weiter beunruhigen. Dass wir dabei noch vergeblich nach einem kleinen Restaurant, wo wir ein wenig hätten essen können, suchten, sei nur am Rande erwähnt. Erst in Icod fanden wir eine kleine Taverne, die noch auf hatte. Ich hatte den Hund mit, obwohl Hunde normalerweise nicht mit in Restaurants in Spanien dürfen. Nett fragte ich, ob er ausnahmsweise mit rein dürfe. Der gute Mann winkte uns freundlicherweise herein, was wir dankbar annahmen. Hundi hob das Bein, ehe ich einschreiten konnte, und pisste vor die Tür.?????!!!!!!!

Mein Hund hatte sich während der Fahrt ruhig verhalten. Zu Hause angekommen, trank er drei Schüsseln mit Wasser in Windeseile hinunter und schlang sein Trockenfutter hinterher. Im Ergebnis war eine halbe Stunde später mein gesamter Balkon mit Hundeauswerfungen bedeckt, so dass ich erst einmal Nachts die Terrasse putzen konnte. Unterbrochen wurde ich von Anrufen von zu Hause, die mich ständig fragten, ob ich jetzt nicht endlich das Internet wieder hinbekommen hätte. NEIN – das hatte ich nicht – wann denn bitte auch? Meine Freundin wollte mich entlasten und nahm den Hund mit in ihr Zimmer. Das Ergebnis war, dass ich eine halbe Stunde später auch ihre Terrasse putzen konnte. Die restliche Nacht verbrachte ich mit dem Hund in den dunklen Weinbergen auf Gassigängen, in denen das restliche Salzwasser verarbeitet wurde.

Die gute Nachricht. Spät am Abend erhielt ich aus München einen entscheidenden Hinweis. Als ich mit dem Notebook in der Samstagnacht durch die Dunkelheit im Hause gegangen war, muss ich aus versehen auf eine Tastenkombination gekommen sein, die das WLAN ausgestellt hat. Mit einer Tastenkombination ließ sich das Problem beheben und ich bin wieder online.

Am Ende wird alles Gut und wenn……

Euch wünsche ich einen schönen geschmeidigen Tag.

Nun sitze ich im Badezimmer und schreibe meine Eindrücke von meinem ersten Tag in Teneriffa auf. Warum im Bad? Dazu später. Ich erzähle einfach der Reihe nach. Mittwoch in der Nacht verabschiedete mich mein Mann am Köln Bonner Flughafen. Wir waren beide ein wenig aufgeregt, denn das war immerhin ein Abschied für vier Wochen. Nur der Hund war nicht aufgeregt. Er war einfach nur müde und wunderte sich anscheinend, wieso wir ihn mitten in der Nacht zum Flughafen transportierten. Da er abends nichts gefressen hatte, nahm er gerne die Scheibe Wurst mit einer kleinen Beruhigungstablette und döste innerhalb kürzester Zeit ein. Die Angestellten am Flughafen, die ihn in Empfang nahmen und zum Flieger bringen sollten, waren alle sehr nett zu mir. Sie beruhigten mich, denn wahrscheinlich sah man mir meine Aufregung wegen dem Hund an.

Die restliche Nacht verging für mich sehr schnell, da ich in den folgenden Stunden immer wieder vor Müdigkeit im Flieger eindöste, auch wenn ich nicht richtig schlafen konnte. Der Service von Air Berlin tat das seinige dazu. Denn immer dann, wenn ich gerade die Augen geschlossen hatte, um einen kleinen Schlafversuch zu starten, ging das Licht wieder an oder es wurde eine Durchsage gemacht. Wenn dann wieder Ruhe war und ich die Augen gerade geschlossen hatte, wurde mir freundlicherweise ein Glas Wasser angeboten. Das trank ich dann bei aufkommenden Turbulenzen über Frankreich aus. Neben den Turbulenzen wurden weitere Getränke gereicht. Danach folgte wieder ein Schlafversuch. Nun wurden die Getränkebecher wieder eingesammelt. Vielleicht könnte danach ja Schlafruhe einkehren? Nein, weit gefehlt. Es wurden Zigaretten und zollfreie Waren offeriert. Wieso soll ich nachts um 4.30 Uhr Parfum kaufen? Etwas Richtiges zu essen gab es nicht, jedoch ein Brötchen, mit dem ich morgens um 4.45 Uhr auch nicht so wirklich etwas anfangen konnte. Ich steckte es als eiserne Reserve ein, denn man kann ja nie wissen :-).

