Der Nebel lichtet sich

Veröffentlicht: 5. Juni 2011 in Hund, Leonies Leben 2011, Natur, Reisen 2011
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Gestern morgen hatte ich zum Abschluss des Ostseeurlaubes noch ein sehr schönes Erlebnis. Eigentlich war es kein Erlebnis, sondern einfach ein sehr schöner Augenblick.

Für mich ist es ohnehin immer spannend, wenn ich meine morgendliche Laufrunde mit Hund nicht zu Hause, sondern in einer anderen Gegend drehe. Es  gibt immer etwas neues zu sehen und für den Hund neue Gerüche und andere „Hundezeitungen“. So haben wir denn im Urlaub oder bei einem Aufenthalt außerhalb beide eine interessante Abwechslung zu der gut bekannten Bonner Morgenrunde.

Gestern wollte ich kurz bevor es wieder auf die Autobahn Richtung Süden ging noch einen allerletzten Blick auf die Ostsee werfen. Ich stand um 5.30 Uhr auf und joggte mit dem Hund die 1 bis 2 Kilometer zum Hundestrand. Bereits hinter dem Deich fiel mir auf, dass es sehr nebelig war. Über dem Conventersee stand Nebel, aber auch auf der Straße. Ich konnte nicht sehr weit sehen und als ich dann über den schmalen Pfad auf den Strand trat, konnte ich gerade bis zur Wasserkante sehen. Küstennebel? Frühmorgendlicher Nebel? Jedenfalls konnte ich in keine Richtung weit sehen.

Umso spannender waren die Geräusche, die ich hörte. Ich hörte in der Ferne ein oder mehrere Schiffe auf der Ostsee dahin ziehen. Dann war da Vogelgezwitscher, Möwenschreie, aber auch noch etwas wie ein plätschern, das sich nach Anglern anhörte. Ich setzte mich ganz ruhig an den Strand und lauschte. Kalt war es nicht. Der Hund zog ein paar ruhige Schwimmrunden durch die Ostsee.

Und dann merkte ich plötzlich, wie sich der Nebel ganz langsam verzog. Erst konnte ich ein wenig auf die Ostsee schauen und erkannte einen Angler im Boot,  ruhig sitzend und keine 20 Meter von mir entfernt. Der Schleier hob sich nun sehr schnell und immer weiter. Im Osten tauchten die Konturen des alten Wachturmes auf und im Westen die weiße Stadt am Meer Heiligendamm. Der Blick auf die weite Ostsee war frei und ich sah die Frachter am Horizont dahin ziehen. Die Sonne kam durch und ich wünschte, dass dieser Moment ewig andauern würde. Verweile doch du bist so schön.

Doch warum sollte es so sein? Auch dieser schöne Augenblick ging vorbei und es hieß für mich Abschied nehmen. Einen letzten Blick zurück auf die Ostsee und dann nach vorne in meine Zukunft, in der ich hoffentlich noch ein wenig leben werde.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Sonntag und Momente, die zum Festhalten schön sind.

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Kommentare
  1. Gabi sagt:

    Wunderbar, wie Du dieses schöne Erlebnis beschrieben hast.

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