Als ich müde aus dem Flieger stieg, galt meine erste Sorge dem Hund und mit meinen Anfänger Spanischkenntnissen fragte ich mich zu ihm durch. Nach meiner ersten spanischen Frage des Tages landete ich irgendwo im Kellergeschoss des Flughafens, wo ich ganz allein herum irrte. Niemand war dort, den ich mit weiteren spanischen Fragen hätte belästigen können. Der Keller war richtig, denn hier stand das spanische Schild für Sperrgepäck. Schließlich sah ich meine Transportbox in der Ecke auf einem Transportband stehen. Hundi freute sich riesig als er mich sah und wollte gleich auf mich los. Leider dürfen Hunde im Flughafen nicht frei laufen und er schien auch noch ein wenig schwach auf den Beinen zu sein. So schaffte ich einen Koffertrolley heran und wuchtete die über 30 Kilogramm schwere Transportkiste mit dem Hund auf die Karre. Das war gar nicht so einfach, da die Kiste oben auf dem Transportband stand und ich sie dort herunter bekommen musste, ohne dass dem Hund etwas passierte. Das bekam ich nach einigen Versuchen tatsächlich hin und Hundi rutschte mit Kiste auf den Trolley. Nun musste ich noch den Weg aus dem Keller hinaus finden. Das war dann aber  wegen der Beschilderung kein Problem.

Doch das nächste Problem ließ nicht lange auf sich warten. Ich war aus dem Ankunftsbereich nun heraus gegangen. Das war auch richtig so. Nur war der Umstand, dass mein Gepäck noch drinnen im Ankunftsbereich stand, ein weiteres kleines Hindernis, das es zu überwinden galt. Zeit für die zweite  Spanischfrage des Tages. Höflich und hilfreich wie die Spanier anscheinend sind, fand ich den Weg zurück in den Ankunftsbereich. Auch wenn das über den Hintereingang der Zollverwaltung hinten durch die Brust ins Auge geschah. Ich war wieder zurück im Ankunftsbereich. Dort wuchtete ich meinen Koffer auf einen zweiten Koffertrolley. Mit 20 kg und 200 gr hatte Air Berlin mich reisen lassen. Ein bisschen Service ist wohl doch noch verblieben. Zwei Koffertrolleys konnte ich jedoch beim besten Willen nicht schieben. Also wuchtete ich meinen Koffer hoch hinauf auf die Transportbox, die ohnehin nicht sehr stabil auf dem Koffertrolley stand und bedrohlich hin und her schwankte. Um die Angelegenheit noch ein bisschen beschwerlicher zu machen,  band ich mir meine Umhängetasche mit 15 Kilogramm Technik (Notebook, Kamera sowie Zubehör) um den Hals und suchte nach der Autovermietung.

Zeit ein wenig Spanisch am Morgen zu üben. Bereits die dritte Spansichfrage, die ich einigermaßen dahin stotterte. Dann erfuhr ich von der Dame bei der Autovermietung, dass es ein oder auch mehrere kleine Probleme gäbe. Na prima, auf die hatte ich an diesen ersten schönen Morgen gerade gewartet. Da ich eher angekommen war, musste ich einen Tag extra zahlen. Das hatte ich mir schon so gedacht. Dann stellte sich noch heraus, dass der gemietete Wagen zu klein für die Transportbox war, so dass ich noch ein wenig zusätzlich in die Tasche greifen durfte. Als Letztes erzählte mir die gute Dame, dass ich einen sehr guten Versicherungsschutz gewählt hätte. Jedoch müsse ich wissen, dass da weder Reifen, noch Auspuff, noch Kupplung, noch……Ja, was war denn eigentlich versichert an diesem Gefährt? Kurz und gut – ich stockte die aktive Geldmenge der Autovermietung auf und ließ insgesamt zusätzlich 200 € dort. Nicht ärrrrrgern – abhaken. Als ich dann mit meinem riesigen Gefährt vor mir in Richtung Parkplatz schob (hätte ich gezogen, hätte man meinen können, dass ich auf Teneriffa eine Pyramide errichten wolle) und die Palmen vor dem Flughafen in der milden Morgensonne sah, hakte ich den ganzen Ärger ab. Ich lud den Wagen voll und der Urlaub konnte losgehen.

mein Gefährt, das mich nun vier Wochen über die Insel transportieren soll

Die Fahrt aus dem kargen Süden über die schmalen Straßen hoch in den Norden fand ich landschaftlich sehr schön. Dann kam ich in Icod de los Vinos, das nun vier Wochen meine neue Heimat sein soll, an. Jetzt ging die Suche nach meiner Unterkunft los. Spanischfragen vier, fünf und sechs des Tages folgten Schlag auf Schlag. Denn in Icod gibt es hunderte von verwinkelten Gassen, die sich an den Berghängen entlang schlängeln. Aber nach einigem Suchen fand ich auf einer besonders steilen Straßen am Berghang meine neue Unterkunft. Ein freundlicher junger Mann zeigte mir mein Zimmer und ich genoss den Blick vom Balkon auf den Atlantik – einfach fantastisch.

Ich packte aus und stellte dann sehr schnell fest, dass es kein WLAN gab. Schnell lief ich herunter an die Rezeption, wo der freundliche junge Mann mir noch vor einer halben Stunde das Passwort für das WLAN gegeben hatte. Eine Spanischfrage hatte ich an diesem Tag noch frei. Auf meine Frage, die er anscheinend sogar verstanden hatte, erklärte er mir freudestrahlend, dass das Haus über WLAN verfügen würde, leider nur nicht in allen Zimmern. Und das Meine gehöre wohl zu denen ohne WLAN. Da ich mir das Vorhandensein eines WLANs  im Vorfeld hatte schriftlich bestätigen lassen, war ich nicht bereit, in diesem Punkt irgendwelche Kompromisse einzugehen. Nun übte ich nicht weiter spanische Fragen, sondern verlegte mich auf fordernde Bitten. Im Ergebnis durfte ich alle ausgepackten Sachen wieder einpacken und mir drei verschiedene Zimmer ansehen, die allesamt wunderschön waren. Leider verfügte keines über WLAN. Im vierten Zimmer hatte meine Suche Erfolg. Ein Hauch von WLAN war in der Ecke des Badezimmers aufzuspüren. Ich nahm das Zimmer, da es ohnehin kein anderes freies Zimmer mehr gab. Daher sitze ich nun am Waschbecken mit abgedeckten Wasserhahn und bin wieder „online“. Diesen „Arbeitsplatz“ kann ich allerdings nur bis Freitag behalten, da dann dieses Zimmer anderweitig vermietet ist. Was dann aus mir und dem WLAN im Zimmer wird, weiß ich noch nicht. Ich werde berichten.


Nach der schlaflosen Nacht und dem ersten spanischen Tag war ich so müde, dass ich am Nachmittag erst einmal eine Runde schlief, bevor ich mit meinem Hund zu einem ersten ausgiebigen Spaziergang in die Weinberge von Icod aufbrach.

Terrasse mit Palme

Hund ist wieder auf den Beinen

erster Blick auf den Teide in Wolken

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Ich grüße alle Leser aus Teneriffa und werde sobald ich einen weiteren Hauch von WLAN finden sollte, weiter berichten.